
| Michael Mettler: | Schade, dass man die auf dem Foto zu sehende Perspektive als Besucher nicht genießen kann (auch nicht außerhalb Weihnachtens) - das ist von der Pflegerseite her aufgenommen. (23.12.2010, 17:02) | ||
| Zoo Hannover: | Kunterbuntes Kanada im Winter-Zoo Yukon Bay by night! Kanadisch bunt leuchten die Holzhäuser, mit Lichtgeschwindigkeit sausen Santas Rentiere über die Dächer, am offenen Feuer röstet Flammlachs, fröhlich dreht sich das nostalgische Riesenrad in den Abendhimmel: Mit Unterstützung des Energiedienstleisters E.ON Avacon präsentiert sich ab jetzt auch die neue Kanadalandschaft Yukon Bay als Teil des Winter-Zoos „by night“! Im Winter-Zoo auf Meyers Hof und in Mullewapp sorgen noch bis zum 09. Januar rasante Rodelrampen, Schlittschuhbahnen und nostalgische Kinderkarusselle – darunter eine Dampfschiffschaukel und ein Mini-Riesenrad – für beste Winter-Laune. Jetzt schwimmen auch Eisbären, Robben und Pinguine bis zum 09. Januar im abendlichen bunten Lichtermeer von Yukon Bay. Tipp: Vom Riesenrad aus bietet sich ein herrlicher Panorama-Blick über den Hafen und den weihnachtlich beleuchteten Marktplatz. Der Weg nach Yukon Bay führt ab 16 Uhr vom Winter-Zoo auf Meyers Hof über die Australienlandschaft Outback durch den abends geheimnisvoll stillen Dschungelpalast. „Der Winter-Zoo begeistert bereits seit fünf Jahren die Besucher, aber mit Yukon Bay by night übertreffen wir alle Erwartungen und lassen nicht nur Kinderaugen strahlen“, freut sich Zoodirektor Klaus-Michael Machens. Neu in diesem Jahr: Rodeln und Schlittschuhlaufen sind im Eintrittspreis enthalten! Mit der Eintrittskarte oder der Jahreskarte können die Besucher den Rodelberg auf Mullewapp hinunter sausen so oft sie mögen und ihre Pirouetten auf dem Eis perfektionieren. Ein tolles Angebot besonders für Familien! Die Winter-Zoo-Highlights in Yukon Bay: Fotopoint „Santa Claus‘ Himmelsreise“ Der große rot gepolsterte Schlitten des Nikolaus‘ steht jetzt als neuer Fotopoint in Yukon Bay und wartet auf Passagiere. Sieben Rentiere ziehen den Schlitten und nehmen Anlauf zum Sprung in den Himmel über das Dach der Unterwasserstation: Ein raffiniertes Leuchtsystem setzt die Umrisse der Rentiere so in Bewegung, dass sie zu galoppieren und jeden Moment mit dem Schlitten Richtung Himmel abzuheben scheinen. Der tierische Weihnachtsbaum Ein fünf Meter hoher Weihnachtsbaum ist das neue Winter-Wahrzeichen in Yukon Bay. Der spektakuläre, 600 kg schwere Baum ist – passend zur Hafenkulisse mit Schiff und Kran – aus Stahlblech gefertigt. An Stelle von Lametta und Kugeln zieren die Silhouetten von Eisbär, Robbe, Wolf, Pinguin und Co. die Seiten des Baumes. Nostalgisches Riesenrad Im nostalgischen Dampf-Mini-Riesenrad geht es zum luftigen Überblick über Kanada. Das rot-weiße Riesenrad mit goldener Krone steht neben der Lorenbahn am Hafenbecken und wird interessiert von den Eisbären beobachtet. Flammlachs in Yukon Bay Mit traditionellen Fisch-Spezialitäten verwöhnt das Gastro-Team des Zoos in Yukon Bay: Über offenem Feuer wird Flammlachs zubereitet. Auf Buchenholzbretter gespickt, wird der Flammlachs sanft neben dem Feuer gegart und entfaltet über dem Feuer seine unwiderstehliche Note. Und die brennenden Scheite im Feuerkorb ziehen jeden Betrachter magisch in ihren Bann! (23.12.2010, 15:03) | ||
| Zoo Hannover: | Nördlichster Pinguin-Zoo jetzt in Yukon Bay eröffnet Pinguine erobern Schiff! Mit Sack und Frack sind jetzt auch die Pinguine in die neue Kanadalandschaft Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover eingezogen. Im „Nördlichsten Pinguin-Zoo“ haben 36 Brillenpinguine und ein Felsenpinguin ihr neues Quartier an Deck und im Frachtraum des auf Grund gelaufenen Schiffes Yukon Queen erobert. In der einzigartigen Unterwasserstation im Rumpf des Schiffes können die Pinguine bei ihrem Flug durch das Wasser beobachtet werden. Eine weitere Glasscheibe in der Schiffsdecke ermöglicht es, dass die Pinguine über die Köpfe der Besucher hinweg fliegen. Weil Pinguine naturgemäß nicht in Kanada leben, griff der Zoo auf einen kleinen geografischen Kunstgriff zurück: Als das Schiff im Hafen auf Grund lief, so die Geschichte, ging dessen Kapitän in Yukon Bay sprichwörtlich vor Anker – und mit ihm seine letzte Fracht: Pinguine. Kurzerhand wurde die Yukon Queen zum „Nördlichsten Pinguin-Zoo der Welt“ umgebaut. Der Umzug der Pinguine hatte sich verzögert, weil der kunststoffgebundene Boden des landschaftlich gestalteten Geheges nachgebessert werden musste. Heute trat die Pinguin-Mannschaft gesammelt an, um ihre Yukon Queen zu entern. „Die Pinguine haben sich sofort heimisch gefühlt und sind in jede Ecke getaucht“, so Zoodirektor Klaus-Michael Machens. „Die Tiere beim eleganten Unterwasserflug zu beobachten, ist wirklich ein wunderschöner Anblick!“ Yukon Bay mit der Unterwasserstation in der Yukon Queen ist der neue Besuchermagnet in Hannover. Über 673.400 Besucher haben die neue Kanadalandschaft seit ihrer Eröffnung am 22. Mai bereits erkundet. Den millionsten Besucher in diesem Jahr begrüßte der Zoo am 11. August – 47 Tage eher als im Vorjahr. „Wir hoffen nun auf einen neuen Besucherrekord von über 1,4 Millionen“, freut sich Machens. Der bisherige Rekord liegt bei 1.270.707. Derweil richten sich die Pinguine auf der Yukon Queen ein und besetzen ihre Kojen hinter den nummerierten Bullaugen. Kommunikative Paten Die Patenschaft für die Felsenpinguin-Dame hat der Telekommunikations-Dienstleister htp übernommen. Das Unternehmen sucht nun unter www.htp.net nach einem Namen für die Pinguindame mit den gelben Federbüscheln. (18.08.2010, 14:25) | ||
| Michael Mettler: | Pazifische Lachse wären passend gewesen. Aber spätestens bei dem Versuch, nach der Geschlechtsreife zum und dann noch ÜBER den Wasserfall auf der Eisbärenanlage zu gelangen (der läuft mit Süßwasser), wäre ihr Schicksal besiegelt ;-) (13.07.2010, 10:59) | ||
| Sacha: | Eine gute Wahl, die Regenbogenforellen. Verhaltensanreicherung für die Eisbären und wenn sie auch mal ein, zwei Forellen erwischen, dann "schmerzt" das den Zoofan weniger als wenn es eine schwer erhältliche Fischart wäre. Zudem passen sie zoogeografisch einigermassen zum Thema (wenn auch das URSPRUENGLICHE Verbreitungsgebiet - NW USA, SW Kanada - abseits von Yukon Bay liegt). (13.07.2010, 10:19) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Press News Der Schwarm: Wie schon von Herrn Engel angekündigt ist nun Fischbesatz in den Eisbärbecken zu bestaunen. Die Neuzugänge die in Henrys Underwater World seit dieser Woche zu sehen sind haben wohl zugleich die höchste Individuenzahl im Zoo (abgesehen von den Ameisen natürlich!). Wenn mich nicht allesteuscht, sind es junge Regenbogenforellen. Die drei Eisbären versuchten den ein oder anderen Fisch zu ergattern, doch die Fische sind ihnen immer ein Flossenschlag voraus... Kleidungsordnung: Mir fiel heute auf, dass die Brillenpinguine fast gänzlich adultes Federkleid trugen. War die Mauser in der letzten Zeit? –Apropos: Man darf gespannt sein wann die Tiere endlich einziehen! Auch die Karibus sind nun mit ihrer dunklen Sommerkleidung zu beobachten. P.S. sorry für die vielen „Fehl-Posts“! Ich bekomme die Fotos nicht rein...na ja! Foto: No Fishing! (12.07.2010, 23:45) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | so - Impressionen nachgereicht (12.07.2010, 20:45) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | sorry - die Bilder konnte nicht mitschicken :( (02.07.2010, 21:24) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Fotos: Und weil es so schön ist – Eisbärenimpressionen... (02.07.2010, 21:22) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Press News Yukon Queen setzt Segel: Nein – die Seevögel sind immer noch nicht eingezogen, aber ich kann mir nun wirklich nicht mehr lange auf sich warten. Die Anlage sieht fertig aus ... gegen zu starke Sonneneinstrahlung (die im Moment schließlich sehr stark) wurde ein kleines Sonnensegel über dem vorderen Ladteil der Anlage aufgehängt. Außerdem „schwimmt“ nun ein alter Taucheranzug mit Kupferhelm im Pinguinbecken. Und nun auf Deutsch: Ein Teil des Gedichts „The Spell of Yukon“ von Robert Service (Der Fluch des Yukon) auf der Häuserwand ist nun auf einem Metallschild für nicht so Fremdsprachenbegabte auf German sinngemäß übersetzt worden. Auch das original (aber übersetzte) Schild von der Duchness informiert über deren Geschichte. Große Augen: Heute hatte ich das Glück die Seebären direkt an der Scheibe unter Wasser zu beobachten. Während sie dort so, wie gewohnt, herumdümpelten, fanden die Robben die Besucher nicht minder interessant als diese die Zoobewohner. Besonders interessant waren Kinderhände uns meine Kameralinse. So nah konnte man doch eindeutige Körpergrößenunterschiede erkennen. Auch die großen Augen der Raubtiere waren beeindruckend. Allerdings hab ich wieder nur fünf Seebären gezählt! Fotos: Deck kurz vor dem Bezug?/Seebären durch Scheiben (02.07.2010, 21:21) | ||
| Michael Mettler: | @Alex: Sind Strauße nicht inzwischen in Deutschland offiziell als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt? Vielleicht ist es ja das, was den Import von Wildstraußeiern erschwert. (02.07.2010, 12:03) | ||
| Alexander Fuchs: | Ich war auch letzten Freitag in Hannover und habe mir Yukon Bay angeschaut. Wir hatten eine Führung und somit konnte man auch mal ein wenig hinter die Kulissen schauen. Eine tolle Themenwelt, die noch viel Potenzial für Tiere hat und das macht wieder Lust auf den Besuch in Hannover. Meine Highligts waren die nörd. Seebären und die Kaamas mit den Jungtieren. Was ein wenig kurios war, sind die Waldbisons (wird hingewiesen das die Art bedroht ist) und 20 m weiter gibt es dann den Bisonburger. Das hausgemachte Eis ist ein absoluter Leckerbissen und wie man hörte möchte man im Zoo noch so die eine oder andere Filiale eröffnen (Sambesi). Was mich verblüfft hat, dass man zwei Jahre gebracht hat um Rothalsstrauße zu importieren. Auf meine Frage hin ob man es wieder versucht hat man es nicht dementiert, aber Geduld sollte man haben. (02.07.2010, 09:17) | ||
| Jennifer Weilguni: | Kaum ein Zoo verändert sein Gesicht von Besuch zu Besuch so drastisch wie Hannover! Als ich mir am Sonntag nun auch endlich mal Yukon Bay angeschaut habe, war ich teilweise regelrecht desorientiert...Das Gelände ist rein gar nicht mehr wieder zu erkennen. Wer Phantasie hat, der kann sich wirklich vorstellen in einer kleinen Hafenstadt gelandet zu sein. Mit viel Liebe zum Detail hat Hannover auch bei dieser Themenwelt eine phantastische Kulisse für die dort lebenden Tiere geschaffen. Ganz besonders gelungen finde ich es, dass man die Anlagen von den verschiedensten Blickwinkeln aus betrachten kann und jedes Mal ein völlig neues Bild davon bekommt. (29.06.2010, 11:49) | ||
| Michael Mettler: | Mit den Rothörnchen hatten wir heute Pech. Dafür liegt mein persönlicher Sichtungsrekord bei den Präriehunden bei vier Tieren (bzw. ihren Vorderhälften...) bei einem vorangegangenen Besuch. Die neue Deko in ihren Gehegeteilen besteht u.a. aus rotweißen Markierungpfählen zur Landvermessung, und die sind dergestalt um die Bäumchen herum platziert, dass ich vermute, sie sollen als Pfosten für einen künftigen Baumschutz dienen. Wie von mir prophezeit ist inzwischen einer der Bäume knapp über dem Boden ringsherum von den Nagern entrindet und damit (unnötigerweise) zum Absterben verurteilt worden. (27.06.2010, 18:46) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Press News: So gar nicht scheu: Die beiden Rothörnchen sind in der Anlage und fühlen sich anscheinend sehr wohl. Da sie aus dem Schulzoo in Herford sind – können sie wahrscheinlich mit nervenden Menschen gut umgehen. Gesichtet!: Heute hatte ich das Glück einen Präriehund zu sehen. Die Anlagen wurden außerdem weiter dekoriert. Mal sehen wie weit sich die kleinen Nager in Zukunft trauen... Mehr Wölfe am Yukon: Das Wolfszuchtpaar (das alte Weibchen mit neuem jungem Rüden) sind draußen. Sie konnten die mittlere und zu den Bisons gerichtete Anlage nutzen. Fertig: Die Außenanlage der Pinguine sieht fertig aus. Aber das Becken war nicht voll mit Wasser. An dieser Stelle kann ich auch einschieben, dass die Robben- und Eisbärenbecken wieder etwas voller und klarer waren. Die Seevögel waren heute allesamt noch in der alten Walrossanlage, in der allerdings das Wasser von einer starken Algenblüte gefärbt war. Kurz bevor die Robben umgezogen waren, war deren Wasserfilteranlage kaputt... Seebärensorge: Immer noch fehlt ein Weibchen auf der Außenanlage. Hoffentlich (wenn es noch keine Geburt gab) geht alles gut. Nicht dass am Ende das Muttertier verloren geht... Foto: Kanadisches Rothörnchen (26.06.2010, 21:38) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Press News Bodenarbeiten: Gestern wurde noch am Boden der Pinguinanlage gearbeitet. Ich schätze, dass es jetzt noch höchstens eine Woche dauert bis Pelikane und Pinguine die Yukon Queen bevölkern. Aber das ist meine Laieneinschätzung! Weiß jemand eigentlich warum der Rosa Pelikan bei der Yukon Bay-Seevogel-WG eingezogen ist – und auch ob er dort bleiben soll? Das wär’s: Habe auch nur fünf der sechs Seebären gesehen – die Hoffnung bleibt. Eingezogen: Die beiden Rothörnchen sind eingezogen – allerdings weiß ich das nur durch ein Infoschild und das ausgelegte Futter. Gesehen hab ich sie noch nicht... ... und noch nicht eingezogen: Seit der letzten NDR-Doku Folge wissen wir, dass die Wildputen zu den Bisons kommen. Die sollen schließlich schon im Stall eingezogen sein. Gesehen hab ich sie aber genau so wenig wie die Kanadakraniche und das Wolfszuchtpaar. Letztere müssten doch langsam in die Anlage einziehen... Um noch mal auf den Vogel zu kommen – die Puten haben genug Versteckmöglichkeiten; bei den Kranichen kann ich das schlecht einschätzen... Deep Blue: Das Wasser in Robben- und Eisbärbecken, welches noch vor nicht so langer Zeit sehr trüb und grünlich-gelb war, sieht mittlerweile sehr viel mehr nach Meerwasser aus. Ein nun bläulicher Schimmer ist sehr authentisch – allerdings hab ich es als nun wieder etwas „undurchsichtiger“ empfunden. Auch der Wasserstand (gerade im Eisbärbecken), welcher nach meiner Meinung nun zu niedrig für viele Einsichten ist, könnte eine Erklärung für diese (vielleicht auch subjektive) Empfindung sein. Yukon Beringia Interpretive Centre: Neben der Ecke bei den Bisons wurden wieder ein bisschen bei den Präriehunden dekoriert. Die auffälligsten Veränderungen sind zwei feste Informationsschilder über Archäologie am Yukon und der nun fehlende Weg vom Duchnessbahnhof zu der Häuserreihe. (20.06.2010, 15:06) | ||
| Michael Mettler: | Dass die heute auf NDR gelaufene Yukon-Bay-Doku "Der Einzug der Eisbären" als Teil 2 der an Pfingsten gesendeten "verkauft" wurde, ist eine Frechheit. Geschätzt 75% der gezeigten Szenen bei nur halb so langer Sendezeit waren schon in "Teil 1" zu sehen und wurden nur durch ein paar zusätzliche Schnipsel (z.B. Umzug der Wildputen in den Bisonstall, Ankunft der beiden Waldbisonkühe aus Emmen)) gestreckt. Als zoologischen Fauxpas lieferte der Bericht dann auch noch die Info der Zusammengewöhnung der drei RobbenUNTERarten. Und es war wohl ein Fehler meiner Programmzeitschrift, die heutige Sendung als Teil 1 zu bezeichnen und auf einen Teil 2 am kommenden Dienstag hinzuweisen, denn da finde ich nichts von einer Fortsetzung. (15.06.2010, 23:45) | ||
| Sacha: | @Liz: Wir reden nochmal darüber, wenn Du ebenfalls Bade-Erfahrung im Nordpazifik gemacht hast:) (Und dann nicht nur den kleinen Zeh reinhalten, das gilt nicht). @Michael Mettler: Auf Anhieb fällt mir weder in Nordamerika noch in Japan eine derartige Gemeinschaftshaltung ein. Ich sehe darin auch nicht unbedingt einen Sinn, weil einerseits die flinkeren Robben die Seeotter zu sehr drangsalieren würden (und so riesig wird man keine Anlage bauen, damit das nicht passiert) und andererseits sich die Tiere gegenseitig die Schau stehlen würden resp. man die Fertigkeiten der Seeotter weniger gut zu Geltung bringen könnte (Stress bei der Nahrungsaufnahme). Zudem sähe ich auch unnötige Probleme, wenn man mit den Seeottern züchten will. (11.06.2010, 16:01) | ||
| Liz Thieme: | Eine Mischung aus ISIS und Zootierliste. Und das in beiden nicht alle Tiere und Haltungen eingetragen ist, ist ja bekannt. Menschliches Wasserempfinden ist ja sehr subjektiv. Da ist dann eher die Frage ob normalerweise eh Warmduscher oder nicht? ;-) (10.06.2010, 17:57) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: OK, diese Erfahrung fehlt mir ;-) Darauf hätte ich allerdings auch selbst kommen können, fiel mir nach deinem Post ein - anhand der Seeottern vor der kalifornischen Küste, die ja nicht gerade subtropische Tiere sind.... Apropos: Gibt es eigentlich irgendwo einen Zoo/ein Aquarium, wo Robben und Seeotter in Gemeinschaft gehalten werden? Vielleicht kann Yukon Bay ja eines Tages mit weiteren Überraschungen aufwarten... (10.06.2010, 15:28) | ||
| Sacha: | @MM: Also Triakis semifasciata sicher nicht. Ich hab mehrfach (auch im Hochsommer) an der kalifornischen Küste gebadet und kann nur sagen: Kalt bis Saukalt! Triakis megalopterus stammt, wenn ich mich recht erinnere, aus den Gewässern Südafrikas. Da kenne ich zwar nur die Gegend um Durban. Diese, also die Seite am Indischen Ozean, soll eher wärmer sein als die atlantische. Aber auch da hielt ich es nur ein paar Minuten im Wasser aus:) (10.06.2010, 14:41) | ||
| Holger Wientjes: | @Jennifer: Der Bär der den Narwal attakiert hat, war sicherlich ziemlich ausgehungert kann ich mir vorstellen. (10.06.2010, 14:25) | ||
| Michael Mettler: | Und falls ISIS: Da machen nicht nur etliche Zoos und Aquarien gar nicht mit, sondern nicht jedes Mitglied trägt auch seine Fische ein. Die Wilhelma hat z.B. nur ihre Säugetiere und Vögel gemeldet. Brauchen Leopardenhaie nicht wärmeres Wasser? Würde mich ohnehin interessieren, was dann bei einer Haihaltung für den Winter angedacht wäre. Als Wechselwarme würden sie doch bei kalten Wassertemeparturen vielleicht langsamer werden und wären somit eher durch die Bären gefährdet...? (10.06.2010, 13:56) | ||
| Sacha: | @Liz: Quelle ISIS?:) (10.06.2010, 12:51) | ||
| Liz Thieme: | Die Haie der Familie Triakidae (zu deutsch: Marderhaie/Hundshaie/Glatthaie) sollen allgemein recht gut in Gefangenschaft gehalten werden können. Von den 39 Arten sind in europäischen Zoos zu finden: Unterfamilie Galeorhininae: Hundshai (Galeorhinus galeus) - VU gefährdet (2006) - 6 Haltungen (1D/5E) Unterfamilie Triakinae: (Weiß-)Gefleckter Glatthai (Mustelus asterias) - LC nicht gefährdet (2006) - 10 Haltungen (4D/6E) Dunkler Glatthai (Mustelus canis) - NT gering gefährdet (2005) - 4 Haltungen (4 USA) Gewöhnlicher Glatthai (Mustelus mustelus) - VU gefährdet (2004) - 11 Haltungen (3D/8E) Gefleckter Hundshai/Scharfzahn-Marderhai (Triakis megalopterus) - NT gering gefährdet (2005) - 3 Haltungen (2D/1USA) Leopardenhai (Triakis semifasciata) - LC nicht gefährdet (2004) - 34 Haltungen (5D/19E/10USA) Wobei ich die Leopardenhaie bei Hagenbeck als sehr aktiv kenne und nicht als Bodenablieger oder Reinigungstrupp, wobei sie da auch die Möglichkeiten haben sich viel zu bewegen. Aus anderen Haltungen in Kleinbecken kenne ich sie nur am Boden liegend, als ob sie darauf warten, dass mal wieder was passiert. An das Verhalten der anderen kann ich mich nicht erinnern, bzw. habe sie noch nicht selber gesehen. Bin gespannt wie es geregelt wird. (10.06.2010, 12:19) | ||
| Mel: | @MM: Das wäre dann aber auch mal eine interessante Art der fütterung ;-) Die Krebse werden von der Filteranlage angesaugt und hängen dann als "Futterknäul" vor den Ansaugöffnungen und die Robben können sie dann in aller Ruhe "abknabbern", predestiniert wäre das dann natürlich vor einer Unterwassereinsischt zu praktizieren. :-) (10.06.2010, 10:40) | ||
| Michael Mettler: | @Jennifer: Aber da war dann immerhin der Bär an Land, und Haie müssen nicht zum Atmen auftauchen... Als Bodenputzkommando kämen eigentlich auch kleine Krebstiere in großer Stückzahl in Frage - nur weiß ich nicht, ob das das Probleme mit den Ansaugöffnungen für die Filteranlage geben könnte. Oder Rochen. (10.06.2010, 10:32) | ||
| Mel: | @Sacha: wäre ja die einzige Möglichkeit, jedoch habe ich bis jetzt noch nicht viel Infos zum Schutzstatus von Glatthaien finden können, da ich gerade an einem Steinzeit PC sitze und jeder Seitenaufbau Ewigkeiten dauert. (10.06.2010, 10:18) | ||
| Sacha: | @Liz: Das mit der Kombi Pinguin/Glatthai könnte klappen. Im New York Aquarium in Coney Island ist das schon seit mehreren Jahren der Fall (Brillenpinguine mit einer - m.W. - westatlantischen Glatthai-Art). @Mel: Ich hatte da eigentlich gleich von Anfang an an Wildfänge gedacht. (10.06.2010, 10:12) | ||
| Mel: | Ich denke auch das dieser Versuch ein gewisses Risiko in sich trägt, jedoch teile ich ein wenig die Ansicht von Gudrun, und denke auch das es klappen könnte. Den aus Hunger werden sie sich wohl sicher nicht an den Glatthaien vergreifen, vielleicht wenn dann doch eher aus Neugier. (10.06.2010, 10:09) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Liz Doch, doch.. ich habe in Zoos schon oft eine Bodenreinigung durch Lebewesen miterleben dürfen.. die nannten sie dort "Tierpfleger". Aber mal im Ernst.. wenn das wirklich klappen würde, wäre es eine sehr interessante Geschichte. Aber nachdem ich in einer Fernsehdokumentation mal gesehen hatte, dass ein Eisbär sich sogar an einem Narwal versuchte, bin ich mir noch so ganz sicher, ob zwei Meter Körpergröße dem Bären wirklich schon zu groß als Beute sind. Und nein, der Narwal kam auch nicht an Land, sondern steckte nur den Kopf aus einem Atemloch im Eis.:-) (10.06.2010, 09:33) | ||
| Mel: | Interessant wäre auch zu wissen wo Hannover die Glatthaie herbekommen will, der gewöhnlich bzw. graue Glatthai wird ja laut ISIS in Europa nur in Rotterdam (1 Tier) und in Spanien (Terra Natura) 2 Tiere, gehalten. (10.06.2010, 08:36) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Bei den Eisbären gibt es auf jeden Fall Versteckmöglichkeiten für die Fische,egal für welche Arten man sich letztendlich entscheiden wird. Bei den Pinguinen dürfte es ähnlich sein. Auch in der Robbenanlage hatman Versteckmöglichkeiten für Fische von Anfang an mit eingeplant. Allerdings sprach der Revierleiter von Yukon Bay nur von einem Fischunterbesatz bei Eisbären und Pinguinen. Man geht in Hannover wohl davn aus, dass die Eisbären kein Interesse an der Jagd auf größere Fische haben, da sie ja gut gefüttert werden und, wie eigentlich alle Tierarten in Zoos, ein bequemes und anstrengungsloses Leben mit Futterfischen der Jagd auf lebende Beutetiere vorziehen. Ich bin gespannt, ob man den Plan mit dem Fischunterbesatz wirklich umsetzen wird. (09.06.2010, 23:53) | ||
| Liz Thieme: | Dann sollte man aber für die Glatthaie in den Becken Steine zum Verstecken anbieten. Ich hätte bei den Eisbären da auch ein bisschen bedenken, dass sie mal mit den Haien zumindest spielen wollen. Im Allgemeinen gelten sie ja als friedlich, aber vlt verlockt dann so ein Pinguinfuß doch mal zum Nuckeln. So wie man es von Karpfen kennt. Gibt es keine anderen Möglichkeiten zur Bodenreinigung durch Lebewesen? (09.06.2010, 23:02) | ||
| Michael Mettler: | @Oliver: Als landbewohnende Arten kenne ich eigentlich nur Geldhaie und Immobilienhaie... (09.06.2010, 22:17) | ||
| Oliver Jahn: | @Michael, ehrlich, die Haie gehen nicht an Land? Und ich dachte, sie heißen Marderhaie, weil sie von Ast zu Ast springen. Wieder was dazu gelernt. :-) (09.06.2010, 21:30) | ||
| Michael Mettler: | @Oliver: Auf Walrossjagd gehen Eisbären aber doch m.W. nur an Land, und dahin werden die Haie wohl nicht kommen :-) Bin aber genauso gespannt, ob das mit den Haien tatsächlich umgesetzt wird. (09.06.2010, 21:25) | ||
| Oliver Jahn: | Je nach Art zählen die Marderhaie doch eher zu den kleinen bis mittelgroßen Haien mit einer Maximalgröße von zwei Metern. Und da sollen sie tatsächlich nicht ins Beutespektrum eines Eisbären passen, der in der Natur sogar ein Walross erbeutet? Da darf man ja gespannt sein. (09.06.2010, 20:10) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Die Anlage ist wohl fast fertig und abwechslungsreich mit Bau-Utensilien und Pflanzen eingerichtet, wirkt aber genau wie die Anlage für Schnee-Eulen recht klein. Aber so groß sind Rothörnchen ja nicht. Fotos habe ich bei meinem letzten Besuch am 6.6. leider nicht gemacht, da ich Kameraprobleme hatte. (09.06.2010, 19:07) | ||
| Michael Mettler: | Als Ergänzung zu Gerrit Wehrenberg: Die Rothörnchen werden NICHT die unten von Sven P. Peter dokumentierte Felsenhöhle mit den "verbretterten" Löchern links von der Eisbären-Glasfront bewohnen, sondern eine Voliere rechts von den Scheiben. Der dort befindliche "Förderturm" wurde für sie vergittert und bepflanzt. Habe ich aber leider noch nicht in natura gesehen. (09.06.2010, 18:45) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Das 2. Seebärenweibchen ist noch trächtig und bleibt daher vorerst von der Gruppe getrennt. Es hat aber regelmäßig einen weiteren Seebären als Kompagnon im großzügigen Robbenstall- und Robbenabsperrbereich, den wir samt der Wellenmaschinen und der riesigen Filteranlagen heute bei der Zoofreundeführung hinter den Kulissen besichtigen konnten. Bei dem gestorbenen Seebärenjungtier, das trotz aller Bemühungen durch Tierpfleger und Tierärzte (inklusiv Zufütterung mit Milch)nur 4 oder 5 Tage alt wurde, handelte es sich um eine lebensschwache Frühgeburt. Bei der Obduktion des Jungtieres (Geschlecht wurde nicht genannt) stellte sich heraus, dass die Lungenflügel noch nich voll entwickelt und entfaltet waren, was ebenfalls für eine Frühgeburt spricht.Der Mutter geht es allerdings gut. Man hofft jetzt auf das 2. Weibchen und deren Nachwuchs. Das künstliche Kelp wurde überwiegend aus dem Becken entfernt, da die Robben in Hannover ihn trotz anderer Erfahrungen aus anderen Haltungen auch verschluckten und dadurch (und auch durch das Verschlucken anderer in das Becken gefallener oder geworfener Dinge wie z.B. Plastiktüten) regelmäßig Magenbeschwerden hatten und tierärztlich behandelt werden mußten. Daher verzichtet man jetzt auf den künstlichen Kelp. Mit den Kelpresten spielten die Seelöwen und mind. eine Kegelrobbe heute nachmittag allerdings intensiv vor den Unterwasserscheiben, was sehr interessant war. Bei den Bisons handelt es sich um 3 (1,2) Waldbisons (2 aus Emmen, 1 aus Polen) und 1 weiblichen Präriebison aus Hodenhagen, der allerdings möglichst bald durch einen waldbison ersetzt werden soll. Für die Zukunft (ab 2011)ist geplant, 1 oder 2 große Kaltwasserfischarten (man denkt z.B. an Marderhaie, die als Aasfresser den Beckengrund sauberhalten sollen und aufgrund ihrer Größe von Eisbären vermutlich nicht gejagt werden), zu den Eisbären und den Pinguinen zu setzen. Auch das Aquarium in der Unterwasserwelt ist weiterhin eingeplant, es fehlt aber im Augenblick an dem benötigten Geld für diesen Bau. Als nächstes wird der Wirtschaftshof in Yukon Bay durch eine Kühlzelle und Futterküche für das Futter der Pinguine, Eisbären und Robben ergänzt. Bisher muß das Futter noch von der alten Robben- und Pinguinanlage geholt werden, wo Küche und Kühlzelle sind. Ich habe heute auch kurz vor Zooschluß erstmals einen Präriehund aus seiner Höhle schauen sehen. Auch habe ich erstmals alle 4 Kegelrobben gemeinsam ruhen gesehen. Bei den Schee-Eulen wurde auch schon 1 Ei gelegt, es wird aber noch nicht gebrütet. (06.06.2010, 23:39) | ||
| Michael Mettler: | Bei "meinen" beiden bisherigen Eisbärfütterungen hatte Sprinter zwar "plangemäß" auf dem großen Felsen gestanden, sich aber kaum bewegt - und das dann noch mit dem Hintern zum Publikum :-) Beim Geysir kommt es auch auf die Windrichtung an, wen er "erfrischt" - bei meinem letzten Besuch musste ich nach der "Eruption" die Kamera trockenlegen, und der Wassersprühdunst wurde bis zur Ecke des Besucherweges um die benachbarte Wolfsanlage geweht. Dass deren letzter Part noch nicht besetzt ist, dürfte wohl daran liegen, dass der Rollrasen erst anwachsen muss. (06.06.2010, 22:51) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Press News: Die Bodenarbeiten auf der Yukon Queen für die Pinguine und Meerespelikane sind im Gange – mal sehen wann die Vögel an Bord gehen können. Allerdings kam mir das Wasser des Beckens - ich sag mal - grüner vor... Brillen- und Felsenpinguine, Chile-Meerespelikane und der (weiß eigentlich jemand warum er da ist?) Rosa Pelikan warten immer noch in der Ex-Walrossanlage. Bei einer Fütterung konnte man die, aus dem Haus stürmende, aufgestockte Brillenpinguingruppe voll beobachten – eine kleine Kolonie! Die beiden Felsenpinguine erwiesen sich, trotz der geringeren Körpermasse und der zahlenmäßig eindeutigen Unterlegenheit, als frech genug sich bei der Fütterung durchzusetzen – wenn auch manchmal mit beißen und lauten Schreien. Die Brillenpinguine scheinen mir auch ruhiger zu sein – damit meine ich das Gemüht sowie die Bewegungslust. Klare Sicht: Bei Robben und Eisbären hat sich das Wasser gelichtet. Jetzt kann man das versunkene Boot und ein große Baggerzange und so weiter in den Becken erkennen. Diese ganzen „Schrottteile“ sind später für den Schutz der Fische die in das Eisbärbecken einziehen werden gedacht. Leider haben die Seelöwen allen Seetang „zerspielt“. Heiß anstatt Eis: Die hochsommerlichen Temperaturen machten den arktischen Tieren zu schaffen. Karibus und Co. hechelten, schliefen und hoffen auf kühlere Temperaturen. Übrigens erweist sich der Geysir im Bisongehege als willkommene Erfrischung bei den Rindern. Yukon Bay bekommt Hörnchen: Die kleine Anlage für die Kanadischen Rothörnchen neben dem Eisbärengehege ist schon fertig gestellt. Ob die beiden Nager schon eingezogen sind weiß ich nicht. Wanted: Abgesehen von den Seevögeln und den Rothörnchen fehlen nun noch das Wolfszuchtpaar, die Kanadakraniche und die Wildputen in der Yukon-Family. Dazu ist noch zu sagen, dass die Puten nicht mehr in der Freiflugvoliere sind. Change: Des weiteren haben die wiener Bärenbrüder und Sprinter die Gehege gewechselt. Bei der Fütterung spielten die Brüder doch besser mit als der Einzelgänger und turnten auf dem großen Felsen herum als die Fische vom Kran flogen. Traurige Nachricht: Das war wohl das erste Mal, dass ich traurig war ein Tier wieder zusehen. In der Anlage waren nun wieder fünf Seebären in der Schau – ohne Jungtier. Man muss wohl vermuten, dass es das Neugeborene nicht geschafft hat. Aber man darf hoffen, denn wer genau gelesen hat, sind fünf auf der Anlage und ein Tier hinter den Kulissen (ein letzte Woche noch hochträchtiges Weibchen). Vielleicht kommt wenigstens ein Seebärenjunges durch... Foto: Fütterung eines Felsenpinguins/Eindruck der teilweise neuen Pinguingruppe (06.06.2010, 21:15) | ||
| Michael Mettler: | Als Ergänzung zu Gerrit Wehrenbergs TV-Hinweisen bezüglich Yukon Bay: Dienstag, 15. Juni, 18.15-18.45 Uhr auf NDR: Einzug der Eisbären, Teil 1. Teil 2 soll am 22. Juni folgen. (06.06.2010, 09:17) | ||
| Michael Mettler: | Die Bisons sind inzwischen zu viert auf der Anlage. Über die neuen weiß ich noch nichts Näheres, aber die zuerst eingetroffene Ursula stammt tatsächlich aus Hodenhagen und ist ein Präriebison. (05.06.2010, 09:52) | ||
| Michael Mettler: | Im neuen ZOOFREUND wird das Alter der Nördlichen Seebären mit zwischen 2,5 und 3,5 Jahren angegeben. Der Artikel liefert auch einen bemerkenswerten weiteren Faktor für den Populationsrückgang im Freiland: erhebliche (!) Störungen der Kolonien durch Ökotourismus führen zu Jungtierverlusten... (05.06.2010, 09:47) | ||
| Mel: | Bleibt zu hoffen, daß sie sich gut einleben und genauso erfolgreich in Stralsund nachziehen wie in Berlin. (03.06.2010, 09:49) | ||
| Michael Mettler: | @Mel: Macht ja nix. Und schön, dass die Herde sogar zusammenbleiben konnte - Stralsund hatte seine ja komplett verloren. (02.06.2010, 19:35) | ||
| Mel: | So ich hab nun nochmal nachgeschlagen und Michael Du hast natürlich recht, da hat mich meine Erinnerung doch im Stich gelassen, der Nachzuchtbulle der Waldbision ging nach Hellabrunn, da hab ich das unterbewusst zusammen geschmissen. Also gingen alle Präriebisions nach Stralsund. Ich bitte um Entschuldigung (02.06.2010, 17:03) | ||
| Michael Mettler: | Nanu? Hellabrunn hält aber Waldbisons! (02.06.2010, 16:54) | ||
| Mel: | Also wenn ich mich jetzt recht erinnere gingen alle Präriebisonkühe samt ihren Jungtieren nach Stralsund und der Bulle ging nach Hellabrunn. Mehr stand im JB glaube ich nicht drinne. (02.06.2010, 15:54) | ||
| BjörnN: | Diese Möglichkeit bestände natürlich. Ein Blick in die Jahreberichte des Tierparks könnte hilfreich sein, auch wenn der Tierhandel als Quelle in Frage kommt... (02.06.2010, 13:43) | ||
| Michael Mettler: | Bliebe noch die Lösung, dass Ursula in Berlin geboren ist, aber zwischenzeitlich in Hodenhagen gelebt hat und somit beides stimmt - der TP hat sich doch im letzten Jahr von seinen Präriebisons getrennt. Und im Gegensatz zum Bullen Tatanka (zweijährig) ist für Ursula in der PM auch kein Alter angegeben. Auf dem Foto wirkt sie zumindest nicht mehr jugendlich. (02.06.2010, 13:32) | ||
| Sven P. Peter: | Meine letzte Info war, dass zu einem Zuchtpaar Waldbisons noch zwei Präriebisons (0,2) kommen werden, da man nicht gleich so viele Waldbisons bekommen konnte und das Gehege nicht zu leer wirken soll. (02.06.2010, 13:07) | ||
| BjörnN: | @Michael Mettler Ein Kommilitone von mir, der aus Hannover stammt, hat bei der Eröffnung einen Pfleger in Yukon Bay gefragt und als Antwort erhalten, dass die Tiere aus Katovice (1,0) und Berlin (0,1) stammen. Der Name "Ursula" für eine Kuh, der in der Pressemitteilung auftauchte, würde darauf auch gut passen... (02.06.2010, 13:05) | ||
| Michael Mettler: | @BjörnN: Das mit der Kuh betrifft vielleicht eine von den beiden, die noch kommen? Ansonsten wüsste ich nicht, wie die Presse auf Hodenhagen kommt. Die Info, dass auch aus Holland Besatz erwartet wird bzw. schon zum Transport bereitsteht, stand zur Eröffnung von Yukon Bay in den Medien. (02.06.2010, 12:52) | ||
| BjörnN: | Der Waldbisonbulle stammt aus Katowice, die Kuh aus dem Tierpark Berlin.... (02.06.2010, 11:10) | ||
| Michael Mettler: | Darüber schweigen sich die Pressemeldungen aus. Der Bulle ist schon recht groß, wirkt aber in der Behaarung noch jugendlich. Mindestens eins der noch folgenden Tiere soll übrigens aus Holland kommen, da käme dann eigentlich auch nur Emmen infrage. Oder natürlich Halter, die nicht an ISIS teilnehmen. Die hannoverschen Tiere stehen noch nicht drin. (02.06.2010, 10:21) | ||
| WolfDrei: | Wäre interessant zu wissen, wer der polnische "Spender" ist. ISIS ist ja auch nur so gut wie die Infrmanten:Poznan 1,3: Katowice 1,3. Die Posener Tiere (aus ehemals Leipzig)haben meines Wissens dort nie Nachwuchs gehabt (02.06.2010, 09:23) | ||
| Michael Mettler: | Laut Presse stammt der neue Bisonbulle aus Polen, die Kuh aus Hodenhagen. Entweder also ist letztere anders als vorgestellt kein Waldbison, oder der Serengetipark hält tatsächlich (auch) diese Unterart - vor Jahren wurden die dortigen Bisons in einem Parkführer mal als Waldbisons bezeichnet. Zwei weitere Bisonkühe werden in den nächsten die Gruppe vergrößern. (02.06.2010, 08:59) | ||
| Michael Mettler: | Ist noch gar nicht so lange her, da habe ich hier geschrieben, dass ich mich an Robbenanlagen bisher nie lange aufgehalten habe. Dass mir das mit den beiden Seelöwenbullen ausgerechnet in Hannover entgangen ist, ist wohl der beste Beleg dafür ;-) Wenn ich mir die Wikipedia-Fotos der Freilandkolonien so ansehe, scheinen Nördliche Seebärenbullen an eine recht geringe Distanz zu Nachbarbullen "gewöhnt" zu sein. Vielleicht ist das eine gute Voraussetzung für die Zwei-Bullen-Haltung. Übrigens werden weibliche Seebären laut Wikipedia mit 3 bis 7 Jahren geschlechtsreif. Wenn es jetzt schon erste Geburten in Hannover gibt, sind diese Weibchen wohl doch älter als zwei Jahre, wie es in der PM zu ihrer Ankunft hieß. (01.06.2010, 09:23) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Ich könnte mir vorstellen, dass man in Hannover beide Bullen zusammenhalten kann, da ein Männchen schon jetzt das dominierende Tier ist. Auch hielt Hannover auf der sehr viel kleineren alten Robbenanlage über 10 Jahre lang 2 etwa gleichalte Seelöwenbullen zusammen und konnte gerade in dieser Zeit große Zuchterfolge bei den Seelöwen erzielen. Diese Gemeinschaftshaltung von 2 geschlechtsreifen Bullen endete erst mit dem Tod des einen Bullen. Weshalb sollte so etwas in der großen neuen Robbenanlage nicht auch bei den Seebären klappen. Ich warte die weitere Entwicklung gespannt ab. (01.06.2010, 00:41) | ||
| Rene Mantei: | Von Gelsenkirchen weiß ich dass es nur einen Zuchtbullen gibt "Paris" aus dem RuhrZoo, die anderen Bullen sind kastriert. Befindet sich nicht auch ein Becken hinter den Kulissen? Wäre sicherlich nicht optimal das Tier alleine irgendwo unter zu stellen, sofern das Becken hinter den Kulissen nicht zu klein ist, könnte man ggf ein Männchen + ein Weibchen dort unterbringen. (31.05.2010, 23:07) | ||
| Michael Mettler: | @BjörnN: Darauf bin ich auch gespannt. Schätze aber, es wird auf eine ähnliche Variante hinauslaufen wie bei den Karibus: Ein Bulle wird als züchterische Reserve anderweitig eingestellt und bekommt später durch (hoffentliche) Zuchterfolge aus der Basisgruppe Gesellschaft. Aber wer weiß, vielleicht klappt es sogar. Dass auf der hannoverschen Afrikasteppe über längere Zeit zwei Thomsongazellenböcke zusammen mit Geißen gehalten werden konnten, hätte ich vorab auch nicht für möglich gehalten. Ist vielleicht auch eine Frage des zur Verfügung stehenden Raumes und der Gehegestruktur (evtl. Teilung des Landbereiches durch Sichtblende zur Paarungszeit?). Gab/gibt es nicht auch bei anderen Ohrenrobbenarten Mehr-Männer-Haltungen in Anwesenheit von Weibchen?(Mähnenrobben in Emmen? Seelöwen in Gelsenkirchen?) (31.05.2010, 17:50) | ||
| BjörnN: | Kann man denn mehrere, in diesem Fall 2 erwachsene Seebärenmännchen auf einer Anlage halten oder muss sich Hannover in absehbarer Zeit von einem Bullen verabschieden?? (31.05.2010, 17:15) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Die Nördlichen Seebären werden in Teilen ihres Vorkommensgebits auch in größerem Maße bejagt, da das Fell besonders der jüngeren Tiere wertvoll ist und die Art bei den Fischern als Gefahr für den Fischbestand gilt, deren Bestand man stark regulieren muß. Besonders im russischen Teil ihres Verbreitungsgebiets werden jährlich etwa 70000 jüngere Tiere zur Jagd freigegeben (es können auch mehr oder etwas weniger sein, ich glaube aber mich zu erinnern, dass die Zahl recht hoch war). Besondes die jungen Männchen werden bejagt. (31.05.2010, 16:27) | ||
| Michael Mettler: | Kurz vor dem Aussterben steht er nicht gerade, aber laut Wikipedia wird in Kolonien seit den 70er Jahren ein jährlicher Geburtenrückgang um 6-7 % registriert, so dass die Population stetig abnimmt. Über die Ursachen soll noch keine Einigkeit bestehen. (31.05.2010, 15:40) | ||
| Holger Wientjes: | Wie gefährdet ist die Art denn ? Dachte, dass der Nördliche Seebär noch ganz gut in der Natur vertreten ist ? (31.05.2010, 15:19) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Das mit dem Seebärennachwuchs ist toll, auch wenn die ersten Jungtiere vielleicht nicht überleben. Zumindest zeigt dieses, dass mindesten 2 der Weibchen zuchtfähig sind und man vielleicht somit in den nächsten Jahren mit dem Aufbau einer größeren Gruppe rechnen kann, aus der heraus auch andere Zoos später mit Nördlichen Seebären beliefert werden könnten. Das ist für gefährdete Arten wie den Nördlichen Seebären sicherlich nicht schlecht. (30.05.2010, 23:27) | ||
| Michael Mettler: | Da ich es schon mal erwähnte, hier jetzt ergänzend das Bild: Nach dem Trockenwerden kommt bei Nördlichen Seebären eine sehr attraktive Färbung zum Vorschein! (30.05.2010, 22:01) | ||
| Gerhard Joerres: | Ich finde es sehr gut das in Hannover eine Kids-Gruppe mit männlichen Eisbären gebildet wurde. Hier haben sie die Möglichkeit sich zu sozialisieren. Wenigstens bis zur Geschlechtsreife. Das ist wesentlich beser wie es in Berlin gelaufen ist. So eine Jugendgruppe wurde schon mal in Karlsruhe gebildet und das hat ganz gut funktioniert. (30.05.2010, 10:34) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Press – Newsletter Hie und da: Da ein Infoschild hier eine Öllampe... Wie Herr Dr. Engel zugab, ist Yukon Bay noch eine Baustelle... Eine Anlage fehlt auch noch – die der Kanadischen Rothörnchen. Naja, bleibt noch etwas von der Vorfreude erhalten! Auf den Geschmack gekommen: Heute war auch Sprinter mehrmals im Wasser und noch viel spannender – sehr oft direkt an der Scheibe! Es ist immer wieder imposant die drei Bären zu sehen! Übrigens: Schwarzbären wären der Ersatzbesatz für die Eisbären gewesen, denn das nun Eisbären in Hannover leben war mehr Glück als alles andere! Wenn langfristig keine Mädels gefunden werden und die drei Männchen aus Zucht gründen gehen müssten – wird der Zoo anstatt auf Weiß erst mal auf Schwarz umschwenken ... WENN! Federvieh in der Warteschleife: Die Wildputen waren immer noch in der Geiervoliere. Die einzige YukonBay-Art, die ich nun noch nicht zu Gesicht bekommen habe sind (sind neben den Rothörnchen) nun noch die Kanadakraniche ... und ein Schild ist auch noch nicht zu sehen. Aber auch die Wolfsmutter mit, nachdem der Leitwolf starb, neuen Lebensgefährten noch nicht am Yukon aufgetaucht. Seevögel sind wieder an Land gegangen: Heute waren die 35 Brillenpinguine (es ist ein toller Anblick solch eine große Gruppe in Hannover zu sehen), die drei Chile-Meerespelikane und, überraschenderweise, ein Rosa Pelikan auf der, nun wieder gefluteten, Walrossanlage. Die neuen Brillenpinguine dürften alle Jungtiere sein. Der kurze Abstecher in betonierte Vergangenheit hat den Grund, dass der neue Boden auf dem Schiff, der aus einem speziell entwickeltem Boden (Sandähnlich/Guanosicher!) besteht, in Platten angebracht und nun vernünftig und für das Besucherauge unkenntlich, zu einem einheitlichem Sandboden zusammen modelliert werden soll. Außerdem vermute ich das auch noch dekoriert wird... Zum ersten Mal habe ich die beiden Felsenpinguine aus Wien gesehen – separat in der alten Kältekammer. Handelt es sich nun um Tristan-da-Cunha-Felsenpinguine? Denn der gold-gelbe federne Kopfschmuck über den Augen, der bei dieser Unterart sehr ausgeprägt ist, lässt meinem ungeübten Auge keine Schlüsse zu. Wie auch immer – schöne Tiere! Be cool: Die beiden Waldbisons (auch toll wieder zu sehen) waren heute wieder auf der Anlage – ohne die angekündigten Präriebisonkühe... Aber die junge WG aus den Wildrindern, Zwergkanadagänsen, Kappensägern und Brautenten lässt sich nicht mal ein Hauch von den zischenden Geysir beeindrucken. Kann man das noch Vergesellschaftung nennen?: Ein Fischbesatz wird kommen, aber nur bei den Eisbären. Der Zoo wird wohl auf Tiere aus der Massenzucht zurückgreifen. Außerdem wird es sich um Salmoniden handeln. Da fehlen 0,2: In der Robbenanlage war auf dem ersten Blick alles beim „Alten“. Doch beim längeren verweilen...zwei der Seebärenweibchen fehlten! Die Antwort von Herrn Dr. Engel: Die eine hätte gestern ein Junges geboren, die zweite sei hoch trächtig! Trotzdem soll der Ball flach gehalten werden, da beide Mütter sehr jung sind und dies die Erstgeburten sind. Die Chancen stehen wohl auch nicht so gut, dass, zumindest das präsente Kalb, überlebt. Der Tragzeit nach müssen die Tiere auch wohl noch in Russland gedeckt worden sein – wäre, wenn die Jungtiere dies überleben sollten – eine praktische Aufstockung! Mal sehen... Walrosse?: Mir gab Herr Dr. Engel eine alles offenlassende Antwort...aber „ja“, wenn eine Möglichkeit besteht, soll es wohl Walrosse geben. Und – wie er sagte, es wohl auf Wildfänge herausliefe, kann man auf 2011 HOFFEN... Foto: Einer der beiden Felsenpinguine. Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität, die ich guten Gewissens auf die Scheibe der Kältekammer schieben kann! (29.05.2010, 22:09) | ||
| Oliver Jahn: | @Michael, nein, das war nicht auf deinen Beitrag bezogen. Zumindest nicht auf deinen letzten! ;-) Obwohl der auch sehr interessant ist! Und er weckt immer mehr die Neugier in mir, dieses "Wunderwerk" endlich einmal selber zu sehen. (28.05.2010, 22:16) | ||
| Michael Mettler: | @Oliver: Ich nehme an, das war nicht auf MEINEN Beitrag bezogen...? ;-) (28.05.2010, 20:53) | ||
| Oliver Jahn: | Ein interessanter Beitrag, dennoch möchte ich noch einmal darum bitten, hier nur weiter Yukon Bay zu behandeln. Alles andere kann ja dann, wie bereits mehrfach praktiziert, im Tierrechtler-Thread weitergeführt werden. (28.05.2010, 19:53) | ||
| Michael Mettler: | Neuigkeiten von einem Nach-Feierabend-Kurzbesuch: Die beiden Waldbisons sind auf der Anlage, und den Geysirteich davor bewohnen jetzt die Zwergkanadagänse sowie Brautenten (6,0 gesehen) und Kappensäger (3 gesehen, davon 2 sicher männlich - vermutlich der dritte ebenfalls). Die Vögel sind nicht ausgeschildert, deshalb weiß ich nicht, ob auch noch Puten oder Kraniche auf der Anlage sind - gesehen habe ich sie jedenfalls nicht. Präriehunde habe ich auch heute nicht zu Gesicht bekommen. Zwischen der zuerst besetzten und der mittleren Wolfsanlage waren die Schieber offen, die fünf Rüden nutzten beide Anlagen. Ein erster entwurzelter Strauch zeugt von ihrer Aktivität auf dem neuen Gelände, und auch hier machen sie sich wie in der anderen Anlage einen Spaß daraus, die jungen Birken herunterzubiegen... Habe im Vorbeigehen von einem Scout aufgeschnappt, dass das Zuchtpaar Timberwölfe noch hinter den Kulissen sitzt und das Konzept vorsieht, die mittlere Anlage quasi als Enrichment-Spielplatz wechselweise dem Paar und der Rüdengruppe zur Verfügung zu stellen, so dass die Tiere die Markierungen ihrer Nachbarn suchen und dann ihre eigene Visitenkarte hinterlassen können. Das Wasser bei den Robben ist schon klarer als am Dienstag, das bei den Eisbären zumindest nicht mehr gelb. Die Pinguinanlage ist nach wie vor unbesetzt - zwar soll es inzwischen kein Problem mehr mit den Wasserwerten geben, dafür aber eins mit der Landfläche. Laut Aushang wurden die Pinguine deshalb vorerst wieder im alten Komplex untergebracht, und zwar in der kleinen Robben- bzw. ehemaligen Walrossanlage. Das erklärt dann, warum sie am Dienstag mit frischem Wasser gefüllt worden war. In der neuen Robbenanlage habe ich erstmals überhaupt im Zoo alle vier Kegelrobben zusammen und sogar im dichten "Haufen" an Land ruhend gesehen. Die Rothörnchen sollen nächste Woche ihre Anlage beziehen. (28.05.2010, 19:50) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hier ist ja was los... Also ich möchte auch noch mal meinen Senf dazu geben. In meiner letzten Facharbeit habe ich über die Ökologie der Ostsee referiert. Ein Thema der Arbeit war unter anderen die Ostsee-Kegelrobbe. Ich wollte zu den folgenden Zitaten aus meiner Arbeit noch ergänzen, dass ich ein halbes Jahr mit Wissenschaftlern von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund, dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel (IFM-GEOMAR) und dem Zoo selbst in Kontakt stand und diese mir zuverlässige Daten zur Verfügung stellten. >Die Jagd auf die Ostsee-Kegelrobbe hatte vielerorts eine lange Tradition. Die Menschen verwerteten Fleisch, Fett, Fell und Knochen. Somit nahm die Population in der Ostsee seit der vorletzten Jahrhundertwende durch gezielte und intensive Jagd immer mehr ab. 1900 gab es noch ca. 100.000 Tiere, wobei der gesamte Bestand bis in die 1980er-Jahre kurz vor der Ausrottung stand. Die Population sollte gezielt ausgelöscht werden, da sie als Fischereischädling galt. Der Bestand von H. g. balticus im Jahre 1994 wurde auf rund 5.000 Tiere geschätzt. Auch auf Rügen war die Kegelrobbe einst häufig, bis intensive Bejagungen zwischen 1880 und 1920 die rügenschen Tiere verschwinden ließ (LOZÁN 1996, 236/237). [...]< >[...] Die Robben findet man meist ertrunken in Reusen (LOZÁN 1996, 239/240). Eine Studie von 1994 zeigte, dass um die 300 Kegelrobben jährlich in Fischereigeräten sterben. Das macht 5,7% der Gesamtpopulation in der Ostsee aus, was im Übrigen mit der Zuwachsrate gleichgesetzt werden kann. So nimmt der Bestand allein durch die Fischerei nicht zu (LOZÁN 1996, 242).< Das heißt, dass die Ostsee-Kegelrobbe eine gefährdete Unterart ist! So mal (hab ich jetzt hier nicht aufgeführt) noch andere von Menschen verursachte Faktoren die Tiere in der Ostsee stark bedrohen, wie z.B. Schadstoffbelastungen, Schiffverkehr usw. Und wieso sollte man warten bis eine Unter-/Art bedroht ist? >Soll man, wenn eine Spezies schon im Bestand gefährdet ist, diese aus der Natur fangen und in ein Zoo oder ähnlichen Einrichtungen bringen - und dann erst Zuchtversuche starten? Ist es in Zeiten, in denen ein großer Artenschwund herrscht, nicht wichtig stabile Populationen auch in „Arche Noah“-Einrichtungen zu haben, falls die Arten in der Natur, aus welchem Grund auch immer, rapide verschwinden? Ist es nicht besser jetzt schon Erfahrungen zu sammeln um sie später nutzen zu können? Sollten wir in diesem Punkt nicht schon aus Fehlern gelernt haben? Denn den weltweiten Artenrückgang kann im Moment keiner Aufhalten, das steht schon mal fest. Und das gilt natürlich nicht nur für die Ostsee-Kegelrobben! Und abgesehen von dem Artenschutzgedanken, sollten nur bedrohte Tiere (ich meine hier den edukativen Effekt) in Zoologischen Gärten gezeigt werden? Und warum ist es falsch die Tiere in einer spannenden und auch passenden (und jetzt soll mir keiner mit den Pinguinen kommen – das wäre ausgelutscht!) Themenwelt gezeigt werden? Wie viele Tiere hätten auf dem Arial den noch Platz finden sollen? Ich finde das alles sehr kurzsichtig, festgefahren und -sorry- flach! (28.05.2010, 16:35) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Die Wildputen waren am 23.5. noch in der Geiervoliere untergebracht. Zu Frank Albrecht: Auch Timberwölfe, Seelöwen und Schnee-Eulen gab es schon vor dem Bau von Yukon Bay im Zoo. Sie wurden nicht erst für Yukon Bay neu besorgt sondern bekamen dort nur neue Unterkünfte. Bleiben bei den neu für Yukon Bay beschafften und angeblich nicht bedrohten Tierarten also nur Karibus (deren Bestand in Freiheit allerdings abnehmend ist), Kegelrobben (Ostsee-Unterart nimmt gegenwärtig im Bestand stark ab), Chile-Pelikane (Bestände gehen wegen Überfischung ebenfalls zurück), Kanadakraniche, Wildtruthuhn, Rothörnchen und Zwergkanadagans (Status in der freien Wildbahn ist mir nicht bekannt, einige Unterarten der Kanadagans nehmen in den Beständen aber ab). (28.05.2010, 01:20) | ||
| Michael Mettler: | Warum? Sie verwenden doch auch Individuenzahlen und sogar -lebensläufe, um den Zoos Misserfolge in der Eisbärenerhaltungszucht nachzuweisen. Warum also sollte ich das bei einer Pro-Zoo-Argumentation nicht dürfen? Abgesehen davon sprachen Sie in Ihren Posts an mich von "Tieren in Yukon Bay", nicht von "Tierarten". Und genau das habe ich Ihnen wie gewünscht beantwortet. 35 Individuen einer gefährdeten Art (Brillenpinguin) bieten logischerweise ein sehr viel höheres Erhaltungszuchtpotenzial als drei Eisbären (deren gleiches Geschlecht sogar außen vor gelassen). Oder sollten für Sie etwa doch nicht alle Tiere gleich sein...? Ich wollte Ihnen mit dieser simplen Rechnung einfach nur mal vor Augen halten, was dabei rauskommt, wenn man Ihre mathematischen Methoden auch mal in der Gegenrichtung anwendet und sich die Zahlen und Formulierungen dabei so zurechtlegt, dass sie den eigenen Standpunkt unterstreichen (wobei meine Zahlen und Arten kompletter, weil besser recherchiert sind als Ihre). Scheinen Sie nicht besonders witzig zu finden. (27.05.2010, 20:10) | ||
| Frank Albrecht: | @Michael Mettler Na, dann sind Sie ja heute besonders gut drauf. Mir aber zu do... um drauf einzugehen. (27.05.2010, 19:45) | ||
| Michael Mettler: | @FA: Richtig. @Gerhard Joerres: Abwarten... (27.05.2010, 19:35) | ||
| Frank Albrecht: | @Michael Mettler Sehe ich richtig, dass sie die Individuenanzahl nehmen? (27.05.2010, 19:11) | ||
| Gerhard Joerres: | @ MM Warum sollen wir eigentlih immer die Arbeit für Frank Albrecht machen? (27.05.2010, 18:55) | ||
| Michael Mettler: | @FA: "Sie kommen nicht auf den Punkt, dass der Großteil der Tiere in der Hukon Bay wirklich nicht bedroht sind", war ihr Vorwurf an mich. "Gern bin ich bereit ihrer Auflistung der Tiere und dessen Gefährdungsstatus zu sichten" Ihre Aufforderung. Beidem komme ich gern nach. Ich habe mir mit wenigen Ausnahmen nicht mal die Mühe gemacht, die in der Liste, welche Peta als Grundlage für ihre Statistik anführt, gemachten Gefährdungsangaben via IUCN zu überprüfen. Nachgeschaut habe ich vor allem für die in der Liste fehlenden Tiere, wobei die Brillenpinguine ein gravierendes Beispiel mangelhafter Recherche darstellen, denn diese Art ist seit Beginn der Yukon-Bay-Planung vorgesehen gewesen (und gehört seit Jahrzehnten zum Zoobestand), wurde öffentlich immer wieder in Publikationen erwähnt und nicht zuletzt in diesem Forum reichlich durchdiskutiert. Ist schon ein Kunststück, sowas zu übersehen. Auch die Rothörnchen waren längst vor der Peta-PM im Zoobestand, während ich für die Zwergkanadagänse mildernde Umstände gelten lasse, da sie offenbar selbst für gut Informierte eine Überraschung beim Erstbesuch darstellten. Ich will sogar Bezeichnungen wie "Rentiere" oder "Bisons" gelten lassen, weil die genauere Unterartangabe wegen des selben Gefährdungsstatus' an der Statistik nichts ändert. Nehmen wir also die von Peta genannten und von mir nur ergänzten Fakten aus der Liste. Gefährdet (in unterschiedlichem Grad): Präriehund, Eisbär, Nördlicher Seebär, Felsenpinguin, Bison, Brillenpinguin. Nicht gefährdet: Timberwolf, Rentier, Kegelrobbe, Seelöwe, Chile-Meerespelikan, Wildtruthuhn, Kanadakranich, Schneeeule, Zwergkanadagans, Rothörnchen. Nehme ich die auf Basis der Zoopublikationen und eigener Sichtung ermittelten Zahlen, so leben in Yukon Bay vor und (noch) hinter deren Kulissen 110 Tiere - wobei ich mir bei den Wildputen nicht sicher bin, ob die wirklich schon in Yukon Bay sind oder jemals dort sein werden, da sie sich als nicht standorttreu erwiesen haben sollen und deshalb zuletzt in der Geiervoliere untergebracht waren. Von den gesamt 110 Tieren gelten 70 laut IUCN als gefährdet. Das entspricht 63,6 % des Bestandes, also - wie ich schrieb - annähernd zwei Dritteln bzw. dem Großteil. Für das Thema Tierfotos/-filme werde ich in den Tierrechtler-Thread wechseln, da es nicht hannover-spezifisch ist. (27.05.2010, 18:48) | ||
| Frank Albrecht: | @Michael Mettler Gern bin ich bereit ihrer Auflistung der Tiere und dessen Gefährdungsstatus zu sichten. Wäre aber auch wichtig zu wissen wonach (IUCN) sie den Gefährdungsstatus einteilen. Ist mir garnicht aufgefallen, dass ich seitdem Yukon falsch schreibe. Aber danke! Zu den Bildbänden und der Anteil von Tieren aus Gefangenschaft darin hätte ich gern eine Quelle oder Zahlenangabe. Es ist mir durchaus bewusst, dass es so etwas gab und sicher noch gibt. Es wäre aber zu einfach, alles als große Illusion abzustempeln. Cousteau auch? (27.05.2010, 15:09) | ||
| Oliver Jahn: | Ich bitte die Beteiligten um etwas mehr Disziplin! Wir haben einen eigenen Tierrechtler-Thread und der ist bitte auch zu nutzen! (27.05.2010, 14:52) | ||
| Michael Mettler: | @FA: Da komme ich doch gern auf den geforderten Punkt. Allerdings nur, um erneut Ihre merkwürdige Mathematik zu korrigieren. Von den Tieren in Yukon Bay sind nämlich bei korrekter Rechenweise annähernd zwei Drittel (und damit der Großteil) bedroht. Interessant übrigens, dass Sie seit meiner Google-Bemerkung konsequent "Hukon Bay" schreiben... Da mein letzter Beitrag durchgängig Bezug zum Zoo Hannover hat, ist er in diesem Thread durchaus passend untergebracht. Wir können ihn aber auch gern im Tierrechtler-Thread fortsetzen. Fotos in Bildbändern oder Sachbüchern und Doku-Filmszenen stammen übrigens in nicht geringem Umfang von Zootieren oder gezähmten bzw. wenigstens gefangenen Wildtieren. Der bei Aufnahmen nachtaktiver Tiere gern benutzte Gegenlichteffekt hat z.B. den Vorteil, dass die Absperrungen hinter der Lichtquelle im Dunkeln verschwinden... (27.05.2010, 14:49) | ||
| Andreas Knebel: | Sind die Anwälte des Zoo Hannover eigentlich kollektiv im Urlaub? Für die dreiste Lüge bezüglich der Kosten von Yukon Bay würde ich eine Gegendarstellung auf der Homepage von den VIP-Veganern fordern... (27.05.2010, 13:00) | ||
| Gerhard Joerres: | Ich würde vorschlagen wir machen im Tierrecht weiter, denn zum Thema haben sie nichts und ich wenig beizutragen. Ich war nämlich noch nicht da und bilde mir meine Meinung zu Yukon später, wenn ich sie gesehen habe. (27.05.2010, 12:37) | ||
| Frank Albrecht: | @Gerhard Joerres Habe nicht gesagt, dass es das nicht schon vor der EU gab. Ja, und trotz jahrelangen Bestehen der Institution Zoo bemängeln selbst Zoos (Zookunfttagung 2010) die wachsenden Naturentfremdung. Wie geht das, wenn Zoos mehr bringen als eine Naturbildband und Naturfilm, in dem man einen wandernden und nicht webende Elefanten sieht. (27.05.2010, 12:28) | ||
| Gerhard Joerres: | Zoos betreiben zoologische und vetrinärwissenschaftliche Forschung schon zu einer Zeit, in der es noch keine EU gab. Das die Untersuchungen in Zoos anders sein müssen ist richtig. Ein Zoo ist nicht die Wildnis. Nicht alle Ergebnisse in den Verhaltensweisen sind übertragbar, aber sie sind nicht die Ausnahmen, sondern die Regel. Das mir ein Buch oder ein Film mehr Bildung bringen soll als das eigentliche Objekt bezweifele ich stark. Alle Medien und die Wirklichkeit sind ergänzend zu sehen. Es soll ja auch noch Menschen geben, die meinen Superman fliegt nachts über die Städte der Welt. (27.05.2010, 12:18) | ||
| Frank Albrecht: | @Gerhard Joerres Wissenschaft vergessen nicht ignoriert. Sie wissen schon, dass sich ein so genanntes Wildtier an die künstlichen artfremden Gefangenschaftsbedinungen angepasst hat und demzufolge eine Gefangenschaftsverhalten zeigt. Zoos untersuchen also eine Verhalten in Gefangenschaft, dass kaum auf ein Leben in Freiheit 1:1 übertragbar ist. Sicher mit einige Aussnahmen, aber nicht die Regel. Domestizierung brauch ich auch nicht ins Spiel bringen. Oder? Und zur wissenschaftliche Arbeit wurden viele Zoos u.a. erst durch die EU-Richtlinie gezwungen. (27.05.2010, 11:58) | ||
| Frank Albrecht: | @Gerhard Joerres Ein Bildband oder ein Sachbuch hat mehr Bildung als ein Zoobesuch. Bleibt nur das vermeintliche Artenschutzargument, dass Zoos oft gern zitieren (aktuell z.B. Herr Afdler zu Handaufzucht Nashorn Ebun) übrig. Wenn dies hier zu Hukon Bay aber auch nicht haltbar ist, weil eben der Großteil der Tierarten kaum bedroht ist, bleibt der allein Fakt des Vergnügungsparkes. Ob es aber gerechtfertigt ist, für einen reinen Vergnügungspark Steuergelder zu verschwenden halte ich für fraglich. Hier sollten die Steuerzahler vorher gefragt werden. Aber die zahlen ja noch doppelt, nähmlich duch den Eintritt nochmal. Nochmal Abzocke. In die glauben dann noch etwas für den Artenschutz getan zu haben. Aber eigentlich haben sie mit Eintritt und Lohnzettel am Monatsende für die Gewinne eines Vergügungsparkes gezahlt. Was sind Zoos nun hauptsächlich? (27.05.2010, 11:52) | ||
| Frank Albrecht: | @Michael Mettler Umschiffen. Sie kommen nicht auf den Punkt, dass der Großteil der Tiere in der Hukon Bay wirklich nicht bedroht sind. Hukon Bay ist ein reiner Vergnügungspark der mit Artenschutz so wenig zu tun hat, wie .... Und richtig. Zu den Verschwendungszahlen gehören eigentlich die zukünftigen Personal- und Unterhaltungskosten diese Vergnügungsparkes dazu. Wie alle Zoos übrigens. Zu PETA sind sie im falschen Thread. Sorry. Ich wurde mehrmals darauf hingewiesen. (27.05.2010, 11:44) | ||
| Gerhard Joerres: | @ MM PETA sieht offensichtlich den einzigen Zweck der Zoos in Arterhaltung. Wahrscheinlich weil PETA der Meinung ist hier einen Angriffspunkt zu haben. Die anderen Aufgaben: Pädagogig, Wissenschaft usw. werden in der Einseitigkeit ignoriert. (27.05.2010, 09:41) | ||
| Michael Mettler: | @FA: Inwiefern "umschiffen"? Wie die in der PM genannten Zahlen ist auch "reine Verschwendung" faktisch falsch. Abgesehen davon, dass Yukon Bay reichlich neue Dauer- und Saisonarbeitsplätze geschaffen hat, hat das Bauprojekt über lange Zeit Firmen mit Aufträgen versorgt und zum Einkommen dortiger Arbeitnehmer beigetragen. Somit trägt der neue Zooteil dazu bei, dass Menschen Lohn und Brot haben und es sich dadurch möglicherweise z.B. auch leisten können, pflanzliche Lebensmittel aus Übersee zu kaufen oder Gelder für Artenschutzzwecke zu spenden. Lehnt Ihre Organisation eigentlich konsequenterweise Spenden von Menschen ab, die durch Arbeitsleistung oder Besuch mit Zoos zu tun haben oder sonstwie gegen Ihre Ziele verstoßen...? "Reine Belustigung der Menschen" ist ebenfalls faktisch falsch. Sie z.B. sind meines Wissens ein Mensch und (nachlesbar) überhaupt nicht belustigt. Ein Credo Ihrer Organisation lautet "Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten". Da besagte Organisation unter dem Deckmantel des Andersdenkenden permanent selbst gegen dieses Credo verstößt, um größtmöglichen kommerziellen Erfolg zu erzielen, sehe ich keinen Grund, warum der Zoo Hannover, seine Besucher und seine Bewohner nicht ebenfalls von Unterhaltung profitieren sollten - HIER geht man wenigstens offen mit diesem Thema um. (27.05.2010, 09:33) | ||
| Frank Albrecht: | @Michael Mettler Schön wie sie umschiffen. Aber: Die reine Verschwendung für Nicht-Artenschutz für eine reine Belustigung der Menschen bleibt. (27.05.2010, 07:54) | ||
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Von der insgesamt dreiteiligen Wolfsanlage sind zwei Teile erst in den letzten Zügen des Baugeschehens fertig geworden. Im mittleren Teil, in dem ein Flüsschen das Bild beherrscht, sitzen momentan noch die Gänse. Schätze, dass sie auf den Teich der noch nicht fertigen Bisonanlage kommen werden. Weitere Wasservögel (Brautenten, Kappensäger) sind geplant - wohl ebenfalls dort. Die Kraniche waren gestern noch nicht in der Schau. Auch hier tippe ich auf die Bisonanlage, denn auch beschnittene Kraniche wären m.E. in der Lage, den Trenngraben Wölfe/Karibus zu überwinden - vor allem, weil dort eine Kuppe und somit Windschneise ist. Früher hieß es mal, dass zwei gut trainierte Seelöwen für Yukon Bay vorgesehen seien, jetzt sind vier drin - davon aber zwei nicht mehr jung. Ich denke, es wird auch von den Show-Fähigkeiten der anderen Robben abhängen, ob Seelöwen auf Dauer bleiben. Zum Wasser: Weiß ich noch nicht. Ich hatte gestern das Gefühl, dass der Wellengang sogar von Zeit zu Zeit unterschiedlich stark war (Zufallsschaltung??). (26.05.2010, 19:22) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Fragen zu Yukon Bay: Wo sind die Gänse jetzt und wo sollen sie endgültig hin? Wo sind die Kraniche jetzt und wo sollen sie endgültig hin? Sollen die Seelöwen dauerhaft im Bestand bleiben? Es war doch, wenn ich mich recht erinnere, mal die Rede davon, daß sie erstmal mit dabei sein sollen, dann aber auslaufen. Wird das Wasser durchgängig bewegt oder gibt es auch mal Pausen? Wie ist es außerhalb der Besuchszeiten, z.B. nachts? (26.05.2010, 18:54) | ||
| Michael Mettler: | Schön, dass sich auf diese Weise auch haarsträubende Fehler in Peta-PM ergoogeln lassen. Dazu gehört z.B. auch die "2/3"-Rechnung, die außer acht lässt, dass einige der nicht gefährdeten Tierarten schon vor Yukon Bay zum Zoobestand gehörten und nicht erst "beschafft" wurden. Oder andersrum betrachtet: Genau die als "gefährdet" eingestuften Arten wurden extra für Yukon Bay in den Bestand genommen - so wird das Argument zum Bumerang. (26.05.2010, 16:53) | ||
| Frank Albrecht: | Selbst 1 Millionen wären Verschwendung. 35 Millionen (Yukon Bay) sind Verschwendung. Und 100 Millionen (Gesamtkosten Umbau Zoo Hannover) sind Verschwendung. Verschwendung für Tierarten, die nur als Attraktion herhalten müssen. Echten Artenschutzgedanke in dieser "neuen Atrraktion" sucht man vergeblich. (26.05.2010, 15:30) | ||
| Michael Mettler: | Ich denke da eher an Lachse oder seewassergewöhnte Forellen, die man in größerer Stückzahl aus Fischzuchten bekommen könnte. Walrosse wären ohne Zweifel ein Highlight, aber erstens fände ich das Becken mit vier Robbenarten überbesetzt und zweitens würde ich dann lieber eine Gruppe von Walrossen sehen als nur wieder ein Paar. Und dann dürfte es in den Ställen doch recht eng werden. Noch lieber sähe ich es, wenn die Seebären zu einer kopfstarken Gruppe heranwachsen würden und keine weitere Art hinzu käme, sondern dann eher eine von den beiden anderen weichen würde. Übrigens: Schweinswale fände ich auch ganz reizvoll... Bei der Eulenvoliere schließe ich mich Gudruns Meinung an, die fällt in Yukon Bay in Sachen Tierpräsentation ab, auch wenn sich die Eulen gegenüber vorher nicht verschlechtert haben. Bei den Präriehunden irritieren mich die ohne Rindenschutz eingesetzten Bäume und Sträucher - meine früheren Präriehunde liebten Baumrinde sehr... Von Baumstachlern ganz zu schweigen, zumal für diese die Anlage vermutlich erheblich nachgesichert werden müsste. Reizvoll fände ich eine Gruppe Basstölpel bei den Pinguinen, die ja auch unter Wasser etwas zu bieten hätte. Die ewig lange Rampe zu den Unterwassereinblicken empfinde ich auf den ersten Blick als Platzverschwendung, ein oder zwei Aufzüge á la Harderwijk ließen eine Menge Raum für andere Zwecke entstehen. Aber vielleicht ist genau dies langfristig auch als Nachrüstung geplant und war mit dem Etat vorerst einfach nicht mehr möglich. Übrigens enthält der UW-Einblick bemerkenswerte Technik: Jede Scheibe wird per Gebläse von Beschlagen freigehalten, und außen sorgen automatische Scheibenwaschanlagen regelmäßig dafür, dass Schmutz und anhaftendes Salz vom Glas abgespült werden. Jetzt fehlt nur noch eine Technik, welche die Handabdrücke der Besucher wieder verschwinden lässt :-) (26.05.2010, 15:27) | ||
| Mirko Schmidkunz: | Ich lehne diese Art einer Zoo-Anlage ab. Die Tiere werden immer mehr zu belebten Staffage eines Freizeitparks. Die Kosten sind gigantisch hoch. Der Nürnberger Aquapark hat zusammen weniger als zehn Millionen gekostet. Der deutliche Unterschied liegt auch nicht daran, dass man in Nürnberg nicht alles neu bauen musste. Weiß jemand, wie hoch die Mehrkosten für diese "Deko" sind? (26.05.2010, 14:59) | ||
| Sacha: | @Gudrun: Die genannten Fischarten würde auch ich für sinnvoll halten, dazu noch einige Wirbellose wie Seesterne, Seeigel und Seenelken. Je nach Platz, Lage und Aquariumstyp kämen vielleicht auch Hundshaie in Frage. Zu PETA: 100 statt 35 Mio. Euro. Dass die es mit den Zahlen nicht so genau nehmen, ist ja nichts Neues. Und der Satz "Nach Ansicht der Tierrechtler hätten die 100 Millionen Euro „Yukon-Bay“-Kosten effektiver für den Erhalt und für die Rückgewinnung von natürlichem Lebensraum genutzt werden können" könnte zum Bumerang werden. Wieviel eigene finanzielle Mittel lässt denn PETA in derartige Projekte fliessen? (26.05.2010, 14:54) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Das Aquarium soll wohl da hin, wo im Augenblick die Schiffsteile mit den Zeitungsartikeln hängen. Es ist fest geplant, allerdings fehlt im Augenblick das Geld für den Aquariumsbau. Fische werden möglicherweise auch zu den Pinguinen und Robben gesetzt werden, eine Bestätigung für diese Vermutung habe ich allerdings nicht. Ich könnte mir gut große Wolfsbarsche, Meeräschen oder Dicklippen als Fischbesatz vorstellen, da diese Großfische auch erfolgreich in der Delphinlagune im Dolfinarium Harderwijk gehalten werden und leicht zu bekommen und vermutlich auch leicht zu halten sind, da sie eigentlich in jedem Meerwasseraquarium gezeigt und meistens in großer Zahl gehalten werden. (26.05.2010, 14:31) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | PETA – die sind ja sowieso ne Klasse für sich. Wenn man schon in so einem Umfang auf die wirklich tollen neuen Anlagen einprescht, sollte man sich auch besser informieren, um wenigstens eine ansatzweise überzeugende Argumentation hervorzubringen. Ja – Yukon Bay hat keine „100 Millionen“ gekostet sondern um die 35 Mio.; und ich darf ja wohl sehr bitten – DAS ist ein Unterschied. Und (hier noch mal der Link zur Seite: http://www.peta.de/web/zoo_hannover.3382.html) vielleicht sollten man, wenn schon solch eine explizierte Ausrechnung der gefährdeten Arten gemacht wird, einmal überprüft werden, ob nicht vielleicht sogar Arten fehlen > z.B. ist in dem Punkt nämlich die Haltung (mit nun 35 Tieren!) von Brillenpinguinen sehr wichtig! Auch sollte man die Unterartenhaltung in Betracht ziehen! > Waldbisons, Ostsee-Kegelrobben, Karibus, ... die sind sehr gefährdet in ihren Beständen! Bei dem Argument, dass z.B. Eisbären sich in Gefangenschaft nicht allzu häufig vermehren weil die Haltung unartgerecht sei, muss ich schon schmunzeln!!! Selbst in den nun wirklich nicht artgerechten Gehegen der historischen Zoos gab es auch immer irgendwo Nachzuchten von „schwierigen“ Wildtieren. Als nächstes will PETA wahrscheinlich den Geburtenrückgang in Westeuropa mit nicht artgerechter Haltung erklären. Was ich damit sagen will ist, dass auch „zu großer Wohlstand“ zu einer niedrigeren Geburtenrate führen kann – hatte man doch mal bei einer Gazellenart (verzeiht mir, ich finde die genaue Art und Quelle nicht mehr!). Man gab ihnen einfach zu viel Wasser. Nachdem man die Tränken mal trocken ließ vermehrten die Tiere sich... Für mich ist die Argumentation im Ganzen nicht Schlüssig und nicht haltbar. So jetzt zum erfreulichem! Es ist schön zu hören, dass Walrosse soweit geplant waren/sind, dass sogar schon Stallungen bestehen! Walrosse, als i-Tüpfelchen, würden aus Yukon Bay wohl ein Pilgerort für Zoofreunde machen. Und nachdem 2011 das Eismeer in Hamburg fertiggestellt ist, sind vielleicht einige Türen aufgetreten die auch der Zoo in Hannover nutzen kann... Auch Baumstachler würde ich in Hannover begrüßen und kann mir auch, bei der Größe der Anlage, eine Vergesellschaftung gut vorstellen! Eine sehr ähnliche Combi gibt es schließlich schon am Sambesi: Erdmännchen und Stachelschweine (wo selbst der Aufbau der Anlage zumindest verwandt ist!). Ja – das Aquarium – hatte ich auch vor einiger Zeit mal angesprochen. Ich hoffe, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, weil im Erlebnis-Zoo fehlen eindeutig Aquarien! Und zumindest eins würde ich mir auf Dauer wünschen! Wobei ich glaube, dass ein Großaquarium in „Henry’s Underwater World“ noch länger auf sich warten lässt, denn dort stehen nun Metallwände mit Zeitungsartikeln (oder soll das Becken da nicht hin?). Übrigens sollen tatsächlich Fische, zumindest zu den Eisbären ins Becken. Ein kaputtes Boot am Boden (noch kann man es aufgrund des trüben Wassers nicht sehen) und am Schiff selbst angebrachte Körbe sind Versteckmöglichkeiten für die Fische. Weiß jemand schon welche Fischarten dort rein sollen/schon sind? Welche Arten kämen denn in Frage, um eine kleine Raterunde zu starten? Bedenkt: Salzwasser, Wellengang, Eisbären in Reichweite und ganzjährige Outdoorverhältnisse. In der nächsten Zeit versuche ich mal näheres zu den im Raum schwebenden Tierbestandsfragen herauszubekommen... ... und zu guter Letzt noch ein Foto: Alle drei Robbenarten am Hafenbecken – hoffentlich gesellen sich in Zukunft auch Walrosse zur fröhlichen Gemeinschaft... (26.05.2010, 14:14) | ||
| Michael Mettler: | Die PM ist schlichtweg falsch. Richtigerweise betragen die Kosten für Yukon Bay nämlich 100 MILLIARDEN Euro. Oder sollte auch ich da etwas falsch verstanden oder gar bewusst falsch dargestellt haben...? (26.05.2010, 13:38) | ||
| Gerhard Joerres: | In der Presse ist von nur 35 Millionen € die Rede. (26.05.2010, 12:53) | ||
| Gerhard Joerres: | Typischer Artikel der PETA. Rundumschlag, von vorneherein schlecht machen. Sich ein Leidtier heraussuchen. Thema und darauf rumhauen. Nervend!!!!! Und dann noch nicht mal im Tierrechts-Thread (26.05.2010, 12:46) | ||
| Frank Albrecht: | Pressemitteilung PETA Zoo Hannover: Geldverschwendung statt Artenschutz PETA bezeichnet neue Attraktion „Yukon Bay“ als Millionengrab Stand: 20. Mai 2010 Gerlingen - Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. bezeichnet die neue Attraktion „Yukon Bay“ des Zoos Hannover vor der Eröffnung am kommenden Samstag „massive Geldverschwendung“. Nach Ansicht der Tierrechtler hätten die 100 Millionen Euro „Yukon-Bay“-Kosten effektiver für den Erhalt und für die Rückgewinnung von natürlichem Lebensraum genutzt werden können, als eine neue „vergoldete Tierhaftanstalt“ zur Unterhaltung des Menschen zu errichten. „Bereits die Auswertung des Eisbärenzuchtbuches hat gezeigt, dass Zoos, trotz größerer und naturnaher Eisbärenanlagen, nicht in der Lage sind, eine sich selbsterhaltende Eisbärenpopulation in Gefangenschaft zu züchten. Zudem zeigten Eisbären von allen Tieren im Zoo die meisten Verhaltensstörungen. Bereits bei dieser Tierart kann man deutlich erkennen, wie uneffektiv und verschwenderisch mit finanziellen Mitteln im Zoo umgegangen wird“, so Frank Albrecht, Zooexperte bei PETA Deutschland e.V. „2/3 der Tierarten die für die neue Hannoversche Attraktion beschafft wurden, sind nicht einmal gefährdet. Auch „Yukon Bay“ bleibt daher eine von vielen neuen Tierhaftanstalten der Institution Zoo, in der die Tiere letztendlich nicht gerettet, sondern nur ausgestellt und gequält werden. (26.05.2010, 11:56) | ||
| Sven P. Peter: | Naja, ich würde sagen es ist schwer an futterfeste Walrosse zu kommen. Gestört kam mir übrigens keiner der drei Eisbären vor. (25.05.2010, 23:54) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Übrigens sind die Stallungen für 4 Robbenarten ausgelegt. Ursprünglich wollte man neben den Kegelrobben, Nördlichen Seebären und Seelöwen wirklich als weitere Art Walrosse halten, ist von diesem aber vorerst abgerückt, da man erst einmal sehen will, wie sich die Gemeinschaftshaltung der 3 bereits vorhandenen Arten in der neuen Anlage bewährt. Auch ist es wohl sehr schwer, im Augenblick an Walrosse zu kommen. Die Präriehunde sollen übrigens möglicherweise irgendwann einmal mit Baumstachlern vergesellschafte werden. Auch ein Großaquarium in der Unterwasserwelt ist eigentlich geplant, konnte aber aus Kostengründen vorerst nicht realisiert werden. (25.05.2010, 23:31) | ||
| Gudrun Bardowicks: | @ Jolantha Belik: Ich war heute schon zum 2. Mal in Yukon Bay in Hannover und konnte bisher trotz langer Beobachtungszeit keine Verhaltensauffällgkeiten bei Sprinter feststellen. Er wirkt sehr relaxt, zufrieden und ruhig, während die Bärenbrüder aus Wien noch etwas unsicher und unruhig wirken und gewisse Bewegungsstereotypien wie das Ablaufen immer derselben Pfade aufweisen, was möglicherweise noch mit ihrer beengten Unterbringung in Wien zusammenhängt, vielleicht aber auch damit, dass sie noch nicht so lange wie Sprinter in ihrer neuen Anlage leben und daher noch etwas unsicher sind. Ich hoffe, dass sich diese Auffälligkeit in Zukunft noch etwas geben wird. Sie spielen aber auch gelegentlich miteinander und lieben es, sich im Sand zu wälzen. Beide schwimmen auch recht gerne in ihrer neuen Anlage und springen vom hoch gelegenen Beckenrand ins Wasser. Ich hatte heute sogar das Glück, während der Fütterung einen von beiden direkt an der Unterwasserscheibe beobachten zu können. Sprinter schwimmt lange nicht so gerne wie Nanuqu und Arktos aus Wien und hält sich lieber an Land auf. Heute ging er möglicherweise das erste Mal seit seiner Ankunft in Hannover überhaupt ins Wasser und schwamm dort auch einige zeit herum. Die 3 Eisbären beobachten sich übrigens sehr interessiert über den Trockengraben zwischen den beiden Gehegen hinweg. Neben den wirklich sehr abwechslungsreichen Eisbärenanlagen gefällt mir die Robbenanlage aufgrund des Besatzes, der Gestaltung und der von MM trefflich geschilderten Atmosphäre am Besten. Auch die Robbenfütterung mit Vorstellung der Tiere während der zukünftigen Showzeiten (Robbenshows gibt es erst wieder ab August)ist sehr informativ und sehenswert. Die Pinguinanlage wirkt aufgrund ihrer Lage etwas klein, karg und beengt, ihr Schwimmbecken ist aber sehr gut und abwechslungsreich mit künstlichem Kelp ( gibt es auch bei den Robben) und künstlichen Muscheln und Seesternen gestaltet und sehr großzügig. Auch die übrigen Bereiche von Yukon Bay einschließlich der wirklich großzügigen Restaurationsräume mit gutem Speiseangebot gefallen mir sehr gut und bestechen durch ihre vielen liebevoll gestalteten Details. Die Anlagen für Waldbisons und Karibus sind recht groß und abwechslungsreich gestaltet und bepflanzt und auch die Wolfsanlagen sind sehr schön geworden. Nur die Präriehundanlage gefällt mir nicht so besonders, da sie doch recht einfach wirkt, wenn sie auch nicht gerade klein ist. Die Voliere für Schnee-Eulen ist zwar schön eingerichtet, wirkt aber doch recht klein und dunkel. Trotz der kleinen Kritikpunkte von mir ist Yukon Bay unbedingt sehens- und lohnenswert und ein wahres Schmuckstück im Erlebniszoo Hannover geworden. Ich kann einen Besuch jedem Zoofreund, den die Stadtkulisse nicht zu sehr stört,nur wärmstens empfehlen. Von weither anreisende Zoofreunde sollten meiner Meinung nach aber noch einige Wochen warten, bis wirklich alle Tiere zu sehen sind. Im Augenblick ist das Fehlen der Pinguine und Bisons doch noch sehr auffällig. Auch die Mehrzahl der Robben traut sich noch nicht wirklich nahe an die Unterwasserscheiben heran, eine Beobachtung von ihnen in der schönen Anlage oberhalb der Wasseroberfläche ist aber auch jetzt schon ein besonderes Erlebnis. (25.05.2010, 23:23) | ||
| Michael Mettler: | Übrigens gab es bei den Robben zwar noch keine eigentliche Show (angekündigt ab August), aber eine kommentierte Fütterung, bei der die einzelnen Arten mit ihren Eigenschaften vorgestellt wurden. Die Seebären blieben danach für den Rest des Nachmittags an Land und legten sich zur Ruhe, so dass ich sie nun auch mal in trockenem Zustand sehen konnte, wo sie in Farbe und Fellstruktur ganz anders wirken als in nassem (und als die Seelöwen). (25.05.2010, 22:39) | ||
| Michael Mettler: | Mein erster Besuch in Yukon Bay, und ich bin immer noch ganz platt von dem, was ich da gesehen habe... Ganz ehrlich: Der vordere Bereich (Wölfe, Karibus, Bisons, Präriehunde) ist verglichen mit den alten Anlagen ein Schmuckstück, aber vergleichbare Themenbereiche habe ich eben schon in Gelsenkirchen, Givskud oder Ebeltoft gesehen, so dass sie mich eher aus Lokalpatriotismus als wegen Einmaligkeit begeistert haben. Die Präriehundanlage ist übrigens jetzt besetzt, die Tiere trauen sich aber noch kaum aus den Höhlen heraus. Der Rand der Bisonanlage wird gerade mit Bäumen bepflanzt, sie ist aber noch unbesetzt. Auch die restlichen Wölfe sind noch nicht eingezogen. Auf der Karibu-Anlage habe ich sieben Tiere plus den Hausren-Kastraten gezählt, der in der Geweihbildung dem Karibu-Bullen weit voraus ist. Und dann... biegt man um eine Hausecke des "Küstenstädtchens" und hört plötzlich das Anklatschen von Wellen. Ehrlich, da fehlt nur noch Möwengeschrei (und sei es vom Band) für die Urlaubsstimmung. Das Abholzen diverser Bäume für Yukon Bay hat einen (wahrscheinlich nicht eingeplanten, aber perfekt passenden) Nebeneffekt: Es ist windig geworden in dieser Ecke des Zoos. Und so steht man auf dem Schiff oder am Rand des Hafenbecken an einer Reling, hört und sieht die Wellen mit weißen Schaumkronen ans Ufer schlagen, und der Wind lässt die Haare fliegen - Küstenstimmung, leider fehlt trotz Salzwasser der salzige Geruch der Luft. Für meinen Geschmack funktioniert die Illusion bei den Robben sogar noch besser als bei den Eisbären (sieht man mal davon ab, dass sich innerhalb eines echten Hafenbeckens wohl kaum Klippen befinden). Als ich letztes Jahr in Dänemark das direkt am Meer gelegene Fjord&Baelt mit seinen Schweinswalen und Seehunden besuchte, hatte ich weniger Küstenfeeling als heute mitten in Hannover, zwischen dem Stadtwald und einer Tennisanlage... Robben waren nie Tiere, bei denen ich mich in Zoos lange aufgehalten habe, aber allein wegen der Stimmung dort werde ich an deren Anlage in Yukon Bay künftig garantiert mehr Zeit verbringen. Dass das Wasser im Becken noch sehr trüb grün ist, verstärkt die Illusion sogar. Auch Unterwassereinblicke fand ich schon immer spannender, wenn man nicht durch kristallklares Wasser bis zur Rückwand schauen kann, sondern die Tiere quasi aus dem Nichts auftauchen und sich vom Schatten zu einem klaren Bild wandeln. Bei den Eisbären leidet die Illusion ein wenig darunter, dass die vorübergehende Algenblüte (?) dort nicht grün, sondern p...gelb ist. Die Pinguin-Außenanlage ist noch immer nicht besetzt, die Vögel müssen aber schon im Schiff sein, denn die alte Anlage ist leer. Noch machen die Wasserwerte Probleme, das Becken muss sich also wohl noch etwas "einfahren". Auch angesichts der Rothörnchen nichts Neues, und da bei den Karibus keine Kraniche zu entdecken oder ausgeschildert waren, tippe ich eher auf deren Unterbringung bei den Bisons. Die Eisbärenanlagen finde ich sehr schön, Sprinter erlebte ich als sehr gelassen und am Publikum interessiert. Die Wiener Zwillinge hielten sich während meines Besuches zu Land und zu Wasser leider fast ausschließlich an der Grenze zur Nachbaranlage auf und fanden es offenbar schade, nicht zu Sprinter gelangen zu können. Den Unterwassereinblick hat mein Magen überstanden, ganz seefest bin ich nämlich nicht, und angesichts der Wellen, mancher schwingender Bodenbleche und der auch bei mir wirkenden Illusion, das Schiff bewege sich, will ich ein leicht flaues Gefühl im Bauch nicht verschweigen. Vom Unterwassereinblick hatte ich noch nicht viel, sämtliche Scheiben waren flächendeckend von Kindern zugestellt, die vor Begeisterung an den Fenstern klebten wie die Saugnapf-Plüschgarfields an Autoscheiben. Nun ja, heute waren bei uns noch Pfingstferien - meine Zeit wird schon noch kommen ;-) Nicht vergessen will ich die gemütliche und hannovertypisch sehr detailreiche Gastronomie (Wer das dortige, vor Ort hergestellte italienische Eis nicht probiert, ist selbst Schuld!) und natürlich ein weiteres "Erlebnisklo" (Eingangsbereich eines hundertjährigen Theaters samt Ticketschalter, alten Fotos und Plakaten). Und - um das Zoologische nicht zu sehr in den Hintergrund treten zu lassen - dass es trotz der intensiven Bebauung von Yukon Bay immer noch (und gar nicht mal kleine) Ecken gibt, in die man Anlagen für weitere, nicht zu große Arten durchaus nachträglich einbauen könnte. Tipp für Väter und Mütter: Nehmt euch viel Zeit mit, ihr werdet Schwierigkeiten bekommen, eure Kinder von dort wieder loszueisen :-) (25.05.2010, 20:08) | ||
| Michael Mettler: | In der NDR-Doku über Yukon Bay konnte man sehr schön sehen, dass manche Nördliche Seebären in trockenem Zustand einen kontrastreich gefärbten Kopf-Hals-Bereich haben (Da es zwei der sechs Tiere waren, vermutlich die Bullen?). (25.05.2010, 10:04) | ||
| Sven P. Peter: | Bei den Bisons konnte man schon Samstag Nachmittag ganz ran, die Tiere standen aber erst im Vorgehege. Die Hörnchen kommen zwischen Eisbären und Kinderland unter, siehe Foto. Da wo die Bretter sind ist dann bald ein Gitter. (24.05.2010, 02:00) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | und das Bild vergessen... (24.05.2010, 01:02) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Welcom in Yukon Bay! 22. Mai 2010, 8:59Uhr – Gute Laune vor den Toren des Zoos in Hannover. Längst sind alle dicht an das Tor gerückt, „kann man nicht schon früher öffnen?!“. Dann war es so weit – REIN! Schnell Am Sambesi vorbei ab an den Yukon! Vor dem nun offenen Eingang der Mine wurde der Gang langsamer – fast schreitend betritt man die nun siebte Themenwelt. Frisch gestrichen!: ... das stand auf dem Holzgeländer am zweiten Wolfsgehege. Bei Bisons, der dritten Wolfsschlucht und den Präriehunden wird noch an den letzten Details geschliffen! Aber erst heute konnte man erstmals (an das leere) Bisongehege herantreten und begeistert schon ohne Tiere – denn die Bisons werden in ein Gebiet mit heißen Quellen und Geysiren ziehen! Hie und da zischt eine natürliche Fontaine – mal sehen wie Bisons reagieren.... Henry’s Underwaterworld: Hohe Wellen, bollernder Metallboden, graue Klippen, meterlanger Kelp, Muscheln und Seesterne am Fels, Robben und Eisbären ... WOW! Jetzt fehlen nur noch die Seevögel. Pleiten, Pech und Pinguine: Leider konnten, nicht wie angekündigt, die 35 Brillen- und die 2 Felsenpinguine (sind es eig. Tristan-da-Cunha-Felsenpinguine?) und die Meerespelikane das Deck der Yukon Queen beziehen. Warum? - Der Glastunnel durch das Becken der Seevögel war nämlich undicht! Heute wurde allerdings das Wasser fast abgelassen und die ersten Abdichtungen wurden auch schon unternommen... Seafood: Die Fütterung der Eisbären ist toll inszeniert – vom Kran aus! Lustig und interessant zugleich. Mal sehen wie die Show bei dem „Yukon Stadium“ ab August wird. Aber auch das Futter für die Besucher ist toll inszeniert! Yukon Market Hall und Luigi Amarone sind sehr einladend! Gänsefüßchen: Nein – es sind doch 16 Arten in Yukon Bay! Vier Dunkle Zwergkanadagänse sind im Yukon der zweiten Wolfsschlucht zu sehen. Schilder gibt es nicht ... und wenn man darüber nachdenkt: Wo sollen die Gänse in Zukunft hin? – Bei den Timberwölfen wäre von einer Vergesellschaftung abzuraten! Bei den Bisons wäre ein kleine Teich in der Front zur Verfügung – aber Achtung!, denn die heißen Quellen könnten Gänsebraten köcheln... Wo werden sie sein?: Kanadische Rothörnchen – sind schon hinter den Kulissen angekommen! Aber eine Anlage für die Nager konnte ich nicht entdecken? Wisst ihr mehr? Kommen die Kanadakraniche (welche Unterart gehören die eig. an?) zu den Karibus oder den Bisons? Und die Wildtruthähne sind auch noch nicht umgezogen -> ??? Unbedingt muss man mal da gewesen sein! ;) Bild: Seelöwe im Hafenbecken (24.05.2010, 00:59) | ||
| Markus Fritsche: | Ich war auch am 22. Mai im Zoo... Allgemein was zum Besatz... ... am 22. Mai waren zu sehen: 5,0 Timberwölfe 3,0 Eisbären Karibus 1,0 Rentier 1,3 Kegelrobben 0,4 Seelöwen 2,4 Nördliche Seebären 1,1 Schneeeulen 0,0,4 Dunkle Zwergkanadagänse Bereits im Bestand, aber noch nicht zusehen: 35 Brillenpinguine 1,1 Südamerikanische Felsenpinguine 0,3 Chile-Meerespelikane(zu den Pinguinen) 1,1 Kanadakraniche(zu den Karibus) 1,1 Waldbisons 1,1 Timberwölfe(Zuchtpaar) Schwarzschwanz-Präriehunde 1,1 Kanadische Rothörnchen Noch nicht im Bestand, kommen aber noch(nach Aussage vom Tierpfleger): 0,2 Präriebisons(wahrscheinlich sterilisiert, zur Vergrößerung der Gruppe, weil nicht mehr Waldbisons zu bekommen waren, wenn mehr zur Verfügung stehen Abgabe der Präriebisons) Zu den "wichtigen" Anlagen : Robben: Alle 3 Robbenarten leben bisher ohne Probleme zusammen(auch der Kegelrobbenbulle). Das Becken ist an der tiefsten Stelle über 4m tief und es ist Salzwasser! Die Wellenanlage kann eine Wellenhöhe von über einen Meter erreichen. Es gibt verschiedene Felsinseln(mit 5 Eislöchern!) und einen größeren Landbereich im Hintergrund. Um eine der Kegelrobben zu sehen muss man ziemlich suchen(wenn sie nicht gerade an Land liegen), denn die tauchen alle paar Minuten mal irgendwo auf, während die Seelöwen durch die Wellen springen und die Seebären als Gruppe immer irgendwo an der Oberfläche rumschwimmen. Eisbären: Eine große und eine kleinere Anlage. Auf der großen lebt Sprinter, auf der "kleinen" Nanuq und Arktos. Nach Tierpflegeraussage und Mitarbeitern aus der Presseabteilung des Zoos sollen alle 3 Vergesellschaftet werden! Der Landteil beider Anlagen bietet sehr viel Abwechslung(Sand, Kies, Rasen, Beton, bzw. Kunstfelsen)und sind sehr gut Bewachsen mit Büschen und Bäumen(halt noch recht klein). Beide Anlagen haben große Wasserbecken mit einer Wassertiefe ähnlich der Robbenanlage.Die Wellenanlage wirkt hier besonders toll und auch die Bären haben ihren Spaß in den Wellen. Sprinter konnte man beim grasen beobachten. Bild: Robbenanlage von der Tribüne(ganz oben) (23.05.2010, 16:48) | ||
| Gerhard Joerres: | Richtig. Die Sprinter-Anlage ist die Brillenbärenanlage gewesen. Auf der alten Eisbärenanlage sind Affen einquartiert worden (Ich glaube Paviane). Das ist das Problem mit der Abnabelung von Kindern. Sie sind nicht vorhersehbar. Wir betrachten diesen Prozess aus der Sicht der Menschen und interpretieren hier auch aus der Sicht des Menschen. Ich habe noch ein „Spiel“ von Corinna und Wilbär im letzten Mai vor Augen. Dieses Spiel war von Seiten von Corinna aggressiv und brutal, so dass viele Besucher und auch Pfleger hier schon Befürchtungen hatten. Man hatte den Eindruck dass Corinna nicht mehr mit Wilbär spielen wollte, sondern das das schon Abwehrverhalten war. Ich habe schon viele spielende Eisbären gesehen, aber so einen „Kampf“ noch nicht. Bei Sprinter in Rehnen hatte ich ein anderes Gefühl, hier waren vor dem Umzug noch keine Brutalitäten im Spiel zu erkennen. Wobei hier angemerkt werden muss, dass sich Freedom nicht so wirklich um Sprinter gekümmert hat. Hier waren die Spielpartner von Sprinter eher Huggies und Walker. Freedom war eher desinteressiert an Sprinter. Trennungsschmerz konnte ich jedenfalls bei Beiden nicht beobachten. (23.05.2010, 15:40) | ||
| Michael Mettler: | Laut hiesigen Zeitungsmeldungen war und ist Sprinter seit seiner Ankunft in Hannover "sehr relaxed", auch beim Anblick der Wiener Zwillinge auf der Nachbaranlage. Ein eigenes Bild konnte ich mir noch nicht machen. @Gerhard Joerres: Die besagte Anlage in Amsterdam ist die frühere Braunbärenanlage (die Eisbärenanlage war bei meinem letzten Besuch vor anderthalb Jahren mit Nutrias besetzt) und soll laut damaligem Aushang in Zukunft Brillenbären beherbergen. Laut Rhenen-Homepage wurde Sprinter in Amsterdam "geparkt", weil für seine Mutter die Paarungszeit bevorstand und das Gehege in Hannover noch nicht fertig war. Ich weiß gar nicht, wie realistisch eine "natürliche" Auflösung der Mutter-Kind-Bindung bei Zoo-Eisbären (und manchen anderen Tierarten, bei denen der Nachwuchs nicht in der Familie verbleibt) überhaupt wäre. Mit Bärenhaltungserfahrungen kann ich natürlich nicht aufwarten, aber als langjähriger Tierhalter und -züchter habe ich genug Fälle erlebt, wo die "Stimmung" zwischen Tierindividuen ohne Vorwarnung quasi über Nacht umschlug. Im Freiland endet sowas einfach mit Flucht/Trennung, hinter Gehege-/Käfiggrenzen mangels dieser Möglichkeit besteht dann das Risiko von schwerer Verletzung oder gar Tod des unterlegenen Tieres, wenn nicht gerade ein Pfleger/Halter anwesend ist, der durch Eingreifen Distanz schaffen kann. (23.05.2010, 15:01) | ||
| Gerhard Joerres: | @Jolantha Belik Ich habe Sprinter in Amterdam gesehen. Sprinter war nicht im verlassenen Eisbärengehege, sondern im Nachbargehege, dass wahrlich nicht optimal ist, aber mit unterschiedlichem Boden und einer Bepflanzung. Auch hat das Gehege im Publikumsbereich keinen Pool. Erst Recht nicht wie in Rehnen. Sprinter machten keinen übermäßig leidenden Eindruck, soweit ich das bei einem Eisbären überhaupt beurteilen kann. Er hat sein Gehege erkundetet, hat gespielt und sich für das Publikum interessiert. Ich glaube nicht das andauernde Schäden enstanden sind. So wie das sehe haben die Zwillinge den Umzug auch verkraftet. Trennung ist normal, bei Mensch und Tier. Trennungsschmerz gibt es bestimmt, aber er geht auch wieder weg. Transport und Trennung sollte nicht überbewertet werden. (23.05.2010, 14:34) | ||
| Holger Wientjes: | @Sven: Da Du ja schon dort warst und Dir ein Bild machen konntest: Wenn Du die Eisbärenanlagen in H und GE (oder anderen Zoos)vergleichst, wo liegen da die Vorzüge ? Also auf den Fotos von Yukon Bay macht die neue Anlage einen sehr guten Eindruck und wirkt strukturierter als z.B. in der ZOOM. (23.05.2010, 11:38) | ||
| Michael Mettler: | @Jolantha Belik: Nein, das meine ich nicht, zumal anpassungsfähige Tierarten nicht mal in freier Wildbahn ein einheitliches Verhalten zeigen. Aber du schriebst, dass die Zwillinge unter der Trennung von Olinka gelitten hätten (und nicht umgekehrt), und somit ist der Endeffekt in beiden Fällen der gleiche: Nachwuchs hat plötzlich keine Mutter mehr und muss sehen, wie er damit zurechtkommt. Das Finden von Nahrung hat er auch im Zoo gelernt, nur dass er dafür keine Robben jagen, sondern zeitweise ein Medical Training absolvieren muss, was aber zwangsläufig nicht von der eigenen Mutter beigebracht wird. Im "Lebensraum Zoo" ist eine Erhaltungszucht aber nun mal eine menschgemachte Einrichtung. Die beiden Wiener Panzernashörner z.B. sind ja auch nicht aus eigenem Antrieb per Anhalter nach Schönbrunn gekommen, um dort Asyl zu suchen, sondern nach menschlichen Entscheidungen. Bei Zebras oder Antilopen fragt merkwürdigerweise niemand danach, wie sie das willkürliche Herausnehmen von Nachwuchs oder Hinzufügen neuer Artgenossen und den Wechsel von Ort (und womöglich Klima) und Betreuer verkraften. Für eine reviertreue, "konservative" Tierart ist das wahrscheinlich ein deutlich größerer "Schock" als für eine nomadisch lebende. (23.05.2010, 10:06) | ||
| Jolantha Belik: | @MM: Du meinst also, das Verhalten in freie Wildnis ist 1:1 auf Tiere in Zoos übertragbar? In freier Wildbahn entscheidet die Mutter, wann sie ihre Kinder los werden will und nicht der EEP-Koordinator, für den nur Erfolgsstatistiken zählen und das Wohl der Tiere ein Fremdwort zu sein scheint. Und die Jungtiere haben von der Mutter das Jagen und Finden von Nahrung gelernt und wie sie in ihrer kargen Umgebung zurecht kommen und sind nicht zu 100% auf Betreuung angewiesen, wie die Tiere in menschlicher Obhut. Abgesehen davon, lt. "Experten" vergessen Eisbären nach 3 Tagen ohnehin die Mutter und suchen nimmer nach ihr. Die Realität schaut anders aus. (23.05.2010, 02:38) | ||
| Michael Mettler: | @Jolantha Belik: Wenn ich das natürliche Verhalten von Eisbären richtig im Hinterkopf habe, werden Jungtiere in Sprinters Alter eines Tages von ihrer Mutter sitzengelassen oder vertrieben, die vertraute Umgebung besteht nur aus einer (zugegeben weiträumigen) Schnee- und Eiswüste ganz ohne Betreuer, und ihr suchendes Brüllen wird von keinem Besucher gehört. Allzuviel (positiv gesonnene!) Gesellschaft anderer Eisbären dürfte ein "Einzelkind" unter diesen Umständen im Freiland auch nicht mehr erleben. (22.05.2010, 23:10) | ||
| Jolantha Belik: | @Gerhard: Sprinter wurde von heut auf morgen von seiner Mama getrennt und in einen anderen Zoo verfrachtet, wo er die vergangenen Monate in einem längst aufgelassenen Mini-Gehege verbringen mußte (siehe http://www.youtube.com/watch?v=TE7t0lZx6rw). In Wien haben wir es tagaus tagein erleben "dürfen", wie sehr die Zwillinge unter der plötzlichen Trennung von Olinka gelitten haben, wie aus zwei übermütigen und fröhlichen Bärenkindern depressive und grantige Jungs wurden, die sich kaum mehr bewegten, nicht mehr spielten und tagelang (!) nach der Mama gebrüllt haben, bis sie heiser waren. Und das in einer vertrauten Umgebung mit vertrautern Betreuern. Sprinter war nach der Trennung alleine in einer fremden Umgebung mit fremden Betreuern ... (22.05.2010, 12:00) | ||
| Sven P. Peter: | Und hier mein erstes selbstgeschossenes Eisbärenbild in Yukon Bay von vor einer Stunde. Insgesamt ist hier wirklich etwas sehr schönes Entstanden, welches seines Gleichen sucht! (22.05.2010, 10:47) | ||
| Gerhard Joerres: | @Jolanta Warum sollte Sprinter gestört sein? (22.05.2010, 08:33) | ||
| Klaus Schüling: | noch ein Bild aus der Pressemeldung (22.05.2010, 07:17) | ||
| Klaus Schüling: | „Zoo der Zukunft“ vollendet sein Konzept (Pressewmeldung vom 21. Mai) Seit 15 Jahren schreibt der Erlebnis-Zoo Hannover Zoogeschichte: Als erster Zoo bundesweit verabschiedete er sich konsequent von der Käfighaltung und präsentiert die Tiere in inszenierten Landschaften, die sowohl den Bedürfnissen der Tiere als auch denen der Menschen gerecht werden: In den Themenwelten Sambesi, Dschungelpalast, Meyers Hof, Gorillaberg, Mullewapp und Outback. Morgen, am 22. Mai, eröffnet der Zoo seine siebte Themenwelt – die kanadische Abenteuerlandschaft Yukon Bay – und vollendet damit sein Konzept „Zoo der Zukunft“. „Yukon Bay bildet den krönenden Abschluss von 15 Jahren spannender Arbeit“, so Zoodirektor Klaus-Michael Machens. „Mit der Fertigstellung der Erlebniswelt Yukon Bay festigt der Zoo Hannover seine Spitzenposition in der ersten Liga der Zoos“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff bei dem offiziellen Preview auf Yukon Bay am 19. Mai. Über 600 geladene Gäste erhielten Mittwoch die einmalige Gelegenheit, sich einen ersten Eindruck von Yukon Bay zu verschaffen. Die neue Kanadalandschaft präsentierte sich als Abenteuer pur: Dunkle Timberwölfe heulten zur Begrüßung in der Schlucht, durch die sich eiskalt der Yukon windet – beobachtet von Europas einziger Karibuherde, die auf dem Hügel über der Wolfsschlucht lebt. Zoodirektor Klaus-Michael Machens führte die Gäste durch alte Bergwerksstollen in der Wildnis, vorbei an der historischen White Pass Lokomotive aus dem Yukon, „The Duchess“, bis in die bunte Hafenstadt Yukon Bay. Hier wartete die besondere Attraktion der neuen Zoowelt: Im Rumpf des auf Grund gelaufenen Frachters Yukon Queen öffnet sich die große Unterwasserwelt und gibt den Blick frei auf Robben, Pinguine und Eisbären unter Wasser. „Die Tiere unter Wasser zu erleben, ist unglaublich faszinierend. Dazu kommt die besondere Atmosphäre, wenn man in das Schiff hinabsteigt“, sagte Machens, „eine Unterwasserwelt in dieser Größe und mit dieser Qualität ist wirklich einzigartig in Europa.“ Yukon Bay, so Ministerpräsident Wulff, werde für bundesweite Aufmerksamkeit sorgen und weitere Besucher nach Niedersachsen ziehen: „Der Zoo wird damit seine Rolle als touristischer Leuchtturm weiter ausbauen.“ Das Projekt zu realisieren habe Kraft gekostet, erklärte Regionspräsident und Zoo- Aufsichtsratsvorsitzender Hauke Jagau, aber diese Anstrengung habe sich gelohnt. „Der Zoo gewinnt dadurch weiter an Strahlkraft. Ich bin sicher, dass Yukon Bay viele Besucherinnen und Besucher begeistern wird.“ Yukon Bay bietet auf 22.000 m² eine neue Heimat für über 100 Tiere in 15 Arten, darunter Eisbären, Präriehunde, Schnee-Eulen, Waldbisons, Nördliche Seebären und Kegelrobben. Das rund 35 Millionen Euro teure Projekt entstand in 30monatiger Bauzeit. 1.200 Tonnen Stahl in Hafenbecken und Schiff, 13.000 m² handmodellierte Felsen, 18.000 Bäume und Sträucher, 200 Tonnen Natursteine, Holzhäuser und die Salzwasser-Wellenanlage im Hafenbecken zaubern eine authentisch kanadische Welt – mitten in Hannover. Die Authentizität der Kanadalandschaft bestätigte Brian Alexander, der stellvertretende Minister für Kultur und Tourismus des echten Yukon Territory, Kanada: „Mit einer Landmasse fast doppelt so groß wie Deutschland und mit einer Bevölkerung, die gerade mal 34.000 Einwohner zählt, können wir uns glücklich schätzen, über eine so reiche Tradition, eine so großartige Fauna und Flora, eine so farbenreiche Vergangenheit und eine sichere Zukunft zu verfügen. Die Essenz aus all diesem in die Erschaffung von Yukon Bay hineinzupacken ist dem hannoverschen Zoo gelungen – eine äußerst beachtliche Leistung!“ Am 22. Mai pünktlich um 09 Uhr wird die neue Themenwelt eröffnet: Willkommen in Yukon Bay! (22.05.2010, 07:16) | ||
| Jolantha Belik: | Es war von Anfang an klar, dass man die Eisbären nicht so schnell zusammenlassen wird können. Die drei haben aber schon beim Gitter Kontakt aufgenommen, es dauert nun mal seine Zeit. Ist halt auch die Frage, wie gestört Sprinter durch seine Erlebnisse in den letzen Monaten geworden ist. Ansonsten wäre er ja die Gesellschaft von anderen Eisbären gewöhnt. @MM: mein Standard-Spruch ist auch "Schau bei Google nach", nur ist der nicht immer passend ... (22.05.2010, 04:11) | ||
| Michael Mettler: | Sorry, da fehlte eben der Hinweis auf Google ;-) (20.05.2010, 22:00) | ||
| Michael Mettler: | Unter den Suchbegriffen "Neue Presse Hannover Yukon Bay" finden sich in den Galerien reichlich Fotos von Yukon Bay - auch von den "Bärenbrüdern". (20.05.2010, 21:56) | ||
| Michael Mettler: | Der heutige Zeitungsbericht zum Eröffnungs-Preview bestätigt meine Vermutung: Laut Zoosprecherin ist es nicht geplant, Sprinter mit Nanuq und Arktos zusammenzubringen - zu gefährlich. Die Situation, dass man vom Unterwassereinblick aus nicht nur das Wasser, sondern über dessen Oberfläche hinweg auch die Landbereiche sehen kann und ein (variabel einstellbarer !) Wellengang herrscht, rief bei einigen Besuchern die Illusion hervor, dass das Schiff sich bewege. Vor Seekrankheit sei also gewarnt... (20.05.2010, 09:04) | ||
| Michael Mettler: | Habe vorhin mit einem Augenzeugen aus der "Preview"-Veranstaltung gesprochen, laut dem Sprinter heute auf der größeren Anlage war und die beiden Wiener auf der kleineren (und alle sehr aktiv). Die Wellenanlagen bei den Eisbären und Robben erzeugen Wellenhöhen bis zu einem Meter (!) im Salzwasser, die Atmosphäre soll durch das Anklatschen der Wellen an Ufer, Felsen usw. inklusive Gischtbildung verblüffend sein. (19.05.2010, 22:44) | ||
| Niedersachse: | Laut den Bildern der Eröffnung von heute, schienen die Tiere auf getrennte Anlagen. Die Wiener sollen auch schon im Wasser gewesen sein. Der ganze Bereich sieht im Übrigen klasse aus. (19.05.2010, 21:40) | ||
| Michael Mettler: | @Jolantha Belik: Yukon Bay beinhaltet zwei Anlagen für Eisbären. Ich nehme an, dass Sprinter zumindest nicht von Beginn an mit Arktos und Nanuq zusammenkommen wird. (19.05.2010, 12:06) | ||
| Jolantha Belik: | Die Eisbärbuben Arktos & Nanuq haben Wien verlassen. Alles Gute und viel Spaß in Hannover! Könnte mir bitte jemand Fotos für meine zoobesuche.net Website schicken, wenn die beiden (mit Sprinter) in die Außenanlage dürfen. Ich sag schon mal Danke im voraus. (19.05.2010, 00:07) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @ MM: Sehr gut erkannt! Hier sind noch mal die richtigen Daten! Das mit der Hektarzahl ist ein Zitat... ;) ________________________ Der 1. Teil (60 min.): Ausstrahlung am Mo. den 24.05.2010 um 15:00Uhr im NDR fernsehen Wiederholung am Di. den 25.05.2010 um 00:30 Uhr im NDR fernsehen Der 2. Teil (30 min.): Ausstrahlung am Di. den 15.06.2010 im NDR fernsehen (näheres noch nicht bekannt gegeben) (16.05.2010, 18:17) | ||
| Michael Mettler: | Trage ich mir gern im Kalender ein - nur der Sendetermin für den 2. Teil kann nicht stimmen (eher 15. Juni?)... Alaska auf 22 Hektar nachzubauen ist tatsächlich schwierig, aber in Hannover beträgt die Fläche sogar nur ein Zehntel davon - da fehlt wohl das Komma :-) (16.05.2010, 18:03) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Nicht nur den 22. Mai im Kalender entragen! Denn der NDR stahlt eine zweiteilige Dokureihe über die Entstehung von Yukon Bay aus! ________________________ YUKON BAY - ALASKA IM ZOO HANNOVER Drehorte: Hannover, Berlin, Kanada Drehzeit: Januar 2008 – Mai 2010 Förderung: nordmedia Fonds GmbH in Niedersachsen und Bremen (Produktion) >Im Zoo Hannover sind in den letzten Jahren fünf Erlebniswelten entstanden, die den Besuch für das Publikum zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Man begegnet den Tieren ohne sichtbare Barrieren und Käfigstangen, in einem naturnahen Umfeld. Nach den großen Erfolgen mit dem Sambesi-River, dem Gorillaberg und dem Jungle-Palast steht nun die nächste große Phase des Ausbaus an; das Projekt Yukon-Bay! Hier entsteht eine weitläufige, atemberaubende Anlage für die Tiere der nordamerikanischen Tundra; Karibous, Wölfe, Eisbären und Präriehunde finden Gehege und Anlagen vor, die sich eng an den natürlichen Lebensräumen der Tiere orientieren und dem Besucher ein Erlebnis ermöglichen, das weltweit seines gleichen sucht. Hinter solch einem Mammutvorhaben steckt jahrelange Planungs- und Entwicklungsarbeit. Aber wie sieht diese Planung aus? Wie baut man Alaska auf 22Ha nach? Wie integriert man die Tiere in eine Erlebniswelt? Wie gestaltet man ein Gehege barrierefrei und trotzdem ausbruchsicher? Welche Pflanzen eignen sich zur Begrünung der Anlagen? Wie verschafft man dem Publikum eine größtmögliche Nähe zu den Tieren, ohne diese in ihrem Verhalten zu sehr zu stören und welche Spannungen entstehen, wenn Biologen Rücksicht auf die Bedürfnisse der Besucher nehmen müssen? Die Dokumentation begleitet die dreijährige Planungs- und Bauzeit. Sie zeigt die hannoverschen Zoologen auf ihrer Reise durch Kanada, und begleitet Eisbären, Robben und Wölfe bei ihrem Einzug in die neue Erlebniswelt.< Der 1. Teil (60 min.): Ausstrahlung am Mo. den 24.05.2010 um 15:00Uhr im NDR fernsehen Wiederholung am Di. den 25.05.2010 um 00:30 Uhr im NDR fernsehen Der 2. Teil (30 min.): Ausstrahlung am Di. den 15.05.2010 im NDR fernsehen (näheres noch nicht bekannt gegeben) ________________________ Der erste Teil wird glücklicherweise an Pfingsten ausgestrahlt! Ich persönlich schaue auf jeden Fall einmal rein! Foto: die original "Duchness" in Kananda mit Zoodirektor und Filmcrew... (16.05.2010, 15:57) | ||
| Michael Mettler: | Das Datum wird jedenfalls konstant in den Medien genannt, und zumindest wettertechnisch spricht nichts dagegen. Aber sonst...? Bin auch gespannt, ob die Punktlandung geschafft wird. Aus Wien sollen ja auch zwei Felsenpinguine kommen, irgendwann müsste also ein hannoverscher "Polar-Express" in Schönbrunn auftauchen... (16.05.2010, 09:24) | ||
| Jolantha Belik: | ISt die Eröffnung wirklich am 22. Mai? Die Eisbärbuben sind noch immer in Wien, zumindest am Freitag Nachmittag waren sie noch da (siehe Foto).Zum Eingewöhnen vor der Eröffnung bleibt da nimmer viel Zeit. (16.05.2010, 00:38) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | In einer Woche ist es so weit - Yukon Bay wird eröffnet! Ob alles bis dahin klappt? Hier ein Foto vom Hafenbecken bei den Eisbären mit Kran und "Yukon Queen". unter http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Zoo-Hannover/Dampflokomotive-fuer-Yukon-Bay/(mode)/full/(at)/348127 findet ihr mehr Bilder der Baustelle... (15.05.2010, 00:02) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hier die Gehegeschilder von vier Raritäten für Yukon Bay: Felsenpinguin, Kanadakranich, Waldbison und Nördlicher Seebär (14.05.2010, 23:56) | ||
| Zoo Hannover: | Komitee im Frack lädt Ministerpräsident Christian Wulff zur Eröffnung der neuen Kanadalandschaft Yukon Bay ein Ministerpräsident empfängt Pinguin-Gesandtschaft Hannover. Fred und Paul waren sich ihrer Wichtigkeit als offizielle Gesandte des Erlebnis-Zoo Hannover bewusst. Würdevoll watschelten sie ins Büro des Ministerpräsidenten in der Niedersächsischen Staatskanzlei. Herausgeputzt im feinsten Frack übereichten die Brillenpinguine Christian Wulff die Einladung zur Eröffnung der neuen Kanadalandschaft „Yukon Bay“ im Zoo. Spontan sagte der Ministerpräsident zu: „Einer so liebenswert überbrachten Einladung folgt man gern“, so Wulff. Als Schirmherr von Yukon Bay hatte Wulff das Zoo-Projekt von Beginn an aktiv begleitet und bei der EU erfolgreich um Unterstützung für den Bau der kanadischen Themenwelt geworben. Das Land Niedersachsen stellte drei Millionen Euro aus dem Wirtschaftsförderfonds und sieben Millionen Euro aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereit. „Mit Yukon Bay hat der Zoo Hannover seine Spitzenstellung in der Topliga der Zoos ausgebaut und gesichert. Das Land verspricht sich eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Stärkung der Region Hannover“, sagte Wulff und verwies auf die Erfolgsbilanz des Erlebnis-Zoos. Der schreibt seit 14 Jahren Zoogeschichte: Als erster Zoo bundesweit hat er sich konsequent von der herkömmlichen Käfig- und Gehegehaltung verabschiedet und präsentiert die Tiere in aufwändig gestalteten und tiergerechten Themenwelten. Nach Sambesi, Dschungelpalast, Meyers Hof, Gorillaberg, Mullewapp und Outback eröffnet der Zoo am 22. Mai mit Yukon Bay die siebte Themenwelt und vollendet damit sein Konzept „Zoo der Zukunft“. Seit Beginn des Umbaus wurde die Besucherzahl um 96 % auf über 1,2 Millionen pro Jahr gesteigert. Mit Yukon Bay wird nochmals eine deutliche Steigerung erwartet. (04.05.2010, 09:29) | ||
| Zoo Hannover: | Die „Duchess“ teilt das Reich der Karibus und Bisons Adelige Lokomotive für Yukon Bay Die „Duchess“ ist eine kleine Lokomotive mit abenteuerlicher Vergangenheit. Wer 1899 von Carcross im Yukon Territory nach Atlin in British Columbia gelangen wollte, reiste mit der Duchess. Die eigentliche Strecke zwischen zwei Seen war zwar nur zwei Meilen lang, aber so steil, dass der Duchess oft der Dampf ausging. Die Passagiere mussten aussteigen und die kleine Lokomotive anschieben! In den 1950er Jahren wurde die Duchess nach Carcross gebracht und ist dort heute eine beliebte Touristenattraktion. Ein originalgetreuer Nachbau dieser Duchess wurde heute in Yukon Bay zusammengesetzt. „Wir haben die echte Duchess in Carcross gesehen und prompt die Lösung für einen stabilen Zaun mitten in der Wildnis von Yukon Bay gefunden“, erklärt Zoodirektor Klaus-Michael Machens. Jetzt kommt der kleinen Lokomotive und ihren Waggons eine wichtige Funktion zu: Sie sind die gut getarnte Absperrung zwischen dem Reich der Karibus und der Bisons. Werdegang einer adeligen Dampflok Ausgerüstet mit historischen Fotos und Maßangaben der Lok, machte sich der Hildesheimer Metalldesigner Peter Schmitz (Peter Schmitz - Metall & Gestaltung) mit seinem Team daran, ein Double der Duchess anzufertigen. Nach viermonatiger Bauzeit, knapp 1.000 Arbeitsstunden, stand die sechs Meter lange und sechs Tonnen schwere Lok mit zwei Anhängern zur Abfahrt nach „Kanada“ in Hannover bereit. Die Arbeiten begannen da, wo der Name der Lokomotive herkommt: am Dampfkessel. Stück für Stück wurden die Einzelteile zusammengeschweißt. Zuerst erhielt der große Kessel zwei dicke Metallrohre. Im sogenannten „Sanddom“ wurde bei der Duchess der Bremssand gelagert und bei Bedarf auf die Schienen gestreut. Der zweite Höcker auf dem Rücken der Lokomotive ist der „Dampfdom“. Aus ihm wurde der Wasserdampf abgelassen, wenn zu viel Druck auf dem herzoglichen Kessel war. (04.05.2010, 09:21) | ||
| Michael Mettler: | Und er wird laut heutiger Zeitungsmeldung seinen alten Namen Sprinter zumindest für die Öffentlichkeit verlieren: Der Zoo sucht einen Paten und einen neuen Namen. Daimler-Benz hat anscheinend abgewunken...? ;-) (24.04.2010, 09:46) | ||
| Niedersachse: | Es geht los. Der erste Eisbär ist da. Am Mittwoch kam die Nachzucht aus Rhenen in Hannover an. Er bleibt aber erstmal hinter den Kulissen. (23.04.2010, 17:45) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Unterwasser-Panoramablick: Die Fensterscheiben werden in die Unterwasserstation eingesetzt. (10.04.2010, 12:41) | ||
| Zoo Hannover: | Nächste Attraktion: Kanadalandschaft Yukon Bay wird am 22. Mai eröffnet Erlebnis-Zoo Hannover erzielt neuen Besucherrekord Der Erlebnis-Zoo Hannover hat einen neuen Rekord erzielt: 15.600 Besucher strömten am Karfreitag, 2. April, in den Zoo. „Erstmals in der Geschichte des Zoos haben wir über 15.000 Besucher an einem Tag begrüßt“, so Zoodirektor Klaus-Michael Machens, „damit haben wir unseren bisherigen Rekord aus 2007 um 1.737 Besucher überboten.“ Insgesamt kamen an den Osterfeiertagen 33.500 Gäste in den Erlebnis-Zoo. Die neu eröffnete Australien-Anlage „Outback“ mit Roten Riesenkängurus, Wombats, Emus und begehbarem Bennett-Känguru-Gehege kam bei den Besuchern besonders gut an. Weitere Höhepunkte: Die Bootsfahrt über den Sambesi, die Sommerrodelbahn in Mullewapp und die Tiershows mit über 20 tierischen Stars. Im indischen Dschungelpalast zogen die fünf tragenden Elefantendamen alle Aufmerksamkeit auf sich. Ihr Nachwuchs wird jetzt im April, dann im Mai, Juli, August und November zur Welt kommen. Die nächste Attraktion im Erlebnis-Zoo Hannover wird am 22. Mai eröffnet: Die große Kanada-AbenteuerlandschaftYukon Bay. Die neue Heimat für Wölfe, Bisons, Karibus, Seebären, Präriehunde, Pinguine und Eisbären bietet majestätische Wildnis und Goldgräber-Romantik. Ein leck geschlagenes Schiff im Hafenbecken von Yukon Bay gibt den Blick frei auf Robben, Pinguine und Eisbären unter Wasser. „Die neue Kanadalandschaft mit der Unterwasserstation ist in dieser Gestaltung einzigartig in Europa“, so Machens. „Nach der Eröffnung rechnen wir mit einem weiteren Besucheransturm – vielleicht brechen wir den Tagesrekord in diesem Jahr noch einmal!“ Seit Jahren zieht der Erlebnis-Zoo über 1,2 Millionen Besucher an. Mehr als 60 Prozent aller Gäste nehmen eine Anreisezeit von über 30 Minuten in Kauf, 14 Prozent kommen aus anderen Bundesländern. An den Osterfeiertagen begrüßte der Zoo zudem über 300 internationale Gäste unter anderem aus der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden, Kanada, Frankreich, Spanien, Norwegen, Polen, Italien und Saudi-Arabien. (07.04.2010, 10:03) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Foto: Verhüllungskünstler... (05.04.2010, 21:34) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Es ist nun raus – der offizielle Eröffnungstermin ist der 22.Mai 2010!!! Das können aufmerksame Besucher am zukünftigen Stolleneingang sehen. Fortschritte: Die Haus- und Tribünenfassaden sind fast fertig, der Leuchtturm ist auch in Farbe und es grünt bei den Eisbären. Aber durch viele Planen, Zaun und schweres Gefährt ist nicht zu sehen... Foto: Vorabbegrüßung... (05.04.2010, 21:32) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Gestern in "Hallo Niedersachsen" gehört: Auch die neue Robbenanlage in Yukon Bay wird eine Wellenanlage und Salzwasser aufweisen. Ein genauer Eröffnungstermin wurde allerdings nicht genannt. (31.03.2010, 11:55) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Baustellenbericht: "Leuchtturm der Region" – so wird der Yukon Bay schon genannt – na ja der reale Leuchtturm ist etwas ... klein ausgefallen (siehe Foto). Grüner Norden: Das Wetter wird besser und die Landschaftsarbeiten laufen auf Hochtouren. Neben den Felsen und Gebäuden wird Yukon Bay nun auch wieder begrünt: Meterhohe Tannen und Birken konnte ich auf der Eisbärenanlage erspähen... Gründerväter: In dem Visitor Center, der schon fertigen Blockhütte, hängt neben dem Plüschtierregal ein Bild mit, so meine ich, dem Vorstand. Zumindest ist Herr Machens in der Mitte platziert – alle in typischer Kleidung aus dem 19. Jahrhundert. Sehr sympathisch... (26.03.2010, 22:21) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Ein genaues Eröffnungsdatum steht noch nicht fest, geplant ist bisher allerdings eine Eröffnung irgendwann im Mai. (24.03.2010, 00:55) | ||
| Jolantha Belik: | Auf der Zoo-Website steht: "Im Frühsommer ist es soweit, die große Touristenattraktion „Yukon Bay“ eröffnet im Erlebnis-Zoo Hannover". Was bedeutet "Frühsommer"? Hat vielleicht jemand aktuelle Fotos der Eisbären-Anlage vom Yukon-Bay? (23.03.2010, 23:33) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hier ein Link zur Zoo-Webseite auf der Animationen der Gastroräume abgebildet sind (man findet sogar schon die Menükarten) :-) : http://www.zoo-hannover.de/feiern-geniessen/besondere-orte/eventlocationyukonbay.html Foto: Hier nochmal ein Blick auf die Eisbärenanlage (nicht neuster Stand) (23.03.2010, 20:38) | ||
| Niedersachse: | Die Container stehen da schon seit Anfang des Jahres. Da werden bestimmt keine Präriehunde drin sein, dass wäre ja arg überproportioniert. (22.03.2010, 18:44) | ||
| Gudrun Bardowicks: | @ Gerrit Wehrenberg: Vielleicht dienen die Zelte auf dem Plan ja als Übergangslösung zur Verpflegung der Besucher bis Yukon Bay mit seiner neuen Restauration eröffnet wird. Auch könnte ich mir gut vorstellen,dass in den Zelten besonders in den Schulferien und an Wochenenden Angebote für Kinder wie beispielsweise Bastelangebote, Verkleidungsaktionen oder Kinderschminken, möglicherweise auch Kindertheater, angeboten wird. Vielleicht sind in den Zelten ja auch die beliebten Trampoline, die es ja laut Planung im Randbereich von Yukon Bay geben soll, untergebracht, da ich auf dem neuen Plan keine Trampoline bei Yukon Bay finden kann. Auf den alten Zooplänen war die Trampolinanlage eingezeichnet. (21.03.2010, 14:13) | ||
| Michael Mettler: | Bei dieser Stückzahl müssen die neuen Karibus mit dabei sein. Bei meiner letzten "Rechnung" hatte ich übrigens ganz vergessen, dass ja auch noch der Hausrentier-Kastrat in der Gruppe sein müsste. Auf den habe ich bei meinem letzten Besuch gar nicht geachtet. (20.03.2010, 23:17) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Karibus: Heute waren 8 Karibus auf der Lamaanlage – sind die neuen Kanadier schon dabei? Bunte Hütten: Die Häuser (die am Robbenbecken sowie die anderen neben der Market Hall) werden gestrichen. Die Tribünen müssen allerdings noch fertig verkleidet werden.... Zirkus am Yukon?: Schaut mal auf dem neuen Zooplan. Darauf sind bunte Zelte abgebildet. Was soll das darstellen? Where the Hell are...?: Neben der Nyalaanlage stehen zwei Anhänger – sind da die Präriehunde drin – oder sind die in der Quarantänestation? Foto: Sind zwar schon weiter aber – hier ein Blick ins Robbenbecken. (20.03.2010, 22:42) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hier noch mal ein Link zu newsmax.de: http://www.newsmax.de/neue-mastaebe-in-der-gestaltungsqualitaet-authentisch-kanadische-erlebniswelt-yukon-bay-eroeffnet-im-mai-news57828.html Und hier ein Auszug – nämlich die Artenliste: „Fakten zur neuen Kanadalandschaft YUKON BAY im Erlebnis-Zoo Hannover: 22.000 m² großes Freigelände mit über 100 Tieren in 15 Arten Die Tierarten in YUKON BAY: - Eisbären - Wölfe - Karibus - Waldbisons - Nördliche Seebären - Brillen- und Felsenpinguine - Seelöwen - Kegelrobben - Meerespelikane - Wildtruthühner - Präriehunde - Rothörnchen - Schnee-Eulen - Kanadakraniche“ > Also doch Waldbisons und Felsenpinguine?! Die Liste scheint mir aktuell und seriös zu sein (woher sollten sie sonst diese genaue Liste haben?). Nur die Virginia-Uhus sind wohl doch nicht mehr in Yukon Bay zu erwarten – ich denke sie wurden durch die Rothörnchen ersetzt... Und ein neue Animation der Hafenstadt liegt auch bei! (17.03.2010, 18:57) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | ja ja die Grammatik ... sorry! :D (16.03.2010, 20:46) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hannover wirbt mit Yukon Bay: Da nun, auch mit langer Verspätung, verursacht durch das Wetter, wird die Werbetrommel so langsam „angerührt“... Hier eine Broschüre (Auf dem Titelblatt und Seite 1 ist die Hannovers neue Topattraktion schon vermerkt): http://www.hannover.de/data/download/aktuellbereiche/aktuell_2010/tipps_und_termine_fruehjahr_2010.pdf Bild: Eigenes Werbeplakat von der Stadt Hannover. In der nächsten Zeit mal wieder reinschauen, denn in den letzten Wochen vor der Eröffnung, versuche ich euch immer auf den neusten Stand zu bringen. ;-) (16.03.2010, 20:44) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Seit langem sind wieder neue Fortschritte auf der Baustelle Yukon Bay im "Bautagebuch" eingetragen worden: www.yukon-bay.de (14.03.2010, 12:45) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Wartezeit versüßen: Es wird, das steht, nach einem Statement des Zoos nun fest, Mai. Ein genaues Datum wird erst in drei bis vier Wochen bekannt gegeben... Also dauert es noch ein Welchen (eigentlich sollte die Themenwelt schließlich Ende diesen Monats fertig sein!). Wie vor fast einer Woche versuche ich in der nächsten Zeit Interessantes über Yukon Bay zu sammeln und in diesen Thread zu stellen, um die Zeit zu überbrücken. J Hier ein schön älteres Video vom 19.08.2009 von der HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung) Website: http://www.haz.de/Mediathek/Videos?bcpid=1896837901&bctid=34667169001 ... und da das schon ziemlich alt ist, hier noch Eins vom 12.11.2009 (immerhin!): http://www.haz.de/Mediathek/Videos?bcpid=1896837901&bclid=41247344001&bctid=49659318001 > Das Wolfsgehege sieht wirklich toll aus! Interessant sind auch einige Innenansichten... (05.03.2010, 20:48) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Bay lässt auf sich warten ... um sich die Zeit zu vertreiben, hier ein paar Detail aus der Polarlandschaft: 1) neues Artenschild für den Wildtruthahn 2) Gehegeschilder für Yukon Bay: Seelöwe, Eisbär, Präriehund, Timberwolf, Karibu, Brillenpinguin 3) noch ein neues Schild, diesmal für die Chile-Meerespelikane (nur wo wird es hängen - bei den Pinguinen oder Robben? ... mir ist das egal, hauptsache irgendwo!) > was meint Ihr? 4) Die Lok bei den Bisons (?) nach dem Vorbild der Original-Lok "The Duchess" aus dem Jahre 1878 (27.02.2010, 22:39) | ||
| Michael Mettler: | Als die Karibus in Springe eingestellt wurden, bestand die Zuchtgruppe aus 1,6 (plus 1,0 Reservebulle, der schon länger in Springe war). Davon sind im Wisentgehege 0,3 gestorben, blieben also 1,3. Also muss in der jetzigen Fünfergruppe mindestens ein Neuzugang dabeisein (sollten doch 0,3 sein?) oder - Brunftzeit ist ja vorbei und die Geweihe sind ab - der zweite Bulle ist auch wieder in Hannover...? (27.02.2010, 21:41) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Bay-Baustelle: - Planen weg: Die großen weißen Planen auf den Felsformationen bei den Eisbären sind nun abgenommen worden. Nur vereinzelt wird noch verdeckt. Die Felsen sehen übrigens gut aus! Interessant sind Felsenlöcher bei den Eisbären – wohin man da schaut ...? - Tribünenbretter: Endlich wird die Show-Tribüne bei den Robben verkleidet. Zunächst von hinten mit Holz – zu sehen von den Giraffen. - Zukünftige Bewohner: Die erwähnten 5 Karibus auf der zweiten Südamerikaanlage sind, so glaube ich aufgrund von „First Lady“, dem ersten Karibunachwuchs in Hannover (ich hoffe das sie es ist), die alte Truppe. Sind die neuen Kanadier schon eingetroffen? – Und wenn wo? Die Seebären waren heute hinter den Kulissen (hören konnte man sie trotzdem), während die Kegelrobben, vor großem Publikum, neben den Seelöwen ein festen Part in der Show einnahmen. Foto: Wenn man den Skizzen glauben darf, kommt hier ein kleiner Leuchtturm drauf. (27.02.2010, 21:28) | ||
| Michael Mettler: | War die HAZ im Winterschlaf? "...hat das Baumanagement jetzt allerdings begonnen, Teile der Baustelle zu verhüllen, um wettergeschützt arbeiten zu können." JETZT begonnen? Die ersten Teile von Yukon Bay wurden bereits vor zweieinhalb Monaten mit Planen überzogen - mehr als zwei Wochen vor dem Einbruch der langen Schnee- und Eisphase.... (26.02.2010, 18:08) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Artikel aus der HAZ (Hannoverschen Allegmeinen Zeitung) vom letzten Dienstag (zumindest wir der Zoo diesmal nich deswegen zerrissen): "Winter verzögert Eröffnung von Yukon-Bay Offiziell gibt es noch keine Bestätigung – aber schon jetzt ist klar, dass sich die Eröffnung der neuen Alaskalandschaft Yukon-Bay im Zoo wegen des Winters deutlich verzögern wird. Ursprünglich war bei einem möglichen Eröffnungstermin von Yukon-Bay einmal von Ende März die Rede – der Zoo Hannover wollte das Ostergeschäft mitnehmen. Doch der kalte Winter hat einen Strich durch zahlreiche Baustellen-Terminplanungen in Hannover gemacht. Acht Wochen Verzögerung sind keine Seltenheit mehr, etwa bei Straßenbaustellen. Auch im Zoo soll man bereits über einen Eröffnungstermin im Mai nachdenken. „Kein Kommentar“, sagt eine Sprecherin dazu – in Kürze werde ein endgültiger Termin genannt. Die Besucher staunen indes nicht schlecht: Vom Rundweg aus lässt sich bereits viel Spannendes entdecken, was neugierig auf Yukon-Bay macht. Ebenso wie in der künftigen Australien-Landschaft hat das Baumanagement jetzt allerdings begonnen, Teile der Baustelle zu verhüllen, um wettergeschützt arbeiten zu können. Aber das steigert die Spannung nur noch ..." Nicht lang - aber da kommt demnächst, wie im Artikel erwähnt, noch Näheres... Schade für - für Zoo, Tiere und Besucher (26.02.2010, 17:47) | ||
| Zoo Hannover: | Pressemeldung vom 5. Februar: Zwischenstopp im Zoo Amsterdam Eisbär „Sprinter” zieht nach Yukon Bay Bärenstarker Zuwachs für Yukon Bay: Der dritte Eisbär für die Kanadalandschaft Yukon Bay heißt Sprinter und kommt aus dem Zoo Rhenen in den Niederlanden. Bis das Gehege in der neuen Landschaft fertig gestellt ist, macht Sprinter Zwischenstation im Zoo von Amsterdam. Vor zwei Tagen ist der Eisbär munter in Amsterdam eingetroffen ist, gab der Zoo Amsterdam heute bekannt und stellte „Sprinter“ der Öffentlichkeit vor. Eigentlich sollte der zweijährige Sprinter in einigen Wochen direkt aus Rhenen nach Hannover ziehen – aber davon wollte seine Mutter „Freedom“ absolut nichts mehr hören. Bei den Eisbären hat die Paarungszeit begonnen und Mutter Freedom findet den ausgewachsenen Eisbären Victor sehr viel interessanter als ihren verspielten Sohn. Deutlich zeigte sie Sprinter, dass er jetzt bitte seine Sachen packen und eigene Wege gehen möge. Da das neue Gehege für Sprinter in Yukon Bay noch nicht fertig ist, Freedom aber unbedingt ihre Freiheit und zu Victor will, stellte der Zoo Amsterdam kurzfristig eine Unterbringung in seinem ehemaligen Eisbärengehege für Sprinter zur Verfügung. Der Zoo Amsterdam koordiniert dasEuropäische Erhaltungszuchtprogrammfür Eisbären und hat für den Zoo Hannover die beiden Eisbären-Brüder Arktos und Nanuq und jetzt “Sprinter” bestimmt. Gemeinsam werden die drei zweijährigen Bären die Meeresbucht in Yukon Bay erobern. Weibliche Verstärkung wird erwartet, wenn für die jungen Bären in etwa zwei Jahren die erste Paarungszeit beginnt. “Wir freuen uns riesig auf Sprinter!” so Zoodirektor Klaus-Michael Machens. “Sprinter ist ein schon stattlich großer, aber immer noch sehr verspielter Eisbär. Uns erwarten wunderschöne Bilder, wenn die drei Bären in Yukon Bay toben!” Sprinter und die Wiener Eisbären Arktos & Nanuq kommen nach Hannover, sobald das Gehege in Yukon Bay fertiggestellt ist. Ein genauer Termin steht aufgrund der unvorhersehbaren Wetterentwicklung noch nicht fest. Auf dem Foto ist Sprinter in seiner "Zwischenheimat" Amsterdam zu sehen (Artis Amsterdam) (18.02.2010, 12:53) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Vielleicht sind auch nicht alle Arten auf der Liste aufgeführt, da die Seelöwen, die definitiv zumindest vorerst mit nach Yukon Bay ziehen, ebenfalls auf der Liste fehlen. Ich nehme auch einmal an, dass es sich bei den Rothörnchen um eine nordamerikanische Art handeln wird, sonst würde man ja Eichhörnchen erwähnen. Das zukünftige Zuchtpaar dürfte immer noch hinter den Kulissen leben, da deren Anlage aufgrund der Witterung vermutlich noch nicht bezugsfertig ist. Zu Virginia-Uhu und Kanadakranich: Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es nicht ganz so einfach ist, diese Arten zu bekommen. Ich würde sie aber nicht endgültig abschreiben, nur weil sie auf der Liste fehlen. (18.02.2010, 12:31) | ||
| Ronny: | Rothörnchen müssen ja nicht unsere heimischen Eichhörnchen sein und Kanadische Rothörnchen (Tamiasciurus hudsonicus) sieht man auch nicht so häufig in Schauhaltungen. (18.02.2010, 09:41) | ||
| Niedersachse: | Könnte mir vorstellen, dass sowohl Kanadakraniche als auch Virginia-Uhus nicht so schnell zubekommen sind und man die Rothörnchen erstmal als Platzhalter verwendet. Wobei die ja lang nicht so ne große Voliere wie die Uhus benötigten. Also steht wohl immer noch nicht fest, ob man Waldbision bekommt. Das potenzielle Zuchtpaar der Timberwölfe dürften aber doch noch nicht in Yukon Bay sein. (18.02.2010, 09:17) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Neue Liste von den Tieren in Yukon Bay auf der Zoo-Website. Tierarten in Yukon Bay: - Timberwölfe (bereits in der Wolfsschlucht) - Karibus - Kegelobben - Seebären - Pinguine (derzeit auf der Robbenanlage) - Meerespelikane - Wildtruthühner - Präriehunde - Bisons - Eisbären (Arktos & Nanuq + Sprinter) - Schnee-Eulen - Rothörnchen Neu sind die Rothörnchen; die Virginia-Uhus fehlen plötzlich (sind die Hörnchen ein Ersatz? - werden in der für die Uhus geplanten Voliere gehalten - was meint ihr?) Seelöwen sind auch nicht aufgezeigt (sind denke ich aber sicher); die Kanadakraniche sind auch nicht erwähnt (17.02.2010, 22:33) | ||
| Liz Thieme: | Zu den beiden Wiener Eisbärenzwillingen wird ein dritter Eisbär für Yukon Bay erwartet. Hierbei handelt es sich um Sprinter, der aus dem Zoo Rhenen kommt. Bis das Gehege in der neuen Landschaft fertig gestellt ist, macht Sprinter Zwischenstation im Zoo von Amsterdam. Bei den Nördlichen Seebären handelt es sich um die 2jährigen Bruce, Roger, Donna, Diva, Kelly und Smilla. Sie kommen aus dem Ishewskij Zoopark. (12.02.2010, 21:03) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Weg hier! - eine Seebären-Attacke (auch hier noch einmal entschuldige ich mich für die schlechte Bildqualität! Der Schnee und die anfangende Dämmerung gaben meiner alten Kamera den Rest.) (31.01.2010, 13:27) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Portrait (31.01.2010, 13:24) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Seebären in Hannover: Oh ja - klein aber OHO! Die Seebären sind noch sehr jung und sehr Besucher unfreundlich :-) Mit Scheinattacken versuchen die Tiere die Besucher, teilweise lautstark mit (Verzeihung!) rülpsähnlich Rufen, zu vertreiben. Bei näherer Betrachtung, lies sich ein dominantes Tier erkennen, das gleichzeitig auch das massigste von Allen darstellt (ein Männchen?). Baustelle: Alles ist mit Planen überzogen. Häuschen neben der Robbenanlagen entsteht. Aber viel zu sehen ist nicht... Foto: Die Nicht-mehr-Walross/Seehund/Pelikan/Kegelrobben-Anlage ;-) mit den Nördlichen Seebären. Das Tier, welches den Kopf ins Wasser steckt ist das Dominante. (31.01.2010, 13:21) | ||
| Niedersachse: | Die 3 Kegelrobbendamen sind seit ca. 2 Wochen bei den Seelöwen. Geschlechterverhältnis und Herkunft weiß ich noch nicht. (28.01.2010, 21:15) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Oh super - auf geht zum Robbenrondell! 6 Tiere - woher?; 1,5? Wo sind nun die Kegelrobben? Sind sie schon mit den Seelöwen zusammen? (28.01.2010, 19:26) | ||
| Niedersachse: | Die sind nicht mehr in Quarantäne. Hab heute 6 Seebären im ehemaligen Walrossbecken gesehen. Sind noch recht kleine, aber recht aggressive Tiere (28.01.2010, 16:26) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Ich gehe mal davon aus, dass die Eröffnung im April oder Mai stattfinden wird, ein genaues Datum weiß ich aber nicht. Ich denke, dass sich die Eröffnung aufgrund des anhaltenden Winterwetters verzögern wird, da man im Augenblick ja nicht an den Außenanlagen weiterbauen kann. Die Stääle für Timberwölfe, Karibus und Bisons sind übrigens auch bereitsfertig, nur fehlen noch die Außenanlagen. Bei den Wölfen ist beispielsweise erst eine 3 Teilanlagen fertig, in der die Junggesellengruppe schon seit einiger Zeit lebt und sich offensichtlich wohlfühlt. Auch die Brücken zu den Anlagen für Bisons und Karibus waren bei der Zoofreundeführung am 3.1.2010 noch nicht fertig. Nördliche Seebären wird der Zoo nach Aussage des zoologischen Leiters Dr. Heiner Engel aber auf jeden Fall zeigen. Dieses sind allerdings noch in Quarantäne, wie hier bereits mehrmals gesagt wurde. Ob in Hannover oder noch im Herkunftsland, ich gehe mal von Kanada aus,weiß ich allerdings nicht. Möglicherweise ist auch die Quarantänestation und/oder der Robbenstall in Hannover im Bereich Yukon Bay bereits fertig. (28.01.2010, 14:41) | ||
| Henry Merker: | Dann habe ich mich wohl geirrt, was die Seebären betrifft! (27.01.2010, 22:54) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ursprünglich war die Eröffnung März 2010 eingeplant - ich schätze das es hoffentlich nur *etwas* später wird. Ich kann nicht sagen wie weit der Stall ist aber die Eisbärenaußenanlage ist noch nicht fertiggestellt. (27.01.2010, 22:12) | ||
| Jolantha Belik: | Für wann ist die Eröffnung nun geplant? Die Wiener Eisbären hätten demnächst nach Hannover gebracht werden sollen, nur wurde der Transport verschoben ... (27.01.2010, 21:47) | ||
| Niedersachse: | Stimmt sind wohl da, allerdings in Quarantäne. Also ist sicher, dass man welche bei der Eröffnung sehen wird. (27.01.2010, 17:54) | ||
| Wolfgang Eggerking: | ... ich dachte, die seebären wären schon da? (27.01.2010, 16:31) | ||
| Henry Merker: | Ich persönlich würde Waldbisons eindeutig vorziehen...weil sie doch eher zum Yukon passen würden und zudem auch seltener in Europa zu sehen sind. Was die Nördlichen Seebären betrifft: Ich drücke Hannover die Daumen, dass es mit der Art klappen wird...ist ja noch sehr unsicher. (27.01.2010, 14:58) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Schaut mal im Bautagebuch auf www.yukon-bay.de nach. Seit Dezember 2009 hatte sich kaum noch was getan - jetzt wurden die Beiträge "nachgeholt"! Interesant finde ich die Lok, und die Bilder der Wolfsanlage und des entstehenden Wasserrads sowie die Gelateria. (27.01.2010, 14:16) | ||
| Niedersachse: | Eventuell sollen das doch sogar Waldbisons werden. (19.01.2010, 20:47) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Apropos Durchzählen - hier die aktuelle Bestandsliste für Yukon Bay: - Westlicher Timberwolf - Östliches Waldkaribu - Wildtruthuhn - Schwarzschwanz-Präriehund - Kanadakranich - Präriebison - Virginia-Uhu - Kalifornischer Seelöwe - Nördlicher Seebär - Ostsee-Kegelrobbe - Brillenpinguin - Schnee-Eule - Eisbär - Chile-Meerespelikan (wenn diese nun bei den Pinguinen einziehen) vielleicht + die Aquariumsbewohner und ... ;-) (19.01.2010, 20:39) | ||
| Oliver Jahn: | Ich bin immer wieder sehr erstaunt, wenn ich sehe, was für Tierarten der sogenannte "Spaßzoo" ins Land holt. Wenn ich nur einmal so ganz grob durchzähle, dann spielt im Bezug auf "Raritäten" Hannover wirklich in der ersten Liga, für mich der Beweis, dass Erlebniszoo nicht zwangsläufig 08/15-Tierbestand bedeutet. (19.01.2010, 20:25) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | XD ... und ich die Felsenpinguine! ;) (19.01.2010, 19:59) | ||
| Michael Mettler: | @Wolfgang Eggerking: Dafür finden wir bestimmt einen Termin ;-) Ich tippe darauf, dass die Kraniche bei den Bisons einziehen werden. Jetzt hätte ich gern noch eine seltene Kanadagans-Unterart für Yukon Bay... (19.01.2010, 19:28) | ||
| Sven P. Peter: | Die Pelikane kommen wohl bei den Pinguinen unter. (19.01.2010, 19:04) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Das sind großartige Nachrichten! Weiß man wie viele Seebären auf Yukon Bay warten? Sind Karibus und Kanadakraniche schon eingetroffen? Ich gehe mal davon aus, dass es ein Kranichpaar ist ... sollen wohl später zu den Karibus. Also sollen die Chilenen in ein anderen Zoo umziehen? > Sind die Kraniche der "Ersatz" im Besatz? Oder ein Graben einer Südamerikaanlage wird geflutet! ;) (19.01.2010, 18:54) | ||
| BjörnN: | Es wurde lt. Zoofreundeforum bei einer Führung der Zoofreunde Hannover Anfang Januar bekanntgegeben, dass Nördliche Seebären in Quarantäne sitzen. Außerdem wurden 3 zusätzliche weibliche Karibus angeschafft, abenso wie Kanadakraniche... Die Meerespelikane werden nicht auf die Robbenanlage einziehen, da man Angst um die Vögel hat. Es soll ein anderer Platz für die Vögel gefunden werden. (19.01.2010, 17:45) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Habs auch gelesen ... schon 2009!? Währe super!!! - Hoffentlich ist es kein Irrtum! Wer nicht weiß um was es geht - laut zootierliste.de sind hat der Zoo Nördliche Seebären in Quarantäne... (19.01.2010, 17:22) | ||
| Wolfgang Eggerking: | @MM: Wenn sich die Zootierliste nicht irrt freue ich mich auf eine baldige gemeinsame Aktion in Hannover zwecks Vernichtung einer Flasche Sekt!!!! (19.01.2010, 16:28) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Detail: Felsenhöhle der Eisbären im Schnee (20.12.2009, 21:11) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | der verdeckte Blick auf Yukon Bay... (20.12.2009, 21:09) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Trail-Detail: man merkt wie Alaska/Kanada näher kommt! (20.12.2009, 21:07) | ||
| Mel: | Auf jeden Fall sieht dein foto des Yukon Bay Ausschnittes bei diesem Wetter schon sehr realistisch aus, und vermittelt einem schon sehr das von Dir erwähnte Alaskafeeling. (20.12.2009, 21:07) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Heute bei wetterlichem Alaskafeeling in Hannover konnte man den Yukon Trail (Foto) und den Kaffee im Visitor Center umso mehr geniessen. In der besagten Blockhütte hängen nun übrigens alte Bilder von 'Menschen am Yukon' aufgehängt. Nun zur Baustelle: - Die Felsenarbeiten im Eisbärgehege sind, so meine ich, größtenteils fertiggestellt bzw. im vollen Gang. Mit einer Reckbewegung konnte man auch schon eine Felsenhöhle erspähen. - Endlich wird das Dach des Eingangsgebäudes erbaut. Alles in Allem ist aber kein guter blick auf die Baustelle möglich! Schade. (20.12.2009, 21:03) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Es sind 7,8 Tiere, die, wenn ich mich recht erinnere, aus Thüle gekommen sind. (08.12.2009, 23:53) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Auf zootierliste.de habe ich gelesen, dass die Präriehunde, noch hinter den Kulissen, in Hannover angekommen sind! Weiß jemand woher diese Tiere kommen und wie groß die Gruppe ist? (08.12.2009, 21:04) | ||
| Michael Mettler: | Der Betonklotz mit den beiden Öffnungen dürfte das Gehäuse der Wellenanlage sein. (06.12.2009, 22:40) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hier habe ich (noch) ein Artikel über Yukon Bay: http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/lokales/niedersachsen/kanada-kommt-hannover-548588.html Interessant ist die erneute Erwähnung von Seebären und Felsenpinguinen... Aktuell ist der Bericht, da z.B. die Uhus erwähnt werden (dabei haben sie glatt die Schneeeulen vergessen) und ein neues Bild der Baustelle gezeigt wird (siehe auch Anhang). Auch die Frage wie die Abgrenzung zwischen Karibus und Timber-Wölfen ist hiermit beantwortet – hoffentlich ist der Trockengraben auch breit genug für hannovers Wildputen! Diese sind immer noch in der Freiflugvoliere vergesellschaftet. Auch, ein leider sehr kleines, Bild von den Wölfen in ihrer Schlucht sieht einfach Klasse aus! Was mir beim letzten Besuch aufgefallen ist, dass neben der Eisbärenanlage bei der künftigen Goldwäsche ein kleines Gebäude? Gebaut wird. Der „Betonkomplex“ auf dem Artikelbild neben Kran/Schiff wird mittlerweile auch als Felsen getarnt – weiß jemand was dieser darstellen soll (vor allem wegen der beiden Lüken?)? (06.12.2009, 21:41) | ||
| Michael Mettler: | Wenn die Gehegegrenze zwischen Karibus und Wölfen in natura tatsächlich so aussehen wird wie auf den Entwürfen, wäre sie wohl nur für beidseitig BEINamputierte Puten unüberwindbar... (18.11.2009, 19:07) | ||
| Markus R.: | Tja, früher hätte man dergleichen Probleme nicht gehabt, da hätte man einfach kupert... (18.11.2009, 18:28) | ||
| Jennifer Weilguni: | Und wie die Wölfe da erst gespannt sind :-))))) (17.11.2009, 08:06) | ||
| Michael Mettler: | Darauf bin ich auch schon gespannt... (16.11.2009, 22:14) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Zu den Truthühnern: könnten die nicht mit leichtigkeit zu den Wölfen rüberflattern? (16.11.2009, 20:01) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | oh .bmp kann nicht eingefügt werden... also hier das Bild! ;) (15.11.2009, 20:44) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Foto: Da der rohbau des Schiffes volendet wurde, hier noch einmal ein 3D-Modell. Auch zu erkennen ist der Pinguin-Tunnel. (15.11.2009, 20:41) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Tagesbericht: Leider kann man, wie schon erwähnt, wegen der fehlenden Ausschichtsplattform sich schlecht ein Überblick der Baustelle machen kann. Das Touristeniformationszentrum ist geschlossen. Am Eisbärengehege wurden nicht nur neue Wände aufstellt sondern auch erste Felsenverkleidungen unternommen (Foto). Viel mehr konnte ich nicht erkennen... (14.11.2009, 17:16) | ||
| Klaus Schüling: | Der Allwetterzoo hat in den 90ern mindestens einmal Kegelrobben-Nachwuchs in den Niederlanden ausgewildert (bzw. auswildern lassen). Das Tier war nicht auffällig markiert und trug keinen Sender. (14.11.2009, 00:48) | ||
| Michael Mettler: | Immer wieder erstaunlich, wie Bestandsschätzungen schwanken. Die Zahl von 5.500 Ostsee-Kegelrobben fand ich in einem Beitrag zweier Wissenschaftler des Meeresmuseums Stralsund. Eben stieß ich dann in Wikipedia noch auf eine aus Schweden stammende Bestandsschätzung von 22.000 Tieren im Jahr 2005... Wenigstens sind sich beide darin einig, dass die Bestände fast ausschließlich in der nördlichen und östlichen Ostsee zu finden sind, während im westlichen und südlichen Bereich, wo die Art zum Schutz der Fischereiinteressen vor Jahrzehnten praktisch ausgerottet wurde, nur wenige Tiere (und diese auch wohl nicht dauerhaft) leben. (14.11.2009, 00:15) | ||
| Michael Mettler: | Habe in Sachen Kegelrobben mal gegoogelt, und da wird die Sache schon recht interessant: Die beiden zuerst eingetroffenen Weibchen stammen ja aus dem Lithuanian Sea Museum in Klaipeda. Dort werden Kegelrobben der Ostsee-Unterart (Halichoerus grypus balticus)sowohl seit vielen Jahren gezüchtet als auch Fundtiere aufgezogen. Einige Nachzuchten wurden an nicht näher genannte Zoos in Tschechien, Polen und Deutschland abgegeben, mit den übrigen wurde und wird ein Wiederansiedlungsprojekt gestützt. Die Universität von Danzig unterhält in der Hel Marine Station eine Zucht- und Forschungsstation für Ostsee-Kegelrobben, ebenfalls vor dem Hintergrund eines Wiederansiedlungsprogramms. Im Zoo Warschau wird das ESB für die Kegelrobbe geführt. Und für die deutsche Ostseeküste ist ein Wiederansiedlungsprogramm zumindest vorgeschlagen worden (Meeresmuseum Stralsund). Möglich also, dass die hannoversche Gruppe komplett aus Ostsee-Kegelrobben zusammengestellt wurde (deren Freilandbestand auf gerade mal 5.500 Exemplare geschätzt wird), um eventuell später eines der Ansiedlungsprogramme mit Jungtieren zu unterstützen...? (13.11.2009, 23:56) | ||
| Markus R.: | @ Michael Mettler: Zumindest Warschau züchtet meines Wissens... (13.11.2009, 23:04) | ||
| Sacha: | @MM: Ein oder sogar mehrere Exemplare aus der Rehastation, die (wieder) ausgesetzt wurden, sollen - immer vorausgesetzt, ich habe das richtig in Erinnerung - aus der Gefangenschaft stammen. Ob zoogeboren, weiss ich nicht. Die Frage, ob zoogeborene Seehunde nicht auch in der Natur angesiedelt werden können, klären wir besser in einem anderen Thread. Uebrigens (@Holger Wientjes) gibt es u. a. auch in Frankreich Zoos, die Kegelrobben halten (wie Marineland Antibes) bzw. hielten (Zoo de Vincennes Paris). Ebenso in den USA und Kanada. Ueber den Tellerrand geschaut, bestünden durchaus Möglichkeiten/Kapazitäten für eine koordinierte Zucht bzw. Junggesellenhaltung. (13.11.2009, 13:41) | ||
| Michael Mettler: | @Holger: Meiner Erinnerung nach wurde die Übertragung von "Zookrankheiten" in die Wildbahn befürchtet. Aber mehr als Googeln könnte ich jetzt danach auch nicht, denn ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das gelesen habe - eventuell in Bezug auf den aus dem Tierpark Nordhorn entkommenen Seehund...? @Sacha: Die Info betraf zoogeborene Robben, keine Reha-Tiere. Wenn Nachzucht-Kegelrobben nicht vermittelbar sind, frage ich mich, was aus den drei anderen nach Hannover gekommenen Jungtieren andernfalls geworden wäre. Die Tiere sind unterschiedlich alt, so dass nicht alle "auf Bestellung" (und mit dem Risiko des "falschen" Geschlechts) gezüchtet worden sein dürften, noch dazu in drei verschiedenen Haltungen. Oder fungieren die Zoos in Warschau und Danzig auch als Auffangstationen für Heuler? (13.11.2009, 12:42) | ||
| Sacha: | Hat nicht eine holländische Reha-Station vor einiger Zeit Seehunde ausgewildert? (und lief ein Beitrag darüber nicht sogar im deutschen TV?) (13.11.2009, 12:17) | ||
| Holger Wientjes: | Ich denke auch ´mal, dass in den Aufzuchtstationen die räumlichen und personellen Kapazitäten mit den "natürlichen" Heulern schon ausreichend in Anspruch genommen werden. @Michael M.: Weisst Du warum man sie nicht auswildern darf ? Mögliche Krankheiten könnte man ja im Vorfeld ausschliessen. (13.11.2009, 10:25) | ||
| Michael Mettler: | Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass Zoo-Seehunde nicht ausgewildert werden dürfen; das wird dann wohl auch für Kegelrobben gelten. Übrigens stammt eines der zuerst nach Hannover gekommenen Weibchen m.W. aus einer Heulerstation. (13.11.2009, 09:36) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Zur Kegelrobben-Zucht: Könnte man Jungtiere nicht an die Seehund-Aufzuchtstationen übergeben? Die haben doch sowieso ab und zu ein paar Kegelrobben mit dabei. (13.11.2009, 02:20) | ||
| Michael Mettler: | Felsenpinguine leben zwar nicht in Südafrika, aber u.a. auf einigen subpolaren Inseln zwischen Südafrika und der Antarktis. Und damit sind sie Brillenpinguinen deutlich "näher" als es sich z.B. Kegelrobben und Kalifornische Seelöwen sind. Eine Klimakammer könnte ich mir hinter den Kulissen durchaus im Robben-Nebengebäude vorstellen - antizyklisch genutzt zur Überwinterung der Chilepelikane. (12.11.2009, 21:37) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Das mit der Piguingeschichte: ein Tiertransport für ... Felsenpinguine brauchen ein Kältekammer? sicher? mal schaueb... (12.11.2009, 20:08) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Ich denke auch, dass Hannover versuchen wird, mit den Kegelrobben zu züchten, sonst wäre die Anschaffung eines Bullen in der Tat sinnlos gewesen. Allerdings wird es bis zur ersten Zucht noch einige Jahre dauern, da der Bulle ja noch nicht einmal 1 Jahr alt ist und die Weibchen auch noch nicht älter als 1 bzw. knapp 2 Jahre sind. Zu den Walrossen: Bisher sind in Hannover keine Walrosse geplant, aber man sollte hinsichtlich Yukon Bay niemals nie sagen, da ja die Schnee-Eulen und Virginia-Uhus ursprünglich auch nicht geplant waren. Vielleicht wird es in einigen Jahren wirklich wieder Walrosse in Hannover geben, wenn es Hagenbeck und anderen Zoos gelingen sollte, einige Tiere zu importieren und vielleicht sogar zu züchten. Allerdings wird man in Hannover erst einmal Erfahrungen in der Gemeinschaftshaltung von verschiedenen Robbenarten in der neuen Anlage in Yukon Bay sammeln wollen. Da ist es natürlich sinnvoll, mit weniger wertvollen und relativ leicht erhältlichen Robbenarten wie Seelöwen und Kegelrobben Erfahrungen zu sammeln und den Bestand bei Haltungserfolgen und Importmöglichkeiten mit selteneren und empfindlicheren Arten zu ergänzen oder den relativ "gewöhnlichen" Anfangsbestand (Kalifornischer Seelöwe, Kegelrobbe) durch seltene Arten wie Walroß und Nördlicher Seebär sogar ganz zu ersetzen. Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass es in Hannover die in einigen Meldungen erwähnten Felsenpinguine geben wird, da dieses mit der Geschichte um das Boot und den Pinguintransport aus Südafrika nicht übereinstimmen würde (Felsenpinguine leben auf den südamerikanischen Falklandinseln und nicht in Südafrika)und man dann auch eine Kältekammer für diese wärmeempfindliche Art benötigen würde, die zumindest im Augenblick nicht geplant ist. Auch dürfte die geplante Pinguinanlage von 212 qm Fläche für 2 größere Zuchtgruppen von Pinguinen zu klein sein, aber vielleicht überrascht uns Hannover ja auch in dieser Hinsicht noch. Die Robbenanlage wird laut Planung übrigens eine Fläche von 1013 qm und die in zwei Anlagen unterteilbare Eisbärenanlage eine Fläche von 2604 qm haben. Die Präriehunde müssen sich mit 120 qm zufrieden geben, die Bisons werden laut Plan 1358 qm, die Karibus 1252 qm und die Wölfe 1365 qm Fläche erhalten. Die geplanten Gehegegrößen für die beiden Eulenarten kenne ich nicht, da diese Arten neu in das Konzept aufgenommen wurden. (12.11.2009, 19:43) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | die Felsenpinguine werden (so glaube ich), wenn sie gehalten werden sollten, erst später dazu kommen. oder weiß jemand mehr... zu den Truthühnern: könnten die nicht mit leichtigkeit zu den Wölfen rüberflattern? P.S. man kann sagen Yukon bay ist im Artenrausch (Zukunft: Walrösser, Kanadagänse und Co. währen noch denkbar! ;) ) (12.11.2009, 19:30) | ||
| Michael Mettler: | Auf dem einzigen Foto, das ich bisher vom Stallgebäude der Robben gesehen habe, fiel mir jedenfalls sofort eine sehr große Schieberöffnung (?) ins Auge, die für die drei aktuell genannten Arten m.E. völlig überdimensioniert wäre... Na, man weiß ja nie, was die Zukunft so bringt. Von einem offenen Absperrbecken habe ich übrigens auf den Plänen nichts erkennen können, dafür wird es aber neben dem Stallgebäude noch ein eigenes Nebengebäude mit Innenbecken geben, das wahrscheinlich multifunktional gedacht ist (Quarantäne/Absperrung/Aufzucht). @Niedersachse: Kann man auch andersrum sehen mit dem Kegelrobbenbullen. Wenn die Art als "Joker" gedacht ist, falls ein Seebärenimport nicht klappt, hätte man wenigstens ein (nach dem heranwachsen) imposantes Schautier, da ja der Seelöwenbulle fehlt. Und den Kegelrobbenbullen ohne Artgenossen zu halten, wäre nicht das Wahre. Insgesamt möchte ich mal darauf hinweisen, dass sich der Artenbestand in Yukon Bay seit der Anfangsplanung ganz nett entwickelt hat. Lassen wir eventuelle Aquarientiere in der "Unterwasserwelt" mal beiseite, umfasste die im Modell und in der veröffentlichten Ursprungsplanung dargestellte Fauna gerade mal 7 Tierarten, und da waren die Ponys der Reitbahn schon eingerechnet. Diese sind ebenso wie die Polarfüchse aus dem Konzept ausgeschieden (wobei ich bei den Füchsen noch immer nicht richtig ans endgültige Aus glaube), blieben Eisbär, Seebär, Brillenpinguin, Karibu und Wolf. Zusammen mit den schon dazugeholten, fest eingeplanten oder doch noch aus dem Altbestand behaltenen Arten sind wir jetzt bei 14 Arten, also der doppelten Menge angelangt: Zusätzlich Bison, Präriehund, Seelöwe, Kegelrobbe, Wildpute, Meerespelikan, Felsenpinguin, Schnee-Eule, Virginia-Uhu. Und die Baumaßnahmen laufen ja noch eine Weile ;-) (12.11.2009, 19:17) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ich glaube auch an eine zucht von Kegelrobben (später paralell zur sehr warscheinlichen Seebärenzucht). Auch die These zum Ablösen der Seelöwen klingt einleuchtend... Wenn, wie Gudrun Bardowick erwähnt hatte, mehrer Abbsperbereiche vorhanden sind und Hagenbeck ein(e) Walrosszucht/import plant währe doch auch für Hannover ein Haltung denkbar! Ich würde es mir sehr wünschen. Was meint die Runde dazu? (12.11.2009, 18:34) | ||
| Niedersachse: | Ich bin mir ziemlich sicher, dass man züchten wird mit den Kegelrobben. Frage ist nur wie oft. Ansonsten hätte man sich gar nicht bemüht einen Bullen zuholen. Wenn man eh nicht züchten will, hätte man es sicherlich wie bei den Seelöwen oder den Flusspferden gemacht und ne reine Weibchen Gruppe geholt. (12.11.2009, 17:00) | ||
| Thomas Schröder: | @ markus r.: die kegelrobbenzucht wünschen sich vielleicht zoofans - der zoo hannover wird sich sicherlich keine zucht wünschen, da es so gut wie aussichtslos wäre, die jungtiere gescheit unterzubringen. nicht umsonst hat münster damals mit dem training für kegelrobben begonnen (gegen die unkenrufe anderer, die meinten, dass die kegel eh nichts lernen würden...), da die zucht (und somit die natürliche beschäftigung) verhindert werden musste und muss. (12.11.2009, 14:46) | ||
| Michael Mettler: | @Markus R.: In der Kombi Nördlicher Seebär/Kegelrobbe hätte die Ohrenrobbe keinen Größen- bzw. Kraftvorteil. Die Bullen beider Arten nehmen sich nichts, weibliche Kegelrobben bringen erheblich mehr Masse auf die Waage als weibliche Nördliche Seebären. Ich vermute, dass die Kalifornischen Seelöwinnen vorerst den Anlagenbesatz aufstocken sollen, da man bestimmt nicht gleich eine ganze Herde Seebären importieren will. Letztlich müssen ja mit dieser Art Erfahrungen gesammelt werden. Einer durch Zuchterfolge und/oder Folgeimporte wachsenden, trainierten Gruppe würden dann vermutlich eines Tages die Seelöwinnen weichen. Mit den gut trainierten Seelöwen und den im Training befindlichen Kegelrobben sind die Besuchererwartungen zudem vorerst erfüllt, so dass die Eingewöhnung von Seebären auch ohne Show-Zwecke in aller Ruhe ablaufen könnte. (12.11.2009, 09:40) | ||
| Markus R.: | Ich fürchte eine derartige Vergesellschaftung von Hunds- und Ohrenrobben könnte durchaus problematisch sein. Denn auch wenn diese beiden Familien in mehreren Zoos vergesellschaftet werden, hat dies doch meist zur Folge, dass die Hundsrobben (so lange es nicht die ganz großen à la Walross sind) von den körperlich überlegenenen Ohrenrobben dominiert werden. Dies hat z.B. zur Folge, dass Hundsrobben in Gesellschaft von Ohrenrobben so gut wie gar nicht züchten. Bei einer so selten gehaltenen Form wie den Kegelrobben wären Zuchterfolge aber durchaus zu wünschen. Doch mit derart massigen Mitbewohnern wie den nördlichen Seebären dürfte daran wohl leider kaum zu denken sein. (12.11.2009, 08:47) | ||
| Gudrun Bardowicks: | @ Gerrit Wehrenberg: Soweit ich weiß sind die Meerespelikane nur vorübergehend an den Sambesi gezogen, wo ich sie allerdings bisher noch nicht in der Außenanlage gesehen habe. Sie sollen wohl weiterhin mit den Robben in Yukon Bay vergesellschaftet werden. Ich bin auch gespannt, ob diese Gemeinschaftshaltung funktionieren wird. Allerdings gibt es bereits einige Zoos wie beispielsweise Bochum, in denen Robben (in Bochum Seehunde) seit Jahrzehnten erfolgreich zusammen mit Wasservögeln, in der Regel Pinguinen, gehalten werden. Es könnte also klappen. Zu den Robben: Ich kann mir gut vorstellen, dass Hannover seine letzten Seelöwen, die vermutlich in anderen Zoos begehrt sind, da es sich bei ihnen um junge und zuchtfähige Weibchen handelt, abgeben wird, wenn es wirklich gelingen sollte, Nördliche Seebären für Yukon Bay zu bekommen, was ich nicht ausschließen will. dann würden dort nur noch Kegelrobben und Seebären leben. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass man alle 3 Arten zusammen halten kann, da es in Hannover und anderen Zoos in der Vergangenheit gelegentlich vorkam, dass 3 oder sogar mehr Robbenarten gemeinsam auf einer Anlage gehalten wurden. Ich denke nur an die aktuelle Gemeinschaftshaltung von Seelöwen und Südamerikanischen Seebären in Dortmund, an die frühere Gemeinschaftshaltung von Seelöwen und Südafrikanischen Seebären im Berliner Zoo oder an die frühere Gemeinschaftshaltung von Seehunden, Walrossen und Südamerikanischen Seebären in Hagenbecks Tierpark. Weshalb sollte so etwas in Hannover nicht auch funktionieren. Soweit ich weiß wird es dort für die Robben nur dass Großbecken im Schaubereich und 1 oder mehrere Absperrbecken hinter den Kulissen geben. (12.11.2009, 00:46) | ||
| Michael Mettler: | Der Seelöwenbulle wurde nach Dortmund abgegeben. (11.11.2009, 23:03) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Was ist eigentlich mit dem ehemaligen Seelöwenbullen passiert(abgegeben/verstorben)? Steht die Vergesellschaftung mit den Meerespelikanen/Robben noch? Oder sind diese schon am Sambesi bei den Rosapelikanen und bleiben vorerst dort? (11.11.2009, 21:59) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit Wehrenberg: Das fragen wir uns wohl alle :-) Robben verschiedener Arten zu vergesellschaften war früher in Zoos nicht so ungewöhnlich, und durch den Verzicht auf einen männlichen Seelöwen wäre eine potenzielle Streitquelle in dieser Hinsicht umschifft. (11.11.2009, 21:22) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Das wäre eine noch interessantere Lösung! Kommen dann also Seebären, Seelöwen, Kegelrobben und Pelikane auf eine Anlage? - geht das denn gut? (11.11.2009, 19:08) | ||
| Michael Mettler: | @Wolfgang Eggerking: Habe ich nicht vergessen ;-) @Gerrit Wehrenberg: Meines Wissens waren ursprünglich Seebären und (weibliche) Seelöwen gemeinsam für Yukon Bay geplant, nicht nacheinander. Die Kegelrobben wurden erst in jüngerer Zeit dazugeplant. (11.11.2009, 18:42) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Wenn alle Robbenarten gehalten werden sollten, dann in diesem einen Becken welches in Yukon Bay geplant ist. Seebären und kalifor. Seelöwen sollten sich bisher, zugunsten der arktischen Art ablösen. Im gleichen Artikel wie von MM wurden, wieder seit Jahren, Felsenpinguine neben den, auf jedenfall sicheren, Brillenpinguinen erwähnt! Vielleicht ist, zumindest langfristig gesehen, eine Chance für eine zweite Pinguinart denkbar. (11.11.2009, 17:37) | ||
| Wolfgang Eggerking: | Wieviele Robbenbecken sind denn geplant, oder sollen ggf. alle Arten gemeinsam ein Becken besiedeln? @MM: der Sekt in meinem Kühlschrank harrt noch seiner Vernichtung, falls wirlich Callorhinus eintrudelt! (11.11.2009, 17:25) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: Die NEUE PRESSE. (11.11.2009, 15:42) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Michael Mettler: Welche Zeitung war denn das? (11.11.2009, 15:22) | ||
| Michael Mettler: | Der "Wasserturm" für die Schnee-Eulen soll sich im Umfeld der "Goldwaschanlage" neben der Eisbärenanlage befinden; also irgendwo zwischen Eisbären und Blockhaus. Die Virginia-Uhus sollen dagegen in der Nachbarschaft der Bisons untergebracht werden. In einem heutigen Zeitungsartikel ist übrigens gleich zweimal von Seebären die Rede, davon einmal in der Formulierung "Seebären, kalifornische Seelöwen und Kegelrobben" - die Art ist also noch nicht "vom Tisch". (11.11.2009, 15:10) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | der Rohbau ist abgeschlossen, die Yukon Queen. Nochmal zu den Präriehunden: mich verwundert die Häuserzeile - ist die Anlage immer noch hinter der Tribühne? Demnach müsste es diese Häuser hinter der Tribühne geben... (11.11.2009, 13:59) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | erste Bilder von den Timberwölfen am Yukon! (11.11.2009, 13:56) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | hier die Schneeeulenvoliere in Form des "Eulenturms". Ich vermute sie bei den Eisbären am Spielplatz(?) ach ja die Quelle: http://www.zoohannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_24589.html (11.11.2009, 13:55) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Yukon Bay wächst - bautechnisch aber auch hinsichtlich der Arten. Schneeeulen und Virginia-Uhus(!) kommen in die Alaska-Kanada-Landschaft. Es gibt auch neues von den Präriehunden neues, eine detailierte Skizze der Anlage (Bild liegt bei). (11.11.2009, 13:53) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ich habe mal die Adresse eines interessantem Dokuments beigelegt: http://www.hannover.de/data/download/RH/DS/2007/40/439-07.pdf Dazu (Seite 9): Man kann über? das Präriehundgehege gehen! Auf dem Plan sieht es aus als käme man durch das kleine Häuschen direkt am Robbenbecken in das Schiff und nicht durch das größere Gebäude neben dem Marktplatz(?). Vielleicht handelt es sich auch nur um ein Ein- und Ausgang. Also zwei Zugänge. In dem "Slalom" im Gebäude (auf dem Weg in die Yukon Queen?) sieht man ein etwas stärkeres umrandetes Rechteck - das Aquarium? Was ist den hinter der Robbenshowtribühne? Und die nach unten offenen Kästen südlich des (U-Stations-)Gebäudes - was soll das sein? Ich muss sagen, dass dieser Plan etwas älter ist, denn der Yukon Trail (im Text noch Alaska-Trail) wurde auch etwas verändert (ich habe auch schon einen neueren Übersichtsplan). Einige angesprochenen Themen müssten auch nach dem neuen Plan noch in Bau/Planung sein. An dieser Stelle könnte man auch die Aktualität besprächen. (28.10.2009, 18:58) | ||
| Michael Mettler: | Ich meine, etwas von Sichtscheiben auch im momentan noch offenen Schiffsbug gehört zu haben. Da vom Kranausleger aus Schaufütterungen stattfinden sollen und der Ausleger nicht schwenkbar ist, wäre die Perspektive aus dem Bug heraus eigentlich sogar die wichtigere. (26.10.2009, 16:43) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ich meinte: Das hieße, dass man in beide EisbärenBECKEN unter Wasser schauen könnte. (26.10.2009, 16:35) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | In der Computeranimation sind nur an den Seiten des Schiffs Fenster ins Eisbärbecken zu sehen. Ich habe aber ein Bild (im Jambo! Sommerausgabe 2010), auf dem ein Modell zu erkennen ist, in dem auch am Schiffsbug Scheiben sind. Das hieße, dass man in beide Eisbären unter Wasser schauen könnte. Noch kann man auf der Baustelle auch nichts sehen. Weiß jemand wie es letztendlich realisiert wird? (26.10.2009, 16:23) | ||
| Niedersachse: | Montag letzte Woche wurde damit begonnen. Inzwischen ist die Stahlkonstruktion fertig. (23.10.2009, 17:53) | ||
| Michael Mettler: | Wenn es Leichtbauweise ist, spielt Zeit keine große Rolle. Circustribünen stehen innerhalb weniger Stunden... (23.10.2009, 17:38) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Showtime! 'Mit einem Mobilkran wird die Stahlkonstruktion der Tribüne vor dem Robbenbecken zusammen gebaut. Die Seiten der Tribüne werden später als Häuserfassade und Lagerhalle verkleidet, so dass sie sich in die Anmutung der Hafenzeile einfügen.' aus dem Bautagebuch von Yukon Bay. Wurde relativ spät angefangen zu bauen - scheint wohl schnell fertig zu werden (von Ikea?). :-) (23.10.2009, 17:12) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ein paar Ideen zu Südamerika in Hannover gab es übrigens im Thread 'Zoo Hannover' ab dem 29.09.2009. (22.10.2009, 21:43) | ||
| Niedersachse: | Das irgendwann mal Flachlandtapire zurückkehren würde ich nicht ausschließen. Irgendwann schreien nämlich die beiden Südamerika-Anlagen auch noch nach ner Neugestaltung und ein wenig Freiflächen sind da in der Ecke ja auch noch vorhanden. (22.10.2009, 21:34) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Niedersachse: zu den Felesenpinguinen - mir liegt noch ein Zeitungsartikel vor (von grauer Vorzeit), indem, damals noch die alte Planung von Yukon Bay vorgestellt wurde. Neben den 15 Brillenpinguinen sollten 15 "Felsis" kommen. Weitere nicht mehr im neuen Plan vorkommende Teile: Pony-Reit-Anlage (heute: Bisons); Mammut-Ausgrabungsstätte (heute: Goldwasch-Spielplatz) und eine Polarfuchshaltung (heute: Tourist-Informations-Center). Des weiteren war geplant, dass Flachlandtapire und Seychellen-Schildkröten in den Zoo zurückkehren. Dafür kommen jetzt Bisons wieder! @Michael Mettler: Doch, ein Wasserbereich gibt es wieder bei den Bisons, direkt an dem südlichen Besucherbereich der Anlage. Wer weiß... (22.10.2009, 19:53) | ||
| Michael Mettler: | Die Aussage, man wolle sich in den kleinen Kreis der Waldbisonhalter einreihen, soll bei einer offiziellen Führung gemacht worden sein; habe ich von einem der Teilnehmer erfahren. Beim Bau des Minentunnels unter der Karibu-Anlage, durch den die Besucher Yukon Bay betreten werden, hieß es im Presseartikel, die Decke müsse stabil genug sein, um einer Bisonherde standzuhalten - wozu, wenn das Gehege ausschließlich für viel leichtere Karibus gedacht ist? Zumindest die Option wäre gegeben. @Gerrit Wehrenberg: Ja, es waren Singschwäne - aber wenn ich den Plan richtig in Erinnerung habe, wird es im Bereich der Bisons, Karibus und Präriehunde keinen Teich o.Ä. geben. (22.10.2009, 19:20) | ||
| Niedersachse: | Von Felsenpinguine habe ich nie etwas gehört. Bisons sind sicher, obs jetzt Wald- oder Präriebisons sind müssen wir wohl noch einfach mal abwarten. Die Bisons und Karibus können meine ich nicht vergesellschaftet werden, aus Anlagengründen. Ich würde es bei den wenigen Karibus die es in Europa gibt auch nicht ausprobieren. (22.10.2009, 18:13) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Angedacht ist bei der Bisonhaltung viel: mögliche Gemeinschaftshaltung mit Karibus sowie die Waldbisons. Da kann anscheinend noch viel passieren - Vielleicht auch beim Thema "Moschusochse" ... Eine Zeit lang gab es im Wassergraben der alten Bisonanlage (ich glaube es waren) Singschwäne - währe eine vergleichbare Haltung auch in Yukon Bay denkbar: auch andere Gänse o. Schwanarten (Kanadagänse, ...) @Michael Mettler Die Eisbären könnnen auf jeden Fall die Pinguine sehen (ich glaube die Robben auch). Die Beobachtungsbereiche von Eisbär- und Robbenanlage sind nur mit dem "Pinguin-Glas-Tunnel" verbunden. Also müssten Robben/Eisbären an den Besuchern vorbei durch diesen Tunnel luken.:-) Apropos Pinguine: es war ursprünglich eine Haltung von Felsenpinguinen zusammen mit den Brillenpinguinen geplant. Warum wurde dies beigelegt? Wegen einer Veränderung der Pinguinanlage? Währe, langfristig gesehen, doch eine solche oder ähnliche "Andere-Pinguinart-Haltung" denkbar? (22.10.2009, 17:16) | ||
| Sacha: | Ist das mit den WALDbisons denn sicher? Wäre tatsächlich "nicht schlecht":) Ja, die Aufgabe der Haltung in München schmerzt mich jetzt noch. Das hätte man auch anders lösen können. (22.10.2009, 15:00) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Von Moschusochsen träume ich schon, seit die ursprünglich geplante Ponyreitbahn "gestorben" und durch ein geplantes Bisongehege ersetzt worden war... Aber die angedachte Umstellung auf Waldbisons ist ja auch nicht schlecht. Hätte der Zoo Moschusochsen haben wollen, hätte er ja auch die (geografisch passenden) Tiere aus der jüngst beendeten Münchener Haltung übernehmen können. (22.10.2009, 14:39) | ||
| Sacha: | Mal so ne Idee: In Yukon Bay sollen doch gemäss (letztem?) Plan auch die Bisons wieder unterkommen. Wären da Moschusochsen nicht die bessere Wahl? Und wenn Köln tatsächlich deren Haltung beenden will, dann wäre doch Hannover der geeignete Abnehmer (auch wenn es sich um die "falsche" Unterart handeln würde). (22.10.2009, 14:21) | ||
| Niedersachse: | Anfang dieser Woche wurde das Baufeld vergrößert. Die Fläche auf die der Yukon Vie stand und die Imbisstische wurde mit Bauzaun zum Weg hin abgesperrt. Man kann sonst nicht planmäßig weiterbauen. Eventuell wird der Yukon View wieder aufgebaut wenn man Platz findet. Am Dienstag sollten eigentlich die Wölfe umziehen in ihre neue Anlage, allerdings waren sie abends zusehen. (22.10.2009, 13:41) | ||
| Michael Mettler: | Vielleicht "kleben" dann ja auch die Robben an der Unterwasserscheibe und beobachten sehnsüchtig die Fische im Bärenbecken... (21.10.2009, 23:29) | ||
| Holger Wientjes: | Wenn das Wasser nicht so trübe wird wie in GE klappt´s vielleicht mit dem Blick zu den nachbarn ! (21.10.2009, 23:26) | ||
| Michael Mettler: | @Holger: "Ich möchte ein Eisbär sein..." - zuviel Neue Deutsche Welle (Grauzone) gehört? ;-) Nicht zu vergessen die Schaufütterungen, bei denen die Bären vom Auslager des Hafenkrans aus ihre Häppchen ins Wasser geworfen bekommen werden. Die Landfläche bietet auf jeden Fall schon mal Naturboden. Weiß jetzt gar nicht, ob die Bären nicht sogar unter Wasser quer durch das Schiffswrack die tauchenden Robben gegenüber beobachten können, wenn keine Besucher im Weg stehen. Na ja, in einem halben Jahr wissen wir mehr. (21.10.2009, 23:22) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Wenn das Becken groß genug ist, dürften die Eisbären auch zu langsam für die Fische sein, oder? Fangen Eisbären in freier Wildbahn überhaupt Fische - für den Körperbau und den Lebensraum währe das doch eher Verschwenderrisch (energie-technisch gesehen). zum Aquarium: Wenn man sich den detailierten Plan, die Baustelle direkt im Zoo sowie die Computeranimation anschaut, entsteht ein seperates Gebäude neben der Robbenanlage. Soweit ich es dem Film entnehmen kann, gelangt man so in das Schiff, vorbei an "Henry Charters Werkstatt" und eben dem Aquarium. Viel Platz - für mehr Aquarien?! Viele bemängeln, dass es in Hannover kein Aquarium gibt; vielleicht kommen jetzt ein paar - und um wenigstens noch ein paar Überraschungen für die Eröffnung zu bewahren hat es noch kein Vögelchen gezwitschert... (21.10.2009, 23:19) | ||
| Holger Wientjes: | Wenn das alles umgesetzt worden ist (Fische als "Beschäftigung", Wellenanlage, Salzwasser) und die Landfläche den Tieren auch etwas bietet, dann möchte ich Eisbär in Hannover sein ! Klingen tut´s auf jeden Fall vielversprechend ! (21.10.2009, 23:01) | ||
| Michael Mettler: | Karpfen sind aber langsame Schwimmer, und die hannoverschen Eisbären werden zudem gegen Wellengang und Salzwasserauftrieb ankämpfen müssen, da dürfte die Chance auf Fischfang wohl deutlich geringer sein... (21.10.2009, 22:57) | ||
| Mel: | Tze tze da fällt mir doch glatt der Peta aufschrei von berlin ein als "Knuth" die Karpfen im Graben dezimiert hat. :D Na wenn das dann mal kein streß mit Peta gibt....wobei mir persönlich gefällt die Idee sehr gut. (21.10.2009, 22:45) | ||
| Michael Mettler: | Der am einfachsten zu realisierende, weil aus Farmbeständen zu bekommende Fischbesatz für kaltes Seewasser dürften wohl Lachse sein. Bin übrigens auch gespannt, ob es tatsächlich ein Aquarium im Schiffswrack geben wird. Wobei ich mir da statt Fischen auch ganz gut Riesenkrabben oder einen Pazifischen Riesenkraken vorstellen könnte... (21.10.2009, 22:43) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Jetzt habe ich gelesen (im Tiergarten Rundbrief), dass im zumindest Eisbärbecken ein Fischbesatz geplant ist! Da für alle Becken Salzwasser geplant ist ... was für Fische kann man den da reinsetzten?! Außerdem geht aus dem Text hervor das die Fische Beschäfftigung sein sollen?! Ist das nur verträumtes Planen von dan pearlman? (Liegt einem der Artikel vor?) P.S. apropos Fische - gibt es nun Aquarien in der Unterwasserstation? :-) (21.10.2009, 22:12) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | hier noch einmal ein Bild aus dem Film (06.10.2009, 17:41) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Wird es ein oder mehrere Aqaurien in der Uterwassersattion geben, wie es im Film zu sehen ist? - Hier werden trop. Salzwasserfische (Kaiserfische) und eine Riesenkrabbe gezeigt. Ich denke, dass vor allem die Keaserfische nur schematisch sind - welche Arten könnten gezeigt werden? Und wieder einmal heiß es: 'wer weiß was?' bzw. 'was meint ihr?' (06.10.2009, 17:23) | ||
| Ralf Sommerlad: | och wie nüdelich... Es ist schon erstaunlich, welchen substantiellen Qualitätszuwachs einer zoologischen Bildungseinrichtung man da verzeichnen kann. (05.10.2009, 10:47) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Heute ist mir ein kleines Boot (mit Schiffsschraube), welches nun neben dem "COOL-HOUSE" bei den Kegelrobben steht und ich vorher am Magazin geparkt hatte, aufgefallen. Auf der Bauplanzeichnung ist ein kleines Boot im neuen Robbenbecken zu erkennen – vielleicht wird es ein Teil der Show sein und steht zum „schon mal bekannt machen“ dort. Schiff-ahoi kleines ‚Eldoradolein’!!! (04.10.2009, 21:51) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | kleiner Tipp: geht mal auf Google Videos und gebt (was sonst (-: ) "Yukon Bay" ein. Alle die nicht die Gelegenheit haben auf der Baustelle herumzulaufen, können ein Blick z.B. ins Schiff oder hinter die Häuserfront auf die Wolfsanlage machen. Leider sind die Aufnahmen sehr wackelig, kurz (teilweise hecktische Musik unterstutzt das kurze Chaos(-: ) Auch alte Aufnahmen aus den Anfängen und Interviews sind zum Anschauen bereit. (30.09.2009, 16:02) | ||
| Michael Mettler: | Bringt auf jeden Fall auch etwas maritime Geräuschkulisse, und die macht sich ja stimmungsmäßig sogar schon bei der Mini-Version in Walsrode bemerkbar. Fehlen nur noch Möwenschreie vom Band :-) (29.09.2009, 19:05) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Bautagebuch Yukon Bay: 25. September 2009 Die perfekte Welle Vor der Technikzentrale wird die Wellenkammer betoniert. Die Technik in dieser Kammer setzt die Oberfläche des Wassers in Bewegung. So entsteht später der Eindruck, dass Eisbären und Robben im kabbeligen Meerwasser eines echten Hafenbeckens schwimmen. - Auf das Ergebnis bin ich mal gespannt! (29.09.2009, 18:38) | ||
| Michael Mettler: | Für die Nicht-Hannoveraner: Hinter der bunten Hafenhäuserzeile verbirgt sich der stehengebliebene Rest des alten Elefanten- alias Tapirhauses. Wie ich gehört habe, wird es zumindest teilweise als Besuchertoilette nachgenutzt werden... (28.09.2009, 23:07) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hafenbecken - sogar ein "Mast" auf dem Schiff ist erkennbar :-) (28.09.2009, 23:04) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Eisbärenstall (28.09.2009, 23:02) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Detail - zwei Schwertfische (28.09.2009, 23:00) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Fischhalle "Mikes Fish Inn" (28.09.2009, 22:59) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hier ein Foto (27. Sept.) von der Hafenhäuserzeile - sie wird bunt. (28.09.2009, 22:57) | ||
| IP66: | Ich neige bei solchen Genehmigungsdiskussionen zur Vorsicht, auch wenn es sicherlich viel Unsinn gibt. So wurden in Nürnberg Greifvogelvolieren errichtet, die, im Gegensatz zu ihren noch bestehenden Vorgängern, sicher keine Schneelast aushalten, und auch dies könnte zur Kritik führen, sollte ein Riesenseeadler ausbrechen und Personenschäden verursachen. Für Hannover könnte ich mir vorstellen, daß die fragliche Eulenvoliere neben den Gittern auch eine entsprechende Fülle von Dekorationselementen erhalten sollte, die zum Teil auch an der Tragekonstruktion befestigt werden sollten. Ein Ensturz der wuppertaler Voliere schädigt wohl nur die Eulen, doch wenn ein Stück Kunstfels oder auch nur ein besonders "naturgetreuer" Kletterast aus Plastik einen Besucher trifft, sehe ich schon Unfallpotential. Denkbar scheint mir auch, daß ein Bauaufsichtsbeamte, der etwa das als duisburger oder das klever Kegelrobbenbecken, sich angesichts der geplanten Dekorationen in Hannover veranlaßt fühlt, auch die Haltungsrichtlinien so großzügig wie nur möglich auszulegen, da die armen Tiere von dem gigantischen Restaufwand nichts haben. Das sind nur Vermutungen, doch so lange uns die entsprechende Stellungnahme der Behörden nicht vorlegt, lassen sich ja auch die Erzählungen des Zoopersonals nicht belegen. (11.09.2009, 10:53) | ||
| Mel: | sorry meinte Lastträger ;-) (10.09.2009, 23:49) | ||
| Mel: | Mensch stimmt ja hinter all der Felskulisse liegen die Tonnenschweren Betonträger für die immensen Schneelasten...und alleine das Heißluftgebläsesystem welches automatisch anspringt um den Schnee zu schmelzen, wenn er die für Hannover übliche Höhenmarke von drei Metern überschreitet. Wie konnte ich das vergessen. Die Österreicher und Schweizer haben ja auch in all Ihren Bergmassiven dies Lastträder und Heißluftgebläse integriert. (10.09.2009, 23:35) | ||
| Michael Mettler: | Jetzt wisst ihr auch alle, warum der Zoo zu einer Kulissenwelt umgebaut wurde - um die ganzen Schneelast-Sicherheitsversteifungen zu verbergen :-) (10.09.2009, 23:14) | ||
| Mel: | ..eben. Ich denke solch ein Aufwand rechnet sich nur wenn es sich um ein größeres Projekt handelt, was auch unter finanziellen Gesichtspunkten entsprechend einspielend wäre. In allen anderen Fällen wird es leider immer so wie bei den Niederaffen ablaufen, man wird sich den Vorlagen beugen und Bauvorhaben anpassen, denn auch wenn es in diesem falle nur kleine "Atombunker"-artige Ausssenanlagen sind...es ist immer noch besser als gar keine Aussenanlagen. (10.09.2009, 22:48) | ||
| Niedersachse: | Rechtsanfechtung wäre möglich, nur wie hier schon gesagt wurde langer und evtl sogar sehr teurer weg. Gleichbehandlungsgleichsatz bedeutet aber nicht, dass jede Behörde in einer Sache gleich entscheiden wird, bzw. kann, sondern nur, dass jeder juristische oder natürliche Person gleichbehandelt werden muss. Das hat mit dem Ergebnis nix zu tun. Hier handelt es sich meist um Ermessensgrundlagen, die jede Behörde naturgemäß anders auslegen wird... (10.09.2009, 22:45) | ||
| Michael Mettler: | ...und das wegen einer Eulenvoliere. (10.09.2009, 22:33) | ||
| Mel: | Wenn ich mich nicht irre könnte man die Entscheidungen bzw. die Auflagen der zuständigen Ämter gerichtlich zwar anfechten jedoch würde das ein langer und teurer Weg werden, der sicher etliche Gutachten und gegengutachten fordern würde, die ja nun mal auch erstellt und bezahlt werden müssen. Die Frage ist, ob sich ein Zoo solch einen langen und teuren Streit vor Justizias Augen antun kann und möchte. (10.09.2009, 22:21) | ||
| Matthias: | Recht haben und Recht kriegen sind halt leider nicht immer dasselbe. (10.09.2009, 22:18) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Es ist nicht im Sinne des Erfinders, daß eine Behörde in einer bestimmten Gegend mit absurden Grundsätzlichkeiten die Tierhaltung torpediert. Es geht immerhin auch um den freien Wettbewerb und um Freiheit in der Berufsausübung. (10.09.2009, 22:16) | ||
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Auch für Behörden in unterschiedlichen Regionen oder gar Bundesländern? (10.09.2009, 21:10) | ||
| Michael Mettler: | @Holger: So weit ich weiß, ist die Technik für Yukon Bay auf Energieersparnis ausgerichtet. Zu diesem Zweck verbirgt sich hinter den Hafenkulissen (quasi in Fortsetzung des Pinguin-Schiffes) eine große Technik- und Wasseraufbereitungsstation. Was die Bauvorgaben betrifft, so ist das in Hannover offenbar eine unendliche Geschichte, denn unter derlei Bestimmungen hatte der Zoo schon zu städtischen Zeiten zu leiden, und Prof. Dittrich hat darüber so manches Mal den Kopf schütteln müssen. Die Schneelastdiskussion gab es z.B. schon mal Anfang der 80er Jahre, als die drei Greifvogel-Brutvolieren gebaut wurden - nach dem Vorbild und den Bauplänen der Nürnberger, die zu dieser Zeit schon einige Jahre auf dem Buckel hatten, den zuständigen Herren und Damen in Hannover aber für hiesige Verhältnisse (?) nicht stabil genug erschienen. Ähnliche Gründe verhinderten m.W. im gleichen Zeitraum, dass am Tropenhaus großflächige, preisgünstige Leichtbau-Volieren für die Niederen Affen nach Rheine-Vorbild errichtet werden konnten; stattdessen mussten die noch heute zu sehenden, von Zoofreunden seinerzeit als "atomsicher" bespöttelten Betonboxen gebaut werden, deren Wandstärken eher an Kodiakbärenanlagen erinnern, und weil das eben eine sehr viel kostspieligere Bauweise ist, reichte das Geld nur für deutlich kleinere Gehege (an Platz für größere mangelte es damals nicht!). Es liegt eben nicht immer nur daran, dass Zoos etwas nicht WOLLEN - manchmal DÜRFEN sie es schlichtweg nicht... (10.09.2009, 20:57) | ||
| Anti-Erdmännchen: | "Auch die vorgelegten Bildbeispiele von Leichtbau-Volieren in anderen Zoos (z.T. in schneegefährdeteren Gegenden) werden offenbar nicht als Gegenbeweis akzeptiert." Dagegen müßte man juristisch vorgehen können. Für Behörden gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz. (10.09.2009, 20:51) | ||
| Holger Wientjes: | Zum ersten Abschnitt: Klingt sehr aufwendig. Auch bezüglich des Energieverbrauchs. Für die Tiere sicherlich besser. Zum zweiten Abschnitt: Wie doof kann man sein ??? Ist man denn dort so erkenntnisresistent, dass man von Seiten des Zoos diese Entscheidung nun so hinnimmt ? (10.09.2009, 20:30) | ||
| Michael Mettler: | Zumindest die linke, größere Eisbärenanlage bekommt ebenso wie die Robbenanlage im "Hafenbecken" eine Wellenanlage. Meines Wissens sollen nicht nur die Robben und Pinguine, sondern auch die Eisbären zukünftig in Salzwasser schwimmen! Bin gespannt, ob der beim Tauchen hemmende Auftrieb und die Wasserbewegung dann zu besonders athletischen Eisbären führen werden. Übrigens habe ich jetzt erfahren, warum man den waldseitigen Hang am Yukon Trail nicht für eine Schnee-Eulen-Voliere genutzt hat, obwohl der Platz geradezu danach schreit: Es liegt mal wieder an den skurrilen Vorgaben der zuständigen Genehmigungsbehörde. Man ist dort der Meinung, dass a) eine solche Voliere in der Statik für eine 1,5 Meter dicke Schneedecke ausgelegt sein muss (was in Hannover ca. alle 50 Jahre einmal vorkommt...), b) ein eigener Wasseranschluss vorhanden sein muss (das Tropenhaus steht wenige Meter entfernt!) und c) - bitte festhalten - für die Schnee-Eulen ein beheizbarer Stall erforderlich ist. Auch die vorgelegten Bildbeispiele von Leichtbau-Volieren in anderen Zoos (z.T. in schneegefährdeteren Gegenden) werden offenbar nicht als Gegenbeweis akzeptiert. Als ich das hörte, fiel mir die kürzlich gesehene Schnee-Eulen-Voliere in Wuppertal ein, mit Netzdach und zwei "halbierten Hundehütten" als einzigen "Schutzräumen" - in Hannover wird wahrscheinlich erst ab einem halben Meter Betondicke über eine Genehmigung nachgedacht... (10.09.2009, 19:33) | ||
| Niedersachse: | Der "Rohbau" des Schiffes, aus dessen Bauchraum hinaus man die Tiere unter Wasser beobachten kann, steht kurz vor der Vollendung. Stand Ende letzter Woche. (31.08.2009, 20:29) | ||
| Michael Mettler: | So wie ich den Zoo kenne, ist die Leiter eine im Boden festbetonierte Stahlkonstruktion, die nur täuschend echt nach Holz aussieht :-) (20.08.2009, 18:28) | ||
| Ralf Seidel: | Dann schuppt doch aus Versehen einfach die Leiter um...)) (20.08.2009, 17:51) | ||
| Michael Mettler: | Also, ICH könnte auf ihn verzichten :-) Übrigens fängt er erst an zu reden und zu singen, wenn man eine Lichtschranke am Shop-Eingang passiert. Da erschrickt mancher Besucher, wenn er unerwartet von oben angequatscht wird... (20.08.2009, 16:34) | ||
| Ralf Sommerlad: | ich gratuliere zu "Digger Bill".. (20.08.2009, 16:21) | ||
| Michael Mettler: | Ich bin gespannt, wie lange die Baustelle noch für das Publikum einsehbar bleiben wird. Ohne entsprechende Infos zu haben, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Einsichtmöglichkeiten inklusive der Aussichtsplattform mit Saisonende (also Ende Oktober) verschwinden, um a) die Spannung für die Eröffnung im Frühjahr zu steigern und b) an diesen Stellen auch die Anbindung zwischen Baustelle und fertigem Bereich schaffen zu können. Dazu kommt dann ja wohl noch eine Baustelle im Bereich jetziger Karibu- und Wolfsanlage, deren Bewohner im Spätherbst nach Yukon Bay umziehen sollen. (20.08.2009, 12:58) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Michael Mettler Mensch, das sieht ja echt schon sehr stilvoll aus.. ich glaube, ich muss es doch einrichten dieses Jahr nochmal nach Hannover zu düsen :-) (20.08.2009, 05:49) | ||
| Yukon Bay: | Greifer-Kran-Bauteile werden in Yukon Bay zusammengesetzt Ein Kran hält Hochzeit Noch vor zwei Monaten thronte der ausgediente ehrwürdige Greifer-Kran Nummer 3 auf der Spitze des Hafenkais im Brinker Hafen. 2004 wurde der 52 Jahre alte Kran dort zum letzten Mal für den Schrott- und Oxiton-Umschlag eingesetzt. Dann aber – genau am 23. Juni – rückte das Yukon-Bay-begeisterte Firmenkonsortium aus DVS-Bezirksverband Hannover, Chemieverband Nord, Spedition Erich Wurzel, Hackmann & Co., Schwarze Autokrane Schwertransporte GmbH in Hannover-Garbsen, KFT Nürnberg, Karl Schneider Tankschutz, Hotho GmbH und Linde Vertriebszentrum Hannover an und dem 18 Meter hohen, 70 Tonnen schweren Kran zuleibe. Greifer-Kran 3 wurde für seinen neuen Arbeitsplatz in Yukon Bay, der spektakulären Kanada-Welt im Erlebnis-Zoo Hannover, Stück für Stück auseinander genommen und trockeneisgestrahlt. Alle Öle und Fette mussten entfernt werden, da der Kran im Becken der Eisbären stehen wird und keine Fremdstoffe in das Wasser gelangen dürfen. „Eine besondere Herausforderung war die Demontage der Fahrwerke – alle Antriebsräder, Zahnkränze und alte Bolzen mussten entfernt werden“, erklärt Dirk Hanheide, Leiter der Vertriebsregion Nord der Linde AG und zugleich Geschäftsführer des DVS Bezirksverband Hannover sowie Mitglied des Chemie-Verbands Nord, „alle Fußbodenbleche des Maschinenhauses und alle Nieten wurden abgebrannt.“ Kurze Zeit später lagen 4 Fahrwerkskisten, 2 Koppelstangen, 4 Antriebsrädern, 4 Zahnkränze, 4 Mitlaufräder, 1 Fußstütze, 1 Mittelstückrohr, 1 Maschinenhaus, 1 Drehkranz, die Diagonalverspannung, 1 Ausleger, 7 Geländer und 1 Leiter inklusive Rückenschutz dort, wo einst Kran 3 die Einfahrt zum Brinker Hafen überwachte. Nachdem alles bearbeitet und saniert war, erhielt Kran 3 eine neue Beschichtung und wurde nach Yukon Bay transportiert – mitten in der Nacht, damit der Schwertransport den Verkehr nicht behinderte. So kam der Ausleger mit einem teleskopierbaren Satteltieflader an, das Maschinenhaus benötigte einen Spezial-Tiefbettlader mit einer Ladefläche von nur 50 cm Höhe. Die 2,50 m breiten Transporter passten auf den Zentimeter genau durch die Tore und Wege bis zur Baustelle. Jetzt wird im Hafen von Yukon Bay zusammengeführt, was zusammen gehört. Der Kran-Fuß und der Ausleger mit Maschinenhaus feiern „Hochzeit“, wie die Zusammenführung im Baujargon genannt wird. Mitten in der Nacht rollte ein 300-Tonnen-Kran an, mit dem die Teile aufeinander gesetzt werden sollten. Das Maschinenhaus und der Ausleger wurden zunächst von den Mitgliedern des Teams „Kran“ mit Schlupfen am Kran aufgehängt. Dann zog der Kran beides hoch und positionierte die Fracht über den Zapfen des Fußes. In Zeitlupentempo und Millimeter-Maßarbeit (insgesamt dauerte die Hochzeit über drei Stunden!) wurden Ausleger und Maschinenhaus abgesenkt, bis sie auf den Zapfen auflagen. In dieser unbequemen Position mussten beide ausharren, bis der Ausleger auf seine finale Position im Hafen von Yukon Bay ausgerichtet war. Jetzt beginnt Team „Projekt Yukon Bay Kran“ damit, alle Teile wieder miteinander zu verschweißen, was ca. 1 ½ Tage in Anspruch nehmen wird. „Wir sind sehr stolz darauf, so ein Projekt in so kurzer Zeit bewältigt zu haben“, erklärt Dirk Hanheide stolz. „Das Abbauen sowie Sanieren des Krans war unsere größte Herausforderung, die wir mit guten Partnern gemeistert haben. Das Schönste war und ist die Begeisterung aller Beteiligten bezüglich des Projektes ‚Yukon Bay Kran!“ Begeistert ist auch der Zoo. „In wenigen Monaten wird Kran 3 seine tragende Rolle bei den Eisbären spielen: Aus luftiger Höhe, also von der Spitze seines Auslegers, werden die Tierpfleger die Bären füttern, die unter ihnen im Hafenbecken schwimmen“, schwärmt Zoodirektor Klaus-Michael Machens und er schwärmt ebenso von diesem einzigartigen Engagement der beteiligten Experten und Unternehmen: „Das war nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch ein außergewöhnliches Beispiel, die Arbeit des Erlebnis-Zoo Hannover zu unterstützen. Dafür sind wir dem gesamten Team ‚Projekt Kran‘ sehr dankbar.“ (19.08.2009, 16:07) | ||
| Michael Mettler: | ...aber drinnen herrscht schon richtig Atmosphäre! (29.03.2009, 20:39) | ||
| Michael Mettler: | Das neu eröffnete Blockhaus am Ende des Yukon Trails mit Yukon-Info, Souvenirshop, Coffee Shop und - auf der Leiter neben dem Eingang - "Digger Billy, dem singenden Grizzly"... (29.03.2009, 20:38) | ||
| Michael Mettler: | Der Eingangsbereich von Yukon Bay ist fertig gestaltet (der Minenstollen natürlich noch nicht für Besucher passierbar. Das Bild zeigt den Anblick, der sich nun beim Verlassen der Löwenanlage als letztem Sambesi-Gehege bietet. Oberhalb des Mineneinganges befindet sich dein Teil des Karibu-Geheges, dessen Hintergrundbepflanzung gerade gesetzt wird; hinter/über der Bambushecke am Löwengehege sieht man schon jetzt stattliche Nadelbäume emporragen. (29.03.2009, 20:36) | ||
| Michael Mettler: | Vielleicht staunt ihr genauso wie ich über die modernen Methoden des Gehegebauens: http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_21876.html (03.02.2009, 21:08) | ||
| Michael Mettler: | Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn sich eine Wunschtierart aber nicht problemlos beschaffen lässt, wäre es allerdings traurig, wenn es keinen "Plan B" gäbe. Schaun mer mal... (30.12.2008, 13:57) | ||
| Wolfgang Eggerking: | @MM: Die Gänsefüßchen beim "nur" sprechen mir aus der Seele, aber ist die zweite der unten genannten Möglichkeiten nicht leider nur (ohne "") Wunschdenken?? Zumindest bin ich dann nicht der einzige, der noch hofft!! In diesem Sinne guten Rutsch ins neue Jahr! (30.12.2008, 11:18) | ||
| Michael Mettler: | Der geheimnisvolle Neuzugang an der Robbenanlage war "nur" ein weiterer, junger Kalifornischer Seelöwe; habe heute sechs Tiere in der nunmehr sehr stark verjüngten Gruppe gezählt. Dass man die Gruppe aufstockt statt reduziert, lässt m.E. zwei Möglichkeiten offen: Entweder zieht sie um nach Yukon Bay und vertritt die angedachten Nördlichen Seebären, oder sie bleibt uns außerhalb von Yukon Bay in der alten Anlage erhalten... Die Wildputen habe ich auch im dritten Anlauf noch nicht bei den Karibus gesehen. Dafür hörte man Putenlaute aus dem Lama-Stall - herrscht wieder Stallpflicht? (25.12.2008, 17:12) | ||
| Michael Mettler: | @Gudrun Bardowicks: Am Samstag waren jedenfalls noch alle fünf Tiere in der Karibu-Anlage (1,0 Hausren und 2,2 Karibus). @André Haubrich: Für Karibus war der Container zu niedrig, und man hätte sie auch nicht an der Robbenanlage ausgepackt... (18.11.2008, 19:17) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Der Zoo Hannover will noch 2 oder 3 weitere weibliche Wildkaribus/Kanadische Waldrentiere importieren, um die Zuchtbasis für diese Art zu verbreitern. Z.Z. leben dort nur 2,2 Karibus (vielleicht sogar nur 2,1) und ein Hausrentier-Kastrat (Rudolf). Diese haben vor kurzem Gesellschaft von 1,3 Wildtruthühnern aus Berlin bekommen. (18.11.2008, 18:58) | ||
| André Haubrich: | Spannend, spannend. Was könnte denn da geliefert worden sein? Nördliche Seebären, Wildkaribus? Was wird denn aus den Kanadischen Waldrentieren? (18.11.2008, 17:51) | ||
| Michael Mettler: | Ganz vergessen: Beim Zoobesuch am Samstag stand vor der Robben-Pinguin-Anlage ein Transporter mit einem Container-Anhänger, der mit der Aufschrift "Live Animals" versehen war und kurz danach abfuhr. Die Seelöwen schienen mir noch vollzählig zu sein, und für Pinguine hätte man den Anhänger nicht gebraucht - sollte der Weihnachtsmann da etwa ein verfrühtes Paket voller Spezialitäten für Yukon Bay abgeliefert haben...? :-) (18.11.2008, 17:05) | ||
| Michael Mettler: | Neben der Yukon-Bay-Baustelle wurde eine Aussichtsplattform errichtet, von der aus man die Baustelle etwas besser überblicken kann als durch und über den Bauzaun. Die Spundwände umfassen den künftigen Wasserbereich für Eisbären und Robben (letzteres ist die "Bucht" hinten rechts). Auch für die Rückwände der Eisbärenanlage werden derzeit die Spundwände gesetzt (außerhalb des linken Bildrandes). Auf der anderen Seite des alten Elefantenhauses (rechts im Bild) ist das erste Stück Besucherweg betoniert, und es entsteht gerade der Graben der Wolfsanlage - gibt aber von der einzigen einsehbaren Stelle aus fotografisch nicht viel her. Die Blockhütte neben dem Übergang zum Dschungelpalast, die als "Besucherzentrum" mit Shop fungieren soll, steht im Rohbau. (25.10.2008, 21:31) | ||
| Michael Mettler: | EINEN Husky? Dann lieber an anderer Stelle in Yukon Bay eine Anlage mit einem ganzen Rudel a la Magdeburg. Aber prinzipiell finde ich den Husky-Vorschlag richtig gut, zumal ja in Hannover ohnehin immer mal wieder Schlittenhund-Vorführungen gemacht wurden. "Hinter den Kulissen" würden sich ansonsten allmählich die Hunde stapeln, schließlich hat der Zoo für Meyers Hof schon einen Schafpudel und einen Harzer Fuchs :-) Am Trail selbst gibt es übrigens wenig Möglichkeiten für Tieranlagen, eigentlich nur den Hang in Richtung Tropenhaus, auf dem jetzt (nah am Tropenhaus) die eingestürzte Blockhütte steht und der sich bis zum Sägewerk erstreckt, teilweise aber durch eine hohe Bergwerksstollenwand abgefangen ist. Man könnte am Hang eine Netzvoliere für Eulen errichten (Schnee-Eulen bieten sich zwar auf den ersten Blick an, passen aber eigentlich nicht so gut in den Waldcharakter; Bartkäuze würden besser passen - beide gehören zum Zoobestand). Wäre der Hang gegen Unterwühlen gesichert, könnte man auch Erdhörnchen oder Silberfüchse unterbringen. Letztere hätten als natürliche Farbvariante des nordamerikanischen Rotfuchses, die - weil damals sehr gesucht und kostbar - allerlei Trapper in den hohen Norden gelockt hat, sogar eine gewisse Bedeutung für den Themenbereich. Kanadische Luchse wären natürlich auch schön - wer es schafft, Karibus zu importieren, dürfte damit auch keine Probleme bekommen, und dann ließe sich auch gleich ein gemeinsamer Import mit ZOOM auf die Beine stellen - da sind ja auch nach dem Ableben der Europäischen Luchse Kanadier vorgesehen... (16.07.2008, 19:59) | ||
| Ronny: | Die Kulisse des Sägewerks passt eigentlich sehr gut zur ganzen hannoveranischen Konzept. Aber um auch hier das Tierische einzubeziehen hätte man noch einen Zwinger um die Hundehütte drumherum bauen können um dort einen Husky zuhalten. Er würde natürlcih nur wärend der Besucherzeit dort leben, ansonsten hat er eine größere Anlage hinter den Kulissen. (16.07.2008, 19:19) | ||
| Michael Mettler: | Ganz vergessen zu erwähnen, am Sonntag hatte ich mir ja den jüngst eröffneten "Yukon Trail" angesehen. Nun bin ich zwar bekennender Fan des Erlebniskonzeptes, gehe aber dennoch wegen Tieren in den Zoo, und solche gibt's nun mal nicht am Trail - deswegen war seine Wirkung auf mich auch nicht durchschlagend. Man muss sich halt ganz klar vor Augen halten, dass es sich lediglich um einen Umgehungsweg handelt, wenn auch um einen reich dekorierten. Eingestürzte Blockhütte, eingestürzter Mineneingang, Lorenschienen am Boden und ein Sägewerk nebst Lastwagen und gestapeltem Holz. Das Highlight daran ist für mich, dass sich hinter der Sägewerksfassade der Elefantenbullenstall verbirgt und die Kulisse an der Hausecke ohne Umschweife von Alaska auf Indien "umspringt" (wird später vielleicht durch Bäume verdeckt sein). Falls das Bildereinfügen heute klappt, anbei eine Aufnahme des Sägewerks. (16.07.2008, 00:38) | ||
| Michael Mettler: | So weit ich weiß, gilt wieder der Sommerpreis. Ich schaue allerdings als Dauerkarteninhaber selten an die Kassen... Pack dir auf jeden Fall Proviant für's Schlangestehen ein, wegen des Elefantenkalbes dürfte es deftig voll werden. (08.05.2008, 21:17) | ||
| Sven P. Peter: | Wurden die Preise wieder angehoben? Oder ist der Shop noch immer unaktuell? Dann stelle ich mich Montag doch lieber an. (08.05.2008, 20:29) | ||
| Michael Mettler: | Na klasse, dann müsste Hannover ja nur von Brillen- auf Humboldtpinguine umstellen, und schon passt es... :-) (29.04.2008, 11:57) | ||
| Drac: | http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,486977,00.html ;) (28.04.2008, 20:02) | ||
| IP66: | Wenn Herr Oesterlen wüßte, daß die Prachtbauten seiner Meisterschüler als Gerüst für Wildwestkulissen verwendet werden ... (12.04.2008, 10:05) | ||
| Michael Mettler: | Kleine Korrektur: Der stehengebliebene Elefantenhaus-Rest wird NICHT zur Besuchertribüne, sondern Teil der "Häuserreihe" in Yukon Bay - mein Informant hatte da was falsch verstanden... Also wird die Tribüne tatsächlich, wie ich das vorher auch eingeschätzt hatte, mehr in Richtung altes Kaffernbüffelgehege platziert sein, und damit stimmen dann auch die auf dem Plan eingezeichneten Geländeproportionen wieder besser. (11.04.2008, 23:02) | ||
| Michael Mettler: | Die Großbaustelle besteht noch immer mehr in Aufräum- als in Aufbauarbeit, wie ich heute feststellen durfte. Angesichts der Schuttmengen, die beseitigt werden müssen, eigentlich auch kein Wunder. Obwohl bis auf den Elefantenhaus-Rest inzwischen alle gewohnten Strukturen beseitigt sind, türmen sich an verschiedenen Stelle noch Trümmerberge von der Größe einer Steinbockanlage... Im bisherigen, an andere Stelle versetzten Yukon-Bay-Infocontainer findet sich nun neben dem Modell des Zooteils usw. auch ein Eisstand, davor wurde ein Platz mit ein paar rustikalen Sitzgelegenheiten angelegt, und an dessen gegenüber liegendem Ende steht ein riesiger amerikanischer Wohnwagen-Trailer, der als Snackbar fungiert - daneben das vorher neben der alten Show-Arena platzierte Kindertrampolin. Zum Dschungelpalast hin wurde der Weg so verschwenkt, dass der Übergang von "Alaska" nach "Indien" optisch etwas sanfter verläuft und man nicht schon vom Yukon Trail aus die Elefantenstatuen sieht - und das war's auch schon mit dem aktuellen Zwischenstand. Auf einem der Baustellenschilder ist zu meinem Erstaunen wieder von Eisfüchsen die Rede. Lassen wir uns mal überraschen, wie sich während der zweijährigen Bauzeit die Planungen noch ändern werden! (06.04.2008, 16:27) | ||
| Michael Mettler: | @Hannes Lüke: Der Yukon Trail wird ein neu angelegter Weg, der die Umgehung der Großbaustelle ermöglicht. Ansonsten liefe der Zoobesucher während der zweijährigen Bauzeit von Yukon Bay bei den Löwen in eine Sackgasse und müsste dann den ganzen Weg zurück und ab Eingang gegen den Rundgang laufen, um zum Dschungelpalast zu kommen. Folglich verbindet der Yukon Trail fast in Luftlinie Löwenanlage/Tropenhaus und Dschungelpalast. Dem Gesamtplan nach zu urteilen bleibt der Trail auch nach Fertigstellung von Yukon Bay erhalten; ich nehme an, dass er auch als Wirtschaftsweg von Wichtigkeit sein wird. Ob in fertigem Zustand von diesem Weg aus auch die benachbarten Tiergehege (Wölfe, Karibus) einsehbar sein sollen, weiß ich allerdings nicht. (30.03.2008, 18:38) | ||
| Hannes Lüke: | Was soll denn der Yukon Trail nsein? Soll es denn dort im ZOO auch Tiere geben? (30.03.2008, 16:36) | ||
| Michael Mettler: | Vielleicht passiert ja in dieser Hinsicht noch was. Bisher gab es ja auch nicht so sehr viel, was man als ständig wechselnde Eindrücke hätte zeigen können - ein Trümmerberg sah aus wie der andere.. :-) In der neuen JAMBO wird der derzeit im Bau befindliche Baustellen-Umgehungsweg "Yukon Trail" näher vorgestellt. Der wird in Sachen Dekoration aufwändiger, als ich gedacht hatte; u.a. wird es dort eine "Goldmine" und ein "Sägewerk" geben. Eröffnung soll im Spätsommer sein. Das "Yukon Tourist Information Center" im Blockhüttenstil ist für September geplant und steht dann - der Zeichnung nach zu urteilen - dichter an der Rückseite der Tigeranlage als der bisherige Info-Container. (30.03.2008, 10:05) | ||
| Dennis Ismer: | Das Yukon Bay Bautagebuch ist zwar gut gemeint, aber nicht unbedingt gut gemacht. Ein besseres Beispiel eines "Bautagebuchs" ist die Seite www.preview2008.de des Movie Park Germany. Dort werden regelmäßig ( meist mehr als 5 ) aktuelle Bilder gezeigt, zu denen Interessierte Fragen stellen bzw. andere Kommentare abgeben können. Da Yukon Bay ja ein Großprojekt ist und die Bauarbeiten noch ein paar Jahre gehen, sollte man sich überlegen, eine ähnlichere Seite zu betreiben um dem Interesse besser gerecht zu werden. (29.03.2008, 23:40) | ||
| Ulli: | Die Preise im Internetportal müssen sich im Laufe des gestrigen Tages verändert haben - eigentlich schade - wäre von Seiten des Zoos eine lobenswerte Initiative gewesen. (29.03.2008, 11:47) | ||
| Michael Mettler: | Das eigentliche Restaurant vermute ich eher auf der Fläche des alten Flusspferdhauses/Eiscafes. Aber ich war auch etwas überrascht, da ich die Tribüne mehr in Richtung altes Kaffernbüffelgehege erwartet hatte und dachte, die Grundplatte des Elefantenhauses werde für das "Fischerdorf" benutzt. (28.03.2008, 19:15) | ||
| Dennis Ismer: | @Michael Mettler Wenn es stimmt, dass das alte Elefantenhaus die Tribüne beherbergen wird, muss mann aber ganz deutlich sagen, dass die neue Landkarte im Yukon Bay Bereich sehr ungenau ist ( u.a. wirkt es, als wären Teile der Eisbärenanlage auf einenm kleinen Erweiterungsbereich ). Ich hätte eigentlich eher daran gedacht ( besonders wenn man die Bauzeichnung auf www.hannover.de/data/download/RH/DS/2007/40/439-07.pdf betrachtet )dass das alte Elefantenhaus den neuen Gastronimie Bereich beherbergen wird. Ist jemandem von Euch/Ihnen ( Ich möchte allen Forumteilnehmern hiermit das Du anbieten ) eigentlich aufgefallen, dass aus dem Haus vor dem Eingang eine Person mit einer Fahne ( ich schätzte es ist Herr Machens ) "heraus schaut". (28.03.2008, 17:34) | ||
| Michael Mettler: | Na, da hinkt anscheinend die Internetpräsenz der Wirklichkeit hinterher... Peinlich. Habe übrigens gerade erfahren, dass der stehenbleibende Teil des alten Elefanten- alias Tapirhauses (nämlich der frühere Elefanten-Stallbereich) in Zukunft die Zuschauertribüne am Robbenbecken beherbergen wird, das dann folglich hauptsächlich auf der Fläche des bisherigen Tapirstalles und -außengeheges liegen wird. (28.03.2008, 13:14) | ||
| Sven P. Peter: | Habe mir eben mal die Preise auf der Homepage vom Zoo Hannover angeschaut. Bei der Online-Ticket-Bestellung (Tickets gültig bis 26.10.2008) steht: Erwachsene (18-98 Jahre): 19,50€ Kinder (3-17 Jahre): 13,50€ Hunde (inkl. Hundeset): 8,00€ (28.03.2008, 10:26) | ||
| Ulli: | Mal etwas wirklich Erfreuliches: Der Zoo Hannover beläßt es ab dem 23.03.2008 bis auf weiteres bei den Winterpreisen von 12 Euro, vermutlich aus Einsicht aufgrund der Großbaustelle - muss auch mal gesagt werden. (28.03.2008, 08:13) | ||
| Michael Mettler: | Das kann ich nicht beantworten, vermute aber das Gleiche. Zürich hat seit mindestens Anfang der 90er ein Salzwasserbecken (UND ein Süßwasserbecken) für Seehunde, vielleicht gibt es von dort Erfahrungswerte? Andererseits steht natürlich jeder Halter von Meeresdelfinen vor dem selben Problem. Prinzipiell wäre die Haltung der drei Arten mit Salzwasser natürlich zu befürworten. Nicht ohne Grund richtete man ja in manchen Zoos kleine "Planschbecken" für Robben und Pinguine ein, in denen sie aus gesundheitlichen Gründen auch mal mit ihrem natürlichen Element in Berührung kommen dürfen (z.B. Zwergpinguine in Köln, Seelöwen in Gelsenkirchen). Da wäre eine ausschließliche Haltung darin die konsequente Weiterentwicklung. Faszinierend finde ich die Idee mit der Wellenanlage (anders lässt sich die Bemerkung ja nicht interpretieren). Verschiedentlich sind und waren ja schon Gegenstromanlagen für Wassertiere in Gebrauch; Sven P. Peter berichtete mal davon, dass die Hamburger Delfine davon reichlich Gebrauch machten. Erhöhter Auftrieb durch Salzwasser plus Wellengang und Brandung ergeben natürlich ganz andere Reize für die Tiere, ihre natürliche Motorik auszuleben. Gerade bei Pinguinen wäre das nicht nur spannend zu beobachten, sondern womöglich auch der Gesundheit förderlich: Laut einem Artikel in einer "Arbeitsplatz Zoo"-Ausgabe kommt es bei ihnen häufig zu Fußproblemen, weil sie im Zoo deutlich mehr Zeit an Land stehend verbringen als in der Wildbahn. Das liegt wahrscheinlich an fehlenden Reizen in den Wasserbecken - und wird durch Fütterung an Land zusätzlich gefördert. Also können neue Konzepte hilfreich sein. (19.03.2008, 11:12) | ||
| IP66: | Erhöht eine Salzwasserhaltung nicht die Betriebskosten der Anlage? Zum einen wird die Flüssigkeit doch künstlich hergestellt, zum anderen gelten in solchen Anlagen doch kürzere Verschleißzeiten? (19.03.2008, 10:36) | ||
| Michael Mettler: | P.S.: Das legt natürlich den Schluss nahe, dass auch die hannoverschen Pinguine und Robben zukünftig in Salzwasser schwimmen dürfen (vielleicht ebenfalls mit Wellenanlagen?), alle drei einander benachbarten Anlagen werden schließlich dem selben "Wasserwerk" angeschlossen sein. (19.03.2008, 09:32) | ||
| Michael Mettler: | Seit der geplante Umzug der Wiener Eisbärzwillinge nach Hannover veröffentlicht wurde, berichtet die hiesige NEUE PRESSE regelmäßig über die Beiden. In der heutigen Ausgabe finden sich dabei interessante Details: So werden für das künftige hannoversche Gehege "Seewasser und künstliche Wellen" erwähnt (leider ohne nähere Ausführungen), und in Zusammenarbeit mit Wien soll ein Artenschutzprojekt "Eisbären helfen Eisbären" entstehen, bei dem Spendengelder für Projekte in Kanada und Alaska gesammelt werden. (19.03.2008, 09:27) | ||
| Michael Mettler: | Wie es aussieht, kommen ja nur drei, höchstens vier Herkunftsländer in Frage: Kanada, USA, Russland und vielleicht noch Japan, falls die Art dort gehalten wird bzw. "Notfalltiere" anfallen. Bin gespannt. (17.03.2008, 20:40) | ||
| Wolfgang Eggerking: | @M.M: aber auch die Amerikaner waren damals alles andere als kooperativ, gerade in Bezug auf Meeressäuger sind die Ausfuhrbestimmungen doch äußerst restriktiv. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt... (17.03.2008, 18:19) | ||
| Michael Mettler: | @Wolfgang Eggerking: Gute Frage, ich habe nur gehört, dass Bemühungen laufen. Bremerhaven hatte natürlich damals noch das Problem, dass es einen Eisernen Vorhang gab... (17.03.2008, 18:13) | ||
| Wolfgang Eggerking: | Von woher will der Zoo eigentlich die geplanten Nördlichen Seebären beziehen? Der Zoo in Bremerhaven hat vor einem Vierteljahrhundert vergeblich versucht, für ein vereinsamten Männchen dieser Art die passenden Damen zu finden. "Otto" musste sich seinerzeit mit Südafrikanischen Seebärenfrauen begnügen. Aber das ist lange her, vielleicht haben die Hannoveraner ja mehr Glück- wäre zumindest super!! (17.03.2008, 17:53) | ||
| Michael Mettler: | Der Vorschlag hat sich ohnehin erübrigt, die Büffel leben seit ein paar Tagen in Südafrika. Strauße auf der Giraffen- oder der Wüstenanlage wären nur möglich, wenn es freien oder zusätzlich errichteten Stallraum gäbe. Das war schon nicht der Fall, als man genausogut die Dromedare auf einer dieser beiden Anlagen hätte unterbringen können. Mit der Ostafrika-Steppe dürfte es nicht anders aussehen, folglich müsste in jedem Fall eine andere Tierart für die Strauße weichen, und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Ich kenne den Stall der Kaamas nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass die Boxen in Größe und Stabilität für Wildrinder ausreichen, somit würde der Besatz einen erheblichen Umbaubedarf auslösen. Ich lege meine Hoffnung noch immer in eine Büffelanlage auf der Fläche der alten Bärenanlage/neuen Showarena... Die "Big Five" kann der Zoo ohnehin nicht in ihrem thematischen Zusammenhang in "Sambesi" präsentieren, mangels Afrikanischer Elefanten und Leoparden. Eine Konzentration der Kaamas in Arnheim würde das Risiko, bei Krankheit gleich den gesamten Bestand zu verlieren, unnötig erhöhen. (10.03.2008, 15:25) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Ulli Ja, ich denke irgendwo wurde im Forum auch schonmal darüber gesprochen, das es schade ist, die Kaffernbüffel abzugeben. Leider wird sich das jetzt wohl ebensowenig noch ändern lassen wie der Bau des Pinguinschiffes. Nichtsdestotrotz - ich bin schon sehr gespannt, wie Yukon Bay dann im fertigen Zustand aussehen wird. (10.03.2008, 13:57) | ||
| Ulli: | Ich weiß, einige werden mich steinigen: Aber warum kann man die Kaffernbüffel nicht auf die Anlage der zweifellos sehr selten zu sehenden Kaamas halten (natürlich mit entsprechenden Anpassungen in der Anlage) und die Kaamas nicht in einen anderen Zoo abgegeben oder auch in Arnhem konzentrieren. Ich denke, die Kaffernbüffel (Einer der Big Five) sind für die "normalen" Besucher deutlich spektakulärer als die Kaamas und Kaffernbüffel sind ähnlich selten in deutschen Zoos zu sehen. Die Strauße sind auch auf anderen Anlagen innerhalb des Sambesi integrierbar (z.B. bei den Steppenzebras bzw. bei der Giraffenanlage, ggf. auch bei den Mendesantilopenanlage). (10.03.2008, 12:45) | ||
| Michael Mettler: | Habe die Baustelle heute gesehen - welch eine riesige Fläche tut sich da auf! Inzwischen frisst sich die Abrissbirne ins alte Elefantenhaus vor, der Nashorn/Tapir-Bereich ist samt Außenanlage bereits fast komplett abgerissen, der alte Elefantenstallbereich steht noch. Da nun auch sämtliche beim Umbau angefügten Verbrämungen entfernt wurden, kamen sogar die alten Elefanten-Stalltore noch mal zum Vorschein. Und hinter all den Schuttbergen und planierten Flächen prangt unverändert das Kaffernbüffelgehege... Die Büffel konnte ich allerdings aus der Ferne nicht erspähen, falls sie noch da sind. Bedingt durch Baumfällungen ist es auch in den angrenzenden Bereichen des Zoos ungewohnt hell geworden, das macht sich sogar im Tropenhaus deutlich bemerkbar. Am Bauzaun wirbt übrigens ein Reiseunternehmen mit riesigen Transparenten für Tourismus am "richtigen" Yukon... Da Yukon Bay nun auch schon in den neuen Zooplan eingefügt wurde, lässt sich die Verteilung der neuen Bereiche ganz grob etwa so schildern: Bisons = alte Ponyreitbahn Karibus und Wölfe = von dort bis einschließlich altes Flusspferdhaus/Eiscafe inklusive alte Show-Arena und Besucherbereich um diese herum Fischerdorf, Marktplatz, Eingang zur Unterwasserwelt = altes Elefanten- bzw. Tapirhaus inkl. Tapiranlage und Besucherbereich um diese herum Robben = altes Kaffernbüffelgehege Eisbären und Pinguinschiff = altes Watussirind- und Bisongehege Hört sich jetzt erst mal alles kleinräumig an, aber die jetzige freie Fläche spricht eine andere Sprache, da ist wirklich reichlich Platz. Immerhin ist die Yukon-Bay-Fläche ungefähr so groß wie der Kölner Elefantenpark inklusive dessen Besucher-Außenbereichen und Vorpflanzungen. (09.03.2008, 22:50) | ||
| Michael Mettler: | Laut heutiger Tageszeitung soll zu den beiden Wiener Männchen noch eine Bärin kommen. Da nehme ich doch stark an, dass einer der beiden Männer früher oder später Hannover wieder verlassen wird (Oder vielleicht auch gar nicht erst herkommt, falls der EEP-Koordinator bis 2010 noch eine junge, unverwandte Bärin vermitteln kann.) Nach einem Foto im selben Bericht zu urteilen sind die Karibus mittlerweile im Schaubereich, also im alten Rentiergehege! (08.03.2008, 11:13) | ||
| Niedersachse: | Und die Eisbären sind beides Männer. Will man denn ne Männergruppe halten oder muss man sich ähnlich wie bei den Giraffen erstmal beweisen? (08.03.2008, 10:16) | ||
| Michael Mettler: | Auf der Homepage des Zoos gibt es das m.W. erste veröffentlichte Foto der Karibus. Unverständlicherweise ist auf der Startseite der HP der Button "Aktuelles" verschwunden, an dessen Stelle jetzt das "Yukon Bay Bautagebuch" zu finden ist, aber über die Seitenübersicht gelangt man zu den aktuellen Meldungen. Die aktuellste: Zwei Eisbären für Yukon Bay stehen bereits fest, nämlich die derzeitigen Wiener Jungtiere! (07.03.2008, 18:53) | ||
| IP66: | Mit "neu" meinte ich vor allem eine Rarität, die mir noch nicht lebend begegnet ist - ein zugegebenermaßen sehr subjektives Verständnis. (20.02.2008, 11:47) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Wahrscheinlich sogar für ZWEI neue Arten, ich erinnere an die angestrebten Nördlichen Seebären. (19.02.2008, 11:22) | ||
| IP66: | Immerhin wäre dann der so häufig verteufelte Spaßzoo für eine neue Art gut - mich würde das sehr freuen! (19.02.2008, 11:13) | ||
| Niedersachse: | Was heißt kommen WERDEN?? Die sind schon da und werden noch hinter den Kulissen in Qurantäne gehalten. Tipp mal drauf, dass sie aus Kanada kommen. Dahin hat ja Hannover ja eh guten Kontakt, so hat man ja auch die Elefantenbullen Nikolai und Calvin von dort geholt. (18.02.2008, 21:30) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Michael Mettler Dann kommen also tatsächlich "echte" Karibus nach Yukon Bay ? Weiss man schon woher diese dann kommen werden..? (18.02.2008, 21:24) | ||
| Michael Mettler: | Neues vom heutigen Zoobesuch: In der Seelöwenanlage waren - falls nicht Tiere im Stall saßen - nur noch zwei Weibchen. Sieht also nach allmählichem Abschied aus: In einem zusätzlich zum Zooplan erhältlichen neuen Faltblatt zum Umbau ist das Robbenbecken in Yukon Bay bereits mit "Seebären" beschriftet. Die Hausrentiere sind weg, im Gehege stehen vorübergehend die Alpakas. Ein Aushang weist darauf hin, dass hier bald die Karibus einziehen werden. Da auf einer Schautafel am gegenüber liegenden Wolfsgehege ein Wolfs-Speiseplan mit der Angabe "Sonntags: Rentier" zu lesen ist, haben einige Besucher grinsend über den Verbleib der Rentiere spekuliert :-) Bison- und Watussirindanlage sind komplett abgerissen (einschließlich der Betongräben), die Kaffernbüffelanlage steht noch. Habe die Tiere zwar aus der Ferne nicht gesehen, gehe aber mal davon aus, dass sie noch da sind. Ich weiß nicht, wann das Tapirhaus/alte Elefantenhaus abgerissen wird, aber theoretisch müsste man das Büffelpaar auch dorthin umsiedeln können, falls sich die Abgabe noch länger hinzieht; immerhin waren die Tapirställe ursprünglich für Nashörner gebaut, da sollten sie auch Büffel aushalten... So weit ich mich erinnere, gibt es am Büffelstall aber auch noch ein Absperrgehege zum Wirtschaftshof hin. Die Tribünen der alten Show-Arena sind ab- und am neuen Standort aufgebaut. An einigen Stellen kann man dadurch auf der Fläche wieder die Grabenkante der früheren Elefantengehege erkennen. (17.02.2008, 19:07) | ||
| IP66: | Ich denke, daß die Frage des Eintrittspreises in Hannover so lange als unproblematisch angesehen wird, wie Neubauten entstehen, die von Anspruch und Charakter die Erwartungen erfüllen, die ihre Vorgänger geweckt haben. Kritisch wird es erst, wenn anderenorts neue Moden verfolgt werden, die beim Publikum besser ankommen und sich herausstellt, daß das Modell eines sich selbst finanzierenden Zoos nicht funktionieren wird, trotz der freizeitparkartigen Elemente und trotz der hohen Preise. In Gelsenkirchen kann man absehen, wann diese Phase erreicht sein wird, in Hannover rechne ich mit einem gewissen Erfolg des Konzeptes - ähnlich wie auch der Umbau des 60er Jahre lange als vorbildlich und ausgesprochen modern galt. (07.02.2008, 18:17) | ||
| Oliver Jahn: | Ich möchte das Thema hier nicht ausweiten, denn ich bin ja selber einer von denen, die immer wieder zur Disziplin aufrufen. Aber zei Bemerkungen seien mir doch noch gestattet. Zum einen wohnen ja nun nicht alle 7,4 Millionen Arbeistlosengeld II Bezieher in Hannover. E gibt auch noch sehr viel günstigere Zoos und Tierparks, einige sind sogar kostenfrei oder haben starke Ermäßigungen für diesen Personenkreis. Zum anderen finde ich den Begriff Armut hier immer doch ein wenig hoch gegriffen. 347 Euro Regelsatz plus Kosten der Unterkunft (Miete und Nebenkosten) sind wirklich nicht viel. Aber wer da von Armut spricht, dem empfehle ich doch mal den Blick in einige andere Länder, evtl. sogar mal andere Kontinente. (05.02.2008, 21:30) | ||
| Ulli: | In vielem ist man sich im Forum ja einig: Ausbau von Zoos, Arten- und Naturschutz, Kurzweil im Zoo. Niemand will, dass irgendein Zoo auf dem jeweilign Status quo bleibt. Wenn in Halle aus Geldmangel nur wenig investiert werden konnte, so ist das bedauerlich. Dies liegt aber sicher nicht nur daran, dass der Eintritt dort billig war, sondern an weiteren vielfältigen Bereichen, die in Halle im Vergleich zu anderen Städten vielleicht über Gebühr ebenfalls versorgt werden müssen. Es ist wirklich phantastisch, dass der Großraumverband / die Region Hannover nach vielen Jahren der Stagnation auch wieder bereit ist, in den Zoo Hannover zu investieren. Auch ein Prof. Dittrich hätte sich zu seiner Zeit über einen solchen Geldsegen sicher gefreut und auch gerne genutzt. Was mich nur immer wieder aufregt ist die Tatsache, dass man weitgehend nicht hinterfragend den andernorts nicht unumstrittenen Visionen eines Juristen und Zoointeressierten in der Position eines Zoodirektors folgt. P.S. bevor wieder Kommentare zu „Herrn Ulli“ kommen: ich traue mir den Job persönlich auch nicht zu und würde ihn deshalb auch nicht wahrnehmen. Der Zoo hat trotz der hohen Eintrittspreise immer noch einen öffentlichen Zuschussbedarf von rund 19 Prozent. Hagenbeck muss bei diesem Eintrittsniveau die Kosten weitestgehend selbst abdecken. Der Zoo Hannover wird noch auf Jahre hin noch rund 10 % (unter Vorbehalt) der Gesamtaufwendungen zahlen müssen. In absoluten Zahlen umgerechnet entspricht dies aber auch einer Summe, mit der kleinere Zoos große Teile des gesamten Haushaltes abdecken. Nicht die Zinsenzahlung an sich ist ungewöhnlich, diese Form der Finanzierung machen inzwischen auch andere Zoos. Nur sind in meinen Augen in den letzten Jahren viele Mätzchen in Hannover mitgebaut worden, deren Finanzierung ja zu einem Gutteil auch durch die Zinsen getilgt wird. Und dann gab oder gibt (?) ja auch immer noch die Idee der Geländeabtretung mit einer anschließenden Zurückpachtung auf 99 Jahre – nur um gegenwärtig (hier und jetzt) die letzte Vision kostenmäßig stemmen zu können. Und bei alledem bleibt: die Affen harren der Dinge und es ist die Frage, ob diese neuen visionären Bauwerke auch den Bedingungen oder Vorstellungen in der Zukunft genügen; Bauwerke, die man dann seinerseits vielleicht gerne verändern möchte - was man aus Geldmangel oder aufgrund langfristig gebundener Mittel in Form von Zinsen dann aber nicht durchführen kann. Der Zoo Hannover hat sich grundsätzlich für eine Eisbärenhaltung entschieden. Man kann sie befürworten oder nicht – sie ist aber in einer Mehrheitsentscheidung gefallen und damit maßgeblich. Eine Bärenhaltung, speziell Eisbären, ist ein Millionenobjekt – keine Frage. Die hier anvisierte Summe für den Gesamtkomplex steht aber in meinen Augen in keinem sinnvollen Verhältnis zu dem zweifelsohne notwendigen Aufwand für eine angemessene Unterbringung für alle in der Themenwelt vorgesehenen Arten. Meinen Vergleich zur Lippenbäranlage in Rheine (den Michael in dem Zusammenhang putzig fand), meinen deshalb nachgeschobenen Beitrag über die Gesamtkosten der Saline Gottesgabe, in dessen Rahmen die Zooerweiterung des Naturzoo Rheine (mit ähnlichen Tieren wie in der Themenwelt Yukon Bay) nur einer von vier Bereichen war, und auch mein Vergleich zu Takamanda in Osnabrück, das zeitgleich in Angriff genommen wird, mit Kosten von jeweils rund 10 Millionen Euro habe ich bewusst eingebracht. Hätte der Zoo Hannover 15 Millionen Euro als Finanzrahmen ausgegeben, wäre dies in meinen Augen nachvollziehbar gewesen, unabhängig davon ob man nun eine solche Investition grundsätzlich für einen Zoo als notwendig betrachtet oder nicht. Die weitaus höher veranschlagten Kosten für Yukon Bay haben aber sicher nur zu einem Teil mit Abriss- und Entsorgungskosten zu tun. Einen Kostenvoranschlag von 31,6 Millionen Euro für eine Themenwelt mit relativ wenigen Tieren, gleichzeitig aber den vielen Unterhaltungsbestandteilen empfinde ich in Anbetracht ansonsten knapper Mittel im Naturschutz (sicher auch in der Yukon-Region selbst) als Affront. (05.02.2008, 16:35) | ||
| Ralf Seidel: | @Ulli, zugegebenermaßen kann und will ich nicht allen Ihren Argumenten folgen. Was die Diskussion zur Thematik Eintrittsgelder betrifft, meine ich sollte man aber wohl relativieren. Ich meine auch, dass der Eintrittspreis in Hannover recht hoch liegt - die Region Hannover tat sich ja in der Vergangenheit da in vielen Dingen schwer - nehmen wir mal das Stichwort "Zooschule". Gesellschaftliche Ungerechtigkeiten gibt es, ohne Frage - Suppenküchen für Schulkinder sind eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt. Na ja, Oliver, die 2500,- € Durchschnittseinkommen lt. Statistik -das ist eben nur ne Statistik, von der Realität sehr weit entfernt. Und mittlerweile ja auch nicht nur mehr ein Ost-Problem...Da gebe ich Herrn Ulli in vielen Punkten auch gern Recht. Andererseits sind Investitionen in den Zoos aber auch nicht mehr zum Schnäppchenpreis zu haben, selbst ne popelige Vogelvoliere kostet heute zigtausend Euro - ich stehe manchmal kopfschüttelnd vor Gehegen, wo ich den Preis kenne... Kurz nach der Wende warb der Zoo in Halle mit dem Slogan:"Zoo Halle - der billige Zoo". Das fand ich einfach furchtbar. Zwar wurden Wege ausgebessert und Anlagen notdürftig geflickt geflickt. Aber zur gleichen Zeit entstanden in Dresden oder Magdeburg neue schönere Gehege - mit der Maßgabe freilich, die Preise zu erhöhen... Ich glaube das hat sich insgesamt relativiert, wo fleißig investiert wird kostet das auch etwas, logisch. Insgesamt aber wird das aber auch durch die Besucher weitestgehend honoriert. Der Besucher ist schon bereit, auch mal einen Euro mehr zu zahlen - nicht nur in den Zoos, das gilt für die ganze Freizeitindustrie / Tourismus. Man muss nur aufpassen, das Ganze nach oben nicht zu sehr auszureizen - das kann dann freilich sehr schnell nach hinten los gehen... Oliver Jahn's Vergleich mit den Ausgaben eines Kinobesuchs ist zwar alt, aber nach wie vor zutreffend. Noch immer bekommt der Besucher bei einem Zoobesuch unendlich viel geboten, man muß ihm das aber auch klar machen... Schön ist es natürlich, wenn ich beispielsweise von den Zoofreunden in Duisburg höre, dass man die Eintrittspreise bewusst versucht niedrig zu halten. Eine traditionelle Arbeiterregion, wo man auch den sozial schwachen Kindern im "Ruhrpott" die Möglichkeit geben möchte, jederzeit preiswert den "Notausgang zur Natur" aufzusuchen. In Zeiten zunehmender sozialer Kälte und Arroganz einfach nur lobenswert... Andererseits Herr Ulli muss ich Ihnen als gebürtigen "Wessi" nicht den Markt erklären. Mir greifen ständig irgendwelche Leute in die Taschen: Vermieter, Energieversorgung....-ich würde denen zu gern auf ihre schmierigen Finger klopfen, geht aber nicht... Für einen guten Zoo gebe ICH gern mal ein paar Euro mehr aus. (05.02.2008, 13:24) | ||
| Ulli: | @Oliver Jahn Ja es geht noch einmal ums Geld. Es ist erfreulich, dass viele Forenteilnehmer in gesicherten finanziellen Verhältnissen leben. Dennoch gibt es auch andere Zahlen zum Nachdenken. Demnach stieg die Zahl der Hilfeempfänger nach Hartz IV im April 2007 laut dem Tagesspiegel auf rund 7,4 Millionen (davon rund 2,5 Millionen in der Arbeitslosenstatistik erfasst). Im Jahr 2007 sind dem Kinderreport 2007 zufolge in der Bundesrepublik Deutschland 14% der Kinder arm. Eine andere Zahl: Rund 17 Prozent aller deutschen Kinder leben in Familien, die Hartz-IV-Leistungen erhalten. Besonders Alleinerziehende drohen zu verarmen. Laut dem Kinderreport 2007 wird geschätzt, dass knapp 6 Millionen Kinder in Haushalten wohnen, in denen die Eltern über ein für die Familie nicht existenzsicherndes Jahreseinkommen von insgesamt (höchstens) 15.300 Euro verfügen. In der Graphik - leider nicht mehr ganz aktuell, aber in der Tendenz immer noch gültig und immer noch beeindruckend Selbst beim Einkauf in einem Discounter müsse man pro Tag durchschnittlich 4,68 Euro ausgeben. Der Gesetzgeber sehe bei 14- bis 18-Jährigen jedoch nur 3,42 Euro vor. Für Hartz-IV-Kinder unter 14 Jahren sind täglich sogar nur 2,71 Euro zum satt werden vorgesehen. Der aktuelle Eintrittspreis zur Zeit im Zoo Hannover für Kinder (3-17 Jahre): 12,80 Euro, vom 3.11.2007-09.03.2008 Kind (3 bis 17 Jahre): 10 EURO. Die Zoofreunde Hannover übernehmen Eintrittsgelder für Kinder aus sozialschwachen Familien. Der Zoo Hannover ist scheinbar finanziell damit überfordert. Früher gab es in Hannover freien Zooeintritt im Rahmen des Ferienpasses… Mich bringt so etwas auf die Palme, auch wenn ich persönlich nicht zu dieser einkommensschwachen Klientel gehöre. (05.02.2008, 10:00) | ||
| Oliver Jahn: | @Ulli, nun sind Sie doch letztlich wieder beim Preis gelandet, in den meisten anderen Punkten durfte ich ja unerwartete Zustimmungen bekommen. Ja, Hannover ist teuer. Sehr teuer. Da nun wiederum gebe ich Ihnen Recht. Aber bitte noch mal, worüber reden wir hier? Ich bin als Familienvater sicher kein Befürworter hoher Preise. Die muss ich beruflich bedingt schon bitter schlucken, wenn ich einmal pro Woche tanken MUSS! Auch ich freue mich über jedes Schnäppchen. Aber irgendwo müssen wir auch mal die Kirche im Dorf lassen. Eine Schachtel Zigaretten kostet heute 4 Euro und es sind nur noch 17 Zigaretten drin. Ein mittelstarker Raucher schafft es also in zwei Tagen, einen ganzen Tag im Zoo Hannover in die Luft zu blasen. Die Seilbahn im Harz habe ich schon erwähnt, und die ist noch günstig, fahren Sie mal nach Berchtesgaden und fahren dann mit dem Fahrstuhl auf den Obersalzberg. Auch eine Kinokarte kostet für 2 Stunden bereits 8 bis 10 Euro. Aber bleiben wir mal beim Zoo. Wie alle Vergleiche, so hinkt sicher auch der meinige, aber er soll doch mal ein wenig zur Urteilsfindung beitragen. Der Zooeintritt in Halle lag 1913 bei 0,50 Mark. Das Durchschnittseinkommen lag bei 930 Mark im Jahr, das sind 77,50 Mark im Monat. Ein Zooeintritt kostete durchschnittlich also 0,64% eines Monatslohnes. Und dabei bleibt festzustellen, dass Halle schon damals relativ günstig war. Die Zoos von Frankfurt, Köln und Hannover waren teurer. Und heute liegt lt. stat. Bundesamt das Durchschnittseinkommen bei 2500 Euro. Bei einem Eintritt von 19 Euro liegt dieser also bei 0,76 % eines Monatslohnes. Also ehrlich, da gibt es für mich keinen Erklärungsbedarf. Wenn ich jetzt mal noch die Jahreskarten gegenüber stellen würde, wären die Werte tendenziell natürlich noch besser bzgl. unserer heutigen Zeit. Vor allem dürfen wir auch nicht vergessen, wie sich das Konsumverhalten in den knapp 100 Jahren verändert hat. Wie viel mehr an Geld haben wir heute zur Verfügung, für Hobby und Freizeit? Von daher freue auch ich mich, wenn ich in Halle 7 oder 8 Euro und in Magdeburg gar nur 5 Euro an Eintritt zahle. Aber was muss ich dann in einem Artikel der Magdeburger Volksstimme lesen, in dem Besucher des Zoos nach ihren Eindrücken vom Zoo befragt wurden? "Der Zoo Magdeburg hat uns wirklich gut gefallen, nur die Elefanten sind nicht schön untergebracht. Und der Zoo ist zu teuer!" Ohne Worte!! (04.02.2008, 21:43) | ||
| Ulli: | @Oliver Jahn: Ich reihe mich gerne in der Reihe derer ein, die den alten Zoo Hannover nicht (!) besser fanden. Aber: es gab auch auf der Basis dieses wirklich sanierungsbedürftigen Zoos vielfältige Möglichkeiten, ihn kostengünstiger zu sanieren. Nehmen wir allein die Elefanten: vor der alten Anlage war eine riesige ungenutzte Wiese, die längst als Erweiterungsfläche ins Auge gefasst war, hinter dem Haus hätte man da zukünftige Areal von Yukon-Bay auch weitegehend für eine Bullenanlage nutzen können. Auch das Haus wäre für eine moderne Elefantenhaltung sanierbar und erweiterbar gewesen, allein schon durch Verlagerung des Besucherbereiches beipielsweise als Anbau vor das Haus, das Dach hätte ebenfalls nach oben lichter werden können. In letzter Konsequenz hätte das Haus sich nicht von dem komplett neuen Elefantenhaus unterschieden. Und so lässt sich die Reihe beliebig für jede Art (Löwen, afrikanische Huftiere, Affen usw. usw.) fortsetzen. Aber genau das war nicht die Intention der neuen Zooleitung. Und noch mal am Rande Die Wertschöpfung pro Karte steht für mich in Widerspruch zum nominellen Einzeleintrittspreis – hier gibt es schon Erklärungsbedarf. Schon beim vierten oder fünften Besuch im Jahr wird der Zoo Hannover ja auch deutlich billiger und für einen Stammgast wird er zum Schnäppchen. Im Vergleich zum Einzeleintritt ist die Dauerkarte ja auch günstig und das soll auch bitte so bleiben. In Hannover kostet die Familienjahreskarte 149 Euro, in Osnabrück sicher erstaunliche 74 Euro, in Münster zu Hannover vergleichbare 135 Euro und in Halle scheint es Familiendauerkarten gar nicht zu geben. Dafür kostet dafür der Familien-Einzeleintritt in Halle mit 18 Euro (bzw. 10.50 Euro) etwa so viel wie in Hannover der Einzeleintritt für einen Erwachsenen. Nur soviel zur eigenen Urteilsfindung. @Michael Mettler Genau auf diese Argumentation hatte ich gewartet - sie ist nun wirklich die typische Argumentation zur Verteidigung konzeptionell überteuerter Projekte. Also im einzelnen: die neue Wolfanlage in Osnabrück blieb im sehr deutlich fünfstelligen Bereich, die Absperrung und Schutzhütte zur Haltung von Karibus fällt auch eher in den zu vernachlässigenden Bereich, für die Bisons muss die Absperrung zweifelsohne stabiler sein - aber mit rückwärtigen Eisenträgern und einer Holzverkleidung davor, womöglich noch als Spende oder aus Recyling-Beständen der alten Anlage dürfte dies keine Unsummen kosten, bliebe hier noch die Einbringung des speziellen Huftierbodens. Die Präriehundanlage in Rheine im Zuge der Erweiterung des Naturzoos zur Regionale 2004 war aufgrund der Gestaltung ein etwas aufwendigerer Kostenfaktor Ach ja - die Pinguinanlage und Seehundanlage im Naturzoo Rheine - erstellt im Rahmen des Projektes „Saline Gottesgabe“ im Zuge der Regionale 2004. Zu diesem Projekt gehörten als zusammenhängende Mosaiksteine: 1. Neugestaltung der Parkanlage mit Gradierwerk, 2. Sanierung Salzsiedehaus, 3. Erweiterung Naturzoo und Neuordnung Freiraum sowie 4. Parkpflegewerk Bentlage – Gesamtkosten für alles 9.700.000 Millionen Euro. (http://www.regionale2004.de/pdf/r2004projektkatalog1.pdf) Vielleicht zur Ehrenrettung: Die Anlage für Königspinguine (für Hannover leider nicht vorgesehen) im Zoo Wuppertal hat 3,05 Millionen Euro gekostet. Blieben also noch die schon erwähnten 750.000 Euro für die Lippenbären. Also womit lassen sich also alle Mehrausgaben von 30.275.000 Euro (Verzeihung 30.875.000 Euro laut Beschlussvorlage) begründen. In letzter Konsequenz noch nicht finanziell abgedeckt sind als nicht förderfähigen Teils der Gesamtfinanzierung ein durch den Zoo finanzierter Kredit von 4,2 Mio. EUR, der auch erst einmal gestemmt werden muss, sowie eine nicht weiter spezifizierte Restfinanzierung (Spenden, Sponsoring und Eigenanteil Zoo) von 2,6 Mio. EUR (9,6 % der Kosten) Ach ja in Osnabrück kommt man bei Takamanda für 5 Hektar Fläche mit einem Drittel der Yukon-Kosten aus... Mit fremden Geld lässt sich halt leichter umgehen. Hoffen wir, dass sich bei den Waldkaribus auf Dauer nicht die schon angesprochenen Probleme mit Abgabemöglichkeiten, Verwandtschaftsbeziehungen und Inzucht ergeben. Bei den Pferdeantilopen muss ich dir Recht geben, die Entscheidung fiel wirklich früher – ich hatte es mit der Artenfestlegung für den Sambesi in einen Topf geworfen - sorry. Die Wombats wurden seit mindestens Anfang der achtziger Jahre, vielleicht auch als Reaktion auf die Dissertation von Herrn Boer, zunächst innen im Elefantenhaus (zum Schluss Gürteltieranlage) und dann späterhin auch abends (vor 15 (?), 20 (?) Jahren) auf der Nashornanlage gehalten und haben seitdem zunehmend den Kultstatus gewonnen. Für mich persönlich haben sie bereits frühzeitig nach der Kenntnisnahme der Dissertation in der Stadtbibliothek Hannover zu Beginn der achtziger Jahre diesen Kultstatus gewonnen. Also puristisch betrachtet, magst du mit der Reihenfolge Dissertation und öffentliche Präsentation recht haben – nur werden sie seit annähernd einem Vierteljahrhundert (!) für eine vermeintlich „unattraktive“ oder „unbekannte“ Art doch bemerkenswert exponiert präsentiert. Wirklich ein Vorbild für andere Zoos – Duisburg hat dies schon begriffen. Übrigens: selbstverständlich kuschelig sind Wombats in der Regel ganz und gar nicht. Das die Tapirhaltung in Hannover zu Dittrichs Zeiten Mist war, darüber brauchen wir uns nicht zu streiten. Sie wurden ja auch vernünftigerweise abgegeben. Der neue Kult um die Tapire beruht auf drei Dingen: 1. Man brauchte eine repräsentative zwischenzeitliche Ersatzlösung 2. die Tapire wurden im Vergleich zu fast jedem anderen Zoo in Hannover wirklich sehr gut präsentiert und 3. die Tapire haben durch ihr nicht unbedingt selbstverständliches „Streichelverhalten“ ihren Kult selbst erst ausgelöst. Krakau kann sich auf diese Tapire wirklich freuen. Hoffen wir, dass den Wombats ihr Kultstatus auf Dauer mehr nutzt als den Tapiren. Zu den Affen: meines Wissens gab es einen Einspruch seitens des Architekten hinsichtlich starker baulicher Veränderung und Beeinträchtigung des Gebäudes, was eine Priorität genoss. Aber: anschließend hat immer noch die potentielle Erweiterungsmöglichkeit bestanden – heute gibt es sie dank der Löwen und Yukon Bay definitiv nicht mehr, es sei denn rückwärtig hinter dem Haus. „Lustig“ dürfte es auch werden, wenn irgendwann einmal auch die Haltungsauflagen für Elefanten, speziell für Bullen, sich verändern. Auch die hat man ja systematisch eingemauert oder man reißt dann die Palastruinen von Ranthambore wieder ab… (04.02.2008, 11:23) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Kanada steht fest, laut ISIS hält der Zoo Sauvage de St. Felicien in Quebec die größte Herde dort und könnte wohl am ehesten gleich fünf Tiere auf einen Schlag abgeben. Mag natürlich sein, dass es noch ähnlich "bestückte" Nicht-ISIS-Halter gibt. (04.02.2008, 10:32) | ||
| Sacha: | @MM: Mache ich sogar gerne. Ich nehme dafür meinen Stetson (ist auch amerikanisch obwohl eine Biberfellmütze passender wäre - nur die habe ich nicht). Wobei ich immer noch gerne wüsste, woher genau die Karibus kommen (oder habe ich irgendwo einen Hinweis überlesen?)..... (04.02.2008, 09:59) | ||
| Michael Mettler: | Ach ja, ehe ich es vergesse: @Sacha, du kannst schon mal anfangen zu üben, deinen Hut zu ziehen... Als du am 31.1. deinen entsprechenden Beitrag schriebst(und der NP-Artikel erschien), befanden sich fünf junge Waldkaribus (Rangifer tarandus caribou) bereits auf hannoverschem Boden :-) Stehen allerdings noch in der Quarantäne. Die Abgabe der Hausrentiere ist folglich nur noch eine Frage der Zeit, denn die Karibus werden nach der Quarantäne und einer Bodenaufbereitung in deren jetzige Anlage einziehen und sich dort bis zur Fertigstellung von Yukon Bay vielleicht schon vermehrt haben... (03.02.2008, 22:38) | ||
| Michael Mettler: | Aktuelle Korrektur: Die Gürteltiere dürften wohl inzwischen nicht mehr in der Innenanlage sein, das Haus ist für Besucher gesperrt. Die Show-Arena wird gerade demontiert, die Papageien-Außenvolieren sind schon weg (Eventuell Weiterverwendung hinter den Kulissen der neuen Show-Arena? Die "Betonwürfel"=Innenvolieren stehen aber noch.), altes Flusspferdhaus resp. Eiscafe/Pastaria/Bällebad und Schildkrötenhaus samt Freianlage sind abgerissen. Im gesamten Baugelände ist nur noch der direkte Weg vom Tropenhaus zum Yukon-Bay-Container (und weiter zum Dschungelpalast) begehbar, alle anderen Wege rund um das alte Elefanten-/zuletzt Tapirhaus sind gesperrt. Auf der Tapir-Außenanlage stapelt sich das Schnittholz gefällter Bäume, die Bisonanlage ist leer, nur die beiden Kaffernbüffel sind noch immer in den Rinderanlagen und wirken hinter all den "Wrackteilen" ein wenig wie Schiffbrüchige... (03.02.2008, 22:13) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Den prozentualen Kostenvergleich zwischen der Lippenbärenanlage in Rheine und Yukon Bay finde ich einfach nur noch putzig - eine Einzelanlage gegen einen ganzen Zooteil! Der Umbau der Wolfsanlage in Hannover war dafür deutlich billiger als Alaska-ZOOM... :-) Wenn du den Vergleich Hannover/Rheine schon ziehen willst (der in meinen Augen noch wesentlich unpassender ist als der von dir kritisierte Vergleich Hannover/Leipzig), dann müssten aus Rheine noch die Baukosten für das übrige Erweiterungsgelände (Robben! Pinguine! Präriehunde! Huftieranlagen!) sowie das Restaurant hinzugenommen werden, und selbst dann wären die Kosten logischerweise deutlich niedriger, weil kaum Abriss- und Entsorgungskosten anfielen. Übrigens: So weit ich mich erinnere, hätte Hannovers Ex-Chef Dittrich beim Umbau des Tropenhauses für die Niederen Affen damals gern die Außenanlagen nach Rheine-Vorbild geräumig und billig gebaut, durfte dies aber nicht, weil das hannoversche Bauamt derlei Konstruktionen nicht billigte und man deshalb zähneknirschend die viel teureren, noch heute bestehenden "Bunkeranlagen" errichten musste. Ob sich die örtlichen Vorgaben inzwischen geändert haben? Als Böer seine Beobachtungen für die Dissertation über das Verhalten der Plumpbeutler (1980) in Hannover durchführte, hatte noch kein normaler Besucher die Tiere zu Gesicht bekommen - die anfänglich drei Wombats (1,1 Tasmanier, 0,1 Australier) wurden nämlich ab 1977 viele Jahre ausschließlich hinter den Kulissen gehalten, zuerst in einem Quarantänegehege auf dem Wirtschaftshof (wo die Fotos der Dissertation entstanden), später auch im Wirtschaftsbereich des Giraffenhauses. Die Dissertation kann also wirklich nicht als Beginn der Popularität der Wombats in Hannover betrachtet werden. Auch nach ihrem Verbringen in den Schaubereich (Innenanlage im Elefantenhaus, jetzt - noch - mit Gürteltieren besetzt) kann ich mich trotz damals sehr vieler Zoobesuche nicht daran erinnern, dass sie von den Besuchern sonderlich beachtet wurden oder ihnen gar bekannt waren. Ihre Hauptaktivität zeigten sie ohnehin nachts, wenn sie auf die dann leere Nashorn-Außenanlage gelassen wurden - sehr publikumswirksam... Dieses "Schicksal" teilten sie übrigens mit den Tapiren der Dittrich-Ära (damals Schabrackentapire), denn auch die fanden fast ausschließlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: Tagsüber standen sie in den Boxen des Nashorntraktes (für Besucher unsichtbar, da ihre eigentliche Innenanlage von anderen Tieren blockiert wurde - u.a. von Wasserschweinen und ausgerechnet den Wombats!), und auch sie durften nur raus, wenn die Nashörner abends aufgestallt wurden oder wegen zu kalten Wetters gleich ganz "zuhause" blieben - wie auch Otto Normalbesucher... In der vermeintlich "guten alten Zeit" hat also Machens' Vorgänger Dittrich die Popularität SEINER Tapire nicht einmal zu fördern VERSUCHT! Die durch Zoomitarbeiter beeinflusste Entscheidung zur Weiterführung der Pferdeantilopenhaltung fand vor Machens' Amtsantritt und somit logischerweise auch nicht gegen seine Meinung statt, sie war eine Folge der Umgestaltung der alten Antilopenanlagen in den jetzigen Zustand und der damit verbundenen Artenreduzierung. Es stand zur Wahl, ob die Pferde- oder die Rappenantilopen bleiben sollten (eine von beiden Arten auf jeden Fall), und die Pfleger votierten für die Pferdeantilopen. Im ersten Entwurf für den Erlebniszoo war - nebenbei bemerkt - laut Aussage eines Pflegers eine Sambesi-Anlage für Pferdeantilopen auf der Fläche der alten Bärenanlage geplant. (03.02.2008, 22:01) | ||
| Oliver Jahn: | @Ulli, Sie bringen es auf den Punkt, ja, ich finde Ihre Aussagen provokant, und genau darum versuche ich ja, einfach mal ein realistisches Bild aufzuzeigen, so ganz los gelöst von eingefleischtem, oder zutiefst enttäuschtem Lokalpatriotismus. Wie Sie (nicht ganz richtig) feststellen, gibt es in Deutschland nur noch 8 Halter von Flusspferden. Wenig genug, einer davon ist Hannover, und das nicht mit gerade noch zulässigem Altbau, wie Stuttgart, Köln oder Frankfurt, sondern mit einer neuen Anlage, die so konzipiert ist, dass man an eine Zukunft der Flusspferdhaltung in Hannover glauben kann. Wie diese in Köln, trotz großer Pläne, Frankfurt oder Stuttgart aussieht, weiß man nicht. Es wären nicht die ersten Zoos, die gerade die Hippos über die "Wupper" gehen lassen. Und neue Halter für Hippos sind ebenfalls nicht in Sicht. Sicher gibt es sehr viele Elefantenhalter in Deutschland und auch nicht wenige Nashornhalter, allerdings waren auch das schon mal mehr und in den letzten Jahren ist keiner neu hinzugekommen. Alle drei großen Dickhäuter hingegen hält gerade mal noch eine Handvoll. Der von Ihnen zitierte Tierpark Hagenbeck sogar nur Elefanten. Und trotz seines Flairs, welches ich wirklich sehr mag, empfinde auch ich den Tierbestand bei Hagenbeck als eher mager, möchte aber einräumen, dass dieses ein subjektiver Eindruck sein kann. Genau so fehlt mir das Insiderwissen über Herrn Machens, realistisch gesehen glaube ich aber bei aller berechtigten Kritik auch nicht so ganz an das Bild, welches hier schon mehrfach von ihm skizziert wurde. Den Widerspruch zwischen langweiligem 08/15 und der dann kritisierten Spezialisierung auf die Antilopen sehe ich ebenfalls noch immer. Und zum Ende hin kann ich aus wirklich vielen Gesprächen mit Freunden, Bekannten und Kollegen nicht einen nennen, der den alten Zoo Hannover vor seinem Umbau besser fand. Zugegeben, das sind alles Leute, die einmal im Halbjahr in den Zoo gehen, aber genau diese Leute sind ja eben auch angesprochen, denn genau sie kommen mal wieder in den Zoo, wenn eine Neuigkeit angepriesen wird. Und zu den Preisen nur mal eine Anmerkung. Ich war heute mit meiner Fau und meiner Tochter mal im Harz, in Braunlage, um wenigstens einmal Schnee in diesem Winter zu haben. Da aber auch dort unten kaum Schnee lag, fuhren wir mit der Seilbahn auf den Wurmberg. Wir haben 13 Euro bezahlt, für eine Fahrt von ca. 10 Minuten!!!!! Wollen jetzt mal den Tageseintritt in Hannover auf 10 Minuten umrechnen? Noch mal, mein erklärter Lieblingszoo ist Halle, einer der klassischen Zoos. Von daher sage auch ich frei heraus, dass ich nicht alles am Erlebniszoo-Konzept gut finde. Aber ich finde schon, dass der Erfolg, den Hannover mit seinem Zoo hat, ihm schon Recht gibt. Und im Vergleich zu Leipzig sehe ich beide Zoos auch völlig unterschiedlich. Denn im Zoo Leipzig mit seiner einmaligen historischen Kulisse aus über 100 Jahren Zoogeschichte, da stören mich die Erlebnis-Aspekte, begonnen mit Kunstfelsen, bis hin zu Häusern ala Entdeckerarche sehr viel mehr. Hier finde ich, machen diese Dinge den Zoo an etlichen Ecken kaputt. Aber mir ist eines dabei schon klar. Mit dieser Meinung stehe auch ich relativ ALLEIN da. (03.02.2008, 18:09) | ||
| Ulli: | @Oliver Jahn Bei den Elefanten gibt es 27 Haltungen in Deutschland, davon 8 züchtende asiatische Gruppen und 5 züchtende afrikanische Gruppen, an Nashörnern gibt es in Deutschland zumindest 20 Haltungen und an Groß-Flußpferden immerhin (oder leider nur) noch 6 Haltungen – also so selten ist das nicht. Es war sicher etwas sehr provokativ mit dem Tierbestand – allerdings hat Hannover wirklich einen starken Hang zu Huftieren. Anderen Zoos wurde in diesem Forum gleiches attestiert (ich kann mich erinnern, dass jemand hier den Tierbestand von Hannover als so viel besser und interessanter als in Duisburg bezeichnet hat und hier andauernd der angeblich mickrige Tierbestand von Hagenbeck kritisiert wird) und mir die Lobhuldigung auf Hannover, u.a. von Michael, irgendwie wieder etwas viel wurde. Man darf nicht vergessen, dass Hannover beim Eintritt extrem teuer ist und dafür im Vergleich zum ähnlich teuren Zoo Hagenbeck deutlich weniger an Tieren zeigt, ein durchaus teurer Zoo wie Münster ebenfalls breiter aufgestellt ist und die anderen von mir erwähnten Zoos zwar wechselseitig jeweils auf eine Art bei Elefanten, Nashörnern und Flusspferden verzichten aber in meinen Augen trotzdem breiter aufgestellt sind. Deshalb empfinde ich das Preis-Leistungsverhältnis in Hannover wirklich unangemessen. Bei einem Durchschnittspreis wie in anderen deutschen Zoos käme ich wahrscheinlich weit weniger auf die Idee, den Bestand von Hannover sicher provokativ als langweilig zu betiteln. Der starke Huftiereinschlag in Hannover ist ja auch traditionell begründet. Der Vorwurf, den Kindern den Zoo mies machen, passt nicht – ich ziehe meine Kinder oft noch einmal durch den Zoo zu den Tieren – übrigens oft zu den so vernachlässigten Affenbereichen. Aber sie wollen wie fast alle Kinder (oft spielt man ja auch akustisch Mäuschen) in erster Linie zu dem Spielplatz – aus den Ausführungen schließe ich, auch die Tochter hat dafür eine Vorliebe. Und die Spielplätze sind wirklich toll, da sind wir uns ja einig. Die Show-Vorführungen sind klasse – da sind wir uns einig. Aber sie nehmen zunehmend einen vorrangigen Platz ein – man wandert von Vorführung zu Vorführung. Weite Teile der Besucher sammeln sich konzentriert gerade hier – schön für die Besucher, die nicht dorthin gehen, die haben plötzlich viel mehr Ruhe und Zeit zur Muße. Um nicht wieder falsch verstanden zu werden, die Showfütterungen haben ihre Berechtigung und sind speziell bei den Robben auch angemessen. Aber der Zoobesuch wird zunehmend zu einem Bummeln zwischen „Event-Stationen“. Zu den Besucherzahlen: Viele große Zoos in Deutschland haben vergleichbare Besucherzahlen von über einer Millionen Besucher – sogar ein Zoo in einer deutlich kleineren Stadt wie Münster, Berlin hat sogar 2,5 Millionen. Wenn man in Hannover das zweifelsohne vorhandene Gefühl der Vollheit gewinnen kann, dann liegt das sicher an der bewusst engen Wegführung und auch an der Konzentrierung von Besuchermassen auf die jeweiligen „Event-Stationen“. Wombats in Hannover sind Kult, weil sie lange vor der Amtszeitzeit von Herr Machens schon in verschiedener Form besucherattraktiv präsentiert wurden und die Doktorarbeit des damaligen wissenschaftlichen Mitarbeiters Dr.Boer ebenjene Wombats zum Thema hatte – die Tapire sind durch ihre Verhaltensweise auch Kult gewesen und sind trotzdem verschwunden. Manche Antilopenart musste von Zoomitarbeitern für den weiteren Fortbestand, nicht zuletzt aus historischen Gründen, erst durchgesetzt werden – z.B. die Pferdeantilopen. An den Mendesantilopen in Hannover kann man auch als von außen hinzugekommener Zooleiter aufgrund der Bedeutung der Zuchtgruppe und der Wiederansiedlungsprogramme in Marokko und Tunesien nicht vorbeigehen und die Dik-Diks sind glücklicherweise klein, verträglich und gut zu vergesellschaften. Ich weiß genau, wo Hannover wirklich starke Anlagen hat und weiß sie sehr wohl zu schätzen. Aber oft beruht dies auf der Initiative der Tierpfleger – oder hat Herr Machens schon irgendetwas Nennenswertes beispielsweise bei den Drils investiert – im Gegenteil, die potentiellen Erweiterungsflächen werden systematisch für andere erst dorthin verlagerte Tierarten verbaut (zuerst die Löwen, in Zukunft Yukon-Trail). Leider wird Hannover in seinem Gesamtcharakter und in seiner eigenen Außendarstellung zunehmend zum „Rummelplatz“. Gerade dies fiel mir gestern erst beim Besuch im Zoo Osnabrück mit dessen Weitläufigkeit , dessen natürlichem Baumbestand und dessen Beschaulichkeit auf (über die eine oder andere Tierhaltung dort, wie eigentlich in jedem Zoo irgendwo immer, bin ich auch nicht glücklich). Auch dort gibt es zum Beispiel den großen Spielzoo, aber der wirkt irgendwie harmonisch in der sonstigen Umgebung- vollgemerkt die Brodelburg ist klasse. In Hannover wird alles was nicht von Herrn Machens entwickelt wurde stiefmütterlich behandelt (siehe nur die unendliche Geschichte mit der Scheibe bei den Orang-Utans). An Geldmitteln kann es ja nicht liegen, denn zeitgleich entstand für 900.000 Euro der Maharadscha-Saal. Und es bleibt nach wie vor im Raum: Die neue Großbärenanlage für Lippenbären in Rheine kostet nur 2,4 Prozent der Kosten von Yukon Bay – allein an der Wasseraufbereitung kann es sicher nicht liegen. Leider war es an den drei Abenden im Winterzoo bedauerlicherweise wirklich sehr leer… In Hannover verweist man mit Recht auf die im Schnitt nach dem Zoo Leipzig zweitlängste Verweildauer von Besuchern. Nur wenn ich einen derart horrenden Eintrittspreis zahle, möchte ich diesen auch ausnutzen. Als Dauerkartenbesitzer wie unsereiner (doch merkwürdig, wenn alles nur mies ist – oder unterstellt man mir nur reines pauschales Miesmachen) fällt dies natürlich weniger ins Gewicht und kann dann vielleicht auch manches nüchterner betrachten. Ach ja – das Hannover dauernd in einem Atemzug mit Leipzig erwähnt wird, passt in meinen Augen nicht. Der Zoo Leipzig hat einen gänzlich anderen Charakter (auch wenn die neue Tropenhalle die Bootidee aufgreift) – wenn man Hannover mit irgendeinen deutschen Zoo vergleichen kann, dann geht dies eigentlich nur mit der Zoom-Erlebniswelt Gelsenkirchen – sinnigerweise die Namensähnlichkeit – auch wenn man auf das Wort „Erlebnis“ als Zoo keinen besonderen Alleinanspruch erheben sollte. (03.02.2008, 11:48) | ||
| Michael Mettler: | @Hannes Lüke: Wieso, willst du da Geld wechseln oder was...? :-) Ich nehme an, du meinst Bänke = Sitzgelegenheiten: Der große Platz zwischen den Häusern und der Eisbärenanlage ist laut Entwurf als Außenfläche der Gastronomie gedacht und dementsprechend voll mit Stühlen und Tischen (wahrscheinlich ähnlich wie in ZOOM), und an der Robbenanlage ist eine Tribüne geplant (wobei allerdings nicht klar ist, ob die außerhalb der Fütterungen nutzbar ist). Ansonsten gilt wahrscheinlich auch hier wieder das Konzept "bequeme Sitzplätze gibt's nur in der Gastronomie". (02.02.2008, 19:44) | ||
| Hannes Lüke: | Soll es denn in Yukon Bay mehr Banken geben? DAS Bemengel ich wirklich (02.02.2008, 17:58) | ||
| Oliver Jahn: | Viele der Argumente hier sind bereits mehrfach ausgetauscht. Dennoch kann ich zwei Sachen hier nun gar nicht so stehen lassen. Als jemand, der den Zoo Hannover selber nicht unkritisch sieht und den es auch deshalb regelmäßig in die "richtigen" Zoos zieht, muss ich dennoch sagen, dass zum einen der Tierbestand überhaupt nicht langweilig ist. Großbären fehlen und Kleinkatzen und Hundeartige sind mir ebenfalls unterrepräsentiert. Aber ansonsten wünschte ich mir mehr Zoos mit einer so gelungenen Mischung aus Raritäten, für Zooverrückte wie uns, und Tieren, die früher einfach mal dazu gehörten, und heute eben gar nicht mehr so selbstverständlich sind. Wombat, Drill, Kaama und Dikdik seien da noch mal genannt, aus der Riege der Raritäten. Und was die klassischen Zootiere angeht, wo bitte sieht man heute noch Nashörner, Flusspferde und Elefanten? In Frankfurt nicht. Und an Großkatzen hält Frankfurt zwei Arten. Hannover drei. Robben sind da und Pinguine, Bären kommen wieder. Giraffen gibt es genau so, wie Kängurus. Tieraffen und Menschenaffen sind vorhanden, genau so wie Zebras, Strauße und große Greifvögel. Also wirklich, was bitte ist daran langweilig? Und was Kinder angeht, so mag es schon sein, dass selbst in Hannover ein Kind sich nur noch für die Spielplatz interessiert, wenn Papa bei jedem Tiergehege nur am rumnörgeln ist und alles mies macht. Meine Tochter jedenfalls hat mit ihren 5 Jahren schon eine ganze Menge Zoos gesehen. Und ja, Mullewap findet sie am besten. Aber bei den Flusspferden steht sie noch immer mit großer Freude, gerade bei der Schaufütterung und auch durch das Pelikangehege geht sie gern, die Elefanten begeistern sie und beim Nashorn weiß sie bereits, dass es ein Spitzmaulnashorn ist. Und wenn ich sie frage, ob wir mal wieder in einen Zoo wollen, dann fragt sie sofort: Nach Hannover? Sicher nicht, weil sie es dort so langweilig findet. Also sicher ist es hier, wie mit vielen anderen Dingen auch, immer eine Sache, die doch sehr subjektiv von jedem aufgenommen wird. Zum Schluss muss ich noch etwas bemeckern, was Hannover angeht. Aber selbst das steht im Widerspruch zu den Aussagen von Ulli. Ich habe noch nie einen Zoo erlebt, der bei jedem meiner Besuche so extrem voll war. Tote Hose hätte ich mir zum fotografieren nur EINMAL gewünscht. Leider hatte ich dieses Glück bei meinen zahlreichen Besuchen nie. (01.02.2008, 22:32) | ||
| Ulli: | Ich hatte in der Aufzählung vorhin die Mendesantilopen und die verdienstvolle Wiederansiedlung in Nordafrika vergessen. (01.02.2008, 16:52) | ||
| Shensi-Takin: | Anscheinend scheinen Neubauten zum Thema "Alaska/Arktis" nach "Afrikas Savannen" & "Asiatisches Hochgebirge" auch international in der Zoo"szene" gerade "in" zu sein: http://www.louisvillezoo.org/glacierrun/ http://www.detroitzoo.org/Attractions/ARL/Arctic_Ring_of_Life/ und demnächst auch Calgary Zoo... (01.02.2008, 15:50) | ||
| Michael Mettler: | Bei all unseren persönlichen Einschätzungen darf man natürlich nicht vergessen, dass dabei auch persönliche Gewichtungen der Tiergruppen eine Rolle spielen. Während ich mich als Huftierfan durchaus über den Mut des Zoos freue, mit Karibus beginnen zu wollen (die als Botschafterart sicher wertvoller sind als Hausrentiere und möglicherweise andere Zoos initiieren, den Bestand durch eigene Importe auf eine breitere Basis zu stellen), hätte ich als wenig an Menschenaffen Interessierter nicht mal damit Probleme, wenn sich der Zoo nur noch auf eine der drei Arten beschränken wollte. Verglichen mit ihrem Anteil an der gesamten Säugetierfauna unseres Planeten sind Menschenaffen in den Zoos eh überrepräsentiert ;-) Dass man das auch genau umgekehrt sehen kann, wie z.B. Ulli, ist mir dabei bewusst. Und man darf nicht vergessen, dass aus Reihen der Elefantenfans hier im Forum (wenn auch vor langer Zeit) die Prorität einer Elefantenhalle nach ganz oben gestellt wurde - noch vor Affen und Yukon Bay. Raubtierfans sind mit den Großkatzenanlagen unzufrieden - wenn der Zoo alle diese Wünsche und Erwartungen erfüllen sollte, müsste er eigentlich bald jährlich einen Komplettumbau angehen! Der Versuch, allen Wünschen gerecht zu werden und allen Kritikern das Maul zu stopfen, ähnelt der Geschichte mit dem Boot, das zehn Löcher hat, für die es aber nur neun Stöpsel gibt: Es ist völlig egal, in welcher Reihenfolge und Geschwindigkeit man hin und her stöpselt, irgendwo bleibt immer ein Leck... (01.02.2008, 15:01) | ||
| Ralf Seidel: | Jaaaa, da haben wir es wieder: wird nicht gebaut, ist das schlecht für den Zoo - wenn es dann losgeht... Nun finde ich an den Planungen zu Yukon Bay auch nicht alles toll (Stichwort Pinguine), aber jetzt ist die Entscheidung gefallen, Kohle ist da - und nun kann und soll es losgehen ! Lassen wir uns doch einfach mal überraschen und nicht gleich immer erst mal rumnörgeln. Ich finde es spannend, wenn Karibus und Nördl. Seebären einziehen sollen, immer wieder bemängeln wir die Vereinheitlichung der Tierbestände in den Zoos - ja was denn nun...? Warum keine Eisbären, so viele Haltungen gibt es da nicht mehr - und attraktive Schautiere sind das allemal, auch ohne medienwirksame Handaufzuchten. Dass der Hannover-Zoo nach wie vor auch sanierungsbedürftige Anlagen aufweist steht außer Frage. Die gibt es aber überall - was ja nicht heißt, das daran nichts geändert werden soll. Ich halte das Projekt "Erlebniszoo" in Hannover oder auch "Zoo der Zukunft" in Leipzig durchaus interessant, sie bereichern unsere Zoolandschaft. Auch ich war anfangs skeptisch, ob man tendentiell nicht nur auf besucherwirksame Arten zurückgreifen, Zuchtprogramme für gefährdete Arten vernachlässigen würde. Davon kann aber, wie die Entwicklungen zeigen, überhaupt keine Rede sein. Also, zerreden wir nicht alles schon im Vorfeld. Die "Neuausrichtungen" einiger Tiergärten sollten die gleiche Daseinsberechtigung erfahren wie der alte "klassische" Zoo. Die Besucherentwicklungen sind nun mal nicht wegzureden - wie lange gewisse Trends anhalten wird man sehen. Ich freue mich darüber, wenn beispielsweise Freunde vom Hannoverschen Förderverein nach Halle Kommen und sagen:"Schön, mal wieder einen "richtigen" Zoo zu sehen..."- ich für meinen Teil bin immer wieder gern in Leipzig oder Hannover! Und für diejenigen, die den Umgestaltungplänen nun gar nichts oder nur wenig abringen können: Wartet doch erst mal ab - Rumnörgeln können wir ja dann immer noch... (01.02.2008, 13:32) | ||
| Michael Mettler: | @Thomas Schröder: Dass es nun zur Neuanschaffung von Bären kommen muss, liegt daran, dass seit der ersten Planung und dem ursprünglich angedachten Realisierungstermin der bisherige Bärenbestand komplett ausgestorben ist. Als das Projekt in der Vor-Expo-Zeit noch "Arctica" hieß, waren die vorhandenen Bären noch erheblich jünger, und wenigstens die Eisbären wären tatsächlich umgezogen (auch die Walrosse sollten ja ursprünglich auf ihre alten Tage noch ein besseres Gehege in Arctica bekommen). Wir sind uns auch darin einig, dass im Affenbereich Handlungsbedarf besteht. Der Zoo sitzt nun mal auch in einer Falle: Der Besucher, der von den "Erlebniswelten" begeistert ist, legt deren Maßstab auch an die Altanlagen an, und da stehen - so weit mir bekannt ist - vor allem drei Tierarten an oberster Stelle der Kritik: Orangs, Seelöwen und Pinguine (bei den beiden letzteren spielt wahrscheinlich die "naturfremde Architektur" eine gewichtige Rolle). Zu den übrigen Affenarten und selbst zu den bis vor kurzem gehaltenen Bären gab es wohl deutlich weniger Besucherkritik (es wird übrigens derzeit ständig nach ihnen gefragt). Somit ist Yukon Bay auch ein Projekt, das von der öffentlichen Meinung getragen wird (die ohne Zweifel auch durch geschickte Vermarktung am Köcheln gehalten wird, aber es ist ja nun alles Andere als negativ, wenn ein Zoo Maßnahmen zur stärkeren Identifikation der Öffentlichkeit mit der Einrichtung bewegt). Ich sehe im Bau von Yukon Bay und in einer Haltungsverbesserung zumindest bei den Orangs keinen unüberbrückbaren Gegensatz. Auch während anderer Großprojekte bzw. in den letzten Jahren, als diese seltener wurden, hat der Zoo immer wieder "nebenbei" auch andere Anlagen umgerüstet - wohl auch, um zum jeweiligen Saisonstart etwas Neues bieten zu können (Kleinpanda-Anlage, Wolfsanlage, Mullewapp usw.). Nicht auszuschließen, dass sowas auch bei den Orangs passieren könnte: Die potenzielle Erweiterungsfläche ist vorhanden und müsste nicht mal von anderen Tieren geräumt werden (Vorplatz vor dem Außenkäfig, evtl. Überbauung des Wirtschaftszuganges des Urwaldhauses). Und irgendwas wird der Zoo auch im kommenden Jahr zum Saisonstart als Neuheit präsentieren wollen (in diesem Jahr sind es ja erst mal der Yukon Trail und die neue Show-Arena). Der Zugzwang für den Zoo (und seine Träger!) wird jedenfalls nach dem Bau von Yukon Bay noch größer sein, auch die restlichen Bereiche "aufzumöbeln". (01.02.2008, 10:22) | ||
| Ulli: | Thomas Schröder spricht mir in vielem zu den Affen aus der Seele. Affen sind eine Themenwelt und bei den meisten Zoobesuchern die beliebtesten Tiere. Im Gegensatz zu Michael Mettler empfinde ich eine neue Orang-Außenanlage im Stile des Allwetterzoo Münster als eine echte Attraktion. Dazu wäre es nur erforderlich, den Weg (bedauerlicherweise) durch die Limikolenanlage zu führen. Andererseits wäre vom Eingang aus auch gleich eine Tieranlage zu besichtigen – zur Zeit schaut man nur auf den Wirtschaftshof der Nashörner… Auch die vorhandene Außenanlage für Schimpansen lässt sich im gleichen Stil wie die Gorillaanlage gestalten, hier sogar ohne den nach wie vor gefährlichen Wassergraben. Die Verbesserung der gesamten vorhandenen (!!!) Affenhaltung hat in meinen Augen eine weitaus höhere Priorität als der Yukon Bay !!! Die Haltung von Karibus betrachte ich im Gegensatz zu Michael eher skeptisch. Karibus werden sicher Junge werfen, die man unterbringen muss In Europa dürfte es kaum noch andere Halter geben. Wenn man neue Haltungen aufbaut, wird sich das alt bekannte Problem ergeben, dass fast alle Tiere mit den Hannoveraner Tieren dann verwandt sind. Bei den Nördlichen Seebären sehe ich ähnliche Probleme. Den meisten Zoobesuchern wird diese Besonderheit von Arten auch kaum auffallen, für den Schauwert der Anlage ist dies auch eher sekundär und mir wäre es wurst, ob es echte Karibus oder „nur“ Haus-Rentiere wären. Ich teile Michaels Meinung, dass Bären für einen großen Zoo wichtig sind. Nur gab es auch bereits andere Konzepte für die Bären und wieso kann der Naturzoo Rheine eine vergleichbar große Bärenanlage für 750.000 Euro (= 2,4 Prozent der Yukon Bay -Kosten) bauen? …Vielleicht hätten es in Hannover auch keine Eisbären sein müssen… Der Zoo Hannover hat angekündigt, zu Ostern die Preise erneut zu erhöhen. Dies finde ich umso erstaunlicher, da ein großer Teil des Zoos in diesem Jahr zur Baustelle wird. Insofern wäre ein verschämter Verzicht auf eine Erhöhung in diesem Jahr eher angebracht, zumal der Zoo Hannover nach der Eröffnung von Yukon Bay sicher eine größere Erhöhung der Preise vornehmen wird. Die Wertschöpfung pro Eintrittskarte beträgt 10,48 Euro (2005) bzw. 10,87 Euro (2006). Bzw. 10.99 Euro (2007). Hieran sieht man, wie die Zoobesucher tatsächlich ihre Eintrittskartenpräferenzen auswählen. Die Preise für die Einzeleintritte empfinde ich nur noch als Abzocke. Der Tierbestand in Hannover ist im Vergleich zu anderen großen und deutlich preiswerteren deutschen Zoos eher langweilig – speziell auch im Vergleich zum geschundenen Zoo Frankfurt oder den hier einmal in ähnlicher Weise angegriffenen Zoo Duisburg und den in der Schwerpunktsetzung ähnlichen Zoo Nürnberg. Die Hälfte des Säugetierbestandes in Hannover besteht aus Huftieren, Beutegreifer findet man zur Zeit kaum noch im Bestand, ganz zu schweigen von artarmen Säugetierordnungen. Der Vogel-, Reptilien- und Amphibienbestand ist eher klein und ein zweifellos kostenträchtiges Aquarium, was andernorts große Mittel bindet, fehlt komplett. Den Rundgang durch den Zoo Hannover schließe ich häufig mangels Anregung binnen einer Stunde ab. Zweifellos kenne ich den Zoo sehr intensiv und insofern schaue ich in manche Anlage nur noch sporadisch. Dennoch wirklich interessant finden meine Kinder nur noch den Spielplatz und ich persönlich nur die Elefanten, die Erdmännchen, den gesamten Menschenaffen- und Affenbestand, der wirklich langjährig aufgebaut wurde und wirklich sehenswert ist, sowie konzeptionell Meyers Hof. Zweifellos reizvoll sind weiterhin noch die Tiershows, speziell auch bei den Robben, der Blick von der Aussichtsveranda bei den Giraffen sowie die Anlage der Nyalas, weil es dort noch einen der wenigen wirklichen Ruhe- und Verweilbereiche gibt. Echte Verweilzonen sind selten, überall wird man in den neuen Erlebniswelten mit Konsumstellen, die große Teile der aufgewendeten Mittel verschlungen haben, bestürmt – manchmal wirken die Tiere wie an den Rand gedrängt…. Ich muss Michaels Enthusiasmus für den Winterzoo etwas bremsen. Auch ich war während der Zeit dreimal im Zoo und zu der Zeit war dort eher tote Hose... (01.02.2008, 10:20) | ||
| Sacha: | @Thomas Schröder: Vielleicht liegt hier ein kleines Missverständnis vor. Mein Jubel bezieht sich vor allem darauf, dass ENDLICH etwas gemacht wird. Wie oft haben wir das schon erlebt, dass Projekte nie oder erst nach Jahrzehnten über das Planungsstadium rausgekommen sind? Auch in Hannover hat es ja ein Weilchen gedauert. Jetzt wird endlich gebaut. Und das finde ich immer noch erfreulich, obwohl ich - wie hier und in anderen Threads ersichtlich - durchaus nicht alles an Yukon Bay toll finde. Ich sehe es darum (und teilweise leider) wie Michael Mettler: Deutlich mehr Besucher kann man nur mit einem wirklich grossen Wurf und nicht mit einer "einfachen" Sanierung gewinnen. Ausserdem lagen für Yukon Bay schon Pläne vor, die für eine neue Affenanlage erst noch hätten erarbeitet werden müssen (Wobei auch ich das Urwaldhaus und das Tropenhaus als überholungsbedürftig ansehe). Die Reihenfolge ist für mich insofern logisch und nachvollziehbar. Und vielleicht ist ja nach ein paar Jahren Yukon auch Geld da für eine "Affen-City". Sind wir doch mal ein wenig optimistisch. Schliesslich hat sich gerade Hannover (Machens?) beim Geldsammeln als sehr innovativ und (wie auch hier im Forum zu lesen) zumindest teilweise sehr erfolgreich erwiesen. Das muss ihnen der Neid lassen...:) (01.02.2008, 09:56) | ||
| Thomas Schröder: | Wenn neben dem Urwaldhaus auch das Tropenhaus saniert und umgebaut werden muß, hätte man schon eine komplette neue Themenwelt zusammen (Affen-City oder meinetwegen auch ein kreativerer und schönerer Name ^^), die je nach Ausführung sehr wohl Zuschuss-tauglich wäre und mit Sicherheit auch ein hohes neues BesucherInnen-Potential anlocken könnte, da Primaten generell äußerst beliebt sind! Und diese Themenwelt könnte ECHTE Schwachstellen beheben... Ich habe nichts gegen die Neuanschaffung von Großbären. Aber erstens sollte man sie auch als eine solche (Neuanschaffung) bezeichnen, aber da waren wir uns ja einig. Zweitens muß man für eine Großbärenart eben nicht gleich eine komplette Themenwelt neu errichten; jedenfalls nicht dann, wenn anschließend kein Geld mehr zur wirklichen Sanierung des Altbestandes zur Verfügung stehen wird. Und das letzteres der Fall sein wird, ist sehr wahrscheinlich, wenn schon die Realisierung der arktischen Welt "Arktica/Yucon Bay" mehr als 15 Jahre eingenommen haben wird... (31.01.2008, 22:42) | ||
| Michael Mettler: | Die Formulierung des Zoos mit den "letzten Schwachstellen" ist genauso blödsinnig wie "mit Yukon Bay als letzter Themenwelt ist der Zooumbau abgeschlossen". Immerhin bilden auch nach Eröffnung von Yukon Bay noch große Bereiche des Zoos ein nicht zu übersehendes Überbleibsel - in Teilen auch ÜbeLbleibsel, siehe Orang-Außenanlage - aus der Vor-Erlebniszoo-Zeit, und möglicherweise ist die Dringlichkeit zur Sanierung bzw. zum Umbau beim Tropenhaus (Niedere Affen usw.) noch höher als beim Urwaldhaus (Menschenaffen). Andererseits dürfte der Zoo wohl kaum ähnliche hohe Zuschüsse wie für Yukon Bay für die Umgestaltung dieser Häuser bekommen, denn eine neue Orang-Außenanlage lockt nun mal nicht so viel neues Besucherpotenzial an wie eine komplette neue Themenwelt (und lässt sich auch schwerer vermarkten). Ich frage mich schon länger, ob der Zoo denn wirklich unbedingt weiterhin alle drei Menschenaffenarten halten muss. Nun gibt es für die Gorillas ein ins Konzept eingebundenes Themengehege, und die Schimpansen dürften schwer vermittelbar sein. Bliebe also eine Abgabe der Orangs, so dass für diese kein Riesenumbau mehr nötig wäre und man die Anlagen z.B. für Niedere Affen nutzen könnte. Ein Fehlen von Orangs würde für den Normalbesucher mit ziemlicher Sicherheit weniger schwer wiegen als das derzeitige Fehlen von Bären, für die schon seit fast 40 Jahren (!) auf bessere Anlagen gewartet wurde - und die immer hintenan standen, weil andere Tiergruppen vorgezogen wurden (z.B. in den 80er Jahren auch die Menschenaffen). (31.01.2008, 22:00) | ||
| Thomas Schröder: | Das hieße dann also auch, daß neben den Bisons ausschließlich die Pinguine als jetzt schon im Zoo lebende Tiere(und nicht schon für Yucon Bay angeschaffte Tiere wie die Timberwölfe)nach Yucon Bay umziehen werden. Ich hoffe, der Zoo wird dann niemals mehr diesen Schwachsinn (Pardon, aber als solcher entpuppt er sich ja immer mehr und mehr)von "letzte Schwachstellen in der Tierhaltung werden durch Yucon Bay beseitigt" zum Besten geben. Wenn man Abnehmer für die Seelöwen findet, hätte man eben doch genauso gut zuerst die akut notwendige Sanierung des Menschenaffenhauses finanzieren können, anstatt zig Millionen für eine (wenn auch reizvolle, aber Schwachstellen-verbesserungsmäßig nicht notwendige)neue Erlebniswelt auszugeben. Ich kann an dem Jubel von Sacha so gar nichts nachvollziehen und hatte bis zuletzt gehofft, daß sich Yucon Bay so nicht realisieren läßt...:-( (31.01.2008, 21:22) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Die (m.W.) erste OFFIZIELLE Meldung zum Rentier-Austausch stammt aus dem genannten NP-Artikel. Zitat: "Eine Herde von Karibus zieht künftig am Rande von Yukon Bay durch eine Taiga-Landschaft. Es sind amerikanische Verwandte unserer europäischen Rentiere, die heute im Zoo leben, aber abgegeben werden." Letzteres wäre ja nicht nötig, wenn man sie nur gegen neue Hausrentiere austauschen wollte, denn das alte Gehege muss nicht wie die Bisonanlage den Baumaßnahmen weichen. Was nicht drinsteht: Die Tiere sind bereits bestellt, und es gibt einen Sponsoren für den Import. Über die Herkunft habe ich noch nichts gehört, aber ISIS weist z.B. ein paar nordamerikanische Halter von Karibus aus. (31.01.2008, 13:39) | ||
| Sacha: | @Michael Mettler: Woher stammt die "definitive" Meldung von den Karibus. Und woher sollen die kommen? Ich bin immer noch skeptisch und denke: Erst mal abwarten. Ich ziehe aber gerne meinen Hut, wenn denn bei der EROEFFNUNG tatsächlich Karibus und Nördl. Seebären zu sehen sind. Hannover wäre nicht der erste Zoo, der erst gross ankündigt und dann zurückkrebst. Ich nenne als Beispiel nur Leipzigs Gondwana-Ursprungsbesatz oder den Asienteil in Gelsenkirchen.... Was aber nicht wegzunörgeln ist: Es geht endlich mit dem Bau los. Hurra! (31.01.2008, 09:52) | ||
| Michael Mettler: | Von wegen Erlebniszoo = Einheitstierbestand, wie immer mal wieder gern kolportiert wird: Für Yukon Bay werden die Hausrentiere nun definitiv durch importierte Karibus ersetzt. Auch die Kalifornischen Seelöwen werden, wenn alles gut geht, gar nicht erst in die neue Robbenanlage umziehen; laut heutiger Meldung in der "Neuen Presse" werden auch sie abgegeben, dafür ziehen "Seebären und andere Robben" ein, "die aus kälteren Gewässern stammen". Klingt so, als rückten Nördliche Seebären, die ja genau wie die Karibus schon in der Ursprungsplanung von Yukon Bay enthalten waren, wieder in den Bereich des Machbaren, denn alle anderen Seebärenarten wären geografisch noch größere Verfehlungen als die Seelöwen. Nun dürfen wir noch munter spekulieren, was mit den "anderen Robben" gemeint ist... Ich könnte mir vorstellen, dass der Wechsel noch vor Fertigstellung von Yukon Bay stattfindet, um die alten Gehege zur Eingewöhnung der neuen Tiere zu nutzen und diese zur Eröffnung auch wirklich parat zu haben. Von den ersten Abrissmaßnahmen gibt es im NP-Artikel ein Bild: Zumindest das Schildkrötenhaus dürfte seit gestern Geschichte sein. Der für die Bauzeit als Umgehungsweg geplante, nun in Angriff genommene und per entsprechender Dekoration als Einstimmung dienende "Yukon Trail" (soll zum Saisonstart dieses Jahres fertig sein) wird laut Artikel auch nach Fertigstellung des Geländes als Direktverbindung zwischen Sambesi/Tropenhaus und Dschungelpalast bestehen bleiben (wahrscheinlich ist er gleichzeitig als Versorgungsweg geplant). (31.01.2008, 09:31) | ||
| Ulli: | Der befürchtete Suppentopf bleibt leer: Laut HAZ vom 30.01.2008 gehen die Kaffernbüffel in einen Nationalpark in Südafrika, Die Watussirinder, Graupapageien und Amazonenpapageien gehen nach Jaderberg, die Bisons übergangsweise nach Schwarmstedt, die Flachlandtapire in den Zoo Kraukau, die Riesenschildkröten zu Hagenbeck. (30.01.2008, 08:36) | ||
| Michael Amend: | Ich glaube, die einzigen Rinder, die wirklich gerne ins Wasser gehen, sind wohl Wasserbüffel. Hätten die deutschen kaffernbüffel eien Schlammsuhle, würden sie die mit Sicherheit mit WONNE im Hochsommer aufsuchen. Stechende Mücken gibt es auch hier, gerade in so einem Mückenparadies wie dem Nürnberger Tiergarten... (20.12.2007, 19:02) | ||
| Michael Mettler: | @MA: So hatte ich auch einen Satz im aktuellen ZOOFREUND gedeutet. Ungewöhnlich wäre das nicht, denn auch Dvur Kralove hat schon mehrfach Kaffernbüffel nach Südafrika verkauft, wo damit seuchenfreie Bestände aufgebaut bzw. ausgebaut wurden. In Sachen Suhle: Vielleicht spielen da die Klimaverhältnisse und stechende Insekten eine Rolle. In Kalifornien gibt es für die Büffel sicher mehr Grund für stundenlangen Aufenthalt in der Suhle als in Deutschland... Stimme aber zu: Die MÖGLICHKEIT sollten sie schon haben. Baden i.e.S. scheint dagegen nicht ihr Ding zu sein: Als die hannoverschen Rinderanlagen das letzte Mal umgebaut wurden, schuf man für alle drei Arten eine Flachzone im Graben, die ihnen ein Abliegen ermöglichen sollte. Ich habe nie irgendein Rind dort liegen sehen. Den Kaffernbüffeln wurde allerdings in jüngerer Zeit der Einstieg ins Wasser per E-Zaun wieder verwehrt, weil sie nach vielen Jahren entdeckt hatten, dass sie über die Flachzone hinaus bis zur Besuchermauer waten und dort Kontakt aufnehmen konnten - das wurde dem Zoo dann doch zu gefährlich. (20.12.2007, 09:26) | ||
| Michael Amend: | Eine Bademöglichkeit weniger,aber ein Schlammabd wäre angebarcht, Kaffernmbüffel liegen stundenlang darin. Nur habenw eder die Halter Nürnberg und Berlin ein solches, aber im San Diego WAP gibt es eine riesige Schlammsuhle, die von Nashörnern und den Büffeln genutzt wird, wohl aber nicht gleichzeitig. In England werden K-Büffel in einem Safaripark gehalten, vielleicht dort mal nachfragen, in Deutschland wird es wohl kaum einen Interessenten geben. Sollen die Hannoveraner K-Büffel nicht nach Südafrika ? (20.12.2007, 07:31) | ||
| Thomas Schröder: | Vielleicht sollte mal jemand im Allwetterzoo in Münster nachfragen wegen der Kaffernbüffel. Benötigen die eine Bademöglichkeit? Falls nicht, schlage ich mal das freigewordene Wisent- (EX-Trampeltier-)Gehege vor; da steht zumindest ein Rinder-tauglicher Stall - und kleiner als in Hannover ist das Gehege auch nicht... (19.12.2007, 20:45) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Der Afrika-Bereich ist ja längst nicht fertiggestellt, das Gelände von alter Bärenanlage, Australienanlage und Antilopenanlagen harrt ja noch seiner Neukonzeption. Deshalb auch meine Hoffnung, eines Tages wieder afrikanische Büffel (ob Kaffern- oder Rotbüffel) in Hannover wiederzusehen. (19.12.2007, 20:11) | ||
| Michael Mettler: | @Sven: Kein Wunder, diese Möglichkeit wurde ja zusammen mit Carmina aus Hannover "importiert" :-) Dass die Tapire in Hannover zu Publikumslieblingen werden konnten, wurde natürlich auch dadurch unterstützt, dass die Tiere zu jeder Jahreszeit sichtbar sind (und somit auch zu jeder Jahreszeit "streichelbar"). Diese Entwicklung war übrigens gar nicht vorhersehbar, wurde aber vom Zoo schnell aufgegriffen uns ausgebaut. In einem besseren Schweinekoben, wie ich das selber schon in Kleinzoos gesehen habe, wäre das wohl nicht in dieser Form möglich gewesen. Ein zu jeder Jahreszeit nutzbares, also im Stall befindliches Badebecken sollte bei Tapiren zudem zum Standard gehören. @IP66: Wieso "provisorische Unterbringung"? Wohin sollen denn die Tapire danach? Ein Themenbereich Südamerika ist im Zookonzept nicht vorgesehen. Die Tiere kamen damals als Lückenfüller nach Hannover, weil die Nashornanlage leer stand und man sie nicht bis zum dann viele Jahre verzögerten Bau der Polarlandschaft leer lassen wollte. Aber man könnte Yukon Bay natürlich noch um den "nördlichsten Tapirzoo der Welt" bereichern.... (19.12.2007, 19:58) | ||
| IP66: | Ich finde es schon skurril, daß ein Zoo, der einen riesigen Afrika-Bereich für viel Geld neu errichtet, die einzigartig gewordenen Kaffernbüffel nicht mehr unterbringen kann und offensichtlich über so wenig Reservestelle verfügt, daß die provisorische Unterbringung eines Tapirpaares nicht möglich ist. Ich hatte die Umbauten in Hannover für weniger "maßgenau" gehalten als die Nashorngarage in Gelsenkirchen, die Probleme bei der Abgabe der Tiere lassen mich aber fürchten, wenn in irgend einem Bereich wegen Besetzungsänderungen oder Nachzuchten einmal ein Stall mehr gebraucht wird. (19.12.2007, 18:26) | ||
| Michael Amend: | Einsehbarkeit für die Besucher ist wohl kaum ein Thema in Hannover, wenn man schon nicht einmal ELEFANTEN im Stall sehen kann... (19.12.2007, 17:53) | ||
| Sven P. Peter: | "Wo kann man sonst einen Tapir streicheln??" Hagenbeck ;) Also in anderen Parks wie Hagenbeck, Bad Pyrmont, etc haben die Tapire nur kleine Ställe, ohne Badebecken usw. (19.12.2007, 17:45) | ||
| Michael Mettler: | Der Zoo nimmt bestimmt gern Spenden für ein Tapirhaus entgegen - fangt schon mal an :-) Es gibt tatsächlich kein Gehege und keinen Stall in Hannover, wo man mal eben dauerhaft Tapire oder gar Wildrinder unterbringen könnte. Gerade im Falle der Tapire hieße das ja auch, dass der Stall eine gewisse Größe haben, beheizbar sein und ein Innenbadebecken aufweisen müsste - von der Einsehbarkeit für die Besucher ganz zu schweigen. Da gerade die von Sacha ins Auge gefassten Haustierställe all dies nicht vorweisen können, müsste also dafür eine andere Wildtierart "dran glauben", und selbst dann müsste deren Stall noch umgerüstet werden. Außerdem hat der Zoo hier im Forum ja sogar für die Abgabe von Haustieren Haue bekommen (die Kamele!) - was wollt ihr nun eigentlich?! In punkto Kaffernbüffel habe ich schon mal gesagt: Der Zoo kann nichts dafür, dass die mittlerweile zu Raritäten geworden sind - andere Zoos haben sie längst aufgegeben (Münster, Zoo Berlin...) GÄBE es Interessenten unter den deutschen Zoos, wäre es doch gar nicht erst so weit gekommen, womöglich stünden sie dann im "Ich kann sie nicht mehr sehen"-Thread... Vermissen werde ich sie allerdings auch, habe allerdings noch immer die Hoffnung, die Art eines Tages im noch nicht umgestalteten Sambesi-Bereich wieder zu sehen. Für alle Fans anbei ein Porträt des Bullen, aufgenommen am letzten Samstag. (19.12.2007, 17:22) | ||
| Sacha: | Ich hoffe ja immer noch, dass für die Kaffernbüffel innerhalb des Zoo Hannover ein "Fleckchen" gefunden wird. Da blutet mir das Herz, wenn diese Wildrinder irgendwohin (in den Osten?) abgegeben werden oder sogar vorzeitig beim Schlachter enden. Natürlich sind die K.s schwerer unterzubringen als andere Tiere. Trotzdem: Gibt es denn nicht ein paar Haustiere, die man wegrationalisieren und deren Platz man - nach entsprechender Umgestaltung - den Kaffernbüffel zur Verfügung stellen könnte? Und wenn nicht in Hannover, dann eben in einem anderen deutschen Zoo. Die Aufgabe der Tapirhaltung sehe ich ebenfalls als herben Verlust (und Fehler). Da hätte ich im Hoppel-Poppel- oder Mullewap- oder wie der "spezielle" Kinderzoo-Bereich heisst, eine Ecke freigeschaufelt. Wo kann man sonst einen Tapir streicheln?? (19.12.2007, 16:16) | ||
| Dugong: | Die Farm in Schwarmstedt besteht laut Seite im Netz allerdings schon zur Fleischproduktion. Was ja nicht negativ sein muss, da die Bisons wohl kaum als Brühwurst in den Zoo zurückkehren werden... (19.12.2007, 13:38) | ||
| Sven P. Peter: | Das erklärt nun auch, warum Hagenbeck den Bau des Schildkrötenhauses so vorantreibt. Könnte man die Tapire nicht provisorisch irgendwo im zoo unterbringen (Bäreninsel ;) ). Vieleicht sollte man eine Besucher/Pfleger petition machen, wie damals mit den Varis in Gelsenkirchen. (19.12.2007, 12:46) | ||
| Ulli: | @IP66: 1. Kaffernbüffel kann man kaum integrieren. 2. Die Bisons kommen ja wieder - und zwar nicht als Konservendose. Ich weiß, dass der Zooinspektor von Osnabrück eine private Bisonherde besitzt und in der Nähe von Hannover wohnt - ich kann mir vorstellen, dass es sich also um diese Herde handelt. 3. Die Abgabe der handzahmen Tapire bedauern alle in Hannover. Viele Zoobesucher durften schon hautnahen Kontakt mit ihnen aufnehmen - die Tapire waren hier ein echter Hit. (19.12.2007, 11:48) | ||
| Matthias: | Kaffernbüffel lassen sich mitnichten einfach in den afrikanischen Bereich integrieren. Erstens dürfte der nötige Stallraum fehlen und zweitens sind Kaffernbüffel doch etwas kräftiger als Antilopen. (19.12.2007, 11:40) | ||
| IP66: | Da erweisen sich die Kaffernbüffel als Ladenhüter, wobei es ja möglich sein sollte, sie in die großen afrikanischen Bereiche des Zoos zumindest provisorisch zu integrieren. Handelt es sich bei der Farm in Schwarmstedt um einen Betrieb zur Fleischerzeugung? (19.12.2007, 11:10) | ||
| Ulli: | Laut HAZ (17.12.2007) gehen die Tapire in den Zoo Krakau, fünf Riesenschildkröten in den Tierpark Hagenbeck, die Bisons gehen übergangsweise in eine Bisonfarm nach Schwarmstedt, die Watussis sind ebenfalls in einen anderen Tiergarten verkauft worden, für die kaffernbüffel werden noch Abnehmer gesucht. (19.12.2007, 09:22) | ||
| Michael Mettler: | Ich habe ein paar Daten zum alten Raubtierhaus zusammengestellt. Da dies aber nichts mehr mit dem Thema Yukon Bay zu tun hat, verlagere ich die Diskussion mal in den Thread "Der alte Zoo Hannover". (17.12.2007, 15:36) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Die Freianlage wurde schon errichtet, bevor Ruhe Anfang der 30er Jahre den Zoo in Pacht übernahm, und sie wurde von Anfang an im Wechsel von Löwen und Bären bewohnt (die z.T. auch damals schon von Ruhe im Zoo eingestellt wurden). Ein Foto im 1927 erschienenen Buch "Unser Zoo" zeigt z.B. eine große Gruppe von jüngeren Eisbären auf dieser Anlage. Leider habe ich keine Ahnung, wie in dieser Ursprungsversion die Innenräume der Tiere beschaffen waren. Da Katzen und Bären wie gesagt gleichzeitig vorhanden und im Wechsel auf der Außenanlage waren, dürfte es nicht allzu viele Ställe für beide Gruppen gegeben haben. Vielleicht kann ich das über einen Bekannten klären, der das Haus noch aus der Zeit vor dem Anbau des jetzigen Bärenhauses kennt. (17.12.2007, 13:40) | ||
| IP66: | Das klingt interessant! Wenn ich es recht verstehe, hat man das alte Raubtierhaus zu Ruhe-Zeiten zunächst einmal um die Freianlage erweitert, deren Kulisse die alte Löwenkäfigrückwand bildete. Als man sich entschied, die Anlage für Bären zu nutzen, hat man dann mehr oder weniger auf der Fläche des alten Käfige die neue Boxenreihe aufgebaut, was den Vorteil hatte, daß die alte, recht faschistisch anmutende Anlage jetzt eine zeitgemäße Rückwand erhielt und man recht viele Großbären gleichzeitig unterbringen konnte. Leider habe ich mir das alte hannoveraner Raubtierhaus nie sehr gründlich angesehen, so daß es mir schwerfällt, den Ummantelungsvorgang, dem Dittrich den Bau unterzog, angemessen nachzuvollziehen. Generell hatten die englisch anmutenden Bauten der frühen Neugotik ja in Hannover einen schweren Stand, doch im Zoo ist es gelungen, ein Gebäude so zu verdecken, daß tatsächlich kaum jemand bemerkte, daß es sich um einen Bau aus der ungeliebten Königszeit handelte. (17.12.2007, 11:03) | ||
| Michael Mettler: | Davor gebaut. Hinter den Bärenställen läuft ein Pflegergang durch diesen Gebäudeteil, der früher von beiden Seiten her zugänglich war und sich beiderseits quasi im Besucherweg vor den Großkatzenkäfigen in gerader Linie fortsetzte. Von diesem Pflegergang führte ein direkter Zugang ins Innere des Hauses, neben dem sich - praktisch in Fortsetzung der Großkatzenkäfige Wirtschaftsräume befanden. Aus dem Aufenthaltsraum der Pfleger heraus konnte man durch ein Fenster in den seitlich benachbarten Jaguarkäfig schauen. Wenn ich mich recht erinnere - ist lange her, dass ich da drin war - gehörte zu jedem Schieber ein Stall (also mindestens 5 Stück, eventuell 6), wobei diese untereinander ebenfalls durch Schieber verbunden waren. Wenn man so will, sah der Gebäudeflügel innen eigentlich aus wie ein gemauerter Circus-Raubtierwagen - und sehr viel größer als in einem solchen waren die Ställe wohl auch nicht... Zu den Abmessungen: Wenn sich der frühere Braunbärmann an der Stall-Außenwand aufrichtete, konnte er gerade so eben durch das Gitter schauem, das auf dem Foto als schwarzen Streifen zwischen Dach und Mauer zu sehen ist. Wenn sich der Eisbärmann aufrichtete (das habe ich leider nie sehen dürfen), soll er aufs Gebäudedach gesehen haben... An der Stelle, wo der Bärenstall ans eigentliche Raubtierhaus stieß, befand sich bei dessen Bau ein großer Zentralzwinger mit Grottenrückwand für Löwen. Beim Bau der Freianlage in den 20er Jahren nahm man einfach das vordere Zwingergitter weg, während die Felsgrottenstruktur als rückwärtige Kulisse erhalten blieb. Diese wurde erst beim Umbau des Hauses nach dem Kriege entfernt. (16.12.2007, 15:34) | ||
| IP66: | Wie muß man sich eigentlich die Konstruktion des Bärenstalls vorstellen? Wurde er vor den entsprechenden Flügel des Raubtierhauses gebaut oder ältere Anlagen nur neu verkleidet? (16.12.2007, 14:14) | ||
| Michael Mettler: | Es wird IP66 freuen zu lesen, dass die auf der alten Bärenanlage einquartierten Zwergziegen nun "endlich" auf die Idee gekommen sind, die Holunderbüsche zu schälen... Die Laubfreiheit der Sträucher erlaubt aber auch jetzt schon einen guten Gesamteindruck der Anlage. (15.12.2007, 21:39) | ||
| Michael Mettler: | Meines Wissens wurde die eingeschränkte Haltungsgenehmigung schon zu einer Zeit festgelegt, als Naturboden in Bärenanlagen noch ein sehr exotisches Element war... Das müsste so Mitte der 80er Jahre gewesen sein, könnte ich aus den Jahresberichten raussuchen. Damals war die Begründung meiner Erinnerung nach, dass die Ställe zu klein waren und keine natürliche Aufzucht erlaubten - von der Mischhaltung mal ganz abgesehen. Eigentlich sollten schon seit den 60er Jahren neue Anlagen für Eis- und Kodiakbären gebaut werden (die kleineren Formen sollten dagegen weiterhin auf der alten Anlage leben), und zwar dort, wo sich heute das Zoo-Parkhaus befindet - als Schaufensteranlagen zur Straße und zur Eilenriede hin. Aber dafür hat die Stadt über Jahrzehnte hinweg kein Geld zur Verfügung gestellt, und später kamen dringlichere Projekte dazwischen (z.B. die Unterkünfte für Niedere und Menschenaffen). Da ja die Mischhaltung auf der alten Anlage einigermaßen funktionierte, die Haltungsgenehmigung für die langlebigen Tiere gegeben und Nachwuchs bis auf die Eisbären eh nicht mehr erwünscht war, sah die Stadt seinerzeit wohl keine Dringlichkeit gegeben... Im Prinzip wären wir jetzt in einer vergleichbaren Diskussion zum Nashorn-Thread. Wenn man die alte Anlage mit einem (!) Eisbären und sogar nur vorübergehend besetzen würde, könnte man nämlich die zu kleinen Innenboxen zusammenfassen, und vermehren könnte er sich eh nicht... (26.10.2007, 19:10) | ||
| Sven P. Peter: | Für Braunbären fehlt der Naturboden, aber woran hapert es denn für Eisbären (26.10.2007, 18:50) | ||
| Michael Mettler: | Na, die Zwergziegen passen natürlich viel besser zum Thema Afrika! Lustigerweise hatte ich ja andernorts im Forum einen solchen Besatz für die nur noch von zwei alten Rhesus bewohnte Felsenanlage in Dresden vorgeschlagen :-) Das alte, unbegrünte Erscheinungsbild der Anlage finde ich aber gar nicht so erstrebenswert... @Sven: Die Haltungsgenehmigung für Bären in dieser Anlage war an den Altbestand gebunden, sie durfte und darf noch immer nicht mit neu dazugeholten Bären besetzt werden. Damit scheidet sie sogar als Ausweichquartier aus. Für die ersten Yukon-Bay-"Flüchtlinge" wurde übrigens schon ihre neue Heimat veröffentlicht: Das Flachlandtapir-Paar Chaco und Conchita kommt in den Nürnberger Zoo. (26.10.2007, 18:43) | ||
| IP66: | Der Vorteil des derzeitigen Ziegenbesatzes liegt darin, daß er die Anlage von ihrem Bewuchs befreifen wird, so daß man sie besser in ihrem alten Erscheinungsbild wird betrachten können. (26.10.2007, 17:52) | ||
| Sven P. Peter: | Da es irgendwie 1000 Hannoverthreads gibt, aber keinen Allgemeinen kommt es nun hierrein. Michael mutmaßte ja in einem anderen Thread, dass auf die Hannoveraner Bärenanlage Nasenbären ziehen könnten, jedoch kam ihnen ein allerweltstier zuvor, die Anlage wird nun von Zwergziegen bewohnt (mit leerem Graben). Übrigens möchte Hannover zu 2010 Knut haben, jedoch kann der nur noch bis Mai in Berlin bleiben. Machens sagte, dass man leider keine Anlage hätte, wo Knut bis 2010 leben könnte... Also ich fände für den Bären die jetzige Anlage völlig ok und wäre größer als alles, was er bisher hatte. (26.10.2007, 17:41) | ||
| Michael Mettler: | Laut Planungsgrundriss wird die Technikzentrale (inklusive der Wasseraufbereitung) in Yukon Bay flächenmäßig genauso groß sein wie das neue Seebärenbecken oder - um es mit einem bestehenden Bauwerk zu vergleichen - etwa halb so groß wie das Tropenhaus (Niedere Affen). Also ein paar hundert Quadratmeter, die bis unters Dach mit Technik vollgestopft sein werden. Ich schätze, dass allein dafür einige Millionen Euro aus der Gesamtsumme anzusetzen sind. Auf der Yukon-Bay-Grafik in der von Ulli genannten Beschlussvorlage handelt es sich übrigens um das Gebäude, auf dem etwas irreführend die Beschriftung "Pinguine" platziert wurde, die eigentlich zum Schiffsrumpf genau darüber gehört. Der in der NEUEN PRESSE veröffentlichte Lageplan ist in dieser Hinsicht sehr viel detaillierter. Die Beschlussvorlage gibt als zukünftige Fläche für die Seebären knapp über 1.000 qm an, allerdings inklusive aller Stallungen, Felsbereiche usw., das Hauptbecken nimmt geschätzt die Hälfte davon ein. Was wiederum im Umkehrschluss bedeutet, dass die Technikzentrale um 500 qm Grundfläche haben wird! (16.10.2007, 09:04) | ||
| Ulli: | DEr Vollständigkeit halber www.hannover.de/data/download/RH/DS/2007/40/439-07.pdf (Beschlußvorlage der Region Hannover vom 24.09.2007) (16.10.2007, 08:09) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Du wirst lachen, der Hinweis auf die Gefährlichkeit des Büffels und die "Big Five" findet sich auf dem aktuellen Gehegeschild... Nur setzt das voraus, dass Besucher das Schild auch wirklich lesen bzw. nach dem Namen der Tierart weiterlesen. Zwar ist der Zoo recht gut darin, "Außenseiter" zu Publikumslieblingen zu machen (Tapire, Wombats, mit Abstrichen Gürteltiere), aber da stellen Kaffernbüffel doch ein etwas schwierigeres Kaliber dar... Würden die Büffel - wie es mein Wunsch wäre - an das "Sambesi"-Ufer umziehen und somit auch vom Boot aus zu sehen sein, bekämen sie eine ganz große Bühne für ihren "Auftritt" und würden sicherlich mehr Eindruck machen als bislang in einer Reihe von Rindergehegen, in der man zudem ein wenig auf sie herab schaut. Es ist für mich immer wieder auffällig, dass die Mendesantilopen und Somali-Wildesel - beide keine ausgesprochenen Publikumsarten - bei der Bootsfahrt wesentlich größere Aufmerksamkeit erzielen als vom Besucherweg aus. Ihre gegenüber dem sitzenden Betrachter erhöhte Position spielt dabei sicher eine große Rolle, und genau diesen Effekt würde ich auch bei den Büffeln erwarten. Deswegen würde ich auch lieber sie auf dem jetzigen Bären-Areal sehen als eine Tierart, die auch ohne Bootsfahrt erhöhte Aufmerksamkeit des Besuchers genießt. (15.10.2007, 15:33) | ||
| Sacha: | @MM: Deine Befürchtung bezüglich der Kaffernbüffel teile ich. Andererseits: Wenn man die K. zum Beispiel als eines der gefährlichsten Tiere Afrikas "verkauft", erwähnt, dass sie zu den Big Five zählen, also jeder Safari-Reisende (ja ich weiss, Pleonasmus) gesehen haben muss usw., dann würde dies sicher Ihre Attraktivität erhöhen. Und für die geübten PR-Profis im Erlebniszoo ("Sensationeller Zuchterfolg", "einzigartig") müsste dies doch ein Klacks sein.....:) PS: Sorry fürs Off-Topic. (15.10.2007, 13:22) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Das ca. 13-14 Jahre alte Schildkrötenhaus ist nun tatsächlich (nicht nur vorgeschoben) marode. Die hölzerne Dachkonstruktion ist so angefault, dass sie - da sich eine Neuerrichtung wegen Yukon Bay nicht mehr lohnte - nur noch mit zusätzlich vorgeschraubten Brettern und untergestellten Metallstützen so weit stabilisiert wurde, dass nichts einstürzen konnte. Das Haus ist als "Wintergarten-Anbau" am ehemaligen Flusspferdhaus auch keine sonderlich aufwändige Konstruktion. Letztlich bleibt auch festzuhalten, dass das Haus den Tieren zwar die Möglichkeit bieten sollte, sich auch fortzupflanzen, die Schildkröten dies aber dennoch nie taten. Was Yukon Bay weichen muss, ist also keine erfolgreiche Zuchtgruppe - damit war man trotz des Hauses nicht weiter als bei der in früheren Jahrzehnten üblichen Riesenschildkrötenhaltung auf Sommerwiesen und unter Kükenlampen. Die Kaffernbüffel werden nur schweren Herzens gestrichen. Das Problem bei einer anderweitigen Unterbringung im Zoo ist weniger, eine vorübergehende Gehegefläche zu finden. Allerdings wäre im Parkteil "Sambesi" derzeit kein Platz für sie, und im "alten" Teil des Zoos gäbe es zwar mögliche Ausweichflächen (auf Kosten anderer Arten), aber keinen Stall, keine Gehegebegrenzung und keine Bodenbefestigung, die ihnen standhielte; folglich würden dafür erhebliche weitere Kosten entstehen. So gesehen ist ihr Auszug leider nachvollziehbar. Aber ich persönlich habe - siehe unten - noch Hoffnung, die Art eines Tages in "Sambesi" wiederzusehen. Ich fürchte nur, dass die Besucher die Büffel weniger vermissen werden als die auffälligeren Watussirinder.... (15.10.2007, 12:52) | ||
| IP66: | Für problematisch halte ich den Abriß des Riesenschildkrötenhauses, daß noch keine dreißig Jahre alt ist, auch aus fiskalischen Gründen. Die Aufgabe der Kaffernbüffelhaltung liegt im Trend, im hannoveraner Fall ist nur peinlich, daß man ja einen afrikansichen Tierhaltungsschwerpunkt vertritt und sich trotzdem nicht in der Lage sieht, diese doch auch für den Besucher interessante Art weiterhin auszustellen. In Gelsenkirchen hat man bei den neueren Projekten den Eindruck, daß sich die Kunstfelsendichte reduziert - interessant scheint mir, ob das in Hannover auch geschieht oder ob man dort die alten Pläne einschließlich jeder Klippe und Goldgräberhütte ausführt. (15.10.2007, 10:47) | ||
| Michael Mettler: | Ich möchte die im Thread "Der 'alte' Zoo Hannover" begonnene Diskussion an dieser Stelle fortsetzen, da sich das "alt" dort ja eigentlich auf die Zeit vor dem Umbau zum Erlebniszoo (also vor 1995/96) bezog und das Projekt "Yukon Bay" sicherlich noch in den nächsten Monaten und Jahren Diskussionsstoff bieten wird. Ich war heute extra im Zoo, um mir das Gelände noch mal im "Vorher"-Zustand anzusehen. Danach habe ich dann einen intensiven Blick auf die aktuelle Planung geworfen. Wenn man das Ganze mal nüchtern betrachtet, ändert sich eigentlich nicht viel, wenn ein großer Teil der Yukon-Bay-Fläche später für Menschen und nicht für Tiere genutzt wird: Ein Restaurant gibt es dort auch jetzt schon (im alten Flusspferdhaus - sieht auf dem Plan sogar so aus, als solle dieses die Keimzelle des Yukon-Bay-Restaurants bilden), Kinderbespaßung ebenfalls (Bällebad im Restaurant, Trampolin, bunte Elefantenfiguren zum Beklettern), dito einen Eisverkauf (am Eingang zum Tapirhaus), einen - na ja - "Shop" (= alter Kiosk) und eine Arena, in der Tiere vorgeführt werden. Alles auch im neuen Projekt enthalten, nur wird dann halt "Gold gewaschen" statt auf Kunstelefanten herumgeturnt und man sieht von einer Tribüne aus bei der Fütterung/Vorführung von Robben statt von gemischtem Ensemble zu. Zusätzlich gibt es dann noch eine Toilettenanlage, die bisher in diesem Zooteil fehlt. Und natürlich einiges an "Brimborium", das aber nur verhältnismäßig wenig Platz beansprucht - dafür sind heute viele Besucherwege unnötig breit. Auch der zoologisch Begeisterte sollte eigentlich auf seine Kosten kommen: In anderen Zoos würde er wahrscheinlich mit der Zunge schnalzen, wenn Watussirinder weichen müssten, um eine Pinguinanlage zu errichten, oder Bisons, um für Eisbären zu bauen - während die Bisons eine vormalige Ponyreitbahn beziehen. Wölfe und Rentiere beziehen bisherige Showflächen, den Präriehunden weicht ein alter Kiosk... OK, die Kaffernbüffel sind ein herber Verlust (ich gebe aber die Hoffnung noch nicht auf, dass diese Tierart später auf der jetzigen Fläche der alten Bärenanlage wieder Einzug hält), aber falls dafür wirklich Nördliche Seebären kommen sollten, würden sogar die Artensammler mildernde Umstände geltend machen. Die Tapire sind ein Kuriosum, da sie gewissermaßen ein lebendes Dauerprovisorium darstellen. Geholt wurden sie schließlich nur, damit die alte Nashornanlage nicht brachliegt - hätte man wie ursprünglich geplant schon vor Jahren "Yukon Bay" (bzw. "Arctica") gebaut, hätte diese Tierart nur ein ähnlich kurzes Gastspiel in Hannover gegeben wie zwischenzeitlich (aus ähnlichen Gründen) die Halsbandpekaris. Aus der Zweckgemeinschaft erwuchsen unerwarteterweise Publikumslieblinge, für die nun kein Platz mehr ist (bzw. Platz schon, aber kein geeignetes Haus) - also grenzwertig in meiner Beurteilung. Gilt in ähnlicher, wenn auch schwächerer Form für die Riesenschildkröten. Hätte der Zoo sich aber auch ohne Umbau zu Erlebniswelten dazu entschieden, sich auf bestimmte Erdteile zu beschränken, hätten genauso Arten weichen müssen. Um artentechnisch Bilanz für das betreffende Gelände zu ziehen, wobei ich mich nur auf ständig ausgestellte Tiere beziehe (also nicht auf die Besetzung der Showarena): Es bleibt in diesem Zooteil eine Art erhalten(Bison). Vier größere Tierarten müssen weichen (Kaffernbüffel, Watussirind, Flachlandtapir, Seychellenschildkröte), dazu vier kleinere (Weißborstengürteltier - gehört aber eh zur Showarena und ist nur im Tapirhaus ausgestellt, damit die Anlage nicht leersteht -, Rotbugamazone, Graupapagei und Wellensittich). Dafür kommen neu bzw. siedeln über: Ebenfalls vier größere Arten (Rentier, Timberwolf, Seebär, Eisbär) und mindestens zwei kleinere (Präriehund und Brillenpinguin) - da in der Projektvorstellung auf der Yukon-Bay-DVD auch Aquarien in der "Unterwasserwelt" gezeigt werden, ist allerdings von weiteren neuen Tierarten auszugehen. Die nach Fertigstellung von "Yukon Bay" verwaisten Gehege der Wölfe und Rentiere dürften schnell "Nachmieter" finden. Da es für diesen Teil des Zoos m.W. immer noch keine Zielplanung gibt, wäre nicht mal auszuschließen, dass wir dort später wieder die Tapire und/oder Riesenschildkröten antreffen - jedenfalls wohl kaum ein weiteres Restaurant... (14.10.2007, 23:31) |
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