
| cajun: | Zwei neue Kater im Zoo Chester: "Seltene afrikanische Geparden-Brüder treffen im britischen Chester Zoo ein Im britischen Chester Zoo haben Naturschützer die Ankunft von zwei seltenen nordostafrikanischen Geparden gefeiert: der Brüder Kendi und Tafari. Die einjährigen Geschwister kamen im Rahmen eines wichtigen Schutzprogramms in den Zoo. Es soll ihre akut vom Aussterben bedrohte Art retten. In freier Wildbahn leben weniger als 500. Die Geparde zählen zu den seltensten Großkatzen der Welt. Sie wurden dabei gefilmt, wie sie ihr neues Revier erkunden. Unter der Obhut des Pflegeteams gewöhnen sie sich neugierig an ihre Umgebung." Quelle:https://de.nachrichten.yahoo.com/seltene-afrikanische-geparden-br%C3%BCder-treffen-190801770.html?guccounter=1&guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmNvbS8&guce_referrer_sig=AQAAAB18zygaa5Yq9_phICPpFBJdSF-crp_DsYLJYFTdKe3doPqudEdUoF-7eH8yhbqvYo5xR0lcovW4E2ePi9U9uMB601vpOp-_OgmoKVppVdBeF-5E-G0IQrpLgM-E72f8daARsaHq9_NQ3sTVw5mEagdkMEqodO19BQ22EAouAYjD (04.11.2025, 10:45) | ||
| cajun: | Nur noch 17 asiatische Geparde aktuell: "Nationales Symbol des Irans Von diesem Tier gibt es nur noch 17 Exemplare Vor knapp 20 Jahren waren es noch bis zu 100 Tiere. Inzwischen leben nach offiziellen Angaben nur noch 17 Exemplare des Asiatischen Geparden im Iran. Die Behörden sind alarmiert, haben kritische Stimmen jedoch seit Jahren ignoriert. Nun soll es die Verkehrspolizei richten. Weltweit gibt es laut iranischen Behörden nur noch 17 Exemplare des vom Aussterben bedrohten Asiatischen Geparden. "Zum Schutz dieser Tiere benötigen wir die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen", sagte die Leiterin der staatlichen Umweltbehörde, Schina Ansari, laut der Nachrichtenagentur Irna. Asiatische Geparden (Acinonyx jubatus venaticus) sind eine Unterart der Geparden und kommen nur noch im Iran vor. Laut der Umweltschutzorganisation WWF gibt es fünf Unterarten, wobei die meisten der weltweit rund 6600 Geparden in Südafrika leben. Ansari äußerte sich am Rande einer Zeremonie zur Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen der Umweltschutzorganisation und der Verkehrspolizei. Diese soll im Turan-Schutzgebiet in der nordöstlichen Provinz Semnan für besseren Schutz der Raubkatzen sorgen. Die Region zählt zu den wichtigsten Lebensräumen der Asiatischen Geparden im Iran. Immer wieder kamen dort Tiere tragischerweise an Schnellstraßen ums Leben. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN wurde die Zahl der Geparden im Iran im Jahr 2007 noch auf 60 bis 100 Tiere geschätzt. Umweltaktivisten ins Gefängnis gesteckt Im Februar 2023 war im Iran ein etwa zehn Monate alter Gepard namens Pirus an Nierenversagen gestorben. Der Fall hatte große Trauer und Empörung ausgelöst. Die Tierart ist ein nationales Symbol, das auch Kunstwerke ziert. Der Iran trat bei den Fußballweltmeisterschaften 2014 und 2018 mit dem Symbol eines Asiatischen Geparden auf dem Trikot an. Iranische Umwelt- und Tierschützer warnen seit Jahren vor dem Aussterben der Asiatischen Geparden. Auch ein UN-Projekt setzt sich für den Erhalt der Unterart ein. Zahlreiche Umweltaktivisten im Iran sind in der Vergangenheit wegen ihrer politischen Aktivitäten zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Kritiker werfen den Behörden vor, sich nicht ausreichend für den Schutz der bedrohten Tiere einzusetzen. Einst war der Asiatische Gepard in verschiedenen Regionen in Südwest- und Zentralasien bis nach Indien heimisch. Vor rund 70 Jahren wurde er in Indien ausgerottet. In den Jahren 2022 und 2023 dann wurden insgesamt 20 Geparden aus Namibia und Südafrika nach Indien gebracht, um dort wieder eine freilebende Population aufzubauen - bestehend eben aus Afrikanischen Geparden, nicht aus Asiatischen Geparden. Daran gab es Kritik, auch vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Der indische Kuno-Nationalpark sei mit seinen etwa 750 Quadratkilometern - etwa 17 mal 44 Kilometer - sehr klein für eine Gepardenpopulation. Geparden lebten in einem sozial stabilen räumlichen System mit weit auseinander liegenden Territorien. Nach Angaben indischer Medien aus dem Februar leben erst drei der aus Afrika herübergebrachten Geparden nun tatsächlich in freier Wildbahn." Quelle:https://www.n-tv.de/panorama/Von-diesem-Tier-gibt-es-nur-noch-17-Exemplare-article25599457.html (03.03.2025, 19:12) | ||
| cajun: | Ein Artikel von Mongabay zum Status des Asiatischen Geparden und den Schwierigkeiten diese Unterart zu erhalten: "Im Dezember 2023 drängten sich drei Mitarbeiter der Iranian Cheetah Society um einen Laptop und waren zu Tränen gerührt, als sie eine Gepardenmutter und ihre vier Jungen sahen, die in einer Kamerafalle gefangen waren. Die Populationsschätzungen für den vom Aussterben bedrohten Asiatischen Geparden (Acinonyx jubatus venaticus) variieren, Experten gehen jedoch davon aus, dass weniger als 30 Tiere übrig bleiben. Der Asiatische Gepard war einst in ganz Zentral- und Südwestasien bis nach Indien verbreitet und kommt heute nur noch im Iran vor, wo der Schutz der Art durch komplexe geopolitische Dynamiken behindert wird. Gepardenschützer endlich freigelassen Im Januar 2018 verhaftete der Iran neun Naturschützer der „Persian Wildlife Heritage Foundation“ (PWHF) und beschuldigte sie der Spionage für iranfeindliche Staaten. Sie wurden 2019 verurteilt. Die Entscheidung wurde 2020 bestätigt, obwohl Mängel im Gerichtsverfahren vorgeworfen wurden, darunter Berichte über Folter und erzwungene Geständnisse. Letzten Monat kamen die letzten vier mit der PWHF verbundenen iranischen Wissenschaftler und Naturschützer aus dem Teheraner Evin-Gefängnis frei, nachdem sie jeweils sechs Jahre und drei Monate verbüßt ​​hatten. Die Forscher Houman Jowkar, Sepideh Kashani, Taher Ghadirian und Niloufar Bayani wurden am 8. und 9. April freigelassen. Der Mitbegründer der Organisation, Morad Tahbaz, der auch die britische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde Ende letzten Jahres im Rahmen des Gefangenenaustauschs und der Aufhebung der Sanktionen freigelassen. Ein Abkommen mit den USA, das mit der Freigabe von 6 Milliarden US-Dollar an iranischen Ölfonds für humanitäre Zwecke verbunden ist. Drei weitere PWHF-nahe Naturschützer, Sam Rajabi, Amir-Hossein Khaleghi und Abdolreza Kouhpayeh, wurden zwischen 2020 und 2023 freigelassen. Der PWHF-Geschäftsführer Kavous Seyed-Emami starb jedoch kurz nach seiner Festnahme im Gefängnis. Sein Tod wurde nicht unabhängig untersucht. Das 2008 gegründete, inzwischen aufgelöste PWHF setzte sich für die Rettung des Asiatischen Geparden und anderer im Iran heimischer Arten ein. Die in Teheran ansässige Organisation arbeitete auch eng mit dem iranischen Umweltministerium zusammen. Sie versuchte, das Bewusstsein für die Notlage des Geparden zu schärfen, indem sie unter anderem dafür sorgte, dass die Fußballnationalmannschaft den Geparden auf ihren Trikots tragen ließ, und den 31. August zum Nationaltag des Geparden erklärte. Medienberichten zufolge könnten die Spionagevorwürfe teilweise auf die Beziehung der Gruppe zur Großkatzenschutzgruppe Panthera zurückzuführen sein. Im Jahr 2017 machte der milliardenschwere Gründer und Vorsitzende von Panthera, Thomas Kaplan, seine Unterstützung, einschließlich finanzieller Unterstützung, für die Hardliner-US-Lobbygruppe United Against Nuclear Iran (UANI) öffentlich. UANI zählt zu seinem Vorstand ehemalige hochrangige Persönlichkeiten des US-amerikanischen, britischen und israelischen Geheimdienstes und Militärs. Vor ihrer Verhaftung hatten die PWHF-Mitarbeiter einen Brief verschickt, in dem sie ihre Besorgnis über Kaplans Rede auf dem UANI-Gipfel zum Ausdruck brachten und befürchteten, sie könnten dadurch gefährdet werden. Die PWHF hatte regelmäßig technische und wissenschaftliche Beratung von Panthera erhalten und Kamerafallen von der Organisation gekauft. In einer Erklärung aus dem Jahr 2019 sagte Panthera, Kaplans Kommentare seien „als Privatmann und nicht in seiner offiziellen Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender von Panthera“ erfolgt. Diese Seite ist nicht mehr auf der Website und gibt eine Fehlermeldung zurück: „Diese Seite ist verschwunden … Stellen Sie sicher, dass Wildkatzen nicht dasselbe tun.“ Prominente Naturschützer aus aller Welt verurteilten später die Politisierung der Arbeit ihrer iranischen Kollegen. Trotz ihrer Freilassung aus dem Gefängnis ist nicht klar, ob die PWHF-Mitarbeiter sofort zur Umweltarbeit im Iran zurückkehren dürfen. Bei der Urteilsverkündung wurde darauf hingewiesen, dass sie für die Dauer von zwei Jahren gesperrt würden. Sowohl Taher Ghadirian als auch Houman Jowkar sind Mitglieder der Cat Specialist Group der IUCN, der globalen Tierschutzbehörde, während Ghadirian auch Mitglied der Bear Specialist Group der IUCN ist. Wohin gehen asiatische Geparde von hier aus? Der Fall hatte erhebliche abschreckende Auswirkungen auf die Naturschutzaktivitäten und die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Iran. „Internationale Zusammenarbeit ist ein wesentliches Element des Artenschutzes, von gemeinsamen Forschungsbemühungen über den Schutz grenzüberschreitender Arten bis hin zum Lernen, welche Arten von Naturschutzansätzen funktionieren und welche nicht“, sagte David Boyd, der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Menschenrechte Die Umgebung teilte Mongabay per E-Mail mit. „Menschenrechtsbasierter Naturschutz ist unsere beste Wahl, während Festungserhaltung ein Rezept zum Scheitern ist.“ Internationales Engagement ist für den Gepardenschutz von entscheidender Bedeutung. Veranstaltungen wie der erste globale Gepardengipfel, der dieses Jahr in Äthiopien stattfand, bieten eine wichtige Gelegenheit, Daten auszutauschen und Perspektiven auszutauschen, sagte Atie Taktehrani, ein Forschungs- und Überwachungsmanager für Naturschutz bei der Iranian Cheetah Society (ICS). .Solche Ereignisse, sagte sie, „bieten ein Fenster für die weltweiten Naturschutzbemühungen und ermöglichen einen breiteren Ansatz für den Naturschutz im Iran.“ Die iranische Regierung hat trotz Einladung keinen Vertreter zum Gipfel geschickt. „Ein zusätzlicher Vorteil des internationalen Engagements ist die Beschaffung finanzieller Mittel für den Gepardenschutz im Iran, eine Unterstützung, die früher regelmäßig war, aber seit Jahren nicht mehr erfolgt“, fügte Taktehrani hinzu. „Angesichts der gegenwärtigen politischen Situation im Iran sind die Hoffnungen auf eine Verbesserung der internationalen Beziehungen jedoch gering.“Erschwerend kommt hinzu, dass gegen den Iran verhängte Sanktionen unbeabsichtigte sekundäre Auswirkungen haben können, die ein erhebliches Hindernis für die Bemühungen zum Schutz der Geparden darstellen. Sanktionen können es Organisationen unmöglich machen, internationale Konten einzurichten, was dazu führt, dass viele externe Institutionen nicht bereit oder nicht in der Lage sind, sich auf Finanzierungsvorschläge aus dem Iran einzulassen. Eine weitere Hürde stellt die Beschaffung von Ausrüstung dar, da es Schwierigkeiten beim Versand und Importbeschränkungen für bestimmte Technologien gibt. Taktehrani sagte, dies führe zu einer „Abhängigkeit von Waren minderer Qualität“. Die Sanktionen bedeuten auch, dass das Umweltministerium nicht in der Lage war, die Streifenwagen, die Ranger in von Geparden bevölkerten Gebieten einsetzen, zu modernisieren oder ordnungsgemäß zu warten. Der Asiatische Gepard erhielt in den 1960er Jahren im Iran rechtlichen Schutz. Die Einrichtung von Schutzgebieten trug dazu bei, die Beutepopulationen, darunter auch Gazellen, wiederzubeleben. Die Unruhen, die auf die iranische Revolution von 1979 und den Iran-Irak-Krieg folgten, wurden jedoch als verlorene Jahre bezeichnet. Nachlässige Strafverfolgungsmaßnahmen verzeichneten einen Rückgang der Gepardenzahlen aufgrund von Mensch-Tier-Konflikten, der Zerstörung und Fragmentierung von Lebensräumen sowie sinkenden Beutezahlen. Über die Zahl der Geparden im Iran herrscht heute kein Konsens. Im Januar 2022 erklärte Hassan Akbari, der stellvertretende Minister für natürliche Umwelt und Biodiversität im iranischen Umweltministerium, gegenüber staatlichen Medien, dass die Population asiatischer Geparden von geschätzten 100 im Jahr 2010 auf nur noch 12 gesunken sei. „Wir haben nur sehr wenig Zeit, den Geparden vor dem Aussterben zu retten, und es scheint, dass wir nicht mehr als vier bis fünf Jahre Zeit haben, um [diese] wertvolle Art zu bewahren“, sagte er. Taktehrani sagte, dass die Zahl der überlebenden Tiere unter 30 liegen könnte, womit es sich um eines der am stärksten gefährdeten Säugetiere auf dem Planeten handelt. Mehr als die Hälfte der Todesfälle wilder Geparden im Iran werden auf Verkehrsunfälle zurückgeführt. Anfang des Jahres sagte der Direktor des Khar-Turan-Nationalparks, dass es auf der Straße Meyami–Sabzevar, die durch das Schutzgebiet in der Provinz Semnan führt, durchschnittlich acht Todesfälle pro Jahr durch Geparden gebe. Letztes Jahr sagten Beamte, dass kurzfristige Maßnahmen ergriffen würden, um den Verkehr zu verlangsamen und zu reduzieren, nachdem eine mit drei Jungen trächtige Gepardin von einem Fahrzeug getötet worden sei. Nach Angaben des Iran gab es im Jahr 2024 bislang keine Todesfälle durch Geparden auf den Straßen. Eine Studie zeigte, dass iranische Geparden das ganze Jahr über Straßendurchlässe nutzen, sofern diese verfügbar sind. Fast ein Drittel der überwachten Einzelgeparde bewegten sich regelmäßig zwischen Schutzgebieten. Der Kampf um Kamerafallen Eines der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für den Gepardenschutz ist im Iran besonders umstritten: Kamerafallen. Den verhafteten PWHF-Naturschützern wurde vorgeworfen, Kamerafallen zur Spionage eingesetzt zu haben, was dem Einsatz solcher Geräte vorübergehend einen Dämpfer versetzte. Die asiatische Gepardenpopulation ist in der trockenen Region Dasht-e Kavir (Kavir-Wüste) verteilt, die sich über die Provinzen Yazd, Semnan, Kerman, Isfahan und Kerman erstreckt. Im Gegensatz zu ihren afrikanischen Artgenossen leben die Geparden im Iran eher in hügeligem Gelände als in der Ebene. Angesichts dieses großen Verbreitungsgebiets und der geringen Populationsdichte ist die schwer fassbare Art bekanntermaßen schwer zu überwachen, weshalb Naturschützer auf Kamerafallen angewiesen sind. „Kamerafallen werden für die Beurteilung von Wildtierpopulationen weltweit immer wichtiger, und ihre Bedeutung wird im Iran noch verstärkt, wo alternative Technologien wie Satellitenhalsbänder keine Option sind“, sagte Taktehrani. Sie fügte jedoch hinzu, dass der Einsatz von Kamerafallen im Iran „mit Herausforderungen behaftet“ sei, da im Land Vorschriften die Verwendung vernetzter Systeme, die SIM-Karten erfordern, erschweren und es Sanktionen gibt, die den Import hochwertiger Ausrüstung erschweren. Es gibt auch prosaischere Herausforderungen, wie Kamele, die in der Nähe von Wasserquellen herumlungern, immer wieder Kamerafallen auslösen und Batterien entladen. Dies kann häufig zu erheblichen Lücken in der Dokumentation führen. Die Bemühungen Irans, Geparden in Gefangenschaft und Halbgefangenschaft zu züchten, waren bisher nur begrenzt erfolgreich. Neben der Wildpopulation hat der Iran eine kleine Gruppe in Gefangenschaft gehaltener Geparden: ein Männchen und vier Weibchen, von denen drei fruchtbar sind. Im Jahr 2022 wurden drei Junge geboren, die erste erfolgreiche Zucht in Gefangenschaft, aber alle starben. Der Unterart mangelt es an genetischer Vielfalt, was Inzucht zu einem Problem macht. Die Iranian Cheetah Society sagt, dass die derzeitigen Schutzmaßnahmen „unzureichend erscheinen“ und dass Naturschützer zunehmend uneins mit dem iranischen Umweltministerium darüber sind, was Priorität haben sollte. „Die Strategie [des Ministeriums] konzentriert sich auf die Vergrößerung der Beutepopulation der Geparden, um das Aussterben abzuwenden. Sie übersieht jedoch die gefährliche Transitstraße, die weiterhin Geparden das Leben kostet, und es gibt keinen Schutzplan für Geparden außerhalb der Schutzgebiete“, sagte Taktehrani. Um die Unterart vom Abgrund zurückzuholen, seien dringende und koordinierte Anstrengungen erforderlich, sagte Taktehrani. Laut ICS besteht ohne umfassendere Intervention keine Chance auf eine Erholung der heimischen Bevölkerung. Darin heißt es, der Iran solle afrikanische Geparden in den Iran bringen, um für mehr genetische Vielfalt und mehr Tiere zu sorgen. „Für viele Menschen im Iran repräsentiert der Asiatische Gepard Hoffnung“, sagte Mehran Seyed-Emami, Sohn von Kavous Seyed-Emami von PWHF, per E-Mail gegenüber Mongabay. „Ihr Überleben ist eng mit der anhaltenden Dürre, Wüstenbildung, Korruption und Misswirtschaft verbunden, die im Iran grassiert. Ihre Fähigkeit zu überleben ist ein echter Ausdruck von Stärke, Widerstandsfähigkeit und Hoffnung angesichts scheinbar unüberwindlicher Widrigkeiten. „Mein Vater hatte zusammen mit seinem Team bei PWHF die Mission, das Leben dieser unglaublichen Kreatur zu schützen“, fügte er hinzu. „Er glaubte an die Natur und an die Möglichkeit einer schöneren Welt. Auch er verkörperte für so viele die Hoffnung im Leben und im Tod.“ Quelle:https://news.mongabay.com/2024/05/final-cheetah-conservationists-freed-in-iran-but-the-big-cats-outlook-remains-grim/ (17.05.2024, 12:13) | ||
| cajun: | Über die Pro Zoo (FB) Seite kommt die Meldung, dass in Plzeñ zwei weibliche Sudan Geparde eingezogen sind. Seit 2010 gab es dort eine Männergruppe. Vermutlich wird versucht mit den bereits älteren Tieren und dem verbliebenen Kater zu züchten. (26.01.2024, 21:13) | ||
| cajun: | Ich fand keinen passenden Thread und setelle es mal hier ein: "Wiener Forscher erforschen Erbgut von Geparden Der als das schnellstes Landtier geltenden Gepard (Acinonyx jubatus) ist nicht nur vielerorts gefährdet, die Tiere dieser Art weisen zudem sehr wenig genetische Vielfalt auf. Aus diesem Grund brauche es tiefgehendes Wissen über das Erbgut der imposanten Katzen, so der Wiener Forscher Sven Winter gegenüber der APA. Er und sein Team haben im Fachblatt "Journal of Heredity" das bisher kompletteste Referenzgenom des Geparden vorgestellt. Wiener Forscher wollen Urprung von Geparden auf die Spur kommen Bis zu 105 km/h erreichen die Raubkatzen bekanntlich, derartige Sprints legen sie mittlerweile jedoch nur noch in zunehmend kleiner werdenden, voneinander getrennten Lebensräumen hin. Insgesamt wird die Art als "gefährdet" eingestuft. Besonders schlecht steht es um die iranische und nordwestafrikanische Geparden-Unterart. Von den einst größeren asiatischen Population auf der arabischen Halbinsel und in Südostasien sind keine Vertreter mehr in freier Wildbahn übrig. Vermutungen mancher Wissenschafter dahingehend, dass sich deren Vorfahren möglicherweise ursprünglich in Nordamerika entwickelt haben, und dann eine relativ kleine Gruppe über die Beringstraße den Weg nach Asien fand, haben sich nicht erhärtet. Das wäre eine mögliche Erklärung für die geringe Erbgut-Vielfalt gewesen. Heute geht man davon aus, dass sich die Geparden-Vorgänger vor rund vier Millionen Jahren in Afrika entwickelt haben. Wann und wo die Art durch einen "genetischen Flaschenhals" musste, ist offen. Klar ist aber, dass ein so kleiner Genpool in der Regel ein Hemmschuh für die Anpassung an veränderte Lebensumstände ist. So ist davon auszugehen, dass sich genetisch verarmte Arten weniger gut erfolgreich gegen sich ständig verändernde Krankheitserreger wehren können, erklärte der Wissenschafter vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinische Universität Wien. Genaueres Komplettgenom des Geparden von Wiener Forschern vorgestellt Um über die Verwandtschaftsverhältnisse der heute lebenden Tiere mehr herauszufinden, machten sich Winter und sein Team an die Verbesserung der bisher vorliegenden Informationen zum Geparden-Genom. Die früher publizierten Datensätze wurden aus sehr kurzen DNA-Fragmenten zusammengesetzt. Das mache es "sehr schwierig bis unmöglich, bestimmte Bereiche des Genoms vollständig, korrekt und ohne Lücken zusammenzusetzen", so Winter. Das Wiener Team sequenzierte nun mit neueren Methoden das Erbgut des 14-jährigen Gepardenweibchens "Pintada" aus dem Zoo in Lissabon. Die moderne Herangehensweise erlaubte nun die Berücksichtigung weit längerer, zusammenhängender DNA-Stücke. Dadurch lassen sich vor allem jene Erbgut-Teile besser abbilden, in denen sich die Abfolge der Basen über weite Strecken nahezu identisch wiederholen - sogenannte "Repeats". Wiener Forscher wollen Entwicklung von Geparden-Genom entschlüsseln Die Wissenschafter interessieren sich aber auch besonders für DNA-Bereiche, in denen mütterliche und väterliche Chromosomen identisch sind, erklärte Winter. Aus solchen "Runs of homozygosity" (ROH) lassen sich Rückschlüsse über Inzucht in einer Population ziehen - ein Faktor, der bei Geparden von besonderer Relevanz ist. Solche Regionen konnten die Wiener Forscher nun deutlich genauer dar- und für künftige Analysen zu Verfügung stellen. Anhand der kontinuierlich ablesbaren ROH lasse sich besser herausarbeiten, wie es um die genetische Vielfalt der gesamten Geparden-Population bestellt ist. Das hilft wiederum bei Maßnahmen zum Schutz der Art. Mit dem neuen Referenzgenom könne man überdies auch genauere Vergleiche mit anderen Vertretern aus der Gruppe der Katzenartigen anstellen, erklärte Winter. Die Wiener Wissenschafter wollen nun auch anhand von alten Proben der schnellen Tiere analysieren, wie sich das Genom über die Zeit entwickelt hat. "Darüber hinaus liegt unser Fokus auf den Immun-Genen des Geparden im Vergleich zu anderen Katzen", sagte Winter. Gerade über diese Erbgut-Bereiche und deren Funktionen sei noch wenig bekannt. So ließe sich auch mehr darüber erfahren, ob und wie das kleine Genpool der Geparde ihre Anpassungsfähigkeit beeinflusst." Quelle:https://www.vienna.at/wiener-forscher-erforschen-erbgut-von-geparden/8167777 (03.07.2023, 17:39) | ||
| Liz Thieme: | Ich habe am gleichen Tag, an dem du das hier geschrieben hast, einen Artikel über das Projekt gelesen, aber erst jetzt eingescannt: https://drive.google.com/file/d/1AV2a1eA8WNqRy7J7ghAXjbgizAHSGJj0/view?usp=drive_link (13.06.2023, 11:25) | ||
| cajun: | Es scheint bei der Wiederansiedlung der Geparden nicht alles ganz glatt zu verlaufen, was ja auch utopisch wäre: "Hitzewelle mit 47 Grad in Indien: Drei Gepardenjunge gestorben Inmitten einer Hitzewelle in Indien sind drei Gepardenjunge gestorben. Das erste der Tiere starb nach Angaben von Waldbehördenvertretern am Dienstag im Kuno-Nationalpark im indischen Staat Madhya Pradesh. Daraufhin seien das Muttertier und drei weitere Junge von Tierärzten beobachtet worden. Am Donnerstag seien aber zwei weitere gestorben. Die Kleinen seien unterernährt gewesen und hätten stark an Flüssigkeitsmangel gelitten. Das noch überlebende Junge wurde in einer Einrichtung behandelt. Die Todesursache wurde von Behördenseite zunächst nicht genannt. Allerdings wird vermutet, dass die Hitzewelle die jungen Tiere geschwächt hat. Am Donnerstag wurden in der Gegend 47 Grad Celsius erreicht. Die Jungen gehörten zu einem Muttertier, das im vergangenen Jahr von Afrika nach Indien gebracht wurde. Insgesamt flog Indien 20 Geparden aus Namibia und Südafrika ein, um die Tierart wieder einzuführen. 1952 starben Geparden in Indien wegen Jagd und Verlust ihres Lebensraums aus. Die Überlebensrate von Gepardenjungen in freier Wildbahn und in Gefangenschaft ist Experten zufolge niedrig. Von den 20 nach Indien gebrachten ausgewachsenen Geparden sind bereits drei gestorben. Geparden sind die schnellsten Landtiere. Weltweit soll es weniger als 7000 ausgewachsene Exemplare in freier Wildbahn geben. Ihr Lebensraum beschränkt sich auf weniger als neun Prozent ihrer ursprünglichen Fläche. Dazu haben die Zunahme der Weltbevölkerung und der Klimawandel beigetragen." Quelle:https://weather.com/de-DE/wissen/tiere/news/2023-05-26-hitzewelle-mit-47-grad-in-indien-drei-gepardenjungen-gestorben (30.05.2023, 09:24) | ||
| cajun: | Traurige Nachrichten: "Einer der letzten Asiatischen Geparden im Iran ist tot Die Unterart Acinonyx jubatus venaticus, gemeinhin als Asiatischer Gepard bekannt, ist nach Angaben der International Union for Conservation of Nature akut vom Aussterben bedroht. Der Gepard Pirus war 2022 in einem Tierpark in der iranischen Provinz Semnan mit zwei anderen Geparden durch einen Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Der Asiatische Gepard ist vom Aussterben bedroht, die letzten verbliebenen Exemplare der Art leben heute im Iran. Nun ist ein weiteres der seltenen Raubtiere verendet: Wie iranische Medien am Dienstag berichteten, starb der etwa zehn Monate alte Gepard namens Pirus an Nierenversagen. Als einer der letzten seiner Art hatte er große Bekanntheit im Iran erlangt, viele Menschen sorgten sich bis zuletzt um den Gesundheitszustand des Tieres. Pirus war im vergangenen Jahr in einem Tierpark in der iranischen Provinz Semnan mit zwei anderen Geparden durch einen Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Die Mutter lehnte ihre Jungen danach ab, Pirus Geschwister starben nur wenige Tage nach der Geburt. Er selbst wurde von Tierpflegern großgezogen. Doch schon bald traten laut Medienberichten die ersten gesundheitlichen Probleme auf. Zuletzt blieb sein Gehege in einem Wildpark in Teheran verwaist, stattdessen wurde Pirus in einer Tierklinik wegen seines Nierenleidens behandelt. Eine am Montag vorgenommene Notoperation überlebte er nicht. Laut den iranischen Behörden gibt es nur noch etwa ein Dutzend Asiatische Geparden. Iranische Umwelt- und Tierschützer warnen seit Jahren vor ihrem Aussterben. Auch ein UN-Projekt setzt sich für den Erhalt der Art ein." Quelle:https://www.diepresse.com/6256980/einer-der-letzten-asiatischen-geparden-im-iran-ist-tot (28.02.2023, 10:19) | ||
| Martin Dassbach: | Ich empfinde dieses Projekt als überaus spannend und hoffentlich zukunftsweisend. Bei gutem Verlauf wäre bewiesen, dass auch die Ansiedlung ortsfremder Unterarten möglich ist. Siehe ggf. auch meinen Eintrag unter "Löwen (allgemein)". (04.02.2023, 01:05) | ||
| Sacha: | @cajun: Oje, so mies sieht es aus. Dann ist meine Befürchtung in der Tat lediglich Utopie. Danke für die Info. (03.02.2023, 01:09) | ||
| cajun: | @Sacha: Laut den letzten Meldungen gibt es im Iran nur noch 12 Tiere im Freiland. Falls sich die Population nicht wieder aus dem "eigenen Saft" erholt, stellt sich eh die Frage ( ähnlich wie bei den Dama Gazellen):"Splitting or lumping "? (02.02.2023, 18:17) | ||
| Sacha: | Ein interessantes Projekt, das Hoffnung macht. Einen winziges Unwohlsein habe ich dennoch dabei. Zwar liegen die Verbreitungsgebiete der letzten Asiatischen Geparden (zu denen einst auch die in Indien lebende UA zählte) im Iran über 2000 km entfernt von dem Gebiet in Indien, in dem die Südafrikanische UA ausgewildert wird bzw. werden soll. Aber vielleicht werden noch ich hoffe doch, dass sich da nicht einer aus Versehen vom einen in das andere Gebiet "verirrt" bzw. die Bestände sich mit der Zeit unbemerkt aufeinander zubewegen und vermischen. Äusserst geringe Gefahr, ich weiss. Trotzdem... (01.02.2023, 16:13) | ||
| cajun: | Der nächste "Schwung" ist bald am Start. Im Artikel ist ein Instagramm Video verlinkt, dass zeigt, wie die bisher angekommenen Tiere im Kuno NP aus den Transportboxen entlassen werden. "Geparden-Lieferung ist fix! Afrika und Indien einigen sich auf Übersiedlung Pretoria/Neu Delhi - Indien baut sein Programm zur Ansiedelung von Geparden weiter aus. Zwölf Tiere sollen im Februar von Afrika nach Indien geflogen werden, wie es in einer gemeinsamen Absichtserklärung der indischen und südafrikanischen Regierung am Donnerstag hieß. Die Katzen werden sich dann zu acht weiteren Geparden gesellen, die bereits im September vergangenen Jahres aus Namibia nach Indien eingeführt wurden. In Indien galten die Tiere bis dahin 70 Jahre lang als ausgestorben. Pläne für eine Wiederansiedlung der Tiere gibt es dort bereits seit Jahrzehnten. Nach dem ersten Gepardentransport sollen in den kommenden acht bis zehn Jahren jeweils zwölf weitere Tiere von Afrika nach Indien übergesiedelt werden. Die Gepardenumsiedelung im vergangenen Jahr sei die erste gewesen, bei der die Tiere von einem Kontinent auf einen anderen umgesiedelt worden seien. Man hoffe auf einen großen Erfolg für den Artenschutz weltweit und auch für Indien. Die ersten acht Raubkatzen hätten sich in ihrem neuen Zuhause im Kuno-Nationalpark im Bundesstaat Madhya Pradesh gut eingelebt. Dazu gehört auch, dass sie sich an die lokalen Beutetiere gewöhnen, teilte die indische Forstbehörde kürzlich mit. Quelle:https://www.tag24.de/thema/tiere/geparden-lieferung-ist-fix-afrika-und-indien-einigen-sich-auf-uebersiedlung-2730938 (01.02.2023, 15:27) | ||
| W. Dreier: | Dazu gehört natürlich auch, wie sich die Menschen an die Tiere gewöhnen - jene Menschen nämlich, die gewaltsam ausgesiedelt wurden und sicher nicht entschädigt wurden - mit Land und Wasser. Keine Gute Basis. Desweiteren sollen wohl an die 50 Tiere eingeführt werden, das Gelände (Kuno-NP) soll auf 3 200 km 2 vergrößert werden - letztlich ein Lebens-Raum (Beutetiere?) für etwa 36 Tiere. Erwähnt (ein anderer Artikel?) wird auch, dass das Gelände "reich" an Leoparden sein soll - keine gute Basis für Geparden-Jungtiere. Übrigens ist es still geworden um Tiger- Aussetzungen am Balchasch-See und auch an die von Putin unterstützte Aktion, von Menschen gezüchtete Persische Leoparden (abgesehen von der Systematik) im Südkaukasus auszusetzen - ganz zu schweigen von den südchinesischen Tigern, die in Südafrika geschützt zur Zucht gebracht wurden und auch wieder nach China sollten. Vor ca 40 Jahren wollte die Sowjetunion schon mal afrikan. Geparden in Mittelasien (Nähe kaspisches Meer) "ansiedeln". (21.09.2022, 11:53) | ||
| Liz Thieme: | Da bin ich ja mal gespannt, wie schnell sie sich akklimatisieren und an die neuen Beutetiere gewöhnen. (20.09.2022, 13:46) | ||
| cajun: | Wie bereits unten erwähnt, hat Indien nun "ernst" gemacht mit der Auswilderung. Acht Geparde aus Namibia trafen ein. "Umzug aus Namibia Indien siedelt wieder Geparden an Im Jahr 1952 wurden sie für ausgerottet erklärt: Die indische Regierung versucht, Geparden wieder anzusiedeln – und ließ acht Tiere einfliegen. Vor knapp siebzig Jahren sind die letzten in Indien lebenden Geparden gestorben – nun sollen sie wieder heimisch werden. Premierminister Narendra Modi ließ am Samstag acht Geparden aus Namibia in ein Quarantänegehege in einem Nationalpark im Bundesstaat Madhya Pradesh frei, wie Videoaufnahmen im indischen Fernsehen zeigen. Dort sollen die Tiere zunächst bleiben. Die Raubkatzen im Alter zwischen zwei und fünfeinhalb Jahren wurden mit einem Satellitenhalsband ausgestattet, über das ihre Bewegungen verfolgt werden können. Es handelt sich um fünf Weibchen und drei Männchen. Sie waren am Samstagmorgen mit einer Boeing 747 auf dem Luftwaffenstützpunkt in Gwalior in Madhya Pradesh angekommen. Anschließend brachte sie ein Hubschrauber in den Nationalpark. In den kommenden Jahren wolle man weitere Geparden ins Land holen. Kritik am »Project Cheetah« Die Wiedersansiedlung ist umstritten. Kritiker sagten, die Tiere würden sich nur schwer an die natürliche Umwelt in Indien gewöhnen. In Indien lebten lange asiatische Geparden. Im Jahr 1952 wurden sie für ausgerottet erklärt. Asiatische Geparden gibt es nur noch vereinzelt in Iran. Die aus Namibia eingeflogenen Tiere gehörten zur Unterart der südafrikanischen Geparden. Das »Project Cheetah«, wie es in Indien genannt wird, erhielt im Jahr 2020 durch eine Gerichtsentscheidung neuen Schwung. Das Oberste Gericht genehmigte die Ansiedlung afrikanischer Geparden an einem »sorgsam ausgewählten Standort«. Quelle:https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/indien-siedelt-wieder-geparden-an-a-9a3c16e0-3bad-4c30-8295-76dbe32a1237?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph (19.09.2022, 12:37) | ||
| cajun: | Ich hatte nochmal alte Links aus dem Threadkeller verfolgt. Dabei stieß ich auf diese Arbeit aus dem Jahre 2020. Hier kann man allerdings auch wieder sehen, wie sehr Tierarten bereits in historischen Zeiten, von Menschen hin- und her transportiert wurden: "Ancient mtDNA from the extinct Indian cheetah supports unexpectedly deep divergence from African cheetahs Abstract The Indian cheetah was hunted to extinction by the mid-20th century. While analysis of 139 bp of mitochondrial DNA (mtDNA) has confirmed that the Indian cheetah was part of the Asiatic subspecies (Acinonyx jubatus venaticus), the detailed relationships between cheetah populations remains unclear due to limited genetic data. We clarify these relationships by studying larger fragments of cheetah mtDNA, both from an Indian cheetah museum specimen and two African cheetah, one modern and one historic, imported into India at different times. Our results suggest that the most recent common ancestor of cheetah mtDNA is approximately twice as ancient as currently recognised. The Indian and Southeast African (Acinonyx jubatus jubatus) cheetah mtDNA diverged approximately 72 kya, while the Southeast and Northeast African (Acinonyx jubatus soemmeringii) cheetah mtDNA diverged around 139 kya. Additionally, the historic African cheetah sampled from India proved to have an A. j. jubatus haplotype, suggesting a hitherto unrecognised South African route of cheetah importation into India in the 19th century. Together, our results provide a deeper understanding of the relationships between cheetah subspecies, and have important implications for the conservation of A. j. venaticus and potential reintroduction of cheetahs into India." Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32165662/ (20.01.2022, 15:46) | ||
| cajun: | Um die asiatische Gepardenunterart ist es schlecht bestellt. In Indien plant man eine Wiederansiedlung mit Tieren aus Namibia und Südafrika. "Indien weitet seinen Plan zur Wiedereinführung von Geparden aus Indiens ursprünglicher Plan, acht Geparden wieder in das Herz Indiens einzuführen, wurde kürzlich erweitert, nachdem die Regierung am 5. Januar 2022 den "Aktionsplan für die Einführung von Geparden in Indien" gestartet hatte, der darauf abzielt, in den nächsten fünf Jahren 50 Geparden wieder einzuführen." Man will die Tiere im Kuno Nationalpark auswildern. Der Park zeichnet sich durch seine hohe Dichte an Axishirschen aus. Konkurrenz ist durch Leoparden zu erwarten, von denen ca 200 im NP leben sollen. Die Auswilderung ist Teil eines größeren Plans zum "Rewilding" ungenutzter und landwirtschaftlich uninteressanter Landstriche, in denen die ursprüngliche Großtierfauna/ die Nahrungskette wieder hergestellt werden soll. Und wer sich jetzt fragt, weshalb man nicht auf die asiatische Unterart zurückgreift, der lese hier weiter: "Der Iran sagt, dass nur noch 12 asiatische Geparden im Land sind Der Iran ist jetzt nur noch die Heimat von einem Dutzend asiatischer Geparden, sagte der stellvertretende Umweltminister am Sonntag und beschrieb die Situation für die gefährdete Art als "äußerst kritisch". Es sind nur noch 9 männliche und drei weibliche Geparde in freier Wildbahn bestätigt. Indien hatte anscheinend bis zum Sturz des Schah- Regimes (lange ist es her!) eine Option asiatische Geparde aus dem Iran zu beziehen. Allerdings hat es sich in den Jahrzehnten danach nie wieder ergeben, auf dieses Abkommen einzugehen. Quellen: https://www.france24.com/en/live-news/20220109-iran-says-only-12-asiatic-cheetahs-left-in-the-country https://www.getaway.co.za/travel-news/india-expands-its-cheetah-reintroduction-plan/ Teilübersetzung: Zoopresseschau Action Plan: https://www.getaway.co.za/travel-news/india-expands-its-cheetah-reintroduction-plan/ (20.01.2022, 13:38) | ||
| WolfDrei: | Zum vorhergehenden Beitrag: offensichtlich meinte man auch den asiatischen Geparden. Ohne Zitat! Eine paläontologische Ausstellung im Muséum national d’histoire naturelle in Paris. Auch Homo sapiens hatte vor 80 000 Jahren einen "Flaschenhals". Das ist auch jene Zeit, die die "biologische Uhr" braucht, um aus einer Inzuchtdepression wieder herauszukommen und genetische Polymorphismen herauszubilden. Haben wir also Glück gehabt! Hoffentlich. (02.03.2011, 17:09) | ||
| WolfDrei: | In der SECAS war wohl in der Zitierung immer nur von "Gepard" die Rede. Nachschau nächsten Dienstag (23.02.2011, 19:26) | ||
| Volker Gatz: | Ich erinnere mich an eine neuere Studie, nach der die iranischen Geparden (und damit vermutlich auch die indischen)bereits vor sehr langer Zeit (etwa 30000 Jahre) von den afrikanischen Geparden abgespalten wurden und damit nicht durch den Flaschenhals (vor etwa 10000 Jahren?) betroffen sind ! Hier ist der Link : http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21214655 (23.02.2011, 19:13) | ||
| Michael Mettler: | Ich meine mich zu erinnern, dass hier im Forum vor längerer Zeit berichtet wurde, dass Indien kein Material seiner früheren Geparden für derartige Studien zur Verfügung stellt. Ist aus dem Artikel ersichtlich, ob auch asiatische Geparden in die Untersuchung einbezogen wurden? (23.02.2011, 18:34) | ||
| WolfDrei: | Die nächste Ausgabe der SECAS 2010 zitiert (Achtung! kein Plagiat!)eine genetische französiche Arbeit, nach der der "engste Flaschenhals" bei den Geparden vor etwa 9000 Jahren erreicht wurde. Alle heutigen Tiere gingen auf EIN Weibchen und wenige Männchen zurück! (23.02.2011, 10:31) | ||
| WolfDrei: | Überraschender Fund in der !Freundeszeitschrift " La Lettre de SECAS 57 (2009)der Pariser Gärten: im Auftrag der "London Zoological Society" hat ein Algerier im Hoggar-Gebirge (auch Ahaggar) und Umgebung über 40 Fotofallen und Beobachtungen eine Aussage getroffen, daß dort etwa 300 Geparden der UA Acinonyx jubatus hecki (nordwestlicher Gepard) existieren. Immerhin wurden 300 Fotos mit Geparden "geschossen" - das dürfte der größte Anteil dieser UA in Westafrika überhaupt sein. Beute: Mähnenspringer, Paviane u.ä. (01.02.2011, 20:54) | ||
| Michael Amend: | Diese Studien betreffen auch die afrikanischen Geparden, viele Sytematiker unterscheiden keine Unterarten des Geparden,deswegen habe ich auch das"Sudan"in meinem Beitrag unten in Gänsefüßchen gesetzt. (13.01.2010, 18:18) | ||
| WolfDrei: | Sacha, genau. Über den "Gepardenflaschenhals" ist ja genügend bekannt. Übrigens stand im noch UdSSR-Rotbuch mal eine ähnliche Überlegung für die "mittelasiatischen Sowjetrepubliken" (13.01.2010, 09:54) | ||
| Sacha: | @WolfDrei: ...was nicht passend ist, wird passend gemacht? (13.01.2010, 09:46) | ||
| WolfDrei: | In Indien gab es eine Beratung, wieder Geparde in geeigneten Habitaten anzusiedeln. Gedacht wird nicht an die iranischen Geparden sondern an "afrikanische". Genetische Studien hätten ergeben, daß es keine Unterschiede geben würde, da die Trennung der beiden "Erdteilformen" erst vor 10 000 Jahren erfolgte (aus "International Zoo News") (12.01.2010, 22:42) | ||
| Michael Amend: | "Sudan"-Gepard im Schnee, die stehen da total drauf.... (10.01.2010, 20:49) | ||
| Shensi-Takin: | 1. Siehe u.a. ISIS & http://tierbestand.piranho.de/ 2. Siehe "Walker's Mammals of the World. Bd 1" oder, man staune-Wikipedia 3. Siehe 2. - Aus Afrika (03.01.2008, 20:25) | ||
| LH: | Welche Zoos halten unterartreine Geparden? Welche Unterarten sind heute überhaupt anerkannt? Woher stammen diese Tiere? (03.01.2008, 17:10) |
| alle Beiträge |