
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Für derartige Versuche bräuchte man aber auch absolut gelassene Ammen... Manche Mäuseweibchen - egal welcher Art - töten ja schon ihre eigenen Jungtiere, nachdem jemand ins Nest gegriffen hat, bei denen haben Kuckuckskinder erst recht keine Chance. (Dabei scheint mir übrigens auch der Pfleger eine wichtige Rolle zu spielen; in meiner "Nagerzeit" lernte ich Halter kennen, die grundsätzlich bei Nestkontrollen Jungtierverluste hatten, wie auch solche, bei denen das fast nie der Fall war - das ist sicher kein Zufall.) Eigene Erfahrungen mit Ammenaufzuchten habe ich nur bei Einsatz von Farbmäusen als Ziehmutter. Schlug in einem Fall fehl (Wurf Feldmäuse), ging in einem anderen gut (Wurf Mongolischer Rennmäuse, die ich dann aber im Alter von vier Wochen von der Amme trennte und die gegenüber normal aufgewachsenen Artgenossen eindeutig in der Entwicklung hinterherhinkten). Die günstigste Phase für Vergesellschaftungen ist m.E. eher dann, wenn Jungtiere frisch entwöhnt sind; zumindest ist das bei einigen Arten ein guter Zeitpunkt, sie auch mit fremden, etwa gleichaltrigen Artgenossen zusammenzubringen. (19.05.2008, 22:26) | ||
| Michael Mettler: | Die Planstelle "mausartiges Tier" (im weitesten phänotypischen Sinne) ist in vielen Zoos inzwischen mit dem Kurzohr-Rüsselspringer besetzt, der hierzulande schon fast zu den Standardarten gehört... (19.05.2008, 21:53) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Könnte man eine Vergesellschaftung von Mäusearten eventuell einleiten, indem man bei den zunächst getrennt gehaltenen Arten abwartet, bis beide mal zur gleichen Zeit werfen (was ja bei der hohen Fortpflanzungsrate bald soweit sein dürfte), um dann die Säuglinge auszutauschen? Es würde mich interessieren, was dann passieren würde. Einzelne Fremdlinge würden bestimmt totgebissen, aber wenn der ganze Wurf ausgetauscht wird auch? So ein Versuch widerspricht sicherlich dem Tierschutzgedanken und soll deshalb auch nur eine theoretische Überlegung sein. Aber die Verhaltensbiologie dahinter würde mich schon interessieren. (19.05.2008, 21:50) | ||
| IP66: | Immerhin tauchen in manchen Häusern der Ostzoos bisweilen Kleinsäugervitrinen auf - ich denke an Friedrichsfelde, aber auch an Leipzig, und da findet man auch Mäusearten. Ich könnte mir auch vorstellen, daß ein kleinerer Zoo ein älteres Warmhaus für kleinere Nagerarten umrüstet, doch ohne engagierte Pfleger und ein gewisses Interesse bei der Direktion wird es wohl nicht funktionieren. (19.05.2008, 18:04) | ||
| Michael Mettler: | "Polyphasisch" ist der gesuchte Begriff, aber "wechselaktiv" finde ich sogar griffiger :-) Bei der Haltung von Kleinnagern kommt natürlich ein Faktor hinzu, den die Tiere im Freiland nicht beachten müssen/können: Die angelernte Verknüpfung Pfleger = Futter. Will heißen, dass bestimmte Geräusche wie sich nähernde Schritte, Öffnen von Käfigdeckel, Terrarienscheibe usw. oder auch das Einschalten einer Raumbeleuchtung gemeinhin auch ruhende Tiere sofort wecken, da sie neues Futter verheißen. Nach meinen Beobachtungen sind Nager dabei übrigens durchaus in der Lage, "interessante" (= für sie wichtige) von "uninteressanten" (= für sie bedeutungslosen) Menschen zu unterscheiden, vielleicht am Schrittrhythmus. Weckt man nun buchstäblich das Interesse der Nager, sind verständlicherweise ALLE Bewohner eines gemischten Besatzes gleichermaßen aktiv - falls es sich nicht gerade um extrem fest schlafende Arten handelt, aber das gilt für die meisten Mäuse nicht. Ruhen die artlich verschiedenen Mäuse in Körperkontakt, bleibt es nicht aus, dass eventuell schneller reagierende Tiere ihre Schlafgenossen "mitreißen". Natürlich kommt es auch vor, dass sich mal ein Tier einen Zwischenimbiss am Futternapf genehmigt und deshalb allein auf den Beinen ist, aber das ist wohl eher vom Individuum als von der Art abhängig und kommt schließlich auch bei artreiner Haltung tagtäglich vor. Nun beruhen meine Beobachtungen natürlich nur auf wenigen Beispielen, die für eine wissenschaftliche Statistik nicht aussagekräftig genug wären. Trotzdem fielen mir dabei ein paar ganz interessante Sachen auf. So schliefen in der erwähnten Kombi Gerbil/Feld-/Brand-/Vielstreifen-Grasmaus alle vier Arten anfangs zusammen und mit vollem Körperkontakt im selben aus Heu gebauten Nest (bis die Gerbils und Feldmäuse geschlechtsreif wurden, dann entstanden getrennte Nester). Sie hatten aber drei verschiedene Methoden, dieses offen in einer Terrarienecke (also nicht in einem Kasten) befindliche Nest aufzusuchen: Die Feldmäuse und die Brandmaus bohrten sich von unten her durch die Einstreu wühlend hinein, die Grasmaus von der Seite her, und die Gerbils legten sich einfach oben drauf wie brütende Vögel. Wurde die ruhende Gemeinschaft erschreckt, sprangen drei Arten "oberirdisch" vom Nest weg, nur die Feldmäuse "tauchten" direkt in die Einstreu ab. Da machen sich dann die unterschiedlichen natürlichen Lebensweisen bemerkbar... (19.05.2008, 17:53) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Das erstaunt mich nun auch wieder, daß verschiedene Arten ihre Aktivitätsmuster miteinander synchronisieren. In der Regel sind Mäuse ja wegen ihres verhältnismäßig hohen Energieumsatzes wechselaktiv (ich weiß grad nicht, ob es dafür einen anderen Fachbegriff gibt). Das heißt, sie pennen ein paar Stunden und kommen dann wieder raus. Auch als rein nachtaktiv beschriebene Arten wie Feld- oder Waldmaus sind ja immer mal wieder auch am Tage zu sehen. Da die Arten doch unterschiedliche Lebensweisen haben, und da selbst geringe Größenunterschiede bei diesen Tierchen schon etliche Prozent Körpermasse ausmachen, hätte ich gedacht, daß die Aktivitätsmuster nicht gleich sind bzw. nicht einfach flexibel gestaltet werden können. (19.05.2008, 14:54) | ||
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Zumindest für die von mir selbst gehaltenen Artenkombinationen kann ich die Hoffnung nicht bestätigen, denn in diesen hatten die Tiere ihre Aktivitätsrhythmen weitgehend synchronisiert - was zumindest bei der Bildung artübergreifender Nestgemeinschaften auch nicht weiter verwunderlich ist. Entweder herrschte also Ruhe im gesamten Terrarium oder allgemeine Betriebsamkeit. Letztere natürlich besonders dann, wenn ich Grünfutter oder sonstiges Futter verabreichte. Immerhin ist es schwierig bis unmöglich, die einzelnen Arten der Gemeinschaft gezielt für sich zu unterschiedlichen Zeiten zu versorgen. Das Prinzip "Waffenstillstand durch Überbesatz" funktioniert bei einigen Tierarten - siehe Streifenhörnchen im Händlerkäfig - aber nicht bei allen. Während ich z.B. schon friedliche Großkolonien von Nil-Grasratten unter engen Raumbedingungen in Zoos und Privathand gesehen habe, neigen die nahe verwandten Vielstreifen-Grasmäuse offensichtlich unter gleichen Bedingungen eher zum "Jeder gegen jeden". Folglich muss die soziale Toleranz bei jeder Tierart erst einmal ausgetestet werden - wie man es ja im Übrigen bei jedem größeren Säugetier im Zoo auch macht oder schon gemacht hat, während Kleinnager m.E. mancherorts eben nur knapp über Futtertierniveau betrachtet werden. Kein Zoo könnte es sich leisten, dass in einer überfüllten Tigeranlage ein paar zerbissene und gestresste Katzen auf Bäumen hocken und sich kaum noch ans Futter trauen - und dass niemand weiß, welches Geschlechterverhältnis gerade in der Gruppe herrscht. Bei Europäischen Zwergmäusen sind solche Verhältnisse dagegen eher die Regel.... @IP66: Wuppertal hatte schon vor Umnutzung der früheren Pflanzbereiche und vor Einrichtung der hannoverschen Ausstellung eine frei stehende Kleinsäugervitrine im Raubtierhaus. Bei meinem ersten Besuch Anfang der 80er lebten darin noch Nordafrikanische Elefantenspitzmäuse, später dann Europäische Zwergmäuse. Die Mäusegalerie in Hannover war dagegen ursprünglich gar nicht als Dauereinrichtung gedacht, sondern nur als temporäre Attraktion für einen Winter. Dabei stand auch nicht im Vordergrund, sie unbedingt im Raubtierhaus aufzubauen, doch bot dieses, da es dort eine lange freie Wand mit viel Raum davor gab, die besten Voraussetzungen. Sicher wäre es auch reizvoll gewesen, die Schau ins Elefantenhaus zu stellen (größtes und kleinstes Landsäugetier), doch wäre hier nur eine von beiden Seiten einzusehende "Insellösung" machbar gewesen, während der Aufbau im Raubtierhaus einen großen rückwärtigen Pflegebereich gestattete. Das aus den drei Monaten mehrere Jahre wurden, lag letztlich daran, dass Maus & Co. "zu attraktiv", also so beliebt beim Publikum waren, dass man sich nicht mehr davon trennen wollte. Das nur zum Thema "Mauerblümchen" :-) Der Aspekt "Gemeinschaftshaltung von Mäusen" birgt aber noch anderes Potenzial, denn statt Mäusearten untereinander zu vergesellschaften, könnte man sie z.T. natürlich auch mit ganz anderen Tieren zusammenbringen: Ich erinnere an die Gemeinschaftshaltung von Vielstreifen-Grasmäusen mit Prachtfinken im Frankfurter Grzimek-Haus. Dabei wären allerdings umfangreiche Versuche notwendig, damit nicht eine Art der anderen schadet (z.B. deren Jungtiere verzehrt oder Krankheitskeime überträgt). Angesichts dessen, wieviele Zootiere die in ihre Unterkünfte eindringenden Wild-Hausmäuse ungeschoren lassen (die sich beim Publikum in der Regel größten Interesses erfreuen), gäbe es da wohl reichlich tolerantes Potenzial für Gemeinschaftshaltungen. (19.05.2008, 14:01) | ||
| IP66: | Ich könnte mir dergleichen Haltungen in vielen Variationen vorstellen. Die hannoveraner Mäusegalerie diente dazu, die langen Galerien des Raubtierhauses zu bereichern und hat vielleicht die Einrichtung der beiden Kleinsäugervitrinen im wuppertaler Raubtierhaus befördert. Lange Wände und alte Häuser gibt es zu Genüge, und auch Mäuse müßten aufzutreiben sein - nur ein gewisser Pflegeaufwand wäre nötig, dann würde sich das Besucherinteresse wohl von selbst einstellen. (19.05.2008, 10:58) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Über Wühlmäuse habe ich gelesen, daß sie bei größerer Besatzdichte im Gehege ihre soziale Ader entdecken würden, daß sie also - analog zu überfüllten Bärenanlagen - darauf verzichten, Reviere abzustecken. Zur Vergesellschaftung: Ich stelle mir vor, daß der Beobachter bei einem gemischten Besatz zu jeder Zeit einfach größere Chancen hätte, Tiere in verschiedenen Aktionen zu erleben. Oder? (19.05.2008, 10:57) | ||
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Wieso Mauerblümchen? Die frühere Nagerausstellung im alten hannoverschen Raubtierhaus bestand überwiegend aus Mäuseartigen (inklusive Zwerghamstern) und erfreute sich bei den Besuchern größter Beliebtheit - auch ohne Gemeinschaftshaltungen. Und dort wurden nicht nur Arten gehalten, die sich offene Ruheplätze suchen wie z.B. Stachelmäuse, sondern auch Wühler wie Schilf- oder Feldmaus. Die heute in Zoos weit verbreitete Einrichtung eines "Mäuseschuppens" bzw. einer "Mäusehütte" wurde hier Ende der 80er Jahre bereits vorweg genommen, wenn auch in deutlich kleinerem Rahmen mittels einer Vitrine, die als Speisekammerregal dekoriert war und (im Gegensatz zu den heutigen Haltungen) sogar "richtige" Hausmäuse, nämlich Wildfänge, statt Farbmäusen enthielt. Es scheint mir eher an der Art der Präsentation zu liegen, ob kleine Nager beim Publikum ankommen oder nur "graue Mäuse" darstellen. Ich wage dabei die Behauptung, dass die dafür verwendeten Terrarien nicht zu groß sein sollten, weil die Betrachter dann womöglich eher die Lust am Tieresuchen verlieren. Große Vitrinen verleiten zudem die Halter dazu, viel zu viele Individuen darin unterzubringen. Durch Überfüllung und mangelnde Kontrolle des Geschlechterverhältnisses und Sozialgefüges kommt es dann schnell zu Kämpfen. Ich habe in renommierten Zoos schon große Mäusegruppen verschiedenster Art gesehen, in denen nicht ein einziges Tier unversehrt war - zerbissene Ohren und Schwänze sind bei schlechter Haltung an der Tagesordnung. Alarmzeichen sind es auch, wenn Bodenbewohner plötzlich auf höchsten Zweigspitzen Ruhe suchen - sieht man nicht selten bei Vielstreifen-Grasmäusen in Schauanlagen (wenn das Terrarium zu kühl ist und ein Strahler nur punktuell Wärme spendet, sieht man dieses Verhalten allerdings auch - was dann aber wiederum suboptimale Haltung signalisiert...). Selbst bei Klettertieren ist Ähnliches zu sehen: Die als Zootiere beliebten Europäischen Zwergmäuse sind z.B. längst nicht so gesellig, wie gern geglaubt wird. Individuen, die sich für längere Zeit ruhig dicht unter der Vitrinendecke auf Halm- und Zweigspitzen aufhalten, sind in der Regel "Vertriebene" (oft überzählige Männchen), bei denen man bei genauerem Hinsehen häufig fehlende Schwanzspitzen oder zerbissene Ohrmuscheln feststellen kann. Derlei Probleme lassen sich am einfachsten dadurch minimieren, dass man nur kleine, sozial harmonische Gruppen hält - bei manchen Arten einfach nur ein Paar plus aktuellem Nachwuchs - und in kurzen Abständen die Gruppenzusammensetzung kontrolliert, um z.B. eine Männchenüberzahl zu vermeiden. Und das ist nun mal in kleineren Terrarien deutlicher einfacher als in Großvitrinen. Belohnt wird man dann durch Tiere, die ein entspanntes Verhalten zeigen und nicht nur krampfhaft versuchen, nicht von ihrem Zufluchtszweig zu fallen... Dann braucht man auch keine Gemeinschaftshaltung, um die Nager aufzuwerten. (19.05.2008, 09:39) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Interessant, interessant. Danke für die Infos. Ich hatte überlegt, ob die Vergesellschaftung vielleicht eine Möglichkeit wäre, diese "Mauerblümchen aufzuwerten". Wahrscheinlich ist aber der Aufwand unverhältnismäßig groß, da man anfangs viel beobachten muß, und da man durch die regelmäßig notwendigen Bestandsregulierungen wohl immer wieder für neue Spannungen im Gruppengefüge sorgt. Aber eine gemischte Gruppe, in der jede Art nur mit einem Geschlecht vertreten ist, wäre vielleicht tatsächlich mal eine Überlegung wert. Diese könnte dann ja 2-3 Jahre Bestand haben. (18.05.2008, 23:52) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Mit der Felsenmaus meine ich übrigens die Art Apodemus mystacinus. (18.05.2008, 23:15) | ||
| Michael Mettler: | Habe selbst früher verschiedenste Kombinationen gehalten. Darunter auch eine Kombi wie von Sven geschildert: Da Stachelmäuse aus verschiedenen Familiengruppen zur Bildung einer neuen Gruppe nur schwer zusammenzugewöhnen sind und ich genau dies mit Schwarzen Nil-Stachelmäusen vorhatte, habe ich die Tiere (beiderlei Geschlechts) in einem neutralen Terrarium mit zwei ausgewachsenen, sehr ruhigen Vielzitzenmausweibchen zusammengesetzt, die dreimal so groß waren wie die Stachelmäuse und diese allein durch Präsenz einschüchterten (Aggressionen zeigten sie dagegen nie). Nun gab es - absichtlich - nur EIN Versteck für die Stachelmäuse im Terrarium, das sie sich wohl oder übel teilen mussten. Sie waren aber so durch die Vielzitzenmäuse abgelenkt, dass sie quasi nebenbei die gewünschte friedliche Gruppe bildeten. Danach habe ich die Arten wieder getrennt, obwohl es möglicherweise auch weiterhin funktioniert hätte. Mit diesem Prinzip habe ich übrigens auch erwachsene Mongolische Rennmäuse - bekanntermaßen harte Nüsse bei Neuverpaarungen - kampflos verkuppelt: Die "übermächtigen Mitbewohner" waren in diesem Fall Zwergkaninchen, und es gab nur eine Höhle mit einem Mäuseschlupfloch.... Andere erfolgreiche Kombinationen, in der Regel entstanden aus zusammengesetzten überzähligen Tieren und jeweils über längere Zeit bestehend: - Vielstreifen-Grasmaus (einzelnes Männchen)/Feldmaus (Zuchtgruppe) - Gerbil (Gerbillus spec., Paar)/Feldmaus (Gruppe)/Brandmaus (einzelnes Männchen)/zeitweise Vielstreifen-Grasmaus (einzelnes Männchen); Gerbils und Feldmäuse waren anfangs Jungtiere, züchteten aber später in der Gemeinschaftshaltung - Vielzitzenmaus (die beiden schon erwähnten Weibchen)/Waldmaus (zwei Weibchen)/Felsenmaus (einzelnes Männchen)/Rötelmaus (einzelnes Weibchen) Diese zuletzt genannten Kombis lebten jeweils in sehr reich strukturierten Terrarien mit vielen Ausweichmöglichkeiten und standen anfangs unter sehr genauer Beobachtung, um eingreifen zu können. Es bildeten sich aber sogar gemischte Schlafgemeinschaften in den Nestern. Fehlgeschlagen ist der Versuch, junge Mongolische und Persische Rennmäuse (nach dem Entwöhnen zusammengesetzt) gemeinsam aufwachsen zu lassen; funktionierte zwar anfangs, schlug aber beim weiteren Heranwachsen buchstäblich über Nacht in Kämpfe um. Dazu kämen noch Vergesellschaftungen nahe verwandter Arten, z.B. verschiedene Stachelmäuse zu Kreuzungsversuchen oder - unbewusst - Feld- und Erdmaus (erst nach dem Tod der Tiere stellte sich anhand der präparierten Schädel heraus, dass die von einem anderen Halter übernommene "Feldmaus"-Wildfanggruppe von 2,2 aus zwei Arten in jeweils nur einem Geschlecht bestand, was die fehlende Nachzucht dieser Gruppe erklärte... (18.05.2008, 22:55) | ||
| Sven P. Peter: | Vielzitzenmäuse habe ich schon zusammen mit Stachelmäusen gesehen in einer reinen weibchengruppe. Hat ohne Probleme funktioniert. (18.05.2008, 22:20) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Hat jemand von Euch schonmal davon gehört, daß irgendwo verschiedene Mäusearten miteinander vergesellschaftet wurden, oder ist das ein Ding der Unmöglichkeit? (18.05.2008, 22:13) |
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