
| Michael Mettler: | Frage ist, wie man den Weiher erhalten und trotzdem "besser" nutzen könnte. Der schon an anderer Stelle diskutierte Vorschlag einer großen Flusspferdanlage würde nach sich ziehen, dass irgendwo mitten im Gelände ein Großbau als Stallgebäude und für die heute notwendige Wasseraufbereitung errichtet werden müsste - das würde den Zoo optisch noch mehr zerhacken. Spontan fiele mir eine Wasservogelvoliere ein, die eine Bucht des Weihers (z.B. die in Richtung Robben/Haustiere weisende) und dessen dortigen Uferbereich einbeziehen würde; eine solche Lösung habe ich vor ein paar Wochen in Planckendael gesehen, und auch das Sumpfvogelpanorama im Berliner Zoo geht ja in diese Richtung. Ein Winterhaus für den Besatz ließe sich besser ins Umfeld einfügen als ein Großtierstall. Dass eine Großvoliere ein herrliches Umfeld für Schuhschnäbel abgäbe, muss ich ja wohl nicht extra betonen... Tigerbrücke, Gibboninsel, Wasservogelvoliere, China-Alligatorenanlage - mit diesem Quartett sollten Nutzungswünsche eigentlich schon recht gut abgedeckt sein, ohne dass der Wert des Weihers allzu sehr beeinträchtigt würde. Selbst der freie Durchblick vom Gesellschaftshaus aus wäre damit nicht gestört. (27.08.2008, 12:11) | ||
| Ralf Sommerlad: | Ich würde der Aufgabe der Wildhund-Haltung nach Ableben der vorhandenen Tiere zustimmen, nicht sonderlich gern...aber der Platz würde auch nicht für Dhole oder so ausreichen.Nachdem schon die Wölfe weichen mussten ( mussten sie wirklich) sollten wilde Hunde, so meine ich, jedenfalls möglicher Weise an anderer Stelle gezeigt werden. Im Moment scheints mir in Frankfurt an durchdachter Konzeption, was die tiergärtnerische Planung angeht, ein wenig zu fehlen, aber wir haben ja jetzt auch einen neuen Säuger-Kurator und das lässt mich hoffen. (27.08.2008, 11:08) | ||
| IP66: | Durch die Audickung der Wände durch die felsartige Betondekoration wurde der Flugraum der Bartgeier deutlich verkleinert. Hierin sehe ich eine Haltungsverschlechterung. Ob man diese Dekoration als angemessen empfindet oder nicht, halte ich für eine von Zeit und Person abhängige Geschmacksfrage. In der Grzimek-Zeit wurde die heutige Rappenantilopenanlage wohl dichter besetzt, vergleichbar dem duisburger Afrikanum. Hier schiene es mir sinnvoll, die Anlage mit mehr Arten, zumindest mit mehr Exemplaren zu besetzen und sie eventuell auch in Richtung Affenhaus erweitern. Hingegen scheint mir das Anlagengefüge um das Giraffenhaus erhaltenswert, und, von dem kleinen Teich abgesehen, auch angemessen besetzt, wenn man von den derzeitigen Leerständen im Giraffenhaus absieht. (27.08.2008, 11:07) | ||
| Ulli: | Auf einen naturnahen Weiher siedeln sich von selbst die Wasservögel an, ich weiß in erster Linie Stockenten, aber was ist dagegen einzuwenden - auch die sind für manchen (Frankfurter) Stadtmenschen schon ein ungewohnter Anblick. Auf einem Weiher müssen nicht unbedingt Raritätensammlungen angesiedelt werden. Abenteuerspielplatz fand ich damals (27.08.2008, 08:44) | ||
| Michael Amend: | Der Weiher ist in der Tat etwas unbelebt, wärend a wieder mehr Wasservögel drauf, seeh es schon ganz anders aus. Aber,da turnen ja z.B bald die Gibbons auf den Inseln rum. @Oliver Jahn. NATÜRLICH möchte ichd en Rundbau wiederhaben, aber nicht ind era lten Form mit 12 (oder mehr )Tierarten, sondern entsprechenden modernisiert für 2-3 kleineer Arten, wie ja schon Rundbau-Thread besprochen. Ja, der Anblick von G-haus über den Weiher ist Weltklasse, vor allem ist es der Gleiche, wie ihn die Besucher schon seit 1874 haben.... (27.08.2008, 06:41) | ||
| Klaus Schüling: | Sobald wir die Finanzierung stehen haben, sollen auch in Münster etwa zwei Drittel der zentralen Teiche (bis vor zum Restaurant) zugeschüttet und zur Elefantenanlage geschlagen werden. (27.08.2008, 00:06) | ||
| Michael Mettler: | Warum soll eigentlich nur der Frankfurter Weiher Platzverschwendung sein? Viele Zoos unterschiedlichster Flächengrößen und Bebauungsdichten haben größere Gewässerflächen, sollen die auch alle zu Gunsten von Landgehegen trockengelegt werden...? Oder liegt es daran, dass mancher Zoofan auf dem Frankfurter Weiher einen Raritätenbesatz vermisst? (26.08.2008, 23:02) | ||
| Oliver Jahn: | Also erst mal zuckt es auch bei mir und ich möchte empört sagen: "Aber doch NICHT der Weiher!" Aber viele der Vorschläge klingen gar nicht so schlecht und statt ihn abzuschaffen könnte man ihn ja vielleichtb wirklich nur einfach besser nutzen. @ Michael A. jetzt bin ich aber platt! Ich dachte, der Absatz mit dem Rundbau war der einizige, der NICHT sarkastisch gemeint war!! :-)) Und nun mal ganz ehrlich, ist das nicht immer noch ein traumhafter Blick?? (26.08.2008, 20:42) | ||
| Michael Amend: | @Drac. Sarkastastisch war nur der Absatz mit dem Rundbau gemeint. Den bartgeiern iste s egal, ob die Rückwand ihrer Voliere jetzt gemauert ist odera us Kunstfels betseht. Netter anzusehen ist definitiv die Kunstfelswand. Die Wies evor den Bären wir din den Neubau der Bären-Anlage integriert. Für die Menshcneaffen-Anlagen vewrchwidnet kein ganzer Zoo, so wie es in Käln für die Elefanten-Anlage der fall ist. Dort wurden bei Weitem mehr Arten für die Elefanten geopfert als in Frankfurt für die Menschenaffen. Hyänen hält Frankfurt seit 1975 nicht mehr. Was die beiden Afrikansichen wildhund eangeht, das sind beides sehr alte Tiere, der Rüde war nachd em Tod seiner Partnerin allein, was bei sozialen Tieren keiner tiergerchten haltung entspricht, also hat man ein ebenfalls älteres Weibchen dazugeholt. Möglicherweise wird nach dem Tod der beiden Wildhunde deren Haltung ja beendet. (26.08.2008, 20:25) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Der Besatz der Afrika-Anlage ist doch seit mindestens 29 Jahren artenmäßig gleich (Rappenantilopen und Strauße, wie bei meinem ersten Besuch 1979), was soll denn der neue Direktor Ihrer Meinung nach gegenüber seinen Vorgängern daran verschlechtert haben? (26.08.2008, 19:07) | ||
| IP66: | Ich halte es für klug, vor eventuellen Planspielen die Vollendung des Menschenaffenhauses und der Aufhübschung und Verkleinerung der Greifvogelanlage abzuwarten. In beiden Fällen wird deutlich, daß der Kunstfelszoo in Frankfurt einfach zu wenig Platz findet, ebenso Gemeinschaftsanlagen oder große Landschaftsbilder. Die große Afrika-Anlage gibt es schon, in Gestalt der Freianlage im Erweiterungsgelände. Deren Besatz und mangelnde Pflege läßt nicht nur erkennen, daß Herr Niekisch ein gestörtes Verhältnis zu den tiergärtnerischen Erkenntnissen seiner Vorgänger pflegt, sondern daß er eben da versagt, wo es darum geht, in einem vorhandenen System die von ihm postulierten Verbesserungen umzusetzen. (26.08.2008, 17:21) | ||
| Ulli: | These: Der große Weiher ist einfach wunderschön und macht einen großen Teil des Reizes des Zoos aus und schafft überhaupt erst eine gewisse Weitläufigkeit. Gleichzeitig bildet er eine wichtige Ergänzung bei einer meiner Ansicht nach vordringlicheren weitläufigen Neugliederung des benachbarten Huftierbereiches. In meinen Augen wäre eine Überbauung eine bauliche "Sünde". Eher kann man darüber nachdenken, ob man nicht, wie Michael vorschlägt, rings um die Giraffen bis hin zum Gesellschaftshaus eine große Freianlage für (ost-)afrikanische Huftiere bauen könnte. Ich kann nicht so richtig einsehen, warum Frankfurt in dem Bereich Kamele und Einhufer sowie Zwergziegen halten muss. Gerade hier wirkt der Zoo dadurch besonders eng. Wenn man nun das Zebrahaus unbedingt erhalten möchte wäre auch eine Nutzung der Zebranalage als Streichelanlage für die afrikanische Zwergziegen denkbar. Begrüßen würde ich auch eine Ersetzung der Südamerikaanlage durch eine Mhorrgazellen-Anlage oder als Teil der großen Afrikasteppe (warum eigentlich nicht auch mit den Mhorrgazellen) von dem Giraffenhaus bis hin zum Gesellschaftshaus inklusive des vorgeschlagenen Zooschaufensters sowie eine Verlegung der Bongos in den Bereich der Nashörner (deren Anlage ist alles andere als schön und eine eventuelle Verlegung der Nashörner auf das Rappenantilopengelände vorstellbar - andererseits ... so spannend sind Nashörner unter Stadtzoobedingungen nun auch wieder nicht) - Michael hatte auch einmal eine kombinierte Nutzung einer Freianlage für Bongos und Gorillas angedacht. Wenn man dann noch ein Flußpferdhaus ähnlich wie in Berlin unter Einbeziehung des Areals des momentanen Nashornhauses und der Flamingoanlage bauen würde - hätte man die angemahnte Weitläufigkeit trotz der Beibehaltung des Weihers sowie eine saubere Thematisierung Afrika (in Hinblick auf Gorillas, Bonobos, Bongos, Okapis sogar eine Spezialisierung auf die Regenwälder Zentralafrikas im Kontrast zur benachbarten (ost-) afrikanischen Savannenlandschaft) und (!) parallel eine saubere Thematisierung Wasser (Flußpferde, Robben, Pelikane, Weiher, ggf. Zwergflamingos sowie das Exotarium) obendrein. Die Vogelbereiche (Straußenhaus, Greifvögelvolieren) müssen natürlich schwerpunktmäßig afrikanisch ausgerichtet werden. Man muß auch keine Befürchtung haben, dass man durch die Schaufenster am Bongorihaus und an der Afrikasteppe Besucher verlieren würde. Ich denke, es wird eher das Gegenteil der Fall sein - frei nach dem Motto: laßt uns auch die übrigen Tiere im Zoo anschauen. Wenige große Anlagen mit Verweilzonen , wo ein Besucher seine Blickperspektive frei wählen kann, wirken oft mehr als viele kleine Anlagen, bei denen der jeweilige Blick meistens zielgerichtet geführt wird. Das Ergebnis ist dann in der Regel: kurzer Blick hinein – nett – weiter. Für den Zoo Frankfurt heißt das: deutlich weniger Huftierarten, speziell im Haustierbereich, mit einer klaren Schwerpunktsetzung in der Auswahl. Und kaum einer wird dann bemerken, dass beispielsweise die Kamele fehlen - es sei denn man stößt ihn mit der Nase drauf. Laßt bitte den Teich, so wie er ist - schon das neue Gibbonhaus finde ich anhand der hier eingestellten Bilder nicht sehr gelungen. Fazit: Der Frankfurter Weiher ist unbedingt erhaltenswert !!! (26.08.2008, 16:19) | ||
| Michael Mettler: | @krümmel: Welche Form von Beiträgen wäre dir denn genehm? Sowas in der Art wie "Teich bäh, weg damit = supi"? (Achtung, Ironie...) (26.08.2008, 15:29) | ||
| Michael Mettler: | @Ralf Sommerlad: In meinen Planspielchen von 2006 kämen die Bongos zusammen mit Duckern auf die Fläche, die jetzt Nashornanlagen und Straußenhauskomplex darstellen und die Mhorrs auf die jetzige Afrikasteppe, von der die Rappenantilopen zu den Zebras und Giraffen in die neue Savanne umzögen. Für letztere könnte man sogar eine Art Zooschaufenster neben dem Gesellschaftshaus einrichten, bei dem man durch ein "Wasserloch" etwas Distanz zwischen die Huftiere und die Straßenpassanten bringt. (26.08.2008, 13:16) | ||
| Ralf Sommerlad: | sorry, meine Tastatur spinnt, das soll aber keine Ausrede sein (26.08.2008, 11:53) | ||
| Ralf Sommerlad: | Dann darf ich jetzt auch mal… IP66 hat natürlich vollkommen Recht wenn er sagt, dass die parkpflege in Frankfman urt schon auffällig gering geschätzt wird. Im Klartext: es sieht gelegentlich schon ziemlich vergammelt aus. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Ich habe beiläufig gehört, dass der Pelikanweiher irgendwelchen Neuplanungen zum Opfer fallen soll, was ich persönlich bedauern würde. Auch würde ich mich gegen eine Trockenlegung des Grossen Weihers wehren, nicht nur der Sumpfschildkröten wegen, die man selbstverständlich nicht in irgendwelche Weiher im Stadtgebiet schmeissen kann. Aber natürlich könnte man dem Weiher eine neue Struktur geben, mehr Flachwasser-und Tiefwasserzonen schaffen. Einer Grossanlage , die Max-Schmidt-Anlage, Antilopen und Zebrahaus ersetzt, könnte ich nur dann etwas abgewinnen, wenn Frankfurt seine Bongos und Mhorr-Gazellen behalten könnte.. (26.08.2008, 11:52) | ||
| IP66: | Sie haben es schon richtig erkannt: Ein Baudenkmal ist auch dann ein Baudenkmal, wenn es sich nicht als Hochbau in die Stadtkulsse integriert, sondern als Tiefbau in den Boden ragt. Abgesehen von dieser Bedeutung der Anlage würde ich aber für eine bessere Integration des Weihers in den Park plädieren. Das Raubtierhaus mit der Tigeranlage scheint mir da ein gutes Beispiel, und um den Blick auf das Aquariengebäude zu rekonstruieren, bedürfte es wohl nur einer Astschere und der in Frankfurt derzeit geringeschätzten Parkpflege. Ebenso könnte man die Außentische der Gaststätte bis an die Weihermauer ausdehnen und dafür die Terrasse, eventuell um Anlagen wie Volieren bereichert, in den Besucherweg integrieren, den auf den Teich gerichteten Ruheplätzen durch entsprechende gärtnerische Gestaltung Attraktivität verleihen. Attraktivität wäre auch ein Stichwort in Sachen Schwimmvogelbesatz - man denke an den einsichtstechnisch gar nicht so praktikablen Weiher in Wuppertal, auf dem man jeden Winter die Gruppenbalz der Eiderente verfolgen und eine Menge Arten im Prachtkleid bewundern kann, während man den bescheidenen frankfurter Besatz am besten mit dem Fernglas sucht. Selbstredend bedeutet der Kunstfels in der Greifvogelanlage eine Reduzierung des Käfigvolumens und daher einen Nachteil für die Bewohner. Anscheinend benötigen in Frankfurt nur Menschenaffen größere Gehege, bei den Greifvögeln kann man um der Bespaßung der Besucher willen das Volumen der Anlagen verkleinern. (26.08.2008, 10:35) | ||
| krümmel: | ... jetzt fehlt nur noch, dass sich IP66 zur Bedeutung von Teichen in städtischen Parkanlagen aus architekturhistorischer Sicht äußert... (26.08.2008, 09:54) | ||
| krümmel: | Oh je, Herr Amend war wieder ironisch - und er hatte doch versprochen, seine unterhaltsamen Beiträge entsprechend zu kennzeichnen! (26.08.2008, 09:52) | ||
| Michael Mettler: | Wenn ich mich recht erinnere, besteht ein Teil des alten Baumbestandes um den Großen Weiher aus Sumpfzypressen o.Ä.; falls diese eine Trockenlegung ihres Lebensraumes nicht überstehen sollten, würde sich das Gesicht des Zoos ganz gewaltig verändern. Und zwar nicht unbedingt zum Besseren, immerhin liegt der Zoo als "Schüssel" mitten in der Großstadt und kann um jeden hohen Baum froh sein. Zudem denke ich (auch wenn ich es nicht belegen kann), dass sich das Mikroklima im Gelände durch die große Wasserfläche sehr viel günstiger gestaltet, und zwar in Sachen Luftfeuchtigkeit (wieder sei an die Stadtlage erinnert) und Temperaturregulierung. Und schließlich sei auch die Didaktik bemüht: In diversen Zoos spielt die Aufklärung der Besucher hinsichtlich Gewässererhalts und Wasserverbrauchsproblematik eine gewichtige Rolle; mit dem Trockenlegen eines "eingefahrenen", zumindest naturähnlichen Gewässers und nachfolgendem drastisch verstärktem Gießwasserverbrauch zum Erhalt des alten Baumbestandes würde der Frankfurter Zoo exakt den umgekehrten Weg gehen und kein gutes Beispiel geben (und das als Naturschutzzoo!). Keine Frage allerdings, dass man den Großen Weiher anders nutzen könnte, wenn schon die Bedeutung als Element einer Blickachse mit den Jahrzehnten geschwunden ist. Die vorhandene Tigerbrücke, die Gibbon-Anlage oder die im Forum diskutierte Idee einer China-Alligatoren-Freianlage sind bereits Ansätze dazu. Der Eindruck von Weitläufigkeit ließe sich in einigen Bereichen des Zoos auch ohne Antasten des Weihers schaffen, und das müsste nicht mal auf Kosten der Artenvielfalt gehen, wenn man diese großen Anlagen mit Artengemeinschaften besetzt, deren Mitglieder jetzt noch jeweils für sich untergebracht sind. Im Thread "Eure Planung" hatte ich ja schon mal Frankfurt am Wickel, nachzulesen in meinen Beiträgen vom 12.7.2006 und 1.7.2007. Da hatte ich z.B. die Wiese vor den Bärenanlagen zur Flusspferdlagune umgewandelt, die Bärenanlagen selbst zu Pavianfelsen und Teilen der Hippo-Halle, das Ganze kombiniert mit einem neuen Eingang und als "Panorama" in optischem Zusammenhang mit der Löwenanlage. Oder ich hatte Giraffen-, Zebra-, Antilopen- und Max-Schmidt-Anlage zu einer sehr weitläufigen Afrikasavanne a la Kiwara in Leipzig zusammengelegt und statt eines neuen Niederaffenhauses eine große Nashornanlage auf der Fläche des alten angedacht, die nicht nur optisch mit der jetzigen Afrikasavanne (dann für Wüstenantilopen und Wildesel a la Hannover) in Verbindung stünde. Würde man solche "optischen Großeinheiten" geschickt über das Gelände verteilen und mit einem Mosaik kleinerer Anlagen verbinden (von denen eine ganze Menge am jetzigen Ort verbleiben könnten), bekäme der Zoo ein ganz anderes Gesicht, OHNE den Weiher und seine Vegetation überhaupt antasten zu müssen. (26.08.2008, 09:32) | ||
| Drac: | Ah, geliebter Sarkasmus :) Wird denn die Haltungssituation bei den Greifen durch den Kunstfels verbessert oder nur Bausubstanz verschandelt und Geld rausgeschmissen? Natürlich brauchen die Menschenaffen Außenanlagen, doch dafür muss nicht ein ganzer Zoo verschwinden. Und ich plädiere auch keinesfalls für eine neue 5qm Haltung, wie ich schrieb ist ordentlich Platz vorhanden, der nicht bzw. schlecht ausgenutzt ist, ist die Wiese vor den Bären wirklich nötig, ist der Weiher ein so integraler Bestandteil dass man ihn nicht effektiver nutzen könnte und ist es wirklich nötig, dass der Wirtschaftshof hinter den Hyänen größer ist als das Gehege und das Rudel aus zwei Tieren besteht? Aber vllt. sollte man einfach den alten Parkteil in einen Park verwandeln und das Erweiterungsgelände für Bonobos nutzen. Das wird Besucher anlocken ;) (26.08.2008, 07:21) | ||
| Michael Amend: | Die Frankfurter dürften da eine etwas andere Ansicht zu dem Thema haben. Nun, man kann ja auch gänzlich auf die Außenanlagen für die menshcenaffen verzichten, oder ? Geht doch in Krefeld auch,s eit über 30 Jahren. Hmm, der Kunstfels in EINER Greifvogelvoliere dürfte die Vögel wohl kaum stören, udn die LEBEN in der Voliere. Um der Artenverarmung in Frankfurt einen Riegel vorzuschieben, kann man ja die Mähnenwölfe als Unterebsatz in die ehemalige Nebelparder-Analge setzen, als Überbesatz nasenbären, und den Rundbau wieder aufbauen. Nein, nicht mit 12 Anlagen, nochmals unterteilt, lassen sich da locker 24 draus machen. (26.08.2008, 06:48) | ||
| Drac: | Das Thema hatten wir zwar schon oft, aber ich mag es halt gerne ;) http://img205.imageshack.us/img205/2755/dehrcmsservletsimsui0.jpg Der Weiher war Teil eines nach Englischen Gärten modullierten Parkteils, der wie IP66 richtig formulierte, dafür diente dem Gelände eine nicht vorhandene Weitläufigkeit zu verleihen, man bedenke, dass sozusagen, nach dem Aquarium Schluss war und ein Großteil des heutigen Frankfurter Zoos aus dem Erweiterungsgelände bestand. Nach dem Krieg wurde der Aquariumsturm nicht wieder in seiner ursprünglichen Form aufgebaut und die schöne Almanlage existiert ebenfalls nicht mehr, die am Gesellschaftshaus liegende Terasse, von dem diese Achse geplant war ist ebenfalls nicht mehr so bedeutsam (und atmosphärisch) wie im alten Aktienzoo. Will man den Weiher heute erhalten, so ist das, als würde man den Platz erhalten wollen, an dem früher mal eine Kathedrale stand, außerhalb der Staffage des Aquariumsturms ist der Weiher nichts anderes als ein "Baggerloch", die ehemalige Situation eines weiten Blickes ist weiterhin durch Überwuchs und dem neuen Gibbonhaus zugrunde gerichtet, eine flache Anlage für Herbivoren könnte den weiten Blick ebenso gut erhalten wie der Weiher. Das Argument, das seltene Arten am Weiher nisten, zieht nicht, die meisten Tiere sind ausgesetzt, wie bspw. die Sumpfschildkröten, die man ebenso gut in anderen Parkanlagen Frankfurts unterbringen kann. Im Gegenteil glaube ich, dass der jetzige Weiher dazu beiträgt eine beengende Situation zu schaffen, da die Blickachse eingeengt ist durch Brücke bei den Tigern und Gibbonhaus und der Blick nicht mehr auf eine klar zu erkennende Staffage gerichtet ist. Somit sehe ich den Weiher in seiner jetzigen Form als Relikt an, nicht für sich allein architektonisch wertig und damit nicht für erhaltenswert. Zwar war es lange Zeit eine Stärke Frankfurts den Platz sehr gut auszunutzen, doch könnte dies mit dem neuen Menschenaffenhaus ein Ende haben. Zwar ist das Haus für sich betrachtet gelungen, doch könnten die Aussenanlagen diesm ein Ende bereiten: http://img517.imageshack.us/img517/9752/25074261yh7.png Wenn das Niederaffenhaus dazu einverleibt ist wird es noch enger, der Park wirkt in diesem Bereich dann gequetscht, ähnlich dem Kölner Elefantenpark. Entzerren kann man dies indem man schlecht genutzte Bereiche, die im alten Zoo dem Parkcharakter dienten, nutzt und so den Park entzerrt. Ich widerhole mich nochmal, das eine Artenreduzierung in Frankfurt ein Dolchstoss sein wird. Markiert auf der Karte, habe ich die Wiese vor der Bärenanlage, den Wirtschaftshof beim ehemaligen Wildschweingelände/geplante Kiwivoliere bei den Antilopen, den Wirtschaftshof hinter den Wildhunden, sowie die Vogelbüsche, die durch ihre Architektur, die auf die Mauer des Parks gerichtet ist, Enge vortäuscht die nicht vorhanden ist. Der Wirtschaftshof bei den Wildhunden täuscht ebenfalls Enge vor, die durch eine Verkleinerung und damit Vergrößerung der Anlage kaschiert werden kann. Nicht makiert sind die schlechte Präsentation/Platzausnutzung der Schmidt-Anlage sowie der Pelikane, dies sind ebenfalls Bereiche, die durch eine Neustrukturierung/Neubesetzung an Charakter gewinnen können. Man beachte, dass der Löwengraben nur unscheinbar kleiner als das Seehundbecken ist und trotzdem das Becken als nicht klein empfunden wird, ähnliches ließe sich auch in anderen Bereichen verwirklichen, doch scheint die Parkverwaltung genau das Gegenteil zu bewirken, wenn das Nebelpardergehege, das Zebragehege oder in Bälde der Gebirgstierfelsen unterbesetzt und damit verweist wirkt. Frankfurt hat seit 50 Jahren Platzprobleme und der Außenzoo bleibt Utopie, so ließe sich durch das Abtragen des unnötigen Weihers und Neustrukturierungen der Relikte wenigstens für die nächste Zeit eine Verbesserung schaffen. Man beachte, dass Blijdorp Rotterdam der ungefähr dasselbe Alter wie Frankfurt hat einen schönen Parkcharakter, intelligente Architektur und gute Tierhaltung aufweist, obwohl man ihm nur an der Rivierahall und dem Raubkatzenhaus (mEn Münchner Typ) das Alter ansieht. Trotzdem muss sich Frankfurt ebenfalls fragen, ob geplante Artenreduzierung und Kunstfels in historischen Anlagen (Greifvögel) wirklich nötig sind, oder ob Projekte der ZGF wirklich auch im Zoo ausgestellt werden müssen und ob der Besucher lieber Darwinnandus statt Elefanten und Bartgeier statt Weißkopfseeadler sieht. Aber auch in den attraktiven Kleinsäugerbereich müsste man mehr investieren, Frankfurt hat den größten Flughafen Deutschlands, wo wäre das Problem Futter für Koalas zu importieren und andere Raritäten und Publikumslieblinge in derselben Größenordnung auszustellen. Zu guterletzt, fehlt es an einen passenden Agitator, Hamburg Zoo war dem Untergang geweiht nachdem Brehm starb, Jersey hat keinen Durrell und damit kein Geld mehr, Frankfurt leidet immernoch am Grzimekverlust. Und Jersey ist ein Artenschutzzoo, Frankfurt will da hin, nur so wie es jetzt gemacht wird, kann es mMn nicht funktionieren. (25.08.2008, 23:43) |
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