
| Michael Mettler: | Die Memoiren lohnen sich aber durchaus, denn Hedigers Erkenntnisse in Sachen Tiergartenbiologie bzw. die vorangegangenen Aha-Erlebnisse für ihn sind dort auf interessante Weise eingeflochten. (26.09.2008, 13:47) | ||
| Ralf Sommerlad: | Natürlich, Sie haben vollkommen recht! Ich denke da weniger an Memoiren, aber an "Tiere und Menschen im Zoo" und anderes. (26.09.2008, 13:24) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Heini Hedigers Memoiren wurden glaub ich noch nicht genannt. Der gilt immerhin als Begründer der Tiergartenbiologie. (25.09.2008, 22:06) | ||
| Michael Mettler: | @MA: Sowohl Heinroths wie auch Ruhes Schilderungen sind sehr lesenswert, in ersterer ist auch wirklich viel über den Berliner Zoo und seine Tiere enthalten. Bei Ruhe stehen die von ihm über Jahrzehnte geleiteten Zoos dagegen nicht sonderlich im Vordergrund, da merkt man eben, dass sie nur einen Bruchteil seiner Tätigkeit ausmachten. (25.09.2008, 21:44) | ||
| Michael Amend: | Sehr gut soll ja auch Ruhes " Wilde Tiere frei Haus " sein,das ich leider noch nciht gelseen habe, und auch nicht besitze. Sehr nett egschrieben ista uch Werner Schröders Biographie. Wie ist denn die von Katharina Heinroth ? (25.09.2008, 18:53) | ||
| Michael Mettler: | Apropos Schlitzohr: "Das Schlitzohr" ist der Titel der Lebenserinnerungen des langjährigen Wilhelma-Direktors Schöchle. Er schildert darin, wie er mit allerlei Tricks die Zootiere im botanischen Garten "einschmuggelte" und etablierte. So wurde ihm u.A. einmal von der Trägerschaft vorgeschrieben, dass der Tierbestand sich zum Folgejahr nicht mehr zahlenmäßig vergrößern dürfe. Daraufhin hat Schöchle "Löwen gegen Mäuse getauscht", denn er nahm einfach die Futtertiere in den Gesamtbestand auf und konnte dann von denen immer welche weglassen, wenn er neue Großtiere kaufte, damit sich die Gesamtzahl nicht erhöht... Im Unterhaltungswert reicht das Buch locker an Grzimek heran. (25.09.2008, 17:27) | ||
| Jennifer Weilguni: | Jaja, diese Geschichte kenne ich auch :-) Alter Fuchs war das.. aber ich mag ihn ja gerade WEIL er so ein ausgekochtes Schlitzohr war... Was die Zweckehe mit seiner Schwiegertochter angeht. Davon schreibt er auch nichts direktes in seinem Buch "Auf den Mensch gekommen" allerdings schätze ich die Lage so ein, dass er natürlich einerseits sicher dafür sorgen wollte, dass es seiner Schwiegertochter und seinen Enkeln gut geht, andererseits aber war es natürlich auch eine Möglichkeit den Enkeln (und damit dem Erbe seines geliebten Sohnes Michael) näher zu sein. Ob es sich aber wirklich nur um eine REINE Zweckgemeinschaft gehandelt hat ? Auf jeden Fall kann ich auch alle Grzimek Bücher wärmstens empfehlen (auch die seiner ersten Frau). Ausserdem finde ich Zoo-Chroniken äusserst lesenswert und die Grundlagen der Zootierhaltung sind für den einen oder anderen bestimmt auch von großem Wert. Und trotz mangelnder Aktualität lese ich immer wieder gerne in den Zeilen von Brehms Tierleben. (25.09.2008, 15:23) | ||
| Michael Mettler: | In den TV-Dokus über Grzimek schilderten seine ehemaligen Weggefährten in Ostafrika, wie er zwecks Spendenbeschaffung seine Flirtkünste bei reichen Touristinnen auf den Terrassen der Lodges einsetzte. Eine der Spenderinnen soll meiner Erinnerung nach als Folge eines SEHR tiefen Blicks in die Augen ihren bereits ausgestellten Scheck über 10.000 Dollar noch um eine 0 ergänzt haben... DAVON erwähnte Grzimek allerdings nichts in seiner Autobiographie :-) (25.09.2008, 14:57) | ||
| Ralf Sommerlad: | @MA:Die erste. Ich denke schon, dass das eine Zweckehe gewesen ist. Ein Kostverächter ist er wohl nie gewesen, nachdem was man so hört, das hab ich naturgemäss aber nicht mitbekommen...Ich hab noch gut in Erinnerung, wie der grosse,weisshaarige und braungebrannte Mann im dunkelblauen Wintermantel mit weissem Schal durch den Zoo ging. Das hat die Damenwelt unter den Besuchern schon beeindruckt, denk ich mal. (25.09.2008, 14:17) | ||
| Michael Amend: | @Ralf Sommerlad. Welche, seine erste oder seine zweite Frau, seine ehemalige Schwiegertochter ? ( stimmt das eigentlich, das das nur eine Zweck-ehe war ? ) Seine "wilde " Zeit hatte er freilich bevor er verheiratet war, zumindestens schreibt er das so... (25.09.2008, 12:25) | ||
| Ralf Sommerlad: | @MichaelAmend:Was den Schürzenjäger angeht: ich hab seine damalige Frau gelegegentlich auch gesehen und gesprochen... Ehtics of the Ark, jawoll, auch den "Tudge" selbstverständlich. Daneben der von mir heissgeliebte "You belong in a Zoo" von Peter Brazaitis...Der nach wie voe sündhaft teure "Zoologische Garten" als Journal, den ich mir leider nur höchst selten leisten kann ... (25.09.2008, 09:50) | ||
| Shensi-Takin: | Gibt es ueberhaupt so etwas wie "Pflicht"lektuere ;)? Nebst bereits genannter Werke, Berufslektuere a la Fowler, Koelle etc. kann ich noch "A Different Nature" von David Hancocks waermstens empfehlen. "Ethics on the Ark" ist ebenfalls recht interessant, "Life at the Zoo" ist recht unterhaltsam, "Second Nature" und "Wild Mammals in Captivity" vermitteln recht gut Basiswissen, "Animal Attractions" ist etwas zu sehr auf amerikanische Zoos fokussiert, "(The) Modern Ark" ist etwas veraltet usw.. (25.09.2008, 08:00) | ||
| Oliver Jahn: | Die Chronik vom Zoo Halle, die Frankfurter Chronik "Von Bürgern für Bürger" und unbedingt "Der Berliner Zoo im Spiegel seiner Bauten". Auch die Bücher von Prof. Dathe sind sehr lesenwert, ebenso die Bücher von Prof. Schneider. (24.09.2008, 21:38) | ||
| cajun: | Colin Tudge, "Letzte Zuflucht Zoo" (Ich weiß IP66, dass EEP- Dogma Buch :-) )für Kryptozoologie Interessierte kann ich "Riesenkraken, Tigerwölfe" von Lothar Frenz nur empfehlen.Carl Hagenbeck "Von Tieren und Menschen" für Nostalgische und genau deswegen auch die Löwenmonographie von C.A.W. Guggisberg "Simba" (kleine Jugenderinnerung). (24.09.2008, 21:24) | ||
| Michael Amend: | Sehr zu empfehlen ist Grizmeks Biographie " Auf den Mensch"gekommen, den dicken Wälzer habe ich in einer Woche verschlungen.Der Mann war ja ein übler Schürzenjäger.... (24.09.2008, 17:42) | ||
| Michael Mettler: | In Sachen Lieblingslektüre: Alle Bücher von Gerald Durrell, egal ob über seine tierverrückte Kindheit, seine Zeit als Tierpfleger in Whipsnade, seine Fangexpeditionen in aller Welt oder über den von ihm gegründeten Jersey Zoo. Und zu meinen Standardwerken gehört nach wie vor, wenn auch mittlerweile zoologisch nicht mehr up to date, die Tierenzyklopädie von Wilhelm Eigener, allein wegen der fantastischen Zeichnungen. (24.09.2008, 17:36) | ||
| Sacha: | Für alle Kategorien: Alle Grzimek-Bänder (Enzyklopädie plus Erlebnisberichte), Puschmanns Wildtiere in Menschlicher Obhut und deren Nachfolger. Als Lieblings-Bettlektüre könnte ich noch die Geschichten von David Taylor anfügen. Generell finde ich auch Bücher über die Geschichte eines X-beliebigen Zoos sehr interessant. Berichte über Tierfang-Expeditionen (z.B. Ruhe) sind auch sehr unterhaltsam. Hinzu kommen Bildbände über eine bestimmte Region und deren Fauna (z.B. Borneo, Neuguinea, Brasilien, Ostafrika, Kongo) sowie Tierbestimmungsbücher (z.B. Korallenfische, Vögel Nordamerikas, Vögel Kolumbiens, Herpetofauna Malaysias usw. - Autoren weiss ich jetzt gerade nicht auswendig) Zu jedem aber eine Rezession zu schreiben, dazu habe ich ehrlich gesagt keine grosse Lust. Wenn aber diesbezüglich gezielt eine über ein oder zwei Büchern gewünscht wird, dann mache ich das natürlich... (24.09.2008, 14:41) | ||
| Rattus: | eigentlich hat der thread "zooliteratur" eingangs eine ähnliche frage gestellt wie ich jetzt, allerdings ist das thema nun in eine andere richtung gelaufen, weshalb ich nochmal neu anfangen will da user dieses forums ja eigentlich ständig mit büchern über zoos und tiere konfrontiert sind, würde mich interessieren: welche bücher nehmt ihr besonders häufig in die hand, welches sind eure lieblingsbücher? welche gehören zur pflichtlektüre (kategorie: muss man gelesen haben) oder sind einfach sonst irgendwie empfehlenswert? eine kleine rezension zu jedem genannten titel wäre wahrscheinlich für alle eine bereicherung. (24.09.2008, 13:13) |
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