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Pekaris oder Nabelschweine in Zoos



Tim Sagorski:   Was die Chaco-Pekaris betrifft : Die Art wurde ja (in den 70er Jahren) schon mal in der Klös´schen Sammlung in Berlin gezeigt... Es gab drei Import-Tiere, von denen zwei wahrscheinlich noch nicht mal die Quarantäne überlebt haben und das Dritte auch eine relativ kurze Halbwertzeit hatte...
(16.07.2009, 20:34)
IP66:   Die Verbindung von Zeichner bzw. Maler und Stecher hat eine lange Tradition - es begann aber eher damit, daß sich die Maler, etwa Rubens, um Stecker bemühten, die Gemälde und Illustrationsentwürfe nach ihren Wünschen vervielfältigten. Im Bereich der Zeitschriftenillustration im 19. Jahrhundert dürften sich recht kommerzielle Verknüpfungen ergeben haben: Die Verleger brauchten Artikel und für die Artikel Illustrationen, gerade bei exotischen Tieren, und das Publikum verlangte eine gewisse Qualität, weil es zum Teil selber in Kunstvereinen organisiert war, die es mit Graphikmappen und Gemäldelotterien versorgten. Paul Meyerheim scheint mir von diesen Malern am besten erforscht zu sein, aber es scheint auch andere wichtige Zeichner gegeben haben. Wenn ich mich recht erinnere, ist auch die erste Brehm-Auflage faszikelweise erschienen und lieferte neben den ja auch literarisch anspruchsvollen Texten auch Graphiken aus den selben "Werkstätten". Die Zoos ihrerseits hatten natürlich ein Interesse, ihre teuren Importe gezeichnet und publiziert zu sehen, denn die bebilderten Gehegeschilder oder Zooführer gab es ja noch nicht.
(15.07.2009, 19:11)
Henry Merker:   @Karsten Vick:
Das war mir vorhin auch aufgefallen, nachdem ich das "große" Bild reingestellt habe...

Um mal wieder zu den Nabelschweinen zu kommen: Sind die Weißbartpekaris, die in den USA gehalten werden (so sie denn gehalten werden) auch mit den berliner Tieren verwandt?

In puncto der neuen Pekariart gehe ich mal davon aus, dass diese Frage von niemanden beantwortet werden kann...außer vielleicht in zehn Jahren, wenn nämlich bis dahin Tiere in Zoos gehalten werden sollten...
(15.07.2009, 13:05)
Karsten Vick:   Die Mützelsche Signatur war schon auf dem kleineren Bild zu erkennen, sieht nur dem Gras recht ähnlich, durch das die Pekaris laufen. Die Signatur des Stechers liest sich K. Jahrmargt. Vorname Karl lt. google, wenn die mir auch immer Jahrmarkt als Stichwort aufzwingen wollen. Jahrmargt und Mützel scheinen viel zusammengearbeitet zu haben.
(15.07.2009, 12:50)
Henry Merker:   @IP66:
Ich habe mir noch einmal die Zeichnung innerhalb der von mir angegebenen Quelle angesehen: Das Bild ist tatsächlich von G. Mützel gezeichnet worden. Zum Vergleich ist es hier noch einmal (in hoffentlich) größerer Ausführung zu sehen.
(15.07.2009, 12:38)
IP66:   Unten rechts im Bild der Pekaris gibt es eine Signatur, die ich bei meiner Auflösung aber nicht lesen kann. In der Regel steht bei den Illustrationen bei Brehm der Zeichner der Vorlage links unten, der Stecher rechts, wobei die linke Signatur bei den Pekaris wohl nicht in die Datei gefunden hat.
Auch für die Bestandsgeschichte sind diese Stiche von einiger Bedeutung, da die Tiere nach dem Leben gezeichnet wurden und es Veröffentlichungen in der "Gartenlaube" gibt, die auch über Import und Standort informieren. Meist sind es berliner Exemplare, doch könnte eine genaue Erforschung der Verhältnisse eine schöne Examensarbeit abgeben.
(15.07.2009, 11:40)
Henry Merker:   Können die Nabelschweine an den gleichen Erkrankungen erkranken wie unsere Schweine oder sind sie da resistenter? Für den Fall, dass sie es nicht sind, habe ich nämlich hiermit meine Chacopekarifrage schon selbst beantwortet... (siehe Thread über Erkrankungen/Seuchen)
(15.07.2009, 08:00)
Henry Merker:   @Karsten Vick:
Das habe ich dann übersehen.
(15.07.2009, 07:35)
Karsten Vick:   Der Stich ist aber signiert: G(ustav) Mützel, n(ach) d(em) Leben (gezeichnet). Mützel war ein Kollege von Leutemann, auch beim illustrieren von Brehms Tierleben.
(14.07.2009, 23:58)
Henry Merker:   Um noch einmal auf die neue Pekariart einzugehen.
Diese Art ist nur für die Wissenschaft neu, da die Einheimischen (In diesem Fall sind es die Cablocos-Indianer, die an den Flüssen Madeira und Aripuana leben sollen.) sie schon seit langem kennen. Für die Wissenschaft beschrieben wurde sie von Marc van Roosmalen, einem niederländischen Forscher, der in Brasilien mehrere neue Säugetierarten für die Wissenschaft entdeckte - so mehrere Krallenaffenarten, eine neue Seekuhform sowie einige Paarhufer. Das fragliche Pekari soll 1,30m lang sein. Äußerlich weicht es von den bislang bekannten Pekaris ab, wie ich selbst in einer Dokumentation, die über van Roosmalens Arbeit berichtete, feststellen konnte. Tendenziell würde ich sie eher zum Halsbandpekari stellen. Jedenfalls scheint der wissenschaftliche Name Pecaris maximus zu lauten (Quelle: www.welt.de/wissenschaft/artikel1342798/Neue_Schweineart:im_Dschungel_aufgespürt.html). Hierzu kann auch die wikipedia-Seite über Nabelschweine verglichen werden. Auch das nebenstehende Bild stammt aus der Zeitungsquelle.

@IP66:
Um die Quellenangabe noch einmal zu präzisieren: www.zeno.org/Naturwissenschaften/M/Brehm,+Alfred/Brehms+Thierleben/s%C3%A4ugethiere/Vierte+Reihe:+Hufthiere/Zw%C3%B6Ifte+Ordnung:+Vielhufer+(Mulungula)/F%BCnfte+Familie:+Schweine+(Setigera)/4.+Sippe:+Nabelschweine+(Dicotyles)/Bisamschwein+(Dicotyles+labiatus). Das war eine schwierige Geburt!! Leider wird nicht angegeben, von wem der fragliche Stich angefertigt worden ist!
(14.07.2009, 21:52)
IP66:   Das könnte einer jener Leutemann-Stiche sein, von denen ich im Leopardenthread gesprochen habe ...
(14.07.2009, 16:29)
Henry Merker:   Ich habe zwei Fragen an die Nutzer des Forums:

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einzustufen, dass Chacopekaris nach Europa kommen und hier dann auch nicht nur gehalten, sondern auch gezüchtet werden?

Ist jemand bekannt, ob das von van Roosmaalen (Ich hoffe, dass ich den Namen dieses Wissenschaftler richtig geschrieben habe!!!) neu beschriebene Riesenpekari aus Brasilien in irgend einer Haltung in Brasilien gehalten wird?
(14.07.2009, 14:43)
Henry Merker:   Vorbemerkung:
In diesem Thread soll es um die Haltung, Zucht und Pflege der Nabelschweine oder Pekaris in menschlicher Obhut gehen. Dabei kann auf Zoos in allen Erdteilen eingegangen werden. Zudem können auch systematische Fragen diskutiert werden.

Quelle des nebenstehenden Bildes:
www.zeno.org
(14.07.2009, 14:40)

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