
| Andreas Knebel: | Wie gesagt, sich hinter der Anonymität zu verstecken ist typisch deutsch. Nicht dass ich von dir etwas anderes erwartet hätte... (03.10.2010, 02:03) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Es verhält sich aber nun einmal nicht jeder so wie Du es wünschst. Anonyme Foren sind eine gute Errungenschaft, kann man auf diese Weise doch Informationen austauschen, ohne daß emotionale Störungen wie Mißgunst, Schüchternheit, usw. die Sachlichkeit beeinträchtigen. Spuren im Internet zu hinterlassen ist sowieso nicht gerade pfiffig, muß das noch groß erklärt werden? Wozu sollte man ein gläserner Mensch sein, von dem absolut jeder unbemerkt ein Persönlichkeitsprofil anfertigen kann? Dieses Forum ist schon deshalb nicht intim, weil es öffentlich ist. Falls ich von den anderen Teilnehmern jemanden treffen würde, warum muß man dann im Forum schon immer unter Klarnamen geschrieben haben? Im Übrigen geht es in diesem Forum nicht um die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ich finde es ein bißchen abwegig, sich über irgendwas hier ernsthaft aufzuregen. (02.10.2010, 22:25) | ||
| Andreas Knebel: | Noch mal etwas Prinzipielles: Pseudonyme sind etwas für große, anonyme Foren (z.B. Spegel online, Eurosport etc.). In so einem "intimen" Forum wie diesem hier, wo die User sich überwiegend kennen und gemeinsame Unternehmungen veranstalten, sind Pseudonyme Gift! Die Probleme, die es hier gab (zumindest seit ich hier mitlese, wurden einzig und allein von Pseudonymen bzw. von einer "multiplen Identität" verursacht. Außerdem gewinnt die Qualität eines Forums, wenn die User bekannt sind. Vermeintliche Experten- oder gar "Verarschungs"postings werden dadurch deutlich seltener und damit wird das Klima in einem Forum deutlich besser! Zudem ist es eine typische deutsche Eigenheit, unter dem schützenden Deckmantel der Anonymität, das große Wort zu führen. Fällt diese aber weg, kleinlaut in der Masse zu duckmäusern - was nicht zuletzt die jüngere deutsche Geschichte uns deutlich vor Augen führt. JEDER sollte mit seinem Namen - und damit auch mit allen Konsequenzen! - zu dem stehen, was er vertritt! Ein Standpunkt ist kein Wegwerfartikel! Zumal hier der Forenbetreiber auch noch wünscht unter Klarnamen zu schreiben. Wer partout nicht auf seinen liebgewonnen "Künstlernamen" verzichten will, hat hier ja noch die Möglichkeit unter der Rubrik "Das Forum stellt sich vor" seinen Klarnamen zu nennen. Ein Anti-Erdmännchen ist mir dort allerdings noch nie begegnet - außer mit Kommentaren zu anderen Usern... (02.10.2010, 14:37) | ||
| Andreas Knebel: | Scroll doch einfach mal diesen Beitrag herunter und du hast deine Antwort... (02.10.2010, 14:07) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Seit wann schreibt man in Internetforen unter dem Klarnamen?? (01.10.2010, 18:21) | ||
| Andreas Knebel: | @Antierdmännchen: Wenn du glaubst, deine erneute Spitze gegn mich, würde mich großartig tangieren, liegst du leider falsch. Die Meinung von jemanden, der zu feige ist seinen Namen unter das zu setzen, was er schreibt, ist mir herzlich egal (01.10.2010, 00:05) | ||
| Oliver Müller: | ...wird ja immer interessanter hier... @Sacha: du glaubst gar nicht, wie wenig Interesse in Bonn bei Rat und Verwaltung daran besteht, Experimente zu machen, zumal wenn sie ein finanzielles Risiko beinhalten... :-( Was den Westernpark betrifft (den ich wie gesagt grundsätzlich nicht unspannend finde) gebe ich dir jede Garantie, das du hier damit auf Granit beißen würdest. "Watt soll dä Quatsch?" wäre der Kommentar hierzulande und damit wäre das Thema dann erledigt. Ansonsten: eine so große Fläche wie du sie brauchst gibt es hier nicht. Du müsstest entweder ein Landschaftsschutzgebiet oder gegen den Widerstand von 320.000 Bonnern den Rheinauenpark plattmachen oder in die umliegenden Dörfer ausweichen... @ Carsten: Danke für Infos. Sie passen gut in´s Bild. Den Gegenwind hatte Asbeck ja zumindest von radikalen Tierschützern und von Anliegern, die Angst hatten, die Löwen würden ausbrechen und ihre Kinder fressen. Was da verwaltungsintern abgelaufen ist, kann ich nicht beurteilen. Er hat wohl laut Zeitungsberichten auch mit dem Kölner Zoo und dem Museum König gesprochen, aber ich vermute mal, dass man ihm da Ähnliches gesagt hat, wie bei euch... Über die Simbabwe-Unterart hatte ich mich seinerzeit auch gewundert, aber dann doch angenommen, dass da etwas an mir vorbei gegangen ist und der Mann sich schlau gemacht hatte. So kann man sich irren.. (30.09.2010, 18:53) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Da diese Wirkung zumindest einem Forumsteilnehmer bisher nicht bekannt gewesen zu sein scheint, möchte ich nochmal einen Grundsatz aufführen, der für die Tiergartengestaltung auch eine wichtige Rolle spielt. „Mehr Arten“ bdeutet nicht „besser“, sondern „anders“. Klar ist Artenreichtum ein Prestige- und Werbefaktor, gehört bei Besuchern von Großstadtzoos auch definitiv zur Erwartungshaltung. Aber Artenreichtum bedeutet auch, daß normalerweise keine einzelne Art besonders heraussticht bzw. hervorgehoben werden kann, und daß sich der Besucher auch mit keiner einzelnen Art besonders beschäftigt. Wer kennt es nicht vom Tierpark und vom Zoo Berlin her – man rauscht um die Kurven, um bis zum Sonnenuntergang auch ja alles wenigstens kurz gesehen zu haben. Hat jemand von Euch im Tierpark schon einmal zwei Runden gedreht? Wenn man dagegen zu einem kleineren Tiergarten anreist, in dem man nach einer Stunde durch ist, dann geht man doch noch ein zweites Mal rum, und zwar mit anderen Augen! Man weiß dann schon vorher, wo man die Schwerpunkte setzen will, man schaut sich die Gehege genauer an, man beobachtet das Verhalten der Tiere länger, man entdeckt im Vergleich zum ersten Rundgang neue Dinge, oder man findet etwas bestätigt, was sonst nie hätte bestätigt werden können. Je geringer das Artenspektrum, desto mehr verstärken sich diese Effekte (parallel dazu verstärken sie sich natürlich auch mit der Häufigkeit der Besuche in dem bestimmten Tiergarten). Man kann diese Tendenz herunterbrechen bis auf eine Art! Wer ein Haustier hält oder in der Nachbarschaft die Möglichkeit hat, Tiere regelmäßig zu sehen, der weiß, das auch eine Art unser Bedürfnis nach „Tiere erleben“ vollumfassend erfüllt. Es ist jetzt nur eine andere Ebene. Wir kennen das Tier nun als individuelle Persönlichkeit, erfahren etwas über seine Vorlieben und Abneigungen, über sein Verhalten im Tages- und Jahresverlauf, über Gruppenstrukturen, usw. Das ist ja nicht „etwas Schlechteres“ als Artenfülle. Im Umkehrschluß bedeutet das, daß ein einzelnstehendes Gehege mit einer Tierart eine höhere Wertigkeit (oder so) hat, als wenn dieses innerhalb eines ganzen Zoos stehen würde. Das heißt nicht automatisch, daß eine oder nur sehr wenige Arten von der Bevölkerung als Tiergartenersatz akzeptiert werden. Aber wenn Mystifizierungspotential vorhanden ist, wird es umso leichter. (30.09.2010, 18:10) | ||
| Carsten Schöne: | Hallo zusammen, wir, als IGAR, haben damals Kontakt zu Frank Asbeck aufgenommen und ihm eine Kooperation angeboten. Der neue zentrale Firmensitz von Solarworld ist von einem etwa vier Hektar großen Park umgeben. Frank Asbeck hat für diese Fläche ausdrücklich (auch wenn in der Presse anderes zu lesen war) nie einen Zoo im Sinne der EU-Gesetze geplant, dann wäre nämlich die nächsthöhere Behördeninstanz für die Genehmigung zuständig geworden und dort hätte er keine ihm wohlgesonnenen Ansprechpartner gehabt - er wollte gerne mit den Zuständigkeiten bei der Stadtverwaltung bleiben. Frank Asbeck ist im Sternzeichen Löwe. Sein Lieblingstier ist deshalb der Löwe und er hat in Simbabwe auf Safari Löwen beobachten dürfen. Aus seinem Interesse für das Tier Löwe erwuchs die Idee, der Stadt Bonn zu seinem eigenen 50sten Geburtstag ein Löwengehege zu schenken. In unserem persönlichen Gespräch, vor Ort in Bonn, verkündete Frank Asbeck, dass Geld keine Rolle spiele, es müsse nur das beste Löwengehege der Welt, na, zumindest Europas werden (was das beste Löwengehege ausmacht, blieb dabei sein Geheimnis). In Bezug auf den Besatz zeigte er sich wenig kompromissbereit. Es müssten die „bedrohten Simbabwelöwen“ werden, die er auf der Safari so liebgewonnen hatte und von denen man ihm versichert habe, sie seien hochbedroht. Unser Einwand, dass der Simbabwelöwe als Unterart eigentlich nicht existiert, fand wenig Gehör, unser Wunsch, auf eine deutlicher abzugrenzende Unterart, wie z.B. Asiatische Löwen umzuschwenken, erntete Verständnislosigkeit. Als somit klar war, dass es wirklich nur um die Verwirklichung eines persönlichen Ticks geht, haben wir ihm versichert, dass ihm in Sachen öffentlicher Tierhaltung ein scharfer Wind entgegenwehen werde (erst recht, wenn es dabei um Großraubtiere geht), wenn er nicht zu seinem persönlichen Wunsch zusätzliche, deutlich erkennbare und übergeordnete Ziele, wie zum Beispiel aus dem Bereich Artenschutz oder Umweltbildung hinzudefiniert und uns aus dem Projekt verabschiedet. Jetzt gibt es also Damhirsche statt Löwen - sehr interessant. Grüße Carsten Schöne (30.09.2010, 17:33) | ||
| Sacha: | @Oliver: Danke, kein Problem. Da allerdings die Frage des zur Verfügung stehenden Platzes noch nicht geklärt ist, wäre mein Konzept durchaus noch zu realiseren. Wenn die Anlage jedoch ohne Eintrittsgelder auskommen soll, dann ist meine Idee bezüglich Dimension in der Tat zu weit gegriffen. Muss ich mich weiter auf 2-3 Tierarten beschränken, dann ist die Kombi Adler, Bär und Löwe sicher eine gute Wahl. Das ganze würde ich trotz Deiner Bedenken mit Edutainement würzen. Es lernt sich leichter, wenn Wissen nicht (nur) mit dem Zeigefinger vermittelt wird (gilt übrigens nicht nur für Kinder). Warum also nicht alles in ein Mittelalter-Thema stecken und mit entsprechenden Unterhaltungsprogrammen ergänzen. Letztere sollten nicht alle auf einmal, sondern in einem Wechsel präsentiert werden. Zum Beispiel könnte mittelalterliches Handwerk vermittelt werden, es finden Bogen- und Armbrustschiessen statt, es gibt Ritterschaukämpfe, Greifvogelvorführungen, Ponyreiten für die Kleinen und Reiteinführungen für Erwachsene, mittelalterliche Märchen, Zauberer und einen mittelalterlichen Markt etc.. Das alles am besten mit einer Burg oder einem mittelalterlichen Bau im Hintergrund oder dann eben in einer Replika davon. Weil ich mein Wildwest-Thema nicht so schnell aufgeben will, auch hier eine Anpassung: Als Tierarten Bison, Braunbär, Wolf und Präriehund. Die Attraktionen könnten beibehalten werden, allerdings ebenfalls im Wechsel. Neu hinzu kämen: Indianerfeuer machen, Indianer-Sagen, Pflanzenkunde und Spurenlesen. Also wenn das nicht pädagogisch wertvoll ist, dann weiss ich auch nicht. Aber machen wir uns nichts vor. Selbst bei konservativen oder linksliberalen Eltern geben die Kinder die Richtung vor. Und für die steht der Spass im Vordergrund und der wäre in meinem Konzept gewährleistet. Büffeln können sie auch in der Schule. Zum Schluss noch: Warum müsste das Konzept nur auf die Bonner Bevölkerung ausgerichtet sein? Wenn es sich klar von der Konkurrenz unterscheidet und trotzdem attraktiv ist, dann dürfen doch auch die Kölner, Neuwieder u.a. die Anlage besuchen, oder?:) Ich fasse zusammen: Mein Konzept wäre für eine breite Bevölkerungsschicht und somit für Sponsoren attraktiv. Die pädagogischen Elemente wären, wenn auch nicht in riesigem Umfang, vorhanden. Durch die wechselnden Programme wäre die Attraktivität der Anlage über einen längeren Zeitraum gewährleistet. Die Anlage würde sich - je nach Thema - mehr oder weniger stark von der Konkurrenz im Umfeld unterscheiden. Der Artenschutz käme allerdings etwas zu kurz. (30.09.2010, 11:43) | ||
| Oliver Müller: | So, nach drei Tagen melde ich mich mal wieder zu Wort zu der von mir angezettelten Diskussion. Zunächst mal herzlichen Dank allen, die sich bislang beteiligt haben und Vorschläge erarbeitet haben. Im Einzelnen: @Sacha: Charmante Idee, dein Wildwest-Zoo, für die Bonner Verhältnisse jedoch leider völlig überdimensioniert. Bei den hiesigen Möglichkeiten würden davon vermutlich ein Bisongehege nebst Präriehunden und Waschbären mit einem Indianerspielplatz und ggf. noch Ponyreiten übrig bleiben. Tut mir leid… @Andrea Knebel: Bonn hat ja Kultur bis zum erbrechen, daher wirst du hier damit niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Unter den derzeitigen politischen Verhältnissen wird Kultur eher ab- als aufgebaut. @Michael Mettler: Das mit den bedrohten Haustierrassen ist eine gute Idee, hatte ich auch schon überlegt. Allerdings schätze ich das so ein, dass man da keine Sponsorengelder für bekommen wird, zumal es bereits eine Jugendfarm mit Haustieren gibt, die von Kindern unter Anleitung von Pädagogen gepflegt werden können. Am ehesten wäre das zu realisieren, falls die Stadt Bonn sich tatsächlich – wie schon mal in der Diskussion - für die Bundesgartenschau 2019 bewerben sollte. Da ließe sich vielleicht ein Schaubauernhof irgendwie einbauen… Die Idee mit dem Trio aus Bundesadler, Bonner Löwe und Goldbär finde ich extrem cool, für so was in der Art ließe sich wahrscheinlich noch mit am ehesten Geld irgendwo auftreiben. Generell ist, um die eine oder andere hier entgleiste Debatte mal wieder einzufangen, bisher weder ein konkretes Gelände, noch Geld da. Lediglich die Aussage der Stadt, ein „Tiergehege mit 2-3 Arten in der Rheinaue“ zu befürworten (wobei man da was den Ort angeht sicherlich nicht so festgelegt ist). Von 3 bis 4 Millionen Euro für ein Löwengehege war nie die Rede. Solarworld will nicht auf Biegen und Brechen Geld loswerden, sondern es sollte auf dem bereits vorhandenen Firmengelände ein Löwengehege entstehen. Und ich glaube, es ist u. a. deswegen gescheitert, weil es viel zu teuer geworden wäre. Mittlerweise grasen auf dem Firmengelände Damhirsche, Hängebauchschweine und Gänse (allerdings nicht wirklich öffentlich zugänglich) und ich denke, dort ist das Thema damit erledigt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass man in Bonn mit einem guten Konzept Sponsoren finden könnte. Es geht aber wie gesagt um eine kleine Anlage, von Eintrittsgeldern war nie die Rede und auch potenzielle Sponsoren werden keine Millionen geben. Die Bonner Bevölkerung ist eine Mischung aus linksliberalen und spießig-konservativen Bildungsbürgern. Man steht generell jedem größeren neuen Projekt in der Stadt eher skeptisch gegenüber. Es müsste daher viel Überzeugungsarbeit geleistet werden mit einem Konzept, das entweder pädagogisch überaus wertvoll ist (hier gibt es viele Familien, die ihre Kinder vergöttern und ihnen das Maximale an Förderung zu bieten versuchen) oder was im Bezug steht zu den Themen Klimawandel und Biodiversität, die in Bonn durch diverse Organisationen und Konferenzen stark verwurzelt sind. Eine Alternative wäre allenfalls noch das Thema Beethoven, aber da fällt mir zootechnisch gar nichts zu ein… ;-) Unterm Strich glaube ich sogar, dass die Überzeugungsarbeit in der Bevölkerung gegenüber dem Einwerben von Sponsorengeldern das größere Problem darstellt. Von der Größenordnung und dem konzeptionellen Background könnte eine solche Anlage vielleicht am Ehesten in der Liga des neuen Wolfcenter Dörveden oder des Otterzentrum Hankenbüttel spielen. (30.09.2010, 11:03) | ||
| Ronald Masell: | sorry, natürlich kein Sonnenwolf sondernSolarworld.:-) (30.09.2010, 09:40) | ||
| Ronald Masell: | vergesst die ganze Geschichte!!! wenn man den Zeitungsberichten folgt, stellt sich alles alsWerbegag des Besitzers von Solarwolf heraus. der Mann ist Publicitysüchtig! (30.09.2010, 09:37) | ||
| Andreas Knebel: | @Antierdmännchen (sorry, habe ich doch vorhin glatt das "Anti" unterschlagen): Ein Themenzoo ist ein Zoo, der bei der Konzeption und Präsentation Thematisierungen einsetzt. Unisono der Themenpark. Hilfreich wäre ein Blick in die WIKI, Stichwort "Thematisierung(Vergnügungsparks)". Vielleicht hast du ja eine eigene Definition, hier geht es aber um die Allgemeingültige. Der Zoo Hannover wäre also in diesem Beispiel ein Themenzoo mit mehreren Themenbereichen... (30.09.2010, 02:17) | ||
| Andreas Knebel: | @Erdmännchen: OK, ich versuche es nochmal ausführlich... Hier soll es um eine praktikable, mögliche Tieranlage in Bonn gehen. Die Vorraussetzungen sind folgende: Es ist noch GAR NICHTS vorhanden. Die Stadt Bonn würde ein Projekt möglicherweise genehmigen und das Gelände stellen, sich ansonsten aber überhaupt nicht beteiligen - vor allem nicht finanziell! Es gibt einen Unternehmer, der eine Anlage NUR auf seinem Firmensitz erichten möchte. Dort ist es aus diversen Gründen aber unmöglich. Für dein Löwenprojekt bedeutet das: Du musst nicht nur die Anlage finanzieren, die Tiere, den Betrieb und das Personal, sondern auch das Grundstück in einem Park baureif machen, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Sicherungsmaßnahmen wie Zaun und (nächtliches) Wachpersonal bezahlen. Das ganze willst du allein aus Spenden und Fanartikeln, vielleicht noch Lizenzen und Verkauf von Speisen und Getränken finanzieren? Hier geht es in jedem Fall um eine deutliche Millionensumme (Meine Schätzung: zwischen 2 und 4 Mios min.). Ich habe dir zu den Spenden folgendes geschrieben: Großspenden sind in einer Stadt wie Bonn schwer zu bekommen, weil darum sehr viele potentielle Empfänger konkurrieren. Und ob man mit "mythischen" oder "legendären Bonner Löwen" als "Volksgut" da auch nur annähernd konkurrenzfähig sein kann, wage ich laut zu bezweifeln. Nunja, bei der Wortwahl "Volksgut" gibts vielleicht tatsächlich Spenden aus GANZ BESTIMMTEN Kreisen - ich hoffe mal, dass du diese Zielgruppe nicht ansprechen willst. Großspenden sind aber nötig! Einerseits habe ich am Beispiel Wuppertal deutlich gemacht, dass größere Projekte selbst eines Zoovereins nur durch verbundene Großunternehmen oder Mäzene möglich sind. Das Beispiel Torgau, wo man etwas hauptsächlich über Kleinspenden ("der ganze Ort steht dahinter") finanzieren will, taugt gleich aus mehreren Gründen nicht! Zum einen ist die Summe wohl selbst nach 10 Jahren des Sammelns eher klein. Aus diesem Grunde habe ich nämlich über die Schloßsanierung geschrieben. In Torgau befindet sich der Bärengraben am Schloß Hartenfels und die Boxen im Schlossgebäude. Gleichwohl geht ein Großteil der Bausumme (immerhin 3,54 Mios) gar nicht für die Bären drauf, sondern für das Schloss und wird sicher nicht von den "Bärenspenden" bestritten. Das was übrigbleibt ist für 10 Jahre des Sammelns mit netten Aktionen wohl eher ernüchternd klein - eine moderne Raubkatzenanlage hat man da erst nach - ich schätze mal - 60 - 70 Jahren zusammen. In Bonn würde das sicherlich 3-4x so schnell gehen - trotzdem noch viel zu lange! Zum anderen spenden die Menschen in Torgau für etwas was sie SEHEN, für arme Tiere, denen es besser gehen soll! Da animiert dann der Mitleidseffekt zum spenden. Aber wer bitte schön spendet denn für PROJEKTE? Dann kommt (und hier zitiere ich dich wörtlich!) "...um ein simples Löwengehege, also um einen "Zoo ohne alles bis auf Löwen" würde es sich gerade nicht handeln..." Um mir vorzuwerfen, ich lese keine Beiträge bzw schreibe an dir vorbei. Du solltest schon noch wissen, was du schreibst. Ich zitiere noch mal: es könnten "...noch ein, zwei weitere Arten gezeigt werden. Als Ergänzung und Kontrast würden mir...Erdmännchen einfallen..." Also Löwen + Erdmännchen + EVENTUELL noch eine Art, klingt für mich NICHT nach GANZ WAS ANDEREM als einem etwas ufgepeppten Löwengehege... Und schließlich deine Meinung zu Themenzoos, da werde ich gar nicht anfangen zu diskutieren. Du glaubst nicht, dass die erfolgreich sind? Schön für dich! Alle anderen schauen sich die Besucherzahlen von Hannover, Leipzig, Gelsenkirchen oder Bremerhaven (um auch ein WENIGER erfolgreiches Beispiel zu nennen) an, vergleichen sie mit den Zahlen vor dem Umbau zum Themenzoo (unter spezieller Würdigung der meist verdoppelten Eintrittspreise!!) und lesen dann noch mal in Ruhe deine Behauptungen "...nach einem Themenzoo hat niemand ein Bedürfnis..." oder " ...ein Stammpublikum kann man damit (gemeint ist der Themenzoo) nicht gewinnen..." So, ich habe fertig... (30.09.2010, 01:54) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Dann müßte man mal den „Themenzoo“ definieren. Die Großzoos würde ich nun wirklich nicht dazu zählen, da teils vorhandene Spezialisierungstendenzen immer durch den Rest wieder entwertet werden (sonst wäre selbst Hannover mittlerweile eine Ansammlung von ca. sieben Themenzoos). Auch den Fall eines spezialisierten Tiergartens, bei dem die jeweilige Ausrichtung durch einen Bezug naheliegt, hätte ich jetzt nicht so bezeichnet. Ich würde von einem Themenzoo sprechen, wenn der Tierbestand und/oder die Gestaltung ohne Not vom althergebrachten Schema abweicht und willkürlich in eine bestimmte Richtung gelenkt ist. Wobei einige Schemata wiederum so geläufig sind, daß sie zu einer feststehenden Kategorie gehören (Wildgehege, Vogelpark, Schaubauernhof). An real existierenden Themenzoos bleibt da gar nicht mehr viel übrig. Am häufigsten begegne ich derlei Konzepten wie gesagt bei den Planungen hier im Forum ... (30.09.2010, 01:15) | ||
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Auch wenn ich die Meinung bezüglich ONB in gewissem Maße teile, so meine ich doch, dass Themenzoos sehr wohl funktionieren. Spätestens seit dem Zeitpunkt, als die Anschaffung von Tieren/Tierarten nicht mehr überwiegend vom Zufall abhängig war (nämlich, was vom Händler zu bekommen war oder dem Zoo geschenkt wurde), sondern einem regelrechten Casting unterstellt wurde, hat sich doch zumindest jeder größere Zoo zu einem Themenzoo entwickelt. Münster oder Köln z.B. stehen sehr ausgeprägt für das Thema Artenschutz (auch in situ), der Berliner Zoo für Zooarchitektur im Laufe der Jahrhunderte und Artenvielfalt usw. Um den Faden weiter zu spinnen: Auch "Löwen in Bonn" wäre bereits ein Themenbezug (Stadtwappen). Um einen nicht oder zumindest weniger themenbezogenen Zoo zu gründen, müsste man eigentlich sagen: Wir bauen ein paar Vielzweckgehege und schauen mal, welchen Besatz uns Mäzene und Bevölkerung dafür stiften.... DAS würde jedenfalls von Anfang an zu einer großen Identifikation der Bevölkerung mit dem neuen Tierpark führen. (29.09.2010, 22:44) | ||
| André Haubrich: | Ich glaube auch, dass man in Bonn in Koexistenz zu einem sehr guten und auch vielfältig exotischem Zoo nur mit Haustieren punkten kann, davon aber viele und natürlich auch zum Anfassen. Dazu dann noch einen schönen Spielplatz und dann glaube ich kann auch sowas funktionieren. Gerade Kinder und Familien können soetwas warscheinlich mehr abgewinnen als dem aufregensten Löwengehege. Wenn man sich das ganze vorstellt als typischen Bauernhof, Schafe, Ziegen und Kaninchen zum streicheln, Esel, Pferde, auf denen man auch reiten kann, 2 zahme Katzen usw. Dann noch ein Teich mit Enten, Truthäne, evtl eine begehbare Wellensittichvoliere und noch ein Haus mit je 2-3 Aquarien bzw. Terrarien. Der Eintritt müsste relativ günstig(max 10-15 Euro für eine Familienkarte) und die Bonner Familien werden sich zweimal überlegen, ob sie nach Köln oder Köingswinter wollen. (29.09.2010, 20:35) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Stichwort Themenzoo: Ich glaube, daß der Erfolg eines Themenzoos in diesem Forum ziemlich überbewertet wird. Die Idee kommt wohl gerne auf, weil man da mit Fachwissen und Leidenschaft fleißig planen kann, sich noch unverbrauchte Konstellationen erstellen lassen, und das Ergebnis irgendwie moralisch charakterstark ist, so daß sich der Tiergärtner damit wohlfühlt. Aber wieso sollte denn der ONB, der eigentlich von nichts eine Ahnung hat, so etwas Spezielles angemessen würdigen? Der bemerkt die durchdachte Planung doch gar nicht. Man könnte ihm genausogut – mit weit weniger Aufwand - einen Tierpark mit Lamas, Schneeulen, Waschbären, Pfauen, Damhirschen & Co. anbieten. Selbst wenn er das ausgeklüngelte Prinzip zu schätzen wüßte, würde er dann eine solch spezielle Einrichtung immer wieder aufsuchen? Oder würde er sich nicht irgendwann fragen, warum muß man sich in dieser Stadt Tiere eigentlich immer ausgerechnet in Westernkulisse angucken? Viele Menschen haben das Bedürfnis, sich hin und wieder mit Tieren zu beschäftigen, aber nach einem Themenzoo hat niemand ein Bedürfnis. Am Anfang ist man noch neugierig, aber über die Jahre könnte die thematische „Verrenkung“ nerven und abschrecken. Genauso wie z.B. nicht jeder Musikliebhaber regelmäßig auf Heavy-Metal-Konzerte oder in die Oper geht. Ich glaube, ein Themenzoo ist nur was für Urlaubsgebiete, wo ständig potentielle Besucher ankommen, für die es „das erste Mal“ wäre. Ein Stammpublikum kann man damit nicht gewinnen. (29.09.2010, 19:27) | ||
| Anti-Erdmännchen: | @ Andreas Knebel Nein, Oliver Müller bezog sich nicht nur auf den Solarworldchef. Touristen könnten z.B. Fanartikel erwerben; dazu habe ich die Aktionen für den Torgauer Bärengraben als Beispiel genannt, aber Du schreibst dann lieber was über die belanglose Schloßrenovierung. Und um ein simples Löwengehege, also um einen „Zoo ohne alles bis auf Löwen“ würde es sich gerade nicht handeln. Wir schreiben völlig aneinander vorbei, aber egal, man kann sich nicht mit jedem Menschen verstehen. (29.09.2010, 18:40) | ||
| Sven P. Peter: | Man zühctet einfach ein bisschen und zieht die Löwenbabys per Hand groß und die Besucher können sich für 10 Euro das Bild mit den Babys ablichten lassen. Aber auch im Ernst kann man immernoch durch spezial-Sachen wie einen kostenpflichtigen Aussichtsturm etc. Geld machen. (29.09.2010, 18:08) | ||
| Andreas Knebel: | @AE: Die Investitionsbereitschaft bezog sich ja NUR auf den Solarworldchef, dessen Projekt ist ja scheinbar gestorben. Ich glaube nicht, dass in Bonn und Umgebung genug Leute rumlaufen, die 3,4 Mios für ein Löwengehege zur Verfügung stellen wollen. Wenn ich dich recht verstanden habe, soll es ja auch keinen Eintritt kosten, wie wilsst du dann die Touristen an den Kosten beteiligen? Und ein - Verzeihung - simples Löwengehege, dass es Dutzende mal in Dland gibt, als potentiell "legendäres Volksgut" hochzustilisieren, zeugt schon von viel...naja...Selbstbewusstsein... (29.09.2010, 17:59) | ||
| Andreas Knebel: | @Sacha: Genauso ist es! Deshalb plädiere ich ja weiter unten für einen Themenzoo. Mit Köln kann man sich nicht messen, eine entsprechende Qualität gibt es nicht auf Spendenbasis, also bleibt nur die Profitschiene = (nicht zu niedriger) Eintritt, aber entsprechenden Gegenwert... Das Beispiel Amersfoort bietet in seiner "Stad van de Oudheid" schon einen schönen Ansatz, den man natürlich noch ein wenig beeindruckender gestalten kann. Wichtig ist, dass die Geschichte vom ersten Öffnungstag funktioniert. Die Besucher müssen begeistert sein, sonst droht der sofortige Todesstoß, wie z.B. bei v. Dänikens "Mystery Park" in der Schweiz oder dem "Space Park" in Bremen. Auch der Zoo am Meer hat für die Größe der Stadt befridigende Besucherzahlen, nur sind die für das Investment zur Zeit wohl nicht kostendeckend. Ein unternehmerisches Risiko ist halt immer dabei. Dass die Gleichung höherer Eintrittspreis + mehr Besucher aber auch funktionieren kann, dafür sind ja nicht zuletzt Hannover und Leipzig ein gutes Beispiel (die Zahlen von ZOOM kenne ich leider nicht). (29.09.2010, 17:49) | ||
| Anti-Erdmännchen: | @ Andreas Knebel Du schreibst immer von Baukosten. Ich hatte dieses Thema hier so verstanden, daß eine gewisse Finanzierungsbereitschaft dafür unterstellt wird. Sonst wären alle weiteren Überlegungen ja müßig. Wobei Sponsoring naturgemäß auch eine Werbemaßnahme einer Firma ist. Wir sollen doch jetzt nach etwas suchen, das vorsichtshalber so wenig Mittel wie möglich braucht, den größten Nutzen verspricht und sich auf Dauer rechnet, also die UNTERHALTSKOSTEN selbst erwirtschaftet. Ich behaupte, daß 300.000 Einwohner, eine Reihe von Großfirmen sowie Touristen die Personal-, Futter- und Energiekosten für ein Löwenrudel bewältigen können, gerade wenn sich dieses MIT DER ZEIT zum legendären Volksgut entwickelt hat. (29.09.2010, 17:38) | ||
| Sacha: | Sorry, ich halte weder einen 1-Arten-Tierpark noch einen reinen Haustierzoo für langfristig attraktiv für ONB. Beim Bärengraben in Bern ist das zwar der Fall (gewesen). Allerdings lag das mehr daran, dass die Bernbesucher sich "historisch" gruseln wollten. So im Stil: "Schau mal die armen Bären. So hat man Sie im Mittelalter gehalten. Schlimm, die gehören in die Freiheit". Es war also für die Sache der Zoos eher kontraproduktiv. Und die Attraktivität das neuen "Bärenparks" ist nicht zuletzt auch dem unsicheren Gehege und dem Unfall mit einem geistig Verwirrten zu "verdanken". Nicht unerwähnt bleiben soll hierbei auch, dass die Stadt Bern für die Neuanlage extrem tief in die Tasche gegriffen hat. Unter den Einheimischen ist man der Meinung, dass man für das Geld "mehr hätte bekommen sollen" resp. sich gleich einen ganzen Zoo hätte leisten können. Der Affenberg Salem hält sich zwar schon lange, hat aber schon seit einiger Zeit nicht nur Magots, sondern auch Störche und Damhirsche in seinem Bestand. Aehnlich sieht es mit dem Montagne des singes in Kintzheim (Elsass) aus. Dito das erwähnte Wisentgehege Springe. Und beim Haustierzoo Warder habe ich besucher- und finanzmässig eher negative als positive Meldungen vernommen (lasse mich aber gern eines besseren belehren). Dieses Konzept kommt nur bei wenigen, meist alternativ denkenden Personen an. Kommt hinzu, dass man, will man die Sache durch Private finanzieren, eher mit Wildtieren Chancen hat, mehrere Millionen zu bekommen, als mit Haustieren. Auch wenn es seltene Rassen wären, wäre der Tenor: "Warum soll ich dafür Geld geben. Die Tiere gibt es doch auf jedem Bauernhof". Fazit: Will man die breite Masse erreichen, muss man ihr mehr bieten als "nur" Haustiere oder nur ein riesiges Löwengehege. Und selbst wenn wir mal nicht von ONB ausgehen: Wieviele von uns würde extra NUR für einen solchen Park von weit herreisen, um ihn zu besuchen? Und Bonn als Stadt ist für mich auch nicht gerade das Touristenmekka Deutschlands, als dass ich die Anlage so im vorbeigehen mitnehmen würde. (29.09.2010, 17:22) | ||
| Andreas Knebel: | Hier gimg es wohl eher um eine Werbemaßnahme für eine Firma - und da sollte man vorsichtig sein. Ansonsten ist das mit der Finanzierungsbereitschaft so eine Sache. Rostock sammelt auch schon seit einem Jahrzehnt für seine Menschenaffen und eine Löwenanlage von ansprechender Qualität ist ganz sicher nicht zum Nulltarif zu haben. Und ob man mit "legendäen Löwen von Bonn" werben kann, die es noch nichtmal gibt, wage ich arg zu bezweifeln. Bei den Großsponsoren gibt es aber massive Konkurrenz in Bonn: Stiftungen, Museen, Kunstsammlungen etc. Das sieht man ganz deutlich in Frankfurt. Obwohl das Geld hier aber sowas von konzentriert sitzt, profitiert der Zoo verhältnismäßig wenig davon. Die 2. Zooabteilung wäre bei einem wirklichen Willen der Finanz- und Versicherungsinstitute und einer kleinen Umschichtung ihrer Kulturausgaben locker zu bezahlen gewesen. Die Anlagen, die z.B. im Zoo Wuppertal vom Zooverein finanziert wurden, wären samt und sonders ohne die Unterstützung der Wuppertaler Stadtsparkasse und einer dem Zoo traditionell verbundenen Industriellenfamilie unmöglich gewesen. Haben diese doch dem Zooverein jeweils den weitaus größten Batzen an der Summe gespendet. Zurück zu Torgau: Wenn man der Homepage glauben kann, fließen insgesamt 3,54 Millionen Euro. Wieviel daraus aus Spenden stammen und wieviel überhaupt für die Bären aufgewendet, ist leider unklar. Ich befürchte in beiden Fällen nicht allzu viel. Von den 3.54 Mios werden nämlich: Ein Schlossflügel (Dach,Fassade,Innenasubau) saniert, die darin befindlichen Bärenboxen saniert, ein neuer Eingang (für das Landratsamt), Büroräume, eine Computerzentrale und ein Mehrzweck- und Ausstellungssaal. Für die Bären wird da nicht viel übrig bleiben... (29.09.2010, 16:47) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Laut Eröffnungsbeitrag hatte sich ja sogar jemand angeboten, eine Löwenanlage zu finanzieren. Es ist allerdings nicht ersichtlich, ob die als Geschenk an Bonn gedacht war und es wohl am Hochwasserschutz haperte, oder ob es sich um ein Geschäftsmodell handelte. Jedenfalls ist das ein Anzeichen dafür, daß die Finanzierungsbereitschaft vorhanden sein könnte. Torgau habe ich nicht als Beispiel genannt, das es eins zu eins abzukupfern gilt. Man kann daran aber erkennen, wie eine Stadtbevölkerung hinter einem Volksgut stehen könnte und wie eine kostenlos zugängliche Anlage dennoch zu vermarkten wäre. (29.09.2010, 16:17) | ||
| Andreas Knebel: | Sorry, meinte natürlich "Die Situation ist in TORGAU ganz anders" (29.09.2010, 16:15) | ||
| Andreas Knebel: | Herzlichen Dank für die freundliche Erinnerung, Herr Oberlehrer! Ich lese immer alle Beiträge auf die ich mich beziehe. Du offensichtlich nicht! Aus MEINEM Beitrag hättest du entnehmen können, dass ich die Stadt Bonn als ausdrücklich NICHT Beteiligt ansehe ("...Bonn...würde sich also nicht beteiligen"), deswegen verstehe ich die Passage mit der "florierenden Einnahmequelle" nicht wirklich. Muss ich wahrscheinlich auch nicht... On Topic: Die Situation ist in Worbis ganz anders: Zum einen gibt es dort schon sehr lange Bären unter schlechten Haltungsbedingungen und es geht hier nur um eine Sanierung bzw. Verbesserung einer Bärenhaltung mit Tradition. Zum anderen wird es hier auch mehr als ein Jahrzehnt gedauert haben, bis diese Verbesserung dann komplett fertig ist. Zumal hier sicherlich die Hauptgelder aus einer anderen Quelle fließen. Schließlich geht es hier um ein altes Schloss mit Geschichte (und wahrscheinlich unter Denkmalschutz, zumindest aber einer der größten Sehenswürdigkeiten von Torgau). Zudem taugt die kleinstaatleriche Politik der Initiatoren nicht wirklich als Modell für die Großstadt Bonn. So sind sich die Initiatoren nicht einmal drüber einig, wie man zukünftig Bären halten will. Die eine Fraktion möchte a la Worbis nur schlecht behandelte oder überzählige Bären halten, die andere hätte gern "kleine Bären", um sie in einem alten Käfig im Schlosshof auszustellen (Begründung: "Andere vermarkten ihre kleinen Bären auch"). Ob man so in Bonn genug Spenden sammeln kann (vor allem bei der Konkurrenz!) halte ich für sehr zweifelhaft... (29.09.2010, 15:58) | ||
| Ulli: | So ganz verstehe ich die Aufregung nicht. Sowohl Bären wie Löwen sind relativ wetterhart. Obwohl der Zoo Lyon sogar relativ gross ist, braucht man dort keinen Eintritt zahlen. Der Bärengraben in Bern ist auch allgemein zugänglich. Das Aquarium in Ulm hat eine Bärenanlage und sogar ein Aquarium (da fallen nun wirklich Energiekosten an)und kostet acuh nur 5 Euro Eintritt. Ich denke, Bonn hat mehr potentielle Gäste als z.B. Ulm. Und ich habe gehört, dass Bonn nach dem Abzug von weiten Teilen der Bundesregierung aufgeblüht ist und es der Stadt sogar besser als 1991 geht. (29.09.2010, 15:04) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Lies bitte den Eröffnungsbeitrag von O.M. Es geht hier nicht darum, der Stadt Bonn eine florierende Einnahmequelle zu verschaffen (mit der rückwirkend gar Baukosten wieder reingeholt werden sollen, die allerdings gesponsert worden waren???). Die Voraussetzung für jegliches Vorhaben wäre, daß Bevölkerung und Wirtschaft das neue Volksgut selbst stemmen. Das könnte nicht einfacher sein als bei einer einzigen Anlage mit einer populären, mystifizierten Tierart. Guck mal, wie die das in Torgau mit ihrem Bärengraben machen: www.torgauer-baeren.de (und Bonn hat ungleich mehr Potential als Torgau!). Ein artenreicherer Zoo macht hingegen in aller Regel sogar trotz Eintrittsgeldern Miese!!! (29.09.2010, 14:36) | ||
| Andreas Knebel: | @Anti-Erdmännchen: Es geht um Bonn. Die Stadt hat kein Geld übrig, würde sich also nicht beteiligen. Wer also sonst zahlt sonst für den Tierpark, Löwenmythos etc. ? Eine entsprechende Löwenanlage kostet sicher einige Millionen + Grundstück + Personalkosten + baulicher Unterhalt + Energiekosten. Wer soll das außer Besuchern denn sonst bezahlen? (29.09.2010, 13:36) | ||
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Wenn das Ganze von vornherein einen griffigen Namen bekäme, würde wohl niemand von "Gehegen im Stadtpark" sprechen. Im Raum Hannover scheint z.B. der Begriff "Saupark" noch immer viel öfter mit der Haltung in Springe verbunden zu werden als "Wisentgehege", wie es ja seit Jahrzehnten offiziell heißt; vielleicht, weil "Saupark" einfach griffiger klingt. Und andere Tiere des Parks haben den Sauen und Wisenten in der Besuchergunst längst den Rang abgelaufen. Ein für Bonn passender Themenpark mit wenigen Tierarten könnte auch Bengt Berg gewidmet sein, der einige Jahre für das Museum Koenig gearbeitet hat, es mit reichlich Material bestückte und an der Universität Bonn die Ehrendoktorwürde bekam. Tierarten, über die er Bücher und Filme gemacht hat, ergäben ein gar nicht mal uninteressantes Sortiment: Tiger, Panzernashorn, Schuhschnabel (u.a. Großtiere des Sudans), Wildgänse, Seeadler (= Bundesadler!) und einige andere Vögel... Nähmen wir die für Bonn eher schlecht zu realisierenden Arten Panzernashorn und Schuhschnabel aus, ließe sich immerhin noch um den Tiger (statt Löwe oder Braunbär) als Haupt-Art der Park stricken. (29.09.2010, 13:18) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Von Eintritt war keine Rede. Der Unterhalt einer solchen Anlage müßte sich verhältnismäßig leicht anderweitig schultern lassen. (29.09.2010, 13:15) | ||
| Andreas Knebel: | Mythospotential hin oder her - wer geht schon mehrfach im Jahr zu den "Mythischen Löwen", wenn er nur für diese Eintritt zahlen muss? Das ist ja ein verheerendes Preis-/Leistungsverhältnis... (29.09.2010, 13:06) | ||
| Anti-Erdmännchen: | So verrückt wie es ist, ich denke, eine zweite oder dritte Tierart wäre kontraproduktiv, da sie das Mythospotential der ersten Art einschränken würde. Man würde dann nicht mehr von den "legendären Bonner Löwen" sprechen, sondern von den "Gehegen im Stadtpark" (gähn) oder so. Nur wenn der Komplex den Namen der Haupttierart trägt und die anderen Arten in keiner Weise beworben werden, dann können als unerwartete und dadurch positiv wirkende Zugaben noch ein, zwei weitere Arten gezeigt werden. Das dürfen dann aber keine Kracher wie Bären sein. Als Ergänzung und Kontrast zu Löwen würden mir, räusper, Erdmännchen einfallen. Über die Bezugsschiene Afrika-Löwe-Stadtwappen würden die nicht zu konstruiert wirken. Soweit meine Meinung. (29.09.2010, 11:29) | ||
| Michael Mettler: | Finde ich auch nicht schlecht, wobei ich aus Gründen der Schauattraktivität sogar Bären vorziehen würde, weil sie längere Aktivitätsphasen haben. Haribo als Sponsor? Nun, Syrische Braunbären würden glatt als "Goldbären" durchgehen :-) Bären UND Löwen wäre natürlich auch eine Lösung, und wenn wir dann noch eine dritte Art(engruppe) einbauen wollten, käme eine Greifvogel-Flugshow in Frage - als Bezug zum Bundesadler und dem ehemaligen Hauptstadtstatus Bonns. (29.09.2010, 09:31) | ||
| Ulli: | was Anti-Erdmännchen schtreibt, klingt richtig gut, meine volle Zustimmung (29.09.2010, 08:06) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Einem „kleinen Zoo“ in einer Großstadt (Bonn hat über 300.000 Einwohner) wird immer ein Verlierer-Image anhaften. Die Leute haben da glaub ich sehr genau definierte Erwartungshaltungen. Diesem Dilemma könnte entgangen werden, indem die Einrichtung so deklariert wird, daß sie zwangsläufig bescheidener bleiben muß. Das heißt, statt eines „Zoos“ gibt es ein Wildgehege, einen Schaubauernhof o.ä. Nach dem Motto „Wir könnten auch anders, aber das ist eben nicht unser Konzept ...“. So läuft das beispielsweise in Bremen, Mannheim, Bielefeld, Herne oder Oberhausen. Daneben habe ich auch schon manches Mal über die Aussichten eines Eine-Art-Tiergartens nachgedacht. Wer selbst ein Haustier hält oder sagen wir mal in der Nachbarschaft eine Schafkoppel, einen Taubenschlag o.ä. hat, woran man einfach nie ohne anzuhalten dran vorbeikommt, der kann bestätigen, daß eine Art bzw. sogar ein Individuum auch auf Dauer so spannend wie ein ganzer Zoo sein kann. Voraussetzung dafür wäre es, diese Tiere zu personalisieren oder zu mystifizieren. Ich denke da an die Raben in Merseburg und im Londoner Tower oder an die Bärengräben von Bern und Torgau. Jedoch besitzen nur sehr wenige Tierarten das nötige Potential dazu, in diesem Sinne einen Zoo zu ersetzen. Irgendwelche Exoten würden zu konstruiert wirken. Mit dem Braunbären ist die Optimallösung da sicherlich schon genannt. Neue Bären„gräben“ im Jahre 2010, ich wäre dafür! Mit Haribo hätte man in Bonn auch gleich einen passenden Sponsoren vor Ort ... Wie ich gesehen habe, enthält das Bonner Stadtwappen einen erstaunlich natürlich dargestellten Löwen (dadurch, daß er nach vorne sieht, wird er heraldisch zwar zum Leoparden, aber lassen wir diese Spitzfindigkeiten mal beiseite). Für Bonn würde ich daher ein Löwengehege in diesem genannten Stadtpark (Rheinaue) vorschlagen. Das wäre so außergewöhnlich und gleichzeitig doch auch paßgenau, daß es meiner Meinung nach mehr Zuspruch fände als ein „kleiner Zoo“, selbst wenn dieser auch Löwen im Bestand hätte. "Komm, laß uns zu den Löwen gehen" - krass! (28.09.2010, 23:33) | ||
| Michael Mettler: | Eine ebenso einfache wie (relativ) preisgünstige Lösung wäre ein Park mit vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Auch eine Form von "Artenschutz", Erholung, Bildung und Unterhaltung sowieso, jede Menge Möglichkeiten zum direkten Tierkontakt (einschließlich der, Kinder und Jugendliche in die Pflege einzubinden), und zu erforschen gibt es auch an Haustieren noch genug (GERADE an den "alten Rassen"). Und das Konzept würde sich mit Köln und Neuwied bestens ergänzen. Wenn sich früher oder später irgendwelche Wildtierarten in das Konzept "einschleichen", hätten die Besucher wohl nichts dagegen, und die Stadtväter (und -mütter) hätten sich da längst an einen Tierpark in ihrer Stadt gewöhnt... Ansonsten: 30 Mio. Euro von potenten Spendern zusammentrommeln und Hannovers "Yukon Bay" nachbauen (ist 2,2 Hektar groß) - ist ja weit genug vom Original entfernt, um nicht die selben Besucher anzulocken. Das dortige Konzept würde nämlich vielleicht auch ohne den restlichen Zoo drumherum funktionieren, und gerade die Eisbären wären sogar etwas, was Köln und Neuwied nicht bieten. (28.09.2010, 18:35) | ||
| Andreas Knebel: | @Sacha: Leider sind Städte bei der Genehmigung sehr kulturlastig. Sobald irgendetwas mit Kultur, Bildung etc. zu tun hat, wird es stante pede genehmigt. Dass da einiges recht bald schon wieder pleite ist weil sich - Entschuldigung - kein Schwein dafür interessiert, kümmert die Kommunen scheinbar wenig. Dafür scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser alles was mit Spaß und Vergnügen zu tun hat. Stuntshow, Goldgraben oder gar ein Karussell würden m.M.n. die Genehmigungschancen eher verringern. Ich finde, man sollte die Kulturkommune Bonn mit den eigenen Waffen schlagen. Dafür kopieren wir ganz dreist die "Stadt des Altertums" aus dem Tierpark Amersfoort, fügen noch einen Bereich hinzu, der sich speziell mit den künstlerischen Darstellungsformen von Tieren befasste (und natürlich auch die dargestellten Tiere in real zeigt) und garnieren das ganze noch mit der Geschichte der Haus- und Nutztierhaltung. Eine Zooschule darf natürlich nicht fehlen. Und das Entertainment? Das kommt, wenn der Zoo schon ein paar Jahre eröffnet hat... (28.09.2010, 18:28) | ||
| Sacha: | Das grundsätzliche Problem ist, dass Bonn ja nicht weit von Köln und Neuwied entfernt ist, also es in der unmittelbaren Umgebung schon zwei zoologische "Openair"-Institutionen hat. Konkurrenz durch "Indoor"-Anlagen ist ja schon in Bonn selbst vorhanden. Dem Publikum müsste also etwas geboten werden, dass sich deutlich von der Konkurrenz unterscheidet. Mein Vorschlag: Ein Wild-West-Zoo (allenfalls ergänzt durch einen Crocodile-Dundee-Australienbereich). Vorteile: Braucht keine oder kaum Innenanlagen und ist auch im Winter attraktiv (einige Terrarien innerhalb des "Saloons" sowie Australienbereich mal noch ausgeklammert), unterscheidet sich deutlich von den Zoos und Parks der Umgebung und könnte gut mit zahlreichen nichttierischen Attraktionen ergänzt werden. Tierbestand: Leicht zu bekommen wären Wolf, Bison, Braunbär, Puma, Streifenskunk, Weisskopf-Seeadler, Wüstenbussard, Schwarzschwanz-Präriehund, Felsengebirgswapiti, Waschbär, Grauhörnchen, Kanadabiber, Krähe, Rotkardinal, diverse Enten- und Gänsevögel, Sinaloa-Königsnatter, Westl. Diamantklapperschlange, Halsbandleguan, Kanincheneule, Regenbogenforelle, Amerik. Schabe und als Haustiere Mustang-ähnliches Pferd, Haustruthuhn, Longhorn-ähnliches Rind, Huskie oder wolfsähnlicher Indianerhund. Sofern erhältlich ergänzt mit: Rotluchs, Baumstachler, Kanadaluchs, Kanadaotter, Virginiauhu, Kanadakranich, Gilatier, Blauer Felsenleguan, Dallschaf oder Wüstendickhornschaf usw. Für Australien als optionalen Zusatzbereich wären Benettkänguruh, Emu, Lachender Hans, Kastanienente, Schwarzer Schwan, Mähnengans, Rosakakadu, Glanzkäfertaube, Wellensittich und div. andere Sittiche, Allfarbloris, Leistenkrokodil, Stachelschwanzwaran, Inland-Bartagame, Blauzungenskink, Teppichpython, Kragenechse, Australische Gespenstheuschrecke relativ leicht zu bekommen. Etwas schwerer wirds wohl mit Dingo, Rotem Riesenkänguruh, kleineren Känguruharten, Flötenvögeln und australischen Giftschlangen. Von Koalas, Kurzschnabeligeln und Wombats ganz zu schweigen. Die Tieranlagen würden in Nordamerika mit einer Wildwest-Stunt-Show, Tierdressuren, Pfeilbogenschiessen, Tipi-Bauen, Kriegsbemalungs-Schminken, Tomahawk-Werfen, Falschgold-Nuggets-Ausgraben, Ponyreiten usw. ergänzt. Dazu gibt es Steaks, Hamburger, Chilli con Carne und andere Tex-Mex-Gerichte in verschiedenen Saloons und Cantinas. Für Australien würden sich Boomerang-Werfen, falsche Opale in einer Höhle unter der Erde ausgraben, Didgeridoo spielen, Känguruh füttern und streicheln, Papageienshow und Lori mit Nektar füttern anbieten. Im Outback-Restaurant gibt es Emu- und Känguruhsteaks und anderes Bushtucker. Wäre das so in etwa in Eurem bzw. in Deinem, Oliver, Sinn? (28.09.2010, 17:26) | ||
| Oliver Müller: | Im Sommer 2008 wurde in den Medien in Bonn heftig über eine Idee des Solarworld-Chefs Frank Asbeck diskutiert, der vorgeschlagen hatte, auf seinem neuen Firmengelände in der Bonner Rheinaue, einen kleinen Zoo zu errichten. Die Rede war u.a. von dem größten Löwengehege Deutschlands, sowie von Präriehunden und einem Bauernhof mit bedrohten Haustierrassen. Bekanntlich kam es nicht zur Realisierung, u.a. weil das vorgesehene Gelände im Hochwassergebiet liegt und die Auflagen im Bezug auf Sicherheit, Tierschutz usw. wohl zu hoch gewesen wären. Allerdings teilten die Bonner Stadtverwaltung und alle wichtigen Ratsparteien mit, dass sie die Idee eines „Tiergeheges mit 2-3 Arten“ in der Rheinaue grundsätzlich begrüßten – Voraussetzung sei allerdings die private Finanzierung, da die Stadt Bonn für derartige Projekte kein Geld habe. Seither lässt mich die Idee eines kleinen Zoos in Bonn nicht mehr los. Denkt ihr, es ist möglich, auch für wenig Geld eine für ONB und Fachpublikum interessante Anlage gestalten, die Erholung, Unterhaltung, Bildung und Artenschutz verbindet? Zum Hintergrund: - Die Stadt ist – wie gesagt – pleite und wird erst mal für Einrichtung und Unterhalt kein Geld geben, jedoch hat Bonn eine gutsituierte Bevölkerung und einige spendable Großunternehmen. Man könnte also sicherlich Geld bekommen, wenn auch nicht für sehr teure und aufwendige Anlagen ( Tropenhäuser usw.). - Know-how wäre durch Universität, Zoologisches Museum und Forschungsinstitut Alexander König und die Nähe zum Kölner Zoo sicher ebenfalls mobilisierbar. - Sehr viel Platz wird nur schwer zu bekommen sein, aber 2 oder 3 Hektar wären sicherlich in der Rheinaue (Erholungspark von rund 60 ha) oder anderswo möglich. Ich fände es gut, so zwei oder drei attraktive „Flagschiffarten“ zu haben, die für ONB interessant sind und auch aus Artenschutzgründen lohnend sind und evtl. noch einige kleinere Spezies zu ergänzen (als Untermieter in den Anlagen oder separat). Direkter Mensch-Tierkontakt wäre gut, speziell für Kinder sollte etwas geboten werden. Das Ganze sollte dann in einem pädagogisch und vor allem natur- und artenschutzmäßig wertvollen und schlüssigen Konzept eingebunden sein, inklusive Beteiligung an Zuchtprogrammen für bedrohte Arten (z.B. EEP). Idealerweise wäre dieses Konzept eine Ergänzung zu vorhandenen Einrichtungen in der Region (vgl. Kölner Zoo) und auch überregional attraktiv. Habt ihr Ideen, was man da konzeptionell machen könnte? Ich würde mich freuen, wenn einige der erfahrenen Zooplaner und Fachleute hier im Forum ihrer Kreativität freien Lauf ließen und mal Ideen entwickeln würden. (28.09.2010, 14:59) |
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