
| Michael Mettler: | @Liz: Da käme auch noch Einiges zusammen ;-) (03.04.2012, 18:14) | ||
| Liz Thieme: | Menschenaffen gebären. Wollt ihr jetzt noch die Bezeichnung für den Moment und die Tätigkeit die zur Befruchtung führt aufführen? ;-) (03.04.2012, 18:05) | ||
| Markus R.: | Ich hab mal in meinem etymologischen Wörterbuch nach der Geschichte des Wortes "monkey" geguckt. Dieses leitet sich vom mittelniederdeutschen "moneke" ab, das für kleine Menschen (sowohl für kleine Erwachsene als auch für Kinder verwendet wurde) - man kann es also vermutlich mit unserem Wort "Männchen" gleichsetzen, das ja ebenfalls öfter in Tiernamen Verwendung findet. Dass sich das Wort Mankei ebenfalls von einer Verkleinerung für "Mann" ableitet erscheint mir daher sehr wahrscheinlich - insofern könnte man dies durchaus als gemeinsame Wurzel sehen. (03.04.2012, 14:35) | ||
| Michael Mettler: | ... oder "kriechen aus", stimmt. Wobei dabei noch das Legen bzw. Laichen vorangeht (als Moment des Verlassens des Mutterleibes). (18.03.2012, 21:55) | ||
| Oliver Jahn: | Jungtiere aus Eiern schlüpfen. (18.03.2012, 20:28) | ||
| Michael Mettler: | Wie stehts eigentlich mit spezifischen Bezeichnungen für die Geburt des Nachwuchses? Pferdeverwandte fohlen, diverse Tiere - und Gletscher ;-) - kalben, Schafe und Ziegen lammen, Schweine ferkeln, Hunde wölfen (zumindest in der Jägersprache), zumindest Kleinraubtiere hecken (dito). Für viele Huftiere ist zudem "setzen" in Gebrauch, wiederum für alle möglichen Tiere (offenbar vor allem solche mit mehr als einem Jungtier) "werfen". Und sonst? (18.03.2012, 18:44) | ||
| Liz Thieme: | Gerade beim Eisbär ist die Bezeichnung Bulle eine viel geäußerte, nicht nur hier im Forum. Und Walrösser sind für mich auch Bullen und keine Hengste. (14.03.2012, 21:51) | ||
| Jan Jakobi: | Bei allen Kamelarten heißt es Hengst, Stute und Fohlen. Bei Bären würde ich sagen z.B.: Eisbär und Eisbärin. Ich habe hier in diesem Forum die Bezeichnungen Eisbärbulle und Walroßhengst gelesen. Da Klippschliefer in die Ecke zu den Seekühen und den Elefanten gehören müsste man doch von Bulle, Kuh und Kalb sprechen, auch bei Seekühen müsste das so sein. (14.03.2012, 18:51) | ||
| Michael Mettler: | Aber wiederum auch nur bei großen Krokodilen, also "bulligen" Gestalten. Oder hat schon mal jemand was von einem Stumpfkrokodil-Bullen gehört? Da haben wir das gleiche Prinzip wie bei Bock und Bulle der Antilopen: Selbst bei nahe verwandten Arten entscheidet die Größe und Gestalt über die Benennung. Delfinbulle passt zwar auf einen Großen Tümmler noch ganz gut, aber schon bei einem (viel schlanker gebauten) Fleckendelfin schlechter und bei einem Schweinswal noch schlechter. Junge Reptilien werden hie und da schlicht als Schlüpflinge bezeichnet. Zwar ist damit eigentlich ein schnell vorübergehender Alterszustand gemeint, aber z.B. auch bei einem Vogel bleibt ja ein Küken oft nur ganz kurz ein solches... @Jolantha: Bulle und Kuh hat sich z.B. auch bei der Bezeichnung der Dinosauriergeschlechter eingebürgert. (14.03.2012, 18:43) | ||
| Jana Müller: | Ja, Bulle und Kuh kenne ich auch bei Krokodilen. Vielleicht nennt sich ein Jungtier dann auch Kalb? Was es noch gibt - "Jährling" bei den einjährigen Pferden. (14.03.2012, 18:17) | ||
| Jolantha Belik: | Bei Krokodilen heißt das wirklixh Bulle und Kuh? Ich dachte bisher immer, diese beiden Begriffe verwendet man bei Säugetieren, aber nicht bei Reptilien. Und, wie heißen dann die Jungtiere bei den Krokos? (14.03.2012, 18:06) | ||
| Rattus: | Nachtrag: Rüde, Fähe und Welpe kenne ich auch noch von Mardern, Füchsen, Marderhunden während bei Schleichkatzen Kater und Katze verwendet werden. (14.03.2012, 13:12) | ||
| Rattus: | Dass "Bock" oder gar "Böckchen" beliebte Begriffe in der bei Züchtern und Vermehrern sind (sowohl bei Kaninchen als auch sämtlichen Nagetieren, Reptilien und sogar Insekten) kann ich bestätigen. In letzter Zeit gebrauchen manche Rattenliebhaber die Bezeichnung "Kitten" für Jungtiere, während sich die Grass'sche Rättin nicht wirklich etabliert hat. Als weibliches Pendant zum Terzel lese ich meistens Weib. Für weibliche Hirsche gibt es auch die Bezeichnung Tier. Die Frage ist, wem die Autorität zugestanden wird, wirklich recht zu haben. Jäger, Züchter, Literaten, Wissenschaftler oder einfach die Alltagssprache (14.03.2012, 13:07) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: Kuder wäre dann wieder Jägersprache. Da gibt es übrigens sogar je nach Altersstufe unterschiedliche Benennungen für erwachsene Wildschweine (vor allem für männliche): Nach dem Überläufer-Alter (bis zwei Jahre) wird es zum angehenden Keiler (3./4. Jahr), dann zum hauenden Schwein (5./6. Jahr) und schließlich zum Hauptschwein (ab 7. Jahr). Danach folgt dann vermutlich nur noch die Stufe Wildschweinbraten... (14.03.2012, 12:55) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Michael: XD - sogar in doppeltem Sinne witzig! Habe noch "Kuder" für männliche Wildkatzen und Eulerich/Eule gefunden. Kuhantilopenkuh... wollte ich nur einfach mal reinschmeißen ;) (14.03.2012, 11:51) | ||
| WolfDrei: | Ein deutscher Parallel-Begriff zum Österreichischen "Mankei" könnte doch wohl auch "Männekin" sein - irgendetwas Aufgerichtetes, Kleines, also Affe, Murmeltier, kleiner Mensch(bevorzugt Mann) (14.03.2012, 09:42) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: Putin ist dann aber kein weiblicher Truthahn ;-) Weiß ich leider nicht, ob ein Murmeltier-Affe-Zusammenhang schon mal erforscht wurde. (14.03.2012, 09:10) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Michael: Wieder einmal ein sehr interessanter Beitrag - die Theorie über Affe und Murmeltier müsste doch schon nachgegangen worden sein oder? Pute/Puter gibt es da im übrigen auch noch. (13.03.2012, 22:24) | ||
| Michael Mettler: | Nehmen wir ein Auerochsen-Kuhkalb, dann haben wir gleich die ganze Familie im selben Wort :-) Im Vogelbereich gibt es übrigens noch eine Verwandtschaftsgruppe, bei der nicht von Hahn und Henne die Rede ist: Tauben (Täuber bzw. Taube/Täubin). Zumindest bei den einheimischen Arten gilt zudem auch Storch/Störchin. Das "-in" für weibliche Tiere wird auch öfter bei Katzen verwendet(Kätzin), vor allem, wenn schon der Artname auf "-katze" endet oder "die" Katze = Hauskatze gemeint ist. Statt Erpel und Ganter gibt es noch Enterich und Gänserich, analog bei den Nagern den Mäuserich. Im Alltagsdeutsch fällt mir auf, dass vor allem die Halterinnen und Züchterinnen von Hunden, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen bei weiblichen Tieren zunehmend von "Mädchen" sprechen (bei männlichen halten sich Begriffe wie Rüde, Kater und Bock/Böckchen viel eher...). Auch dazu eine Anekdote: Als mich auf der Hundewiese mal eine Frau nach meinem Hund fragte "Ist das ein Mädchen?", habe ich geantwortet "Nee, ein Hund!", und die Frau wurde tatsächlich sauer ;-) Der "Affe" bei jungen Murmeltieren zeigt wahrscheinlich wieder einen historischen Zusammenhang, denn früher zogen Gaukler und Leierkastenspieler nicht mit (empfindlichen und kostbaren) Affen, sondern mit leichter erhältlichen dressierten Murmeltieren durch die Lande. Dass ein Affe im Englischen "monkey" heißt und ein Murmeltier in Österreich "Mankei", dürfte wohl kein Zufall sein - vielleicht ist der Affe nach dem Murmeltier benannt und nicht umgekehrt... (13.03.2012, 22:10) | ||
| Jana Müller: | Was ist mit Erdmännchen... gibts da Erdmännchen-Weibchen? :-D (13.03.2012, 21:22) | ||
| Werner Schindler: | @ Michael Mettler: Ich bin in der Jäger-/Falknersprache nicht kapitelfest, deshalb mit Vorbehalt: Terzel ist wohl dort gebräuchlich bei den meisten Arten, die jagdlich abgerichtet werden. Also z.B. Habicht oder Wanderfalke, nicht aber z.B. die Geier. Passt aber auch nicht ganz, denn Adler-Männchen nennen die Jäger wohl nicht Terzel(?). Sprinz ist speziell auf den hiesigen Sperber gemünzt, Vogelkundler nennen den Vogel bei seinem richtigen Namen. Mit dem "...wild" habe ich die gleichen Erfahrungen. In Wildparks, die ja nicht selten jagdlichen Ursprungs sind, wird öfter nicht der richtige zoologische Name, sondern der jägerische auf die Schilder geschrieben. Ich finds nicht besonders gelungen. Neben den heimischen jagdbaren Säugetieren gilt das auch für bejagte Vogelarten, etwa "Auerhahn" und Co. Beim Murmeltier kann ich noch einen draufsetzen: Nicht nur wird im Alpenraum das Männchen Bär genannt, sondern das Weibchen Katze und das Junge Affe. (13.03.2012, 20:50) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Michael: :D - Ich sag es ja; bei manchen wirds höchst verwirrend bis absurd... Ähnlich wird es da bei beispielsweise Rohr- oder Salzkatzen etc. Zu den Murmeltieren hab ich noch die restlichen Bezeichnungen gefunden: Bär (wie Michael schon sagte, das Männchen), Katze (Weibchen) und Affe (Jungtier)! Nebenbei fällt mir da noch "Raupe" für Falterlarven ein ... (13.03.2012, 20:40) | ||
| Michael Mettler: | @Werner Schindler, nicht nur beim Reh: Rotwild, Damwild, Muffelwild, Schwarzwild. (Erinnert mich an ein Erlebnis in Springe: Angesichts des Gehegeschildes "Schwarzwild" rief ein Kind "Und ich dachte, das sind Wildschweine..."). Und auch der Landwirt spricht von "Stück Vieh". Bei welchen domestizierten Vögeln spricht man eigentlich vom Terzel...? Sowohl in der Jäger- als auch in der landwirtschaftlichen Sprachweise gibt es zudem z.B. einige Bezeichnungen für sich noch nicht fortpflanzende weibliche Tiere wie Schmaltier (Reh, Hirsch) oder Färse (Rind) sowie allgemein für Subadulte (z.B. Überläufer beim Wildschwein). Zu den Nagern fällt mir noch ein, dass meiner Erinnerung männliche Murmeltier in lokalem Sprachgebrauch "Bär" genannt werden und männliche Eichhörnchen "Eichkater" (weibliche dann "Eichkatze"). @Gerrit: Vergiss bei den staatenlebenden Insekten nicht die Drohne als männliches Tier. Der Springbock-Bock ist zwar eine Doppelung (noch verrückter ist dann der Wasserbock-Bulle), aber das kommt eben dabei raus, wenn eine Geschlechtsbezeichnung zur Artbezeichnung wird. So dürfte es genau genommen auch keine Yak-Kuh geben, da "Yak" eigentlich nur das männliche Tier bezeichnet. Zumindest im deutschen Sprachgebrauch gibt es mit dem Auerochsen eine Parallele, wobei der Ochse im normalen Sprachgebrauch für einen kastrierten Bullen steht, so dass es zoologisch korrekt eigentlich Auerrind heißen müsste und ein Auerochsenbulle ein Widerspruch in sich ist... (13.03.2012, 20:24) | ||
| Werner Schindler: | Ein schönes Thema mit interessanten Beiträgen. Die Benennung der freilebenden Vögel ist ganz einfach: Männchen, Weibchen und Jungvogel. Sonst nix. Im fachlichen Sprachgebrauch sind je nach Alter die Bezeichnungen pullus, juvenil, immatur und adult gängig. Bezeichnungen wie die hier genannten Terzel, Sprinz, usw. werden nur in der Jägersprache (wozu letztlich auch die Falkner zählen) oder bei domestizierten Vögeln gebraucht. Beim Reh existiert ist in Deutschland die drollige Besonderheit, dass dieser Tierart in der Jägersprache stets das Wort "Stück" vorangesetzt wird, egal welches Geschlecht. Erlegt oder gezählt wurden also nicht 15 Rehe, sondern 15 Stück Rehwild. Ihr könnt mal in Veröffentlichungen von Jägern drauf achten. Warum das so ist - keine Ahnung. (13.03.2012, 19:40) | ||
| Michael Mettler: | "Bock" dürfte in vielen Fällen eher "Züchterdeutsch" als eine auch wissenschaftlich akzeptierte Betitelung sein. Terrarianer und Kleinsäugerhalter nennen anscheinend fast jedes männliche Tier vom Netzpython über den Weißbauchigel bis zur Gottesanbeterin "Bock". Das weibliche Gegenstück dazu wäre eigentlich Zippe bzw. Zibbe. Diese alte Bezeichnung wird aber fast nur noch für Kaninchen, Schafe und Ziegen verwendet; früher galt sie laut Wikipedia für alles mögliche Kleingetier und auch für Hündinnen. Weibliche Schafe heißen auch Aue oder Mutter. Ebenfalls ein weibliches Tier bezeichnet Metze, wobei ich nicht weiß, für welche Arten das insgesamt verwendet wurde/wird; geläufig ist es mir bei Nutrias. Auch bei Nagetieren mit blind geborenen Nestlingen und Kaninchen wird immer häufiger der Begriff Welpen verwendet - daran bin ich wohl nicht ganz unschuldig ;-) Für Dunenjunge bei Vögeln gibt es noch einen Fachbegriff, der es allerdings bisher nicht in die Umgangssprache geschafft hat: Pullus (Mehrzahl Pulli). Taucht vor allem in ornithologischer Literatur auf, offenbar meistens bei abweichender Färbung der Dunenjungen. Bei Gänsen ist für die Jungen noch der alte Begriff Gössel geläufig. In Sachen Antilopen hatte ich mal die Gelegenheit, den Huftierspezialisten Fritz Walther zu fragen, wobei ich nicht weiß, wie allgemein gültig seine Definition war. Er sagte: Bis zur Größe eines Riedbocks hieße es Bock, Geiß und Kitz, darüber Bulle, Kuh und Kalb. Nun kann man natürlich wunderbar darüber streiten, ob z.B. ein Gerenuk größer, weil höher als ein Riedbock ist :-) Bei Hirschen wird zumindest bei Elchen und Rentieren auch von Bullen gesprochen. Terzel gilt m.W. für alle männlichen Greifvögel und Eulen, wenn man die Sprache der Jäger und Falkner verwendet. Außer für den Sperber, da heißt es m.W. Sprinz. Insgesamt ist das natürlich auch ein Frage des Sprachgebietes. Im Niederländischen z.B. heißen männliche Hirsche ebenso wie männliche Elefanten "stier", was man bei uns nur für Rinder verwendet. Im Englischen heißt ein weiblicher Bär "sow" (Sau), wobei Bär und Schwein ohnehin namentliche Ähnlichkeiten zeigen, die vielleicht mir einer oberflächlichen Gestaltähnlichkeit zusammenhängen (Bär/Eber, engl. bear/boar). (13.03.2012, 15:14) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Sacha: Ja, dass im Zweifel immer Männchen/Weibchen geht ist klar. Ich hatte an eine dieser alternativen Bezeichungen gedacht. Aber gute Gedanken die du eingebracht hast! - So hängt die Bezeichnung auch von dem Sozialleben ab, wie bei Ameisen- oder Bienenartigen (König, Königin und ganz allgemein Larve). Natürlich nur, wenn man von den fortpflanzungsfähigen Individuen ausgeht. Anwendbarkeit findet dies wohl auch bei z.B. Nacktmullen (also Nagern), außer bei der Bezeichnung der Jungtiere... Zwitter, wie das Beispiel des Regenwurms hier, fallen dann wohl aus der Diskussion. Bei Amphibien würde ich vllt. wie bei Fischen von Milchner, Rogner und Larve (mit Ausnahme der Kaulquappen bei Froschlurchen) sprechen. Das mit dem Terzel stimmt. Die Frage ist, ob dieser Begriff auf z.B. Eulen oder auch Geier anwendbar ist und ob es eine weibliche Bezeichnung gibt. Das mit dem Springbock ist wieder kniffelig, wie du sagst - gäbe es nicht die Möglichkeit von Springbock, Springgeiß und Springkitz zu sprechen? Allerdings würde ich beim Flusspferd niemals von Flusshengst, Flussstute und Flussfohlen sprechen! :D Also eher nicht? Bei Gazellen würde ich auf die Bockgruppe tippen. @Liz: Stimmt - das mit den Reptilien kenne ich auch! Und das mit den Heulern wusste ich noch nich. (13.03.2012, 13:12) | ||
| Liz Thieme: | Also bei Schlangen und Geckos sind männliche Tiere auch Böcke. Vermutlich auch bei anderen Echsen. Bei Hühnern gibt es bei Hennen noch eine Unterkategorie: die Glucke für eine brütende oder Küken führende Henne. Heuler sind eigentlich die Waisen und nicht jegliches Robbenjungtier. (13.03.2012, 11:46) | ||
| Sacha: | Bei Menschenaffen: Weibchen und Männchen aber auch Mann und Frau. Bei übrigen Primaten: Männchen und Weibchen. Bei Giraffen/Okapis: Ganz klar Bulle, Kuh, Kalb. Bei Rehen: Da hast Du Dir ja gleich selbst geantwortet Gerrit. Bei Greifvögeln: Hier habe ich zumindest für das Männchen den Begriff "Terzel" im Hinterkopf (wenn das stimmt). Bei allen Reptilien, Amphibien, Fischen und Wirbellosen würde ich - wo es keine Ausnahmen wie z.B. Regenwurm, Biene, Ameise gibt - den Begriff Männchen und Weibchen verwenden. Bei Antilopen/Gazellen kommt es darauf an: Eine Verdoppelung der Endung wie Springbockbock würde ich durch Springbock-Bulle oder Springbock-Männchen ersetzen. Bei wilden Schweinen: Ich finde da geht beides (Haustier- und Wildtierbezeichnung). Im Zweifel: Männchen und Weibchen. (13.03.2012, 11:26) | ||
| Jana Müller: | Ah, danke :-) (13.03.2012, 10:50) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Jana: Bei Rehen sind es Bock, Geiß/Ricke und Kitz! Wie es bei Hirschen allgemein ist kann ich nicht sagen; wie unten beschrieben. (13.03.2012, 10:07) | ||
| Jana Müller: | Katzen-Welpen bezeichnet man auch als Kitten. Bei Giraffen sinds meiner Minung nach auch Kühe, Bullen und Kälber. Letztens habe ich auf der HP von "stern" von einem "Giraffen-Fohlen" gelesen. Bei Nagetieren.. weiß nicht ob man das auch so allgemein sagen kann... Männchen sind Rammler (Hasenartige, obwohl das ja keine Nager sind) oder Böcke (bei Meerschweinchen z.B.). Weibchen und Babys haben glaube ich nicht einen eigenen Namen. Bei Hyänen würde ich ganz spontan auf Rüde/Fähe und Welpen tippen obwohl die ja soweit ich weiß eher zu den Katzen gehören(?) Bei Hirschen und Rehen ist das ja auch so ne Sache. Die meisten denken ja ein Reh ist weiblich und der Hirsch dann männlich. Stimmt ja so auch nicht. Das müsste js dann eigentlich ein Hirsch-Bulle und eine Hirsch-Kuh sein sowie ein Reh-Bulle und eine Reh-Kuh (?) Hört sich aber auch komisch an. Jungtiere sind dann die Kitz. Pinguine sind soweit ich weiß auch Hahn und Henne... denke bei Greifvögeln ist das auch so. (13.03.2012, 09:50) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Jan: Wobei Klippschliefer keine Nager sind, sondern in die Ecke der Elefanten und Seekühe gehören ... Das mit den Krokodilen ist interessant - wobei ich mich frage, wie das regulär für Reptilien aber auch für Amphibien gilt... Zumindest bei Froschlurchen sind es, bis auf einige Ausnahmen, Kaulquappen. Aber du hast Recht - bei Primaten wird es dann auch wieder schwer; wobei ich mir zumindest bei Menschenaffen die Bezeichnung Mann, Frau und Kind vorstellen kann. Aber spätestens bei Halbaffen wird es dann wieder heikel. (13.03.2012, 09:50) | ||
| Jan Jakobi: | Bulle, Kuh, Kalb: Elefanten, Nashörner, Ohrenrobben (Seelöwen, Seebären, Walrösser, See-Elefanten…, aber ob das wirklich für alle Ohrenrobben gilt weiß ich nicht), Gnus (eventuell auch bei anderen oder allen Antilopen-Arten?, kann vielleicht Michael Mettler besser beantworten). Giraffen und Okapis werden die Geschlechter einfach Bulle und Kuh genannt. Bei „Leopard, Seebär & Co“ hörte ich von Nilkrokodilbullen und Nilkrokodilkühen. Die Flusspferde „Knautschke“ und „Grete“ sind Bulle und Kuh. Von der Bezeichnung Hengst, Stute, Fohlen bzw. Eber, Sau, Ferkel bei Flusspferden habe ich noch nie gelesen oder gehört. Man könnte das so definieren: Alle Tierarten bei denen das Weibchen einen Euter hat wird Bulle, Kuh, Kalb genannt. Aber die Elefanten haben Brüste zwischen den Vorderbeinen, weil zwischen den Hinterbeinen kein Platzt ist. Bei den anderen Bezeichnungen (Eber, Sau, Ferkel/Keiler, Bache, Frischling/ sowie weitere) fällt mir keine Definition ein. Unklar für mich sind: Bären, Affen, Pinguine, Greifvögel, Eulen, Hundsrobben (Seehunde, Kegelrobben, Baikalrobben…), Hyänen (vielleicht Hyäne und Hyänin?), Nagetiere (Graumulle, Klippschliefer…). Manchmal wird nur die Endung „in“ bei weiblichen Tieren hinzugefügt, Löwin und Tigerin sind ein bekanntes Beispiel. Auch bei Elefanten habe ich schon von Elefantin gelesen oder gehört. Aber von Flusspferdin, Giraffin, Nashornin habe ich noch nie gelesen oder gehört. (13.03.2012, 08:45) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Klar - gerade bei den typischen Haustieren ist es eindeutig: Beim Haushuhn bezeichnet man die Familie mit Hahn, Henne und Küken; bei Katzen Kater, Katze und Welpen; bei Pferden Hengst, Stute und Fohlen; bei Hausenten Erpel, Ente und auch Küken; bei Rindern Bulle, Kuh und Kalb; ... beim Hausschwein Eber, Sau und Ferkel ... wobei es beim Wildschwein wiederum Keiler, Bache und Frischling sind... und da fängt es an. Wenn man versucht solche Bezeichnungen in die Breite der Wildtiere, auch derer welche nicht heimisch sind, zu übertragen, wird es schwierig. Man muss sich wahrscheinlich ersteinmal bewusst machen, dass diese Bezeichnugen entweder direkt aus der Landwirtschaft, dem Jagd- oder sogar Angelwesen kommen (Fische: Milchner, Rogner, Larve). Hiermit wollte ich diesen Thread als eine Art Gedankenspiel/Diskussion starten und fange auch gleich damit an! Bevor ich anfange – gibt es eigentlich allgemein festgeschreibene Bezeichnungen und wenn; wo findet man diese? Klar für mich: Bulle, Kuh, Kalb: Elefanten, zumindest Bartenwale, Rinderartige, Nashörner, Hirsche (wobei die Männchen selbst einfach Hirsche sind (?)) Hengst, Stute, Fohlen: Pferdeartige (Zebras, Wildesel, ...), Kamele (?) Hahn, Henne, Küken: Alle Vögel außer jeweils Enten (Erpel, Ente, aber Kücken) und Gänse (Ganter, Gans, auch Küken) (Komischerweise sind Laufvögel klar; wobei ich bei Greifvögeln, Eulen, Pinguinen etc. schon wieder am zögern bin) Bock, Geiß, Kitz: Ziegenartige (Steinböcke, Gämsen...), Rehe (mit Außnahme vllt. der Ricke – wobei eher alternativer Natur?} Widder, Schaf, Lamm (nahe der Ziegen – daher schwierig): Wohl nur Mufflon (?) Rammler, Häsin(?), ??? (hier kann ich mich nicht aus): Alle Hasen und Kaninchen und wohl auch Pfeifhasen (?) Was ich noch kenne ist, Bock für ein Männchen (auch interessant...)(?) Rüde, Hündin/Fähe(?), Welpe: Alle Hundeartige (sowahl Wölfe, Füchse, Wildhunde, ...) Kater, Katze, Welpen: Groß- und Kleinkatzen Um ein paar Problemfälle aufzuzeigen – manchmal sind es vllt sogar Mischformen: Giraffen (auch Okapi(?)): Giaffenbulle, Giraffenkuh, Giraffenkalb oder Giraffenhengst, Giraffenstute, Graffenfohlen (?) Zurück zu den Schweinen: Wie sieht es mit Warzenschweinen und anderen wilden Schweinearten aus – werden hier die Haus- oder Wildschweinbezeichnugen übernommen? Robben finde ich interessant, denn ich würde folgendes sagen (am Bsp. vom Seelöwen): Seelöwenbulle, Seelöwenfähe, Seelöwenkalb/welpe? .... und merke selbst wie unsicher ich bin! Die Jungtiere des auch heimischen Seehundes nennt man wiederum Heuler. Wie das jetzt mit Kegelrobben oder gar anderen Hundsrobben ist, weiß ich nicht. Bei Nagetieren, Bären, Hyänen, Tapiren, (...) bin ich mir z.B. überhaupt nicht im Klaren. Weiß jemand Antworten oder hat jemand selbst Fragen oder gar weitere Sonderfälle? Auch wenn es für einige Arten oder Gattungen keine übertragbaren Bezeichnugen geben sollte – welche wären am nahestehensten? (12.03.2012, 23:30) |
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