
| cajun: | Der unten erwähnte Hengst aus Rheine hat sich bei Hagenbeck bewährt: "Zebranachwuchs im Tierpark Hagenbeck - kleiner Hengst entwickelt sich prächtig Für Chapman-Zebra (Equus quagga chapmani) Mhanasha war es die zweite Geburt, als sie am 07.09. einen gesunden Zebrahengst im Tierpark Hagenbeck zur Welt brachte. Seitdem kümmert sich die erfahrene Mutter fürsorglich um ihren gestreiften Schützling. Der kleine Hengst wurde ´geboren, um glücklich zu sein`. Denn genau das bedeutet sein afrikanischer Name Taio ins Deutsche übersetzt. Vater von Taio ist Zebrahengst Bakari, der seit dem 06. Juli 2020 bei Hagenbeck lebt und vorher im Zoo Rheine in Westfalen Zuhause war. Die erste Zeit nach seiner Geburt verbrachte Taio im ruhigen Innengehege. Hier bekam er auch schon Besuch von Hagenbecks Zootierärztin, die die Erstuntersuchung inklusive Chippen vornahm und Vitamine verabreichte. „Da Taio doch ein eher großes Fohlen ist, musste er seine langen Beine nach der Geburt erst einmal sortieren. Mittlerweile steht er sicher und durfte auch schon auf die große Außenanlage, zusammen mit Mutter Mhanasha und Halbschwester Kufara, die 2021 bei Hagenbeck zur Welt kam“, weiß Dr. Prahl. In den kommenden Tagen wird Taio nur stundenweise draußen und somit für Besucher zu sehen sein, da Jungtiere noch sehr viel Ruhe benötigen. Lange kann es aber nicht mehr dauern, bis die komplette Zebraherde auf der Außenanlage umhergaloppiert. Das Chapman-Zebra ist eine Unterart des Steppenzebras, erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von zwei Metern und ein Gewicht von bis zu 350 Kilogramm. Die Streifen sind dunkelbraun bis schwarz und vergleichsweise dicht angeordnet. Am Hinterteil stehen die Streifen weiter auseinander und reichen an den Beinen fast bis zu den Hufen hinunter. Die Heimat des Chapman-Zebras sind die Steppen im südlichen Afrika: Sambia, Simbabwe, Botswana und Südafrika. Im Tierpark Hagenbeck leben die Chapman-Zebras zusammen mit Afrikanischen Straußen und Warzenschweinen in der Afrikanischen Steppe." Quelle: https://www.hagenbeck.de/de/_News/neue_tiere_tierbabys/zebranachwuchs.php (11.09.2025, 18:48) | ||
| Liz Thieme: | erledigt (26.01.2022, 13:51) | ||
| cajun: | Beim Durchstöbern der ZTL ist mir aufgefallen, dass eine Haltung von Chapman Zebras in Österreich fehlt, nämlich die im Wildpark Altenfelden. Ich selbst habe sie beim Besuch dort gesehen und gingen die Schweriner Tiere nicht auch dorthin? *grübel Im aktuellen Parklplan sind sie gelistet und auch, laut FB Seite des Wildparks, neu verpatet worden. So als Hinweis für mitlesende ZTL Admins :-) (26.01.2022, 12:49) | ||
| cajun: | In Kasachstan gibt es Nachwuchs (mit europäischen Wurzeln). "Bei den Chapman-Zebras im Zoo Almaty wurde am 14. September eine Stute geboren. Das ist bereits das vierte Fohlen des Paares. Hengst Richard ist 21 Jahre alt und kam im Alter von einem Jahr aus Bojnice in den Zoo Almaty. Stute Tschapa wurde 2009 aus Kopenhagen geholt, sie ist jetzt 13 Jahre alt. Quelle: https://www.inform.kz/ru/zolotaya-osen-i-popolnenie-v-sem-e-zebr-chto-novogo-u-obitateley-almatinskogo-zooparka_a3849840 Übersetzung: Zoopresseschau (23.11.2021, 15:07) | ||
| cajun: | Hagenbeck meldet die Ankunft eines neuen Zuchthengstes (-chens). Ich frage mich schon, weshalb die Grevy- und Bergzebrahengste alle "zur Lehre" in Junggesellenhaltungen müssen, während die jungen Steppenzebras immer direkt in die zukünftigen Zuchtgruppen "geworfen" werden. "Der noch junge Chapman-Zebrahengst (Equus quagga chapmani) Bakari wurde am 6. Juli 2020 im Zoo Rheine in Westfalen geboren und lebt seit einigen Tagen im Tierpark Hagenbeck, wo ihn Reviertierpfleger Uwe Fischer ganz langsam an seine neue Gruppe gewöhnen möchte: „Zuerst habe ich ihn mit unserer ältesten Stute Schweriner zusammengebracht, die ist sanft und gutmütig. Der nächste Schritt ist die Zusammenführung mit Manasha und ihrer Tochter Kufara. Und dann kommen nach und nach die übrigen Tiere der Gruppe dazu“, erzählt Fischer. Der junge Hengst musste keine langen Quarantänezeiten einhalten, da er aus einem Zoo stammt, der wie wir bestimmte Auflagen zur Vermeidung von Tierseuchen erfüllt“, sagte Zootierarzt Dr. Michael Flügger. Das Chapman-Zebra ist eine Unterart des Steppenzebras, erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von zwei Metern und ein Gewicht von bis zu 350 Kilogramm. Die Streifen sind dunkelbraun bis schwarz und vergleichsweise dicht angeordnet. Am Hinterteil stehen die Streifen weiter auseinander und reichen an den Beinen fast bis zu den Hufen hinunter. Die Heimat des Chapman-Zebras sind die Steppen im südlichen Afrika: Sambia, Simbabwe, Botswana und Südafrika." Quelle: Pressemitteilung des Zoos (15.11.2021, 13:28) | ||
| Michael Mettler: | Das mittlere Tier der Gruppe ließe sich farblich glatt als Böhmzebra "verkaufen". Würde ich es in gleicher Perspektive allein stehen sehen, würde ich allenfalls anhand der Mähne Verdacht schöpfen. Die scheint mir bei südlichen Steppenzebras ausgeprägter zu sein, vor allem im Stirnbereich. Bei vielen Böhmzebras wird sie nach vorn hin niedriger und endet dann zwischen den Ohren mit relativ kurzer Behaarung, bei Damara- und Chapmanzebras sehe ich dagegen häufig einen sehr langhaarigen Stirnteil, der nach vorn überkippt. Statistisch belegen kann ich das aber leider nicht. Ist halt so ähnlich wie mit den überwiegend schwarzen und überwiegend gelben Hyänenhunden im Parallelthread ein "Gefühl". (01.07.2021, 18:55) | ||
| cajun: | Hier die zugehörige Truppe, äh, Herde. (01.07.2021, 15:19) | ||
| cajun: | Durch die heutige Suche nach Wildhund Fotos nostalgisch geworden. :-) Hier noch ein paar Zebra Bilder. Wenig Zwischenstreifung, ne? (01.07.2021, 15:18) | ||
| cajun: | Zebra Etosha NP/ Namibia. Burchelltyp. (31.03.2020, 12:39) | ||
| cajun: | Mal zum Vergleich: Zebras aus Nordbotswana. Chapman Typ und passendes Verbreitungsgebiet. (31.03.2020, 12:38) | ||
| cajun: | Das Schwarzfärbung des Zebras aus Liberec, spricht für Vorfahren aus dem Burchell Verbreitungsgebiet. Namentlich in Etosha werden immer wieder Schwärzlinge gesichtet. Interessanterweise entsteht diese Mutation bisher nur bei den Steppenzebras im Gebiet. Bei den Hartmann- Bergzebras hat man bisher keine Farbabweichungen beobachtet. Anbei ein Artikel (mit Foto) aus der Gondwana Collection: "Vor vielen Jahren meldete ein Tourist aus Südafrika den Naturschutzbeamten im Etosha-Nationalpark, dass er nicht Blacky, sondern ?die ander merrie? (afr.: die andere Stute) gesehen habe. Blacky war zu dem Zeitpunkt wohl das bekannteste Steppenzebra im Etosha-Nationalpark, denn die Stute war fast schwarz. Es gab aber ein zweites Zebra, dessen schwarze Streifen ebenfalls ineinander verflossen, mit den üblichen weißen Stellen an den Beinen und am Bauch. Von dem Tag an, an dem der aufgeregte Transvaaler die ?ander merrie? gemeldet hatte, wurde die zweite Stute Annemarie genannt, weil der englischsprachige Naturschutzbeamte einige Schwierigkeiten mit dem Afrikaans hatte. Blacky und Annemarie sorgten einige Jahre lang in den weiten Flächen des Parks für Aufregung, wenn sie entdeckt wurden. Die beiden ungewöhnlich gemusterten Burchell-Zebras, die im Volksmund auch Flächenzebras genannt werden, lüfteten manch ein Geheimnis der Wanderungen ihrer Familiengruppen, denn die auffälligen Tiere waren leicht zwischen ihren schwarz-weiß gestreiften Artgenossen zu entdecken. Bis in die großen weiten Flächen ? Grootvlaktes - westlich von Okaukuejo zog es die beiden schwarzen Zebras mit den übrigen Familiengruppen und Herden. Eines Tages mitten in der Regenzeit waren einige Touristen und Naturschutzbeamten in Namutoni erfreut, ein fast schwarzes Fohlen in der grünen Landschaft zu entdecken. Das junge Zebra, dessen Streifen ebenfalls völlig verwischt waren, konnte des Öfteren bei der Wasserstelle Klein-Namutoni beobachtet werden. Selbst Wissenschaftler begannen sich für die schwarzen Zebras Etoshas zu interessieren. Das schwarze Fohlen von Namutoni war jedoch eines Tages verschwunden und wurde nie wieder gesehen. Vermutlich haben Löwen oder Tüpfelhyänen das auffällig aussehende Fohlen gerissen. Warum es zu den Mutationen der wenigen einzelnen Zebras kommt, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Es könnte sein, dass dies durch Gene hervorgerufen wird und vererbt werden kann; oder dass die für die Produktion schwarzer Farbe zuständigen Körperzellen (Melanozyten) beschädigt sind. Eine verstärkte Produktion schwarzer Pigmente könnte die Folge sein. Blacky und Annemarie gibt es nicht mehr, obwohl Burchell-Zebras (Equus Burchelli) 20 bis 25 Jahre alt werden können. Inzwischen sind jedoch neue ?schwarze? Zebras im Etosha-Nationalpark zu beobachten. 2012 leben dort drei von ihnen, aber sie haben weder Namen noch sorgen sie für so große Aufregung wie einst Blacky und Annemarie. Dabei sind nicht nur die sogenannten schwarzen Zebras, deren schwarze Streifen ineinander verlaufen und kein klares Streifenmuster erkennen lassen, individuell zu unterscheiden, sondern jedes einzelne Zebra. Die Streifenmuster sind so verschieden wie Fingerabdrücke. Nur Spezialisten mit besonderen Formeln und Computerprogrammen können einzelne unterscheiden. Für den normalen Besucher ist es auf jeden Fall unmöglich, ein Zebra an seinem ?gewöhnlichen? Streifenmuster wiederzuerkennen. Die am Anfang so auffällig wirkenden schwarzen und weißen Streifen entpuppen sich sehr oft als ausgezeichnete Tarnung, und die Körper der immer wohlgenährt wirkenden Zebras scheinen mit der Umgebung zu verwischen. Besonders wenn die Tiere in Bewegung sind, ist es schwierig, einzelne in der Gruppe zu erkennen. Es wird vermutet, dass es ihren Feinden, den Raubtieren, ebenso ergeht wie uns Menschen. Warum sonst würden Tiere ein so auffälliges Streifenmuster haben. Flüchten die pferdeartigen Tiere in einem Familienverband dicht beieinander, scheint es für Löwen oder Tüpfelhyänen schwierig zu sein, ein einzelnes Tier auszumachen. Bleibt jedoch eines zurück oder schert aus der Gruppe aus, ist es Ziel der Raubtiere. Die Launen der Natur werden uns bestimmt immer wieder einmal ein Zebra mit ungewöhnlichem Muster bescheren. Im westlichen Teil des Parks gab es einst ein Jungtier mit einem Leopardenmuster auf der Hinterhand und auf dem Rücken sowie schwarze Streifen darunter und am Hals. Vielleicht taucht ja wieder eine Blacky auf, die ganz schwarz ist oder gar ein Whitey! Ohne die auffällig gefärbten Zebras müssen die Forscher jedoch die Tiere markieren, wenn sie ihre Wanderungen verfolgen wollen. Eine Zeitlang wurde dies mit breiten farbigen oder nummerierten Halsbändern getan. Kein schöner Anblick für den Touristen, da wäre eine Annemarie schon besser. Erstaunlicherweise wurden bisher nur bei den im gesamten Etosha-Nationalpark vorkommenden Burchell-Zebras die schwarzen Versionen beobachtet und nicht bei den nur im Westen des Parks vorkommenden Hartmann-Zebras. Diese beiden Arten lassen sich gut unterscheiden. Beim Burchell-Zebra laufen die schwarzen Streifen unter dem Bauch zusammen, sie haben sogenannte Schattenstreifen zwischen den schwarzen und weißen Streifen, und ihre Streifen reichen an den Beinen nicht ? wie beim Hartmann-Zebra ? bis an die Hufe." Quelle: https://www.gondwana-collection.com/de/article/2016/09/16/burchell-zebra-wenn-die-streifen-verwischen/ (30.03.2020, 08:51) | ||
| W. Dreier: | Danke Jan - morgen also darunter eine kleine Fortsetzung - Kiangs und Przewalskis (29.03.2020, 18:55) | ||
| Jan Jakobi: | W.Dreier, doch es gibt einen "Pferdeartige-Thread: "Einhufer in Zoos" http://www.schueling.com/forum/forum.php?&go=view&BeitragsID=681&thema=Tiergruppen&subthema=Huftiere&subsub= (29.03.2020, 18:52) | ||
| W. Dreier: | Anbei ein Kapbergzebra - gibt es seit 1925 nicht mehr außerhalb Afrikas - und fast gar nicht mehr. Restbestand in den Dreißigern etwa 30-35 Tiere. Jetzt wieder ca 2 000. Gerade habe ich gelernt, dass sich das ``Gittermuster` am Po bei den beiden BergzebraUA etwas unterscheidet. Meine Bergzebras (so an 15) stehen leider ungünstig, um das sehen zu können. Tiere aus dem Buntbock-NP Swellendam im südlichsten Südafrika. (29.03.2020, 18:50) | ||
| W. Dreier: | Bis Mitte der Sechziger hießen die Kulane im Tierpark (nicht nur dort ) noch Onager - 1964 dann Trennung. Onager waren für mich als Ostler fast unerreichbar - bis 1984 , da gab es einen in Budapest. Erst viel später erfuhr ich , dass auch Rostock einen Hengst hatte - der lief vor Erkennen sicher auch als Kulan - die hatten natürlich die östlichen Zoos aus der SU (noch bekannt?) Jetzt ein Kulan aus dem TP vom ``Kuhdamm`` (da standen allerdings nicht nur Kühe) - das war der Weg etwa von der heutigen Vogelschau bis zu der 1. Ibisvoliere. Sehr rustikal. Die Reihe wurde 1980 abgeräumt, weil das Dickhäuterhaus gebaut werden sollte. Dauerte aber ``etwas`. Erst 1985 ging es los (29.03.2020, 18:45) | ||
| W. Dreier: | Wie unterscheidet man Halbesel? Ich glaubte immer, den Dschiggetai von anderen unterscheiden zu können. Mein Superstandardtier war der Hengst in Halle, über Jahre verkannt als Kulan. Den hab ich meistens im Winterfell besucht - und heute fand ich ein Bild vom Sommer (so um 1978) - der sah dann wie ein ``anderer`` Halbesel aus, hätte auch ein Kulan sein können. (29.03.2020, 18:37) | ||
| W. Dreier: | Heute also einiges - nicht nur- über `Zebras - ein Generalthema ``Pferdeartige`` fand ich nicht. Chapman-Zebra - und überhaupt: hier ein melanistisches aus Liberec - auch (fast) weiße gab es Auch heute noch gibt es Definitionsschwierigkeiten für die UA der Steppenzebras. Jeder Direktor hatte so seine Ansichten, wie z. B. ein Chapman- oder Damarazebra auszusehen hätte. In Dresden gab es Damaras - und plötzlich waren es Chapmans. Aber grundsätzlich: jedes Zebra ist für sich ein Unikat. Die Genetik muß weiter arbeiten, die Geografie aber zu den Vorkommensgebieten aber auch - wenns denn noch geht. (29.03.2020, 18:33) | ||
| W. Dreier: | Noch eine Sentenz: Namen von Adligen - Kaiser und Könige (innen) lass ich mal weg (die mußten speziell bei den Paradiesvögeln herhalten) . Claus von der Decken ( deutscher Forscher, speziell oberes östliches Afrika, Somalia - dort wurde er getötet- Madagascar) wird gewöhnlich auch ``von der`` genannt (eine Weile gab es mal Verwirrung mit VAN der Decken) für den Tocko, seltsamerweise ist der von der Decken- Sifaka oft nur Decken-Sifaka. Dann die Brazza-Mehrkatze - eigentlich DE Brazza - MK. Dass Heuglin (Heuglin -Gazelle) ein von Heuglin war , lernte ich erst aus dem Buch. Dann noch: von Kotzebue, von Branicki, Marchese Raggi, Lord Rothschild, von Kittlitz, von Tschudi und weitere. In der Arbeit werden einige ``Eigenschaften`` zusammengefaßt u.a. Botaniker, Mediziner, Militär, Forscher, die auf See starben, von Eingeboren oder Elefanten getötet wurden, auch ``Schummler`` - der von MM genannte Meinertzhagen fällt darunter. Und Le Vaillant nennt sogar eine Eingeborene als Namengeber - war aber wohl seine Geliebte. Angetraute, gab es ja auch als Namensgeber. Und heute kann man sich den Namen erkaufen, wenn man nur für eine Expedition genügend sponsert! (14.08.2017, 17:02) | ||
| Michael Mettler: | In der Kolonialzeit gab es allerdings eine Reihe von Überschneidungen dahingehend, ob jemand Naturforscher, Jäger und/oder Militär war, ganz besonders offenbar bei den Briten, bei denen einige Colonels und Majors in der Zoologie auftauchen. Meinertzhagen ist ja auch ein solcher Fall. Ich hatte übrigens bei Chapman zuerst an den gleichnamigen englischen Tierhändler gedacht, denn auch nach Händlern sind ja einige Tierformen benannt worden, auch wenn die Namen heute nicht mehr gültig sind (z.B. Giraffa hagenbecki, Papio ruhei). Aber ich hatte auch den Artikel im Ruhrzoo-Magazin im Hinterkopf (das ich in meiner Sammlung habe) und fand die Angabe mit James Chapman inzwischen auch noch in der Zebra-Monographie "Die Tigerpferde" von Otto Antonius bestätigt. Bei den Zebras hat man sich ganz besonders mit Ehrungen bei der Namensvergabe ausgetobt. Neben den schon genannten Beispielen fanden ja z.B. auch noch Burchell, Selous, Wahlberg und Crawshay Eingang in Art-/Unterartnamen sowie auch Ward, wobei sich das diesem benannte Zebra als Mischling aus Berg- und Steppenzebra herausstellte, sowie Markham - die außergewöhnliche Fellmusterung von markhami stellte sich dann allerdings als individuelle Abweichung heraus. In der langen Liste der Synonyme der wissenschaftlichen Zebra-Namen gibt es bestimmt noch mehr Beispiele... (13.08.2017, 21:55) | ||
| W. Dreier: | Oh, MM war schneller. Übrigens hatten vor 100 Jahren unsere Deutschen ``Bestimmer`` (speziell Matschie) oft Sorgen, noch Namen zu finden - so wurden auch Militärs genommen. Ein Beispiel: die Weinblattgiraffe oder Tippelskirch-Giraffe (13.08.2017, 17:17) | ||
| W. Dreier: | @P. Geschwender: es wird sicher ein Mister Chapman gewesen sein. Aber dennoch interessant, woher viele Arten den Art-/ Unterart -Namen haben: große Forscher, Naturaliensammler speziell des 19. und 20. JH, berühmte Reisende, häufig Adlige, berühmte Seereisende, auch Damen der besseren Gesellschaft usw. usw, Vor Jahren hatte mir jemand ein Buch geschenkt bezüglich der Herkunft von Vogelnamen:`` Whose Bird? Common bird names and the people they commemorate`` von 2003. Bei ca 380 Seiten ist natürlich neben den Vögeln von diesen Personen auch eine Menge von Namen auf der Säugerebene vergeben worden. Bezüglich der Namensgeber ist im Buch auch der Lebenslauf in Kurzform genannt. Nur einige Beispiele: Bennett: -Känguruh (Kurator und ``Gründer`` der Säugetierkunde in Australien); Coquerel (-Sifaka); Daubenton (Fingertier Daubentonia ); Grauer (Gorilla): von Heuglin (Gazelle); Hunter (Hunters Leierantilope=Hirola - der war sogar ein berühmt /berüchtigter hunter); Sir Harry Johnston (Okapi); Meinertzhagen (Riesenwaldschwein); Hoogerwerf (einzige Naturaufnahme des Javatigers; Javanashorn); Owston (Schleichkatze); Pere David (Milu und alles mögliche); Przewalski (P-Pferd, Gazelle); Reeves (Zwergmuntjak); Speke (Gazelle), Marriam (Zwergwapiti). Zu den Damen: Lady Ross (Ross-Turako); Lady Amherst (A-Fasan), Lady Gould (G-Amadine) - auch FRAU Hartmanns Bergzebra! Ein Naturaliensammler-und Reisender : Crossley (Crossley-Fettschwanzmaki). Er hatte auch die ersten (und dann für ca 100 Jahre letzten) Büschelohrmakis auf Madagascar gesammelt und zum Fundort geschrieben: zwischen der Küste und Antananarivo (mithin ca 150 km - nun sucht mal!). Viele Personen wären noch zu nennen, denen zu Ehren der Name Eintritt in die Systematik fand. Mit großem Abstand kamen die meisten Namen vom Amerikanern, Briten , Franzosen und Deutschen - kein Wunder im Zeitalter der Entdeckungen. (13.08.2017, 17:07) | ||
| Michael Mettler: | Das Chapmanzebra ist nach James Chapman benannt, einem englischen Afrikareisenden des 19. Jahrhunderts. Dieser hatte der Londoner Zoological Society über die von ihm in Inneren des südlichen Afrikas vorgefundenen Zebras und ihre Besonderheiten im Fellmuster berichtet, woraufhin man die neue Form mit seinem Namen versah. Diese Geschichte und die einiger weiterer nach Personen benannter Tiere (deutscher und/oder wissenschaftlicher Name) ist im früheren Ruhrzoo-Magazin, 18. Jahrgang 1997 (es gab damals nur ein Heft pro Jahr), zu finden. Behandelt wurden Arten, die es damals als ständigen oder regelmäßig gastierenden Besatz im Ruhrzoo gab: Humboldtpinguin, Amherstfasan, Grevy-, Hartmann-, Böhm- alias Grant- und Chapmanzebra, Rothschildgiraffe, Sitatunga und Tieflandnyala. (13.08.2017, 16:52) | ||
| Peter Gschwender: | Hallo, versuche grad rauszukriegen, woher die einzelnen Unterarten ihre Namen haben; kann dazu leider nichts finden; weiß jemand vielleicht nen Link wo sowas erklärt wird...? Vor allem würde mich interessieren nach welchem Namensgeber das Chapmanzebra benannt wurde. Vielen Dank schonmal für Antworten, Grüße Peter (12.08.2017, 21:39) |
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