
| Carsten Horn: | Guter Artikel... Um es mit Gregor Gysi zu sagen: Ein Gesetz,, Verordnung, Verbot, das man nicht durchsetzen kann oder will, darf man auch nicht beschließen! Ich finde so etwas sogar lächerlich und extrem traurig, nicht nur bezüglich des Enten füttern... (23.04.2022, 21:29) | ||
| Jan Jakobi: | Gudrun, danke für dein Lob! Ja, leider wird trotzdem weiter gefüttert. (23.04.2022, 18:51) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Ein sehr guter Artikel. Vermutlich werden die Enten trotzdem weiter gefüttert. Ich kenne eine Reihe von Gewässern, an denen Schilder auf das Fütterverbot von Enten oder auch Tauben hinweisen. Allerdings wird das Fütterverbot trotzdem von vielen Personen mißachtet. (22.04.2022, 21:24) | ||
| Jan Jakobi: | Für die Stadtteilzeitung hatte ich einen Artikel über die Enten geschrieben. Anlass für diesen Artikel war das ich an einem See mehrfach sah, dass immer wieder Enten mit Brot gefüttert werden. In diesem Artikel geht es um eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung: das Füttern von Enten. Zum einen wird das gemacht, um vor allem den Kindern die Natur näher zu bringen und zum anderen, damit die Enten im Winter nicht verhungern. Allgemein gesagt, will man den Enten damit etÂwas Gutes tun. Leider ist das alles andere als gut! Um das zu verstehen, sollte man zuerst wissen, wovon sich Enten überhaupt ernähren. Der natürliche Speiseplan von Enten sieht folÂgendermaßen aus: Sie essen Wasserpflanzen, Meerestiere, Kleintiere, Insekten, Würmer, Pflanzen, Kräuter, Getreidekörner, Obst und GeÂmüse. Mehrere dieser Nahrungsmittel finden Enten im und am Wasser. Deswegen ist es nicht notwendig, sie zu füttern. Enten und andere Wasservögel kommen allerdings gerne an Land, sobald Menschen mit einer Tüte voller Futter am Ufer auftauchen. Für die Menschen sieht es so aus, als ob die Enten und anderen WasservöÂgel sehr hungrig sind, weil sie sich dann gierig auf das Futter stürzen. Die Enten sind es aber vor allem gewohnt, von Menschen gefüttert zu werden. Deswegen betteln die vermeintlich imÂmer hungrigen Enten. Leider hat das Füttern sehr negative Folgen. Brot enthält viel Salz und Zucker, außerdem quillt es im Magen der Vögel auf. Je nachdem, wie viel die Enten vom Brot gefuttert haben, kann das bei den Enten sogar zum Tod führen. Durch das Füttern verlieren Enten und andere Wasservögel außerdem die Scheu vor den MenÂschen. Nicht selten bleibt etwas von dem zugeÂworfenen Futter übrig. An Land lockt das Ratten und Stadttauben an. Im Wasser weichen die kleiÂnen Brotstückchen auf und sinken auf den GeÂwässerboden. Dort verfault das. Dadurch wird Sauerstoff verÂbraucht, welcher dann den Fischen und WasserÂpflanzen fehlt. Außerdem kann dies auch das Wachstum von Algen begünstigen. Der Grund von den Gewässern entwickelt sich zu FäulnisÂschlamm. Es existiert kein Gesetz, welches das Füttern von Enten und Wasservögeln verbietet. Dafür wird die Entscheidung den Bezirken und Gemeinden überlassen. Am See vom xxx steht zum Beispiel ein Schild vom BezirkÂsamt xxx mit der Bitte, die Enten nicht zu füttern. Bei der Missachtung eines FütterungsÂverbots handelt es sich um eine OrdnungswidÂrigkeit. Als Strafe muss man ein Bußgeld zahlen. (22.04.2022, 19:15) |
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