
| cajun: | @Sacha: Das bezog sich auf das Angebot, nicht auf die Kulinarik. Wem was schmeckt, überlasse ich den Leuten in der Regel selbst. Erbsensuppe gab es nirgendwo im Zoo ...allerdings auch kein Raclette oder Käsefondue....eine Wurst angereichert mit Erbsenprotein habe ich ebenfalls nicht entdecken können. Aber die hätte ich sicherlich probiert... :0) Soviel offtopic. (11.08.2026, 15:10) | ||
| Sacha: | @cajun: "Fans der niederländischen Küche"?? Gibt es die ausserhalb der Niederlande? Und gibt es da ausser dem typischen Kaltjahresgericht Erbsensuppe wirklich etwas nur ansatzweise Leckeres? Kroketten mit undefinierbarem Inhalt kannst Du wohl nicht meinen. Und die Pommes sind eine belgische Erfindung...;):) (11.08.2026, 14:43) | ||
| cajun: | Ich war am 01.08. in Overloon @Gudrun. Mein Besuch war auch der erste seit 4 (?) Jahren. Hingezogen hat es mich vor allem wegen der neuen Ngyuwe Abteilung. Ergänzend zu deinem Bericht, aus dem ich viele Eindrücke teile, noch ein paar Beobachtungen: Bei den Mhorrgazellen gab es ein weiteres Jungtier, dass auf die große Anlage eingewöhnt wurde. Nicht älter als 2-3 Tage. Müssten also drei Kälber sein. Die Brazza- Meerkatzen bei den Giraffen waren im Innenbereich zu sehen, auch wirkte die Anlage besetzt, Das (Zwerg-?) Zebu als Unterbesatz hat sich mir nicht so richtig erschlossen. Rasenmäher? ;-) Die Giraffenanlage ist groß, ja, aber Schatten finden die Tiere kaum, da die Baumgruppe für die Brazzas abgetrennt ist. Das Haus an sich halte ich für eine Zuchtgruppe Giraffen für zu eng. Nach der Geburt des derzeitigen weiblichen Jungtieres 2024 (?) hat es m.W. keinen weiteren Zuchterfolg gegeben, trotzdem im Netztgiraffen EEP doch auf Zucht umgestellt wurde. Woran liegt's? Die Innenanlagen vieler Tiere sind knapp bemessen und zeugen von temporären Stallungen, die ohne viel Aufwand schnell errichtet und auch wieder entfernt werden können. Sehr klassische Ställe sind zu sehen bei Löwen, Wildhunden aber auch bei den Primaten. Ist vermutlich dem Konzept geschuldet, Alles alle paar Jahre erneuern und umbauen zu können. Auch ich sah nur einen Tiger, allerdings in der großen Anlage, Ebenso keine Dik Dik, dafür das Gelbrückenducker Paar in trauter Zweisamkeit. Einen Sitatunga Bock habe ich ebensowenig gesichtet, dafür ein zweites Zwergflußpferd, sowie die Galagos und den Quastenstachler. Zwergfusspferde und Sitatungas waren allerdings getrennt, wobei eine Zusammenschaltung der Gehege möglich wäre. Bei den Okapis war Aufruhr, da anscheinend Tiere zusammengewöhnt wurden. Sah allerdings nur zwei Bullen. Habe vorher noch nie Okapis galoppieren sehen. Sehr beeindruckend! War das dritte Tier ein Weibchen? Die Gewächshäuser in Madidi und Nguywe wirken sehr zeitgemäß, was Besatz und auch Bepflanzung (in Madidi) angeht. Allerdings auch hier ein Konstruktion die in wenigen Schritten wieder rückbaubar ist. Unaufwendig, aber trotzdem tiergerecht. In Madidi darf das Faultier auch raus in die begehbaren Volieren pendeln. Zu meinem Besuch nutze es die Möglichkeit sehr aktiv. Vielleicht noch zum Eintritt: es empfiehlt sich eine vorherige Online Buchung, da die Tageskarte dann deutlich günstiger ist. Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Trotz besucherstarkem Tag, verlief es sich auf dem Rundweg ganz gut. Man muss nur ab und an allgegenwärtigen Kinderwägen ausweichen und sich bei den vorgegebenen Einblicken in die Gehege zeitweise in Geduld üben. Für Fans der niederländischen Küche gibt es auch passende Restaurants und Buden, da lief alles sehr entspannt und gut koordiniert. Übrigens: Das Zooschaufenster vor dem Eingang mit Roten Pandas und Zwergottern hat mir (vor allem aufgrund der Aktivität der Tiere) auch sehr gut gefallen. Für die Erweiterung Ngorongoro empfehle ich Zebras und weitere afrikanische Huftiere. Sie wären eine gute Ergänzung nach den Raubtieranlagen vor dem Erweiterungbereich. Und danke für die Eröffnung eines Threads für diesen Zoo, den hat er mittlerweile verdient :-) (11.08.2026, 12:09) | ||
| Gudrun Bardowicks: | ch war gestern, also am 6.8.26, nach 10 Jahren mal wieder im Zooparc Overloon und ganz begeistert von den für mich neuen Bereichen Ngorongoro (hier besonders die riesigen Anlagen für Netzgiraffen, Löwen und Afrikanische Wildhunde), Ngyuwe (leider ohne Sichtung der Dikdiks) und Madidi. Die Tierhäuser in Ngyuwe und Madibi finde ich ebenfalls recht gelungen. Das Tropenhaus in Madibi ist auch toll bewachsen. Die Nebelparderanlagen in Jangalee gehören für mich zu den besten Anlagen, die ich kenne. Ich habe sogar einen aktiven Nebelparder gesehen. Die großen Vogelvolieren in Ngyuwe, Madibi und beim Giraffenhaus gefallen mir ebenfalls sehr, auch wenn der Besatz gerne artenreicher sein könnte Auch die Lemureninsel Itampolo mit Roten Varis und Kattas gefällt mir. Hier könnten die Innenanlagen besonders für die Kattas allerdings gerne größer sein. Auch mit der Sichtung der Alaotra-Bambusmakis, Fossa, Krabbenwaschbär und Tamandua hatte ich Glück. Allerdings fiel mir auf, das aktuell einige der seltenen Arten anscheinend nur noch in Einzeltieren vertreten sind, Z.B. Krabbenwaschbär, Waldhund und Fossa und vermutlich auch Zwergflußpferd. Beim Krabbenwaschbär handelt es sich vermutlich um ein bereits älteres Tier, da ich diese Art schon vor etwa 11 Jahren bei meinem letzten Besuch in Overloon sah. Bei manchen Arten scheint es auch nur Weibchengruppen zu geben, z.B. bei den Sitatungas, ich sah hier zumindest keinen Bock. Bei den Alaotra-Bambusmakis handelt es sich laut Auskunft eines Tierpflegers auch nur noch um ein Weibchen mit ihrer Tochter. Bei den Amurtigern sah ich auch nur ein Tier auf der kleineren Anlage, aber hier kann es durchaus sein, dass ich einen möglichen zweiten Tiger auf der großen Anlage nur nicht sah, da es dort sehr viele Versteckmöglichkeiten gibt. Bei den Geparden sah ich auch nur ein Tier, hier gab es aber wohl einen Neuzugang, der möglicherweise bisher nur abwechselnd mit dem alteingesessenen Geparden auf der Anlage ist. Auch bei den Straußen sah ich nur ein weibliches Einzeltier bei den Mhorrgazellen mit 2 schon etwas älteren Jungtieren. Bei den Okapis gibt es mittlerweile 3 Tiere. Totenkopfaffen und Nasenbären waren nicht mehr in der Schau und auch nicht mehr ausgeschildert. Brazzameerkatzen gibt es definitiv keine mehr auf der Giraffenanlage. Die Gruppe zog vermutlich zu den Drills, wo ich mindestens 3 Brazzameerkatzen sah. Bei meinem Besuch hielten die Meerkatzen sich allerdings im Haus und die 3 Drills (1,2) zusammen mit dem letzten Pinselohrschwein auf der Außenanlage auf. Ich hoffe, dass nach einer Umgestaltung und hoffentlich auch Vergrößerung der Innenanlage für Affen im Giraffenhaus wieder Meerkatzen zu den Giraffen ziehen, da auf der Riesenanlage noch reichlich Platz für weitere Arten ist. Auch Zwergzebus waren nur noch mit einem Exemplar auf der Giraffenanlage vertreten. Ich denke, dass Husarenaffen ein idealer Unterbesatz für die Giraffen wären. Einige der einsehbaren Innenställe besonders für Primaten auf den Inselanlagen könnten gerne größer und besser mit Klettermöglichkeiten ausgestattet sein, aber ich denke, dass es hier in den nächsten Jahren zu Veränderungen kommen wird wie man schon bei den großzügigeren neuen Stallungen für die Rotgesichtklammeraffen und den Affen in Madibi und Ngyuwe sieht. Auf der großen Erweiterungsfläche gegenüber Wildhunden und Trampeltieren sind neue Anlagen für die Themengebiete Jangalee und Ngorongoro geplant, allerdings erst nah dem Jahr 2030. Bis dahin sollen erst einmal die Schwachpunkte in der Tierhaltung beseitigt, die Infrastruktur für die Besucher und das Infotainment zum Natur- und Artenschutz auf der Parkfläche ausgebaut werden. Das Infotainment in den Bereichen Ngorongoro, Madibi und Ngyuwe finde ich übrigens sehr gut, besonders auch zum Thema Wilderei und Bushmeat. Overloon ist immer und jetzt noch mehr als vor 11 Jahren einen Besuch Wert. Auch die Pflanzenpracht und der dichte Bewuchs der Parkfläche begeistern mich immer wieder. In der Woche kann man ihn auch gut stündlich mit dem ÖPNV von den Bahnhöfen Venray oder Boxmeer aus mit der Linie 81/82 erreichen. Die Haltestelle liegt direkt am Eingang. Am Wochenende gibt es dorthin allerdings keine Busverbindungen. Der Park war sehr gut besucht, es gab aber auch immer wieder Bereiche, wo man kaum Besucher antraf. Aufgrund der weitgehenden Einteilung der Fläche in Themengebiete hoffe ich, dass es in den nächsten Jahren zu einigen Umbesetzungen bzw. Umsiedlungen bereits vorhandener Arten in die passenden Themenbereiche kommt. Das gilt z.B. für die Vikugnas, die gut zusammen mit den DarwinNandus auf die große Steppenanlage mit Ameisenhügel in Madibi umziehen könnten, wo aktuell noch Capybaras mit den Großen Ameisenbären vergesellschaftet sind. Die Capybaras würde ich zusammen mit den aktuell zwischen Outback und Jangalee lebenden Flachlandtapiren , die aktuell Gesellschaft von einem einzelnen Capybara haben, auf die aktuelle Fläche der Krauskopfpeliane zwischen Ngyuwe und Madibi umsetzen. Allerdings müsste dafür in diesem Bereich noch ein Warmstall für diese beiden Arten gebaut werden. Platz dürfte dort genug vorhanden sein und die Tiere hätten einen naturnahen Flußlauf als Badegelegenheit auf der Anlage. Es gibt übrigens einen aktuellen Zooführer von 2025 auch in Deutsch und eine Jubiläumszeitschrift zum 25jährigen Bestehen an der Kasse. Im deutschen Zooführer werden allerdings noch Rote Nasenbären und Totenkopfaffen genannt, die nicht mehr in der Schau sind. Ansonsten ist der Zooführer aktuell. (08.08.2026, 21:41) |
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