Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Wasserböcke



cajun:   In Hamm gibt es wieder Nachwuchs bei den Defassas:
"Nachwuchs im Tierpark Hamm: Ein kleiner Wasserbock erweitert die Herde
Die Wasserbock-Familie hat ein neues Mitglied bekommen. Am 18. März ist ein männliches Jungtier zur Welt gekommen, das von den Tierpflegern den Namen Kiron erhalten hat. Der kleine Bock ist der erste Nachwuchs in diesem Jahr, der auf der Afrika-Anlage im Tierpark geboren wurde.
Für die erfahrene Mutter Yedda ist der Kleine bereits das dritte Jungtier. Sie kümmert sich liebevoll um Kiron und ist sehr wachsam. Das hält den neugierigen Bock aber nicht davon ab, die Außenanlage bereits eigenständig zu erkunden. Ganz selbstbewusst hat er sich auch schon den großen Elenantilopen vorgestellt, mit denen die Defassa-Wasserböcke zusammenleben. Die Besucher des Tierparks werden sicherlich viel Freude an dem agilen und niedlichen Nachwuchs haben."
Quelle:https://www.tierpark-hamm.de/ueber-uns/news
(31.03.2025, 17:44)
cajun:   Wasserbock News aus Karlsruhe:
"Unsere beiden Weißnacken-Moorantilopen haben Gesellschaft von einem weiteren Weibchen bekommen. Anfangs war der Neuzugang aus Prag etwas zurückhaltender, mittlerweile verstehen sich die drei aber gut.
Weißnacken-Moorantilopen gehören zur Gattung der Wasserböcke. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt am Weißen Nil, seit den 1980er Jahren sind die Bestände dort jedoch durch Konkurrenz durch Weidetiere und Bejagung stark eingebrochen. Schätzungsweise leben heute nur noch circa 5.000 Tiere in dieser Region. Die Weltnaturschutzunion führt die Art auf der IUCN Red List of Threatened Species als stark gefährdet.
Der Zoo Karlsruhe plant, einen unverwandten Bock aus einem anderen Zoo zu den drei Weibchen dazu zu holen, um in die Zucht dieser Art einsteigen zu können."
Quelle:https://www.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe/?locale=de_DE
(16.10.2024, 16:23)
cajun:   In Hamm läuft die Zucht sehr gut zur Zeit:
"Die Wasserbock-Familie im Tierpark Hamm wächst weiter. Am 29. Juni ist dort ein weiteres Jungtier zur Welt gekommen. Es ist ein Weibchen und wurde von den Tierpflegern auf den Namen Harley getauft. Sie ist das mittlerweile dritte Jungtier in diesem Jahr, das auf der Afrikaanlage im Tierpark Hamm zur Welt gekommen ist. Nach vier Männchen ist Harley mal wieder ein weibliches Jungtier.
Erfahrene Mutter sorgt sich um Harley in Hamm
Harley hat mit Beam eine sehr erfahrene Mutter an ihrer Seite. Sie hat bereits einige Jungtiere in den vergangenen Jahren bekommen. Die Kleine erkundet derzeit noch vorsichtig die Außenanlage und hält sich noch viel an ihre Mutter oder auch an ihre Halbbrüder aus diesem Jahr."
Quelle:https://www.tierpark-hamm.de/ueber-uns/news
(24.07.2024, 09:10)
cajun:   Wieder Nachwuchs in Hamm:
"Der Tierpark freut sich über das nächste Jungtier. Der kleine Wasserbock Bilbo wurde am 28. Mai geboren. Sein Name ist kein Zufall: Wasserböcke werden die erste Zeit nach der Geburt als sogenannte „Ableger“ an einer sicheren Stelle von der Mutter versteckt. Bilbos Mutter Yedda hat ihn in einem hohlen Baumstamm auf der Afrikawiese abgelegt. Darum haben ihm die Tierpfleger diesen Namen gegeben.
In Hamm gibt es jedes Jahr Nachwuchs bei den Wasserböcken. Für Mutter Yedda ist es bereits das zweite Jungtier, um das sie sich vorbildlich kümmert. Aktuell säugt sie den Kleinen noch. Bilbo knabbert aber auch schon Heu. Bislang hat er noch keine Hörner. Ausgewachsen sind sie später bis zu 84 Zentimeter lang und genauso imposant wie bei seinem Vater Jim.
verspielter Wasserbock Bilbo im Tierpark Hamm

Im Tierpark leben die Defassa-Wasserböcke gemeinsam mit den Elenantilopen und Kronenkranichen auf der Afrikaanlage. Bilbo bringt frischen Schwung in diese Wohngemeinschaft. Mittlerweile ist er gut vier Wochen alt und tobt schon wild mit seinem Halbbruder über die Wiese.
Defassa-Wasserböcke sind in West- und Zentralafrika beheimatet und gelten als potenziell gefährdet. Wie ihr Name schon sagt, leben sie größtenteils in der Nähe von Gewässern. Über spezielle Drüsen sondern sie Fett ab, das ihr langes Fell wasserabweisend macht."
Quelle:https://www.tierpark-hamm.de/ueber-uns/news
(02.07.2024, 15:27)
cajun:   Im Tierpark Hamm ist am 25.10.23 1,0 Defassa- Wasserbock geboren worden. Das Jungtier erkundet nun die Außenanlage.
Quelle: https://www.facebook.com/tierparkhamm/?locale=de_DE
(07.11.2023, 16:27)
cajun:   Nordhorn meldet 1.0 Nachzucht bei den Litschi Wasserböcken über social media.
(24.08.2023, 13:52)
cajun:   Im Zoo Neuwied gibt es 0,0,1 Nachwuchs bei den Defassas vom Juli diesen Jahres. Das Kalb ist bereits auf der Afrikaanlage zu sehen meldet der Zoo über FB.
(10.08.2023, 11:26)
cajun:   Der Zoo Berlin meldet weiblichen Nachwuchs bei den Defassa Wasserböcken vom 29.12.22.
Das Jungtier wird aktuell auf der Anlage eingewöhnt.

Quelle:https://www.zoo-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/mutter-tochter-ausflug-bei-unseren-defassa-wasserboecken
(14.02.2023, 16:10)
Tim Sagorski:   @cajun:

Der Stallraum ist ja in Dortmund immer das große Problem, wobei ja die Elen mittlerweile etwas dezimiert und die Pferdeantilopen wohl (leider) ein Auslaufmodell sind...
(31.10.2022, 11:29)
Gudrun Bardowicks:   An die Weißnacken-Moorantilopen in Köln habe ich nicht gedacht. Eine Moorantilopenart wird Köln genügen.
In Dortmund könnte ich mir Litschis auch gut vorstellen.
(29.10.2022, 23:25)
cajun:   @Gudrun: Meinst du Köln nimmt welche? Die haben doch bereits die Weißnacken Moorantilopen. In Dortmund könnten die Litschis gut passen. So denn Stallraum vorhanden ist. Sogar einen kleinen Teich hat die Anlage... seit Abgang der Sitatunga vor etlichen Jahren, fehlt m.E. dort eine mittelgroße Art.
(29.10.2022, 10:48)
Gudrun Bardowicks:   Hagenbecks Tierpark, Hannover, Osnabrück, Köln und Schwerin haben z.B. noch keine Litschis. So häufig sind sie doch noch nicht in Zoos anzutreffen. Ich finde sie allerdings farblich sehr attraktiv und da sie eine bedrohte Art sind finde ich es auch gar nicht so schlecht, dass sie in den letzten Jahren besonders auch in kleineren Zoos und Tierparks häufiger gehalten werden.
(28.10.2022, 19:24)
Patrick Marburger:   Litschis werden als stark gefährdet geführt, Defassas stehen immerhin noch auf der Vorwarnstufe und Ellipsenwasserböcke sind gleich gar nicht gefährdet. Nicht, dass ich das gut finden würde, aber ich vermute, dass hierin auch ein Grund für die Prioritätensetzung liegt.
(28.10.2022, 09:35)
cajun:   @W.Dreier: Ist vielleicht die Folge des EEP für diese Art?! Anscheinend lassen sich die Tiere auch gut in Gemeinschaftsanlagen integrieren oder sind für Parks farblich attraktiver als die "Großen Grauen", Defassa und Ellipsen- W.Böcke.
(28.10.2022, 09:12)
W. Dreier:   Gibt es eigentlich noch einen größeren Zoo, der noch keine Litschis hält????? Das werden ja langsam die Erdmännchen der Antilopen !
(27.10.2022, 17:37)
cajun:   Der Tierpark Norhorn meldet 0,2 Jungtiere bei den Litschi Wasserböcken von Oktober über seine FB Seite. Die Art wird erst seit knapp zwei Jahren im Tierpark gehalten und lebt in einer Gemeinschaftsanlage mit Zebras, Helmperlhühnern und Marabus.
(27.10.2022, 14:30)
cajun:   Hier gibt es noch die Meldung aus dem Zoo Magdeburg zu Gudruns Sichtung bei ihrem Besuch:
"Weißnacken-Moorantilopen sind Neulinge im Zoo Magdeburg
Eine sehr faszinierende, stark gefährdete Antilopenart ist zum Tierbestand des Zoos hinzugekommen: die Weißnacken-Moorantilope (Kobus megaceros). Die Wildpopulation der Weißnacken-Moorantilopen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten auf geschätzt etwa 4.000 Individuen halbiert. Ursächlich für den Populationsrückgang ist die gravierende Lebensraumzerstörung in den Feuchtgebieten Äthiopiens und Südsudans durch Ölförderung, Bürgerkrieg, Hungersnöte und Jagd . “Grund genug für den Zoo Magdeburg, den Artenschutz vor Ort voranzutreiben und sich im EEP (EAZA Ex-situ Programm) für Weißnacken-Moorantilopen zu engagieren“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. In deutschen Zoos sind diese imposanten Antilopen selten zu finden – nur drei weitere Zoos in Deutschland haben diese Art im Tierbestand. Von allen Antilopen zeigt die Weißnacken-Moorantilope den ausgeprägtesten Geschlechtsdichromatismus, d.h. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in ihrer Fellfärbung. Weibchen und Jungtiere sind eher unscheinbar rotbraun gefärbt. Das dunkelbraune Fell der Männchen hingegen zeigt mit dem weißen Nackenfleck eine kontrastreiche auffällige Musterung – daher auch der Spitzname “Pfau der Antilopenwelt”. Besucher des Zoo Magdeburg können die farbliche Besonderheit dieser Wasserbockart nun “live und in Farbe” bestaunen. Die beiden Weibchen und das Männchen befinden sich zwar noch in der Eingewöhnung, sind aber bereits sehr gut auf der Außenanlage zwischen dem Gehege der Afrikanischen Elefanten und der Anlage der Blutbrustpavianen und Nubischen Steinböcken zu beobachten."
Pressemeldung des Zoos vom 12.08.22
(18.08.2022, 16:15)
cajun:   Der Zoo Berlin meldet männlichen Nachwuchs bei den Defassa Wasserböcken.
(05.06.2022, 14:37)
cajun:   Der Zoo Aschersleben meldet zwei Jungtiere bei den Litschi- Wasserböcken. Der Artikel ist leider nur für Bezahlende zugänglich. Schön, das hier gezüchtet wird.
https://www.mz.de/lokal/aschersleben/im-zoo-aschersleben-gibt-es-nachwuchs-bei-den-litschi-wasserbocken-3335831?reduced=true
(22.02.2022, 10:10)
Michael Mettler:   Zur Abrundung des Gesagten: Foto eines Hirschziegen-Kastraten aus einem Artikel von Zukowsky "Weitere Mitteilungen über die Systematik der Hirschziegenantilope", Carl Hagenbeck's illustrierte Tier- und Menschenwelt, 3. Jahrgang, Heft 3 (September 1928).
(13.02.2021, 09:09)
Michael Mettler:   Potenzial für abweichende Gehörnformen gibt es immerhin auch bei anderen Antilopenarten, speziell im Zusammenhang mit Schrauben- und Leierform. Jung kastrierte Hirschziegenböcke entwickeln z.B. nicht die typische enge Schraubenform des Gehörns, sondern es entwickelt sich dann etwas, das dem durchschnittlichen Gazellengehörn ähnlicher ist. Andersherum zeigen manche kapitale Böcke von Springbock und Weithorn-Grantgazelle eine Längsverdrehung ihrer Hörner, wodurch die Spitzen abwärts weisen.

Wie eng Leier und Schraube in der Entwicklung beieinander liegen, sieht man bei den Waldböcken. Kudus durchlaufen in der Hornentwicklung ein Stadium, in dem das Gehörn noch leierförmig ist, erst später entwickelt sich daraus durch weitere Verdrehung ein "Korkenzieher", nur eben mit deutlich offeneren Windungen als bei den genannten Gazellen. Auch bei Steppenelenantilopen lässt sich trotz engerer Windung bei Jungbullen und bei Kühen manchmal eine angedeutete Leierform feststellen, bei Riesenelen sind die Hörner ohnehin "offener" gedreht. Je nach Individuum beider Arten bleibt die "Leier"manchmal auch beim adulten Bullen noch im körperfernen Hornbereich - dem ältesten Teil des Horns - bestehen.
(09.02.2021, 11:36)
W. Dreier:   Das jetzige Paar in Johannesburg
(02.02.2021, 22:39)
W. Dreier:   Zum Bergriedbock - ein derartiges Gehörn habe ich bisher im Tierpark, in Johannesburg und auch in Dvur Kralove nie gesehen.
Bild des gegenwärtigen Bockes im TP
(02.02.2021, 22:31)
cajun:   Und da ich schon mal beim Stöbern war. Hier noch ein Zufallsfund. Großriedbock, Bwabwata Nationalpark, Namibia. Hornform doch ganz anders.
Zu den Bergriedböcken des Opel Zoos. Im Hitze- Sommer 2018 gelang mir das "letzte" Bild eines Weibchens, dass sich in den Schatten drückte. Ansonsten war ein Tier mehr auf der Anlage zu entdecken. Beim Besuch 2019 bereits die Geier als Besatz.
(02.02.2021, 18:33)
cajun:   Diese Aufnahme aus dem gleichen Jahr, allerdings vom Januar.
(02.02.2021, 18:27)
cajun:   So, nach eingehender Suche, habe ich noch ältere Bilder vom Bergriedbock im Opel Zoo gefunden. Hier 2012.
(02.02.2021, 18:26)
Michael Mettler:   @cajun: Meine Fotos sind von September 2014. Dann hat sich natürlich in der Zwischenzeit nicht viel in der Hornentwicklung getan ;-)
(01.02.2021, 20:42)
cajun:   Nur das hier ist vom April des selben Jahres.
(01.02.2021, 19:22)
cajun:   Und zwar vom August 2014.
(01.02.2021, 19:20)
cajun:   Witzigerweise sind meine Bilder auch von 2014 Michael :-)
(01.02.2021, 19:17)
Michael Mettler:   Das hat man in Kronberg dann wohl selbst gemerkt... Ja, die Anlage war laut Berichten und Entwürfen im MESO eigentlich für Nubische Steinböcke geplant (in einer ganz alten Version steht sogar noch "Steinböcke, Paviane", allerdings ohne dass ein konkretes Gehege eingezeichnet ist). Das Umdenken erfolgte dann offenbar im Sommer 2002, denn im MESO des ersten Halbjahres ist noch von Nubischen Steinböcken die Rede, laut Ausgabe des zweiten Halbjahres ist die eröffnete Anlage aber schon mit Bergriedböcken besetzt.
(01.02.2021, 15:33)
cajun:   Da sollten mal Steinböcke hin? Uuups... na, da wäre die Anlage aber nicht ausbruchssicher gewesen....
(01.02.2021, 12:37)
Michael Mettler:   @cajun: Ja, sind sie, also auf der ehemals für Nubische Steinböcke konzipierten Anlage.
(31.01.2021, 17:45)
cajun:   Wenn das der letzte Zuchtbock "Swakop" war, dann müsste ich irgendwo noch Vergleichsfotos haben. Eine männliche Nachzucht stand laut Tierpfleger Auskunft lange Zeit hinter den Kulissen, da sich kein Abnehmer fand. Wobei der wohl im Stall der Afrika Anlage oben untergebracht war. Deine Bilder sind doch auf der ehemaligen Riedbockanlage ( jetzt Geier) aufgenommen, oder Michael?
(31.01.2021, 17:03)
Michael Mettler:   Derselbe Bock bei Betrachtung von vorn. Hier wird noch deutlicher, dass dessen Gehörn eine riedbock-untypische S- statt C-Biegung und somit eine "Leierform" zeigt, quasi eine stark verkleinerte Version eines Kob-Gehörns.

Nun zeigen einige Antilopenarten, deren Adulte eine S-Form des Hornes aufweisen, in ihrer Jugend vorübergehend ein mehr oder weniger stark gekrümmtes, c-förmiges Zwischenstadium. Vielleicht bleiben Riedböcke in diesem Stadium gewissermaßen stecken und haben trotzdem das genetische Potenzial für die S-Form, das bloß im Normalfall nicht aktiviert wird?
(31.01.2021, 11:50)
Michael Mettler:   Nun auch noch von mir Fotos eines Südafrikanischen Bergriedbockes, diesmal ein Tier mit einer ungewöhnlichen Eigenschaft: Bock im Opelzoo Kronberg, aufgenommen 2014.
(31.01.2021, 11:43)
Michael Mettler:   @cajun: Das Tier im Hintergrund ist kein Kob, sondern ein Naturhybride aus Defassa und Schwarzrückenducker ;-)

Nein, jetzt im Ernst: Natürlich ist eine Hybridisation zwischen nahe verwandten Arten nie ganz auszuschließen. Aber in diesem Fall muss man wahrscheinlich nicht so weit denken. Auch wenn der Defassa nicht (mehr) unterartlich gegliedert ist, variiert seine Färbung doch ganz erheblich. Als ich Anfang der 80er Jahre erstmals die Wilhelma besuchte, gab es dort noch Defassas und innerhalb der Gruppe drei deutlich unterschiedliche Fellfärbungen. Damals war noch die Haltenorth-Systematik mit diversen Defassa-UA verbreitet und ich dachte deshalb an eine aus verschiedenen Unterarten zusammengestellte Gruppe inklusive Mischnachzucht. Später erlebte ich in Hannover die Umfärbung eines neu geholten Defassa-Bullen mit, der sich mit dem Älterwerden so zu sagen farblich an die vorhandenen Weibchen "anpasste", woraufhin ich mir erstmals darüber Gedanken machte, ob es bei Antilopen möglicherweise unterschiedliche fütterungs- oder klimabedingte Färbungen innerhalb desselben Individuums geben kann. Aber beides dürfte wohl kaum auf die beiden Bullen auf dem Benin-Foto zutreffen.

So oder so: Hundert Jahre zuvor hätte man die beiden Bullen auf dem Foto als Museumsexemplare womöglich zu zwei eigenen Arten erklärt. Felle geschossener Tiere sind halt nur "Momentaufnahmen" von Individuen, und deren individuelle saisonale oder altersbedingte Farbveränderungen lassen sich daran nun mal nicht feststellen.
(28.01.2021, 19:38)
cajun:   @Michael Mettler: Nur weil ein Kob im Bild dahinter zu sehen ist, komm ich drauf: Vielleicht hat der rote Bock so einen in der Ahnenreihe? Beide Arten könn(t)en hybridisieren. Vermutlich mit fruchtbaren F1 Tieren. Nur so als Idee. Hatten ja hier im Forum schon manches Posting zu Antilopenhybriden.
(28.01.2021, 14:12)
Michael Mettler:   Wie steht es mit der individuellen Färbungsvariabililtät bei Ellipsenwasserböcken? Beim Defassa kann die offenbar sogar am selben Standort erheblich sein, wie dieses Foto zweier beieinander stehender Bullen aus Benin zeigt:
https://www.africahunting.com/media/waterbuck-wildlife-benin.48160/

Die beiden Bullen unterscheiden sich nicht sonderlich in Körperbau und Hornlänge, könnten also ziemlich gleichaltrig sein, womit dieser Faktor als Unterschied entfiele. Saisonaler Farbwechsel und bei einem Tier weiter fortgeschritten als beim anderen? Intensivere Färbung bei dominanten Individuen (Hormonstatus)? Oder zwei nebeneinander existierende Farbphasen?
(28.01.2021, 09:02)
W. Dreier:   Der Artikel von meiner Seite ist fertig - morgen ``geht`` es nach Münster.
Anbei dann ein Foto der roten Lechwes - aber: diesen ``komischen`` Kasten habe ich nicht mehr gesehen.
(27.01.2021, 17:40)
cajun:   @Sacha: Danke für die moralische Unterstützung ;-)
Ich freu mich ja sehr auf den im Tiergarten angekündigten Bericht über den Zoo Pretoria von W.Dreier, da ich den (Übersee-) Zoo ausnahmsweise mal aus eigener Anschauung kenne.
Auch dort werden Wasserböcke gehalten. Ich meine es sind die "Roten" aus dem Okavango Delta, nicht die bei uns in Zoos "relativ" verbreiteten Kafue- Litschis.
Wozu dieser "Bunker" im Hintergrund dienen soll, ist mir allerdings schleierhaft.
(27.01.2021, 16:48)
Sacha:   @cajun: Derjenige von uns, welcher ist fhlerfrie, der werfe den esten stein...;):-)
(27.01.2021, 11:18)
cajun:   ..sehr schön.. cajun... zweimal "Waserböcke"... wahrscheinlich sammelten sie auch das zweite "s" erst auf der Arche.. *ausgenroll
(26.01.2021, 19:07)
cajun:   Auf Safaris erzählen die Guides häufig die Geschichte, wie der Waserbock zu seiner Fellzeichnung kam. Als nämlich Noah die Tiere in der Arche versammelte, waren die beiden Waserböcke spät dran. Alle Abteile waren belegt. Also mussten sie auf der Toilette Platz nehmen...Seitdem tragen sie die helle Färbung am Hinterteil. Ist natürlich streng wissenschaftlich betrachtet absolut nachvollziehbar :-)
(26.01.2021, 19:05)
cajun:   Der kreuzte im Krüger NP unseren Weg. Ellipsenwaserbock.
(26.01.2021, 19:00)
W. Dreier:   Genau - beide Arten.
(25.01.2021, 23:03)
cajun:   Die sind in Jburg fotografiert?
(25.01.2021, 22:43)
W. Dreier:   Mit 1,85 MB zu groß?--Nochmals
(25.01.2021, 19:11)
W. Dreier:   Noch zum Abschluß ein Paar der Großen Riedböcke
(25.01.2021, 19:09)
W. Dreier:   Danke - genau!
(25.01.2021, 18:57)
cajun:   W.Dreier: Du meinst den Opel Zoo, nicht Landau, oder?
(25.01.2021, 17:56)
W. Dreier:   Bild des Riedbockes aus dem Johannesburger Zoo
Zum Bergriedbock: die letzte gelungene Aufzucht scheint vor 4 Jahren gewesen zu sein. Ein letztes Weibchen aus Landau kam vor ca 3 Jahren zurück: Bestand 2,2. Leider war die letzte gelungene Aufzucht ``nur `` ein Bock, Leider ``suchen`` sich die Tiere auch immer die miese Zeit um Nov - Januar zum Gebären aus. Gegenwärtig sieht man entsprechend immer 1.2 auf der Anlage.
Die Gruppe aus Dvur Kralove hält gerade den Bestand, wobei ich mich noch gut an die ``alte `` Gruppe in der legendären ``Antilopenreihe `` erinnere - da waren immer 10-12 Tiere.
Im Jahresbericht 2019 wird berichtet, dass es außer der TP-Gruppe nur noch 2 weitere weltweit gibt. In Johannesburg tauchten sie vor 2 Jahren auf - in der ehemaligen Riesenelenanlage.
Insofern war es interessant, dass ich den weitgereisten Brent Hufmann aus Toronto bei seinem Besuch im Tierpark 2014 ``unbedingt`` die Bergriedböcke zeigen mußte. Später schrieb er mir, dass es sich um seinen ``Rekordtag`` bezüglich der Fotos handelte: 1 600 an einem Tag!

Die Bergriedböcke in Jo-burg
(25.01.2021, 16:46)
cajun:   Sehr schöne Tiere! Wo ist das Bild aufgenommen worden?
Steht es wirklich so schlecht um die Perspektive der Bergriedböcke? Die Zucht lief doch so langsam wieder an, nach dem "Pfaffenhütchendisaster"...
(25.01.2021, 16:01)
W. Dreier:   Na gut - dann 2 weibliche große Riedböcke - gibt`s ja nicht in Europa - wenngleich, die Bergriedböcke sind wohl demnächst auch ``verschwunden``
(25.01.2021, 15:49)
cajun:   @W.Dreier: Setz doch einfach ein schönes Wasserbockfoto "drüber". Dann fällt der Tahr gar nicht so auf.
Der Thread ist eh relativ bildarm.
(25.01.2021, 13:05)
W. Dreier:   Na dann: junger arabischer Tahr: Sharya/Emirate
(24.01.2021, 18:26)
cajun:   Na, da haben wir doch die perfekten Namen für die beiden ersten weiblichen Nachzuchten :o)
(24.01.2021, 18:15)
W. Dreier:   Kasan - in ``Rußland``? Vor wenigen Wochen fischte ich eine Opernsängerin aus dem YouTube-Netz: Aida Garifullina.
Da stand: Geburtsland ``Republic of Tatarstan[``
(24.01.2021, 18:09)
cajun:   Da der Platz für Nachzuchten im EEP knapp wird, etabliert man eine neue Zuchtgruppe Weißnacken- Moorantilopen in Kasan.
"Abschied nahm der Zoo Jihlava von einer einjährigen männlichen Weißnacken-Moorantilope (Kobus megaceros), die in den Kasaner Zoo in Russland ging. Die männliche Antilope reiste jedoch nicht alleine, sondern mit vier Weibchen aus dem Zoo Ostrava und einem Männchen aus dem Prager Zoo. Zusammen bildeten sie eine nicht miteinander verwandte Gruppe, die die Grundlage für die weitere Zucht dieser Art in russländischen Zoos bilden wird. Die gesamte Aktion wurde vom Zoo Ostrava initiiert und war ein sehr anspruchsvoller Transport, der zum Teil auf der Straße von Ostrava über Jihlava und Prag zum Flughafen in Frankfurt am Main, von dort auf dem Luftweg nach Moskau und dann wieder auf der Straße nach Kasan stattfand. Alle sechs Tiere kamen dank der ausgezeichneten Vorbereitung und Verhandlung aller Zollformalitäten durch die tschechischen und russländischen Zoologen in gutem Zustand in ihrem neuen Zuhause an. Die Weißnacken-Moorantilope ist eine der seltensten Antilopen der Welt, die sich jedoch unter den Bedingungen europäischer Zoos gut vermehrt und die Aufnahmekapazitäten für ihre Population in Europa sind bereits erschöpft. In Übereinstimmung mit dem Europäischen Zuchtkoordinator (EEP) für diese Antilopen wurde daher beschlossen, eine weitere Reservepopulation auf einem anderen Kontinent im Rahmen der Russländischen Föderation, konkret im Kasaner Zoo, zu schaffen."
Quelle: https://trebicsky.denik.cz/ctenar-reporter/konec-roku-znamenal-pro-zoo-jihlava-vyznamne-transporty-zvirat-20210107.html
Übersetzung Zoopresseschau
(24.01.2021, 14:29)
WolfDrei:   noch ein PS bei der Nachlese: kein SpitzmaulNH, Breitmäuler gab es dort
(12.08.2009, 20:44)
Henry Merker:   @WolfDrei:
Diese Information ist sehr interessant. Schade, dass kein Tier- oder Zuchtbuch über die Tiere geführt wurde! Also sind die Tierbücher, die etwa in Berlin eingerichtet wurden, und die ich nicht verständlicherweise auch nicht so genau kenne (sprich wie sie aufgebaut sind etc.; aber das geht mich auch NICHTS an), sehr, sehr nütlich und hilfreich...
Können denn die Roten und Schwarzen zueinandergelangen?

Gerade die Info über die Angebote wegen der Geldknappheit ist interessant! Bei 80 Tieren sollten sich doch mindestens 8 Zoos finden lassen, die vielleicht eine kleine Gruppe (vielleicht: 1,3) aufnehmen können sollten, oder? Da wäre die Variante durchaus möglich, dass sich die Info nicht verbreiten konnte, sollte die Gemeinde die entsprechenden Angebote nur auf Katalanisch formuliert und nicht weiter außerhalb Spaniens betrieben sein sollte. Dass kann ich mir jedoch nicht so wirklich vorstellen, weil da ein Mißerfolg vorprogrammiert ist, beherrschen doch nur wenige Menschen in Europa diese Sprache. Ich glaube auch nicht wirklich, dass dies an finanziellen Hürden gescheitert sein dürfte oder ein Desinteresse der Zoos eine Rolle spielte; dazu sind die Tiere einfach äußerlich zu attraktiv, dürften also bei Zoobesuchern gut ankommen.
Gibt es denn veterinärmedizinische Einschränkungen für Transporte von Tieren aus Spanien nach etwa Deutschland? Eine weitere Möglichkeit wäre die deutsche Beamtenmentalität, die vermutlich auch eine Ursache für das Scheitern des Angolagiraffenaustausches zwischen Lissabon und Dortmund darstellen dürfte (Wozu braucht ihr denn diese Giraffen? In Deutschland gibt es doch schon so viele. Holt euch doch Tiere von Nürnberg, Stuttgart oder Hamburg!). Jedenfalls konnte ich heute im Buch "Elefanten - Mein Leben" von Herrn Karl Kock dazu ein bezeichnendes Beispiel lesen.
(12.08.2009, 20:36)
WolfDrei:   PS: Der Safaripark hieß ursprünglich "Rio Leon Safari Park", dann Aqualeon ab 1980
(12.08.2009, 20:00)
WolfDrei:   Vor kurzem war ein link zur Website von Jonas Livet bezüglich der „schwarzen“ Lechwewasserböcke (Kobus lechwe smithemani) von Aqualeon mitgeteilt worden, der einzigen Haltung der Bangweolowasserböcke, deren Gesamtzahl in der Natur auf 30 000 geschätzt wird. Kurz davor hatte Jonas Livet in seiner „Leszoosdanslemonde“ ein Bild eingestellt. Mir selbst waren sie schon in einer ISIS-Liste etwa um 2003 (damals war diese Liste noch schwer „zu erreichen“, auch hatte sie ein anderes layout) begegnet, dann verschwanden sie, außerdem hatte ich Dermoplastiken seinerzeit im Steinhart-Museum in LA gesehen.
Nunmehr berichtet Jonas L. über eine Besuch des Zoos von Barcelona inklusive Aqualeon (80 km von Barcelona) und einem kleineren Park in der Nähe von Albinyana. Der Park entstand 1970, als die Safariwelle in Europa anlief, Besitzer eine reicher Amerikaner. Nach einer Zeit der Prosperität dann aber der „Abschwung“, der Besitzer verschwand 1980 im „Nirwana“, so daß der Park von der „Gemeinde“ Albinyana und einer Gruppe Aspro übernommen wurde – was leider die Lenkung auch heute schwierig gestaltet, da auch der Tierbesitz „gehälftet“ wurde. Verschwunden sind Giraffen, afrik. Elefanten (gingen nach Barcelona) und auch Spitzmaulnashörner, wobei letztere sogar Nachwuchs hatten – ein Bulle (1991 geboren), der nun im Biopark Valencia ist. Die Bangweolo-WB sind alle auf einer großen Anlage (ohne Absperrmöglichkeiten) – 80 Tiere!Eine Registratur der geborenen Tiere hat nie stattgefunden – „nebenbei“ gibt es in der benachbarten Großanlage noch 70 Rote WB (die sind in einem ESP !!), so daß eine Hybridisierung nicht auszuschließen ist. Das Seltsame: aufgrund der Geldknappheit der Besitzergemeinde sind Tiere 2008 angeboten worden – ein ernsthafter Käufer wurde nicht gefunden!!! War das in der europ. Zoolandschaft nur nicht bekannt?
Im „Carnivorenpark“ ansonsten noch 22 Löwen, 6 Amurtiger, 2 „Bengalen“, 6 Braunbären.

(12.08.2009, 19:51)
Henry Merker:   @Michael Amend:
Vielen Dank für ihre Auskunft.
(10.08.2009, 11:01)
Michael Amend:   Es werden drei Formen gehalten, 120 Weißnacken, 115 Defassa, und ca. 100 Litschis.In der gleichen Anlage leben auch 86 Bantengs.
(07.08.2009, 17:28)
Henry Merker:   @Michael Amend:
Dass ist ja eine ganz schön große Anlage. Hat denn diese Privathaltung mehrere Wasserböckarten oder nur die Weißnackmoorantilope?
(07.08.2009, 08:41)
Michael Amend:   Wasserböcke in privater Huftierhaltung ind enuSA, ca. 120 Tiere in zwei Gruppen, die Jungegeselelngruppe hats ich auf völlig natürlicher Art gebildet , die Böcke versuchen in entsprechenden Alter, ganz wie in der Freiheit, Weibchen aus der Zuchtgruppe zu erobern.
Eine " natürlicherere"gefangenschaftshaltung von Antilopen habe ich bisher nicht gesehen. Von medizinischen Behandlungen abgesehen,werden die Tiere nicht manipuliert. Das gesamte Foto ist " Anlage", über 400 ha groß.
(07.08.2009, 06:40)
Henry Merker:   @WolfDrei:
Dann ist also eine Privathaltung. Vielleicht kommen ja mal Nachzuchttiere aus dieser Haltung in einen deutschen Zoo. Wäre ich der Direktor eines Zoos, würde ich mich darum jedenfalls bemühen.
(06.08.2009, 22:21)
WolfDrei:   @HM: ein Freizeit- und "Wasserpark" , deshalb "Aqualeon" in der Nähe von Taragona.
(06.08.2009, 22:09)
Henry Merker:   Auf dieser Seite kann man eine ganze Reihe von Bildern des Kobus leche smithemani sehen: http://www.leszoosdanslemonde.com/photos/main.php?g2_itemId=36618&g2_page=1.

Die Exemplare dieser Form unterscheiden sich ziemlich von denen etwa der Kafue-Litschimoorantilope und werden in "Albinyana, Espagne" gehalten, wie dort zu lesen ist.

Meine Frage lautet nun: Handelt es sich da um eine Privathaltung oder um einen Zoo? (Laut der Internetseite stammen die Aufnahmen noch dem Monat Juli des Jahres 2009.)
(06.08.2009, 22:00)
Henry Merker:   Was Sie beschreiben, ist mir auch in Berlin aufgefallen. Teilweise besitzen die Tiere einen deutlichen Rotschimmer, sodass sie sich deutlich vom Ellipsenwasserbock unterscheiden, und teilweise wirken sie doch recht grau.
(18.07.2009, 10:36)
Michael Mettler:   Würde ich nicht überbewerten. Erstens liefen die kenianischen Defassas bei Hagenbeck unter dem Namen "Roter Wasserbock", so dass ein rötlicher Ton nicht auf eine Unterart beschränkt ist, zweitens habe ich selbst schon einen Defassa im Laufe weniger Jahre die Färbung wechseln sehen - aus dem Ursprungs- und dem Endzustand hätte man zwei Unterarten machen können. Eines der Aha-Erlebnisse, die mich zur Festlegung von Unterarten rein nach Phänotyp nachdenklich gemacht haben.
(17.07.2009, 23:02)
Henry Merker:   Na gut...so gesehen haben Sie recht.
Auch wenn sich das wahrscheinlich im Nachhinein nicht mit Sicherheit klären läßst: Ist der leichte Rottouch bei den Defassas auf die Crawshayis zurückzuführen?
(16.07.2009, 17:14)
Michael Mettler:   Um im Nachhinein prüfen zu können, ob die Tiere innerhalb der unterartreinen Gruppen einen einheitlichen Phänotyp aufwiesen, wäre mir das aber durchaus wichtig gewesen.
(16.07.2009, 17:10)
Henry Merker:   @Michael Mettler:
Das hätten Sie aber nicht unbedingt machen müssen...denke ich zumindest.


(16.07.2009, 16:55)
Michael Mettler:   @Henry Merker: Ja, habe ich. Aber da Defassas in Zoozuchten nicht gerade einheitlich aussehen - die Zuchtkühe in Hannover z.B. konnte man anhand ihrer Färbung und der Ausprägung der Halsmähne individuell unterscheiden - würde ich nicht behaupten, einen crawshayi phänotypisch sofort erkennen, geschweige denn von vermischten Exemplaren unterscheiden zu können. Das gilt genauso für die kenianischen Tiere, von denen ich mangels genauerer Herkunftsangaboten nicht mal die Unterart weiß (wenn man denn welche anerkennt) - in Frage kommen defassa und adolfi-friderici. In allen Fällen erfuhr ich übrigens erst Jahre nach Aufnehmen der Fotos etwas über die Abstammung der Tiere, andernfalls hätte ich die ganzen Gruppen durchfotografiert.
(16.07.2009, 16:47)
Henry Merker:   Weiter unten habe ich schon einmal erwähnt, dass Kobus megaceros in Rom in sehr großer Stückzahl auftritt und zu sehen ist. Laut ISIS leben dort derzeitig insgesamt 12,20 Tiere! Damit hat Rom einen der drei größten Bestände dieser Art.

Die Top Drei sind:
Center for Conservation of Tropical Ungulates (USA) mit 22,63 Tieren,
Bioparco Rom (Italien) mit 12,20 Tieren (weiter unten werden allerdings auch 58 Tiere genannt) und
Whipsnade Wild Animal Park mit 6,25 Tieren.

Das wären, so die Angaben richtig sind, eigentlich genug Tiere, um diese Tiere auch auf mehrere weitere Halter zu verteilen, um die Tierart in den Zoos zu erhalten. Jedenfalls sollen derzeitig in Europa 44,110 dieser Tiere leben. In den USA soll es insgesamt 69,146 Exemplare geben.
(16.07.2009, 16:21)
Henry Merker:   @Michael Mettler:
Haben Sie denn Bilder dieser Tiere (also des Kobus crawshayi und der Defassawasserböcke aus Kenia)? Bzw. Inwiefern unterscheiden sich dann die Ausgangstiere, wenn die Nachzuchten nicht so recht reinblütig sind?
Gehören denn alle "Ruhr-Wasserböcke" zu der crawshayi-Form oder ist dem nicht so?
(16.07.2009, 15:01)
Michael Mettler:   Der Kobus crawshayi könnte uns vertrauter sein als wir dachten. Als er noch als Unterart betrachtet wurde, galt als sein Hauptverbreitungsgebiet Sambia, und von dort stammten - via Fa. Ruhe - die Ursprungstiere der Defassa-Zucht im Berliner Zoo. Soweit ich mich an eine frühere Recherche erinnere, kam erst in den 80ern oder 90ern ein fremder Bulle in die Gruppe, so dass sie - je nach systematischer Sichtweise - möglicherweise nicht mehr reinblütig ist. Eine Kuh aus der Berliner Ursprungszucht gehörte auch zeitweise zur hannoverschen Defassa-Zuchtgruppe. Es gab aber parallel auch Defassas kenianischen Ursprungs in Deutschland (Ursprungstiere durch Hagenbeck importiert).
(16.07.2009, 14:10)
Henry Merker:   Ich habe gehört, dass die Wasserböcke in den Zoos Deutschlands eher auf der "Abschußliste" stehen sollen. Warum kommt man denn auf so eine - tut mir Leid - dummer Idee? Diese Tiere sind doch genauso wertvoll wie andere Zootiere auch.

@Michael Mettler:
Na ja, mit der Trennung von Defass- und Ellipsenwasserböcken könnte ich mich anfreunden, da sie teilweise doch sehr unterschiedlich zu sein scheinen. Was die crawshayi-Form betrifft, so kenne ich sie nicht. Mir ist auch kein Bild von ihr bekannt. Ich habe nur einmal ein Tier aus Angola auf einem Bild gesehen, dass teilweise schwarz gefärbt war. Ob dieses Tier mit der besagten Form identisch ist, weiß ich nicht.
(16.07.2009, 13:01)
Michael Mettler:   Angesichts der momentanen systematischen Neuorientierungen: warum nicht? Auch vom Litschi-Wasserbock wurde in neuerer Zeit eine eigene Art (Kobus anselli) abgespalten.
(16.07.2009, 09:22)
Henry Merker:   Im Buch "Mammal Species of The World" von Wilson & Reed ist im Zusammenhang mit dem Ellipsen- und/oder Defassawasserbock, der allgemeinhin als Vertreter einer Art aufgeführt wird, von einer Defassawasserbock- und einer Ellipsenwasserbockdivision die Rede. Ebenfalls wird dort erwähnt, dass Cotterill eine Form (crawshayi) in den Artstatus erhebt. Kann es also sein, dass neuere (auch genetische) Forschungen wieder die Art Kobus ellipsiprymnus in mehrere Arten (mindestens zwei) unterteilen?
(16.07.2009, 08:58)
Henry Merker:   @Michael Mettler:
Ich dachte mir schon, dass Sie, was die Art betrifft, auf dem neusten Stand sind....

Dennoch sei hier noch einmal eines der doch für manch einen doch schon leidliche Thematik eingegangen: Es ist für mich vollkommen unverständlich, warum zahlreiche, teilweise früher gut züchtende Tierformen in Zoos vom Aussterben bedroht sind. Zwar kann ich dies teilweise nachvollziehen (Platzgründe, Zusammenbruch von Zuchtgruppen aus den unterschiedlichsten Gründen, Modeerscheinungen etc.), doch ist es mir unverständlich, warum dagegen nichts unternommen wird - jetzt von Seiten der Zoos. Denn ich denke, wenn sich die Idee des Themenzoos, etwa nach dem Vorbild des Alpenzoos von Insbruck - nur dann eben auf einen oder zwei Kontinente ausgedehnt -, irgendwie durchsetzen könnte, dann wäre damit mehrere Fliegen zugleich geschlagen. Die zunehmende Monotonie im Tierbestand der Zoos und das Verschwinden ganzer Tierarten aus den Zoologischen Gärten dürften so behoben werden.....
(28.06.2009, 19:39)
Michael Mettler:   @Henry Merker: Ist mir schon bekannt und auch im BONGO nachzulesen - in fast vier Jahren kann eben viel passieren. Osnabrück hat (wenn überhaupt noch) auch nur noch ein Einzeltier hinter den Kulissen, dafür ist im letzten Jahr Hodenhagen als neuer Halter hinzugekommen (größere Gruppe, züchtet auch).
(28.06.2009, 18:29)
Henry Merker:   @Michael Mettler vom 04.11.2005:
Der Zoo Berlin gehört nicht mehr zu den Haltern des Madame Gray's Wasserbockes. Dies ist meines Erachtens sehr ärgerlich, da diese Art zum einen sehr schön und zum anderen sehr selten ist. Zuletzt habe ich diese Form im Zoo von Rom gesehen, wo sie in einer sehr hohen Zahl zu sehen war (vielleicht ein Dutzend oder gar mehr).
(28.06.2009, 16:24)
?:   Und in Stuttgart stehen sie schon auf der Abschußliste, denn es ist viel wichtiger für einen Zoo, alle vier Menschenaffenarten zu zeigen, als verschiedene Antilopenarten.
(18.09.2006, 16:47)
Michael Mettler:   Dass die Defassas aus München abgegeben wurden, hatten wir schon unter einem anderen Thema ("Antilopen"?). Aber mir fiel jetzt erst auf, dass auch Augsburg keine Defassas mehr hat (waren früher auf dem Afrika-Panorama bei den Rappenantilopen, Watussirindern und Kamerunschafen). Also wieder zwei Halter weniger.
(18.09.2006, 13:02)
Michael Mettler:   Thread kann meinetwegen gelöscht werden.
(05.12.2005, 00:00)
Aguti:   Deafssa-Wasserböcke (0.4) wurden bis Ende der neunziger auch im Zoo Saarbrücken gehalten, dann aber wurde die komplette Weibchengruppe abgegeben und durch eine Zuchtgruppe Elenantilopen (1.3) ausgetauscht, die 2005 zum ersten Mal nachgezüchtet hat. Wohin die Wasserböcke abgegeben wurden, ist mir aber nicht bekannt.
(07.11.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Bergriedböcke in Aschersleben schon eine Weile nicht mehr ( bei feuerwerk außerhalb des Zoos erschreckt, im stall " totgelaufen". Halle auch nicht mehr. Litschi- Wasserböcke noch in Neustrelitz.
(07.11.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Da ich im Zusammenhang mit anderen Themen hier immer wieder darüber stolpere, würde mich die aktuelle Verbreitung der Ried- und Wasserböcke in deutschen Zoos interessieren. Ich leg mal meinen letzten Kenntnisstand vor:

Südafrikanischer Bergriedbock in Kronberg, Aschersleben, Hodenhagen und im Tierpark Berlin (Halle nicht mehr?)

Weißnacken-Moorantilope (= Mrs. Grays Wasserbock) in Osnabrück und Zoo Berlin

Brauner (= Kafue-)Litschiwasserbock in Hodenhagen, Jaderberg, Aschersleben, Rostock und im Zoo Berlin

Ellipsenwasserbock in Hodenhagen, Krefeld und im Tierpark Berlin

Defassa-Wasserbock in Augsburg, Hamm, Magdeburg, München, Münster, Ströhen, Stuttgart und im Zoo Berlin (Hagenbeck und Osnabrück nicht mehr, Hodenhagen?)
(04.11.2005, 00:00)

alle Beiträge