
| Hannes: | Ja gut das stimmt aber für den Otto-normal besucher sind die meisten hirsche oder sittiche auch eher uninteressant man geht auch an einem einzellnen gehege schnell vorbei aber wenn man mal das aquarium in köln nimmt mit mehren krokodilen oder verschiedenen phytons das fällt auf unt interessiert oder wenn ein zoo jaguar leopard und gepard hällt am besten noch möglichst nah in ein oder zwei tierhäusern das fällt auf und interessiert. gebts zu ihr liebt alle die raubtierhäuser in berlin (12.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Auch in diesem Fall entsteht für den jeweiligen Zoo die Frage, wem er gerecht werden will: dem durchschnittlichen Zoobesucher oder den doch eher wenigen fachkundigen Gästen. Die optisch langweiligen Volierenreihen für Sittiche, Amazonen und Kakadus werden jedenfalls nach meinen Beobachtungen von den Normalbesuchern eher zügig abgegangen - außer, irgendwo kreischt gerade ein Papagei lauthals herum, der zieht dann schon mal die Aufmerksamkeit auf sich. "Vergleichen" ist da jedenfalls nicht gerade Volkssport. Und das bezieht sich auch auf andere Zoos, in Huftierrevieren ist z.B. der Spruch "noch irgendwelche Rehe" oder Ähnliches häufig zu hören. Warum sollte man auch von einem zoologisch nicht weiter interessierten Menschen erwarten, dass er Arten und Unterarten vergleicht, wenn er z.B. die Berliner Rotducker für die Jungen vom Okapi hält? Bei etlichen Tieren käme Otto Normalbesucher nicht mal auf die Idee, dass es sich in nebeneinander gelegenen Gehegen um verschiedene Arten oder Unterarten handeln könnte, auch den Spruch "Hier sind ja noch so welche, oder können die zwischen den Käfigen hin und her laufen" habe ich schon häufig aus dem Pubikum vernommen! "Vergleichen" bleibt also das Hobby eines eingeschränkten Besucherkreises - und birgt durchaus die Gefahr - ich spreche da als bekennder Artensammler aus eigener Erfahrung - dass man Käfig- und Gehegereihen nur noch nach nie Gesehenem "abscannt" (notfalls nach kurzem Blick aufs Schild) und die anderen Formen schlichtweg abhakt. Traurig, aber da rutscht man doch schnell rein. Echte Kenner benötigen übrigens auch nicht die unmittelbar benachbarte Unterbringung ähnlicher Tierarten zum Vergleich, dazu haben sie viele Arten schon oft genug vor Augen gehabt und erkennen "Abweichungen" auch so. Selbst im Tierpark Berlin, bei dem das Vergleichen-Können zum Grundkonzept zählt, müsste man z.B. im Brehm-Haus oder in der Hirschallee etliche Male zwischen entfernte Punkten hin und her laufen, um wirklich zu vergleichen. (12.11.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Wobei es sich ja eher um eine Schein-Geographisierung handelt... Also ich persönlich finde, dass die Mischung die es gab, gut war und das es immer noch akzeptabel ist, dass nämlcih eine große Menge "Standardzoos" existiert und daneben solche wie Berlin, Berlin oder vielleicht in gewissen Zügen noch Köln oder Stuttgart, in denen man wirklich vergleichen kann. Ich halte nichts davon in jedem Zoo lange Käfigreihen mit jeder Unterart oder Farbvariation aufzustellen, aber es muss auch Ausnahmen geben, eben "artenreiche" Zoos. Umso mehr freut man sich dann, wenn man in Berlin Rinder, Schweine, Hirsche, Raubtiere oder Langarmaffen "vergleichen" kann. Auch in Walsrode ist das so, wobei es Vogelfülle ja auch noch in anderen Zoos gibt, in Berin z.B. eine riesige Sammlung, die die meisten Besucher aber sicher links liegen lassen. Das macht nur bedingt Sinn. In Walsrode ist man eher bereit, sich auf die z.B. x-te Amazonenart zu konzentrieren, weil man eben von vorneherein weiß, dass es nur um Vögel geht. In den anderen Zoos spielen ja zweifelsohne die Säuger die Hauptrolle. Also ich finde im Moment wird ein ganz guter goldener Mittelweg gegangen. "Zookenner" können auch überzoolich vergleichen, es ist nicht nötig, dass überall Erdmännchen gezeigt werden, es kann auch hießen in A Zebramangusten, in B Sumpfmangusten, in C Erdmännchen,... Das liegt meiner Meinung nach momentan im Argen, da sich die Bestände immer weiter angleichen. (11.11.2005, 00:00) | ||
| IP66: | In manchem Beitrag wurde zustimmende oder auch ablehnende Kritik zur Haltung ähnlicher Arten im selben Zoo, möglichst nebeneinander, geäußert. Bis in die 70er Jahre war das ja eines der Organisationsprinzipien, daß in Berlin oder Duisburg auch sicher bis zum Exzeß betrieben wurde. Für mich war - und ist - es jedoch recht interessant, vergleichbare Arten nebeneinander zu sehen: So verdanke ich die Kenntnis der meisten Leopardenunterlagen auch dem Teichflügel des berliner Raubtierhauses, die alte Antilopensammlung in Hannover ließ auch unterschiedliche Verhaltensweisen der einzelnen Arten recht gut beobachten - für Lemuren in Köln, Papgeien in Walsrode oder Hirsche in Berlin gilt ähnliches. Die zunehmende Geographisierung der Zoo-Anlagen schränkt diese Möglichkeiten natürlich stark ein. (10.11.2005, 00:00) |
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