
| Stefan Schubert: | Laut NDR sind die Ströhener Nachwuchspumas aus zwei Würfen der Geschwister! (13.01.2006, 00:00) | ||
| Muckel Putz: | @Michael Mettler Darauf habe ich leider nicht geachtet. (13.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | München hat seit einigen Jahren Kanadische Pumas. (13.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Muckel Putz: War am Gehegeschild der Ströhener Pumas erkennbar, ob es sich um eine bestimmte Unterart handelt? (13.01.2006, 00:00) | ||
| Muckel Putz: | Bei meinem letzten Besuch in Sröhen im Oktober 2005 habe ich 7 Pumas zusammen im Käfig gesehen,es muss also mittlerweile eine Nachzucht gegeben haben.Ich weiss aber nicht,ob die Jungtiere aus einem oder zwei Würfen stammen. (13.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Und es gibt doch noch Tierparks, die mit Pumas neu anfangen: Laut Homepage hat Ströhen schon seit 2002 1,2 Pumas! Leider allesamt Wurfgeschwister, mit der Flasche aufgezogen in einem belgischen Tierpark (Olmense). Von erfolgreicher Nachzucht ist auf der HP nichts zu lesen. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Nicht weiter verwunderlich, stammt doch der europäische Waschbärenbestand (und damit auch die Zoopopulation) von Farmtieren ab. Auch vom Nordamerikanischen Waschbären gibt es übrigens wie vom Graufuchs Inselpopulationen, die m. W. teilweise sogar als eigene Arten betrachtet werden. Aber auch dafür werden sich unsere Zoos kaum interessieren. (10.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Bei den Waschbären möchte ich protestieren - in Duisburg ist die Anlage so voll wie der kölner Pavianfelsen, in Köln, wo man den Platz besser nutzen könnte, bahnt sich ähnliches an, in Gelsenkirchen gibt es sie auch. Das Problem ist vor allem, daß es keine wirklich wildfarbenen Tiere mehr gibt: Manche sind dunkel, andere hell, Abzeichen gibt es an allen möglichen Körperstellen. (10.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | ... die aber wie so viele Zootiere nun mal nur auf schmalster genetischer Basis stehen, sollten sie sich überhaupt vermehren. Und falls andere Zoos mitmachen würden, ließen sie zu Gunsten der Kitfüchse garantiert Korsaks und Fenneks verschwinden.... Angesichts der Tatsache, dass es immer mehr Privathalter kleiner Raubtiere gibt - siehe Frettchen und Skunks - dürften Graufüchse unter Liebhabern schnell Verbreitung finden, wenn schon die Zoos kein Interesse zeigen. Mit den europäisch-amerikanischen Absprachen, auf welche Tierart man sich wo konzentrieren will, ist es ohnehin etwas merkwürdig. Einerseits soll jeder Kontinent seine eigenen heimischen Arten vorziehen, andererseits werden Schneeziegen in Deutschland in "gefühlt" mehr Zoos gehalten als die nächstverwandten Gemsen (pardon, Gämsen - daran kann ich mich einfach nicht gewöhnen). (01.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Amend: | Graufüchse sin unglaublich schöne Füchse,größtenteils auch tagaktiv und stinken auch nicht so wie Rotfüchse.Außerdem eigenen sich diese Füchse sicher auch für diverse Vergesellschaftungen.Es sollte auch kein großes Problem arstellen, diese aus den USA zu bekommen, hiesige Zoohandlungen importieren ja auch haufenweise operierte Skunks aus den USA, die sich trotz aller Kosten billiger verkaufen lassen als Nachzuchten aus Europa.....Und da auch die Inselrasse das Graufuchses extrem bedroht ist, könnten es die Amis doch nur begrüßen, wenn es eine zweite Population in Europa gäbe....LEIdER IST dAS NATÜRLICH NUR EIN Wunschdenken,zum Glück gibt es aber auch noch Ausnahmezoos wie Arnheim, wo es neben Katzenfretts auch noch Kitfüchse gibt. (31.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Michael Amend: Der frühere Nürnberger Zoodirektor Seitz hatte ein spezielles Interesse an Hundeartigen und hat etliche Kreuzungsversuche durchgeführt. Ihm "verdankten" wir es deswegen auch, dass bis zu einem Neu-Import der Eberhard-Trumler-Forschungsstat (31.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Amend: | Worauf man alles zufällig stößt, wenn man in alten Zooführern blättert.Nürnberg hielt früher ebenfalls Koyoten.Es gab dort sogar mal einen Mischling zwischen Koyote und Schakal(Art leider nicht bestimmt, dürfte aber der gewöhnliche Schabrackenschakal gewesen sein)Im Zooführer von 1962 findet sich auch ein Porträitfoto des Mischlings.Koyoten sind auch in en amerikansichen Zoos absolute Seltenheiten, a ie Tiere selbst in en Stäten sich zu eienr echten Plage entwickelt haben und es nicht schwer ist, die Tiere zu sehen.Für viele Amerikane ist nur ein toter Koyote ein gute Koyote.Immehin. er Zoo L.A hält noch in Koyoten in einem uralten Käfig.Finet man in en USa zuminetesn noch as amerikansiche Großwil häufiger,sieht es mit en Kleintieren sehr mau aus.SEhr vereinzelt sieht man Skunks, Oppossums,Kit,-und Graufüchse,Eselshase(habe ich in keienm Zoo gesehen,dafür freilebend),Silberdachs,Katzenfrett,alles Tiere,ie sehr selten gehalten werden.SElbst waschbären sieht man nicht oft, wenn, dann nur in den Kinderzoos.Sehr häufig sieht man in en Zoos as Wüsten-Baumwollschwanzkaninchen,a angeblichs elten und soooo süß.So selten kann es nicht sein,im San Diego WAP hoppeln die zu hunderten rum.Warum gerae ie kleinen ameriknaischen Arten kaum gehaltenw eren,liegt wohl an eren Gewöhnlichkeit und Nachtaktivität.SElbst wenn ein Zoo dort ein nachttiehaus hat,dann weren ort natürlich exotische Arten gehalten. (31.12.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Also die Blauhäher standen auch für 350 zum Verkauf in Metelen. Genauso wie Nimmersatte Sattelstörche und Marabus. Haben denn andere Zoos an solchen Tieren kein interesse? Metelen hatte auch eine beachtliche Kranichsammlung und soweit ich weiß wurden höchstens hundert tiere verkauft. (19.12.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Ein paar Blauhäher gibt es auch in Dortmund in einem der Vogelpavillons. (19.12.2005, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | Hatte ja schon den Bestand europäischer Vögel in Metelen gelobt. Die Sammlung nordamerikanischer Singvögel fand ich 1998 fast noch besser. Neben Ammern, Hüttensängern usw. gabs auch Blauhäher. Bei meinem 2. Besuch 2003 waren diese fast die letzten Vertreter N-Amerikas. Überhaupt war in den dazwischenliegenden 5 Jahren nicht viel besser geworden. Und jetzt ist der Park ja wohl pleite und geschlossen. (18.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Nachtrag: Laut Tierpark-Wegweisern hatte auch der Tierpark Berlin schon Blauhäher! (18.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Walsrode hatte mal Blauhäher, wirklich höchst attraktive Tiere. (Wozu man sagen muss: Das gilt für unseren heimischen Eichelhäher eigentlich auch, nur ist der für uns eben "zu normal".) Verschiedene Arten der mehr mittelamerikanischen Blauraben waren in Zoos ebenfalls vertreten, sind aber nie häufig gewesen. (18.12.2005, 00:00) | ||
| Ollo: | Mich wundert es, daß der Blauhäher nicht in unseren Tiergärten vertreten ist. Ist doch ein attraktives und sicherlich leicht zu haltendes Tier. Ich glaube, es gibt auch noch andere blaue Rabenvögel in Nordamerika. (18.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Wenn die Didaktik bei der Zusammenstellung der Artensortimente in Zoos wirklich eine große Rolle spielt, frage ich mich, warum in Deutschland nirgends Graufüchse (Urocyon cinereoargenteus) gehalten werden. Immerhin kommt diese Art dem unspezialisierten Ur-Caniden am nächsten (hat also Modellcharakter für die Evolution), und ein Fuchs, zu dessen alltäglichem Verhalten es gehört, auf Bäume zu klettern, stellt doch eigentlich ein ungewöhnliches "Schauobjekt" dar. Abgesehen davon sind Graufüchse auch farblich sehr schöne Tiere, und mindestens eine Inselform ist sehr bedroht (laut Michael Amend läuft in verschiedenen US-Zoos ein Erhaltungszuchtprogramm). Aber es sind halt "nur Nordamerikaner"..... (24.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Mit den Unterarten des europäischen Braunbären ist das ohnehin so eine Sache, es gibt ja Zoologen, die - wie beim Wolf außerhalb Spaniens - für ganz Europa nur eine einzige Unterart anerkennen. Damit wären dann viele Zoo-Braunbären aus uralten Zuchtlinien tatsächlich "reinrassig". Wenn andererseits tatsächlich mal Braunbären aus einer bestimmten Population gehalten werden, ist diese Information allenfalls versteckt zu finden. Innsbruck z.B. hielt Anfang der 80er ausschließlich Karpatenbären, und die Bären in Salzburg sollen Pyrenäenbären sein. Weiß nur kaum jemand.... Laut den Berner Jahresberichten lebten im Bärengraben der Stadt auch diverse "Unterarten". Wegen der "zu kleinen" Restpopulationen in den Pyrenäen und Alpen wird meines Wissens die europäische Gesamtpopulation als Einheit gemanagt, damit man zur Aufstockung Bären aus anderen Teilen Europas umsiedeln kann. Da man dafür aber anscheinend nicht auf Zoobären zurückgreift bzw. -greifen muss, ist die Frage sehr berechtigt, warum europäische Braunbären in den Zoos "wertiger" sein sollen als amerikanische! (23.11.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Ich frage mich auch gelegentlich, was bei Braunbären noch im Sinne einer Erhaltungszucht "geplant" wird: Die Grizzlys sterben aus, die Kodiaks eigentlich auch, die nun wirklich seltenen syrischen Braunbären werden in Münster kastriert, weil niemand den Nachwuchs haben will - und die raren Unterarten des europäischen Braunbären habe ich noch nirgendwo gesehen. (23.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Es war mal irgendwo zu lesen, dass Basel eine Prärieanlage plant - dort, wo jetzt Gehege für Rinder und Wildschweine liegen - und diese auch mit Gabelböcken (!!!) besetzen wollte. Gibt es in dieser Richtung was Neues? (22.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Meinen Beifall für die Anmerkung! Schon merkwürdig, dass Grizzlys wegrationalisiert werden, aber Kodiaks weiterhin "europa-zoofähig" sind (und sogar neue Zoos damit anfangen, siehe Gelsenkirchen). (22.11.2005, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | Das würde mich auch freuen und man bräuchte die Kojoten noch nicht mal übern großen Teich beschaffen. Interessanterweise haben die Zoos der ehem. Sowjetunion ein größeres Interesse an diesen Ami-Tieren als die alten Verbündeten der USA. Jedenfalls sind mir aus den Reiseberichten in Milu und Takin Kojoten für Moskau, Riga und Zoos der Ukraine in Erinnerung. Eine nordamerikanische Tierform, die auch leider leider in Europa ausstirbt, ist der Grizzlybär. Haltung von bedrohten Arten ist sicher eine wichtige Aufgabe der Zoos, aber wenn ich am Grizzlygehege in Köln lesen muss, dass diese (bekannte und charismatische) Großbärenform in Europa nichts mehr zu suchen hat, auf dass wir überall bloß noch Brillenbären zu sehen kriegen, dann find ich das nicht gut. (22.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Wie wär's denn dann damit, Kojoten ins Tierpark-Sortiment wieder aufzunehmen...? Ins Raster (Tierart der gemäßigten Breiten) passen sie doch wunderbar, und jeder Besucher hat zwar bestimmt schon mal in irgendeinem Western den Namen gehört, weiß aber nicht, wie das dazugehörige Tier aussieht! Dank der guten Beziehungen in Richtung San Diego dürfte die Beschaffung doch auch kein Problem sein, und sämtliche beruflich oder aus Hobby an den Verwandten unseres Haushundes interessierten Personen (und das sind nicht wenige!) würden sich begeistert auf die Kojoten stürzen. Natürlich höre ich jetzt schon wieder die Mahner, der Kojote sei schließlich keine bedrohte Tierart und würde einer solchen den Platz wegnehmen - aber das würde für etliche andere Arten im Tierpark genauso gelten und ist somit kein echtes Argument. (22.11.2005, 00:00) | ||
| Konstantin Ruske: | Einiges interessantes zu Koyoten im Tierpark, das unsere " probleme" aber nicht löst: für 1956 im MILU als erstmals gehaltene Art erwähnt ( hatte ich vorher nie registriert), für 1957-1959 sind für jedes Jahr drei nachzuchttiere in den MILUS erwähnt, endet 1960, die Haltung wird wohl um diese Zeit wider aufgegeben worden sein. Die bei GRZimek erwähnte gute Zucht kann sich nur auf diesen Zeitraum beziehen, ob sie jedoch wirklich erfolgreich war, muß bezweifeöt werden, da das geschlecht der Jungen nicht angegeben wurde, wie bei nicht aufgezogenen Jungen in dieser Auflistung üblich. Damals waren sie ebnsowenig in den Wegweiser erwähnt oder abgebildet ( auch nicht unter Synonymen wie Heul- oder Präriewolf) wie ab 1982, ( sind ja wirklich im JB 82 für Neuzugänge 0,2 erwähnt). Können also ab 82 nur kurz oder gar nicht ( laut Rudloff) dagewesen sein. Ich werde jetzt nochmal versuchen, in die Tierkarteien zu schauen. Auf alle Fälle gehörten Koyoten nach 1960 nicht mehr zum Grundsatzprogramm, das man nach langer Haltung wegen Desinteresse auslaufen ließ. (22.11.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Auch ich schließe mich dem Wunsch von Herrn Mettler, im berliner Tierpark wieder einen Kleinsäugerpavillon besuchen zu wollen, gerne an. Eigentlich kann so ein Bau die Welt nicht kosten, und die im Brehm-Haus aufgestellten Terrarien genügen nicht für den Bestand und wirken auch ein wenig provisorisch. Selbst im Zoo gibt es ja für tagakrive Kleinsäuger kaum Anlagen. Jedenfalls habe ich im alten Pavillon manche interessante Art auch wirklich gesehen, wenn auch wenige interessierte Besucher, was die Angelegenheit auch erklären könnte. (22.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | VOR meiner Suche hätte ich schwören können, dass die Kojoten auch im Wegweiser erwähnt wurden, aber jetzt... Allerdings bin ich nur nach den Inhaltsverzeichnissen gegangen, und da finden sich die Kojoten weder unter "K" noch unter "C" (Coyote) oder "P" (Präriewolf) oder "W" (unter "Wolf" ist dagegen sogar der Mähnenwolf aufgeführt!!!). Da fällt mir ein, unter "Heulwolf" habe ich noch nicht gesucht, den Namen gibt's ja auch noch... So schön und interessant es ist, dass der Tierpark als Transit-Knotenpunkt diente: Die vielen auf Durchreise befindlichen Tiere verfälschen optisch die Liste der Haltungen, wenn sie nicht in den Schaubereich gelangten. Ähnliches gilt für die Zeit, in der hinter den Kulissen eine fantastische Nagetier-Kollektion lebte und sich vermehrte, die sich zwar in den Jahresberichten toll las, aber nur in Bruchteilen öffentlich zu sehen war (ich hatte das Glück, sie mehrfach bewundern zu dürfen). Merkwürdig, dass der abgerissene Kleintierpavillon im Kinderzoo keinen moderneren Nachfolger bekommen hat, die Liste der gehaltenen Nagerarten ist noch immer länger als die der für den Besucher zu sehenden. @Konstantin Ruske: Ich kenne das (im doppelten Sinne) fotografische Gedächtnis von Klaus Rudloff und kann mir auch nicht vorstellen, dass er sich an Kojoten nicht erinnern würde. Wir suchen also Phantome! (21.11.2005, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | Mir war auch immer so als hätte ich mal was über Kojoten im TP Berlin gelesen oder ein Bild gesehen. In den Tierparkwegweisern werden sie nicht erwähnt, auch nicht auf den 2x enthaltenen Schautafeln Hundeartige im Tierpark. Trotzdem schien mir damals die Angabe im JB 1982 ganz logisch - ja klar, Kojoten. Eine Quelle, die mir aber zu der Zeit noch nicht zur Verfügung stand, habe ich gefunden: Grzimeks Tierleben Bd. 12 Seite 236 "Gute Haltungs- und Zuchterfolge konnten u. a. der Prager Zoo und der TP Berlin aufweisen." Zum Glück gibts ja noch Leute, die es genau wissen müssen. Ich bin gespannt. (21.11.2005, 00:00) | ||
| Konstantin Ruske: | Hatte extra Herrn Rudloff gefragt, der sich ganz sicher war, daß seit seinem Dienstantritt im Park (1978) keine Koyotenim Tierpark waren ( ist da eigentlich sehr zuverlässig). Werde das jetzt aber noch mal genauer recherchieren, auch im MILU. (21.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Konstantin Ruske: Im Jahresbericht für 1982 erwähnt der Tierpark als Zugang 0,2 Kojoten. Meine MILU-Sammlung ist leider nicht vollständig, aber der Tierpark hat es sich doch sicher nicht nehmen lassen, sie als erstmalig gehaltene Form anzuführen, selbst wenn sie nur ein paar Tage auf Transit dort gewesen sein sollten?? Ich war 1985 zum ersten Mal im Tierpark Berlin und habe dort (leider) nirgends im Schaubereich Kojoten gesehen. Wenn es darüber keine Aufzeichnungen geben soll, bin ich gespannt, wie die Angabe im Jahresbericht entstanden ist! Aber die Berliner Kojoten sind ein schönes Beispiel dafür, wie lange solche Tiere im Gedächtnis haften blieben können, selbst wenn man sie nie gesehen, sondern nur über sie gelesen hat. Ich habe mich schon mehrfach mit Zoo-Interessierten über Kojoten unterhalten, und alle wussten von der Haltung in Berlin. Sollte sie etwa doch jemand gesehen haben? (18.11.2005, 00:00) | ||
| Konstantin Ruske: | Zumindest seit 1978 gab es im Tierpark berlin nie Koyoten, davor sind sie nie erwähnt, höchstens im transit möglich, aber bei dieser Tierart nicht wahrscheinlich. Es läßt sich keine Aufzeichnung finden, die Koyoten im Tierpark Berlin nachweist! Vielleicht mit den Goldschakalen verwecheselt? Zur vergesellschaftung Otter/ Biber in Gelsenkirchen ein kurzer text im Jahresbericht 1989 ( Ruhr Zoo Gelsenkirchen, Jahrgang 11, 1990):" Die Biberinsel diente auch Kanadischen und später Kurzkrallenottern als Unterkunft. Durch ihre lebhaften Spiele, in die auch Tierpfleger und Besucher miteinbezogen wurden, entwickelten sie sich zu Publikumsmagneten, und es ist zu hoffen , das die Otterhaltung auch Eingang in das Zukunftskonzept des Zoos findet: Da die Otter die biber zu Statisten degradieren, ist eine kombinierte Unterbringung nicht als Dauerlösung geeignet." Nicht sehr erhellend, aber keine direkte erwähnung von Konflikten. (18.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Wie unerschrocken Präriehunde sein können, erlebte ich zu meinem größten Amüsement vor etlichen Jahren in Nürnberg, wo sich - ausgehend vom Bisongehege - eine größere Population frei im Zoogelände etabliert hatte, unter anderem auch auf dem Kinderspielplatz. Einer der Baueingänge lag genau unter dem Ende der Rutsche, und ein Präriehund saß drin und hielt Ausschau. Bei jedem Kind, das unten ankam, zog er kurz den Kopf ein und streckte ihn gleich danach wieder aus dem Loch - das hatte was von Muppets-Show. (16.11.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | Wingham Wildlifepark in Kent behauptet, C. cunningsoni zu haben, also Weißschwanz. War 2003 leider kein Schwanz (im Wortsinne) zu sehen. OK, weiß nicht, ob das zu "unseren" Zoos zählt, aber wir sind ja alle Europäer... Selbst die Briten, ob sie das wissen/wollen oder nicht... (16.11.2005, 00:00) | ||
| IP66: | In Köln sind die Präriehunde vor einigen Jahren aus den mittlerweile auch nicht mehr existierenden Kleinsäugeranlagen in die Alpakaanlage am anderen Zooende umgezogen und haben sich seitdem ziemlich schwungvoll vermehrt. Längere Zeit lebten auch Maras auf der Anlage, und es scheint keine Probleme gegeben zu haben. Ich dachte am Anfang, daß man die Nager auf dem weiten Gelände kaum gut zu sehen bekäme, aber das Gegentweil ist der Fall: Selbst die Jungtiere sind keinesfalls scheu, und die ausgewachsenen Präriehunde zeigen selbst dicht am Zaun kein Fluchtverhalten vor Besuchern. Damit mag aber auch zusammenhängen, daß sie andere Arten einschränken können, nicht zuletzt auch ihrer Zahl wegen. Gibt es eigentlich in unseren Zoos auch eine andere Art als den Schwarzschwanzpräriehund? (16.11.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Otter/Biber gibt es auch in der Wingst. Ja, ich halte auch Präriehunde und ich würde sagen nur mit Bisons vergesellschaften! (15.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | "Erfolgreich" ist relativ, es hat in den Zoos schon Tierverluste durch Stachel-Einbohrungen gegeben, so in Münster bei Westkaukasischen Steinböcken (die Gemeinschaftshaltung wurde daraufhin beendet) und in Duisburg bei den Nyalas. Vermutlich waren die gestorbenen Tiere nicht mal Opfer einer Auseinandersetzung, sondern haben sich schlichtweg auf verlorene, herumliegende Stacheln gelegt. Ein Trampeltier ist da durch seine spezielle Liegehaltung und sein - wenigstens im Winterhalbjahr - längeres Fell besser geschützt als eine Antilope oder Ziege. Und da man den Stachelschweinen schlecht das "Mausern" untersagen kann, birgt ihre Vergesellschaftung m. E. ein unnötiges Risiko. Zum Raubtierpark: Wieder eine Hoffnung dahin.... Ich freue mich zwar immer über noch nie gesehene Tierarten, aber ich hatte eigentlich gedacht, der Park wolle sich bevorzugt um jene Arten kümmern, die aus den "normalen" Zoos allmählich wegrationalisiert werden - und da gibt es ja ein reiches Feld zu bearbeiten. Aber gut, ein Start mit Schwarzfußiltissen ist ja züchterisch kein Problem; da der gesamte Weltbestand ohnehin auf eine minimale Zahl von Gründertieren zurückgeht, ist es eh überflüssig, eine breite Zuchtbasis ins Land zu holen (wo sollte die auch herkommen?). (15.11.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | ... das gilt für Stachelschweinstacheln auch, aber trotzdem sind da gemainschatshaltungen erfolgreich. Mit Kamelen etwa in Braunschweig. Die Leute vom Raubtierpark sind zuversichtlich, Schwarzfußiltisse zu bekommen, falls es soweit ist. Doch, Otter-Biber gab es mal in Bielefeld, sogar im gleichen Bau. Ich weiß aber nicht, warum das wieder aufgegeben wurde. (15.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Den Urson würde ich dabei tunlichst weglassen, die Gefahr ist viel zu groß, dass sich eine andere Tierart Stacheln "einfängt" - und die sind beim Urson dafür bekannt, sich selbsttätig weiter in die Einstichstelle hineinzuarbeiten. Schwarzfußiltisse dürften wohl kaum für Europa zu bekommen sein, derart bedrohte Arten kommen aus den USA nicht raus (sonst hätte Walsrode bestimmt schon Schreikraniche). Präriehunde mit anderen bodenbewohnender Kleinsäugern? Das würde ich nicht wagen, Präriehunde sind nämlich nicht ohne. Ich habe selbst eine Zeit lang welche gehalten und dabei beobachten können, wie sie mit einer Ratte kurzen Prozess machen wollten! Mit Baumbewohnern mag es ja gehen, aber was lehrt uns eine solche Gemeinschaftshaltung? Da stoßen verschiedene Lebensräume aufeinander, das ist dann genau so ein Unfug wie Südamerikaanlagen mit Vikunjas (trockenes Hochgebirge) und Wasserschweinen (feuchtes Tiefland). Bei Ottern täuscht die Niedlichkeit darüber hinweg, dass es sich um ziemlich furcht- und damit auch respektlose Zeitgenossen handelt, die anderen Tieren eventuell nicht nur auf die Nerven gehen könnten. Bezeichnenderweise gibt es meines Wissens nirgends die Kombination Otter/Biber, obwohl sich das vom Lebensraum her anbieten würde. Kanadische Otter sollen im Freiland sogar Baumstachler erbeuten, wenn sie ihrer habhaft werden können!! Bleiben also nur Waschbär und Skunk. Streifenskunks habe ich schon mit Nasenbären zusammen gesehen, warum also nicht auch mit Waschbären. Letztere lebten vor dem Umbau in Gelsenkirchen bereits mit Kanadabibern zusammen, und wenn das in DER Anlage funktioniert hat, ist es wohl ausbaufähig.... Aber warum Kleinsäuger unter sich, warum nicht zusammen mit Großsäugern? Waschbären und/oder Stinktiere mit Weißwedelhirschen könnte ich mir als machbar vorstellen, oder Otter in einem Waldbison-Wassergraben (analog zu der Otter-/Gemsen-Gemeinschaft in Salzburg). Richtig exotisch würde es mit der Kombination Kojote/Silberdachs, die ja im Freiland sogar zusammen auf Jagd gehen! Aber für solche Tiere interessiert sich tatsächlich keiner unserer Zoos, sonst wären sie längst hier. Der Tierpark Berlin hatte kurzzeitig Kojoten, diese aber auch nicht mehr ersetzt; bleiben also nur die Artgenossen in Kleve, untergebracht in einem "Hundezwinger"..... (15.11.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, dasss man sehr reizvolle Kleinsäuger(sogar Gemeinschafts-)anlagen mit Nordamerikanern gestalten könnte, z.B. mit Schwarzfußiltis, Urson, Präriehund, Waschbär, Stinktier, Kanadischem Fischotter, usw. Da könnte man doch bestimmt schöne Wohngemeinschaften bilden. Aber wahrscheinlich haben die meisten Zoos kein Interesse an sowas. (15.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Doch, Gelsenkirchen HAT das mit den Alaska-Lebensräumen bewusst gemacht, sie werden sogar im Lageplan als "Küstenregenwald" usw. beschriftet. Den Heidelberger Masterplan hatte ich damals so verstanden, dass die einzelnen Zooteile unter "Mensch & Natur"-Themen gestellt werden sollten, darunter auch ein Fluss-Panorama. Wie soll denn das Nationalpark-Konzept aussehen? (12.11.2005, 00:00) | ||
| Dirk L: | Dr. Wünnemann hat nach seinem Amtsantritt erstmal schnell ein (durchaus gutes) Konzapt vorgelegt, nachdem der Zoo Heidelberg langfristig verschiedene Nationalparks der Welt zeigen soll. Yellowstone war für den Start am einfachsten, da Teich mit Wald. Weitere Arten in der Planung sind mir da aber erstmal nicht bekannt. Seit Jahren beschäftigen sich die Heidelberger erstmal mit der Beseitigung von Poleys Erbe, sprich dem "Menschenaffenhaus-Modell 2:1", unbrauchbaren Großvolieren, Sanierung der Robben, Raubtierhaus, Affenhaus, jetzt Elefantenhaus.... und gleichzeitig sehr viel Umwelt- und Naturschutz. Ich bin sicher, daß das Nationalpark-Konzept nicht ganz vergessen ist, aber es ist sicher nicht mehr vorangig schon aus Kostengründen. Wahrscheinlich schwebt es im Geiste der Direktion über den aktuellen Umbauten, um sich irgendwann wie ein Gestaltunsschleier über den Park zu senken... Heidelberg ist aber insofern Vorreiter, als daß den Besucher nicht nur Kontinente als Lebensräume vorgegaukelt werden, sondern gezeigt wird, daß man da kleinräumiger denken muß. Nationalparks dienen ja meist dem SChutz eines bestimmten charakteristischen Ökosystems, von daher macht das doppelt sinn. Die Idee geht jedenfalls weit über die aktuelle Unsitte hinaus, irgendwelche Afrika-Anlagen mit irgendeinem Fluß- oder Regionsnamen zu benennen, nur damits gut klingt, ohne Rücksicht auf passende Arten. Insofern stimmt das mit Gelsenkirchen-Alaska schon - nur glaube ich nicht, daß man das dort wirklich bewußt gemacht hat. Es kommt auch nicht rüber. Übrigens gab es das Nationalpark-Konzept auch mal für Stendal - da hat Frau Heuss herumgesponnen, ist aber die auch nur Ansatzweise umgesetzt worden. (12.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Saya: Die Argumentation, dass amerikanische Arten anderen den Platz blockieren, kann ich nicht nachvollziehen. Konsequenterweise müsste man dann auch sagen, wir verzichten auf die asiatischen Arten, schließlich gibt es genug Zoos in Asien, die sich um Banteng, Lippenbär & Co. kümmern, und konzentrieren uns auf Europäische Braunbären, Gemsen usw.! Der Sinn eines Zoos i.e.S. besteht doch darin, dem Besucher fremdländische Tiere näher zu bringen, und da ist ein Puma genauso "exotisch" wie ein Leopard, Jaguar oder Irbis. Ansonsten können wir auch gleich wieder zum "Heimatzoo" zurückkehren. Was den Artenschutz betrifft, so wären auch die meisten "Afrikasteppen" in den Zoos überflüssig, denn sie beherbergen fast ausschließlich Arten und Unterarten, die nicht bedroht sind. Dafür fehlt ein afrikanisches Regenwaldhaus auch nach der Bushmeat-Kampagne noch immer in deutschen Zoos, es wird der Eindruck vermittelt, als gäbe es Regenwald nur am Amazonas und in Südostasien! Immerhin bietet "ZOOM Alaska" einen Grundansatz, der bei aller Kritik bislang untergegangen ist: Es wird nämlich aufgezeigt, dass auch Alaska aus verschiedenen Lebensräumen besteht (Wald, Tundra, Polarzone). @Dirk L.: Welchen Endzustand soll denn "Yellowstone" mal erreichen? Weitgehend ohne Tiere? (12.11.2005, 00:00) | ||
| Dirk L: | "Yellowstone" besteht in HG bisher aus dem umgestalteten Weiher, einem Geysir und einem Bauanschlag für eine Weißkopf-Seeadler-Voliere... Geht halt nur langsam. (12.11.2005, 00:00) | ||
| Saya: | Ehrlich gesagt finde ich es gut dass die nordamerikanischen Tierwelt in deutschen (europäischen?) Zoos nur so spärlich vertreten ist. Da der Platz so limitiert ist bin ich sogar dafür die Nordamerikaner noch weiter zu reduzieren und den Platz stark gefährdeten zB asiatischen Arten zu geben. In Hagenbeck also tatsächlich Bantengs statt Bisons, Lippenbären statt Kodiak-Zucht. Neu Alaska in Gelsenkirchen finde ich aus diesem Gesichtspunkt heraus auch als ziemliche Platzverschwendung. Wenn man education, Besucherunterhaltung und Artenschutz unter einen Hut bringen möchte bieten sich andere Regionen der Erde wesentlich mehr an als "Alaska" mit Hausrentieren und Kodiak-Mischlingen. Für die Arterhaltung sind die deutschen Zoos im Hinblick auf bedrohte nordamerikanische Arten sowieso nicht wichtig, da kümmern sich die Amis schon selbst drum (Rot- und Grauwolf, Schwarzfußiltis, Kal. Kondor...). Davon Parallelpopulationen in Europa aufzubauen macht doch keinen Sinn. (12.11.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Eine Zeichnug von dem neuen Troparium und dem Hotel kann man im Aktuellen Tierparkführer sehen. Für Afrika wird sicher noch nicht geplant, da nach dem Troparium und den Elefanten erstma das Eismeer dran ist. Doch verschwinden werden die Giraffen sicher nicht. Und es stimmt, rein Optisch wird Hagenbeck zu einem Asienpark. Neubauten: Orang-Haus, Thai-Sala, Nepaltempel-Eingang; Im entstehen: Pagoden-Stil Hotel, Troparium mit Elefantenhalle als Inidische Festung, umgestaltung des U-Bahnhofes im Pagodenstil, etc... (12.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Kehren wir zu Nordamerika zurück: Ich war lange nicht in Heidelberg. Wie weit ist da eigentlich die "Yellowstone"-Idee gediehen? Und falls der Zooteil schon existiert, mit welchen Tierarten? (11.11.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Allerdings hätte das einen gewissen Reiz, auch von der Parkanlage würde das gut passen. Früher gab es gegenüber den Elefanten eine große Asienlandschaft mit Rindern, Hirschen, Antilopen, Kranichen,... oder war das nur in Planung? Ich fand so etwas in einem Zooführer aus den 30ern. Wäre sicherlich schön gewesen. Die Giraffen haben meiner Meinung nach sowieso keine große Zukunft mehr auf ihrer Anlage, ich glaube, leider, genügt den Besuchern so was schlichtes irgendwann nicht mehr. Aber so schnell werden die da wohl nicht verschwinden, Hagenbeck hat ja momentan genug Pläne - vielleicht weiß Herr Peter ja ob ich mit meinem Bauchgefühl richtig liege. Auch wenn ich mich gerne über Asien unterhalte, wollte ich nochmal daran erinnern, dass das hier eigentlich ein Nordamerikathread ist... Gebe zu, ich habe selbst dagegen verstoßen. (11.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Nochmal @Zoosammler: Die Idee, aus Hagenbecks Tierpark einen Asien-Zoo zu machen, hat einen gewissen Reiz und wäre einfach umzusetzen: Asiatische Bären (statt der Kodiaks) gibt es genug zur Auswahl, Hirsche, Schweine und Rinder für die Huftieranlagen ebenfalls, und Eisbären sowie Seehunde kommen schließlich auch an asiatischen Küsten vor. Und ein paar Exoten wie Giraffen, Kängurus und Pinguine könnte man ja noch als "Überbleibsel von einem gestrandeten Tiertransport" einbauen - macht ja Hannover mit seinen Pinguinen in Yukon Bay auch.... (Schließlich war Hagenbeck eine Tierfang- und Handelsfirma!) (11.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Zoosammler: Bei aller Begeisterung, Servale sind noch immer Afrikaner :-) Außerdem wird bei Hagenbeck an allen Ecken und Enden gegen das Geo-Prinzip verstoßen: Tahre, Chile- und Kubaflamingos in Afrika (selbst die Stachelschweine sind trotz Beschilderung keine Nordafrikaner, sondern Weißschwänze wie fast überall sonst auch!), Paviane in Asien (oder ist das schon Amerika?), Aras in Asien oder Australien (ebenfalls an der Grenze), Seehunde, Mähnenrobben und Humboldtpinguine im "Eismeer", dazu die von ihren Heimatkontinenten völlig abgehängten Flachlandtapire, Muntjaks und Kodiakbären - hier bestätigt die Regel die Ausnahme, nicht umgekehrt.... (11.11.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Warum nicht? Ich fände das toll... Und statt Flachland- Schabrackentapire, statt Afrikanischen Indische Löwen, statt Nasenbären Kleine Pandas oder Servale oder na ja, o.k., dann wäre der Geo-Zoo-Charakter völlig zusammengebrochen. Gibt es eigentlich irgendwo Entwurfzeichnungen vom neuen Troparium zu sehen? (11.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Pardon, Vietnam-Sikas sind ja schon vorhanden. Dann nehme ich Leierhirsche oder Barasinghas. (11.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Na, dann können ja die Wapitis und Bisons auch noch weg, um Platz für Vietnam-Sikas und Bantengs zu machen :-) (11.11.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Na ja, wenn man die wahl zwischen den Bedrohten Leoparden und den "weniger bedrohten" Pumas wählen muss is es doch klar... (10.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ich meinte ja auch nicht BEIDE Arten, sondern nur eine davon.... (10.11.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Nö, die Nasis mussten nur irgendwo hin. Die sind mitten in Asien! ;-) Wenn ich mir vorstelle auf dem Platz der Leos zwei andere Raubtierarten zu halten gruselt es mich richtig. Ich finde so schon die Leoanlage nich so riesig. Hätte man aus dem Asiatischen "Bärengehege" (da war schon alles drin: Gibbons, Kragenbären, Malaienbären, Hyänen, Wöfe, etc...) eine vergitterte Anlage gemacht, wäre eins der Panoramen kaputt gegangen. So wie es jetzt ist ist es gut und für die Tiere auch optimal. Liber weniger halten und die gut. (10.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ach, dann sind die Nasenbären neben den Elefanten bei Hagenbeck wohl auch das äußerste Ende vom Parkteil Südamerika....? "Kein Platz" ist gut! Die Fläche, welche jetzt die Leoparden bewohnen, hätte man genauso gut für Pumas oder Vielfraße nutzen können. Und die Leoparden hätten dann auf der Fläche der alten Malaienbäranlage (nach Umbau von Plattform in Großkäfig) besser in den Parkteil Asien gepasst als Nasenbären. Aber komischerweise nehmen es gerade die klassischen Geo-Zoos mit der Konsequenz nicht so genau, die Reihe der tiergeografischen Fehlbesetzungen in München ist z.B. lang. (10.11.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Ja, die Pumas sind in München wieder neben den Tigern. In hagenbeck war kein Platz für größere und somit bessere Anlagen, sodass die Tiere (Pumas, Vielfraße) abgegeben wurden. Die Leoparden sind doch am Äußersten Ende vom Parkteil Asien, als nich in Nordamerika. (10.11.2005, 00:00) | ||
| Aguti: | Desert in Burgers Zoo /Arnheim, die Nachbildung der Sonora-Wüste ist wirklich sehenswert... sehr ausgewählter Tierbestand: Dickhornschaf, Katzenfrett, Rotluchs, Kitfuchs, Halsbandpekari, Klapperschlange, Gila-Krustenechse, Truthahngeier uvm., Vegetation sollte auch nicht ausgeklammert werden, wie grün die Wüste teilweise sein kann... (10.11.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ich möchte dieses Thema als Ableger von "Kurzschnabeligel in Zoos" eröffnen, wo wir uns von Australien nach Nordamerika "verirrt" haben und letzteres doch von ganz eigenem Interesse ist. Dass die nordamerikanische Fauna der europäischen aus Sicht des Zoobesuchers zu ähnlich sein soll, sehe ich nicht so - obwohl ZOOM Gelsenkirchen einige "Fälle" für seine Alaska-Landschaft ausnutzt und dem Besucher dort europäische Elche, Rentiere und Luchse als "Amerikaner" unterjubelt. Ich habe mich schon früher gewundert, warum die Amerika-Parkteile bei Hagenbeck und in München in punkto Nordamerika so spärlich besetzt waren. In München besteht Nordamerika nur aus (Wald-)Bisons, Präriehunden und Wassergeflügel, denn die Schneeziegen sind völlig unpassend in "Europa" untergebracht, und die früheren Pumas lebten in "Asien" (Die heutigen auch? War länger nicht dort.) Auch bei Hagenbeck (Prärie-)Bisons und Präriehunde, daneben wenigstens noch Wapitis; Anfang der 80er waren aber auch noch Pumas und Vielfraße vorhanden. Jetzt leben in "Amerika" Chinaleoparden.... Es ist ja nicht so, dass in Mitteleuropa nicht ausreichend Arten vorhanden wären, und zwar auch solche, die für europäische Zoobesucher "exotisch" genug sind: Halsbandpekari, Schneeziege, Dickhorn- und Dallschaf, Puma, Kalifornischer und Stellers Seelöwe wären da als Großtiere zu nennen, dazu diverse kleinere Säuger vom Rotluchs bis zum Streifenziesel und etliche Vogelarten. Mit nordamerikanischen Reptilien (bis hin zu Alligator und Spitzkrokodil) könnte man ein ganzen Terrarienhaus bis unters Dach füllen. Woher rührt also das weitgehende Desinteresse der Zoos? Manche Arten wie der Weißwedelhirsch sind immerhin erst vor relativ kurzer Zeit bei uns "ausgestorben" (vorher beide Berliner Parks + Duisburg). Statt der x-ten Amazonashalle könnte ich mir auch gut eine Everglades-Halle vorstellen, zumal dieser Lebensraum durch Trockenlegung inzwischen fast verschwunden ist (DARÜBER liest man allerdings selten was!). Und man könnte anhand eingeschleppter Arten (in Florida werden ja "pets" bis hin zum ausgewachsenen Python gern in die Wildnis "entsorgt") sogar das Spektrum vergrößern und auf die Problematik hinweisen. Selbst Affen wären machbar, lebt doch in den Everglades seit etlichen Jahrzehnten eine Population Rhesusaffen (die mal als Statisten für Johnny-Weissmueller-Tarzan-Filme dort frei gelassen worden waren...). Es gibt ja mit den Alaska-Bereichen in Gelsenkirchen und Hannover Ansätze dazu, doch für eine wirkliche Bandbreite nordamerikanischer Großtiere kann sich offensichtlich nur der Tierpark Berlin begeistern, welcher dergleichen in seinem noch zu bauenden Bergteil halten wird. (10.11.2005, 00:00) |
| alle Beiträge |