
| IP66: | Faltblätter kann man nachdrucken, insofern auch Veränderungen anpassen. Ich denke, daß jeder von uns Vogelanlagen kennt, in denen man mit den Beschilderungen von Umbesetzungen nicht nachkommt, insbesondere, wenn es sich um sehr aufwendig gemachte Schilder handelt. Positiv aufgefallen sind mir in letzter Zeit Wuppertal und Friedrichsfelde. (21.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Karsten Vick: Im September habe ich noch einen Gelbnackenspecht in Berlin gesehen. Ansonsten verfahre ich in Freiflughallen mit "verzögerter" Birdwatcher-Methode: Was ich nicht kenne und was nicht ausgeschildert ist, wird fotografiert (besser ein schlech (20.12.2005, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | @Hannes: In Arnheim hatten sie was, was ich für gut halte, was aber nur bei gleichbleibendem Tierbestand funktioniert: Ein Faltblatt zum Mitnehmen, eins für Tiere, eins für Pflanzen und ich glaube, eins für die Wüstenhalle. Was mir in der Neuguinea-Halle (20.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Zur Beschilderung von Gemeinschaftsanlagen ist mir noch eine nette Anekdote eingefallen: Kurz nach der Wende besuchte ich erstmals den Zoo Schwerin mit seinem großen Wasservogelpanorama. Soweit ich mich erinnere, waren alle Tierschilder für das Panorama an einer Stelle angebracht - bis auf eines, das ich weit davon entfernt quasi am anderen Ende der Anlage fand: Das für den Marabu. Und besagter Marabu stand genau neben dem Schild.... Da ich nicht an eine Dressur-Glanzleistung und auch nicht an die Lesefähigkeit des Marabus glaube, bleibt nur der Schluss, dass man das Schild dem bevorzugten Aufenthaltsort des Tieres innerhalb der Anlage nachgerückt hatte. Und DAS halte ich nun wirklich für nachahmenswert! (20.12.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Das mit dem jagen sind halt probleme die es immer geben kann aber das kann man auch nur durch ausprobieren wissen. es liegt auch daran wie groß die anlagen sind. Zu den Schildern an Futterplätzen. Ich finde soetwas auch gut und z.b. in der dschungelhalle in Arnheim sind viele futterplätze nah am besucherweg was sehr vorteilhaft ist. ich weiß nicht mehr genau aber wie ist das mit den schildern in arnhiem ich glaub die waren dort nicht so großzügig oder? (20.12.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Tafeln an Futterplätzen finde ich prima! Jedem, der in einer großen Voliere eine Art sucht, hat dort meiner Erfahrung nach die beste Chance - es sei denn, die gesuchte Art wurde von Mitbewohnern aufgegessen oder totgejagt. (20.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | So gesehen hat Walsrode das Problem in der dortigen Paradieshalle relativ gut gelöst. Während die Schilder über Jahrzehnte hinweg geradezu idiotisch platziert waren (an der Wand rechts neben der Eingangstür - der Weg führt aber von der Tür aus nach links!), steht die große Tafel mit den Schildern nun in der Nähe eines der Futterplätze. Natürlichkeit stört sie dort nicht, denn auch Plastik- und Tonschüsseln auf Metallgestellen sind nicht natürlich, und früher oder später lassen sich fast alle Vögel dort mal sehen. Nun gibt es natürlich Zoos, in denen die Futtergefäße möglichst nicht einsehbar sein sollen.... (19.12.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Nach meinen Beobachtungen sind die kölner Ringhefter nicht nur recht anfällig, sie werden auch kaum blätternd genutzt. Schließlich muß in solchen betretbaren Volieren die Möglichkeit bestehen, neue Arten als einzelnes Schild einzufügen, was hier nicht geht oder jedenfalls so aufwendig ist, daß es nicht praktiziert wird. In Wuppertal ist die Tafel zu weit ven den Vögeln entfernt, die berliner Lösungen (Ost und West) gefallen mir ganz gut, wobei in Friedrichsfelde manchmal nur der Vogelkopf abgebildet ist, was die Suche nicht erleichtert. In Münster hingegen verstellt die Tafel den Blick auf die Vögel. Das sind die beiden Schwierigkeiten: Steht die Tafel nah bei den Vögeln, stört sie den "natürlichen" Eindruck, steht sie zu weit weg, liest sie keiner. (19.12.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | für den Normalbesucher ist auch ein Plastikkärtchen zum Mitnehmen in die Halle und abgeben am anderen Ende nicht schlecht, nur sind die Dinger meist weg oder kaputt. Dabei lassen sie sich auch ständig aktuell halten - wenn es nur jemand täte. Das ist auch das Problem der allgemeinen Tafeln und der Ringbücher - weder in Köln noch Stuttgart stimmt die Angabe auf der Tafel auch nur halbwegs mit dem Besatz überein. Da finde ich die winzigen Einzeltafeln in Berlin und Walsrode immer noch besser, wenn auch antiquiert. (18.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | In "Freiflughallen" ist die Beschilderung ein schwer zu lösendes Problem. Mal abgesehen davon, dass selten wirklich ALLE Arten ausgeschildert sind: Wo stehen die Schilder am günstigsten? Im Eingangsbereich, wie in der Walsroder Neuguinea-Halle? Dann hat der Besucher schon nach einer halben Runde vergessen, was er auf den Schilder gesehen hat (abgesehen davon, dass ihn die Masse schlichtweg überfordert). Für die Artenjäger unter uns ist es allerdings so die beste Lösung, weil man gleich sehen kann "DER fehlt mir noch" und gezielt auf die Suche geht.... Oder am Ende des Hallenweges? Hat für Otto Normalbesucher den Vorteil, dass er zum Schluss sagen kann "Ach guck mal, den haben wir auch gesehen". Für gezieltes Suchen unpraktisch. Mittendrin, wie in der Walsroder Paradieshalle oder im Kölner "Regenwald"? Hat immerhin den Vorteil, dass man es aus beiden Richtungen nicht so weit hat, wenn man was nachschauen will... Und dann gibt es noch den ganz besonders trickreichen Berliner Zoo, der Schilder an BEIDEN Enden seiner Halle aufhängt - nur leider sind viele Arten ausschließlich auf EINER der beiden Tafeln ausgeschildert.... :-) (18.12.2005, 00:00) | ||
| Ollo: | Das mit dem Absuchen klappt aber auch nur, wenn man vom Standort der Schilder aus die ganze Anlage überblicken kann, denn sonst vergißt man die Arten ja wieder. In großen "Freiflughallen" wird sicherlich der Löwenanteil der Arten nicht bemerkt. Bei der Gelegenheit könnte ich gleich mal kundtun, daß mir der Begriff "Freiflughalle" gar nicht gefällt. Er impliziert doch irgendwie, daß die Vögel in den kleineren Volieren zu wenig Platz haben. Außerdem handelt es sich etwa bei der Walsroder Anlage meinem Verständnis nach auch nicht um eine "Halle". (18.12.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Bei Kindern habe ich festgestellt, daß das Suchen nach Abbildungen bei Vogelvolieren durchaus beliebt sein kann, wobei ich manchmal den Eindruck hatte, daß "klein und bunt" beliebter war als "groß und braun). Insofern ist Beiflug in Fasanenvolieren durchaus nützlich. Unschöner finde ich, wenn in überbesetzten Ibisvolieren bekotete Bodenbewohner herumlaufen (Madagaskarenten in Köln, Steinhühner in Duisburg). (16.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Kommt natürlich ganz darauf an, WAS man vergesellschaftet. Bei der Beekse-Bergen-Kombination Afrikanische Elefanten/Mantelpaviane kommen zwei Publikumslieblinge zusammen, bei Reiherente/Bergente zwei Arten, für die sich nur Wenige interessieren. Und versuche mal jemand, die Krokodilarten in ihrer Halle im Berliner Aquarium auseinanderzuhalten.... Die bei Vogelliebhabern beliebten "Waldvogelvolieren" stoßen bei Otto Normalbesucher nach meinen Beobachtungen auf wenig Interesse, da guckt er sich lieber Wellensittiche an. Und wie intensiv er nach Vögeln sucht, hängt auch von der angebotenen Beschilderung ab. Hier muss ich leider mal wieder am Tierpark Berlin Kritik üben: Auf den Vogelschildern sind dort nur die Köpfe der Arten abgebildet. Wenn Otto Normalbesucher dort einen unbekannten Namen wie "Schwarzkopf-Kernknacker" liest (und sehr viel mehr liest der durchschnittliche Besucher auf dem Schild auch nicht), weiß er mit Sicherheit nicht, WONACH er eigentlich Ausschau halten müsste: Irgendwas in Truthahngröße am Boden, oder doch eher was Meisenkleines hinter irgendeinem Fichtenzapfen? Viele Vergesellschaftungen dienen schlichtweg "nur" dazu, auf gleicher Fläche mehr Arten unterzubringen. Andere hingegen bedeuten für die Arten der Gemeinschaft ein deutlich ausgefüllteres Zooleben; ich denke dabei z.B. an die häufigen Interaktionen der Huftierarten auf den hannoverschen Afrika-Anlagen. (15.12.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Man muss auch bedenken viele anlagen haben ein "Haupttier" was den Besucher interessiert und die anderen sind da um diese soft noch interessanter zu machen oder weil im zoo an anderer stelle kein platz gewesen ist für diese und so ist einer gefunden. auch so werden die unscheinbaren tiere zu stars. jeder liebt die otter in münster bei den orang utans den die großen affen sitzen ja nur rum(so sieht es der otto-normal-besucher) genauso beio den gorillas und mangaben. (15.12.2005, 00:00) | ||
| Ollo: | Um Bildungsfunktion und Enrichment sollte es hier jetzt mal nicht gehen. (15.12.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | >> bei einer Voliere mit vier Vogelarten werden die Besucher (außer uns Spezis) niemals den Bestand mit der Beschilderung abgleichen << Das wird aber auch nicht besser, wenn die Arten in vier Volieren nebeneinander gezeigt werden. Und jeder Besucher nimmt andere Arten war. Außerdem soll ja ein Lebensraunausschnitt gezeigt werden - Tiere existieren immer in Beziehung zu anderen Tieren. Vom Enrichment ganz abgesehen. (15.12.2005, 00:00) | ||
| Ollo: | Rechnet sich eigentlich die Vergesellschaftung von Tierarten betriebswirtschaftlich? Auf der Nutzenseite haben wir den Vorteil der Platzersparnis. Dem gegenüber steht meiner Ansicht nach der sehr große Nachteil, daß die Besucher nicht jede Art angemessen wahrnehmen. Ich denke einfach, bei einer Voliere mit vier Vogelarten werden die Besucher (außer uns Spezis) niemals den Bestand mit der Beschilderung abgleichen. Sie werden eine Art entdecken, und dann vielleicht noch eine zweite, aber dann sind sie bedient. Es bleibt kein Reiz mehr, nach weiteren Tieren Ausschau zu halten. Ganz anders wäre die Situation, wenn jede Art in einer eigenen Voliere untergebracht wäre. Man versucht ja schließlich, in jeder Tieranlage etwas zu entdecken. Demnach hätten die selben Tiere bei getrennter Haltung einen größeren Schauwert, der ja letztendlich die Wirtschaftlichkeit bestimmt. Darüber hinaus dauert es normalerweise auch länger, vier kleine Anlagen abzuklappern als eine einzige, die viermal so groß ist. Somit könnte der Besucher länger im Tiergarten gehalten werden, was ja auch ein betriebswirtschaftliches Ziel sein sollte. Was meint Ihr? (15.12.2005, 00:00) |
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