
| IP66: | So stehen jetzt die hannoveraner Tiger im Sumpf und die Pinguine bleiben am Südpol, aber Herr Machens kann den Rasen im Garten seiner Villa trockenlegen. Man muß halt Prioritäten setzen. (22.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Laut heutigem Artikel in der "Neuen Presse" bekommt Machens eine Gehaltserhöhung (wenn auch nicht ganz in der von ihm geforderten Höhe) udn liegt zukünftig bei 140.000 Euro im Jahr. Das Blatt nennt auch Vergleichszahlen anderer Manager der Region: Der Chef der Üstra (das ist der hannoversche Nahverkehr) verdient rund 250.000 Euro, die Chefs von Regio-Bus je 120.000 Euro. @Markus: Das Verwaltungsgebäude hat schon lange vor der Ära Machens gestanden!! Und was Sanierungsarbeiten betrifft: Sind die näher beschrieben? Würde mich interessieren. Leider versumpft ja der Boden der Tigeranlage immer wieder nach anhaltenden Niederschlägen, weshalb schon einmal eine völlig neue Drainage gelegt wurde. Ich bin kein "Baumensch" und weiß daher nicht, inwieweit man sowas vorher einkalkulieren kann - manche Nachbesserungen lassen sich wahrscheinlich nie vermeiden. (21.12.2005, 00:00) | ||
| Markus: | also, die offiziellen Besucherzahlen lagen in den letzen 6 Jahren 3x knapp unter 1 Mill. Und Machens wollte die Million mit drei neuen Anlagen 1999 knacken, und dann 1,5 Mill. dauerhaft halten. Selbstverständlich sind es 5 Restaurants; ich habe aber nie behauptet, daß die eigenständig sind. Leider gibt es ja keine Jahresberichte mehr aus Hannover, geschweige denn veröffentlichte Geschäftsberichte, sonst würde ich gern mal sehen, wo da schwarze Zahlen geschrieben werden. Zitat aus der Hannoverschn allgemeinen von 22.11.: Für baulichen Unterhalt ist im Wirtschaftsplan eine Million Euro vorgesehen. Unter anderem stehen Sanierungsarbeiten am Gorillaberg und im Tigerhaus an. Das allerdings reicht bei weitem nicht, um den Sanierungsstau zu beheben. Er liegt nach Angaben des Zoos ohne die Kosten für Yukon Bay bei 25 Millionen Euro. Unter anderem nagt der Zahn der Zeit heftig am Verwaltungsgebäude dort haben Mitarbeiter kürzlich zum wiederholten Male Rattennester beseitigt Erstaunlich, daß die Sanierungsarbeiten allesamt Bauten betreffen, die schon unter Machens erbaut wurden... (18.12.2005, 00:00) | ||
| Martin: | @ Markus vom 16. Dezember Ich weiß nicht, woher Du Deine Infos hast, dass der Zoo Hannover seine "groß verkündeten Besucherzahlen nicht annährend erreicht hat" und die Gastronomie rote Zahlen schreibt??? Also: es war immer die Rede davon, dass die magisch (18.12.2005, 00:00) | ||
| Gebhardt: | ... auch die aktuelle Sache in Saarbrücken ist wohl eine parteipolitische Frage (s. Thread dort). Direktor CDU, Stadt und Förderverein SPD. Am besten, als Direktor hält man sich ganz aus der Parteienpolitik raus. (16.12.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | Die Gefahr, wenn ein Direktor am Gewinn beteiligt wird, besteht natürlich in absoluter Kommerzialisierung des jeweiligen Zoo und reiner Gewinnmaximierung. Und vielleicht auch darin, daß die falschen Leute Direktor werden... Erfolg nur kommerziell nach Kontostand zu beurteilen ist bei Zoos falsch und gefährlich. Bei reinen Wirtschaftsunternehmen mag das noch angehen (aber auch die haben soziale und gesellschgaftliche Verpflichtungen, was immer wieder gern vergessen wird). Bei Zoos aber gibt es auch andere Aufgaben, bis hin zum Artenschutz und zur Bildung. Wie man hier "Erfolg" messen will und einen Direktor (aber auch Kurator, Tierpfleger usw!!) dafür belohnen könnte, ist mir schleierhaft. Wäre es denn richtig, dem Direktor 25% mehr Gehalt zu bezahlen, wenn nach einer Elefantengeburt 25% mehr Besucher kommen? Oder sollte das nicht lieber dern Elefantenpflegern ausgezahlt werden, die sicher mehr dazu beigetragen haben? Oder dem Tierarzt? Oder dem Architekten des Hauses??? Erfolgsprämien bei Welterstzuchten? Gratifikation für tolles Naturschutzprojekt? Tantiemen für wissenschaftliche Veröffentlichungen? Also, ich sehr keine Chance, Leistung im Zoo wirklich fair festzustellen. Übers Geld gehts sicher nicht. (16.12.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Habe mal ein wenig recherchiert, wie das so ist, wenn Zoodirektoren auf der einen Seite ihrem Zoo, auf der anderen ihrer Partei verpflichtet sind: Dem frühere Augsburger Direktor und seine Frau, anscheinend SPD-Mitglieder, wurde, neben vielen anderen Delikten, vorgeworfen, mehrer Parteiveranstaltungen in der Zoogaststätte abgehalten zu haben. Mittlerweile ist Frau Gorgas suspendiert, ihr Mann pensioniert. Der Rostocker Zoodirektor Nagel ist ebenfalls Mitglied der SPD, ist damit aber nicht in negative, sondern in positive Schlagzeilen geraten, da er als Kandidat für das Rostocker OB-Amt in Betracht gezogen wurde. (16.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Ich habe mich für wirtschaftliche Dinge nie sonderlich interessiert - schon gar nicht im Zusammenhang mit Zoos - meine mich aber zu erinnern, dass bei der Umwandlung des Zoos von einem städtischen Betrieb in eine GmbH die berühmte "symbolische Mark (16.12.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Ich würde mal gerne das Gezeter hier im Forum sehen, wenn zukünftig alle Zoos nur noch Unternehmen der freien Wirtschaft wären... Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass Herr Machens ein ordentiches Gehalt erhält, aber wie schon erwähnt wurde: Wirklich dahinter stehen könnte ich eigentlich erst, wenn es für die übrigen Beschäftigten relativ ähnliche Erhöhungen geben würde. Wie ich schon beim Thema Saarbrücken angemerkt habe, ist es immer schwierig, wenn ein Zoodirektor zugleich Mitglied einer politischen Partei ist. Gibt es da außer Ceska und Machens noch andere Beispiele? (16.12.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Das ist klar das es kein Wirtschaftsunternehemen ist aber an sich (jetzt nicht auf hannover bezogen) sollte ein zoodirektor ähnlich eines wirtschaftsbosses an erfolgen beteiligt werden, heißt mehr gewinn mehr gehalt. der mann ist dann ja auch für das unternehemn mehr wert. er kann sich ja auch abwerben lassen ganz wie in der freien marktwirtschaft. (16.12.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Wenn der hannoveraner Zoo eine Firma ist, dann braucht er keine Subventionen, die man für andere Angelegenheiten öffentlichen Interesses verwenden könnte. Zudem müßte er sein Gelände, die dort vorhandene Infrastruktur und den Tierbestand der Stadt abkaufen. Wenn dies geschehen ist, mag man Herrn Machens eine Gewinnbeteiligung an der von ihm geleiteten Firma einräumen. (16.12.2005, 00:00) | ||
| Markus: | Und auf der Negativseite steht nun der am höchsten verschuldete Zoo Deutschlands, der noch immer reichlich Zuschüsse braucht, seinen für 2000 anvisierten Umbauplan nicht annähernd fertiggestellt hat, die geplanten und groß verkündeten Besucherzahlen nicht annähernd erreicht, jetzt 5 Restaurants hat von denen keines schwarze Zahlen schreibt und dessen neue Gehege bereits Umbau und Sanierungskosten im Millionenbereich verschlingen (Dschungelpalast, Gorillaberg) sowie tierhalterisch schon bein Bau überholt waren (Elefanten, Affeninsel usw.) Dafür eine Gehaltserhöhung?? Den Bonus würde ich lieber anderen Direktoren geben! (16.12.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ich habe den Parallelartikel dazu in der hannoverschen "Neuen Presse" gelesen. Um das Thema mal andersherum aufzuzäumen und sowohl die Person Machens als auch den Zoo Hannover dabei völlig wertfrei zu betrachten: "Zoodirektor" ist zwar ein gebräuchlicher, aber eigentlich nicht mehr recht zeitgemäßer Begriff. Streng genommen ist Herr Machens Geschäftsführer eines Unternehmens. Die NP listet neben dem Artikel auch seine "unternehmerische Leistung" auf: Unter Machens' Leitung stieg der Umsatz des Zoos von 2,8 auf 17 Millionen Euro, und gleichzeitig wurden etliche neue Arbeitsplätze geschaffen (1994: 78 Vollzeitstellen, 2004: 230 Vollzeitstellen). Ein Geschäftsführer dient nun mal zu dem Zweck, ein Unternehmen nicht nur zu verwalten, sondern es zu Erfolg zu führen - ob es nun ein Nahverkehrsbetrieb, eine Fabrik oder eben eine tiergärtnerische Einrichtung ist. Sieht man es objektiv aus diesem Blickwinkel, erfüllt Machens die ihm von den Gesellschaftern der GmbH gestellte Aufgabe. Warum soll er also nicht vom erreichten Erfolg profitieren? Ob eine Tätigkeit jeglicher Art und irgendeines Menschen überhaupt soviel Geld wert ist, steht auf einem ganz anderen Papier. Verglichen mit Wirtschaftsbossen, Sport- oder Popstars ist ein "Zoodirektor", was immer er auch verdient, ohnehin nur ein "armes Würstchen". (16.12.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | Wie viel verdient eigentlich ein Zoodirektor? (bzw., wie viel bekommt er...) Grund meiner Frage ist der heutige Artikel in der HAZ, wonach Machens in Hannover 150.000 in Jahr fordert und dafür auch noch Unterstützung vor Ort findet. Das wären 12.500 im Monat - da scheint mir die Differenz zu dem, was ich von Cheftierpflegern oder auch Kuratoren weiß, doch etwas zu extrem, oder? -------------- In seinem Gehaltspoker mit der Region Hannover bekommt Zoo-Geschäftsführer Klaus-Michael Machens Unterstützung. Zu Wort gemeldet haben sich gestern unter anderem der CDU-Bundestagsabgeordnete Friedbert Pflüger, die CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) und der Betriebsrat des Tierparks. Machens muss unbedingt in Hannover gehalten werden, weil er den Zoo nach vorne gebracht hat. Man sollte ihm finanziell entgegen kommen, fordert Pflüger. Der MIT-Vorsitzende Christoph-Justus Loskant kritisiert Regionspräsident Michael Arndt: Er behindert den Zoo, wo er nur kann. Die Vertretung der 300 Mitarbeiter bezeichnete Arndts Verhalten als nicht hinnehmbar. CDU-Mitglied Machens hat seinen Vertrag zum Jahresende gekündigt, weil er sich sonst zu alten Konditionen verlängert hätte. Der 59-jährige Zoo-Chef fordert etwa 20.000 Euro mehr Gehalt und würde dann 150.000 Euro im Jahr verdienen. Mit 150.000 Euro brutto Jahresgehalt läge Machens im Mittelfeld unter den Bossen der Tochterfirmen der Region. ---------------- (16.12.2005, 00:00) |
| alle Beiträge |