
| cajun: | Ein großer Zoomensch ist verstorben: "Der ehemalige Direktor des Kölner Zoos, Prof. Dr. Gunther Nogge, ist tot. Das teilte der Zoo am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Demnach ist Nogge bereits am 4. Oktober verstorben. Er wurde 83 Jahre alt. Nogge studierte Biologie in Bonn und war bereits neben seinem Studium während der Semesterferien als Hilfstierpfleger im Kölner Zoo tätig. Der Direktor des Zoos zu werden, sei für Nogge ein "Jugendtraum" gewesen, den er sich schließlich am 15. Juli 1981 erfüllte. 25 Jahre lang verblieb Nogge in diesem Amt, bis Prof. Theo Pagel ihn im Jahr 2007 ablöste. Kölner Zoo nimmt in stillem Gedenken Abschied "Wir werden Herrn Nogge in bester Erinnerung behalten", sagt Pagel in einer Mitteilung. "Die Zoowelt, und insbesondere der Kölner Zoo, haben ihm viel zu verdanken und ich persönlich ebenfalls." 1991 hatte Nogge Pagel als Direktor in den Zoo geholt, Pagel habe unter ihm viel gelernt. Der Aufsichtsrat, die Vorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg sowie die Beschäftigten des Kölner Zoos wollen nun in stillem Gedenken Abschied von dem ehemaligen Direktor des Kölner Zoos nehmen. Auch sprechen sie Nogges Ehefrau und dem Rest seiner Familie ihr Mitgefühl aus." Quelle:https://www.t-online.de/region/koeln/id_100958426/koelner-zoo-ex-direktor-gunther-nogge-verstirbt-mit-83-jahren.html (16.10.2025, 11:16) | ||
| cajun: | Ein Open Source Artikel aus der BZ: "Aus einer anderen Zeit: Petrus Olesen – der legendäre „Löwenpapa“ vom Berliner Zoo Sogar die Los Angeles Times berichtete vor 100 Jahren über den populären Tierpfleger, der sich nach eigener Auskunft vor Menschen mehr fürchtete als vor wilden Tieren. Es gab einmal eine Zeit, da kamen die Besucher des Berliner Zoos nicht nur wegen der Tiere. Die meisten Wärter, wie man die Pfleger damals nannte, hatten zu den Besuchern einen guten Kontakt. Da freuten sich die Wärter auf ihre Lieblingsgäste und die Tierfreunde suchten gern den Wärter auf, der sich um ihre Lieblinge kümmerte. Der Zoobesuch kostete werktags eine Mark, an Sonn- und Feiertagen 50 Pfennig, Kinder zahlten die Hälfte. So kamen sonntags manchmal fast 100.000 Besucher in den Zoo. Einer der populärsten Wärter war Petrus Olesen, dem die Raubtiere anvertraut waren. Die Besucher kamen immer wieder zu ihm. Gegenüber der Presse äußerte er 1934: „Es sind oft die Kaufleute, die in der Gegend um den Zoo beschäftigt als Zoo-Abonnenten ständige Besucher sind und in den Geschäftspausen abends nach dem Dienst oder Sonntags mit der Familie zu uns kommen.“ Zum Publikum befragt, meinte er: „Ach, ich sehe von weitem, ob ein Mensch ein Tierfreund ist oder nicht. Manche tun ja so, als ob sie die Tiere lieben, aber das ist alles Tünch, dieselben Menschen tun auch so, als ob sie die Menschen lieben – und lieben doch nur sich selbst. Aber die große Mehrheit der Besucher ist gut und anständig zu den Tieren.“ Die Presse berichtete des Öfteren über Olesen. Selbst in der Los Angeles Times kam er am 21. März 1926 zu Wort. Dort bekundete er, dass er in 30 Jahren mehr Löwen, Tiger, Leoparden und Bären aufgezogen habe als jeder andere in Europa.Klein von Wuchs, aber mit Bärenkräften ausgestattet Dem gelernten Schmied, klein von Wuchs, aber mit Bärenkräften ausgestattet, hatten es die Raubtiere schon im Zirkus angetan. 1896 begleitete er eine Karawane zur Gewerbeausstellung in Berlin. Im Jahr darauf stellte er sich dem Berliner Zoodirektor Ludwig Heck vor. Er muss auf Anhieb überzeugt haben, denn ihm wurde gleich das „Kleine Raubtierhaus“ zugeteilt. Später war er für die „Bärenburg“ und ab 1902 für das „Große Raubtierhaus“ zuständig. Als Olesen eingestellt wurde, arbeiteten im Zoo, einschließlich der Restaurants, im Sommer 250 Personen. Für die Tiere waren 14 Hauptwärter zuständig, die von sieben Hilfswärtern und drei „Arbeitsfrauen“ unterstützt wurden. Für sie war mit Dienstwohnungen gesorgt. So wohnte Olesen Kurfürstendamm 9. Der Vorteil: Das Personal konnte auch außerhalb der Arbeitszeit schnell bei den Tieren sein. Wie wichtig das war, zeigte sich am 17. Oktober 1899 bei einem Brand frühmorgens im „Großen Raubtierhaus“. Trotz schneller Hilfe erstickte allerdings ein Jaguar, ein Löwenpaar wurde verletzt. " Je mehr Menschen man kennenlernt, desto lieber gewinnt man die Tiere." Petrus Olesen 1901 heiratete Olesen, 1904 kam die erste seiner vier Töchter zur Welt. Wie die Familie wohnte, ist unbekannt. Aber die Einrichtung seines Pflegeraums („Afrikanische Klause“) im Raubtierhaus ist überliefert: Ein Tropenhelm hing an der Decke. Gewehre, Jagdtaschen, Ferngläser und Schaufeln befanden sich neben Jagdtrophäen, Skeletten und ausgestopften Tiere in dem Raum. Und auf einem Schild war zu lesen: „Je mehr Menschen man kennenlernt, desto lieber gewinnt man die Tiere.“ Olesen hatte zu seinen Tieren ein Verhältnis wie Eltern zu ihren Kindern. Daher nannte man ihn auch „Löwenpapa“. Furcht vor den Raubtieren hatte er keine: „Nein, ich habe mehr Furcht vor den Menschen als vor den Tieren.“ Das Vertrauen der Tiere erwerbe er „durch Ruhe, Ruhe, Ruhe und durch Geduld, Geduld, Geduld. Wenn die Tiere ihre Launen haben … dann warte ich, Der Zoo musste 1923 zeitweilig geschlossen werden Ab 1920 geriet der Zoo in Schwierigkeiten. Deshalb musste er sogar 1923 zeitweilig geschlossen und ein Drittel der Belegschaft entlassen werden. Der Tierbestand hatte sich reduziert; Geld für den Ankauf von Tieren fehlte. Deshalb rüstete der Zoo 1924 die erste aus heutiger Sicht doch sehr fragwürdige Übersee-Expedition aus. Mehr attraktive Tiere sollten mehr Besucher anlocken. Zuletzt hatte sich Olesen bereits 1923 an einer Tierfangexpedition ins Somaliland und nach Abessinien (Äthiopien) unter Leitung des Privatdozenten Paul Vageler beteiligt. Diesem war klar, dass ein derartiges Unternehmen nur Erfolg haben würde, wenn ein erfahrener Tierpfleger dabei ist. Unter der Überschrift „Abessinische Geschenke“ schrieb der Zoodirektor in der Illustrierten Die Woche dazu: „Ein solcher Mensch ist unser Raubtierwärter Olesen, und sein schönster Traum war, wie ich selber und jeder ähnlich Veranlagte ihm nachfühlen kann, seit Jahren schon, einmal nach Afrika zu kommen. So mochte ich ihm den erbetenen Urlaub nicht abschlagen.“ Olesen brachte die fast einjährige Expedition Malaria und Schwarzwasserfieber ein. Vom Januar bis Mai 1025 fand dann die erste Tierfangexpedition des Zoos unter Leitung von Lutz Heck, Sohn des Direktors Ludwig Heck, nach Abessinien statt. Mithilfe der indigenen Bevölkerung gelang der Fang einer Vielzahl von Tieren. Ganz unproblematisch verlief die Unterstützung allerdings nicht, wie man der Presse eingestand: „Freilich hat es viel Mühe gekostet, die Eingeborenen dazu zu bewegen, sich zu diesen Fängen herzugeben. Auf manche Tiere, die bei ihnen als heilig galten oder sonstwie Gegenstand des Aberglaubens waren, zu jagen, konnten sie durch nichts überredet werden.“ Dennoch soll die Expedition mit fast 2000 Tieren zurückgekehrt sein.bis sie vorüber sind, ich pflege sie gesund, wenn sie krank sind, schlichte den Streit, wenn sie sich beißen.“Auf großen Plakaten an den Zooeingängen wurden die „viele Kostbarkeiten und Seltenheiten“ angekündigt. Als man sie der Öffentlichkeit präsentieren konnte, erfreute sich der Zoo endlich wieder eines großen Tages. Und dadurch, dass ein Kamerateam der Ufa die Expedition begleitet und einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Auf Tierfang in Abessinien“ gedreht hatte, hielt die Werbung an. Dieser Film, uraufgeführt am 18. Juni 1926 im Gloria-Palast, wurde ein Publikumserfolg. In einer Rezension kann man u.a. lesen: „Wie ein Kätzchen spielt der kleine Gepard mit seinem Wärter. Er ist jetzt herangewachsen und wird allabendlich nach dem Film von Dr. Heck in natura vorgeführt. Er spielt immer noch mit weichen Pfoten, ohne die Krallen zu zeigen, und das Berliner Publikum jubelt ihm zu.“ Der Wärter war natürlich Olesen. So wurde er 1926 auch zum Oberwärter befördert. Die Presse schrieb dazu: „Mit dieser Beförderung werden die 27-jährigen Dienste eines der ersten Praktiker der Tierpflege im Zoologischen Garten belohnt. Olesen war in den letzten Jahren zweimal im Auftrag des Berliner Gartens in Afrika, zuletzt als Mitglied der Heckschen Tierfangexpedition.“ An Parkinson erkrankt Von November 1927 bis Mai 1928 führte der Zoo die zweite Tierfangreise unter Leitung von Lutz Heck durch. Geplant war der Fang von Nashörnern, die es damals im Berliner Zoo noch nicht zu sehen gab. In einem Zeitungsartikel vom 15. Juni 1928 schilderte Olesen unter der Überschrift „Wie ich das junge Nashorn fing“ seine Erlebnisse dieser Reise. Nach langer Suche fand er „einen Kerl von unerhörter Stärke und Gewandtheit. Ich packte es um den Hals, aber es schleuderte mich hin und her und verletzte mir die Hand. Mittlerweile kamen die N. mit Büffellederstricken herbei und halfen mir, dem ungestümen Koloß Fesseln anzulegen … Ich habe es sehr lieb gewonnen und freue mich, daß es glücklich nach Deutschland gebracht werden konnte.“ Den Artikel schmücken Zeichnungen, wie Olesen das Nashorn fing und es betreute. In Berlin wurde es auf den Namen „Mtoto“ getauft.1931 übergab Ludwig Heck nach fast 43-jähriger Tätigkeit die Leitung des Zoos an seinen Sohn. Dieser sorgte 1937 für eine große Löwensteppe von ca. 2000 Quadratmetern mit drei heizbaren Flächen. Olesen, der mittlerweile an Parkinson erkrankt war, beendete in diesem Jahr seine Tätigkeit im Zoo und zog nach Schöneiche bei Berlin. Den Eingang seines Häuschens schmückten zwei stattliche Bronzelöwen und auf dem Grundstück wehte eine dänische Flagge. Im Dezember schrieb die Presse: „Er ist nun pensioniert; darum sitzt er im guten Anzug auf der Zoobank. Im Grunde genommen ist er jetzt Zoobesucher wie wir, aber darauf stelle sich einer mal von heute auf morgen ein, wenn man vierzig Jahre im Raubtierhaus gesorgt und gearbeitet hat. Wenn etwas los ist bei den Löwen, oder wenn der schwarze Panther nicht fressen will, wird man auch den pensionierten Papa Olesen von seiner Bank hereinholen, wenn er nicht schon selber zur Stelle ist.“ Quelle:https://www.berliner-zeitung.de/open-source/aus-einer-anderen-zeit-petrus-olesen-der-legendaere-loewenpapa-vom-berliner-zoo-li.2349209 (10.09.2025, 11:25) | ||
| cajun: | Eine Meldung aus der Wilhelma: "Wilhelma-Direktor in Spitzengremien wiedergewählt Dr. Thomas Kölpin wird in seinen Ämtern beim europäischen Zooverband EAZA bestätigt. Dr. Thomas Kölpin, der Direktor des Zoologisch-Botanischen Gartens Stuttgart, nimmt weiterhin lenkende Positionen im Europäischen Verband für Zoos und Aquarien (EAZA) ein. Im Rahmen der Anfang April 2025 im spanischen Valencia stattgefundenen Vollversammlung des Verbands wurde der promovierte Biologe, der im Jahr 2014 die Führung der Wilhelma übernommen hat, in gleich zwei Ämtern für die Dauer von jeweils drei Jahren bestätigt: Erneut wurde er in den Council, den fast 50-köpfigen Rat der EAZA, gewählt, in welchem deutsche Zoos mit insgesamt fünf Sitzen vertreten sind. Über das Council wurde Kölpin außerdem wieder zum Vorsitzenden des Komitees für Mitgliedschaften und Ethik innerhalb des Executive Committe, dem ausführenden Organ der EAZA, berufen. In dieser Funktion koordiniert Kölpin unter anderem die Evaluierung von potentiellen Neumitgliedern, welche strenge Kriterien zu erfüllen haben, um der EAZA beitreten zu dürfen. Zu den Kernaufgaben des von ihm geleiteten Komitee gehört außerdem, die bestehenden Mitglieder alle fünf Jahre einem Screening zu unterziehen, welches überprüft, ob die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft weiter erfüllt werden. Kölpin zeigt sich geehrt: „Alle in der EAZA zusammengeschlossenen Zoos profitieren von der internationalen Vernetzung innerhalb unseres Verbands. Ich bin dankbar dafür, erneut in meinen Ämtern bestätigt worden zu sein und die Gegenwart und Zukunft der europäischen Zoos und Aquarien weit über die Wilhelma hinaus mitgestalten zu dürfen“. In der EAZA sind mehr als 400 wissenschaftlich geleitete Zoos, Aquarien und weitere Organisationen, z. B. Verbände und im Zoobereich tätige Unternehmen, zusammengeschlossen. Alle Mitglieder vereint das Ziel, Artenschutz, Bildung, Wissenschaft und Tierwohl in der Zoowelt voranzutreiben. Mit Hilfe von Komitees und Spezialistengruppen für unterschiedliche Themenbereiche werden gemeinsame Standards gesetzt und weiterentwickelt." Quelle:https://www.wilhelma.de/aktuelles/aktuelles/news-presse/meldung/wilhelma-direktor-in-spitzengremien-wiedergewaehlt (10.04.2025, 10:12) | ||
| Adrian Langer: | https://www.hessenschau.de/gesellschaft/ehemaliger-frankfurter-zoodirektor-manfred-niekisch-tot-v1,manfred-niekisch-gestorben-100.html Manfred Niekesch der frühere Direktor des Zoo Frankfurt ist verstorben. (14.11.2024, 20:48) | ||
| cajun: | In Rheine hinterlässt der scheidende Zoodirektor große Fußstapfen: "EIN GORILLA IM NATURZOO NaturZoo Direktor Achim Johann reiste am 13. Oktober mit einem Gorilla im Gepäck aus dem Zoo Leipzig zurück. Der Gorilla – ist eine Bronze-Skulptur und wurde Achim Johann auf der Jahrestagung des europäischen Zooverbandes EAZA (European Association of Zoos and Aquariums) symbolisch als Auszeichnung für sein Lebenswerk verliehen. Gewürdigt wurde Johanns Wirken auf mehreren Ebenen innerhalb der europäischen Zoogemeinschaft. Er begründe1989 das internationale Zuchtbuch und das europäische Zuchtprogramm (EEP) für die Dscheladas, das aufgrund seiner Entwicklung als mustergültig betrachtet wird. 1993 wurde er zum Leiter der Expertengruppe für Lemuren und Verwandte ernannt. Dieser Prosimian TAG (Taxon Advisory Group) stand er seither vor, und er koordinierte die verschiedenen EEPs (u.a. Varis, Kattas, Makis, Loris und Galagos) und die Zusammenarbeit mit Artenschutzorganisationen in Madagaskar und auf Sumatra und Java. Grundlegend war dabei seine besondere Liebe für die Lemuren Madagaskars, die bis in die Kindheit und prägende Besuche in seiner Heimatstadt Saarbrücken zurückreicht. Seine auf die Haltung von Watvögeln in Rheine begründeten Fachkenntnisse prädestinierten ihn für die Gründung und Leitung der Charadriiformes TAG (Wat- und Möwenvögel) von 1999 an über rund 10 Jahre. In EAZA hatte er auch Funktionen in den leitenden Gremien, z.B. im EEP-Committee, dem er von 2009 an angehörte und in dem er drei Jahre stellvertretender und ein Jahr Vorsitzender war. Den deutschen Zooverband VdZ repräsentierte er drei Jahre lang im EAZA Council. In der sehr berührenden Laudatio wurde Johanns integrative Kommunikation hervorgehoben, die KollegInnen – gleich ob erfahren oder „Starter“ – in Zoos in allen Mitgliedsländern erreichte. Mit der Auszeichnung, von der der Zoodirektor überrascht wurde und die ihn emotional tief berührte, wurde zudem ein Zeichen dafür gesetzt, dass auch kleinere bzw. mittelgroße Zoos, wie eben der NaturZoo, einen beachtlichen Beitrag in EAZA zu leisten in der Lage sind und mit der Beteiligung in Zuchtprogrammen bedeutend zum Artenschutz beitragen." Quelle:https://www.facebook.com/naturzoo/?locale=de_DE (17.10.2024, 14:03) | ||
| cajun: | Na, dann heute Happy Birthday! "Eine Heuschrecke zum Geburtstag: Karlsruhes Zoo-Chef Dr. Matthias Reinschmidt wird 60 Eine besondere Heuschrecke als Geburtstagsüberraschung: Das Naturkundemuseum in Karlsruhe hat ein Insekt nach Dr. Matthias Reinschmidt benannt und dem Karlsruher Zoodirektor damit, am 28. Mai 2024, ein einzigartiges Geschenk zum 60. Geburtstag bereitet. Heuschrecke heißt „Phelene reinschmidti“ Weiße Antennenspitzen und ein mittelgroßer Hügel auf dem Rücken machen die 1,5 Zentimeter kleine Heuschrecke einzigartig. Bislang wurde nur ein Exemplar ihrer Art wurde gefunden – das war 1993 in der ecuadorianischen Provinz Sucumbios. Nun hat diese besondere Heuschrecke den Namen „Phelene reinschmidti“ erhalten – nach Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Experten des Naturkundemuseums Karlsruhe, darunter Direktor Prof. Dr. Martin Husemann, veröffentlichten hierfür eine Erstbeschreibung. Zu seinem 60. Geburtstag, am 28. Mai 2024, wurde Dr. Matthias Reinschmidt damit überrascht. „Wir haben in Karlsruhe eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Zoo und Naturkundemuseum. Da lag es nahe, dem Zoodirektor ein einzigartiges Geschenk zu seinem runden Geburtstag zu machen. Für einen Biologen ist es etwas ganz Besonderes, wenn eine Art nach ihm benannt wird. Es soll zudem eine Auszeichnung für seine Lebensaufgabe Artenschutz sein“, betont Husemann. Die Idee für das einzigartige Geschenk entstand nachts im Exotenhaus des Zoos. Dort war der Museumsleiter zusammen mit den beiden Zootierärzten Dr. Lukas Reese und Dr. Marco Roller auf Insektensuche unterwegs. 30.000 wissenschaftlich beschriebene Heuschreckenarten Bislang gibt es rund 30.000 wissenschaftlich beschriebene Heuschreckenarten. Als Husemann zusammen mit Niko Kasalo und Josip Skejo das Tier in der Sammlung des Naturkundemuseums Karlsruhe entdeckte, war schnell klar, dass diese Art noch nicht dazu gehörte. Zudem stammt die Heuschrecke aus Ecuador, einem der Länder mit der höchsten Biodiversität weltweit. Dort ist Reinschmidt mit der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe aktiv. Drei hoch detaillierte 3D-Aufnahme des Insekts Im Vorfeld wurde auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit ins Boot geholt. Dr. Thomas van de Kamp, ehemaliger Mitarbeiter des Naturkundemuseums und heute am KIT tätig, erstellte eine hoch detaillierte 3D-Aufnahme des Insekts. Auf der Basis dieser Bilder wurden mittels eines 3D-Druckers drei überlebensgroße Modelle angefertigt. Eines geht zusammen mit der Urkunde an Reinschmidt, eines verbleibt im Museum und eines bekommt der Erstautor." Quelle:https://meinka.de/eine-heuschrecke-zum-geburtstag-karlsruhes-zoo-chef-dr-matthias-reinschmidt-wird-60/ (28.05.2024, 13:24) | ||
| Carsten Horn: | Traurig, wenn man nicht mal das Geburtsjahr seiner Altdirektorin richtig wiedergibt im zweiten Absatz... (11.03.2024, 16:53) | ||
| cajun: | Die Überschrift des Artikels sprichz für sich: "Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März feiern wir eine beeindruckende Frau. „Tu was, dann wird dir besser!“ Das war das Motto der ersten – und bisher einzigen - Zoodirektorin Berlins: Katharina Heinroth. Sie wurde 1897 in Breslau geboren, promovierte 1923 mit einer Arbeit über das Hörvermögen bei Reptilien und erhielt für ihre bemerkenswerten Leistungen 1957 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Sie starb am 20. Oktober 1989 in Berlin. Im Laufe ihres Lebens trotzte sie unglaublichen Widrigkeiten. Aus Jan Mohnhaupt Buch „Der Zoo der Anderen – Als die Stasi ihr Herz für Brillenbären entdeckte & Helmut Schmidt mit Pandas nachrüstete“ „Katharina Heinroth, geboren 1987 in Breslau als Katharina Berger, ist die zweite Ehefrau des Aquariendirektors Oskar Heinroth. Beide sind bereits einmal geschieden, als sie 1932 bei ich als Sekretärin anfängt und ihm beim Abtippen des Manuskripts zu seinem Buch „Die Vögel Mitteleuropas behilflich ist. Auch wenn Oskar Heinroth das Aquarium mit aufgebaut und zu Weltruhm geführt hat, so ist er in erster Linie einer der angesehensten Ornithologen seiner Zeit. Über die Arbeit kommen Sie sich bald näher, 1933 heiraten sie. Auf der Dachterrasse ihrer Wohnung über dem Aquarium halten sie Brieftauben und untersuchen zusammen deren Orientierungssinn. Katharina Heinroth hat zu dieser Zeit bereits selbst eine beachtliche Laufbahn vorzuweisen: Obwohl die Berufsaussichten schlecht waren, hatte sie 1919 angefangen, in Breslau Zoologie, Botanik, Paläontologie, Geologie und Geografie zu studieren. Auch privat lebte sie nicht gerade so, wie man es von einer jungen Frau erwartete. Vier Heiratsanträge, beinahe zu viele wie Studienfächer, sammelte sie in dieser Zeit, ihr Doktorvater sorgte sich des Öfteren, dass sie bei ihrem „großen Männerverbrauch“ wie er es nannte, nicht mehr genügend Zeit fürs Studium fand. Doch nach vier Jahren schließlich erhielt sie – als erste Frau an der Breslauer Universität – die Doktorwürde in Zoologie mit der Auszeichnung „summa cum laude“. Danach forschte sie nachts auf eigene Faust am Bienen und Springschwänzen – weniger Millimeter großen Gliedertieren, die sich von verrottenden Pflanzenteilen ernähren – und verdiente tagsüber ihr Geld als Sekretärin, Bibliothekarin oder Assistentin. Mehr wurde einer Frau in dieser Zeit nicht zugetraut.“ Durchhaltevermögen wird belohnt Den Wiederaufbau des Zoos trieb Katharina Heinroth als Direktorin von 1945 bis 1957 tatkräftig und pragmatisch voran. Nur 91 Tiere überlebten den zweiten Weltkrieg. Mit Einfallsreichtum schaffte sie es, dem Zoo zu neuen Tieren zu verhelfen: Sie rief die Berliner Kinder dazu auf, dem indischen Staatschef Nehru Briefe zu schreiben und um einen Elefanten für ihren Zoo zu bitten. Der Plan geht auf und kurz darauf erhält der Zoo 1951 seinen ersten Elefanten nach dem Krieg. Ihrem Kampfgeist allein verdankt der Zoo Berlin auch seinen jahrhundertealten Baumbestand. Für dessen Rettung hat sich die Zoodirektorin in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg mit viel Herzblut eingesetzt, damit die alten Eichen nicht zu Feuerholz wurden. Katharina Heinroth war vor allem für ihren ungeheuren Mut und ihre Offenheit bekannt. Sie scheute keine Auseinandersetzung – sei es mit ihrem Vorgänger, dem Zoodirektor Lutz Heck, der den Nationalsozialisten nahestand, oder mit den britischen und russischen Besatzern." Quelle:https://www.zoo-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/katharina-heinroth (08.03.2024, 14:49) | ||
| cajun: | Eine Meldung aus Heidelberg. Die Schwerpunkte ändern sich doch etwas mit der Zeit: "Landesbester arbeitet im Zoo Tobias Kremer als „Landesbester Tierpflegermeister“ ausgezeichnet Der Zoo Heidelberg ist stolz: Tobias Kremer, Tierpfleger und stellvertretender Revierleiter im Elefantenrevier, wurde in Berlin als „Bester Tierpflegermeister Landesweit“ ausgezeichnet. Kremer arbeitet seit 25 Jahren als Tierpfleger, 16 davon im Zoo Heidelberg – und nun wurde er bei der Meisterfortbildung zum „geprüften Tierpflegermeister“ in Berlin „Landesbester 2023“. „Ich wollte nochmals etwas lernen und schauen, ob ich das noch kann und mein Erlerntes im Berufsleben anwenden“, erläutert Kremer seine Beweggründe. Die Idee, an die Meisterschule zu gehen, entstand während der Coronazeit, als er über seine berufliche Zukunft nachdachte. Die tägliche Arbeit im Elefantenrevier ist körperlich anspruchsvoll und auch ich werde ja nicht jünger“, sagt Kremer und ergänzt: „Davon abgesehen haben mir organisatorische Geschichten immer Spaß gemacht“. Als Belohnung für sein Engagement schloss er die mündliche Prüfung mit „hervorragend“ ab. In Berlin gibt es die einzige Industrie- und Handelskammer, die einmal im Jahr die Meisterfortbildung anbietet. 20 erfahrene Tierpfleger aus ganz Deutschland nahmen an der Fortbildung teil. Inhaltlich war ein breites Wissen gefordert: Es ging um Personalführung, Recht, Betriebswirtschaftslehre, Arbeitssicherheit, Planung, Beschaffung und Bau. Voraussetzung für die Teilnahme war der Ausbilderschein und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung als Tierpfleger. Seit der offiziellen Preisverleihung am 24. November 2023 ist Kremer nun „Landesbester Tierpflegermeister 2023“. Eine Auszeichnung, die er stolz präsentiert. „Man macht den Meister, um später in einer gehobenen Position, wie z. B. Zoo-Inspektor, zu arbeiten“, berichtet Kremer. „Früher stand der Meister für Ruhm und Ehre und war eher tierlastig. Heute umfasst das Aufgabenspektrum weitaus mehr.“ Mit seinem Meister könnte der 47-Jährige jetzt sogar die Leitung eines Tierparks übernehmen. „Ich darf natürlich auch weiter ausbilden“, erklärt Kremer, der seit August 2023 in Heidelberg die Einführung der Lehrlinge übernimmt. „Ich bin Ansprechpartner und für die Ausbildung unserer Auszubildenden in der Tierpflege zuständig“. Als Meister ist Tobias Kremer bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen und möchte mehr Verantwortung übernehmen und sich im Zoo Heidelberg im organisatorischen Bereich einbringen. Die Geschäftsleitung freut sich mit ihm. „Wir sind sehr stolz, dass sich Herr Kremer als bester Meister mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten um die Ausbildung unserer Azubis kümmert“, so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann." Quelle:https://www.zoo-heidelberg.de/landesbester-arbeitet-im-zoo/ (29.02.2024, 09:05) | ||
| cajun: | Ein "Urgestein" geht in Rente: "Frankfurt: „Hund oder Katze? Lieber eine Vogelspinne“ Wilfried Altmann, dienstältester Tierpfleger im Frankfurter Zoo, geht in Rente. Er kann viel erzählen nach 47 Jahren. Dass dieser Abschied ein doppelter Abschied werden würde, damit wäre im Prinzip zu rechnen gewesen. Für die Außenstehenden, die nicht jeden Tag im Zoo sind, war es dann aber doch ein Schock zu erfahren: Nicht nur Wilfried Altmann, der dienstälteste Tierpfleger, verlässt den Frankfurter Zoo. Auch Kalusho, gutmütiger Nashornbulle und täglicher Begleiter Altmanns über so viele Jahre – er geht. Für immer. Als wir uns für dieses Porträt treffen, Ende November ist das, muss natürlich ein gemeinsames Foto sein. Der Tierpfleger und sein größter Schützling. Als Kalusho sieht, wer da kommt, rappelt er sich auf. Es gibt Äpfel und Streicheleinheiten. Ganz behutsam nimmt der gebrechliche Riese die Früchte mit den Lippen aus der Hand des Vertrauten. Zwei Frauen mit ihren Kindern haben sofort Fragen. Wie alt das Rhinozeros sei? Was, schon 37? Fragen musste Wilfried Altmann zuletzt andauernd beantworten. „Jeder will wissen: Wie fühlst du dich?“, sagt er. Und, wie fühlt er sich? „Na ja, hier morgens herzukommen, das ist mein Leben gewesen, fast fünfzig Jahre“, sagt er. „Aber da ist auch dieses Gefühl: Du musst jetzt nicht mehr. Mal nicht morgens um sechs aufstehen.“ Das mit dem frühen Aufstehen beginnt so richtig am 1. September 1976. Da tritt Wilfried Altmann seinen Dienst beim Frankfurter Zoo an und wird so lange bleiben wie sonst beinahe niemand aus der aktuellen Belegschaft; nur Kurator Stefan Stadler ist noch länger da. Damals, 1976, lernt Altmann als Lehrling zunächst alle Reviere kennen und arbeitet fortan als sogenannter Springer immer dort, wo eine erfahrene Kraft gebraucht wird. Erst in den vergangenen zehn Jahren ist er dann fest zuständig für einen Bereich und wird auch stellvertretender Revierleiter. Für welche Tiere? „Für die Nashörner, Flusspferde, Robben, Pinguine, für das Straußenhaus, die Kiwis, Greifvögel, Pelikane, Flamingos, Keas, Baumkängurus, Erdmännchen, Wildhunde, Gazellen, Ziegen, Pfaue …“ Man kann beinahe den Eindruck gewinnen: für alle. Und irgendwie stimmt das ja auch, denn im Laufe dieser langen Zeit hat der 64-Jährige natürlich jedes Lebewesen kennengelernt, das sich im Frankfurter Zoo bewegt. Wer ihn danach fragt, darf eine ausführliche Antwort erwarten. Etwa, wie man sich bei all diesen Tierarten merkt, welches Futter für wen das beste ist. „Ich hab ja schließlich den Beruf gelernt“, sagt Altmann, „und bei den Vögeln ist es mit dem Futter nicht so speziell, hier eine Maus, da ein Küken. Wenn es um die Kiwis oder die Baumkängurus geht, kann man mich nachts aufwecken, und ich spreche eineinhalb Stunden darüber“, er lacht, „und bei anderen halt nur 20 Minuten.“ Die Kiwis und Baumkängurus sind es dann auch, an denen Altmanns Herz besonders hängt. Beruflich. Privat schätzt er eher die Amphibien. „Frosch, Molch, Unke – das sind meine Lieblinge. Wenn ich irgendwo einen Frosch im Urwald sehe, geht mir das Herz auf.“ Seit er 15 war, hält der gebürtige Frankfurter Amphibien zu Hause. Seine Chinesischen Rotbauchunken hat er seit 40 Jahren. „So alt werden die eigentlich gar nicht.“ Bei ihm schon. Schon als Kind, mit sechs Jahren, hat er mit Maus, Kaninchen, Aquarium angefangen – was sich eben in einer Stadtwohnung vertreten ließ. „Zu Hund oder Katze habe ich bis heute keinen Bezug. Lieber eine Vogelspinne.“ Apropos furchterregende Tiere: Gab es gefährliche Momente in diesen 47 Jahren im Zoo? 1979 sei mal „der Matze abgehauen“, erinnert sich Altmann. Matze, der mächtige Silberrücken der Gorillas, lief im Zoo herum. Altmann hielt sich im Straußenhaus auf und überlegte: „Was, wenn jetzt die Tür aufgeht und so ein Haariger steht vor dir?“ Es ging glimpflich aus, genau wie die Situation, als plötzlich alle Löwinnen draußen waren; seinerzeit gab es noch mehrere von ihnen im Zoo. Mitte der 1980er Jahre müsse das gewesen sein. „Da hieß es, komm mal, wir müssen abschirmen mit Schaufeln und Mistgabeln.“ Eine Menschenkette gegen Löwinnen. Die Großkatzen waren eher versehentlich ins Freie geraten, der Zaun war marode an einer Stelle hinter den Büschen, die nicht leicht einzusehen war. Plötzlich standen sie draußen, wollten eigentlich wieder rein zum brüllenden Kater, fanden aber den Rückweg nicht. „Das war kein so angenehmes Gefühl“, sagt Wilfried Altmann. Aber bald kam die Polizei, dann kam ein Tierarzt mit einem Blasrohr und legte eine Löwin nach der anderen schlafen. So lang ist der Mann schon im Zoo, dass er den legendären Direktor Bernhard Grzimek noch kennenlernte, in dessen Zeit als Präsident der Zoologischen Gesellschaft. „Ich habe ihm an dem Tag, an dem er starb, noch einen guten Morgen gewünscht.“ Da war er gerade mit dem Putzen der Affenkäfige beschäftigt. Und gelegentlich mit der Pflege von Cheetah, der Gepardin, mit der Grzimek immer spazieren ging. Es habe sich viel verändert im Zoo, sagt Wilfried Altmann, dessen Frau übrigens auch dort arbeitete – als erste weibliche Tierpflegeperson, schon 1974. Heute gebe es deutlich weniger Tierarten in den Anlagen, beispielsweise bei den Bären und Großkatzen, der Tierschutzgedanke sei weit in den Vordergrund gerückt. „Wir sind heute gute Tierpfleger, wenn wir die Tiere beschäftigen. Früher waren wir gute Tierpfleger, wenn wir zehn Anlagen in Rekordzeit saubergemacht haben.“ Dabei gehe es doch zuallererst um das Tierwohl. „Wahnsinn, was du einem Zootier beibringen kannst, wenn du dir Zeit dafür nimmst.“ Da ist das Ziel, medizinische Vorgänge einzuüben: dass ein Tier freiwillig mitarbeitet, um etwa Arznei zu bekommen – keine Show, nicht wie in manchen Zoos in Übersee: „Da machen sie aus jedem Wasserschwein eine Wasserschweinshow.“ Dass der Zoo sich verändern muss, wie es das Konzept von der „Zookunft2030+“ vorsieht, liegt für Altmann auf der Hand. „Das ist eine Chance“, sagt er. Er wünsche sich, dass dann nicht übermäßig viele Häuser in dem kleinen Innenstadtzoo stehen, sondern auch Platz bleibt, damit Mütter oder Väter weiterhin mit ihren Kindern in einem Park spazieren können. „Aber bis das alles umgesetzt ist, gibt es mich sowieso nicht mehr.“ Was kommt jetzt? Reisen, nach Asien, Afrika, Südamerika, gern auch länger als bisher. Der heimische Amphibienpark soll ein bisschen abgebaut werden – und dann gibt es ja auch viel mehr Zeit für die drei Enkel. „Den Beruf des Tierpflegers zu erlernen, das muss in einem drinstecken“, sagt Wilfried Altmann. Sentimental werde er nach all den Jahren nicht. Aber dass Nashorn Kalusho noch vor ihm gegangen ist, das dürfte dem Gefährten dann doch zu schaffen gemacht haben." Quelle:https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-hund-oder-katze-lieber-eine-vogelspinne-92755527.html (03.01.2024, 10:45) | ||
| cajun: | Na, dann alles Gute nachträglich! "Klaus Eulenberger wird heute 80 Jahre alt Ehrentag Der Blick auf die alltäglichen Wunder Erschienen am 13.11.2023 Am heutigen Montag wird das Telefon bei Klaus Eulenberger vermutlich immer wieder klingeln und auch werden Besucher vor der Tür stehen. Der Vorsitzende des Fördervereins des Amerika-Tierparks Limbach-Oberfrohna und langjährige Cheftierarzt des Leipziger Zoos feiert seinen 80. Geburtstag. Seine Wünsche für den Tierpark Als er mitten im Zweiten Weltkrieg in Limbach geboren wurde, hätte vermutlich keiner damit gerechnet, dass er acht Jahrzehnte später nicht nur Ehrenbürger dieser Stadt sein würde, sondern mit seinen Ideen, seinem Engagement und ganz viel Leidenschaft aus einem kleinen Tierpark einen weithin bekanntes Ausflugsziel geschaffen hat. Wenn man ihn zu seinem Ehrentag nach seinen Wünschen befragt, kommt auch dieses sofort als Antwort: "Ich wünsche mir, dass der Tierpark sich im Sinne unseres Masterplans weiter entwickelt, dass unser neues Großprojekt 'Inkaland' bald fertig gebaut ist und dann die Besucher, besonders aber die Kinder, erfreuen wird", so der Jubilar. "Weiterhin wünsche ich mir, dass die Besucherzahlen wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen, unsere Wasserschweine bald in ihr neues, vom Förderverein geschaffenes winterfestes Haus einziehen können und dass unsere Tierpark-Schule ihr Engagement zur Erfüllung des Bildungsauftrages weiter ausbauen kann." Seit 2009 Leiter des Fördervereins des heutigen Amerika-Tierparks Seit 2009 ist Klaus Eulenberger Leiter des Fördervereins des heutigen Amerika-Tierparks. Ein Jahr später wurde der Masterplan zur Umgestaltung vorgestellt, 2011 eröffneten bereits "Klein Arizona" und die Tierparkschule. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der Besucherzahlen waren die Eröffnung von "Flamingoland" 2013 sowie drei Jahre später des Publikumshighlights "Pinguinland", in dessen Folge Besucherrekorde von bis zu 90.000 Gästen pro Jahr folgten. Der Verein hat sich nach zunächst rund 20 Mitgliedern über die Jahre in Sachen Mitgliedschaft verzehnfacht. Ist es damit nun Zeit, sich endlich zurückzulehnen? Für Klaus Eulenberger noch nicht so richtig vorstellbar. Als er 2008 nach 38 Dienstjahren als Zootierarzt in Leipzig aus dem Berufsleben ausschied, war dies kein Abschied für immer. Im Namen seiner langjährigen Wirkungsstätte engagierte er sich für den Neubau des Zoos in Addis Abeba/Äthiopien. Bis heute ist er in Leipzig präsent, wenn es um Aufbauhilfe und fachliche Unterstützung bei der Tierhaltung geht - wie beispielsweise bei den afrikanischen Löwen. Durch die vielen Jahre bei der MDR-Doku "Elefant, Tiger und Co." ist er weiterhin für viele TV-Zuschauer eine feste Größe. Er träumt von weiteren Tieren Seine Gedanken rund um den Limbacher Amerika-Park enden nicht mit dem aktuellen Stand von "Inkaland", der Professor träumt bereits von Bisons im Gelände der Schottischen Hochlandrinder sowie von Karibus, den kanadischen Rentieren und vielleicht den amerikanischen Weißwedelhirschen, wo heute noch das Damwild lebt. Auch dabei hat er alles schon ganz genau durchdacht: "Beides sind kälteerprobte Arten, brauchen zum Beispiel keine kostenintensiven Behausungen für den Winter, und die Freianlagen sind weitgehend schon natürlich gestaltet", erläutert er seine Vorstellungen. Vorher stehen aber noch die Sanierung des Affenhauses und der Gemeinschaftsvolieren an. Welche Geschenke wünscht man sich zum 80. Geburtstag? Klaus Eulenberger hat sich auch nach seinem bisher so ereignisreichen Leben die Einfachheit bewahrt, wie er einst dem MDR verriet: "Man darf nie den Blick für die alltäglichen Wunder der Natur verlieren und sich damit selbst etwas sehr Wichtiges im Leben vorenthalten." Und wenn es dann doch Geschenke sein sollen, hat er eine Idee, die keinen aus seinem Bekanntenkreis wirklich verwundern wird: "Wer dem Amerika-Tierpark etwas Gutes tun will, kann diesem gern eine Spende unter IBAN DE65 8705 0000 3514 0117 52 zukommen lassen. Ansonsten lautet mein Motto: Von Blumenspenden bitte ich abzusehen!" Quelle:https://www.blick.de/westsachsen/klaus-eulenberger-wird-heute-80-jahre-alt-artikel13126936 (14.11.2023, 10:24) | ||
| cajun: | @W.Dreier: Jetzt bloss nicht "die Sachsen" noch mehr verwirren :-)) (03.03.2023, 19:42) | ||
| W. Dreier: | @cajun: Und dann gibt es in Berlin noch den Tiergarten ! Was nun! (03.03.2023, 18:09) | ||
| cajun: | Eine Kolummne, eher zum Schmunzeln und nicht zum diskutieren, über einen Fauxpas, der zumindest auffiel: "KURIER-Kolumne „Wir im Osten“ : Einfach peinlich: In Sachsen kennt man Dathes Tierpark nicht! Unseren Tierpark in Friedrichsfelde gibt es seit fast 70 Jahren. Aufgebaut von den Berlinern und von vielen Menschen aus der damaligen DDR, 1955 von Prof. Heinrich Dathe eröffnet. Ich war bisher der Meinung, dass man vor allem im Osten Deutschlands den größten Landschaftstierpark Europas und dessen legendären ersten Direktor kennt. Doch da sollte ich mich gewaltig irren. Vor wenigen Tagen erhielt ich eine Mail. Norman Springer schrieb mir, ein ehemaliger Berliner, der der Liebe wegen nach Chemnitz gezogen ist. Er berichtete, wie er vor Monaten im beschaulichen sächsischem Erzgebirgsstädtchen Thum den dortigen Tiergarten besuchte. Schön sei die Anlage mit so vielen Tierarten wie Präriehunden oder Schneeeulen, die 1969 errichtet wurde. Tierpark-Chef Dathe, der im knapp 60 Kilometer entfernten Reichenbach geboren wurde, schenkte dem Gehege in Thum sogar paar Schwäne. Das war 1970. Darin erinnert in dem Tiergarten nun auch eine Tafel mit Foto. Darunter steht: „Von Prof. Dr. Dr. Dathe aus dem Berliner Zoo übergebene Schwäne werden durch den Spartenvorsitzenden Tauchnitz in den Rathausteich gelassen.“ Und nicht nur ich, auch mein Mail-Schreiber ist schockiert. „Weiß man etwa nicht, dass man von einem West-Berliner Zoo zu DDR-Zeiten kaum Tiere bekommen hätte“, sagt Norman Springer zu mir am Telefon. Hat man etwa in dem sächsischen Ort keine Kenntnis von dem Tierpark im Osten Berlins und dessen Chef Dathe, den in der DDR fast jedes Kind kannte – schon wegen der beliebten Fernsehsendung „Tierparkteletreff“? Offenbar nicht. Denn Springer hatte den Thumer Bürgermeister auf den gravierenden Fehler auf der Tafel aufmerksam gemacht. Der CDU-Mann Thomas Mauersberger aber reagierte erst einmal eine lange Zeit nicht darauf. Erst als die örtliche Presse anfragte, gab es eine Reaktion. „Ich dachte, es gibt zwei Berliner Zoos“ Mauersberger tut es leid, dass er es versäumte, auf die Mail zu antworten. Auch mir gegenüber sagt der Bürgermeister, dass er dankbar auf diesen Hinweis sei. Und er gibt zu: „Ich selbst bin übrigens immer davon ausgegangen, dass Berlin einfach zwei Zoos hat", sagte er mir und zuvor der örtlichen Zeitung „Freie Presse“. Dabei bezieht man sich auf Wikipedia im Internet. Dort steht: „Der Zoologische Garten Berlin … liegt im Berliner Ortsteil Tiergarten (Bezirk Mitte), während sich der andere der beiden zoologischen Gärten der Hauptstadt, der Tierpark Berlin, im Ortsteil Friedrichsfelde befindet.“ Da liege man ja mit der Bezeichnung „Berliner Zoo“ für den Tierpark gar nicht so falsch – meint man in Sachsen." Quelle:https://www.berliner-kurier.de/berlin/einfach-peinlich-in-sachsen-kennt-man-dathes-tierpark-nicht-li.322607 (03.03.2023, 17:26) | ||
| mal sehen.....: | Also, ich denke, die Liste ließe sich noch deutlich erweitern, aber sich ist auch Katharina Heinroth großer Respekt zu zollen, das muss man sich mal vorstellen: Als Frau in Nachkriegsdeutschland den größten und ältesten deutschen Zoo in einer Frontstadt wieder aufzubauen und dass fast zwei Jahrzehnte bevor die erste Frau Bundesministerin wurde und erst fünfzig Jahre nachdem Frauen Abitur machen durften. Leider weiß ich nicht viel über sie, wäre aber sicher interessant! Auch über ihr Ausscheiden, das meines Wissens nach nicht ganz im Gütlichen verlaufen ist? (03.05.2005, 00:00) | ||
| Urs Eggenschwyler: | apropos Baumeister: Urs Eggenschwyler hat in meinen Augen historisches für die europäische Zoolandschaft geleistet. (03.05.2005, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Für mich ist das (und wird es immer bleiben) Prof. Dr.Dr. Bernhard Grzimek. Und das hat vielfältige Gründe. Zum einen verbinde ich ihn mit meiner Kindheit und meiner generellen Liebe zum Tier und zum Zoo. Ich durfte damals schon ausnahmsweise mal länger aufbleiben, wenn seine Sendung im Fernsehen lief! Genau dadurch komme ich auch gleich auf den zweiten Grund. Kaum einem anderen Zoodirektor ist es gelungen (vielleicht noch Heinrich Dathe) so eine große Popularität zu erlangen. Ihn kennt noch heute fast jeder. Fragt die Leute auf der Straße heute mal, wer Heini Hediger oder einer der Gebrüder oder der alte Vater Heck waren. Tja, und dann finde ich auch noch, dass Grzimek aus dem Frankfurter Zoo etwas ganz besonderes gemacht hat! Er hat ihn nicht nur vor dem Untergang bewahrt, sondern er hat diesen Zoo geprägt. Und zwar so, dass man es heute dort noch förmlich spürt!!! Und das ist vor und nach ihm nur sehr wenigen Zoodirektoren gelungen. Wenn überhaupt jemand einen Zoo so nachhaltig geprägt hat, dann allenfalls Johannes Gebbing in Leipzig, aber das auch nur, weil ihm mit James Bühring ein exellenter Stadtbaurat an der Seite stand! Und da muss ich sagen, dass es oft die Baumeister waren, denen hoher Respekt zu zollen ist. Ich erinnere da nur an Stadbaurat Jost und sein jahrzehnte langes Wirken für den Zoo Halle. Sehr beeindruckt, vor allem in ihren Schiften haben mich auch immer Prof. Karl Max Schneider und Prof. Dr. Gustav Brandes. Aber dennoch, für mich bleibt Grzimek unerreicht. (03.05.2005, 00:00) | ||
| Umfrager: | Wer ist für euch der gößte Zoodirektor aller Zeiten? Vielleicht Grzimek, Hediger, Heck, Schneider, Nill, Hagenbeck, Nogge, Dittrich, Dathe, Frau Heinroth oder auch Professor Klös? (03.05.2005, 00:00) |
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