
| Matthias Papies: | Na ja, ich weiss es auch nur, weil ich vor drei Jahren dort hinter den Kulissen war. Wenn man Flusspferde in einem Zoo sieht, erwartet man schliesslich auch ein Innenbecken. ;-) (09.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Da kann man mal sehen, worauf man als Zoobesucher so achtet bzw. NICHT achtet - dass der Innenraum kein Becken hat, ist mir nie aufgefallen... Aber das Prinzip funktioniert ja offensichtlich schon lange, und ich könnte mir vorstellen, dass es im Taunus im Winter noch ein wenig kälter wird als z.B. im Maintal (oder am Niederrhein...). (09.02.2006, 00:00) | ||
| Matthias Papies: | @Michael Mettler: Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber in Kronberg gibt es kein Innenbecken. Den Flusspferden steht als nur das Aussenbecken zur Verfuegung. Die Innenunterkunft besteht nur aus einem kleinen Stallgebaeude. (09.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Niels: Wenn ich richtig informiert bin, ziehen sie dort sogar das unbeheizte Außenbecken dem beheizten Innenbecken vor. Und selbst in Teilen ihrer afrikanischen Heimat soll sich ja nachts die Tempeartur manchmal gegen Null bewegen. Könnte man ja mal ausp (09.02.2006, 00:00) | ||
| Niels: | @Michael Mettler Wurde nicht schon was im Forum über Kronberger Flußpferde erzählt, die nachts auch bei -10 Grad draußen bleiben? (09.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Im Umkehrschluss müssten dann aber Flusspferde aufgrund ihres umgekehrt proportionalen Verhältnisses von Körpervolumen zu -oberfläche ideale Polartiere sein.... (03.02.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Ich verstehe die Welt nicht mehr. Warum sind diese Flamingos bloß so verdammt winterhart? Für ihr Gewicht haben sie praktisch die größtmögliche wärmeabgebende Körperoberfläche. Wenn man sich mal an die Allensche Regel anleht, dürften sie bei ihren extremen Extremitäten nur in den Tropen vorkommen, und selbst da müßten sie nachts bibbern. (03.02.2006, 00:00) | ||
| Krümmel: | guckst Du: www.bavarianbirds.de/mix/flamingo.htm - hat natürlich nichts mit Bayern zu tuen, sondern mit dem Zwillbrocker Venn an der hölländischen Grenze (01.02.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Kann mir jemand etwas über die freilebende Flamingogruppe am Niederrhein erzählen. Aus welchen Arten setzt diese sich zusammen? Wird gebrütet? Bleiben sie auch im Winter? (01.02.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Im Metelener Vogelpark gab es außer in der klienen tropenhalle und für Rosapelikane und Rabengeier keinen einzigen beheizten Raum für die Vögel. Mir sagte man das einzige Problem sei das die Fleischigen Füße die z.b. viele Papageien und auch andere vögel haben wegfrieren. (30.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Das bezog sich eben natürlich auf das Freileben in unseren Breiten, bei Volierenhaltung ist natürlich die Fütterung gesichert. (30.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Für Wellensittiche dürfte wahrscheinlich weniger die Temperatur das Problem sein, eher die Feuchtigkeit und vor allem das fehlende Nahrungsangebot; da sind die größeren Arten wie Halsbandsittich, Mönchssittich oder Gelbkopfamazone doch besser dran, da vielseitiger. (30.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Man hat mir allerdings erzählt, daß die sonst so unverwüstlichen Felsensittiche in Friedrichsfelde einen Schutzraum erhalten haben, da sie zumindest mit den dortigen Wintern nicht gut zurechtkamen. Auch im im Winter wohl wärmeren Dortmund hält man die Art in einer Voliere mit Schutzraum. (30.01.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Es gibt ja bekanntlich die eine oder andere Papageienart, die sich in Mitteleuropa im wahrsten Wortsinn eingenistet hat, wenn auch nur in Städten. Kann es sein, daß auch der Wellensittich mehr oder weniger winterhart ist? Ich habe schon einige Volieren gesehen, die keinen Schutzraum hatten. (30.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ob sich Tiere Erfrierungen zuziehen, hängt ja auch von anderen Bedingungen ab, z.B. ob sie in ihren Gehegen mit Metall in Berührung kommen oder scharfem Wind ausgesetzt sind - das relativiert dann die "Winterhärte" genauso wie nasskaltes Erkältungswetter. Einen skurrilen Fall berichtet der englische Zootierarzt David Taylor in einem seiner Bücher: Vor Island eingefangene Schwertwale zogen sich im Eingewöhnungsbecken durch die kalte, trockene Luft Erfrierungen am Rücken zu, während sie dösend an der - im Gegensatz zur freien See - ruhigen Wasseroberfläche dümpelten! (12.01.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | zur rinderhaltung: auch der typische mitteleuropäische bos taurus primigenius dürfte über ein wohlfühl-temeparturspektrum (wohl unter + 18°c bis knapp über 0 ° C)verfügen, dessen realisierung bei der kommerziellen tierproduktion durchaus eine rolle spielt, ob zur realisierung eine heizung benötigt wird, ist nebensächlich und kein Indiz für winterhärte. auch zeitweise schneespiele von elefanten sind kein hinweis auf winterhärte sondern lediglich ein hinweis darauf, das gesunde elefanten bei entsprechender konstitution in geringem maße mitteleuropäisches winterwetter toleriern, sorry letzteres ist wohl von sitara auch nicht in Hinblick auf winterhärte im engerem sinn gemeint gewesen. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | @Michael Mettler: Aber Kälte können sie trotzdem ab und was 2 Bullen im Stall so für Wärme erzeugen können das gehört auch zu meinen Kindheitserinnerungen, da mein Opa noch Anfang der 70er Bullen gemästet hat. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sitara: | Wenn man den Elefantenjungbullen zusieht beim Rangeln auf der Aussenanlage in Köln und gegenseitigen Sich-ins-Wasser-Schubsen, worin sie dann auch noch in Eiseskälte weiter toben bei einer heute gemessenen Lufttemperatur von nur 2,3 Grad C plus, fragt man sich schon, ob da die Bewegung und das "jugendliche Temperament" einen Ausgleich schaffen...;-) (12.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Einspruch: Der Auerochse wurde nach aktuellem Wissensstand in Mesopotamien, Ägypten und Indien domestiziert, somit ist das Hausrind subtropischen Ursprungs.... :-) Was ich meinte, ist, dass heute kaum noch Kuhställe für drei oder vier Tiere gebaut werden, wie es den Rinderställen im Zoo Hannover entspräche, sondern nur noch "Kuh-Hallen". (12.01.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | FRÜHERE Kuhställe ist nicht richtig, denn ich kenne keinen Kuhstall, der beheizt wird. Es gibt unterschiedliche Modelle der baulichen Wärmeisolierung, aber die unterscheiden sich, wenns kalt wird, auch nicht im Wohlbefinden der Tiere, sondern im Funktionieren der Selbsttränken, Melktechnik usw. Aber Hausrinder sind auch keine subtropischen Tiere. (11.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Na ja, ich habe auch schon Gorillas, Elefanten usw. im Schnee gesehen, aber das hat nix mit Winterhärte zu tun, da sie nur zeitweise im Außengehege sind. Wie schon beschrieben, sind gerade Nashörner für Erfrierungen anfällig, speziell deren Ohren und Schwänze. Das gilt übrigens auch für Kaffernbüffel, obwohl diese sich z.B. in Hannover sogar auf winterkaltem Gehegeboden ablegen. Der hiesige Innenstall ist übrigens unbeheizt und erwärmt sich lediglich durch die Körperwärme der Tiere - im Prinzip wie frühere Kuhställe. (11.01.2006, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | In Augsburg habe ich die Breitmaulnashörner im tiefen Schnee gesehen. Ein solches Foto von diesen Tieren im Schnee gibt es auch in einem Augsburger Zooführer. (11.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Interessant war, daß daß vor ein paar Tagen in Zürich Bantengs und Leierhirsche bei ziemlichen Frost recht unbeeindruckt durch den Schnee stapften. Ich kann mich aber erinnern, daß auch die kölner Bantengs bei Kälte eher aktiver waren als bei Wärme - obschon sie nichts zeigten, was als Winterfell gedeutet hätte werden können. (11.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Wüstenantilopen wie die Addax sind in gewissem Sinne winterhart (nur nässeempfindlich), da sie aus dem nordafrikanischen Raum extreme Tag-Nacht-Temperaturschwankungen gewohnt sind. Auch Tierarten aus den ostafrikanischen Hochlandebenen (dazu zählt immerhin auch die Serengeti!) wie Steppenzebras oder Elenantilopen sind sehr kälteunempfindlich. Gleiches gilt für ihre Verwandten im Kapland, das allerdings schon eher wieder gemäßigten Breiten entspricht. Und wenn du mit dem Damhirsch eine Art aus Vorderasien nennst, kann man die Liste z.B. auch durch Halbesel oder Leoparden (Perser!) erweitern. Über Fenneks habe ich mal einen Erfahrungsbericht eines Privathalters in Österreich gelesen, dessen Tiere auch bei Tiefschnee lieber draußen als drinnen aktiv waren (Zugang zum Innenraum jederzeit möglich). Und in Springe haben die Zoos von Krefeld und Hannover vor Jahren mal eine Herde Barasinghas aufgebaut, die ohne jegliche Stallung über Jahre hinweg auch strengen Wintern trotzte. Rhesusaffen wurden in Zoos ebenfalls mehrfach ohne Beheizung problemlos überwintert. Biologisch interessant auch eine Beobachtung aus dem Zoo Hannover: Als der Zoo mal Kaama-Hartebeeste aus Namibia importierte, waren die drei Tiere im ersten hannoverschen Winter erwartungsgemäß kälteempfindlich. Im folgenden Jahr entwickelten sie "rechtzeitig" ein Winterfell! Das war nun natürlich kein Präzedenzfall für eine zielgerichtete Spontanmutation, sondern es wurde lediglich "Potenzial geweckt", das unter den ursprünglichen Bedingungen nicht oder nicht in dieser Ausprägung benötigt wurde. (11.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Sponatan fallen mir Löwen und Hyänen ein. (10.01.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Kann denn niemand (sub)tropische Wildtierarten nennen, die man als winterhart bezeichnen könnte? Eine subtropische Art wäre zum Beispiel der Damhirsch. (10.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | "Anzeichen von Frieren zeigen" ist ja an sich noch nichts Negatives, schließlich dient Zittern auch der Wärmeerzeugung und ist somit - wie es in Biologie-Neudeutsch heißt - eine "sinnvolle Strategie". Schlimmer dran sind Tiere, die KEINE Zeichen von Frieren zeigen, wenn man sie zu lange kalten Temperaturen aussetzt. Einem früheren hannoverschen Spitzmaulnashornbullen (Fridolin, stand auch einige Jahre in Zürich) sind z.B. die Ohrspitzen abgefroren, weil er mal zu lange im Außengehege gelassen wurde und man ihm leider nicht ansah, dass das Gewebe bereits durchfroren war! (10.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | "Anzeichen von Frieren zeigen" ist ja an sich noch nichts Negatives, schließlich dient Zittern auch der Wärmeerzeugung und ist somit - wie es in Biologie-Neudeutsch heißt - eine "sinnvolle Strategie". Schlimmer dran sind Tiere, die KEINE Zeichen von Frieren zeigen, wenn man sie zu lange kalten Temperaturen aussetzt. Einem früheren hannoverschen Spitzmaulnashornbullen (Fridolin, stand auch einige Jahre in Zürich) sind z.B. die Ohrspitzen abgefroren, weil er mal zu lange im Außengehege gelassen wurde und man ihm leider nicht ansah, dass das Gewebe bereits durchfroren war! (10.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | In Frankfurt waren gestern bei leichtem Frost die Rosapelikane im Freien, zeigten aber alle Anzeichen von Frieren. (10.01.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Viele unserer in Zoos gezeigten Arten sind erstaunlich winterhart. Es ist schon unglaublich wieviele Tiere man bei einem winterlichen Besuch auf den Freianlagen antrifft. Bei starken Minusgraden sind es natürlich weniger! Flamingos sollen beispielsweise bis zu -20°C abkönnen, hier liegt jedoch die Gefahr des Festfrierens. Ähnlich soll es bei den Pelikanen sein, nur haben diese Vögel sich soweit umgestellt, dass Mauser und Brut im Winterquartier erfolgen! Allerdings habe ich auch schon erlebt, dass Tiere ausgesperrt wurden um sie den Besuchern zu präsentieren, da keine öffentlichen Tierhäuser für diese Arten vorhanden sind. Da verzichte ich gern darauf, diese zu sehen statt das erbärmliche Gejammere anhören zu müssen! (31.12.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Strauße, Nandus, Emus. Zwar keine Zugvögel fiehlen mir aber als erstes ein. (30.12.2005, 00:00) | ||
| Ollo: | Wie ist es um die Winterhärte der verschiedenen Tierarten bestellt? Arten aus gemäßigten oder kalten Breitengraden können draußen überwintern, das ist klar. Selbst die Haustierrassen aus diesen Zonen benötigen ja anscheinend keine Heizung (auch wenn die Wildform aus den Subtropen oder Tropen stammt, siehe Hühner). Wie sieht es denn bei unseren Zugvögeln aus? Weißstörche bleiben ja auch bei Frost unentwegt draußen stehen. Grund für den Vogelzug ist ja schließlich die Nahrungsknappheit und nicht die Kälte. Allerdings soll es Probleme geben mit Arten, die sonst im Winterquartier mausern. Welche Arten aus wärmeren Gefilden sind denn bei uns winterhart? (30.12.2005, 00:00) |
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