
| cajun: | Die Zusammengewöhnung der Löwinnen in Wuppertal hat geklappt: "Anfang August zog die vierjährige Berberlöwin "Amera" aus dem Walter Zoo Gossau in den Grünen Zoo Wuppertal. Vor einigen Tagen wurde sie nun erfolgreich mit der dreijährigen Berberlöwin "Alore" zusammengeführt, die im ZOO NEUWIED geboren wurde und bereits seit November letzten Jahres im Grünen Zoo Wuppertal lebt. Zuvor haben sich die beiden Löwen-Weibchen getrennt durch ein Gitter kennenlernen können. Wir beobachteten die Zusammenführung der beiden Löwinnen über installierte Überwachungskameras, deren Aufnahmen wir euch hier zeigen. "Amera" und "Alore" sind mit etwas Glück in der einsehbaren Innenanlage und auf der kleinen Außenanlage für Zoogäste zu sehen. In Kürze werden die beiden Löwinnen auch gemeinsam die große Außenanlage erkunden." Quelle: https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Aktuelles/zusammenfuehrung-der-loewinnen.php (16.09.2024, 12:51) | ||
| cajun: | Eine weitere Info zum geplanten Zugang einer zweiten Löwin in Wuppertal: "Seit mehreren Monaten ist bekannt, dass es Überlegungen gibt, eine weitere Berberlöwin in den Zoologischen Garten der Stadt Wuppertal zu holen. Dabei handelt es sich wohl um die am 29. April 2020 im Walter Zoo in Gossau (Schweiz) geborene und noch dort lebende Berberlöwin "Amera", was Prinzessin bedeutet. Berberlöwen-Eltern von "Amera" und ihrem Wurf-Bruder "Ayo" waren die Berberlöwen-Katze "Lin", was Sonnengöttin bedeutet, geboren am 19. April 2017 im Zoo Neuwied, und der Berberlöwen-Kater "Atlas", geboren im Zoo Paris. Noch ist nicht publik, wann die neue Berberlöwen-Katze "Amera" in den Grünen Zoo Wuppertal kommen wird." Quelle:https://zoo-wuppertal.net/1-home/dasistneu.htm (17.07.2024, 10:36) | ||
| cajun: | Eine interessante Info aus dem Zoo Wuppertal. Ob die Vergesellschaftung von zwei (vermutlich nicht verwandter) Individuen klappt? In Erfurt, und nicht nur dort, ist es damals gescheitert. ""Alore" gehört zur Population der Berberlöwen und damit zur bedrohten Unterart des Nördlichen Löwens (Panthera leo leo). In Kürze wird die junge Löwin Gesellschaft von einer weiteren Berberlöwin erhalten. Zukünftig ist geplant, die beiden Löwenkatzen mit unseren beiden Löwenkatern "Tamo" und "Shawano" zu einem Rudel zusammenzuführen. Da "Tamo" und "Shawano" sogenannte Unterart-Hybriden – das heißt eine Mischung aus verschiedenen Unterarten – sind, ist eine Zucht mit ihnen und den neuen Berberlöwinnen nicht vorgesehen, denn Ziel ist es, die jeweilige Unterart so ursprünglich wie möglich zu erhalten. Aus diesem Grund wurden unsere Löwenkater sterilisiert. Langfristig soll nach dem Tod der beiden älteren Männchen ein junger Berberlöwen-Kater einziehen, mit dem dann wieder eine Zucht möglich sein wird. Bis dahin ist beabsichtigt, die beiden Löwinnen künstlich zu besamen, um auf diese Weise zum Aufbau einer stabilen Reservepopulation in menschlicher Obhut beitragen zu können." Quelle:https://www.facebook.com/gruener.zoo.wuppertal/ (11.07.2024, 10:57) | ||
| Michael Mettler: | Ganz interessanter Hinweis - wirft aber wieder mal die Frage auf, welchen Erkenntnissen man eigentlich glauben soll. Noch vor ein paar Jahren hieß es, dass der Sumatratiger nach genetischen Studien als eigene Art betrachtet und den übrigen Tigerformen gegenüber gestellt werden müsste, und nach DIESER Studie wäre er in der Verwandtschaft viel näher am Amurtiger als am Bengalen, die NICHT artlich getrennt werden.... "F. catus" finde ich auch merkwürdig. Es gibt also noch immer Wissenschaftler, welche die Hauskatze für eine eigene Art halten? Und wenn ich mir die Unterartbezeichnungen der Löwen aus dem Vergleichsmaterial ansehe, dann könnte man jetzt ohne weiteres die Baseler Löwen (die aus Namibia stammen) in die Erhaltungszucht der Angola-Löwen einbeziehen, weil sie ebenfalls zu bleyenberghi gerechnet werden. (19.10.2006, 21:14) | ||
| th.oma.s: | ein interessanter hinweis zu berberlöwen:http://www.uni-mainz.de/FB/Biologie/Anthropologie/MolA/Deutsch/Forschung/PleistozaeneFauna.html (19.10.2006, 19:15) | ||
| Michael Mettler: | @Saya: Es wird NIE "geklärt" sein, da sämtliche Ansichten über Systematik mit den wissenschaftlichen Modewellen kommen und gehen - momentan sind halt DNA-Analysen in, und vielleicht wird man schon in zwanzig Jahren über diese Methode lächeln. Zudem schrei (23.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Lt. Pressemeldung auf der Homepage vom Erfurter Zoo ist die Zusammenführung der Löwinnen gescheitert und auch die beiden Kater mussten voneinander getrennt werden - man hat jetzt also 2 Gruppen á 1.2 und 1.3. Zur Unterartfrage versuche ich gerade die Links wieder zu finden. Dass das ständig im Fluss ist und noch lange nicht (endgültig) geklärt ist mir bewusst. (22.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Stuttgart hat nur noch 2 Löwinnen in einem Mininebengehege... Die Haltung läuft aus. (22.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Laut meinen Zoobesuch-Notizen könnte auch Stuttgart noch "Berberlöwen" haben (letzter Besuch allerdings 2001). (22.01.2006, 00:00) | ||
| Bernhard: | @IP66, auch die Eingewöhnung von Wildfängen bei Löwen ist nicht sehr einfach. Nachdem der Zoo Basel 2003 Etoscha-Löwen 1,2 neu importiert hatte, dauerte es über 1,5 Jahre bis die Tiere ihre Scheu vor den Besuchern abgelegt hatten und sich auch tagsüber in (21.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Zurück zum Thema Zusammengewöhnung: Der Katzenforscher Leyhausen beschreibt in "Grzimeks Enzyklopädie", dass die Sozialstruktur der Löwen in Wechselbeziehung zum Lebensraum besteht: Unter den optimalen Bedingungen z.B. der Serengeti sind Löwen beiderlei Geschlechts zwar innerhalb des Rudels geschlossener, aber unduldsamer gegenüber Fremden als in dürren Lebensräumen wie z.B. der Kalahari: Dort leben die Rudelmitglieder zerstreuter gehen auch seltener gemeinsam auf Jagd, dafür sind die "Nachbarschaftsbeziehungen" zu fremden Löwen friedlicher. Was lernen wir daraus, wenn sich Zoolöwen nicht zusammengewöhnen lassen? Denen geht es einfach zu gut! :-) (21.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Selbst wenn man dem Unterartprinzip folgt, wurden zuletzt z.B. Somali- und Massailöwe nicht mehr unterartlich getrennt, sondern in "massaicus" zusammengefasst. Joy Adamson schrieb über ihre in Nordkenia geborene Löwin Elsa, dass diese sich sehr deutlich im Aussehen von den Löwen im Masai-Mara-Gebiet (Südwest-Kenia) unterschied, z.B. durch längere Beine, schlankeren Körperbau, größere Ohren, bis ins Erwachsenenalter sichtbare (wenn auch verblasste) Fleckenzeichnung usw. Zudem hatte Elsa erhebliche, sogar die Gesundheit beeinträchtigende Anpassungsprobleme, als sie aus ihrem halbwüstenartigen Stamm-Lebensraum in das innerafrikanische Hochland (in dem auch die Mara-Steppe liegt) umgesiedelt wurde - sie kam mit dem dortigen Klima nur schlecht zurecht. Das erstgenannte Merkmal traf sicher nicht nur auf Elsa zu: Adamsons waren lange genug im Norden Kenias ansässig, um sich ein Urteil über das Aussehen der dortigen Löwen bilden zu können. Was die klimatische Anpassung betrifft, handelt es sich dagegen um einen Einzelversuch. Zwei mögliche Kriterien für eine (willkürliche) Unterartgliederung sind in Adamsons Schilderungen enthalten: Phänotyp und Ökotyp. Dennoch wurden die beiden Unterarten irgendwann als offenbar "zu wenig unterschiedlich" zusammengefasst. Da erhebt sich für mich die Frage, worin sich der "fusionierte" Massailöwe so sehr viel deutlicher von anderen Formen unterscheidet, um nicht auch mit diesen zusammengefasst zu werden. Im Buch "Wild Cat Species of the World" führt der Autor Richard Green elf nach dem "International Species Indexing System" anerkannte Unterarten des Löwen an (wobei z.B. hier Somali- und Massailöwe getrennt werden) und nennt zwei weitere (goojratensis für den eigentlichen indischen - nicht persischen - Löwen und krugeri für den Transvaal-Löwen) als "zusätzlich von einigen Autoritäten anerkannt". Zu jeder Unterart gibt es einen äußerst knappen Herkunftshinweis. Nach dieser Auflistung dürfte es in riesigen Ländern wie Tansania, Sambia und Simbabwe überhaupt keine Löwen geben, da sie bei keinem der Verbreitungsgebiete erwähnt werden! So kann man die Zuordnung zu einer Unterart natürlich auch umschiffen.... (20.01.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | @ saya: mein ansatz waren nicht die leipziger problemaufzuchten sondern die aussage von Ralf Seidel " alle ursprungstiere wurden in den zwanzigern importiert" wieviel ingezüchtete löwengenerationen liegen denn zwischen 1925 und dem "zuchtbeginn 2002" und (19.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Ich habe deshalb nachgefragt, weil ich mir dachte, daß es viel einfacher ist, zoogeborene Löwen einzugewöhnen als Wildfänge. Die beiden wuppertaler asiatischen Leoparden jedenfalls machen bis heute keinen hundertprozentig eingewöhnten Eindruck und waren zu Anfang ziemlich hysterisch, was ich bei im Zoo geborenen Tieren so kaum erlebt habe. Aber vielleicht sind ja auch Leoparden keine Löwen und die Eingwöhnung von Wildtieren da einfacher. (19.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Importiert wurde mit Sicherheit häufiger, schließlich brachten ja gerade der Zweite Weltkrieg und die transporttechnische Entwicklung den Großtierfang und -handel noch mal zu einer Blüte, die bis mindestens in die 60er hinein anhielt. Auf der Wilhelma-Großkatzenfreianlage lebte z.B. in den 80ern noch ein Löwenpaar, das laut Zooführer aus Betschuanaland (Südafrika) stammte. Andererseits gingen viele Großkatzen-Zuchtstämme auf Circus-Löwen, -Tiger und -Leoparden zurück, und aufgrund der weiten Verbreitung von Großkatzen in jedweden Haltungsformen dürfte der Flaschhals nach den Kriegen nicht allzu eng gewesen sein. (18.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | In Zooführern und Berichten aus dem 19. Jahrhundert erscheint ziemlich regelmäßig bei der Beschreibung von Löwenkatern die Umschreibung "mit prächtiger Mähne". Insofern könnte schon dort auf dieses Merkmal hin gezüchtet und importiert worden sein. Für die europäische Löwenpopulation müßte es doch einen Flaschenhals im ersten und im zweiten Weltkrieg gegeben haben. Gab es danach wieder Importe oder hat man nachgezüchtet? (18.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Auch das mit der DNA-Analyse ist so eine Sache - siehe Giraffe: Netz- und Rothschildgiraffe sollen genetisch nicht unterscheidbar sein (und kreuzen sich natürlich beliebig). Soll man jetzt den Genotyp oder den Phänotyp stärker berücksichtigen? Verkreuzt man die Formen, besteht immerhin noch die Möglichkeit, dass in einigen Jahren jemand nachweist, dass unsere momentanen genetischen Kenntnisse völliger Blödsinn waren und man nun wieder mit einer nicht reinrassigen Zoopopulation dasteht.... Außerdem bleibt es natürlich auch bei einer DNA-Analyse menschliche Willkür, wo man die Grenze zwischen Population, Unterart, Art usw. zieht, und wird auch immer Ansichtssache bleiben. Das ist ja schon mit der Stammesgeschichte so: Seit welchem Zeitpunkt ist eigentlich z.B. eine Thomsongazelle eine solche und nicht mehr ihr eigener Vorfahr...? (17.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Mit anderen Zoos meine ich natürlich andere als Halle, also Lissabon u. Barcelona. In Halle scheint´s ja jetzt gut zu klappen. (17.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Ob man die von Äußeren her unterscheiden kann ist doch nicht entscheidend, oder? Wenn ich mich erinnere habe ich mal was darüber gelesen dass man die Populationen mit DNA-Analysen deutlich voneinander unterscheiden kann und dass der Unterschied groß genug ist, um die Einordnung als Unterarten zu rechtfertigen. Weiß jemand ob es in den anderen Zoos auch Probleme mit den Angola-Löwen gibt? Wenn die Löwin in Leipzig ein Einzelfall ist mit den Aufzuchtproblemen reicht das m.M. nach nicht um daraus auf inzuchtbedingte Probleme zu schließen. (17.01.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | @ Michael Mettler: dies mit den unterarten ist schon so eine sache bei afrikanischen löwen, (wohl mit ausnahme der berber), ich möcht den experten sehen, der einen angolalöwen von einem senegallöwen oder von einem krügerlöwen sicher unterscheidet. leipzig (17.01.2006, 00:00) | ||
| Ralf Seidel: | @Sven P. Peter: Leipzig hatte vor vielen Jahren (ich glaube in den 60ern)tatsächlich mal Löwen nach Afrika exportiert,allerdings nicht zum "Auswildern", sondern in einen afrikanischen Zoo, meines Wissens nach Kairo. Die später begonnene Berberlöwenzucht w (17.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Die aufgeführten Zoos halten "Zoolöwen", deren Ursprungsrassen nicht mehr nachvollziehbar sind - immerhin werden Löwen schon seit Menageriezeiten gezüchtet, und damals hat man bunt durcheinander gekreuzt, was gerade verfügbar war. Das schließt nicht aus, dass auch mal ein Indischer Löwe darunter war, aber eher handelt es sich beim "Zoolöwen" um ein Konglomerat afrikanischer Unterarten. Und als Kreuzungspartner waren in historischen Zeiten ausgerechnet die längst ausgerotteten Berber- und Kaplöwen wegen ihrer prächtigen Mähnen beliebt.... Andererseits gibt es Zoologen wie z.B. Jonathan Kingdon - immerhin ein auf afrikanische Säugetiere spezialisierter Kenner - die dem Löwen in Afrika jegliche Unterartbildung absprechen (anderen Säugern wie z.B. Gepard und Flusspferd übrigens auch). Das Erscheinungsbild der Tiere soll auch innerhalb der beschriebenen Unterarten sehr variieren (z.B. Farbe der Mähne und des Fells, Körperporportionen). Und bedingt durch die soziale Struktur (Familie) sollen sich - ähnlich wie beim Afrikanischen Elefanten - schnell "Familienähnlichkeiten" in Populationen durchsetzen, ohne deswegen gleich unterarttypisch zu sein. Ich von den Angola-Löwen bislang nur die Leipziger Tiere aus dem TV. Ist denn die silbrige Mähne des Leipziger Katers typisch für die Angolaner? (17.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Eigentlich lebt ein Löwe doch weniger lang als ein Menschenaffe oder eine Giraffe? Insofern dürfte die Etablierung reiner Unterarten so lange doch nicht dauern - bei Tigern und Leoparden ist sie jedenfalls weiter fortgeschritten. Ich habe den Eindruck, daß man vor allem in Deutschland Angst vor Importen hat und die lieber der Schweiz oder neuen EU-Mitgliedern überläßt. Jedenfalls könnte eine Pressekampagne entstehen, wenn im Zoo gekäfigte Löwen sich nicht vermehren dürfen, während Tiere ihrer "Freiheit" beraubt und nach Europa verbracht werden. (17.01.2006, 00:00) | ||
| wombat: | hätte ich nicht gedacht, dass überhaupt noch mit eindeutig nicht "reinrassigen" "Zoolöwen" gezüchtet wird. bin zu idealistisch für die realität. züchten die genannten Zoos denn inder-afrikaner-mixe, habe gehört, dass viele Zoos solche "Altlasten" halten. aber dass sie damit züchten... hm. (17.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Zu den Tigern: http://www.savechinastigers.net/home.php (16.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Das südliche Afrika hat sich im Laufe der Jahrzehnte eh zum Schmelztiegel für diverse Wildtiere entwickelt, da kommt es auf die Löwen eigentlich auch nicht mehr an... (Achtung, ironisch gemeint.) Zwischen Zululand und Etoschapfanne wurden schon diverse Huftierarten und -unterarten hin und her gekarrt, z.B. sogar Steppenzebras. Von den hannoverschen Pferdeantilopen-Unterartmischlingen sind mal 1,1 an ein südafrikanisches Wildreservat verkauft worden, Blässböcke werden auf einigen Farmen mit Buntböcken gekreuzt usw..... Und laut einer Fernsehdoku auf Vox hat man in Südafrika sogar schon einen Auswilderungsversuch mit zwei Tigern (!) gemacht. Ich schließe mich aber der Meinung von Saya an: Wenn die eindeutige Tendenz auch beim Löwen dahin geht, reine Unterarten zu züchten, müsste man die "Zoolöwen" erstmal von der Zucht ausschließen - so, wie man es mit anderen Arten vom Orang bis zum Halbesel auch schon getan hat. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass die genannten Zoos nur "auf Bestellung" hin Löwennachwuchs zugelassen haben und die Abnehmer der Jungen weniger Wert auf Unterartreinheit legen (was auf Hodenhagen als künftige Heimat der Münsteraner Löwen schon mal zutreffen dürfte). (16.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Hat Leipzig nich auch ma wieder Zoolöwen ausgewildert. Also so berbermixe irgendwo im Süden Afrikas. Da sind dann die wilden doch auch Mischlinge... (16.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Und die Zoos müssten endlich die "Zoolöwen" komplett auf die Pille setzen - ich bin nicht begeistert dass in Münster, Amsterdam, Wuppertal, Magdeburg noch n den letzten Jahren weiter gezüchtet wurde... und jetzt evtl. auch wieder Hagenbeck. (16.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Angesichts der Tatsache, dass auch die Bestände des Afrikanischen Löwen im Freiland durch Seuchenzüge bedenklich dahingeschmolzen sind, ist das ohne Zweifel richtig. Allerdings müssen dafür erstmal mehr Kapazitäten frei werden, die jetzt von Zoo-Einheitslöwen besetzt sind. Und Löwen sind nun mal relativ langlebig. Zudem wird es dann zum gleichen Effekt kommen wie bei der Giraffe: Man wird sich, um eine breitere Zuchtbasis zu haben, wahrscheinlich auf EINE afrikanische Unterart beschränken wollen, da etliche Löwenkapazitäten bereits mit Indischen Löwen belegt sind. Nun ist ein Beginn gemacht worden, Angola-Löwen zu etablieren, und Basel hat - wie unten zu lesen - südwestafrikanische Löwen importiert (müsste dann die Unterart vernayi sein?). Hochgradig bedroht ist der Senegallöwe - hatte Budapest in den 80ern, ich weiß nicht, ob er noch irgendwo gehalten wird. Und dann wäre da noch der eventuell/wahrscheinlich nicht reinrassige Berberlöwe. Bin gespannt, wie die Entwicklung weiter verläuft. (16.01.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | bei den noch relevanten afrikanischen unterarten wäre es glaube ich, auch höchste zeit unterarten reinzuhalten, und beim berber wird/wurde meines erachtens die flinte auch zu schnell ins korn geschmissen (16.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Möglicherweise gibt es eine weitere rein gezüchtete Löwenunterart in Deutschland - sofern der Stamm noch immer ingezüchtet ist: Die weißen Löwen in Stukenbrock gehören zu Panthera leo krugeri, dem Transvaal-Löwen.... Bei meinem letzten Besuch sah ich allerdings weiße und normalfarbige Löwen zusammen im Safari-Gehege (also zusätzlich zum Zuchtstamm in der eigenen Anlage), weshalb anzunehmen ist, dass normalfarbiges Fremdblut eingekreuzt wird - und das werden wohl kaum unterartgleiche Tiere sein. Auch beim Löwen ist also das schon von Antilopen her bekannte Phänomen zu beobachten, dass die ostafrikanischen Vertreter weitgehend oder völlig aus den Zoobeständen verschwunden sind, während sich die südafrikanische Fauna regen Interesses erfreut. Meine letzten Massailöwen (wenn es denn überhaupt reinrassige waren) sah ich jedenfalls in den 80ern in Heidelberg. (16.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | ... und somit ist auch Basel aus dem Berberlöwen-Projekt ausgestiegen! (16.01.2006, 00:00) | ||
| Stefan: | Der Zoo Basel hält seit 2 bis 3 Jahren 1,2 Löwen aus Pilansberg in Südafrika, es handelt sich um einen staatlichen Park in dem 1994 Löwen aus Namibia angesiedelt wurden. Die drei Löwen sind etwa 4 bis 5 Jahre alt, und entwickeln sich, soweit ich es beurteilen kann, gut in Basel. Die Löwen waren mit Fuchsmangusten vergesellschaftet, bei meinem Besuch im letzten Sommer. (16.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Gibt es denn irgendwo einen Überblick über Löwenimporte in jüngster Zeit? (16.01.2006, 00:00) | ||
| Karsten: | Bewußt* ... weil man vorher rumgereist ist um nach Berberlöwen zu suchen und dann entschied keine der Berber- Löwinnnen zu übernehmen...aufgrund von zu geringer genetischer Basis. (16.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Karsten: Inwiefern "bewusst"? (13.01.2006, 00:00) | ||
| Dirk K: | Ich glaube nur noch eins der Tiere in Dortmund ist ein Berberlöwe, eines ist wohl letztens verstorben und durch einen afrik. Löwen ersetzt worden. Leider gabs da auch keine Gehegebeschilderung die Auflschuss hätte geben können. (13.01.2006, 00:00) | ||
| Karsten: | Dortmund hat seit Anfang letzten Jahres nur noch *Zoolöwen*... und das ganz bewußt.... (13.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Die ersten beiden weiblichen Nachzuchten aus Neuwied sind in Erfurt. Port Lympne hält und züchtet "Berberlöwen" ebenfalls. (13.01.2006, 00:00) | ||
| Konstantin Ruske: | Neuwied hält auch "Berberlöwen", auch mit Importen in den letzten Jahren aus Marrokko ( Rabatt). (13.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ist eigentlich das "Berber"löwen-Zuchtprogramm zwischenzeitlich "gestorben"? Immerhin haben sich mit Köln, Leipzig und Frankfurt frühere "Berber"-Züchter zu anderen (und reineren) Löwenunterarten umorientiert. Damit wäre jetzt in Deutschland meines Wissens nur noch Dortmund als "Berber"-Halter übrig, oder? (13.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Das waren aber zwei Männchen gegen eine Löwin (Nie sollte man mehrere Männchen zu nur einem Weibchen bringen). (12.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Hatte Leipzig im ersten Besatz von "Makasi Simba" nicht auch einen Löwinnenverlust? (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Habe grade erfahren das in Erfurt die Vergesellschaftungsversuche aufgegeben wurden. In Hodenhagen hofft man auf eine gute Vergesellschaftung da die münsteraner Löwen noch recht jung sind. Doch sowohl die Löwin in Nürnberg (die getötet wurde) und die Löwinnen in Hamburg waren sehr jung als sie in die Gruppe kamen. In hamburg verstanden sie sich mit der alten Löwin zunächst auch gut, doch seit sie ausgewachsen sind mussten sie wieder getrennt werden. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Auf meiner Seite sind Bilder von ihnen unter "Zoo Münster" zu sehen: http://zoofotos.2page.de/ (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Als ich letztens in Münster war waren die kleinen immer noch ein Besuchermagnet. Der Münsteraner Kater wird dieses Jahr sterelisiert. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Also mit fast einem Jahr taugen die 4 wohl nicht mehr als publikumswirksame "Babys". Weiß jemand ngefähr wieviele Löwen Hodenhagen jetzt hat? Die haben doch vor 1, 2 Jahren schon eine 5er-Gruppe aus Magdeburg bekommen. Und dazu ein eigenes Rudel. Ich hoffe dass Münster jetzt mal mit der Verhütung anfängt, oder wo sollen die nächsten Würfe noch hin? Wobei ich mich frage, warum behalten die nicht einige der Weibchen, Löwinnen leben doch in matriarchischen Rudeln?? Bei Verhütung ist das doch auch kein Inzuchtproblem. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Die Münsteraner Löwen sind im April geboren und laufen bei mir noch unter Babys. (11.01.2006, 00:00) | ||
| Norbert K.: | Tiger sind teils kastriert und teils zuchtfähig. Damalige Franzosentiger waren auch älteren Jahrgangs.Tigerkater können Kastriert ehr zusammen geführt werden.Es waren letzes Jahr keine Jungtiere in der Löwengruppe zu sehen. Die Münsteraner sind jetzt schon keien Babys mehr.Was würde Münster sonst mit den Löwen machen? So haben sie eine große Anlage und wie in Hodenhagen letztes jahr ein neues Tigerhaus gebaut wurde wird auch ein neues Löwenhaus gebaut. (11.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Aha, alle Männlichen Tiger im Serengetipark sind Zeugungsunfähig. Und wer weiß wie es bei den Löwen aussieht. Da will wohl jemand Besucher mit Baby locken! (11.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Das mit den Tigern in Hodenhagen muss ich wohl relativieren: In unserer heutigen Tageszeitung findet sich eine Kurznotiz, dass der Serengetipark 4,6 "Bengaltiger" aus einem italienischen Circus übernimmt, die dort angeblich von Einschläferung bedroht waren. Mit diesen Tieren zusammen habe man dann 13 Tiger. Also muss die alte Gruppe - aus welchen Gründen auch immer - erheblich zusammengeschmolzen sein. Irgendwie schon merkwürdig, dass der Großkatzenbestand so zeitgleich "renoviert" werden muss... (11.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Die Münsteraner sollen zusammenbleiben (Kater wird Sterelisiert) und in die Gruppe eingeführt werden. (10.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Aufgrund der natürlichen Sozialstruktur von Löwen sind solche Fehlversuche nicht weiter verwunderlich. Andererseits bietet das Gehege in Hodenhagen mit seiner Größe und Struktur ganz andere Möglichkeiten als eine noch so große Zoo-Anlage. Und es ist in Hodenhagen sogar schon gelungen, zwei Tigergruppen zusammenzugewöhnen. Um die "klassische Literatur" zu bemühen: Auch die weltberühmte Löwin Elsa hat es (unter noch ganz anderen Umweltbedingungen!) nicht geschafft, sich anderen Löwinnen anzuschließen... Aber vielleicht hat Hodenhagen ja vor, eine neue Gruppe zu gründen - mit den drei Schwestern aus Münster und einem eigenen Kater? Wenn dann noch der Münsteraner Kater ausschließlich mit Hodenhagener Löwinnen zusammenkäme, hätten wir ja natürliche Verhältnisse (Löwinnen bleiben zusammen, Kater wechseln). (10.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Nachdem jetzt bekannt ist das die jungen Löwen aus Münster (1,3) in den Serengetipark gehen stelle ich mir eine Frage: Gibt es überhauptgelungene vergesellschaftungen von Löwinnen? In Nürberg wurde die neue Löwin getötet und auch in hamburg mussten die Löwinnen wieder getrennt werden, nach dem die jüngeren Tiere die ältere Löwin angriffen. Meines Wissens nach klappt es in Erfurt auch nicht so recht... (10.01.2006, 00:00) |
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