
| cajun: | Schöne Idee zum Enrichment im Alltag: "Magnetboxen für die Leoparden Bei der Gestaltung eines modernen Tiergeheges achtet man sehr genau auf das natürliche Verhalten der dort untergebrachten Tierart. Was braucht das Tier? Hat es genügend Rückzugsmöglichkeiten? Arten, die ursprünglich in einem tropischen Regenwald leben, müssen Zugang zu einem beheizten Innenbereich haben, sobald es draußen zu kalt wird. Daneben versuchen wir, das natürliche Verhalten der Tiere zu stimulieren, indem wir sie mit verschiedenen Formen der Verhaltensanreicherung (Behavioral Enrichment) überraschen. In dieser Ausgabe beantworten wir die Frage: Was haben Magnete und Leoparden miteinander zu tun? Einzelgänger Sri-Lanka-Leoparden sind Einzelgänger. Nur während der Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen für eine kurze Zeit zusammen. Nicht lange danach gehen die beiden Tiere wieder getrennte Wege. In freier Wildbahn überschneidet sich das Revier eines Männchens häufig mit den Revieren mehrerer Weibchen. Leoparden markieren die Grenzen ihres Territoriums mit Kot, Urin und dem Absetzen von Duftstoffen, indem sie mit dem Kopf oder den Pfoten an Bäumen, Steinen oder Büschen entlangfahren. Zudem hinterlassen sie deutlich sichtbare Kratzspuren, meist an Baumstämmen. Wenn die Weibchen läufig sind, nähern sich die Männchen. Leoparden oder Panther? Leoparden und Panther gehören der gleichen Art an. In der niederländischen Sprache nennen wir die Tiere, die in Afrika leben, für gewöhnlich Leoparden und jene, die in Asien leben, Panther. So heißt auch der Sri-Lanka-Leopard bei uns „Sri Lanka panter“. In vielen anderen Sprachen ist diese Unterscheidung jedoch nicht so strikt. Da der Leopard ein relativ großes Verbreitungsgebiet hat, gibt es verschiedene Unterarten. Bei den meisten Unterarten ist zu beobachten, dass sie ihre Beute in der Regel in einen Baum hinaufschleppen. Das geschieht insbesondere in Gebieten, in denen es viel Konkurrenz durch andere Raubtiere gibt. Da es auf Sri Lanka jedoch keine großen Raubtiere gibt, die eine Bedrohung für den Sri-Lanka-Leoparden darstellen, zeigt diese Unterart ein solches Verhalten nur selten. Im Burgers‘ Zoo haben wir ein großes Innengehege, das aus verschiedenen Bereichen besteht. So können wir die Leoparden getrennt voneinander halten. Außerhalb der Paarungszeit kann nämlich die Begegnung zwischen Männchen und Weibchen sehr aggressiv sein! An das Innengehege sind drei verschiedene Außengehege angeschlossen: Ein großes Gehege vor den Kulissen und zwei weitere in einem nichtöffentlichen Bereich. In diesen Außengehegen versuchen wir, das natürliche Verhalten der Leoparden auf verschiedene Weise zu stimulieren. Wir befestigen beispielsweise eine Fleischkeule mit einem Seil im Baum oder an einem Felsbrocken. So ist der Leopard eine Zeit lang damit beschäftigt, die Fleischkeule loszureißen oder hängend das Fleisch abzunagen. Eine weitere Möglichkeit der Verhaltensanreicherung ist die Verwendung von Magnetboxen. Dabei handelt es sich um kleine Kästen, die an verschiedenen Stellen im Gehege angebracht sind und für die Besucher unsichtbar bleiben. Die Boxen werden am Morgen mit kleinen Fleischstücken gefüllt und mit Magneten verschlossen. In unregelmäßigen Abständen springen die Boxen eine nach der anderen auf und schließen sich wieder. Der Leopard muss also rechtzeitig ein offenes Kästchen erreichen, um an den leckeren Snack zu gelangen. Auf diese Weise bleiben die Sinne der Leoparden geschärft, während gleichzeitig ihr natürlicher, forschender Jagdinstinkt angeregt wird. Quelle: https://www.burgerszoo.de/nieuws/2022/03/magnetboxen-fur-die-leoparden (30.03.2022, 08:55) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Im Erlebniszoo Hannover werden Regenbogenforellen und Meeressaiblinge im Wasserbecken der Eisbären gehalten. Die Eisbären jagen allerdings nur sehr selten die Fische, da sie dazu zu bequem sind. Ich habe dort noch niemals Fischfangaktivitäten gesehen. (17.06.2012, 20:30) | ||
| Michael Mettler: | Lebendfischfütterung gab es bis vor einigen Jahren auch bei den Duisburger Kodiakbären. In der Rückwand der nun nicht mehr bestehenden Anlage gab es zu diesem Zweck extra eine "Fischrutsche" ins Wasserbecken der Anlage. Bei der einzigen Fütterung, die ich dort mal miterlebt habe, bestand die einzige "Beschäftigung" der Bären allerdings darin, dass sie am unteren Ende der Rutsche warteten und die Fische sofort in Empfang nahmen... (17.06.2012, 19:34) | ||
| Liz Thieme: | Soweit ich weiß, gibt es bei den Riesenottern eine Ausnahmegenehmigung. (17.06.2012, 19:16) | ||
| Ottmar Müller: | Ist nicht in der EU (oder nur in Deutschland)das Verfüttern von lebenden Wirbeltieren verboten? Da war doch mal was mit Knut, dem ein Tierpfleger lebende Karpfen ins Becken geworfen hat. (17.06.2012, 14:53) | ||
| zollifreund: | als beste Beschäftigungsmöglichkeit bei Zootieren sehe ich, nach der Jungtieraufzucht, die Fütterung von lebenden Tieren ( sofern machbar ) an. Leider wird das fast nie praktiziert ( häufig wegen irgendwelchen Gesetzen, tw. aber auch weil man anscheinend Angst vor negativen Besucherreaktionen hat). Bei meinem spontanen Besuch gestern in Zürich habe ich erfreulicher Weise das Gegenteil erlebt. Vor den Königspinguinen war eine riesige Menschenmenge vorhanden - und das außerhalb der Fütterungszei - und alle waren ganz gefesselt: bei den Pinguinen schwammen etliche Fische im Becken herum und wurden von mehreren Königspinguinen gejagt. Wem die Sympathien galten war schnell klar, die Anfeuerungsrufen der Kinder klangen fast wie bei der EM: "hohl ihn", "schneller"... :-) bisher habe ich die Fütterung mit lebenden Fischen nur vor etlichen Jahren mal bei den Riesenottern in Hagenbeck und bei den Eisbären in Singapore gesehen. wird dies noch irgendwo gemacht ? Jedenfalls bin ich seit gestern noch mehr überzeugt, dass falls es rechtlich möglich ist ( ansonsten müsste man halt mal eine politische Initiative starten), dies viel mehr gemacht werden sollte. (17.06.2012, 14:22) | ||
| Michael Mettler: | Erinnert mich an die marionettenartige "Totes-Lama"-Attrappe, die ich letztens in der Walsroder Flugshow in Zusammenhang mit dem Andenkondor sah... (03.10.2009, 22:33) | ||
| Liz Thieme: | dieses Bild stammt aus dem Metro Zoo in Cleveland. Hierbei handelt es sich um Eisbärin Aurora (*1982) die sich an einem künstlichen (etwas schlanken) Walroß erfreuen darf. Ist doch mal was anderes als die Basteleien für die Leipziger Löwen und Erdmännchen ;) (02.10.2009, 23:43) | ||
| Michael Mettler: | Dazu fällt mir wieder das hannoversche Gorillaweibchen ein, das im winterlichen Außengehege (heute linke Hälfte der Schimpansen-Außenanlage) mit sich selbst "Eishockey" gespielt hat, indem es immer wieder ein loses Eisstückchen über die zugefrorene Oberfläche des flachen Badebeckens schubste. Das würde ich als selbstbelohnendes Verhalten deuten, auch wenn man natürlich in alles Mögliche eine Übersprunghandlung hineininterpretieren kann. Durch "externe" Belohnung hätte ein Tiertrainer daraus relativ schnell ein abrufbares Kunststück formen können. (02.04.2009, 08:42) | ||
| Jennifer Weilguni: | Wer sagt denn dass eine Übersprungshandlung nicht auch Spaß machen kann? Derartiges Verhalten ist doch schliesslich auch beim Menschen zu beobachten! Mich stört an der ganzen Sache hier ein bisschen die unterschwellig Behauptung, Tiere könnten sowas wie "Spaß" nicht empfinden, da müsse schon immer ein tieferer Sinn dahinter stecken. Warum sollte aber ein Seelöwe nicht einfach nur aus purer Lebensfreude einen Ball vor sich hertreiben? Ohne dass er meint damit für die Jagd zu trainieren oder sich einer Übersprungshandlung hinzugeben? (02.04.2009, 07:56) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Aus menschlicher Sicht ist es vielleicht ein 'Trick'-aus Sichtweise des Seeloewens-? Uebersprungsreaktion? "Ueben" fuer den Ernstfall (Jagd), aehnlich einem Wing Tsun-Praktizierenden, der seine Bewegungssets am Muk Yan Jong einuebt? Letzteres wuerde erklaeren, warum solches Verhalten auch bei seinen wildlebenden Verhalten ab und an auftritt. Was die Nachahmung angeht: derlei ist bei bestimmten sozialen, "hochintelligenten" Arten wie diversen Primaten auch zu beobachten-zur Aneignung lohnenswerter Faehigkeiten (im Falle des Delfinariums wohl die Aussicht auf den Belohnungsfisch...). (01.04.2009, 10:27) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Wenn z.B. ein Seelöwe von sich aus, also ohne menschliche Einflussnahme, einen Gegenstand im Wasser spielerisch mit der Schnauze vor sich her treibt, führt er im Grunde schon einen Trick aus. In vielen Fällen besteht Dressur ja nur darin, derlei "Entdeckungen" rechtzeitig zu belohnen und daraus ein abrufbares Verhalten zu formen. Ab dem Moment aber, wo die Robbe den "Trick" für sich entdeckt hat, ist er selbstbelohnend. Wenn sie ihn dann - noch immer ohne menschliches Eingreifen, z.B. also auch im Freiland - wiederholt, würde ich das durchaus als Spaß an der Sache interpretieren. Übersprunghandlungen will ich damit überhaupt nicht ausschließen. Der Delfin oder Orca, der im Absperrabteil die Übungen seiner Kollegen im Vorführbecken mitmacht, handelt wahrscheinlich weniger aus Spaß, sondern erhofft sich wahrscheinlich entweder trotzdem eine Belohnung oder reagiert den Frust ab, nicht dabeisein zu können. (31.03.2009, 21:50) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Nicht einfach nur "leichter": fuer ein trainiertes Tier duerfte, wie erwaehnt analog zum Menschen, das Verletzungsrisiko geringer sein. Auf der anderen Seite koennte beim dressierten Tier die haeufigere Dauerbelastung (bzw. Ueberlastung) negative Konsequenzen haben. "Spass" ist in Hinblick auf Tiere mitunter schwer als solcher interpretierbar; mitunter mag dabei z.B. eine Uebersprungshandlung (z.B. Sandsack beim Nashorn) eine Rolle spielen. Viele Dressurakte funktionieren im Form des "Trick"-Schemas oder vielmehr Konditionierung. Nur ist der Druck von menschlicher Seite im Falle Heidelbergs im Vergleich zum Zirkus-Bsp. praktisch nonexistent; wenn die Elefanten diese Option nicht nutzen wollen, dann wird sie wie bereits erwaehnt keiner dazu zwingen. Wie oft die Elefanten nach dem Heu greifen, bleibt ihnen selbst ueberlassen. Schaedlichen "Exzessen" kann durch laengere Nichtbefuellung (was den Reiz zudem noch steigert) vorgebeugt werden. Was den Geruchssinn angeht-wie war das noch mal mit dem Hellsehen? ;) Ein sorgfaektig sondierendes Einzelexemplar ist kein Negativbeweis-allenfalls ist das erwaehntes Tier besonders gruendlich. ;) (31.03.2009, 17:10) | ||
| Michael Mettler: | (Fortsetzung einer Diskussion darüber, ob gewisse Einrichment-Maßnahmen und Circus-Kunststücke vergleichbar sind oder nicht, siehe Thread "Zoo Heidelberg" 30./31.3.2009) @Shensi-Takin: Die Frage, ob einem entsprechend körperlich trainierten Circuselefanten der Hochstand leichter fällt als einem untrainierten Zoo-Elefanten, ist doch in einer Hinsicht ganz einfach zu beantworten. Wenn ein Zoo derartige Show-Elemente zeigt, sind dessen Elefanten zwangsläufig ebenfalls entsprechend körperlich trainiert, denn auch hier braucht es Übungseinheiten und gibt es Vorführzeiten. Dann aber ist die Diskrepanz zu einem nicht-showtrainierten Elefanten, der zum Erlangen von Futter "Männchen machen muss" erst recht groß. Nur noch mal zum besseren Verständnis meiner Gedanken: Weder befürworte ich die heutige Form der Circushaltung von Elefanten, noch finde ich Tricks wie Einbein- und Kopfstand annehmbar, die nun wirklich nichts mit natürlichem Bewegungsablauf zu tun haben. Ich möchte nur versuchen, den eigentlichen Bewegungsablauf und seine körperliche Be- oder Überlastung sowie den menschlichen Einfluss auf das Tier von Anti-Circus- und Pro-Zoo-Einstellung zu trennen und ganz für sich zu vergleichen. Wann führt ein Tier einen Trick aus? Wenn es a) dafür eine Belohnung (in der Regel Futter) bekommt, b) einer Strafe entgehen will, c) schlichtweg Spaß daran hat. Eine Futterbelohnung ist bei Medical Training und bei vielen Enrichment-Maßnahmen, bei denen sich die Tiere zur Erlangung des Leckerbissens auf besondere Weise anstrengen müssen, gegeben - im Falle des diskutierten Heidelberger "Top feeders" für Elefanten, der anscheinend nicht bei normalem vierbeinigem Stand erreicht werden kann, ebenfalls. In der Natur eines Dressurerfolges liegt es, dass dieser jederzeit vom Dresseur abrufbar sein soll (Circustrick, Medical Training). Eine direkte menschliche Aufforderung zur Nutzung des Elefanten-Futterkorbes gibt es dagegen nicht. Dennoch bleibt der Anreiz (Belohnung) genauso gleich wie die Körperbewegung/-haltung/-belastung. Sollte der Elefant also zwanzigmal am Tag nachprüfen gehen, ob nicht doch zwischenzeitlich "Futter nachgewachsen" ist, wäre seine körperliche Belastung beim Hochstand sogar höher als im Circus... Ich weiß, jetzt kommt der Einwand mit dem guten Geruchssinn der Elefanten, die schon merken würden, wann da etwas liegt. Nun, am Samstag sah ich eine Elefantin in Hannover "blind" nach in den Graben gefallenem Gemüse rüsseln. Sechs- oder siebenmal glitt die Rüsselöffnung fast in Berührungsnähe am Salatkopf vorbei, bis sie es endlich gefunden hatte. SO fantastisch scheint der Geruchssinn also nicht zu sein, als dass der Elefant nicht doch ein wenig Zeit zum Suchen braucht. Und in dieser Zeit stünde er bei besagtem Futterkorb zwangsläufig auf den Hinterbeinen. (31.03.2009, 15:49) | ||
| Ralf Sommerlad: | Environmental Enrichment, ja... Training findet mittlerweile bekanntlich vielfach statt, bei Krokodilen, Waranen ( besonders Komodowaranen), Elapiden, durchaus mir sehr beeindruckenden Ergebnissen. Das Verrückteste, aber sicher trotzdem sehr bmerkenswerte Training sah ic in disneys Animal Kingdom, wo Dendrobaten darauf trainiert wurden, in bestimmte Boxen im Behälter zu gehen um dort einzeln gefüttert zu werden.... (08.04.2008, 21:21) | ||
| Michael Mettler: | Enrichment für Reptilien könnte noch ein interessantes Feld werden. Als ich noch Schlangen hatte, habe ich versuchsweise bei Elaphe-Arten hie und da frisch abgestreifte Natternhemden aus Nachbarterrarien hineingelegt. Das fanden die Schlangen hochinteressant, die Häute wurden sehr ausgiebig "bezüngelt". Auch frisch aus dem Garten geholte Grasbüschel mit Wurzelballen und anhaftender Erde lösten bei verschiedenen Schlangen (Elaphe, Lampropeltis, kleine Boiden) ausgiebiges Erkundungsverhalten aus, besonders wenn die Erde feucht war. (07.04.2008, 20:52) | ||
| Ralf Sommerlad: | Ja, die Showfütterungen kenne ich wie auch Trainingsmassnahmen in diversen amerikanischen Zoos. Training dient allerdings vor allem der leichteren und gefahrloseren Handhabung auch grosser und potentiell gefärlicher Tiere. Das macht jetzt auch Hagenbeck. Aber ich meinte Enrichment in Form von Veränderungen in der Einrichtung, zusätzliche Sinnesreize ohne Training... (07.04.2008, 20:29) | ||
| Shensi-Takin: | Zum Thema "Behavioural Enrichment" von Krokodilen s.a.: http://www.reptiletraining.com/ (07.04.2008, 18:08) | ||
| Shensi-Takin: | Beschäftigungstherapie für Krokodile? S. Rautenkrokodil-Training in Gatorland-oder allgemein gewisse Showfütterungen wie z.B. in den Südstaaten der USA; der Zoo in Naples, FL, z.B. hängt Hühnchen auf einen "Beutesimulator". Ähnliches ist mir von einem europäischen Zoo bislang nicht bekannt. (18.10.2007, 16:23) | ||
| Jennifer Weilguni: | Ob das ein Zoo freiwillig tut weiss ich zwar nicht, aber so dann und wann wird ja mal von den Tieren selber ein vergesellschafteter Mitbewohner als Enrichment-Maßnahme verspeist und dann bedenke die vielen netten Zoobesucher, die mittels geworfener Münzen immer gerne dafür sorgen, dass den Krokodilen auch wirklich niemals langweilig wird. (Jaja.. es IST Ironie) Aber um das mal weiterzuspinnen.. in welcher Form könnte denn eine Beschäftigungstherapie für Krokodile stattfinden, bzw inwieweit haltet ihr das für sinnvoll oder notwenig ? Immerhin handelt es sich dabei ja um ein Tier, dass in der freien Natur den Großteil seines Tages doch recht unbeweglich verbringt. Möglichkeiten die Tiere zu beschäftigen dürften sich wohl hauptsächlich auf Fütterungen beschränken oder ? (18.10.2007, 09:14) | ||
| Ralf Sommerlad: | Ist hier jemandem ein europäischer Zoo bekannt, der Enrichment bei seiner Krokodilhaltung betreibt? Ich bin für jede Info dankbar. (17.10.2007, 09:26) | ||
| Calamity Jane: | Gerade heute haben die Orangs von unseren Ferienkindern selbst zusammengeschnürte Stoffsäckchen bekommen. Die Füllung bestand aus Holzwolle und einigen Leckereien. Die Stoffsäckchen sind nicht größer als ein Taschentuch und wurden von den Kindern mit großer Hingabe und festem Paketband hinreißend ernsthaft verschnürt. Die Orangs haben sich bestimmt eine halbe Stunde mit dem Gefriemel und Gefummel auf der Außenanlage beschäftigt. Orang- und Kinderenrichment gleichermaßen ;-) (12.07.2007, 21:23) | ||
| Michael Schulz: | Ich kann dazu nur betreffs Wasserschildkröten etwas sagen, diese haben kein Problem mit Frostfutter. Meine bekommen immer gefrorenen Fisch und das schon seit Jahren. Gab da noch nie Probleme. Natürlich keine Fischstäbchen :-) (08.07.2007, 19:26) | ||
| sleipnir: | Ich bin nun kein Praktiker der Zootierhaltung, antworte aber trotzdem mal! Ich denke, dass das schlicht und ergreifend eine Frage der Gewöhnung ist. Ein Tier, dass über Jahre hinweg nur wohltemperiertes Futter bekommt wird mit Sicherheit mit Verdauungsproblemen reagieren. Genauso wie ich schon Hunde erlebt habe, die mit heftigem Durchfall reagiert haben, wenn sie, gewöhnt an den "Chappi-Enheitsbrei", bei uns Putenhälse oder frischen Pansen gefressen hatten. Und wenn ich mir überlege, dass es Jahrtausendelang "Gang und Gebe" war Schlittenhunde mit gefrorenem Lachs oder Robbenfleisch zu füttern, dann sollte es wohl kein grundsätzliches Problem geben. (08.07.2007, 19:22) | ||
| Volker Gatz: | Wir waren am Anfang sehr vosichtig mit Eisbomben, z.B. bei Brillenbaeren- eben aus Angst vor Durchfall- hatten aber letztlich nie Probleme und geben Eisbomben inzwischen seit vielen, vielen Jahren. Man muss das Ganze aber trotzdem im Auge behalten, falls doch mal Probleme auftauchen sollten. Nur am Rande, bei Steller Seeloewen in Vancouver wurden (werden?) regelmaessig Eiswuerfel als Belohnung gefuettert, ohne dass das zu Problemen gefuehrt haette. (08.07.2007, 00:27) | ||
| Michael Mettler: | Eine Frage an die Praktiker: Bei der Heimtierhaltung ist es eine altbekannte Regel, dass man Futter nie direkt aus dem Kühlschrank verfüttern soll - ob nun Katzen- oder Hundefutter oder Gemüse für Nager, Schildkröten usw. - weil die kalte Nahrung angeblich zu Problemen im Verdauungstrakt führt. Aus dem selben Grund soll man Hunde davon abhalten, Schnee zu fressen (meinen beiden macht das offensichtlich nichts aus, aber ich habe Hunde kennen gelernt, die danach Durchfall bekamen). Wie passt das damit zusammen, dass immer mehr Zootiere verschiedenster Arten zwecks enrichment "Eisbomben" mit eingefrorenen (nicht nur gekühlten!) Nahrungsmitteln erhalten? Probleme scheinen die dadurch ja nicht zu bekommen? Und vom Schneefressen könnte man sie ohnehin nur durch Einsperren abhalten... (08.07.2007, 00:12) | ||
| Jana: | Ein Bild, der mit Beschaeftigung von Zoo-Tieren vielleicht auch etwas gemeinsahm hat (na ja, ehe Koerperpflege). Ist sowas laufiger auch fuer Schweineartige und Tapire benutzt? http://foto-cestovani.own.cz/cechy/zoo-dvur-kralove/fotografie.php?img=a39-tonevim.jpg (08.05.2007, 14:05) | ||
| Zoofan: | In Leipzig bekommen die Erdmännchen eine Schale mit Sand vorgesetzt, in der Sandschicht befinden Mehlwürmer oder Heimchen. In Duisburg werden die Mandrills mit gefüllten Plastikflaschen beschäftigt. Auf der stuttgarter Elefantenanlage befindet sich eine Beton-Box mit Löchern, die mit Brötchen gefüllt wird. Oder in einigen Zoos habe ich auch einen Holzblock, der an einem Art Galgen hing, gesehen. Dieser war für Wisente, Bisons und andere Rinder. Im Tierpark Hellabrunn sah ich Einkaufsnetze mit Heu, in den Anlagen von Rotscheitelmangaben, Mandrills und Dianameerkatzen. Braunbären können mit Frucht-oder Fischbomben beschäftigt werden. Im Wildpark Lüneburg wurden Waschbären mit alten Abflussrohren, in den sich Löcher befanden und die mit Obst gefüllt waren. (07.05.2007, 14:32) | ||
| Giraffenmichel: | @Michael Mettler: Asthaufen haben wir um die Bäume herum, aber meist werden sie recht klein gehalten. Aber zum Forkeln reichts. Das mit dem Schlamm sehe ich öftermal bei unserem Elen-Bullen und sogar eine der Kühe hatte erst gestern wieder ganz verschlam (08.03.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Giraffenmichel: Habe in Karlsruhe nicht darauf geachtet, aber bietet ihr den Antilopen auch Asthaufen an? In Hannover ein altbewährtes Beschäftigungselement. Bullen und Böcke forkeln gern in den Ästen herum, beide Geschlechter schälen das Holz, und Kälbe (07.03.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | Was bei Antilopen (bei uns vorallem Elen und Säbelantilopen) gut ankommt sind freihängende Stammstücke (je nach größe der Antilope, Elen z.B. 1m lang und 25cm Durchmesser) werden mit den Hörnern angehoben und rumgeworfen... (06.03.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | Hier ein Link zum Thema: http://www.honoluluzoo.org/enrichment_hassim_jar.htm die hier gezeigte Beschäftigungsflasche für Giraffen habe ich für die Giraffen im Zoo Karlsruhe übernommen. Kommt echt gut an, ist aber recht schnell leer. Wir füllen sie überwiegend mit Salat. (06.03.2006, 00:00) | ||
| Karla: | Die Bücher sind mir bereits bekannt aber trotzdem vielen dank für den hinweis. (26.02.2006, 00:00) | ||
| Matthias Papies: | Hallo Karla. Musst du mal im Search Catalogue auf dieser Seite (findest du rechts unter "Shop") ENRICHMENT eingeben. Kommen sechs Ergebnisse. (09.02.2006, 00:00) | ||
| Karla: | Hi Andresw, ich arbeite bereits seit jahren im Zoo und trainiere die unterschiedlichsten Tierarten. Ein Buch das möglichst viel Ideen für die Beschäfftigung von möglichst vielen Tieren bereit hält und für jederman leicht zu verstehen ist habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Aber wenn du so viele Bücher kennst, kannst du mir ja mal einige nennen das wäre sehr nett. Ich frage halt überall wo ich Infos bekommen kann, denn es hat ja nicht nur der Ahnung der sich beruflich mit Tieren beschäftigt.Ich werde natürlich auch einiges aus Doktorarbeiten herausschreiben und ich denke das dies den Währt nicht mindert wird Jedenfalls nicht für die, die es Praktisch nutzen sollen. Nicht jeder der sich mit Tieren beschäftigt hat die Zeit und das Geld sich das Wissen aus vielen verschiedenen Fachlektüren raus zusuchen. Weshalb ich gerne alles möglichst einfach und schnell verständlich in einem Buch zusammentragen würde. Außerdem möchte ich das möglichst auch Lehrlinge damit zurecht kommen. Da ich viel mit Lehrlingen arbeite weis ich das auf diesem Gebiet, auch in den Schulen, noch viel getan werden muss. Leider gibt es aber grade für diese Zwecke (soviel ich weis)Keine geeigneten Bücher. Also wenn du da einiges mehr an Info hast als ich dann würde ich mich freuen wenn du mir einig vorschläge machen würdest. (09.02.2006, 00:00) | ||
| Andresw: | An Karla: Bitte weder persönlich nehmen noch mich für überheblich halten, aber: vergiss es! Es gibt etliche Bücher über enrichment, und allein Enrichment für eine Tiergruppe füllt wahlweise einen ganzen Band oder mehrere Doktorarbeiten. Und - mit Verlaub - wenn du so basal fragst und "ganz unten" anfängst, mußt du dich erstmal selbst ein paar Jahre (möglichst mit direkter Arbeit im Zoo) in das Thema reinwühlen. Alles andere kann nur schief gehen, besteht dann hauptsächlich aus Abschreiben und wäre schade um die Mühe. (03.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Das letztgenannte Problem ist gerade bei Wintertemperaturen und empfindlichen Tieren wirklich eines: Viele Steppenantilopen gehen z.B. ohnehin nur sehr ungern in den Stall - das "Bewohnen von Höhlen" ist in ihrer Lebensweise nun mal nicht von der Natur vorgesehen. In Hannover war ich beim Aufstallen oft genug Zeuge, welche Schwellenangst z.B. eine Pferdeantilope tagtäglich überwinden muss (wobei es "mutigere" und "ängstlichere" Individuen gibt). Also kann man solche Tiere nur mit Futter auf sanfte Weise in den Stall locken, und das natürlich nur, wenn sie entsprechend hungrig sind. Richtiger wäre es natürlich, auch sie ganztägig mit Kleinrationen zu versorgen und ihnen den freiwilligen Außenaufenthalt in der Nacht zu gönnen. Nur sind Antilopen nachts noch schreckhafter (und damit unfallgefährdeter), und im Winter stößt die Akklimatisationsfähigkeit an ihre Grenzen. (27.01.2006, 00:00) | ||
| Anna T.: | Probleme bei Futterbeschäftigung sind auch oft verfettung der tiere bez. die Pfleger bekommen die vollgestoften Tiere abends nicht mehr rein. (27.01.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Das mit den Ästen ist in Rheine auch gang und gebe bei Kamelen;antilopen,lamas und känguruhs. für die kamele wurden die äste auch zeitweise höher aufgehangen aber das hat sie auch nicht länger beschäftigt als wenn die äste liegen. in leibzig bekommen die lippenbären auch mit honig und rosinen gefüllte hölzer.es gibt dabei aber nur zwei probleme erstens wird immer nur ein holz für mehere bären angeboten so das nur immer der stärkste die beschäftigung hat und zweitens sind die affen auf der anlage meist schneller als die bären. (26.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ohne zu wissen, womit sie gefüllt waren, habe ich eine Beschäftigungsfütterung mit Gartenschlauchstücken auch in Frankfurt bei den Lippenbären gesehen, die aufgrund ihrer natürlichen Lebensweise ohnehin daran angepasst sind, Nahrung "hervorzusaugen". Entsprechend lautstark ging es dabei auch zu! Die Großkatzen im Zoo Hannover finden in ihren Außenanlagen immer mal Stellen vor, die von den Pflegern z.B. mit Gewürzen oder auch frischen Antilopenkötteln garniert wurden. Für die Antilopen wiederum stehen schon seit Jahrzehnten Haufen aus Ästen und Zweigen zur Verfügung, die vielfältigen Zwecken dienen: als Abliegeort für Kitze und Kälber, zum Benagen und Schälen, zum Spielforkeln für die Böcke und Bullen und nicht zuletzt auch als Sichtblende, um sich mal aus den Augen gehen zu können. Eine simple Einrichtung, die merkwürdigerweise kaum von anderen Zoos übernommen wurde. (26.01.2006, 00:00) | ||
| Anna Timmer: | löwen kann man im Sommer Blutbomben geben, das kühlt und ist Kalorien arm. Füchsen und Stachelscweinen, Dachsen ect. kann man Papkartons geben die man mit Zeitungen und/oder heu ausfüllt und in den man Leckerlis versteckt. Pferden kann man alte Futtertüten oder Juhtesäcke mit Brötchen füllen. Für Erdmänchen kann man eine Plastikröhre mit Futter senkrecht in die Erde eingraben oder zB. Melonen im ganzen anbieten bzw. mit einer kleinen öffnung. Man könnte auch Eier im ganzen anbieten. Bei Eisbären habe ich mal gesehen das ein stück Gartenschlauch mit futter gefüllt wurde und in die beiden Öffnungen Obst rein gequetscht wurde das die Eisbären eine ganz Zeit was zu tun hatten. In einem Zoo haben sich zwei Braunbären auf ihrer anlage eine Hölle gegraben nach angaben des Tierpflegers waren sie 3 Wochen beschäftigt. Die Hölle muste aber wieder zugeschüttet werden und so begann das Spiel von neuem. (Die Bären übernachteten immer in der Hölle und holten sich nur noch morgens ihr Futter ab. Wärend der eine drinnen fraß blockirte der andere den schieber, die außenanlage konnte in dieser zeit nicht sauber gemacht werden und so musste das "Loch" wieder zu.) (26.01.2006, 00:00) | ||
| Sitara: | @ Michael Mettler: Eine Möglichkeit, Elefanten in Zoohaltung auf andere, ihrem ursprünglichen "Futtersuch-Verhalten" angepaßte Weise nachzukommen, kann man z.B. bei den Kölner Elefanten sehen. Dort wird unterschiedliches Futter über den Tag verteilt an di (26.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Sitara: Der Vorteil einer ständigen Fütterung von Elefanten - durch wen auch immer - leuchtet ein: Es kommt der mühsamen Nahrungssuche im Freiland um dem daran angepassten Organismus näher als eine "Massen-Schnellabfütterung". Ich habe auch mal gelesen, (26.01.2006, 00:00) | ||
| Sitara: | Nachtrag: Das Elefantenfüttern findet in Hamburg/Hagenbecks Tierpark statt, was ich ganz vergessen habe zu erwähnen, da ich voraussetze, es hier mit Insidern zu tun zu haben, aber sicher ist sicher! ;-) (26.01.2006, 00:00) | ||
| Sitara: | Um gleich mal bei den Elefanten zu bleiben, habe ich letzten Sommer eine besondere Art des eigenständigen Behavioural enrichments im Budapester Zoo erlebt, der im Liget, dem Stadtwäldchen, einem grünen parkähnlichen Erholungsgebiet liegt. Das Elefantengehege mit dem architektonisch schönsten Elefantenhaus, das ich kenne, grenzt direkt daran. Die Kronen der hohen Bäume auf einer Seite sind für die Rüsseltiere nicht erreichbar, sollte man meinen. Nachdem die beiden älteren Kühe dort das verteilte Futter vertilgt hatten, suchten sie nach längeren übrig geblieben Aststücken, die sie so geschickt mit dem Rüssel quasi als Verlängerung durch die Luft schwangen und auf die Baumkronen schlugen, bis genug grünes Laubwerk runterfiel, das sie dann verzehrten. Dieser Vorgang wurde immer in Abständen wiederholt... Aber zurück zu dem eigentlichen Thema. Mir fällt da bei der Beschäftigungsphilosophie für Dickhäuter ganz spontan *g* der bekannte Elefantenpfleger Karl Kock ein mit seiner Idee, den Besucher die Tiere füttern zu lassen, der natürlichen Hauptbeschäftigung von Elefanten in freier Wildbahn nachempfunden. Obwohl dies ein sehr kostspieliges, da personalaufwändiges, Behavioural enrichment ist, hat es sich bis heute bei Tier und Mensch bewährt und erfreut sich auch auf beiden Seiten großer Beliebtheit. Seit einigen Jahren wird streng darauf geachtet, dass den Tieren von den Besuchern nur Obst und Gemüse angeboten wird, das an stark frequentierten Tagen auch an dem Kiosk des Vereins der Freunde des Tierparks gegen eine freiwillige kleine Spende (ähnlich wie in Münster, nur ohne feste Zeiten!) ausgegeben wird. Selbstverständlich darf man auch seine eigenen Äpfel etc. mitbringen, aber Brot/Backwaren, Kekse oder Spaghettis sind mittlerweile tabu! Die Pfleger achten sowohl darauf als auch auf die Tiere, damit es nicht zu rangordnungsbedingten Streitigkeiten am Besuchergraben kommt (Futterneid). Diese Beschäftigungsart ist allerdings nur in der Hands-on-Haltung möglich. (26.01.2006, 00:00) | ||
| Sitara: | @ Michael Mettler & Dirk K.: So ist es. Siehe dazu http://www.zooelefant.de/zoos_deutsch/osnabrueck/elefantenhaus/elefantenhaus.htm (25.01.2006, 00:00) | ||
| Dirk K: | Ich meine mal gehört zu haben, dass es eine Elefantendusche in den Osnabrücker Häusern gibt. Bin mir aber nich sicher. (25.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ist eigentlich irgendwo schon mal eine "Elefantendusche" eingerichtet worden, die sich die Tiere nach Bedarf selbst einschalten können (z.B. indem sie ihre Rüsselspitze in eine Fuge legen, in der eien Lichtschranke installiert ist)? Im hannoverschen Urwaldhaus ist so etwas (wenn auch mit profaner Drucktastenauslösung) schon in den 80ern für die Menschenaffen installiert worden: Es gab Betonmulden in den Innenanlagen, die von den Tieren selbst befüllt werden konnten. Genutzt wurde die Technik meiner Erinnerung nach nur von den Schimpansen, die Orangs und Gorillas ließ es mehr oder weniger kalt. Aber wie Schimpansen eben so sind: Sie verlieren auch schnell wieder den Spaß... Schließlich waren die Wasserbecken nur noch mit Stroh usw. verstopft und wurden außer Betrieb genommen. Der frühere hannoversche Orangmann "Schorse" drehte übrigens den Spieß um und erfand ein "behavioural einrichment" für Tierpfleger. Im Zuge eines Intelligenztests, den meiner Erinnerung nach der spätere Karlsruher Zoodirektor Becker durchführte, bewies er, das er ein am Gitter angebrachtes und abgeschlossenes Vorhängeschloss aufschließen konnte. Schorse schloss es dann aber an anderer Stelle wieder am Gitter an und versteckte den Schlüssel... (25.01.2006, 00:00) | ||
| Sitara: | Den Hagenbecker Orangs werden u.a. in einem extra dafür "konzipierten" Kunstbaum verschiedene Leckerlis auch im Zufallsprinzip angeboten. Noch besser nehmen die Tiere aber eine andere Art des behavioural enrichments wahr, das auch für die beobachtenden Besucher ganz interessant ist: In dem weitläufigen Gehege werden an unterschiedlichen Orten hinter dafür eingerichteten, vorne mit einem engmaschigen Gitter in unterschiedlicher Größe versehenen Stellen, Gläser mit diversen zähflüssigen Leckerbissen versteckt. Dazu werden überall Zweige und Ästchen ausgestreut. Die Orangs stellen nun nach Lust und Laune daraus selbst ein Werkzeug in Form eines Stöckchens her, mit dem sie durch das Gitter diese Nahrungsstoffe mit Durchziehen aufnehmen und dann ablecken können. (25.01.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Im Wildpark Langenberg (Schweiz) gibt es im Wildkatzengehege glaube ich nicht weniger als 16 Futterboxen, von denen aber immer nur zwei gefüllt werden, und zwar jedes Ma(h)l andere. (25.01.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Seilbahnen für Wildhunde gibt es auch in München-Hellabrunn und für Geparden in Wien und Neuwied. Wärend in München fast täglich die Anlage in Betrieb geht, bietet sie den Katzen nur an wenigen Tagen Fitnessübungen, doch die kommen auch gut an! Dennoch ist es schnell vorbei und die Tiere fressen und ruhen wieder! Langanhaltender sind da Geruchsproben im Gehege von Blut oder Kot. Zürich lässt gelegentlich die Wölfe auf die (dann leere) Tigeranlage und beschäftigt anschliessend die Katzen mit der Suche nach den "Eindringlingen", die freilich längst wieder in ihrem Revier sind! Gut bewährt hat sich besonders bei Bären die Verabreichung von Eisbomben. Einige Zoos instalierten auch Futterautomaten, die zu unterschiedlichsten Zeiten Leckerli´s freisetzen! (25.01.2006, 00:00) | ||
| Karla: | Ja, das wäre wirklich sehr nett und hilfreich. Danke Karla (25.01.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Ist genereel ein schönes Thema. Wie wärs wenn wir einfach mal irgendwelche Beschäftigsarten aufzählen. würd mich sehr interessieren was dei zoos so machen. also da fällt mir die nicht sonderlich effektive windhund seilbahn in duisburg ein oder rosinenhölzchen und diese boxen zum leckereien fischen für primaten ein. (24.01.2006, 00:00) | ||
| Karla: | Wenn genug Material zusammen kommt würde ich gerne ein buch zum besagten Thema schreiben. Werde mir auch selbst noch die verschiedenen Zoos anschauen und mich mit anderen Tierpflegern treffen und austauschen aber dennoch ist mir jede Info willkommen. (18.01.2006, 00:00) | ||
| Klaus Schüling: | Da gibt es ja diverse Veröffentlichungen. Wo soll am also anfangen? Wofür brauchst Du das Material? Was liegt bereits vor? (17.01.2006, 00:00) | ||
| karla: | Hallo ich braüchte mal eure Hilfe. Ich suche möglichst alles über Beschäftigung von Zootieren. Also wo mit werden sie beschäfigt, was für dinge werden gezeigt (zB. medizinisches Training) wie lange werden sie beschäfigt ect.. Ihr seit ja alle viel in Zoos unterwegs und wisst hoffentlich so einiges? (17.01.2006, 00:00) |
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