
| Ollo: | So, heute war ich mal in Heidelberg. Ich muß mich einigen Vorrednern anschließen: Es gibt reichlich Positives zu sehen. Der Tierbestand ist sehr interessant, und die Gehegekonzeptionen entsprechen ziemlich genau meinem Geschmack. Ich war wirklich angetan. (25.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Wenn dir mit "Kenner" jemand reicht, der Hodenhagen häufiger besucht hat: Die Sektion für Löwen im befahrbaren Teil des Serengetiparks ist recht groß, wenn es mir auch schwer fällt, das in Quadratmetern oder Hektar auszudrücken, und überwiegend waldig ohne Unterholz. Sieht man mal von den Autoabgasen ab, bietet diese Form der Haltung in gut strukturiertem Gelände, auf Naturboden und im Familienverband den Tieren sicherlich mehr als ein herkömmliches Zoogehege. Am Löwenhaus befinden sich dazu meines Wissens noch Absperr-Außenkäfige, die wiederum eher an Zoo-Außenkäfige erinnern. Durchaus möglich, dass die alten Löwen zuletzt dort gehalten wurden. Andererseits kam mir der Kater des Familienrudels bei meinen letzten Besuchen (im vergangenen Jahr war ich nicht dort) auch nicht mehr ganz jung vor. (11.02.2006, 00:00) | ||
| ZooFanKarlsruhe: | @Michael Mettler: Ich habe deine Ausführungen mit Interesse gelesen und halte sie räumlich auch für realisierbar. Wenn man heute durch den Karlsruher Zoo geht, wird einem schmerzlich bewusst, wie sehr der Zahn der Zeit an der Einrichtung nagt. Gerade im B (11.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @ZooFanKarlsruhe: Wären meine gedanklichen Spinnereien von unten überhaupt räumlich umsetzbar? Wie gesagt, begründet sich ja alles auf Zoolageplan (der nicht besonders detailiert ist) und oberflächliche Erinnerungen. (11.02.2006, 00:00) | ||
| ZooFanKarlsruhe: | @Michael Mettler: Du fragtest ja ob es die beiden Geoffrey-Klammeraffen noch in Karlsruhe gibt. Da ich heute vor Ort war, kann ich das nun bestätigen. (11.02.2006, 00:00) | ||
| Zoosammler: | In Abenteuer Zoo (Chester) wurde glaube ich über eine dortige Gemeinschaftshaltung Mandrill-Grüne Meerkatze-Campbellmeerkatze berichtet. (10.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Von manchen dieser "Kinderspielereien" habe ich noch Aufzeichnungen, und daran kann man sehen, wie sich die Zoowelt und die Einstellung zu manchen Tieren inzwischen geändert hat. Z.B. hätte ich es damals noch "normal" gefunden, in einer der Vitrinen im hannoverschen Tropenhaus Zwergseidenäffchen unterzubringen. Die Haltung von Krallenäffchen in "Terrarien" war schließlich zu dieser Zeit noch allgemein üblich.... Falls sich übrigens jemand an der von mir angeregten "Affensammlung" in Karlsruhe stört: Dabei hatte ich durchaus noch Vergesellschaftungspotenzial im Auge. Gibbons z.B. wären einen erneuten Versuch wert. Auf der alten hannoverschen Gibboninsel, die nun wirklich nicht viel Platz bot, lebte ein Paar Schopfgibbons über viele Jahre mit Schwarzen Klammeraffen friedlich zusammen, und beide Arten züchteten (was bei beiden schon in Arthaltung nicht selbstverständlich ist). Die Kombination wurde seinerzeit auch nur deswegen aufgelöst, weil einer der Klammeraffen herausgefunden hatte, dass man aufrecht gehend durch den Teich waten kann - und die beiden Artgenossen dies sofort nachahmten... Vielleicht wären auch Kombinationen wie Langur mit Makak oder Guereza mit Meerkatze möglich - letztere ist ja für Frankfurt ebenfalls geplant, mit Gorillas und Mandrills als "Unter"mietern.... (10.02.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | @ Michael Mettler Ich habe auch seit ich denken kann imaginär Tiergärten geplant. Da könnte man mal einen eigenen Thread drüber aufmachen. Man muß allerdings feststellen, daß man nicht nur in der realen Welt, sondern auch im Kopf NIE damit fertig wird. Im (09.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ich schätze, mit dem Stadtgarten ist es auch eine Generationensache - die Altersgruppe, die gern Schach mit übergroßen Figuren in einer Parkanlage spielt, dürfte im Rentenalter sein (und damit allerdings einen großen Teil unserer Bevölkerung repräsentieren!). Die Gartenanlagen werden also wahrscheinlich in naher Zukunft genauso kritisch betrachtet und vielleicht als nicht mehr zeitgemäß empfunden werden wie die Zooanlagen heute. Dennoch fände ich es nicht schlimm, wenn auch Stadtgartencharakter erhalten bliebe - und wenn man ihn auf den Bereich zwischen den Seen und der westlichen Außengrenze beschränken würde. (Was sich hier eventuell wie tolle Ortskenntnis liest, ist schlichtweg darin begründet, dass ich seit Beginn des Threads den Zoolageplan auf meinem Schreibtisch liegen habe... Meine Erinnerungen reichen leider nicht so weit ins Detail.) (09.02.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Was - oder wer - hindert den Zoo von Karlsruhe eigentlich daran, sich in den Stadtgarten auszubreiten. Spazier- und Ruhezonen werden ja durch Wassergeflügel oder andere Gehege nicht gestört, für gärtnerische Gestaltung ist Platz, und ein Muster der Gepflegtheit oder auch nur phantasievollen Gärtnerei ist der Park ja lange nicht mehr, und da er Eintritt kostet, wird er sehr wenig besucht. (09.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Mittlerweile ist die Fantasie mit mir durchgegangen, denn ich habe am Beispiel Karlsruhe mal das Spielchen gemacht, mit dem ich in meiner Kindheit viel Freizeit verbracht habe: Wie würde ICH den Zoo gestalten (damals natürlich auf meinen "Heimatzoo" Hannover bezogen)? Natürlich sehe ich einiges heute aus einem anderen Blickwinkel. Für den Zoo Karlsruhe kam ich bisher auf folgendes Ergebnis: Als Konzept dient der gute alte zoologisch-systematisch orientierte Zoo. Den Bereich des Lauterberges könnte man unter das Thema "Raubtiere" stellen (Landraubtiere und Robben). Möglichst verschiedene "Modelle" dieser Tiergruppen sollen die Vielgestaltigkeit und die Anpassung an verschiedene Methoden des Nahrungserwerbs zeigen. Mit Eisbär, Seelöwe und Seehund sind drei große Eckpfeiler in diesem Bereich schon vorhanden und zeigen gleichzeitig Anpassungen ans Wasserleben auf. Folglich würde als Vertreter der Marder eine Otterart ebenfalls auf zweifache Art ins Konzept passen. Mangusten sind ebenfalls schon am Lauterberg zu finden (Erdmännchen und Zebramanguste), fehlt also noch eine eigentliche Schleichkatze (die beiden Gruppen werden ja inzwischen zoologisch getrennt) - wegen Greifschwanz und Aktivitätsrhythmus denke ich da an den Binturong. Im Bereich des zwischenzeitlichen Klippspringergeheges könnte eine Anlage für Streifenhyänen entstehen, im Waldbereich etwas für Kleine Pandas und (Spanische?) Wölfe, und die größte Anlage beträfe den Hang und seine Sohle an der "Gazellenseite": Amurtiger (der Südwesten Deutschlands ist nämlich Sumatratiger-lastig!). Bis auf Walrosse (illusorisch) wären somit alle Familien vertreten, und statt der Eulen könnte man sogar noch Kleinraubtiere wie Skunks, Feuerwiesel, Manule usw. unterbringen. Gehörten Fenneks nicht auch noch zum Bestand, irgendwo neben den Mangusten? Das Raubtierhaus würde damit frei für einen anderen Zweck (falls die Bausubstanz dies erlaubt): als zweites Affenhaus! Die beiden benachbarten Häuser würden somit unter das gleiche Thema gestellt, die Außenanlagen eventuell durch Laufgänge über den Besucherweg in Richtung Teich erweitert. Besatz: eine Menschenaffenart (eventuell langfristig auf Orangs umgestellt, falls für die Schimpansen keine dauerhafte Haltungsgehmigung mangels Unterbringungsmöglichkeit einer größeren Horde vorliegt), Katta, Rotscheitelmangabe, Sumpfmeerkatze und Krallenäffchen sind schon vorhanden, fehlen noch Makak, Gibbon, Schlankaffe und (Wald-?)Pavian sowie ein größerer Südamerikaner. Schwerpunktthema Nummer Drei: Huftiere - ebenfalls möglichst vielgestaltig (was nicht identisch mit artenreich sein muss). Einhufer (Böhmzebra), Flusspferd, Neuwelt- (Lama) und Altweltkamel (Trampeltier), Giraffe, Rinder (Banteng/Watussi) und verschiedene Antilopen (Elen, Säbelantilope, Blässbock, Kropfgazelle) sind bereits vorhanden, die Gazellen müssten zu diesem Zweck in den "Huftiergürtel" (zwischen Lauterberg und Primatenbereich) umziehen. Das zukünftige Flusspferd-Außenbecken (jetzt Elefantenanlage) grenzt an den Gondoletta-Kanal und ermöglicht einen Bootsausblick wie in Hannover, der großzügige Landteil erstreckt sich entlang des Kanals in Richtung Bahnhof, dort Vergesellschaftung mit weiteren Huftieren (Antilopen?). Die jetzige Flusspferd-Außenanlage wird für eine Schweineart (oder Tapire?)umgestaltet. Die Kamele ziehen um (siehe unten), die Bantengs bewohnen dafür ihre Fläche mit und erhalten Gesellschaft durch Axishirsche oder Vietnam-Sikas (aus dem Wildpark Oberwald). Damit wären auch Hirsche vertreten. Wenn auf der anderen Seite der Brücke tatsächlich eine Elefantenanlage geplant würde, ließe sich als Anbindung noch eine Anlage für vorderasiatische Huftiere einbauen: Trampeltiere und Kropfgazellen aus dem Altbestand, dazu Kreishornschafe und Bezoarziegen. Damit wären die wichtigsten Paarhufergruppen vertreten, bei den Unpaarhufern werden aus Platzgründen die Nashörner fehlen. Letzter Schwerpunkt: Vögel. Das Südamerikahaus wird reines Vogelhaus, die Pinguine bleiben natürlich, wo sie sind, und für diverse Wasservögel ist nach wie vor Platz. Und nun viel Spaß bei der Diskussion (und der Kritik)! (09.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Rudi: Mein letzter Heidelberg-Besuch war 2001, und von den von Saya aufgeführten Neuerungen habe ich allenfalls die durch Verfüllung des Grabens vergrößerte Schimpansen-Innenanlage bemerkt. Das Affenhaus war damals eine leere und in Teilen entkernte Ruin (09.02.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Da die Wilhelma auf meinem Arbeitsweg liegt, besass ich sogar einige Jahre eine Dauerkarte um den Weg aufregender zu gestalten. Nunmehr habe ich sie seit Monaten nicht mehr erneuert und fahre stattdessen öfters nach Heidelberg! Dort gibt es fast immer etwas neues zu sehen, auch wenn der "Yellostone"-Teil nicht weiter geht, und auch ein ein sehr sehenswerter Tierbestand ist geboten. Mir bereitet dieser Zoo immer grossen Spass, etwas was ich mir von Karlsruhe auch einmal erhoffe, da ich diesen Park meistens nur mal fix beim Umsteigen besuche. Die Eisbärenanlage ist gewöhnungsbedürftig, betrachtet man sie von unten, doch sieht man die "braunen" Bären im Sandkasten tollen, eröffnen sich beachtliche Unterschiede zu anderen Haltungen dieser Art! Also ich bin gespannt auf die Entwicklung und dann verweile ich sicherlich länger! (09.02.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Hi Niels, bei allem was unter dem alten Direktor und davor gebaut wurde (vor 2000 oder so?) gebe ich dir völlig recht, vor allem das Menschenaffenhaus war eine Katastrophe und die Außenanlagen sind es immer noch. Es ist mir unbegreiflich wie man so etwas noch 1987 bauen konnte. Guck dir mal auf der Homepage die Pressemeldungen der letzten Jahre an, wie gesagt es wurde einiges gebaut + zu dem was ich aufgezählt habe noch eine neue Elefantenaußenanlage. (09.02.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Zoo-Entwicklungsland Baden-Württemberg!!! (09.02.2006, 00:00) | ||
| Niels: | Gut den Beitrag von Saya hatte ich noch nicht gelesen. Aber es haben sich auch so viele andere negativ über Heidelberg geäußert. Außerdem ist das, das erste Mal das ich von Neuerungen in Heidelberg höre, da ist vielleicht doch noch nicht soviel Lobenswertes passiert. (08.02.2006, 00:00) | ||
| Niels: | Ich besuchte 1997 zum ersten und letztem Male den Zoo in Heidelberg, und war entsetzt: Häßliche und langweilige Gehegegestaltung und Zooarchitektur, zu kleine und nicht artoptimale Gehege, selbst damals noch relativ neue Anlagen, wie das Menschenaffenhaus waren nicht besonders gelungen und kritikwürdig. (Ja das war nach einer Wattvogelvoliere noch das zweitneuste was der Zoo 97 zu bieten hatte.) Jahre später bekam dieser Zoo sicher verdientermaßen den letzten Platz im Stern-Zootest. Auf mich machte er einen ziemlich DDR-mäßigen Eindruck. Ich habe mir geschworen den Heidelberger Zoo nie wieder zu besuchen. Es sei den es gibt mehrere bedeutende Neu- bzw. Umbauten. Davon habe ich allerdings noch nichts gehört. (08.02.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Die neueren Entwicklungen in Heidelberg haben mir sehr gut gefallen, es ist sicher nicht viel Geld da aber vielleicht hat das auch sein Gutes - "Kunstfelsenwahn" ist dadurch bisher dort jedenfalls vermieden worden. Der Umbau des alten Afenhauses, des Menschenaffenhauses, die neuen Eulenvolieren, die erweiterten Käfige für Kleinkatzen, die Außenanlage für die Sumatratiger - all das hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil ich denke das für die Tiere das Optimum rausgeholt wurde bei den begrenzten Mitteln anstatt Million für Kulissen, die nur die Besucher mögen, zu verschwenden (Stichwort Hannover). (08.02.2006, 00:00) | ||
| Rudi: | Also, Heidelberg ist ganz sicher nicht "hängen geblieben" - nich, seit Poley weg ist. Wann waren Sie denn zuletzt da, Herr Mettler? Das mit dem Lauterberg ist so eine Sache. Der ist ja künstlich, ehemaliger Wasserspeiche (also hohl)r, und obwohl verfüllt trägt er nicht viel Gewicht. Die Mähnenwölfe in der Wilhelma gehören natürlic zum Südamerikabereich "oben", und der ist auch in sich einheitlich und angetrennt, wenn man nicht vorher wegen der Aussicht schon über die Steinböcke schauen dürfte. (Die Eisbären kommen dann erst später.). Gerade das ist der einzige konsequente Geo-Bereich in Stattgart, wenn man vom Amazonashaus absieht. (08.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Mal abgesehen vom Geld: Zooplanungen sind heute auch nicht mehr so einfach wie früher. "Damals" war man in den meisten Zoos noch nicht in Konzepte und Masterpläne gepresst bzw. musste sich in der Regel nicht erst entscheiden, ob man sich in Richtung Geo-Zoo, Erlebniszoo usw. entwickeln will. Benötigt wurden nur möglichst viele und möglichst vielseitig verwendbare Gehege und Käfige. Und genau auf diesem Status sind sowohl die Wilhelma als auch Karlsruhe und Heidelberg hängengeblieben. Für einen Geo-Zoo ist Karlsruhe meines Erachtens zu klein - jedenfalls dann, wenn man das Geo-Prinzip mit Großtieren und einer gewissen Artenvielfalt darstellen will. Und ein Erlebniszoo ist es doch schon, immerhin war das der erste Zoo mit integrierter Bootsfahrt :-) Nee, im Ernst: Es ist schon nicht einfach, um die Eckpfeiler - sprich Publikumslieblinge - Eisbär, Schimpanse, Flusspferd, Seelöwe und Giraffe (und der Tradition wegen auch Kropfgazelle!) herum ein Konzept aufzubauen. Löwe und Elefant habe ich bewusst nicht einbezogen, da diese in der Zukunft sowohl für "Afrika" als auch für "Asien" einbeziehbar wären. Wahrscheinlich wird Karlsruhe gar nichts anderes übrig bleiben, als ein konventioneller Zoo ohne "roten Faden" zu bleiben - wenn auch mit modernisierten Anlagen. (Die Wilhelma hat's da aber auch nicht einfacher - wenn ich allein an den Bären-/Bergtierkomplex denke, in dem auch Mähnenwölfe gehalten werden...) (08.02.2006, 00:00) | ||
| ZooFanKarlsruhe: | @th.oma.s: Ich kann mir schwer vorstellen, dass es zwischen Karlsruhe und Stuttgart ein Konkurrenzdenken gibt, da Stuttgart im Bezug auf Artenreichtum und allgemeinem Ansehen in einer ganz anderen Liga spielt als Karlsruhe. Sicher sind in der Wilhelma vie (08.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Dem Thema Nashörner habe ich inzwischen einen eigenen Thread gegönnt, siehe dort. Ich schätze mal, für den Ausbau der Elefantenhaltung in Karlsruhe dürfte die Fußgängerbrücke inmitten des Geländes ein Hemmschuh sein, von dem man Abstand einhalten muss. Schließlich wird ja niemand wollen, dass die Elefanten reichlich unerwünschtes Futter von Passanten bekommen, und von der Brücke aus gratis gemütlich Rüsseltiere zu begucken kann ja auch nicht im (finanziellen) Sinn des Zoos sein. (08.02.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | @ michael mettler: ich bin mir sicher, auch dass geht... mit dem elefentenren-nen meine ich aber eher die rivalität zwischen den badensern und den schwaben (eben vielleicht auch um den "größten" zoo. ansonsten ist es aber eher so wie ich geschrieben habe (08.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Michael Amend: Stimmt, an die Meerkatzen habe ich gar nicht gedacht. Und das, wo ich doch gerade für Klaus Schüling die "Einzigen"-Liste bearbeitet habe, auf der sie ja auch draufstehen.... Englischer Rasen und Blumenrabatten? Auf dem Karlsruher Zooplan (08.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Amend: | @Michael Mettler Karslruhe hat sogar noch einen Zoologischen"leckerbissen"zu bieten, nämlcih die einzigen Sumpf-Meerkatzen Deutschlands.Das neue Elefantenhaus soll laut dem neuen Masterplan auÃerhalb des Zoogeländes gebaut werden, geht ja nicht anders, (08.02.2006, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Michael, Du sagts es, Wölfe, Dingos und auch Streifenhyänen!!!! Wäre doch ein Anfang!!! Diese Anlagen sind allerdings der neuen Bärenanlage geopfert worden. (08.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Würde man den Lauterberg für Großtieranlagen nutzen (z.B. Gebirgswiederkäuer), hätte das eine umfangreiche Abholzung zur Folge, was der "grünen Insel" einiges an Attraktivität nehmen würde. Immerhin gibt es dort meiner Erinnerung nach einen recht natürlichen Bewuchs, während der Stadtpark drumherum gärtnerischen bis Kurpark-Charakter hat. Somit kämen also nur Tiere in Frage, die erstens auf dem vorhandenen Naturboden gehalten werden könnten und zweitens den Baumbestand nicht schädigen würden. Und solche hat es dort ja mal gegeben: Wölfe und Dingos (und waren da nicht sogar früher Streifenhyänen?). SO könnte man den Berg sicher eher wieder nutzen - ohne bombastische Neuanlagen. Andererseits lockt man damit wahrscheinlich keine neuen Besuchermassen an, weswegen sicherlich zuerst auf Prestigeobjekte geschielt wird.... Mir fällt gerade ein, dass Karlsruhe sogar einen zoologischen Leckerbissen zu bieten hat, nämlich als einer von nur noch zwei deutschen Zoos (neben Augsburg) Magellanpinguine hält und sogar züchtet. (08.02.2006, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Sollten die Augsburger nicht mehr da sein, wären die südlichsten wohl die Erfurter Breitmaulnashörner. Zu Karlsruhe, da hätte ich mir eigentlich, unabhängig von Großtierhaltung einfach mal eine bessere Nutzung des Lauterberges gewünscht. Halle hat ja gezeigt, dass man so einen Berg, mitten im Zoo, durchaus auch für eine gute Tierhaltung nutzen kann. Zu Heidelberg kann ich mir nicht vorstellen, wie das alte Nashorngehege für eine Menschenaffen-Außenanlage genutzt werden soll. Da liegt aber einiges dazwischen an Raum. Viel mehr dachte ich an die Fläche neben dem Affenhaus, die im alten Masterplan ursprünglich mal für Giraffen und Flusspferde vorgesehen war und die seit Jahren mit einem Bastzaun eingerüstet ist, so dass ich bei meinen unzähligen Besuchen dort immer wieder dachte, hier würde etwas gebaut werden. Allerdings war das in den Jahren seit 1991 nie der Fall, hinter dem Zaun war einfach NICHTS! (08.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Sieht ja ganz danach aus, als wenn wir das Breitmaulnashorn auch bald auf der Liste "Wo in Deutschland..." suchen müssen. In ganz Süddeutschland dürfte es dann ja nur noch das schon recht betagte Paar in Augsburg geben - oder ist das auch schon Geschichte? (08.02.2006, 00:00) | ||
| Andreas Hartung: | Zum Verbleib der Heidelberger Nashörner: http://www.zoo-heidelberg.de/inhalt/html/seiten/abschied.html und http://www.zoo-heidelberg.de/inhalt/html/seiten/nashorn.html Merkwürdig nur, daß in der Meldung vom Juli steht, die Tiere hätten den Tiergarten verlassen, und in der Augustmeldung zu lesen ist, sie säßen auf gepackten Koffern und würden im Herbst gehen... (08.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @th.oma.s: "Kleine, aber feine Tierhaltung" mit zeitgemäßer und damit flächenverzehrender Elefantenhaltung in Einklang zu bringen, ähnelt der Quadratur des Kreises.... Es gäbe da übrigens noch eine "Marktlücke" für Karlsruhe bezüglich der Elefanten: Man (07.02.2006, 00:00) | ||
| Rudi: | Die Innenanlage der Schimpansen in Karlsruhe ist sicher kein großer Wurf, aber zum einen auch schon wieder über 10 Jahre alt, zum anderen war nichts anderes finanziell machbar. Man mußte das bestehende Haus nutzen und damals ziemlich schnell mit sehr eingeschränkten Mitteln handeln. Ich habe die Menschenaffen noch im anderen (südlichen) Anbau gesehen. Die drei kleinen, sechseckigen Glaserker (so etwa 5 m im Durchmesser) waren mal für alle drei Menschenaffenformen geplant, bis in die 90er waren noch Schimpansen und Orangs drin! Also von daher eine deutliche verbesserung. Soll nichts beschönigen, nur erklären! Ja, die Heidelberger Nashörner sind seit mindestens 3 Jahren weg. Man sagte mir, daß die Flächen um das M-Affenhaus freigeräumt werden sollen, um mal ordentliche Außenanlagen zu bauen (einer der Schimpansen zB darf seit Jahren nicht raus, weil er über den Graben kommt!). Außerdem hat man sehr richtig erkannt, daß Breitmaulnashorn-Haltung mit nur einen Paar in einem Gehege unsinnig ist. (07.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Amend: | @ZoofanKarlsruhe Der FluÃpferdbulle"Platsch"in Karlsruhe wurde 1986 in Frankfurt geboren und kam, glaube ich, 1989 , kurz vor Geburt des nächsten Kalbes in Frankfurt, nach Karlsruhe.HeiÃt er eigentlich auch in Karlsruhe noch"Platsch?"Er war das erste F (07.02.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | karlsruhe hat als typischer innenstadtzoo schon ein gewisses flair und in seinem modernisierungsbedarf liegt auch seine chance. nach meinen eindrücken fehlt ein mittelfristiges entwicklungskonzept welches auch finanziell gesichert werden kann oder werden soll. im übrigen sollte man sich nicht auf ein elefantenrennen mt stuttgart einlassen,d.h. nicht unbedingt auf elefantenhaltung verzichten aber eher so das prinzip kleine aber feine tierhaltung im stadtgarten umsetzen.richtig ist, dass eine moderne zeitgemäße elefantenhaltung ala köln oder hamburg den charakter des stadtgartens ändern würde, es würde dann zwangsläufig wohl insgesamt zum zoo. ob man das will und die mehrheiten dafür zusammenbekommt ist sache der karlsruher. (07.02.2006, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | @Michael Mettler, noch als Antwort auf die Frage bzgl. heidelberg. Leider sind die Breitmaulnashörner dort nicht mehr. bei meinem letzten besuch war ihre Anlage von Emus bewohnt und auf einem Schild war zu lesen, dass sie zuchtbedingt in eine größere Herd (07.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Rudi: Soviel zu den Infos, die bis in den Norden vordrangen... Ich hatte das Raubtierhaus damals als Neubau verstanden, nicht als Umbau. @ZooFanKarlsruhe: Die Klammeraffen lebten damals auf einer Insel neben dem Affenhaus und hatten einen zweiseitig ve (07.02.2006, 00:00) | ||
| hannes: | Doch ich kenne das aus Nordhorn. auch nicht gerade die schönste anlage (07.02.2006, 00:00) | ||
| ZooFanKarlsruhe: | Ich hatte es schonmal unter einem anderen Thema angesprochen: Wurde mit dem Innengehege bei den Schimpansen, welches einen sehr geringen Abstand vom Boden bis zur Decke hat, nicht eine ziemliche Fehlplanung errichtet. Kenne das von keiner anderen Schimpansenanlage, gerade wo Schimpansen doch luftige Höhen bevorzugen und so gut springen können. (07.02.2006, 00:00) | ||
| ZooFanKarlsruhe: | Ja Rudi, so kann man es natürlich auch beschreiben aber dennoch hoffe ich sehr, dass Karlsruhe zumindest auf lange Sicht wieder etwas aufholen kann. Kann mir jemand sagen, aus welcher Zucht der Karlsruher Flusspferdbulle stammt ? Ich weiss, dass das Weibchen aus Berlin kam. Danke für die Korrektur bezüglich der Elefantenhausplanung in Stuttgart. Hatte das damals wohl falsch verstanden. (07.02.2006, 00:00) | ||
| Rudi: | Herr Mettler, mit "neuem Raubtierhaus 1986" meinen Sie vermutlich den damals erfolgten Umbau des rechten Flügels? auf den linken warten wir seit 25 Jahren.... Die Geschichte mit dem Heißwasser stimmt (leider), muß so 83 gewesen sein. Daraufhin wurde dann der neue Flußpferd-Flügel angebaut, und das wiederum war der erste Zoo-Auftrag für Frau hHeuss, die daraufhin Blut geleckt hatte. Letztlich hat also ein Elefant in einer nächtlichen Kurbel-Aktion auch das marode Affenhaus in Magdeburg bewirkt. Ich glaube nicht, dass Karlsruhe ein "Abstieg" droht, denn auf der Skala der Zoos ist er schoin fast ganz unten. Die nie fertig umgesetzten Pläne aus den 80ern und die wenigen Bauten aus der Zeit sind längst wieder veraltet (Affen, RAubtiere, Flußpferde), fast alles andere ist noch älter und stammt aus dem Total-Umbau zur BuGa 1967! Nur die Eisbär-Anlage war ein kurzes Aufbäumen. Noch zu Stuttgart: Nein, das Elefantenhaus ist nicht vom Tisch. Aber es kann nicht gebaut werden, bis der neue Straßentunnel darunter fertig ist, und das ist nicht vor 2007. Daher wurde das "Afrikanische Menschenaffenhaus" vorgezogen, das entsteht jetzt oberhalb der Giraffenanlage. (06.02.2006, 00:00) | ||
| ZooFanKarlsruhe: | Nein, wenn ich jetzt nicht total daneben liege, hat Karlsruhe keine Klammeraffen mehr. Spontan fallen mir in dieser Größenordnung die Rotscheitelmangaben,Kattas und Lisztaffen in Karlsruhe ein. Zudem wird seit einiger Zeit einer der ehmaligen Affen-Aussenkäfige für Stachelschweine genutzt. Hier noch eine Pressemeldung die irgendwie zur derzeitigen Lage in Karlsruhe passt: Tierisch verärgert Neues Zookonzept ohne Verein der Zoofreunde Karlsruhe - In der Erstellung eines neuen Konzepts für den Karlsruher Stadtzoo habe die Stadtverwaltung den Verein Freunde des Karlsruher Zoos übergangen, moniert Tom Hoyem, Rektor der Europaschule und Mitglied der Gemeinderatsfraktion von FDP/Aufbruch für Karlsruhe, in einem Schreiben an Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Der Verein bemüht sich in vielfätiger Weise um die Tiergehege mit pädagogischen Informationsveranstaltungen, eigenhändigen Leistungen beim Umbau von Gehegen sowie dem Sammeln von Geldspenden für größere Vorhaben. So überreichte der Verein gerade wieder zum Geburtstag der Elefantendame Rani einen namhaften Betrag zur Verbesserung des Zoos. Trotz ihres Engagements und Einsatz für einen schönen Zoo sei der Verein nicht bei der Planung eines neuen Zookonzeptes berücksichtigt worden. Hoyem bezeichnete dies in seinem Schreiben an den OB als "vertane Chance". Weiterhin stellt Hoyem folgende Fragen: Weshalb wurde der Verein nicht in die Überlegungen zum neuen Zookonzept eingebunden? Wie stellt sich die Stadtverwaltung eine weitere Zusammenarbeit mit den Zoofreunden vor? (tft) Meldung vom Montag, 7. November 2005 © ka-news 2005 (06.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @ZooFanKarlsruhe: Gibt es in Karlsruhe noch Klammeraffen? Bei meinem letzten Besuch (Januar 2003) waren nur noch zwei Geoffroy-Klammeraffen vorhanden, die zudem unterschiedlichen Unterarten angehört haben dürften (falls sie überhaupt "rein" waren). Meine (06.02.2006, 00:00) | ||
| ZooFanKarlsruhe: | Also in Stuttgart ist die geplante Elefantenzuchtanlage vorerst vom Tisch. Ich war im November in der Wilhelma auf einer Führung durch das Elefantenhaus und da sagte der Elefantenchefpfleger Volker Scholl, dass man zwar bereits Spendengelder für eine neue Elefantenanlage gesammelt hatte, es aber dann baurechtliche Probleme für ein solches Projekt gegeben hat, die dazu führten, dass man das Projekt "Elefantenzucht" auf Eis legen musste und das bereits gesammelte Geld für die Menschenaffen verwenden wird. Ja es stimmt, dass Karlsruhe nach den neuen EU-Richtlinien für dieses Haus keine neuen Elefanten mehr bekommen wird. Nur drei Kühe sind soweit ich weiss, heute auch nicht mehr zulässig, ausser es handelt sich eben um hochbetagte Tiere wo ein baldiges Ende der Haltung absehbar ist. Das jetzige Elefantenhaus in Karlsruhe komplett für die Flusspferde zu nutzen, wäre eine Lösung die ich mir auch sehr gut vorstellen könnte. Gerade wenn man bedenkt, dass einige größere Zoos ihre Flusspferdhaltung aufgegeben haben, was ich sehr schade finde. Also der drohende Abstieg des Karlsruher Zoos tut mir schon sehr weh, da ich mit dieser Einrichtung aufgewachsen bin und eine entsprechende Verbundenheit zu diesem Zoo natürlich vorhanden ist. Als 2000 die neue Eisbärenanlage fertiggestellt wurde, ging ich von einem deutlichen Aufschwung für diesen Zoo aus. Aber offenbar ruhte man sich zulange auf "Europas modernster Eisbärenanlage" aus. Wenigstens ist das alte Raubtierhaus durch die zwei 15 Jährigen Löwen aus Hodenhagen wieder etwas mehr bewohnt. Aber das ist natürlich auch nur eine Übergangslösung. Eigentlich plante man hierfür ja auch einen Neubau und wollte dann eine Zuchtgruppe Indischer Löwen aufnehmen... (06.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Dann aber bitte so, wie es Berlin leider NICHT macht, nämlich den Unterschied in der Lebensweise beider Arten auch in der Anlagengestaltung darzustellen! Im Berliner Flusspferdhaus leben die Zwerge drinnen nun mal in einer verzwergten Flusspferdanlage. Die Außenanlage ist dagegen sehr schön und bietet mit ihrem Bewuchs sogar etwas Urwaldfeeling - aber sie ist eben auch monatelang nicht für die Tiere nutzbar. Im privaten Tierpark Thüle habe ich mal erleben dürfen, wie aktiv ein Zwergflusspferd eine große Landfläche nutzt. Dort steht den Tieren nach Gehegeerweiterung eine Naturbodenfläche - teils offen, teils unter Bäumen - zur Verfügung, auf der man genausogut eine Gruppe Zebras halten könnte; das Wasserbecken ist hingegen nicht mehr als eine betonierte Planschwanne. Den Tieren scheint's zu gefallen! (Die für Besucher nicht einsehbaren Innenanlagen kenne ich allerdings nicht...) (06.02.2006, 00:00) | ||
| Stefan: | @Michael Mettler: Hört sich super an mit dem Hipporama. Dann bitte nur auch die Zwergflusspferde mit ins Programm nehmen. Jetzt wo München keine mehr hat und Stuttgart nur noch eines (?!). Das schätze ich übrigens sehr an der Anlage im Berliner Zoo: Der B (06.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Nachtrag: Habe eben nachgeschlagen, alle drei Karlsruher Elefantenkühe sind um 50 Jahre alt. Möglicherweise dürfen in die jetzige Anlage ohnehin keine neuen Tiere dazu geholt werden, falls die Haltungsgenehmigung nur für den Altbestand gilt. Bis auf Vilja (Geburtsjahrgang ca. 1948/49!) sind übrigens die Stuttgarter Elefantenkühe rund zehn Jahre jünger als die Karlsruher. (06.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Zoosammler: Das mit den Elefanten frage ich mich auch, und das war auch einer der Hintergedanken bei meiner Frage nach einer abgestimmten Konzeption der drei Zoos. Nehmen wir doch mal die drei "Dickhäutergruppen": Heidelberg plant den Neubau eines "Seni (06.02.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Karlsruhe wäre für mich einmal ein Zoo, bei dem sich ein kompletter Neubau an anderer Stelle lohnen würde (wenn das Geld da wäre ...). Vielleicht könnte man das Gatter Oberwald weiterentwickeln, aber soweit ich weiß, wird dort sogar zurückgebaut (z.B. wird gerade die Elchhaltung aufgegeben). Die Lage des Zoos mitten in der Stadt hat zwar eine historisch betrachtet interessante Komponente, aber man könnte die Fläche auch gut der Allgemeinheit kostenlos als Park zur Verfügung stellen. (06.02.2006, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Das Thema Wilhelma hatten wurde hier ja schon mehrfach diskutiert, ich habe noch nie jemanden gefunden, der ein positives Gesamturteil über die Wilhelma gezogen hätte, ich auch nicht, obwohl ja viele Anlagen für Huftiere z.B., oder für Bären, oder das Aquarium, oder für Giraffen, Okapis und Bongos durchaus heutigen Ansprüchen genügen. Aber zurück zu Karlsruhe. (06.02.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Entschuldigt, daß ich im Karlsruhe-Thread was über Stuttgart schreibe. Daß Stuttgart kein Flair hätte, habe ich nicht geschrieben. Aber die Anlagen (besonders die Häuser) für Menschenaffen, Tieraffen, Elefanten, Nashörner, Flußpferde, Tapire, Großkatzen usw. sehen so übel aus, da sah selbst mein Heimatzoo Hannover vor dem großen Umbau weitaus gefälliger aus. Ich verstehe auch nicht, warum man statt diese Anlagen zu ersetzen das Amazonienhaus baute, obwohl es schon reichlich Gewächshäuser in der Wilhelma gibt. Des weiteren ist mir nicht ganz klar, wofür der Förderverein sein Geld ausgibt, denn der soll 16.000 Mitglieder haben. (06.02.2006, 00:00) | ||
| Zoosammler: | In der Tat, in Stuttgart spürt man förmlich die Überholtheit der Anlage, wenn man durch sie durch geht, trotzdem kan man nicht behaupten, die Wilhelma hätte kein "Flair". Mal als Kalrsruhe-Nichtkenner: Warum verzichtet man nicht einfach auf die Elefanten? Mir ist schon klar, dass kein Zoo das gerne tut, aber es wäre doch anscheinend wirklich das Sinnvollste. (06.02.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Ich bin jetzt nicht so einer, der sich während des Zoobesuchs Notizen macht oder so. Im Nachhinein bilde ich mir immer ein Urteil darüber, was der jeweilige Tiergarten aus seinen Möglichkeiten macht. Bei meinem einzigen Besuch im Magdeburger Zoo vor einigen Jahren war ich eigentlich ziemlich angetan, weshalb es mich so wundert, daß hier im Forum solche Probleme gesehen werden. Genau das Gleiche gilt für Halle. Wenn man dann noch Aschersleben, Bernburg, Thale mit einrechnet, denke ich nicht, daß man die sachsen-anhaltinischen Einrichtungen mit den baden-württembergischen Vergleichen kann. Karlsruhe ist für mich ein Zoo ohne jegliches Flair. Karlsruhe und Stuttgart sind Zoos von vorgestern. Unter den "großen" Zoos haben sie meiner Meinung nach am deutlichsten den Anschluß verpaßt. Da ja auch Heidelberg ähnlich sein soll (ich war noch nicht drin, stand nur davor), habe ich mir schon öfter überlegt, einen Faden "Zoo-Entwicklungsland Baden-Württemberg" aufzumachen, denn solch einen gab es ja mal unberechtigterweise für Niedersachsen. Es gibt aber auch einige unterschätzte Anlagen im Südwesten, z.B. Freiburg, Bad Mergentheim. (06.02.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Da sich die Problematik in Karlsruhe ähnlich zu entwickeln scheint wie in Magdeburg - große Notwendigkeiten, wenig Geld - erlaube ich mir, dafür einen eigenen Thread zu eröffnen und es vom Thema "Flusspferde" zu lösen. Wenn Karlsruhe jetzt tatsächlich in "Torschlusspanik" verfällt, wie man aus den Beiträgen von "ZooFanKarlsruhe" herauslesen kann: Spielt dabei die räumliche Nähe zu Stuttgart eine Rolle? Auch dort hinkt man ja bezüglich der "Dickhäuter" hinter der allgemeinen Zooentwicklung her, und ich könnte mir vorstellen, dass es zwischen den beiden Zoos ein "Wettrüsten" gibt. Auch wenn das jetzt unter den "Zoo-Fixierten" für einen Aufschrei sorgt: Ich bin der Meinung, dass man den Einwand mit der mangelnden Integrierbarkeit neuer Tieranlagen in den angrenzenden Stadtpark nicht vom Tisch wischen darf. Immerhin gibt es viele Mitmenschen, die sich aus Zoos rein gar nichts machen (sei es aus fehlendem Interesse oder aus ethischen Gründen), aber gepflegte Parkanlagen zur Erholung zu schätzen wissen. Die räumliche Nähe Karlsruhes zu Heidelberg und Stuttgart (streckenmäßig ungefähr vergleichbar mit dem Dreieck Osnabrück - Münster - Rheine) könnte natürlich wunderbar zu einer parallelen, abgestimmten Entwicklung genutzt werden, gerade was große Bauprojekte für publikumswirksame Arten betrifft, die in allen drei Zoos einer Verbesserung harren (z.B. Großkatzen, Elefanten). Gibt es da entsprechende Überlegungen? (06.02.2006, 00:00) |
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