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Wassergräben bei Tigeranlagen



IP66:   Ich schätze die berliner Situation sehr - und man lernt doch, den Phänotyp auseinanderzuhalten und achtet auch bei Tieren in anderen Anlagen auf die entsprechenden Merkmale. Es ist ja auch seltsam, für Biodiversität dadurch zu werben, daß man möglichst wenige Arten ausstellt. Herrn Seidels Vermutung, der Rückgang der Java-Leoparden sei dem Trend geschuldet, daß die "warmen" Leopardenarten Innenkäfige brauchen würde ich bestätigen. Als Köln noch solche hatte, mußten diese den Winter zwar im Freien verbringen, sind aber dann den Geparden resp. ihren persischen Artgenossen zum Opfer gefallen, eben auch deshalb, weil ein Raubtierhaus mit Innenkäfigen nicht gewollt war. Wuppertal und Friedrichsfelde dagegen haben die entsprechenden Häuser beibehalten und mit ihnen die entsprechenden Arten.
(03.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Sven: Nicht zu vergessen, dass das, was wir Unterart nennen, in der Evolution die Vorstufe zur eigenen Art sein kann (wohlgemerkt KANN, nicht MUSS). Und Zoos sollten die Evolution nicht ausbremsen - hie und da tun sie das bereits, indem "Rassestandards"
(01.04.2006, 00:00)
th.oma.s:   @sven peter:es gibt aus meiner sicht zwei gründe, unterarten in zoos als solche zu behandeln:

- der wissenschaftliche anspruch der tiergärtnerei geht alternativ verloren in einer an reinen schaustellinteressen orientierten zoolöwenproduktion,

- erhaltun
(01.04.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   @Sven P. Peter, die Natur hat sich schon was dabei gedacht, wenn sie neben der Entstehung von Arten auch die Entwicklung von Unterarten zuläßt, etwa als Anpassung an den Lebensraum. Inselformen sind eben meist kleiner, Waldformen normalerweise dunkler.
Un
(01.04.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   @Michael: Zu deiner ertsen Aussage: Ganz klar ein: WARUM? Genetisch gesünder wäre doch eh eine großpopulation als viele kleine einzelne. Welchen zweck hat es Tiere, die man eh nicht wieder auswildert Unterarten-Rein zu züchten?
(31.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Sven: Wenn die Möglichkeit besteht, eine Unterart bzw. Population rein zu erhalten sollte man dies unbedingt tun. Wobei dies immer schwieriger wird, je öfter Unterart- oder sogar Arteinteilungen geändert und angezweifelt werden.

Das mit den Repräsentati
(31.03.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Ich habe mich in der letzen Zeit mit einigen Leuten unterhalten, die die Tigerzucht seit den 50ern verfolgen. Die ach so reinrassigen Sibirier sind alles Mischlinge, sie haben einiges an Bengal und sogar (z.B. durch Hagenbeck) Kaspier in sich. Also wäre die verpaarung mit der Indochina-Dame nicht schlimm, und wenn sie eh nicht trächtig werden kann sehe ich kein Problem. Bei Tigern finde ich auch nur die Sumatras sehr wichtig rein zu erhalten, vor allem lassen die sich auch gar nicht so leicht mit anderen Tigern kreuzen.
Mischlinge sind nicht schlimm, denn kein Zoo wildert Katzen dieser Größe aus. Es sind nur Repräsentative Tiere, die den Besucher zum Tierschutz anregen soll. Das ist bei Zoos der Hauptgedanke. Also wen krazt es ob die Sibirier, wirklich echte sind? Und sie sind es ja nicht mal... Und bei Elefanten soll diese Unterarten-Trennung eh unsinn sein.

So long...
(31.03.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   @Michael Mettler, die Sache mit den Java-Leoparden ist ein wunderbares Beispiel, worauf die Zoos wohl mehr achten müssen. Es wurde ja schon anderenorts auf die Gründe des "Aussterbens in den Zoos" dieser schönen Unterart hingewiesen. Engagement bei der Zu
(31.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Auch die hannoversche Elefanten-Kreuzungszucht habe ich im Forum schon mal kritisiert. Um die Ironie weiter zu spinnen: Am besten wären die Sumatra-Kühe in Hannover aufgehoben, da könnte man dann wenigstens mal an einer Stelle ALLE Unterarte
(31.03.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   @Martin und @Michael Mettler
Der Tierpark Berlin verfügt mittlerweile über 2 weibliche Indochinesen, die Katze aus dem Erstimport Mitte der 90er(die wohl tatsächlich nicht zuchttauglich ist), sowie das erste Jungtier aus der halleschen Zucht. Im EEP werd
(31.03.2006, 00:00)
IP66:   Man merkt in Berlin den Paradigmenwechsel: Die Löwenanlage ist ein heroisch konstruiertes Bühnenbild für die olympischen Spiele von 1936, die Tigeranlage hat etwas von einer Pflichtfreianlage, die Klös bauen ließ, weil nun einmal jeder Zoo so etwas hatte und der Architekt am Raubtierhaus ein wenig Abwechslung wollte - die Löwenanlage in Münster entstand wohl aus ähnlichen Überlegungen.
(31.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   P.S.: Finde ich schöner als die Tigeranlage im selben Zoo, die trotz aller Begrünung noch immer sehr felslastig-bühnenbildartig wirkt.
(29.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Von der Größe, Struktur und Perspektive her gefällt mir persönlich die Löwenanlage im Berliner Zoo sehr - auch WEIL man sie nicht von einem Standort aus komplett überblicken kann.
(29.03.2006, 00:00)
IP66:   @Hannes: Die münsteraner Löwenanlage stammt aus einer Zeit, als der durchschnittliche Raubtierkäfig recht klein war und schon die entsprechenden Anlagen am Raubtierhaus im Zoo Berlin für gigantisch gehalten wurden - auch von mir. Der breite Graben ist abe
(28.03.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Jep, Kater wurde in den Zoo Berlin abgeschoben... Bei ihr is man sich nicht sicher, da sie noch nie schwanger war...
(25.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Sven: Dass der Kater ein Katzenkiller sein soll, habe ich auch gehört. Aber war da nicht was mit der Katze und Zuchtunfähigkeit wegen Geschwulsten oder so?
(25.03.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Doch zuchtfähig ist sie, nur ihr letzter Partner wollte sie töten...
(25.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Martin: Soweit ich gehört habe, ist die Tigerin doch ohnehin nicht zuchtfähig - da stünde einer Liebesheirat eigentlich nichts im Wege :-)

(Und selbst wenn: Im selben Zoo werden auch Unterartbastarde bei Asiatischen Elefanten gezüchtet, damit das Zuchtp
(25.03.2006, 00:00)
Martin:   Aus fotografischer Sicht sind Anlagen mit Wassergraben nahezu das Optimum und auch der nicht fotografierende Besucher wird mit Sicherheit lieber einen Tiger hinter Wassergraben als hinter Glas sehen.

Gerade gestern waren auf im Wassergraben der Hellabrunner Tigeranlage Stockenten, sehr zur Freude der halbwüchsigen Tiger. Manchmal kann so ein Wassergraben einen sehr hohen Beschäftigungswert haben. Die Enten leben übrigens alle noch, allerdings soll die kleine Elena schon mal einen Fisch gefangen haben.

@Michael Mettler: Die Indochina-Tigerin soll sich nach Auskunft des Pflegepersonals sehr für den hübschen Amur-Tiger-Kater auf der Außenanlage interessiert haben. Zu bedauerlich, dass gleich zwei EEP-Koordinatoren ein Kennenlernen verhindern!


(25.03.2006, 00:00)
Dennis:   In Zürich kann man Tiger sogar unter
Wasser beobachten. Ich hatte das Glück
den Kater beim Baden zuzusehen,
obwohl mir die neue "Himalaya"-anlage
(seit wann leben Amurtigern in Nepal?)
insgesamt nicht so gut gefällt.
(24.03.2006, 00:00)
Hannes:   Aber bei Löwenanlagen wie in Münster frage ich mich trotzdem warum man den Graben nicht leert und mit nutzt.
man könnte doch als absperrung schräge Gitter und E-Drähte an der Mauer anbringen.
Die Münsteraner Raubkatzenanlagen könnten generell mal einen Umbau vertragen.
(23.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich habe die Indochina-Tigerin im Tierpark Berlin vor einigen Jahren ausdauernd im Wassergraben der Innenfreianlage schwimmen sehen. Allerdings schwamm sie nicht zum Spaß: Der Innengraben ist mit dem Außengraben verbunden, und sie schwamm immer wieder zum trennenden Gitter, um dort ins Freie zu schauen....

Bei den Großkatzenanlagen in Dortmund hatte ich vor einiger Zeit erstmals den Aha-Effekt, dass die Landflächen viel kleiner sind, als sie auf den ersten Blick wirken - der breite Wassergraben vergrößert die Anlage eben optisch.

Prinzipiell habe ich nichts gegen Gitter, habe ja schon anderenorts erwähnt, dass ich den Tieren den Raum gönnen würde, den ein Graben klaut. Allerdings freut sich der Tierfotograf in mir über barrierefreies Knipsen, und besser als die dritte Alternative - "Terrarienhaltung" mit Rundumverglasung - ist ein Graben allemal.
(23.03.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Die Löwen können ja auch noch die alte Jaguar-Anlage (voll vergittert) nutzen. Und wie ich in Duisburg lernte schwimmen Löwen auch sehr gerne. Genau wie ich schon Schneeleoparden baden sah.
(23.03.2006, 00:00)
krümmel:   Tiger nutzen ja den Wassergraben noch - da empfinde ich die Wassergräben bei den Löwen noch mehr als Verschwendung, bedonders zum Beispiel in Münster, wo die Löwen an drei Seiten vom Graben (und dahinter den Besuchern) umgeben sind.
(22.03.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   In Hagenbeck nutzt der Tiger die gesamte Schwimmfläche, und daher wäre es ohne diese für ihn sicherlich nicht so lebenswert...
(22.03.2006, 00:00)
Masta:   Also die Frage, welche Methode besser ist, ist wohl die Falsche Frage, ich denke mal viel mehr ist die Frage, Wie es für die Tiere ist, Vorteilhaft oder nicht, und zweitens, für die Besucher. Aber ich Persönlich finde die Anlage in Krefeld sehr schön :)
(22.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Schon klar, dass man die Anlagen nicht umbauen muss (bloß nicht). Es ist nur die Frage, welche Methode besser ist...
Fische sind aber auch in den Krefelder Becken ;-)
(22.03.2006, 00:00)
Masta:   Also ich denke mal, das es eine Sache des Alters ist. Die meisten Anlagen sind ja nicht grad "brand" neu, und früher waren Wassergräben eben üblich. Und warum das Gehege umbauen ? Jedenfalls, sind doch Wassergräben schöner als Gitterstäbe. Und die Goldfische die drinn Rumschwimmen *g*...:-)

(22.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Manchmal habe ich das Gefühl, dass große Wassergräben, wie z.B in Duisburg, Münster oder Köln zuviel besser nutzbaren Raum beanspruchen. Sicherlich sind Tiger gute Schwimmer und nutzen das Wasserangebot auch, aber reichen nicht auch Alternativen, wie z.B. in Krefeld, wo man zwei Wasserbecken und einen kleinen Bachlauf in das Gehege eingebracht hat, nicht völlig aus?
(22.03.2006, 00:00)

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