
| cajun: | @Sacha: Ich kann die "Info Zuchtbuch" erinnerungstechnisch auf zwei Quellen zurück verfolgen. Einmal Info zum neuen Besatz des ehemaligen Raubtierhauses in Do. und zum anderen aus Kreisen der ZTL und des Zoofreundforums Bei beiden Konversationen ging es um afrikanische Löwen und um die Neuausrichtung von Haltungen per herkunftsgesichertem Löwenbesatz. In beiden Fällen wurde ein übergeordnetes Zuchtmanagment (Zuchtbuch?) erwähnt. (30.03.2022, 15:35) | ||
| Sacha: | Löwen wurden doch früher so oft hin- und hergetauscht und verpaart, dass es kein Wunder ist, dass man fast überall "Arnheim-Blut" findet. Genauso dürfte man fast überall eben Leipziger-, Hallenser-, Zirkus XY und was weiss ich für Blut von "Zoolöwen-Zuchtburgen" in unseren UA-Mix-Löwen finden. Das ist jetzt nicht wirklich ein Alleinstellungsmerkmal bzw. eine Besonderheit. Kommt hinzu, dass Burgers bis vor wenigen Jahrzehnten zum Zoo noch einen Safaribereich hatte, also in mindestens zwei Gehegen/Bereichen gleichzeitig züchten konnte. Zum Zuchtbuch für afrikanische Löwen: Wann sollte dieses denn initiert und von wem geführt worden sein? Mir ist lediglich das Internationale Zuchtbuch für Asiatische/Indische Löwen bekannt. (30.03.2022, 15:06) | ||
| W. Dreier: | Eben gelesen im "Maghreb Magazin" - ohne Wertung des heutigen Zustandes "Bereits in den Neunzigerjahren gab es einen ersten Versuch, für die verbliebenen mutmaßlichen Berberlöwen ein Zuchtbuch zu erarbeiten. Er wurde jedoch nicht vollendet. Erst 2009 gelang es dem englischen Wildbiologen Simon Black – mit Unterstützung durch die Forscher Noboyuki Yamaguchi und Jim Groombrigde sowie Adrian Harland von der Aspinall Foundation für bedrohte Tierarten – eine verlässliche Ordnung in die Löwenzucht zu bringen". (30.03.2022, 14:58) | ||
| cajun: | @Sacha: Musste mal in Arnheim nachfragen, ob sie da "etwas übersehen haben" :-) Faktisch scheint es so zu sein, dass Arnheim ein konstanter Lieferant von natürlich aufgezogenen Löwenwelpen in den 60igern war. Zu der Zeit hatte man in anderen Zoos bereits Absatzschwierigkeiten. Vielleicht waren es besonders schöne, langlebige Zuchtiere? Weiter unten steht ja, das man lange nach "mit den Arnheimern unverwandten Tieren" gesucht hat. Also wer weiß wo "Burger- Löwen- Linien" die Jahrzehnte überdauerten..?! Was mich mehr überrascht ist die Nichtexistenz eines Zuchtbuches für afrikanische Löwen, das es doch angeblich schon seit einiger Zeit gibt....oder habe ich da etwas falsch in Erinnerung? (30.03.2022, 13:43) | ||
| Adrian Langer: | @Sascha: Das kann sein. In der Chronik des Zoo Halle war etwa zu lesen, dass zwischen 1910 und 1920 ein Löwe noch 500 Reichsmark wert war (zu dem Zeitpunkt ein riesen Haufen Asche!). Zehn Jahre später hat man schon "nur" 100 Reichsmark für einen Löwen bekommen. Ab da lief es mit der Löwenzucht wohl sehr gut. (30.03.2022, 10:51) | ||
| Sacha: | @cajun: Kann es sein, dass die Arnheimer hier ihren Anteil an der Löwenzucht etwas gar einseitig darstellen? Die Löwenzucht soll in den 1960er Jahren noch sehr schwierig gewesen sein???! Hatte da z.B. Leipzig nicht schon längst den Ruf als "Löwenfabrik"? (30.03.2022, 09:56) | ||
| cajun: | Eigentlich hatte ich gedacht es gibt mittlerweile ein Zuchtbuch für afrikanische Löwen... wohl doch nicht...?!? Eine Meldung aus Arnheim zur Historie der Löwenhaltung und zum Zuchtmanagment dort. "Löwen in europäischen Zoos Für viele bedrohte Tierarten wurden europaweit Zuchtprogramme entwickelt, an denen alle Mitglieder der „Europäischen Vereinigung für Zoos und Aquarien“ (European Association of Zoos and Aquaria, EAZA) teilnehmen, die eine betreffende Tierart in ihrem Bestand haben. Die EAZA bezeichnet dieses Projekt als „Europäisches Erhaltungszuchtprogramm“, aber treffender wäre der Begriff „Europäisches Populationsmanagement-Programm für bedrohte Tierarten“. Schließlich geht es dabei um weitaus mehr als nur um die Zucht. In dieser Reihe analysieren wir am Beispiel einiger konkreter Tierarten, mit welchen Herausforderungen sich Biologen konfrontiert sehen. In dieser Ausgabe: der Löwe. Arnheims Erfolg Was den Löwen in dieser Rubrik so besonders macht: Es gibt kein europäisches Zuchtprogramm bzw. Populationsmanagement-Programm für den Löwen! Obwohl die Löwenpopulation in freier Wildbahn rückläufig ist, befinden sich die Zoos in einer sehr günstigen Situation. Die Zucht von Löwen ist so erfolgreich, dass viele Tiere inzwischen ein Verhütungsmittel verabreicht bekommen: in einigen Fällen vorübergehend, in anderen dauerhaft. In den 1960er Jahren war die Zucht von Löwen noch sehr schwierig: Obwohl in europäischen Zoos immer wieder Jungtiere zur Welt kamen, wurden diese in den allermeisten Fällen nicht sehr alt. Oft wurden die Jungen von ihren Müttern getötet, manchmal sogar gefressen. An sich ist dies kein unnatürliches Verhalten: Auch wenn eine Löwin sich in freier Wildbahn bedroht fühlt, kommt es vor, dass sie ihre Jungen tötet. Der Burgers‘ Zoo war zu dieser Zeit bereits bemerkenswert erfolgreich mit der Löwenzucht. Dies hatte jedoch zur Folge, dass langfristig die meisten Löwen in Europa und Nordamerika mit der Arnheimer Population verwandt waren. Der Burgers‘ Zoo hatte begriffen, dass ein sicheres, geschütztes und abgelegenes Gehege für trächtige Löwinnen unerlässlich für das Überleben der Jungen ist. Eine trächtige Löwin muss einen Rückzugsort haben, an dem sie sich vollkommen sicher und wohl fühlt – und an dem sie weder von Menschen noch von Artgenossen gestört wird. In dieser Zeit war es zudem durchaus üblich, ältere oder verstoßene Jungtiere mit der Flasche zu füttern. In manchen Fällen wurden die Löwenjungen auch von einem Hund als Ersatzmutter großgezogen. Damals wurde dieses Wissen als Geheimnis gehütet, während wir es heute – zum Glück – sofort mit anderen Zoos teilen würden. Wenn andere Tierparks eine bestimmte Art ebenfalls erfolgreich züchten, ist das gut für die gesamte Zoopopulation dieser Art. Außerdem hält es die genetische Variation innerhalb der Population so vielfältig wie möglich. Verhütungsmittel Viele Löwinnen bekommen vom Tierarzt eine Verhütungsspritze verabreicht. Dabei handelt es sich um ein vorübergehendes Verhütungsmittel, das in leicht abgewandelter Form auch beim Menschen eingesetzt wird. Auch Sterilisation ist möglich. Dies ist jedoch ein dauerhafter Eingriff und nicht rückgängig zu machen. Die Sterilisation kann sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Löwen durchgeführt werden. Bei männlichen Tieren ist außerdem eine Kastration möglich, die jedoch bei vielen Löwenmännchen zur Folge hat, dass ihnen die Mähnen ausfallen. Auch bestimmte natürliche Verhaltensweisen, die normalerweise hormonell gesteuert werden, können sich im Falle einer Kastration dramatisch verändern. Es ist wichtig, dass Zoos einen regelmäßigen Austausch untereinander pflegen. Wenn jeder Zoo seine Löwen vorübergehend oder dauerhaft mit Verhütungsmitteln behandeln würde, gäbe es keinen Nachwuchs mehr. Und das wiederum ist für die zukünftige Zoopopulation nicht wünschenswert. Trotz der derzeit günstigen Situation bleibt also eine sorgfältig koordinierte und gut vernetzte Zuchtplanung wichtig, auch wenn es kein offizielles Zuchtprogramm gibt." Quelle: https://www.burgerszoo.de/nieuws/2022/03/lowen-in-europaischen-zoos (30.03.2022, 08:51) | ||
| cajun: | Schipp, schnapp: :-) burgerszoo.de ? 11. M?rz 2021 Erwachsenes L?wenm?nnchen erh?lt eine Vasektomie Henk Luten, Tierarzt im K?niglichen Burgers' Zoo, hat eine Vasektomie bei einem erwachsenen, elfj?hrigen L?wenm?nnchen durchgef?hrt. Der L?we hatte im vergangenen Jahr mit zwei L?winnen insgesamt f?nf Junge gezeugt, sodass sein Genmaterial in der L?wenpopulation der europ?ischen Tierparks reichlich vertreten ist. F?nf L?wenjunge im Burgers' Zoo Am 27. Juli 2020 brachte eine der Arnheimer L?winnen zwei Jungtiere zur Welt, deren Vater das nun operierte M?nnchen ist. Am 26. November 2020 bekam eine andere L?win sogar drei Junge, die ebenfalls von diesem M?nnchen gezeugt wurden. Die f?nf Jungtiere, vier Weibchen und ein M?nnchen, bleiben in den kommenden Jahren auf jeden Fall in der Arnheimer L?wengruppe. Keine Kastration, sondern eine Vasektomie Der Tierarzt hat bewusst keine Kastration vorgenommen, bei der die Hoden entfernt werden, sondern eine Vasektomie. Bei diesem medizinischen Eingriff werden die Samenleiter durchtrennt, sodass keine Samenzellen mehr ins Sperma gelangen. Eine Kastration hat n?mlich bei L?wenm?nnchen oft einen einschneidenden Effekt: In vielen F?llen verlieren die Tiere auch ihre M?hnen. Erfolgreich in Tierparks, r?ckl?ufig in der Natur W?hrend die Zucht bei den L?wen in europ?ischen Tierparks sehr erfolgreich verl?uft, sinken ihre Zahlen in freier Wildbahn drastisch. Nach Sch?tzungen des WWF ist der Bestand der wild lebenden L?wen in den vergangenen Jahrzehnten um ganze 40 Prozent zur?ckgegangen. Schuld daran sind der Verlust von Lebensraum, illegale Jagd, zunehmende Mensch-Tier-Konflikte und der Handel mit Medikamenten aus der traditionellen asiatischen Medizin, f?r die K?rperteile von L?wen verwendet werden. [?bersetzung ins Deutsche: burgerszoo.de]" Quelle: Zoopresseschau Kaum hat er seine Schuldigkeit getan.... schon etwas komisch, da der Zoo im Winter verk?nden liess, dass es "sehr schwierig gewesen sei, eine unverwandte Zuchtgruppe bei den L?wen zusammen zu stellen". Zumindest was die Arnheimer Linie anging. Zumal die L?winnen wohl lange brauchten, um aufzunehmen. Sie seien "Sp?tgeb?rende" und h?tten lange Verh?tungsmittel verabreicht bekommen. Gut, insofern ist es konsequent, die Weibchen mal "ohne" zu lassen. (15.03.2021, 12:12) | ||
| Hannes Lüke: | Hat mal wieder jemand was aus Arnheim gehört? Mal wieder irgendwelche Neubauten? (14.07.2014, 14:40) | ||
| Sven P. Peter: | Jap, da kommt der Eingang hin. Es werden jeweils normale Ställe an großen Freilaufflächen werden (einige sind schon fertig und wurden auch im NDR-Tiergarten gezeigt). (14.09.2006, 16:18) | ||
| Hannes: | Ja das weiß ich aber im Bush selbst war an Stelle des Papua-Männerhauses eine Baustelle wo ein Schold mit Anlündigung etwa spektkuläres würde kommen stand. Oder kommt dort ein Eingang zu den Stallungen hin? Werden das einfach nur Boxen oder auch Freilaufstallungen? (14.09.2006, 16:07) | ||
| Dirk K: | Um Bush herum entstehen nach Ocean noch Stallungen für die Safari. Die für Huftiere sind schon fertig, noch gebaut werden die für Nashörner und Giraffen. (14.09.2006, 16:01) | ||
| Sven P. Peter: | An die Bush-Halle werden doch z.Z. die Savannenstallungen gebaut. (14.09.2006, 15:59) | ||
| Hannes: | Und wer weiß jetzt was "spektakuläres" im Bush entstehen soll? Als ich da war war ne Baustelle zu sehen. Oh hoffentlich ne Steppenhalle oder noch besser ne Eishalle mit was spannenderem als Pinguinen. In Arnheim fehlen Bären komplett, vielleicht wirds ja was? (14.09.2006, 15:20) | ||
| Sven P. Peter: | Jo, hier: "De Gelderlander 2. September 2006 Burgers' Zoo krijgt nieuwe ecosystemen Burgers' Zoo bekommt neue Ökosysteme http://www.gelderlander.nl/arnhem/article619442.ece Im April 2007 wird die neue Savanne in Burgers' Zoo Arnheim eröffnet. Bis zum 100jährigen Jubiläum im Jahr 2013 sollen zudem zwei weitere Ökosysteme gebaut werden, welche jedoch nicht die Ausmaße des Bush, Desert oder Oceans haben werden. Die Thematik der beiden neuen Anlagen wurde noch nicht bekannt gegeben. Sie sollen an der Stelle entstehen, an der sich derzeit die Gehege für Wölfe, Walabys, Lamas und Bisons befinden." (14.09.2006, 01:57) | ||
| zoofreund: | Gibt es eigentlich noch weitere momentane Baustellen in Burger´s Zoo? Weiß jemand etwas über künftige Projekte? (13.09.2006, 23:14) | ||
| Karsten Vick: | Vielleicht nehmen sie wenigstens Weißrüsselnasenbären. (13.09.2006, 19:28) | ||
| Zoosammler: | Es fällt mir sehr schwer, über die Nasenbären-Pläne nicht die Nase zu rümpfen. Andererseits: Arnheim hat in den letzten Jahren (Jahrzehnten) bewiesen, wie man besucherfreundliche Innovationen mit guter Tierhaltung und einem besonders interessanten Tierbestand verbinden kann, dann dürfen sie sich von mir aus auch mal ihren Nasenbären gönnen. ;) (13.09.2006, 19:24) | ||
| Sven P. Peter: | Jap, die Anlage wurde zugeschüttet... Sehr schade um diese historische Hagenbeck-Fels-Anlage. (13.09.2006, 17:55) | ||
| Sebastian: | War heute in Arnheim und die Tigeranlage wird gerade laut Bauschild zur Nasenbärenanlage umgebaut. (13.09.2006, 17:22) | ||
| Hannes: | Das schönste an der Löwenanlage in Arnheim finde ich das wenn man sich die Stöcker im Unterholz ansieht man erkennt das 60% keine Stöcker sondern genug Knochen für nen kompletten Ponyhof sind. (15.05.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Stellt Arnheim etwa auf reinblütige Löwen irgendeiner Unterart um? (14.05.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Vieleicht lag bei meiner Info ein Fahler vor und es könnte sich um die Tiger handeln... (14.05.2006, 00:00) | ||
| Walter Koch: | Im Eifer des Gefechts die Gnus in "neuer Schreibweise" rüber gebracht. Abgesehen davon, warum haben wir in Deutschland nicht solche Gehege z.B. im TP Berlin, oder Nürnberg. Im Zoo Arnheim sind auf der Savannen-Anlage Breitmaulnashörner mit Giraffen, Zebras, Gnus, Thomson- und Pferdeantilopen vergesellschaftet. Des weiteren sind Rot- und Blauduker und Dik-Diks vorgesehen evt. Pelikane, aber keine Flamingos. (und Impalas) hat weniger F (14.05.2006, 00:00) | ||
| Walter Koch: | Gestern war ich im Zoo Arnheim. Das Löwenrudel lag wohlig in der Sonne. Die gegenüber liegende Afrika-Savanne ist einfach ein Augenschmaus. Die Blauen Genus sind abgegeben worden. Dafür soll jetzt eine Herde von bis zu 40 Weißbart Genus aufgebaut werden. 2Tiere habe ich gesehen. Die 25 köpfige Böhmzebra-Herde soll die entsprechende Anzahl erreichen. 1.11 Thomsen-Gazellen stehen in den Ställen (2 weibliche Kälber,geboren am gestrigen Tag). -Auskunft von Marc Damen (14.05.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Ich habe erfahren, das vor kurzem die Löwen aus Burgers Zoo abgegeben wurden. Weiß jemand was mit den Gehege passieren soll? Ich fand die Haltung gehörte immer zu den besten in Europa, allein schon weil die Löwen rund um die Uhr draußen sein konnten, irre viel Einrichtung hatten und die Anlage riesig war (ist). (14.05.2006, 00:00) |
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