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Weibchengruppen



Karsten Vick:   Das erzähl ich im dazu passenden Thread.
(01.08.2006, 23:23)
IP66:   @Herr Vick: Hatten Sie einmal Schwierigkeiten mit Berberaffen? Ich wurde in Erfurt nur mit Geleitschutz in das Gehege gelassen, habe aber schon in Köln erlebt, wie ruppig Bartaffen sein können.
(01.08.2006, 17:25)
Karsten Vick:   Im Berliner Vari-Wald hatte ich auch das Vergnügen mit kuschligen Varis. Als ich hinkam, war ein älteres Ehepaar gerade dabei, zwei von ihnen wieder aus der Doppeltür-Schleuse rauszulocken, was nich so einfach war. Als ich dann reinging und einen Vari mit den Händen abhielt, kroch der zweite an meinen Beinen vorbei wieder in die Schleuse, was das Ehepaar gar nicht lustig fand. Die nächste Gruppe kam ganz vorsichtig rein, schließlich steht draußen "Betreten auf eigene Gefahr" und "Varis können beißen" und einer hatte gelesen, dass die Tiere in diesem Gehege zwölf Meter lang werden. Der hatte allerdings das Komma überlesen, da stand natürlich 1,2 m. Na jedenfalls waren sie dann endlich drin, eine Frau wollte sich einen Vari vom Leib halten, aber als sie ihn angefasst hatte, wollte sie ihn gar nicht wieder loslassen. Er wollte aber nicht totgeknuddelt werden und zog sich zurück. Alles in allem muss ich sagen, dass Varis total passend für begehbare Anlagen sind, genau das richtige Verhältnis zwischen zutraulich und distanziert. Kein Vergleich mit den dummfrechen Berberaffen. Naja die mochte ich noch nie leiden, aber seit Neumünster hab ich von denen erst recht die Nase voll.
(31.07.2006, 23:28)
Michael Mettler:   Dann mach' et, Hannes....
(29.07.2006, 09:55)
Hannes:   Also soviel Platz wie Rheine kann ich bieten und es stimmt Varis sind unglaublic kuschelig und die fütterung aus der hand ist ein wahrer Adrenalinkick wenn die Tiere ihre Schnauze mit ihren riesen Zähnen über deine Finger schieben undbehutsam das Futter heraus holen oh´ne dich zu verletzen.
(29.07.2006, 00:24)
Michael Mettler:   Varis sollen ja schön kuschelig sein (ich hatte leider noch nicht das Vergnügen), und laut Aussage ihres Pflegers in der Soap beißen sie auch nie.... Wobei, als Heimtiere hätten mir ja die Berliner Varimischlinge fast noch besser gefallen. Die sahen mit ihren schwarz-rot-weißen Färbung einfach fantastisch aus (einer davon war im Zooführer abgebildet). Und in Frankfurt gab es früher Mischlinge in schwarz-milchkaffeefarbig-weiß, auch sehr hübsch. Wenn jemand den nötigen Platz hat...
(28.07.2006, 20:33)
Hannes:   Korrektur: Kattas fallen mir ein.
(28.07.2006, 18:39)
Hannes:   Also ich nehm wohl ein paar Tiere.
Wobei dabei fällt mir ein das ich von Lemuren in Privathand noch nichts gehört habe. hmmmm...
(28.07.2006, 17:56)
Stefan Schubert:   Bei den Varis will man die Zucht generell zurückfahren, da inzwischen ein "Überschuss" herrscht!
(28.07.2006, 17:31)
Hannes:   Interessieren würden mich mal die Zuchtbücher für Lemuren da Rheine ja eine Jungesellenguppe mit allen drei Variarten hält. Es gibt also Männer sowie Weiberüberschuss bei diesen Tieren und so will man anscheinend Inzucht vermeiden.
(28.07.2006, 17:23)
Michael Mettler:   @IP66: in "Ruhrpottschnauzen" wurde bestätigt, dass die Duisburger Roten Varis eine reine Weibchengruppe sind.
(28.07.2006, 17:13)
Karsten Vick:   Weibchengruppen, bei denen der Mann gestorben ist, gibt es sicher viele. Entweder kriegen sie irgendwann einen neuen Mann oder die Gruppe stirbt aus. Aber dass absichtlich auf Männer verzichtet wird um Kämpfe zu vermeiden, dafür habe ich bisher nur dies eine Beispiel aus Rostock gefunden. Stand im ersten "gesamtdeutschen" Zoo-Magazin 1/2002. Auf der anderen Seite der CEA kommt es demnach immer mal zu Streitigkeiten, bei denen Yakbulle, Trampeltier- oder Kulanhengst dann weggesperrt werden muss. Würde mich interessieren, ob der "andere" Weg auch bei anderen Gemeinschaftshaltungen in anderen Zoos beschritten wird.

CEA heißt im Zoo-Rostock-Jargon die Cameliden-Equiden-Anlage, aber wie man sieht, gibt es dort inzwischen auch Boviden.
(18.05.2006, 00:00)
IP66:   Auch die Urwildpferde in Köln waren bis vor einem Jahr eine Stutengruppe, desgleichen, allerdings in beiden Fällen schon vor geraumer Zeit, die Bisons und die - nicht mehr vorhandenen - Bantengs. Wenn ich mich recht erinnere, handelt es sich bei den Varis im alten Nebelparderkäfig in Duisburg auch um Weibchen.
(18.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Na ja, aber vom Gelbwangengibbon wird doch wohl nirgendwo eine reine Frauengruppe gehalten, oder...? Weibchenüberschuss ist mir noch vom Zwergflusspferd bekannt - zumindest war das vor ein paar Jahren der Fall.

Mir sind inzwischen noch verschiedene langjährige Stutenhaltungen von Einhufern eingefallen, die allerdings z.T. inzwischen wieder mit Hengsten ergänzt wurden, nämlich Onager in Köln und Hartmann-Bergzebras in München. Die letzten Halbesel in Dortmund waren ebenfalls nur Stuten, inzwischen ist wohl nur noch eine existent (und die ist ein Unterartbastard).

Die Bemerkung von Karsten Vick ist interessant: Bei manchen Tierarten fällt es dem Normalbesucher tatsächlich gar nicht auf, ob überhaupt ein männliches Tier in der Gruppe ist - z.B. bei den eben genannten Einhufern. Unter diesem Aspekt könnte ich mir glatt vorstellen, dass es auch Stutengruppen von Cameliden in den Zoos gibt, immerhin gelten die Hengste ja als nicht ungefährlich. Andererseits lässt sich Cameliden-Nachwuchs immer noch gut absetzen, wie ich gehört habe.
(17.05.2006, 00:00)
Hannes:   Ist es nicht so das beim Gelbwangen-Schopfgibbon ein weibchenüberschuss herrscht im EEP.
Das könnte auch ein Grund sein. Gibt es hierfür noch mehr Beispiele?
(17.05.2006, 00:00)
cajun:   In Magdeburg scheinen laut HP des Zoos in der geplanten begehbaren Varianlage auch nur Weibchen geplant zu sein.Laut letzter Ausgabe des Kölner Zoo Magazins las ich, dass in der Schorfheide eine Stutengruppe Przewalskis lebte (lebt ? ). Diese diente als " Zwischenstation" für genetisch wertvolle Jungstuten oder "Altenheim" für nicht mehr züchtende Tiere.
(17.05.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Meist sind Männchen wohl eher "überzählig". Ich weiß nicht, ob es oft auf Gemeinschaftsanlagen reine Weibchengruppen gibt, um Kämpfe der verschiedenen Männchen zu vermeiden. In Rostock wird das bei Elenantilopen und Watussirindern so gemacht, die mit Zebras und Dromedaren zusammenleben. Beides Arten, wo auch die Weibchen Hörner tragen, wo es also dem Laien nicht so ins Auge fällt, dass kein Mann dabei ist.
(17.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ausgelöst durch meinen Beitrag unter "begehbare Anlagen" fiel mir auf, dass uns zur Diskussion noch das Gegenstück zu den Junggesellengruppen fehlt, nämlich rein aus weiblichen Tieren bestehende Gruppen und die Gründe dafür.

Männchengruppen werden ja in der Regel aufgebaut, um "überschüssige" Männchen unterzubringen und zu einem späteren Zeitpunkt für die Zucht zu nutzen. Nur selten gab es auch "schaustellerische" Gründe, z.B. bei Löwen oder Mantelpavianen, wo die Männer optisch "mehr hermachen".

Aber wie sieht es mit Weibchengruppen aus? Das Thema Elefanten ist altbekannt, das müssen wir hier nicht durchkauen. Wenn auch mehrere Nummern kleiner, so steht die Haltung ausschließlich weiblicher Nandus und Schnee-Eulen in Nordhorn doch unter dem gleichen Aspekt, nämlich Sicherheit für Menschen: Die Anlagen sind für Besucher begehbar, und man befürchtet, dass männliche Vögel diese attackieren könnten.

Hannover hält ausschließlich Flusspferdkühe, um keine Absatzprobleme mit der Nachzucht zu haben, und greift bei "Zucht auf Bestellung" auf einen Leihbullen zurück. Auch "Verhütung" kann also ein Grund für reine Weibchenhaltungen sein.

Auch das genaue Gegenteil wird in Hannover praktiziert, wenn auch nur mit einem Einzeltier statt mit einer Gruppe: Der Zoo hält lediglich einen weiblichen Geparden und holt regelmäßig Leihkater aus anderen Zoos zur Verpaarung. Seitdem dies so praktiziert wird, klappt es mit der Gepardenzucht in Hannover; zwar gab es Jungtierverluste, aber vorher waren noch nicht mal Geburten zu verzeichnen. Hier dient also die "reine Weibchenhaltung" sogar der erfolgreichen Vermehrung.

Wer kennt weitere Beispiele und möglicherweise auch weitere Beweggründe? Was ich NICHT meine, sind Fälle, in denen die Geschlechter im SELBEN Zoo getrennt gehalten und nur zur Paarung zusammengelassen werden.
(17.05.2006, 00:00)

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