
| Dortmunder: | Hab in meinem Berliner Tierbestand von 1969 (danke, Schüling-Auktion) auch noch zwei Afrikaner gefunden, nämlich 1,0 Westafrikanischer Leopard (Panthera pardus reichenowi) und 1,0 Ostafrikanischer Leopard (Panthera pardus suahelica) (26.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Karsten Vick: MILU Band 7, Heft 5 (1993). "30 Jahre Alfred-Brehm-Haus im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde - ein Rückblick auf die Großkatzenzucht" von Claus Pohle. Unter Sindh-Leopard, Panthera pardus sindica, heißt es: "Ein 1972 aus Kabul bezogenes und bis 1984 im Alfred-Brehm-Haus lebendes Leopardenweibchen wurde dieser Unterart zugeordnet." Mangels passenden Partners wurde es mit einem Indischen Leoparden verpaart und hatte 1979 zwei Würfe, die beide tot geboren wurden. (Was wieder mal beweist, dass sowas auch OHNE Inzuchtdepression möglich ist....) (20.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Karsten Vick: Werd mal schauen, welche Ausgabe das war, dann kannst du gezielt danach suchen. Hatte ich erst vor kurzem über Schüling erhalten... (20.06.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | DIE Milu-Ausgabe fehlt mir noch in meiner Sammlung, eine echte Bildungslücke. Dass in der Frankfurter Amurleopardenzucht von Anfang an ein "falscher" dabei war, wusste ich, nur bisher nicht, was das für einer war. Im Gegensatz zum Indischen Löwen wird hier wohl das Prinzip der Verdrängungskreuzung angewendet, also die sowjetischen und koreanischen Wildfänge mit der Frankfurter Linie vermischt. Ich meinte aber so richtige Zoo-Kreuzungen wie beim Löwen. Ich kenne mich in (west)deutschen Kleinzoos nicht so aus, aber ich denke, dass selbst da unterartreine Leoparden vorherrschen. (20.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Karsten Vick: In einer MILU-Ausgabe findet sich ein Rückblick über die Großkatzenhaltung im Tierpark Berlin, da steht auch was über die einzelne Sindh-Leopardin drin. Kann ich allerdings nichts aus dem Gedächtnis aufsagen. Mischlinge gab es ja ausgerechnet in der Amurleopardenzucht, denn eines der drei Stammtiere in Frankfurt war eine Chinaleopardin (bzw. Nordchinesische, wie die Unterart mit vollem deutschem Namen eigentlich heißt). Ist sogar als solche im entsprechenden Jahresbericht angeführt, das fiel mir beim "Affen-Suchen" nebenbei auf. Und es gab auch schon mal einen Artikel (weiß leider nicht, wo), ich glaube aus der Feder des Augsburger Zoochefs Gorgas, in dem dieses Tier und ein damaliger Amurleopard nebeneinander abgebildet waren und deutliche Unterschiede im Phänotyp zeigten. (20.06.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | In der fraglichen Zeit war ich 2x in Duisburg. 1997 hab ich die Leoparden wohl nicht wahrgenommen und 2004 dachte ich wie IP66, dass es xmal gekreuzte Mischlinge sind. Aber wie sieht es denn wirklich mit solchen Mischlingen bei gefleckten Leoparden aus? Wenn ich zurückdenke, waren die allermeisten Leoparden, die ich gesehen habe, reingezüchtete Unterarten. In meiner Jugendzeit in der DDR waren das: Indochinaleoparden (sinensis alias delacouri, in Rostock, Berlin, Halle, kamen meist aus Vietnam), Chinaleoparden (japonensis, in Rostock, Berlin, Leipzig, aus der Volksrepublik China) Amurleoparden (orientalis, in Leipzig und Berlin, viele Wildfangnachkommen aus Sowjetunion und Nordkorea, oder auch Frankfurter Zucht??) Nordpersische (saxicolor, in Leipzig und später Magdeburg, aus BRD-Zucht?) Javaleoparden (melas, in Berlin, aus Wuppertaler Zucht) vor meiner Zeit gab es in Berlin auch Indische Leoparden (fusca, bis ca. 1985, hab ich aber 83-85 nicht mehr gesehen), in den TP-Wegweisern 1983 und 85 ist eine Leopardin als Sindh-Leopard abgebildet, das wäre die Unterart sindica aus Pakistan, was es mit diesem Tier auf sich hat, weiß ich noch nicht (es ist auf beiden Bildern dasselbe Exemplar) um den Bogen nach Afrika zurück zu schlagen, hatten sie bis ca. 1971 Kongoleoparden (iturensis), aber das war nun wirklich vor meiner Zeit. Und heute kenne ich eigentlich auch nur unterartlich benannte Leoparden aus Zoos, es sei denn sie sind schwarz. (20.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Frankfurt und Berlin hatten damals ebenfalls West- oder Zentralafrikaner, und Basel meines Wissens ebenfalls. Zu dieser Zeit kamen ohnehin noch viele Wildfangtiere aus den afrikanischen Regenwäldern in die Zoos, u.a. die verschiedenen Meerkatzen und auch die Zwergflusspferde! (18.06.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | dresden hatte in den sechziger jahren eine weibliche westafrikanische leopardin (18.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | 1969 erhielt Köln 2,0 Kap-Leoparden (melanotica), über ihre weitere Lebensgeschichte geben die Jahresberichte allerdings keinen Aufschluss. Und die Haltung der Java-Leoparden in Köln begann mit einem Wildfang-Paar. 1987 siedelten die letzten Javaner nach Leipzig über. (17.06.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | "group" bei ISIS heißt nur, dass nicht Männlein und Weiblein getrennt gezählt werden. Bei solchen Arten wie Präriehunden stehen da Tausende. Mit Unterarten hat das nichts zu tun. (16.06.2006, 00:00) | ||
| Torben: | Interessieren würds mich auch, aber da meine Sammlung an Jahresberichten weisst noch sehr grosse Lücken auf. Ich kann nur den Eintrag von 1990 (Neuzugang von 1,2 Afrikan. Leopard) bestätigen und hinzufügen, dass 1993 1,0 und 1994 1,1 Leoparden ohne Rassen-Angabe als Geburten verzeichnet waren. Btw eine Frage (bezieht sich aber nicht nur auf Leoparden): Bei ISIS finde ich immer wieder die Angabe "(group)". Was genau ist damit gemeint? Bezieht sich diese Angabe etwa auf die Haltung verschiedener oder nicht bekannter Unterarten? (16.06.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Kann man denn die Besatzgeschichte im jetzigen duisburger Leopardenkäfig nicht rekonstruieren? Es war doch sehr lange ein Pärchen dort, ein Schäwrzling und ein wildfarbenes Tier (letzteres der Kater???), dann gab es noch einmal Jungtiere, und am Ende war noch ein recht greises wildfarbenes Exemplar übrig, bevor die Nebelparder kamen. Mich haben die Tiere nie wirklich interessiert, da ich sie für x-mal gekreuzte Zoolinienprodukte hielt - wohl ein Fehler. (16.06.2006, 00:00) | ||
| Torben: | Hab mich wegen der Leoparden mal in Duisburg erkundigt. Herr Winkler schreibt, der Ursprung der Tiere sei nicht bekannt. Man ginge jedoch auf Grund ihrer geringen Körpergröße von Südostasien aus. Demnach wären es ja dann doch keine Afrikaner gewesen, obwohl sie als solche im von Michael Mettler erwähnten Jahresbericht auftauchten. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die Tiere bevor sie im Zoo ankamen, als Afrikaner angekündigt waren und erst beim Eintreffen Zweifel aufkamen. Aber ich werde das nochmal erfragen. (12.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Dortmunder: Die Arnheimer Leoparden sind Ceylonesen (gab's früher übrigens auch in Krefeld). Und unter den Indochinesen gab es mindestens einen Schwärzling in Nordhorn! @Karsten Vick: Vielleicht folgten die Duisburger ja der "modernen" Auffassung, dass alle afrikanischen Leoparden bis auf die sehr abweichende Population auf Sansibar zur selben Unterart gehören.... (12.06.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Die Perser hatte ich (guckst du unten), und die Bochumer Tiere waren mir ganz spontan entfallen, da Bochum für mich nicht unbedingt ein Lieblingszoo war, oder ist... (War da vielleicht drei Mal in meinem Leben) (12.06.2006, 00:00) | ||
| cajun: | Vergiß die Indochina Leoparden aus Bochum nicht und die Perser aus Münster. (12.06.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Immerhin ist auf der Titelseite des damaligen Zooführers auch ein afrikanischer Leopard abgebildet, obwohl es sich bei dem Foto eindeutig um eine Freiland-Aufnahme handelt... Mir war das Fehlen von Afrikanern in Zoos eigentlich nie so wirklich aufgefallen, aber wenn ich mich recht entsinne, kenne ich doch nur Amurleoparden (z.B. aus Frankfurt / Dortmund), Chinaleoparden (früher Dortmund), die aus Java (Wuppertal), beziehungsweise die Perser (z.B. Münster) und die Tiere aus Arnheim, die ich übrigens für die schönsten Zoo-Leoparden halte, die ich bisher gesehen habe... Aber dank euch kenne ich ja jetzt doch Afrikaner aus Duisburg... (12.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ich müsste nochmal recherchieren, meine aber in einem Duisburger oder hannoverschen Jahresbericht gelesen zu haben, dass 1,2 ältere schwarze Panther aus Duisburg in Hannover eingestellt wurden. Das müssten dann wohl die Vorgänger der Afrikaner gewesen sein: In meinen Artenlisten von den Besuchen 1981 und 1986 habe ich nur schwarze Panther (keine "normalen" Leoparden) notiert, 1990 hingegen Leopard UND Panther. (11.06.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | Aber eine genauere Herkunftsangabe gibt es nirgends, damit man ihnen einen Unterartnamen geben könnte?? (11.06.2006, 00:00) | ||
| Torben: | Nachtrag: das Bild kann natürlich auch älteren Datums und bloss "Lückenfüller" für eine ansonsten weisse Seite sein. Aber die kleinen, runden Kacheln im Hintergrund belegen, dass es in jedem Fall im neuen Großkatzenhaus aufgenommen wurde, also nicht älter ist als 1986/87. (11.06.2006, 00:00) | ||
| Torben: | Bei den duisburger Leoparden war immer auch ein schwarzes Tier dabei. Wenn es nach 1990 keine weiteren Zugänge gab, müssten es ja immer die 1,2 bzw. 1,1 Afrikaner aus 1990 gewesen sein. Im 93er Jahresbericht gibt es auf Seite 64 ein Foto von zwei Jungtieren. Eins davon ist ein Schwärzling. Da im gleichen Bericht unter Nachzuchten nur 1,0 Leopard aufgeführt ist, ist das zweite wohl nicht gross geworden. Jedenfalls müsste Duisburg also tatsächlich einen schwarzen Afrikanischen Panther besessen haben. (11.06.2006, 00:00) | ||
| cajun: | Ist dann das schwarze Weibchen in Friedrichsfelde, mit dem der letzte Javaleopard züchtet also eine Asiatin? Übrigens ist der derzeitige Wurf gefleckt. (11.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Täusche ich mich, oder habe ich tatsächlich im Duisburger Leopardenkäfig vor Jahren einen schwarzen und zwei gefleckte Leoparden gesehen - hatten die einen schwarzen Afrikaner dabei? (11.06.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | scheint mir überhaupt so, dass leoparden im augenblick in deutschen zoos vernachlässigt werden... (11.06.2006, 00:00) | ||
| Torben: | Habe grad noch mal die alten Pressemitteilungen auf der HP vom Zoo Duisburg durchstöbert. Laut Meldung vom März 2005 sind die letzen 1,1 Afrikan. Leoparden zu ihrem vom Zuchtbuchführer angewiesenen Alterruhesitz in Arles/Südfrankreich umgezogen. Das Gehege wird jetzt von den Nebelpardern mitgenutzt. Damit haben zu meinem Bedauern beide meiner Heimatzoos ihre Leoparden abgegeben (*schnief*). (11.06.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | Lt. ISIS haben sie immer noch 1,2 Leoparden und bei meinem letzten Besuch 2004 war das Gehege noch besetzt. Wenn ich mich recht entsinne, waren sie als ältere Tiere ohne Herkunftsangabe, die ihr Gnadenbrot kriegten, bezeichnet. Sollten das die Afrikaner gewesen sein?? (11.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | ...und noch ein aufgewärmter Uralt-Thread: 1990 erhielt Duisburg laut Jahresbericht 1,2 afrikanische Leoparden! (10.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Es gab auch in einem deutschen Zoo einen schwarzen (süd)afrikanischen Leoparden, nämlich in Osnabrück (lebt nicht mehr). Die Leoparden in Emmen wurden früher mal als Afrikaner beschildert, waren (und sind?) aber Ceylonesen. Übrigens: Auch der "schwarze Panther" ist allmählich ein "auslaufendes" Zootier! (15.09.2005, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Im Budapester Afrikahaus, dem ehemaligen Raubtierhaus, leben Löwen, Fenneks und einer Goldbauchmangabengruppe auch ein Schwarzer Leopard! Dies dürfte die oben genannte Afrikanerin sein, da einige Meter weiter noch einige Persische Leoparden in einem gesonderten Gehege leben. Ausgewiesen ist der Schwärzling nur als Panther! (08.08.2005, 00:00) | ||
| Michael Amend: | Schwärzlinge gibt es auch bei afrikansichen leoparden,wohl aber nicht so häufig wie bei den asiatischen Unterarten.Bei ISI sind,Stand 29.04, 5 afriknische Leoparden im Zoo erfasst:o,1 in Budapest,1,0 in Pretoria,1,1 in Baltimore und o.1 in Columbus.Ich gehe davon aus,das es in anderen afrikansichen Zoos doch noch mehr afrikanische Leoparden gehaltenw erden.Die Infos bei ISIS sind immer mit Vorsicht zu behandeln. (07.06.2005, 00:00) | ||
| Klaus Schüling: | Okay, okay, mir ist nichts Schlaueres eingefallen: Ein Arguemnt noch für Nordpersische und Amur-Leoparden: Ähnlich wie die Sibirischen Tiger sind diese in unseren Breiten länger auf den Freianlagen zu halten und auch im Inneren nicht auf beheizte Quartiere angewiesen. (So in Münster bei den Persern; wir haben mal ein Tier aus Adelaide erhalten, dwelches dann ein wenig gefroren hat im Winter, bis er sich akklimatisiert hatte ...) Ein weiteres Argument für die asiatischen "warmen" Formen: Die Schwärzlinge sind natürlich attraktiv - und die treten in Afrika (soviel ich weiß) nicht auf. (06.06.2005, 00:00) | ||
| Leopard: | Bedrohung einer Tierart ist ja schon lange kein Grund für Zoologische Gärten mehr, eine Tieart zu halten. Ich habe nur wirklich noch NIE einen Afrikanischen Leoparden im Zooo gesehen! (06.06.2005, 00:00) | ||
| Klaus Schüling: | Eben weil der "Afrikanische Leopard" nicht so bedroht ist, wie die zum Beispiel der Java- oder der Amur-Leopard! (05.06.2005, 00:00) | ||
| Leopard: | Hallo, mich würde mal interessieren, warum man im Zoo nur Java-, Amur-, Persien-, China- oder Afghanische Leoparden sieht, nie aber Afrikanische. Dabei leben doch auch dort eine Menge. Oder? (05.06.2005, 00:00) |
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