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Direkter Kontakt bei Schimpansen?



IP66:   Die Diskussion über die große Orang-Gruppe in Hamburg haben wir ja schon geführt. So richtig artgerecht sind derart große Guppen wohl nicht, aber sie funktionieren, und bei Einzeltieren oder Kleingruppen ist die Beschäftigung eben doch ein Problem - so sah das Fazit aus. Ich weiß aber auch nicht, ob Besucher von so großen Gruppen wie der der leipziger Schimpansen so viel haben - ich finde es jedenfalls interessanter, Tiergruppen zu beobachten, deren Individuenzahl so überschaubar ist, daß man die Einzeltiere wiedererkennen kann - meine subjektive Grenze war da bei den hamburger Orangs überschritten - wobei mir das Haus in Form, Gestalt und auch in Hinblick auf die Umgebung, in der es errichtet wurde, recht gut gefällt. Und meine ersten Menschenaffen habe ich als Kind in den kölner Vogelhauskäfigen gesehen, kostbare, wohl gehegte Einzelstücke (Bergorillas), denen solche gefährliche Tätigkeiten wie Klettern naturgemäß verwehrt bleiben mußten. Die frankfurter Gorillahaltung war da der erste Fortschritt, und das Haus in Stuttgart, daß ich mit 7 oder 8 Jahren erstmalig betreten habe, geradezu das Paradies. So zeitgebunden können Ansichten sein, und da allenthalben Elefantentempel emporwachsen, habe ich auch gewisse Bedenken, ob wir bei den Menschenaffen nicht doch irgendwann bei den drei osnabrücker Exemplaren in vier Arten ankommen werden.
(17.12.2006, 21:09)
Niedersachse:   Die Kleinere Gruppe, oder auch die Schimpansen Gruppe B umfasst zur Zeit 7 Tiere, 2,5. Darunter sind auch 4 "normale" Schimpansen. Bei denen kann ich mir nicht denken, dass sie in die Gruppe der Westafrikanischen Schimpansen integriert werden sollen.
(12.12.2006, 20:34)
Michael Mettler:   Was geschieht eigentlich mit den in separater Gruppe gehaltenen Jungschimpansen in Pongoland? Sollen die als zweite Gruppe auch in Zukunft zusammen bleiben, oder sollen sie (teilweise) in die große Horde integriert werden?
(12.12.2006, 18:41)
Jonny:   Mein Beitrag war ironisch gemeint. Natürlich befürworte ich nicht die Einzelhaltung von Menschenaffen und Herrn MettlerRecht, das in bezug auf Pongoland nicht alles Gold ist, was glänzt. Durch die oben offene Anlage für die Orangs z.B sind die wenigen Kletterköglichkeiten zentral in der Anlage gelegen, damit wird unglaublich viel Platz und Kletterangebote für den Baumbewohner Orang verschenkt. Wollte man etwa dem verwöhnten Besucherauge nicht noch eine oben geschlossene Anlage zumuten ? Die Besucher haben für solche Dinge mehr Verständnis , wenn es begründetw ird ( in diesem Fall durch die Orangs selbst, die die komplette Anlage hätten nutzen können ) als die Zoodirektoren annehmen.
(12.12.2006, 07:15)
Sabby:   Können riesige Aussenanlagen überflüssig sein? Ich denke, es kann nie groß genung sein.
@Jonny: Warum bist Du für die Einzelhaltung von Menschenaffen? Vor allem Schimpansen und Gorillas interessiert mich, da sie ja natürlicherweise in Gruppen leben.
(11.12.2006, 22:50)
Niedersachse:   Also zu meiner Äußerung bzgl der Schlafboxen. ich kann nicht hundertprozentig sagen, dass es schlafboxen waren. Jedenfalls ist Bimbo aus den nicht einsehbaren Käfigen, die ja absolut gebraucht werden, notwendig sind, entkommen und in die Pflegergänge gekommen.
(11.12.2006, 18:56)
Michael Mettler:   @Jonny: Bissig gekontert, aber es gab in Osnabrück ZWEI Orangs, und die sogar im selben Käfig. Für einen einzelgängerischen Menschenaffen grenzte das glatt an Massentierhaltung... :-)

Ironie aus - obwohl mich Menschenaffen nicht so sehr interessieren, habe ich mich letztens in Leipzig gefragt, warum nur die Bonobo-Innenanlage mit einer Gitterkuppel versehen wurde und nicht auch die Anlage der Orangs, die doch eigentlich viel stärker ans Leben in der Höhe angepasst sind. Und angesichts der Tatsache, dass hier im Forum schon mehrfach die mangelnden Klettermöglichkeiten für Schimpansen und Gorillas in Hannover kritisiert wurden, empfand ich die Innenanlage der Jungschimpansen im sehr viel neueren Pongoland nicht unbedingt besser ausgestattet.
(11.12.2006, 18:19)
Jonny:   Den kann ich mich nur anschließen. Ich finde es sehr schade, das es die alte Menschenaffenhaltung in Osnabrück nicht mehr gibt, im alten Haus : Ein Gorilla, ein Orang, ein Schimpanse. Keine Großgruppen, die an Pavianfelsen erinnern, und Schlafkäfige waren bedingt durch die Gruppengröße auch überflüssig.
(11.12.2006, 17:59)
IP66:   So schlimm finde ich Pongoland eigentlich nicht. Es ist das krefelder Modell, etwas größer, weniger geschickt arrangiert und weniger sorgsam bepflanzt. Mir gefällt, daß der Außenbau etwas hermacht, üebrflüssig finde ich die riesigen Außenanlagen. Das Haus wurde allerdings von den Leipzigern gepriesen, als erfände man die Menschenaffenhaltung ganz neu, eben weil man sie in großen Gruppen beieinander hält und sie nicht mehr nachts getrennt eingesperrt würde. Am Ende kocht man da wohl in Leipzig auch nur mit Wasser - wobei ich zugebe, daß ich die Menschenaffengroßgruppen nich so sehr mag, da sie mich immer an Pavianfelsen erinnern.
(11.12.2006, 17:49)
JT99:   @IP66:
Du sprichst so als hätte das Ponogland mehrere Schwachstellen. Ich finde es eigentlich sehr gelungen und das es auch da Schlafkäfige gibt halte ich eigentlich für "normal".
(10.12.2006, 20:11)
IP66:   Im ach so modernen, unschlagbar vorbildlichem und die Tiere niemals trennenden Pongoland gibt es noch Schlafkäfige wie im Frankfurt der Zwischenkriegszeit?!?! Die sind zwar noch da, werden aber nicht mehr benutzt.
(10.12.2006, 19:35)
Niedersachse:   In Leipzig im Pongoland konnte der Orang-Mann Bimbo aus seinem Schlafkäfig entkommen und Biss einem Pfleger in dem Oberschenkel
(03.12.2006, 15:22)
Chris:   In Schönbrunn gehen die Pfleger bei der Fütterung der Orangs immer noch in die Anlage zu den Tieren.In Wien entsteht derzeit eine neue Orang-Utan Anlage für die zwei Orangs Nonja und Wladimir.
In den ächsten Jahren soll in Schönbrunn eine größere Gruppe aufgebaut werden.

(22.08.2006, 17:17)
Michael Mettler:   @Hannes: Damit habe ich aus der Erinnerung heraus Taylor zitiert, ich weiß nicht, was er darunter verstand....
(16.08.2006, 14:46)
Hannes:   In Osnabrück sind vor Jahren mal einem Azubi die Orangsabgehaun aber nur im Pflegergang. Also war es garnicht so schlimm aber die Pflger sagten es war einfach ätzend weil die viecher Psychospielchen spielen und einen ständig versuchen hereinzulegen und noch mehr zu stressen. heißt mal so tun als ob es in den Käfig zurück geht und dann, ach ne doch nicht!
Michael, was meinst du mit Bluff?
(16.08.2006, 14:16)
Dortmunder:   Gab es nicht auch mal in einem deutschen Zoo (Duisburg oder so) mal einen Zwischenfall mit einem Orang-Mann ???
(16.08.2006, 08:16)
Michael Mettler:   Laut dem schon erwähnten Zootierarzt David Taylor soll im Ernstfall der Orang ein gefährlicherer Gegner sein als der Gorilla und der Schimpanse. Erstens wegen seiner enormen Kräfte beim Zugreifen, zweitens, weil er nicht auf Bluff hereinfällt und drittens, weil er sich nicht mal durch Ammoniakdämpfe abhalten lässt, die bei den anderen Arten recht wirkungsvoll als Abwehrwaffe sein sollen. Nur haben Orangs eine wesentliche höhere Reizschwelle als die anderen Arten.
(15.08.2006, 21:55)
Hannes:   In Münster gab es vor eröffnen der neuen Menschenaffnalagen auch interne Wetten wann der erste Affe abhaut und welche Affen einem lieber wären, Gorillas oder Schimpansen. Die Pfleger kamen zu dem Schluss Gorillas denn die Schlagen einen nur zusammen. es ist auch nur zu keinem ausbruch gekommen weil die zu kleinen wassergräben nachträglich mit e-zäunen gesichert wurden.
(15.08.2006, 21:42)
Michael Mettler:   Als ich früher noch beinahe wöchentlich im Zoo Hannover war, erkannte mich der noch immer dort lebende Schimpansen-Hordenchef Maxi sehr gut, obwohl ich keine Beziehung zu ihm hatte und mich aus mangelndem Interesse an Menschenaffen auch selten länger vor dem Gehege aufhielt (und ihn schon gar nicht wissentlich provozierte). Vielleicht hielt er mich irrtümlich für "ranghoch", weil ich einen Kopf größer war als die meisten Besucher und dadurch auf ihn wirkte wie "der Chef von der Horde da draußen". Warum auch immer, jedenfalls löste mein Erscheinen in der Regel einen Imponiertanz bei ihm aus. Da wäre ich ihm auch nicht gern ohne Absperrung zwischen uns begegnet, obwohl ich ihm nun wirklich nichts getan habe. Vielleicht wäre es mir in einem solchen Fall auch nicht besser ergangen als Nogge?
(15.08.2006, 21:38)
Hannes:   Da fällt mir ein das Schneeflöckchen mal ausm Gehege ausgebüxt ist aber an dem Tag war es im Zoo so voll das er umkehrte und sogar die zuvor geöffnete Tür wieder hintersich schloss
(15.08.2006, 21:22)
Michael Mettler:   Nachtrag: Direkter Kontakt mit potenziell gefährlichen Tieren ist doch immer von den beteiligten Individuen auf beiden Seiten abhängig. Wenn "es" zwischen Mensch und Tier stimmt, dann kann es Ausnahme-Beziehungen geben, und das muss ja nicht automatisch bedeuten, dass der selbe Pfleger sich das Gleiche auch bei den Artgenossen des bewussten Tieres erlauben darf.

Mir ist gerade die Geschichte vom Gorilla-Ausbruch in Hannover eingefallen, als der damalige Gorillamann Toni es geschafft hatte, den Graben seiner Anlage (heute Schimpansenanlage) zu überwinden und sich in Richtung Raubtierhaus bewegte. Der dortige Pfleger Kurt Wiedenbohm entdeckte den Gorilla und ging auf ihn zu, um ihn zum Umkehren zu bewegen - und so, wie ich Wiedenbohm kannte, hat er das mit Sicherheit ruhig, aber bestimmt gemacht. Trotzdem wurde er von dem wohl sehr nervösen Affen "angefallen", aber eben nur umgestoßen bzw. -getreten. Seinem vertrauten Pfleger hingegen folgte Toni - wenn auch langsam - ins Urwaldhaus und konnte über den Pflegergang in die Innenanlage gebracht werden, ohne dass Betäubung oder Einfangen nötig waren. Bleibt anzufügen, dass Wiedenbohm durchaus Erfahrung im direkten Kontakt mit gefährlichen Großtieren hatte - er war vor seiner Zoolaufbahn u.a. Tigerdompteur!
(15.08.2006, 21:19)
Michael Mettler:   In Kurzform: Schimpansenpaar bricht aus, Nogge macht gerade eine Führung und ist deswegen zufällig im Haus (muss im Pflegerbereich gewesen sein), Schimpansenmann (Petermann) erkennt Nogge als das "Zoo-Alphamännchen" und greift ihn an, Schimpanse wird erschossen, Zoodirektor landet im Krankenhaus und schwebt einige Tage in Lebensgefahr. Soweit die Version, die ich kenne. Bleibt hinzuzufügen, dass auch die gleichzeitig ausgebrochene Schimpansin nicht mit zooüblichen Mitteln (Betäubung usw.) zu fangen gewesen sein soll und ebenfalls erschossen wurde.
(15.08.2006, 20:28)
Hannes:   Kann mir Bitte einer die Geschichte um Nogge erzählen. Ob offiziel oder nicht ist mir egal.
(15.08.2006, 20:21)
Michael Mettler:   Ich kenne von dem Kölner Vorfall nur die offizielle Version und weiß nicht, ob die in irgendeiner Form "aufbereitet" wurde. In der Kölner Soap sah ich zufällig die Folge, in welcher einer der für Notfälle beauftragten "Schießberechtigten", der auch besagten Petermann erschossen hatte, schilderte, dass Nogge schlichtweg das Pech hatte, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und es genausogut möglich gewesen wäre, dass NICHTS passierte.

Und es braucht ja nicht einmal einen "Verhaltenskrüppel", um Menschenleben zu gefährden. Schließlich sind auch schon Pfleger durch "ganz normale" Hirsche, Warzenschweine, Flusspferde oder Niedere Affen schwer verletzt oder sogar getötet worden. Nur ließ sich die Petermann-Geschichte natürlich viel symbolträchtiger ausschlachten, nach dem Motto "Die Rache der geknechteten Kreatur" - erinnert ein bisschen an den "Glöckner von Notre Dame"..... Man muss ja nur mal nachzählen, wieviele Menschenaffen in den Zoos von Hand aufgezogen wurden und ihr Leben in ähnlichen Käfigen fristeten, OHNE für Menschen lebensgefährlich zu werden - und das bei "direct contact"!
(15.08.2006, 20:19)
Melitta-Mann:   Nach seinem "direktem Kontakt"mit den beiden Kölner "Verhaltenskrüppeln", wartet Dr. Nogge sehnsüchtig auf den ersten Kinofilm von"Unser Charly" Wurde ihm nicht sogar ein Gastauftritt angeboten ?
(15.08.2006, 19:45)
Hannes:   Wobei ich sehe noch heute in einigen Zoo-Dokus und Reportagen Pfleger, reporter oder andere Besucher bei Orangs. Gorillas und Schipansen (Insbesondere Männer) galten schon lange als gefährlich wenn man älterer Literatur glauben schenken darf (David Taylor) zum Beispiel. ich denke hier bestätigen Ausnahmen die Regel.
(15.08.2006, 17:01)
Dortmunder:   Ich kenne den direkten Kontakt auch noch von den damaligen Dortmunder Schimpansen, aber irgendwann scheint sich durchgesetzt zu haben, dass Menschenaffen generell doch sehr gefährlich sein könnten (wobei Gorillas wahrscheinlich noch die umgänglichsten sein müssten). Schimpansen- und Orang-Männer sind teilweise ja wohl gefährlicher als manche Raubkatze ! Gehe mal davon aus, dass da der damalige Zwischenfall in Köln zwischen Dr. Nogge und dem, eigentlichen handzahmen, "Petermann" eine wichtige Rolle gespielt hat !
(15.08.2006, 08:17)
ZooFanKarlsruhe:   Bis 1989 war direkter Kontakt des Pflegers zum Schimpansen ja noch üblich.Das konnte ich Bildern eines älteren Karlsruher Zooführers entnehmen. Wann begannen die ersten Zoos dies einzustellen und wodurch wurde das Umdenken ausgelöst ?

Wird der direkte Kontakt noch irgendwo durchgeführt ?
(15.08.2006, 00:35)

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