
| Konstantin Ruske: | Die Fischkatzenanlage in Decin schlägt sogar die in Rotterdam! (10.11.2006, 09:02) | ||
| Ingo Rossi: | Von der Grösse würde ich Dir auch zustimmen. Die Farbvarianten konnte ich aber letztes Jahr nicht entdecken. (09.11.2006, 21:12) | ||
| Michael Mettler: | Ich habe in den "Emmener Kanälen" immer nur (domestizierte) Wanderratten gesehen. Beim ersten Besuch ging ich noch "automatisch" davon aus, es müsse sich dann auch um Wildratten handeln, aber auf den mit Blitz gemachten Fotos entpuppten sich die Tiere dann nach ihrer Färbung eindeutig als Zuchtform (sog. Irische Ratten: schokoladenbraun mit weißen Füßen und weißer Schwanzspitze). Bei einem späteren Besuch sah ich solche zusammen mit wildfarbigen Artgenossen; und da Wild-Wanderratten nicht ganz ohne in der Haltung sein sollen (aggressiv und ausbruchsfreudig), würde ich davon ausgehen, dass es sich um wildfarbige Farbratten handelte. (09.11.2006, 20:59) | ||
| Ingo Rossi: | Waren da nicht auf der einen Seite Wander- und auf der anderen Hausratten? (09.11.2006, 20:38) | ||
| Michael Mettler: | War der ältere Rattenkanal nicht sogar so aufgebaut, dass sich auf beiden Seiten des Besucherweges Ratten befanden? Mein erster Besuch in Emmen ist wie gesagt über 20 Jahre her, und damals war mir der Rattenkanal nicht so wichtig. Mein zweiter Besuch war etwa 1986, da war er meiner Erinnerung nach geschlossen. Meine Artenlisten geben mir dafür keinen Anhaltspunkt, da ich nur Wildsäuger aufschreibe und ich die Anlagen immer nur mit dunkelbraunen Farbratten besetzt sah. (09.11.2006, 19:01) | ||
| Matthias: | Deine Erinnerung truegt dich nicht, Michael. Es gab vor dem jetzigen Rattenkanal einen ersten an anderer Stelle. (09.11.2006, 18:18) | ||
| Carsten: | @Ulli: Im September existierte der Rattenkanal in Emmen noch. @Michael: Die Anlage, welche ich gesehen habe, entspricht Deiner Beschreibung der großen Anlage, erst ein Stück Kanalisation nachgebildet, mit Sichtscheiben bis zum Boden, Gullis in der Decke mit Autogeräuschen etc. und daran anschließend verschiedene Kellerräume nachgebildet, wo glaub ich auch Mäuse neben den Ratten gehalten wurden. Die ganze Anlage hat eine Länge von ca. 30 - 40 Meter (kann ich schlecht schätzen) und befindet sich im Bereich des Bauernhofes. (09.11.2006, 17:59) | ||
| Michael Mettler: | Stichwort Rattenkanal in Emmen: Ich war nun auch nur alle Jubeljahre mal dort, würde aber behaupten, dass es seit Mitte der 80er an unterschiedlichen Stellen mindestens zwei verschiedene "Kanalanlagen" für die Ratten dort gegeben hat. Wenigstens meine ich mich an eine anfänglich recht große, eventuell sogar mit Sichtscheiben bis zum Boden, und eine sehr viel kleinere, terrarienähnliche aus jüngerer Zeit zu erinnern. Trügt mich die Erinnerung? Als Nacktmullanlage kenne ich von dort ein System aus Glasröhren und -zylindern, das mich eher an eine Raumstation oder eine Versuchsanlage aus dem Chemieunterricht erinnerte als an eine Tierunterkunft. Aber vielleicht bin ich auch damit nicht auf neuestem Stand? (09.11.2006, 17:41) | ||
| Ulli: | Ich habe als Themenhaus noch das Etoschahaus in Basel vergessen. (09.11.2006, 13:42) | ||
| Ulli: | Reizvolle Ideen: - Die Nacktmullanlage in Emmen sowie - der Rattenkanal in Emmen ( noch existent ?) - thematisch der unterirdische Zoo in Dresden - ab 2008 die "unter.Welten" in Osnabrück sowohl der Museumsbereich als auch der zukünftige Zoobereich - die Marderanlagen im Otterzentrum Hankensbüttel (speziell die Hermeline in ihrem Tunnelsystem) - für Kleinkatzen ist für mich immer noch die Fischkatzenanlage in Rotterdam Maß aller Kleinkatzen-Dinge - (09.11.2006, 13:39) | ||
| Michael Mettler: | Vor allem halte ich es für wichtig, dass die Käfige/Terrarien/Anlagen nicht alle nach dem selben Schema F eingerichtet sind. Bei der erwähnten Nagerschau in Hannover legten wir anfangs sehr viel Wert drauf, dass vor allem die zehn gleich großen Terrarien mit den kleinen Arten sehr unterschiedlich dekoriert waren - selbst das verwendete Steinmaterial war möglichst von Becken zu Becken anders. Von diesem Konzept blieb eine Weile nach meinem Ausstieg nicht mehr viel übrig - irgendwann sah der Besucher dann nur noch zehn identische Heuhaufen, aus denen Zweige heraus ragten. Und so sieht auch in manch anderem Zoo die "Präsentation" von Kleinnagern aus. Da gibt es wirklich attraktivere Möglichkeiten. (20.10.2006, 18:58) | ||
| Thomas W.: | Im Chicago Zoo existiert auchnoch so ein Kleinsäugerhaus. Es ist auch mit reptilien besetzt. Allgemein war es für die Besucher leider nicht so interessant, da viele Tiere (Loris, Igeltanreks, Riesen-Ratte) nicht zu sehen waren, bzw man etwas warten musste. Das Kugelgürteltier beim sandbaden war natürlich trotzdem beliebt, da die Leute dachten, es könnte sich nicht wieder umdrehen.... Ich denke, Kleinsäugerhäuser sind besonders stark auf gute Präsentationsformen angewiesen. (20.10.2006, 17:51) | ||
| Zoosammler: | Auch die Wilhelma hat ja noch ihr Kleinsäugerabteil mit verschiedenen interessanten Tierarten. (20.10.2006, 12:22) | ||
| Konstantin Ruske: | Die Zukunft von Kleinsäuger häusern hat meiner meinung nach in Tschechien schon begonnen, wo in Pilsen und Prag hervorragende Bauten mit fantastischem Besatz ( für heutige Verhältnisse) enstanden respepektive renoviert wurden. In der nächsten Takin- Ausgabe ( dezember) erscheint daher auch ein Artikel über das Prager Kleinsäugerhaus. Und auch der Tiergarten Bernburg hat ein bemerkenswertes KLeinsäugerhaus, das im Gesamtportrait dieses Gartens in der selben Ausgabe kurz vorgestellt wird. (20.10.2006, 11:36) | ||
| Michael Mettler: | Aus eigener Erfahrung: Ende der 80er fragte mich der Zoo Hannover, ob ich nicht einen Teil meines damals sehr reichhaltigen Nagerbestandes für drei Wintermonate im dortigen Raubtierhaus präsentieren wolle. Es entstand daraufhin eine provisorische Ausstellung mit 13 (später 14) Terrarien mit heimischen und exotischen Nagern von der Zwergmaus bis zur Rohrratte, teils aus meinem Bestand, teils vom Zoo beschafft, die sich gegenüber den Innenkäfigen für Jaguare und Leoparden befand. Mit dem Ergebnis, dass sich die Besucher in dichten Trauben vor Maus & Co. drängelten und aus der "Winterschau" eine mehrjährige Einrichtung wurde. Waren die Katzen im Haus, fanden die Mäuse trotzdem mehr Zuschauerinteresse - außer, wenn Jaguar & Co. gerade beim Fressen waren. Leider ließ das Pflegerische in der Anlage später sehr nach, weshalb ich schließlich auch meine eigenen Tiere wieder abzog - aber das ist eine andere Geschichte. Fakt ist: Mit Kleinsäugern lassen sich Menschen durchaus begeistern, man muss a) nur wollen und b) sie eben NICHT nur als Lückenfüller einbauen, sondern auf interessante Weise präsentieren. Was natürlich bei tagaktiven Arten sehr viel leichter ist als bei nachtaktiven. (20.10.2006, 10:52) | ||
| Sacha Beuth: | @Michael Mettler: Volle Zustimmung. Uebrigens gibt es in der Schweiz in Kerzers das Papillorama/Nocturama, in dem in einer der grossen Hallen ausschliesslich Nachttiere Süd- und Mittelamerikas (und teilweise freilaufend) gezeigt werden (Greifstachler, Wickelbär aber natürlich auch Zweifingerfaultier und Gürteltiere). Denke auch, dass Kleinsäuger leider in der Besuchergunst nicht weit oben stehen. Aber selbst wenn sie in zukünftigen Geokonzepten nur Lückenbüsser wären, dann ist das immer noch besser, als wenn man sie gar nicht zeigt. Ausserdem sehe ich hier auch eine Chance. In Kombination mit Vögel und/oder Reptilien können Zoos von geringerer Grösse mit Kleinsäugern auch Lebensraumausschnitte zeigen, ohne dass das halbe Gelände gleich für eine "Afrikasavanne" mit Zebras, Giraffen und Straussen draufgeht. (20.10.2006, 10:26) | ||
| Ingo Rossi: | Das fällt mir auch in den Event-Zoos (nicht abwerten gemeint) auch auf.Oftmals kommen gerade da die kleineren Arten zu kurz. Gerade in Beekse Bergen gewesen, sah ich dort doch fast nur Gross-Säuger. Daher recht wenige Arten, aber ich hatte nicht das Gefühl, das die Besucher etwas vermissten... (20.10.2006, 10:10) | ||
| Michael Mettler: | Wenn die Frage auch so gemeint ist, wie ZUKÜNFTIGE Kleinsäugerhäuser aussehen sollten, dass muss man wohl wenigstens für die hiesigen Zoos davon ausgehen, dass diese "Branche" in den sich ausbreitenden Geokonzepten wenig Platz erhalten wird - da dienen die Anlagen für Kleinsäuger doch eher als Lückenfüller und Auflockerungen oder sind Bestandteil von Tropenhallen. Schade drum, mit der Kleinsäugerfauna ließen sich auch Geo-Gebäude oder sogar Geo-Nachttierhäuser abwechslungsreich besetzen. Schließlich hat auch z.B. Südamerika wesentlich mehr zu bieten als das allgegenwärtige Krallenäffchen-Aguti-Faultier-Gürteltier-Quartett. (20.10.2006, 09:59) | ||
| Ingo Rossi: | In der Artis steht noch das "Kleine Zoogdierenhuis", 1977 eröffnet. Dort gibt es noch eine bunte Mischung von kleineren Säugetieren und Vögeln. (20.10.2006, 09:04) | ||
| IP66: | In manchem Diskussionsbeitrag kam das frankfurter Grzimek-Haus recht gut weg. Außerdem wurde immer wieder nach diversen Kleinsäugerarten gesucht oder deren Verschwinden bedauert. Deshalb stellt sich die Frage, wie es in Zukunft mit der Kleinsäugerhaltung aussieht: Das frankfurter Haus ist, so weit ich es übersehe, der letzte Bau seiner Art gewesen. Dagegen gab es im 19. Jahrhundert eine ganze Reihe vergleichbarer Bauten, Berlin, Frankfurt und Amsterdam fallen mir ein. Frankfurt hatte ganz bewußt einen Jugendstilbau errichtet und sich von seiner exotisierend geprägten Tradition getrennt. Gibt es neue Bauten, die ich übersehen habe, und wie sollten dergleichen Bauten heute aussehen? (19.10.2006, 20:10) |
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