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Die Rückkehr der Eisengitter?



2 Dee:   jetzt trifte ich zwar etwas vom Thema ab, aber egal:
@ Sitara: gerade der Respekt vor den Tieren ist wichtig. Es gibt viel zu viele unwissende Menschen, die der Meinung sind, hinter den Gittern/ Scheiben .... verbergen sich Schmusetiere. Ich stand letztens vor dem Elefantengehege und da meinte eine Person zu der Bemerkung einer anderen "na klar geh ich da rein, da hab ich kein Problem mit..." über meinen ensetzten Blick haben sie sich nur amüsiert!

(30.10.2006, 16:07)
Jennifer Weilguni:   @Sitara
Na, wie ich schon sagte smile Geduld und Ausdauer zahlen sich eben aus, wobei zu schönen Tierfotos dann auch noch Glück und KnowHow dazukommen.
(29.10.2006, 11:46)
Sitara:   @ Jennifer Weilguni: Da hast du Recht, aber in diesem Sommer hat es dort mit dem Füttern etwas nachgelassen. Da ich meist mehrere Stunden vor der Anlage verbringe, konnte ich beobachten, dass die Busfahrer mit dem "Tonga-ins-Maul-Wurf" aufgehört und auch kein Obst oder Gemüse an die Kühe verfüttert haben. Es wurden die Besucher auch in meiner Gegenwart ausdrücklich gebeten, wegen des Bullkalbs nichts zu füttern. Interessanterweise merken diese intelligenten Tiere bald, dass nichts zu holen ist und beschäftigen sich dann mehr miteinander. Besonders schön war zu beobachten, wie fürsorglich ganz besonders Mouse mit dem Kalb umging und wie gern er sich bei der Tante aufhielt. Ich hatte kein Problem, eine ganze Fotoserie davon zu machen...;-)
(28.10.2006, 19:28)
Jennifer Weilguni:   @Sitara
Stimmt, durch die Stangen in Hodenhagen habe ich eine der Kühe fotografiert, indem ich einfach zwischendurch gezoomt habe. Klappt allerdings nur, wenn der Elefant weit genug hinter dem Gitter steht, meistens strecken sie ja alle bettelnderweise ihre Rüssel durch das Gitter. Also... viel Glück und Geduld an alle Elefantenfotografen in Hodenhagen *daumendrück*
(28.10.2006, 17:27)
Sitara:   Wenn wir schon mal bei den Elefanten sind - auch wenn es einige hier stört, es ist nunmal ein viel diskutiertes Thema - ,kommt mir im Moment auch in Hodenhagen die mit starken Metallstangen zu den Besuchern hin gesicherte Elefanten-Außenanlage in den Sinn. Mit ein wenig Geschick können allerdings dort auch die Fotografen den Bildausschnitt so wählen, dass man "ganze Elefanten" auf ein Foto bekommt. Im Gegensatz zu 2 Dee finde ich die Draufsicht, den Blick von oben, wie z. B. in Münster von der einen Seite oder in Halle sehr gut, weil man dadurch einen bestimmten Eindruck von den tatsächlichen Größenverhältnissen bekommt und meist auch einen weiteren Einblick hat (Stadion-Effekt). Übrigens, die Besucher brauchen meiner Meinung nach gar nicht so viel "Respekt" vor diesen Tieren aufbauen, wichtig, dass diejenigen, die mit ihnen tag-täglich arbeiten, einen solchen haben!;-) Der entscheidende Faktor ist für mich nicht Elefanten mit oder ohne Gitter, Metallvorrichtungen etc. zu sehen, sondern das Dahinter: großzügige Anlagen, die gut und "elefantengerecht" strukturiert sein sollten!

@ Sacha Beuth: Hagenbeck hat zwei Tigergehege. Die allen bekannte Freianlage, sowie seitlich im Anschluß daran ein vergittertes, an einer Seite mit einer großen Sichtscheibe versehenes kleineres Gehege für den Aufenthalt von Mutter/Juntieren nach der Geburt sowie zwecks Trennung der adulten Tiere, wenn keine Zucht gewünscht ist, wobei hier wöchentlich gewechselt wird.
(27.10.2006, 13:14)
2 Dee:   Da ich mich vorwiegend bei den Elefanten in Leipzig aufhalte, höre ich blos immer mein eigene Kritik. Sost kommt immer die Bemerkung: "die haben es aber schön hier. das haben sie echt klasse gemacht" und in Halle (Scheiben)wie nah man da ran kommt". Durch die bessere, naturnahere Gestaltung der neuen Gehege (zumindest was ich kenne) ist vielen Besuchern die Absperrung wohl relativ egal - solange sie nicht fotografieren wollen und etwas sehen.
Ein Nachteil haben diese neuen Anlage allerdings auch noch, wenn es Gräben sind: als Besucher hinter einer Menschenmasse zu stehen ist deprimierend, da die Tiere meist unter einem sind. Auch geht das imposante und respekteinflößende eines Tieres verloren, da man auf sie "von oben herab" schaut. Wieder mein geliebtes Beispiel: Elefanten wirken richtig gehend klein und beherrschbar. Als sie auf Podesten standen hatte der Besucher Respekt und man hat immer ein staundendes "booaaah" gehört. (Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, ich würde die alte Haltung auf Podesten und viel zu kleinen Flächen bevorzugen! Jedoch hätte man evtl. den Höhenunterschied mit einbauen können, dass der Besucher immer noch den Respekt behält.)

(27.10.2006, 11:28)
Sacha Beuth:   @Sven P. Peter: Die Tiger bei Hagenbeck leben hinter Gittern? Ich habe sie noch vor ca. drei Jahren auf einer Freianlage mit Graben gesehen. Ist hier vielleicht eine Zweitanlage gemeint oder wurde inzwischen umgebaut?
(27.10.2006, 10:08)
Jennifer Weilguni:   Ich finde in Walsrode passen die Gitter wirlich gut zum "mittelalterlichem Flair" und auch die Leopardenanalge in Hannover finde ich gelungen, weil ja auch immerhin als Themenwelt eine kleine Geschichte dazugehört, die diese Gitter ebenfalls wieder passend macht ( oder wie war das mit den Bauarbeitern, die Sack und Pack stehen liessen um vor den Leoparden zu fliehen?) Bei manchen neuen/neueren Elefantenanlagen empfinde ich die Gitter zwar schon ein bisschen störend, vor allem wenn es ums Fotografieren geht, allerdings sehe ich diese Form der Gehegeeingrenzung immer noch lieber, als die alten Trockengräben. Aber als "Knastgitter" sehe ich derlei bauliche Maßnahmen nicht an, es ist wirklich ein himmelweriter Unterschied, ob nun ein weitläufiges Gehege von Gittern umrahmt ist oder Tiere in engen, dunklen Käfigen ( kann mich da noch an die alten Tigerverschläge der Wilhelma erinnern) gehalten werden. Aber am allerliebsten sehe ich Tiere natürlich völlig gitter- und glasfrei und wo immer dies machbar und für Tiere, Zoopersonal und Besucher vertretbar ist, freue ich mich über einen freien Blick auf die Tiere.
(27.10.2006, 07:56)
Oliver Jahn:   Die Anlage in Walsrode kenne ich noch nicht, aber vor den beiden anderen (Hannover und Leipzig) habe ich bei meinen zahlreichen Besuchen darüber noch NIE Kritik gehört. Im Gegenteil, gerade in Hannover stehen die Besucher mit Faszination bei den Leoparden und staunen, dass die Gitter nur mit einer Kette zusammengehalten werden.
(26.10.2006, 23:20)
Michael Mettler:   Ich betrachte das auch nicht als Rückschritt. Interessant übrigens, dass bei den Hagenbeck-Beispielen gar nicht an erster Stelle die Wapiti-Anlage genannt wurde - mit dicker Vollvergitterung. Aber das sind ja auch nur Hirsche, da kennt man sowas auch aus anderen Zoos :-)

Meine Ursprungsfrage hat aber noch niemand beantwortet: Hat jemand in letzter Zeit vor solchen Gehegen mal Besucherkritik über die Vergitterung gehört?
(26.10.2006, 22:33)
Ingo Rossi:   Rostige Eisengitter sperren eine Gehege genau so ab wie neuzeitige straff gespannte Drahtseile. Doch ist es in meine Augen etwas anderes, hinter rostigen, schweren Eisenstangen Tiere zu halten oder hinter deutlich leichteren Zäunen.
Sind viele neue Anlagen nicht auch genau andersrum gestaltet? Der Besucher steht in einer Grotte und schaut auf das Tier in scheinbarer Freiheit. Wie in Zoom bei den Bären, oder auch in Leipzig, wo ich aus dem ehemaligen Hirschhaus auf die Tiger sehe, deren Einzäunung ich kaum wahr nehmen kann.
Im Gegensatz zu früher ist es doch heute eher der gelenkte Blick auf die Welt/Gehege mit den Tier als Bestandteil. Grosse Ähnlichkeit mit den englischen Landschaftsgärten? Ja, bestimmt. Aber warum auch nicht. Rückgriffe müssen ja nicht unbedingt Rückschritte sein.

(26.10.2006, 19:52)
Sven P. Peter:   Hagenbeck hat wesentlich mehr Gitteranlagen, da das besser für die Tierhaltung is an den stellen.

Z.B. Leopard, Tiger, Vogelhaus, etc
(26.10.2006, 18:55)
Matthias:   Wobei man ja nun bei Aras wohl kaum von schweren Eisengittern sprechen kann.
(26.10.2006, 17:09)
Walter Koch:   Hagenbeck hat 2, den Tieren zum Wohle,
angepaßte, Gitteranlagen: Für Aras und
Mandrills. Mit der These vom Gitter-
freien Zoo haben sich die Verantwort-
lichen zum Nachteil der Tiere selbst
ins Knie geschossen. Außer den kleine-
ren Gehegen kostete es auch oft noch
viel mehr.

(26.10.2006, 16:14)
Michael Mettler:   @Sven P. Peter: Aus welchem Material das Gitter in der Leipziger Grotte ist, kann ich nicht sagen (man kann nicht direkt heran treten), aber der optische Eindruck ist eben der von dicken Gitterstangen - und um den optischen Eindruck geht es mir ja gerade.

Wenn ich mir die alten Fotos in Zoochroniken ansehe, dann stelle ich schon eine gewisse Renaissance fest - Ruinen, Holzhäuser, Krals usw., alles schon mal da gewesen. Und im optischen Eindruck der historischen Absperrungen bei Elefanten sehe ich zu einigen heutigen Innen- und Außenanlagen keinen nennenswerten Unterschied - ob die Querstreben nun aus "modernen" straff gespannten Drahtseilen (siehe Osnabrück)oder Schaukelseilen einerseits oder Eisenstangen andererseits bestehen, macht für das Auge (und somit den Eindruck) wenig Unterschied. Wobei das moderne verzinkte oder Edelstahl-Material durch Reflexion bei Sonneneinfall den Blick sogar mehr behindert als das schwarze oder rostige Eisengitter alter Zoozeiten. Aber glänzendes Metall ist eben nicht nur korrosionssicherer, sondern auch "in".

Ebenso wie Glas, da stimme ich Zoosammler und 2 Dee voll und ganz zu, das ist sogar "mega-in". Manche Zooanlagen erinnern ja heute geradezu an eine Leistungsschau der Glasindustrie - das Wort "Glasmenagerie" bekommt gerade eine ganz neue Bedeutung.
(26.10.2006, 14:01)
2 Dee:   Bei dem Besuch in Leipzig ist dir bestimmt auch das Elefantenhaus aufgefallen - und da drinnen stört mich als gerne Fotografierender nicht die Gitterstäbe sonder die Seile zur Abgrenzung! Der Gesamteindruck nimmt dadurch wenig Schaden jedoch der Blick auf die Elefanten ist leicht verhindert.
Eine weitere Absperrmöglichkeit, die mich v.a. wegen der Reflektion stört, sind die Scheiben. In Halle sind sie leicht schräg angebracht, dass man immer wieder den Boden oder Gehege und Einrichtungen im Haus an der Scheibe sieht. Nicht nur fürs fotografieren lästig (auch wenn es schön ist, die Tiere so nah zu haben).
Es gibt für alles ein Für und Wider und an diesem Thema wird es wohl deutlich!
(26.10.2006, 12:34)
Zoosammler:   Ein Zeitgeist hin zu Gräben und vor allem Glas ist nicht zu leugnen, aber jede Regel hat Ausnahmen. Es ist doch völlig normal, dass auch andere "Absperrungselemente" hier und da weiterhin/wieder Verwendung finden, aber meist jeweils nur als kleine Teile der Gesamteinblicksituation in ein Gehege. Außerdam sollte man mal einen Blick auf deren Zahl werfen - Gitter in neuen Anlagen sind doch recht spärlich gesäht.
Von daher ist es m.M. nach nicht besonders angebracht, zu fragen, ob die Besuchergeneration, die Gitter ablehne, nicht mehr existiere - es gibt schlichtweg keine so große Gitterverbreitung, dass man hierzu ein Urteil fällen könnte.
Ich finde es übertrieben, Gitter als neuen Trend darzustellen, Glas, Kunstfels, Holzzaun und Graben sind eindeutig im Moment "in" - ob sich da eine Gitterregression entwickelt, das bleibt erst noch abzuwarten.
(26.10.2006, 11:44)
Sacha Beuth:   @Obi Wan Kenobi also known as Michael Mettler: Ich glaube es war und ist der Gesamteindruck, also die Kombi von DICKEN Gittern und kahlen, zellenähnlichen Räumen, die die allgemeine Kritik ausgelöst hat. Ein geschickter Architekt kann ein Gitter auch "verschwinden" lassen. Zudem bestehen viele neue "Gitter-Anlagen" ja NICHT NUR aus Gitter (z.B. die von Dir erwähnte Lippenbäranlage in Leipzig ist auch über einen Graben und eine - noch immer kaputte? - Glasscheibe einsehbar.) Der "Verlies"-Eindruck in Walsrode bei den Kolkraben und Uhus ist meines Wissens Absicht. Es soll ein Gefühl des finsteren Mittelalters vermittelt werden. Trotzdem kann ich damit nicht viel anfangen. Ueber die Elefantenbullenanlage in München habe ich den Kopf geschüttelt. Hätte es da wirklich keine andere Lösung gegeben?
(26.10.2006, 10:23)
Sven P. Peter:   Erstmal muss ich auch sagen, dass ich beim Titel an Starwars denken musste^^

Als ich das letzte mal in Leipzig war (2004) waren in der Lippenbäreneinsicht noch stark gespannte Drähte, genau wie bei den Schneeleoparden in Zürch. Wurde da was verändert oder habe ich nicht ordentlich geschaut?
Generell finde ich Gitter sehr positiv für die Tiere aber es müssen nicht immer solche Eisenstangen sein wie früher. Lieber schicke Gitter wie an der Tigeranlage in hannover, die ja eher Gittertore sind.
(26.10.2006, 10:09)
Michael Mettler:   Erst bei meinem zweiten Besuch in Leipzig fiel mir auf, dass der Ausblick aus der Lippenbären-Grotte in die Anlagen doch ein wenig an alte Bärenburgen erinnert. Natürlich nicht wegen des Geheges an sich, aber wegen der Gestaltung des Einblickes: "Steinerne" Bögen (heute aus Kunstfels und nicht mehr aus Mauersteinen) und dicke, senkrechte Gitterstangen.

Einen ähnlichen Aha-Effekt hatte ich kürzlich angesichts der neuen UHU-Burg in Walsrode, in der die Fenster der Kolkraben- und der Uhuvoliere ebenfalls mit solchen Gitterstangen vergittert sind.

Kämen als drittes Beispiel die Gitterelemente der hannoverschen Tiger- und Leopardenanlage - ebenfalls optisch massiv und nicht etwa auf möglichst ungehinderte Durchsicht ausgerichtet.

Schließlich wären dazu auch noch die massiven Absperrungen neuerer Elefantenanlagen zu nennen, bei denen man auch nicht mehr von einer "Freisichtanlage" sprechen könnte - ich denke da z.B. an den Elefantenpark in Osnabrück und die Bullenanlage in München.

Was mich dazu bewogen hat, dieses Thema aufzuwerfen: Ich kann mich nicht erinnern, in einem genannten Zoos deswegen negative Reaktionen des Publikums gehört zu haben. Wir hatten ja schon zum Thema, dass Gitter für die Tiere positiv sein können(Klettermöglichkeit, ungefilterte Umwelteindrücke, mehr Gehegefläche wegen Wegfalls Platz raubender Gräben usw.), allerdings auch für einige eine Unfallquelle darstellen (Huftiere). Ist die Besuchergeneration, die dicke Gitter mit Gefängnis gleichsetzte, ausgestorben? Oder bezog sich die damalige Kritik womöglich weniger auf die Absperrung als eher auf die häufig nackten, zellenähnlichen Räume dahinter? Wie sind nach euren Erfahrungen die Meinungen des Zoopublikums zu Anlagen bzw. Absperrungen wie den genannten?

Übrigens: Dass der Titel des Threads eine gewisse Ähnlichkeit zu "Star Wars" hat, fiel mir erst auf, als ich ihn längst geschrieben hatte (schmunzel).
(26.10.2006, 09:57)

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