
| Walter Hagmann: | Vierhornziegen werden bei uns in Österreich schon sehr lange gezüchtet. Prinz Eugen hatte welche im Tiergarten Schönbrunn. Jetzt sind sie vom Aussterben bedroht. Es gibt nur mehr ganz wenige Tiere und viele sind mit anderen Rassen gekreuzt worden, weil es vielerorts keine nicht verwandten Tiere mehr gibt. Sie sind verstreut auf ganz Österreich, Deutschland, Frankreich und Spanien. Ich bin gerade dabei, eine kleine Zuchtgruppe aufzubauen, um sie vielleicht doch vor dem Aussterben retten zu können. www.vierhornziege.at (12.03.2009, 15:15) | ||
| IP66: | Hamm wird vermutlich gerade aufgrund der Art seiner Gehege und Struktur als Kleinzoo beurteilt, obgleich die Artenzahl Kronberg, die Huftierzahl sogar Frankfurt übertrifft. Es fehlen allerdings auch spektakuläre Dickhäuter und Robben, insofern fühlt sich der Normalbesucher vielleicht unterversorgt. Generell ist der Park einen Besuch aber sicher wert. (19.10.2007, 11:00) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Es ist doch erstaunlich, wie unterschiedlich man Zoos beurteilen kann. Mein Eindruck vom Tierpark Hamm ist fast diametral entgegengesetzt zu demjenigen von Hannes (siehe unten). Ich sehe im Tierpark Hamm nur sehr wenige Schwachstellen. Akuten Handlungsbedarf sähe ich lediglich im ehemaligen Raubtier- und heutigen Affenhaus, obwohl dieses anscheinend gerade erst aufpoliert worden ist. Ansonsten würde ich nur noch die Ibisvoliere und die Kamelanlage als zu klein ansehen. Alle weiteren erscheinen mir geräumig genug, wenn sie sich auch fast durch die Bank weg an der Grenze bewegen. Der Schlamm im Elen-Gehege, die Individuenarmut der Flamingogruppe und das vollgekotete Nutria-Becken sind natürlich auch noch indiskutabel. ABER: Die Gehege sind ungemein geschickt strukturiert, geradezu lehrbuchhaft. Die Art und Weise, wie hier in fünf Volieren die Papageien präsentiert werden, ist für mich Weltklasse. Das gleiche gilt für die von Hannes gescholtene Emu-Anlage. Man hat auch einen sehr guten Blick auf die Nachtreiher. Was an der Löwenanlage nicht in Ordnung sein soll, wüßte ich nicht. Und inwiefern ist die Känguruhanlage riesig? Vor allem ist die Anlage der Rotgesichtsmakaken für mich kein Verließ, sondern äußerst gelungen. Ihnen gegeüber lebten zwei Ziegen in einem kleinen, und doch ungeheuer genialen Gehege. Auch wirkte der Tierbestand insgesamt (und gerade auch die Dybowskis) auffallend ausgeglichen und gar nicht hibbelig. Die Wegeführung ist der reinste Wahnsinn. Es wundert mich, daß man zu der Zeit, als dieser Tierpark angelegt wurde, so verschnörkelt gedacht hat. Sonst kenne ich bei älteren Einrichtungen eher die schnurgeraden Wege. Dennoch kann man in Hamm ohne Plan einfach losgehen, und verpaßt dabei praktisch nichts (ich hatte beim ersten Rundgang lediglich eine Anlage übersehen). Von welchem Zoo kann man das schon behaupten? Zusätzlich gibt es noch ein Museum mit sehr vielen Präparaten von einheimischen Tieren – allein dieses wäre schon einen Besuch wert. Mir ist nicht klar, weshalb die Einrichtung bei der Bevölkerung keinen allzu guten Anklang findet. Der Bestand ist eigentlich sehr attraktiv. Vielleicht liegt es daran, daß wohl seit langer Zeit nichts Neues mehr gebaut worden ist. Fehlende populäre Tiergruppen wären eventuell Großbären, Robben, Pinguine und Wildschweine. Auch von den modernen Kleinsäugern hat man nur wenige (nur Nasenbären und Stachelschweine, aber keine Kattas, Kleinen Pandas, Erdmännchen, Waschbären oder Zwergotter), was bei mir persönlich natürlich auf Wohlgefallen stößt. Um die laufenden Kosten des verschuldeten Parks zu senken, könnte man z.B. einige der 13 Primatenarten abgeben, die ja täglich eine Unmenge an Obst vertilgen bzw. in den Gehegen verteilen. Spezialisierung ist ja nicht schlecht, aber nur bei guten Haltungsbedingungen, und die sind für die vier Arten im scheußlichen Affenhaus nicht gegeben. Das Füttern der Affen ist übrigens nicht mehr erlaubt. Trotzdem nehmen die Tiere gerne Kontakt mit den Besuchern auf. Ich habe mich zum Beispiel nett mit einer ungeahnt hübschen Mandrilldame „unterhalten“, die sich dann anscheinend sogar mit mir paaren wollte. Ein Kapuzineräffchen saß mit einer Karotte am Gitter, da hielt ich einfach mal meine Hand auf, um zu sehen, was passiert. Das Äffchen versuchte mir tatsächlich die Karotte in die Hand zu werfen, verfehlte jedoch. Man kann die Tiere hier also wirklich sehr intensiv erleben. Ich wiederhole mich ungern. Solche Altlasten, wie man sie noch in manchem Großzoo sieht (z.B. in der Wilhelma), findet man in Hamm fast nicht. Und ich verstehe auch nicht ganz, warum Hamm trotz der Primatenpalette, trotz dreier Großkatzen plus Puma, trotz vier Antilopenarten hier immer als „kleinerer Park“ bezeichnet wird. Und was ich auch nicht verstehe: Warum ist im Damhirschgehege ein Einbahnstraßenschild angebracht? (18.10.2007, 23:10) | ||
| IP66: | Wäre es nicht sinnvoll, diese Impressionen auf die entsprechenden Zoo-Threads zu verteilen? Die Autoren geben sich viel Mühe, aber es wird schwer, in ein paar Monaten diese Berichte über Hamm oder Krefeld zu finden - obgleich sie doch für alle von Interesse wären. (08.01.2007, 19:07) | ||
| Dirk K: | Zoo Krefeld: Der Eintritt für Erwachsene beträgt 7, Kinder und Schülder zahlen 3. Ich als Mitglied des Zoovereins kam für 1,50 rein:-P. Ein paar Meter hinter dem Eingang findet man die Kamelanlage welche durch einen niedrigen Graben begrenzt wird. Z.Z. leben hier 1,2 Trampeltiere. Wenn man sich rechts hält kommt man zu den den Anlagen für Shetlandponys (1,3) und Zwergesel (1,2). Im großen Stall befindet sich auch das Winterquatier für die Pelikane. In einer angeschlossenen, nicht für die Besucher direkt einsehbaren Voliere sind die Goliath-Reiher untergebracht. Danach kommt man zu einem winzigen Natursteinfelsen für eine Familiengruppe Mantelpaviane. Alle Männchen sind sterelisiert oder kastriert, da man die Gruppe auslaufen lassen will. Nebenan sind die Stachelschweine untergebracht welche sich jedoch nicht zeigten. Vorbei an Anlagen für Alpakas (1,3, letztens kamen zwei Stuten aus Köln) und Zwergziegen kommt man zu den Pools für Humboldpinguine und Seelöwen. Die Anlage der Pinguine ist recht klein aber schön bewachsen und beherbergt eine kleine Gruppe. Da ein Männchenüberschuss herrschte kamen letztens zwei Weibchen aus Landau um möglicherweise mal wieder Nachwuchs zu haben. Die Seelöwen (1,2) sind in einem kleinen Becken untergebracht in dem sie allerdings regelmäßig züchten. Ein nicht einsehbarer Absperrbereich ist außerdem vorhanden. Dann gehts ins Regenwaldhaus. Vorbei an einem Becken für Fische und Rochen und ein paar Terrarien sowie der Höhle für die Blumenfledermäuse (welche wieder etwas zahlreicher sind) kommt man zu den Blattschneiderameisen. Der von ihnen bewohnte Pilz ist in einem großen Kasten untergebracht und hat wohl schon eine beträchtliche Größe erreicht. Recht neu sind zwei Terrarien für Gartenboas und Pfeilgiftfrösche. Danach kommt die Voliere für grüne Anakondas. Allerdings ist hier z.Z. ein verstoßenes Kaimanweibchen untergebracht. Im Tamduagehege ist nur ein Tier sowie Terrekay-Schilkröten. Unter dem Steg ist ein kleiner See der unter anderem von Arrau-Schilkröten bewohnt wird. In einem abgesperrten Abteil sind Keilkopf-Glattstirnkaimane zu sehen, drei Jungtiere in einem Aquarium. Frei im Haus ist eine schöne Gruppe Weißgesichts-Sakis mit reichlich Nachwuchs, Faultiere (auch mit derzeitigen Jungtier), einige kleinere Vögel und Schmetterlinge, Leguane, Bassilisken und Zwergagutis zu sehen. Das Regenwaldhaus soll in diesem Jahr saniert (Leimbinderkonstruktion) und um eine Vorhalle für Ausstellungen erweitert werden. Vorbei an der Zooscheune gehts ins Dickhäuterhaus mit 2,1 Spitzmaulnashörnern, 0,1 Zwergflusspferden und 0,3 asiatischen Elefanten. Das Haus ist veraltet und lässt für die Elefanten auch nur Kettenhaltung zu. Der Masterplan wird hierfür sicherlich einige Veränderungen herbeiführen. Weiter gehts vorbei an der erfolgreichen und einzigsten Blauduckerzuchtgruppe (1,2,1) Deutschlands. Sie bewohnen ein großes schattiges Gehege zusammen mit Koritrappen (welche ihren eigenen Pavillion haben) und Landschildkröten. Angeschlossen ist die große Afrikawiese auf der eine große Gruppe Ellipsenwasserböcke, Säbelantilopen (1,2), Strauße (mit subadulten Nachwuchs) und Sekretäre zu Hause sind. Der männliche Wasserbock war leider in einem kleinen Vorgehege untergebracht. Außerdem konnte ich noch einen Sprinbock, welche normalerweise bei den Kudus untergebracht sind, im Vorgehege beobachten. Ob es bei den Kudus an Stallplatz mangelt oder ob man wieder Sprinböcke auf der großen Anlage halten will, weiß ich nicht. Hier mache ich einen Einschnitt und mache bald weiter. (07.01.2007, 16:21) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Hannes Ich war erst gestern in Kaiserslautern. Ist ein ziemlich kleiner Zoo, würde es eher einen Tierpark nennen. Die Anlagen für den Tiger und die Löwen sind alles andere als zeitgemäß, aber das soll sich ja laut Plan bald alles ändern. Auch die Behausung der Pumas fand ich alles andere als ansprechend. Alles in allem ein Zoo im Umbruch, da soll sich ja laut Masterplan generell so einiges tun, das kleine Tropenhaus finde ich recht hübsch, ansonsten muss ich aber sagen, dass ich mir etwas mehr erhofft hatte. Kann man aber viel drauß machen, ich werde auf jeden Fall in einiger Zeit mal wieder dorthin fahren um die Entwicklung zu beobachten. (06.01.2007, 22:26) | ||
| Dirk K: | Die ganze Impressionensache könnte natürlich auch durch die Tatsache, dass Krefeld mein Stammzoo ist, ein wenig getrübt werden ;-). Werde aber heute abend oder morgen mal einen kleinen Rundgang schildern. (06.01.2007, 18:17) | ||
| Hannes: | Nö ich nicht, erzähl doch wie dir der Zoo gefallen hat oder was du besonders fandst. (06.01.2007, 18:11) | ||
| Dirk K: | Ich könnte natürlich meinen gestrigen Besuch in Krefeld schildern, aber den Zoo kennen wahrscheinlich sowieso so ziemlich alle. (06.01.2007, 17:53) | ||
| Hannes: | Keine Besuchsberichte? Über Kaiserslautern hab ich noch nie was gehört aber wer könnte uns darüber was erzählen?*mitdemzaunpfahlwink* (06.01.2007, 16:22) | ||
| Zoochitect: | @Dirk: Die Bisons wurden erst letztes Jahr abgeschafft. Die Barasinghas schon vor längerer Zeit (den genauen Zeitpunkt dafür habe ich leider nicht) @Hannes: Da hast Du recht... vielleicht sollten alle weiterführenden Details über Hamm einfach in dem Thread über die Diplomarbeit weitergeführt werden und dieser Thread seinem ursprünglichen Thema zurückgeführt werden :-) (02.01.2007, 10:15) | ||
| Hannes: | Ich finde es wirklich sehr schön und spannend wenn sich ein Thema entwickelt aber ich wollte nur mal fragen ob noch jemand ZOO-IMPRESSIONEN hat. (01.01.2007, 19:57) | ||
| Michael Mettler: | Falls der Koordinator inzwischen nicht gewechselt hat, wäre hier seine Anschrift zu finden: http://www.quantum-conservation.org/EEP/SRI%20LANKA%20LEOPARD.html Angesichts der geschilderten "Stammesgeschichte" der Vierhornziegen in Hamm wäre es wohl zu optimistisch, sie einer bestimmten Rasse zuzuordnen.... Aber anscheinend gab es ohnehin nicht DIE Vierhornziege, sondern vierhörnige Tiere wurde hie und da weiter gezüchtet, ohne sie zu einer richtigen Rasse zu entwickeln. Was sie nicht weniger interessant macht. (01.01.2007, 19:53) | ||
| Jana: | @Zoochitect Nicht nur Bratislava hat einen (inaktiven) Ceylon-Kater. zB in Ostrava sitzt allein ein schönes junges Kater, nachdem die ältere Weibchen 2006 gestorben ist. Mit Kontakt kann ich nicht helfen, ich bin nur ein Zoo-Besucher. Aber sollte sich um diese Sachen nicht der EEP-Koordinator kümmern? (01.01.2007, 14:51) | ||
| Dirk K: | Wann wurden eigentlich Barasinghas und Bisons abgeschafft? (01.01.2007, 14:06) | ||
| Zoochitect: | noch einmal... übrigens: die erste Vierhornziege würde von der Polizei in den Park gebracht, weil sie auf der Autobahn herumlief. Die Pfleger haben auch erst gerätselt, was das wohl für eine Zige ist. Weitere Zeiegen wurden z.B. einem Händler abgekauft, der diese für normale Zwergziegen hielt... (01.01.2007, 13:46) | ||
| Zoochitect: | @cajun: Gibt es vielleicht irgendeine Möglichkeit mit dem Kurator in Bratislava Kontakt aufzunehmen?...bzw. hast Du da Connections? Ich war heute MOrgen schon im Park und habe das erwähnt...Man bat mich, mich da auf jeden Fall nochmal zu erkundigen - es besteht also ein sehr großes Interesse - auch wenn das hieße, das Weibchen für Zuchtzwecke freizugeben. (01.01.2007, 13:40) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: ich komme des öfteren nach Salzburg, wobei der letzte Zoobesuch dort ca. zwei Monate her ist. Insofern kann ich bei Gelegenheit mal wieder dort nachfragen. Bei der Gelegenheit liesse sich gleich das nun vollendete Südamerika-Haus betreten... (30.12.2006, 10:43) | ||
| Zoochitect: | @Michael: Bei der Geschichte mit der Gen-Analyse bin ich mir auch wirklich nicht sicher. Nur steht in einer Chronik des Parks (ein Buch, das die Geschichte des Parks bis in die 80er verfolgt), dass beim Erhalt des Tieres nicht bekannt war, dass es sich um eine seltene Unterart handelt. Wie man es dann im Endeffekt herausgefunden hat, weiß ich leider nicht... Ich war gerade noch einmal im Park um etwas zu vermessen. Leider waren die Vierhörner nicht kooperativ - sonst hätte ich nochmal ein nettes Foto gepostet... und in das Gehege wollte ich wegen eines Fotos auch nicht unbedingt klettern :-) - beim nächsten Mal dann... @Carsten: Beide Jaguparden sind mittlerweile verstorben. Ich meine - und auch hier bin ich vorsichtig - dass das erste Tier sehr schnell verstarb und der zweite nach 6 oder 8 Jahren...das werde ich aber nochmal erfragen. Der Tierpark hält auch schon seit längerer Zeit keine Jaguare mehr. (30.12.2006, 10:31) | ||
| Michael Mettler: | @Carsten: Ja, es gab einen Jagupard, den ich 2001 noch gesehen habe. @Zoochitect: Die Sache mit der Gen-Analyse scheint mir aber - wenn überhaupt - lediglich eine Bestätigung gewesen zu sein, keine Entdeckung. Denn schon im Tierparkführer von 1983 heißt es: "Ein zoologisch besonders interessanter Gast unseres Raubtierhauses ist der Leopard, der einer seltenen Unterart aus Ceylon angehört." Und zu dieser Zeit dürften Gen-Analysen bei Zootieren noch nicht üblich gewesen sein. Mindestens Krefeld hatte ebenfalls Ceylonesen, so dass es auch eine mögliche Bezugsquelle gab. @Shensi-Takin: Ich war nur einmal in Salzburg (2003), habe dort aber keine Vierhornziegen gesehen. Da ich mich auch für Haustierrassen begeistere, suche ich ganz automatisch auch Streichelgehege usw. nach selten gehaltenen Formen (oder auch nur ungewöhnlichen Farbschlägen) ab. Die Wiener Tiere wurden übrigens m.W. in Privathand abgegeben. (30.12.2006, 09:53) | ||
| Carsten: | Gibt es oder gab es in Hamm nicht auch irgendwelche Raubtiermischlinge, meine mich dunkel an Leopard/Jaguar Kreuzungen zu erinnern. (30.12.2006, 00:38) | ||
| Zoochitect: | Naja...so weit gehen und annehmen, dass die überschüssigen Ziegen verfüttert wurden, würde ich nicht gehen - allerdings zeigt mir dies schon wieder, wie viel in Sachen Kommunikation bzgl. des Parks und anderen Einrichtungen getan werden muss. Interessant ist auch, dass man bei den Leoparden erst durch eine (glaube ich) Gen-Analyse darauf kam, dass es sich um Ceylons handelt. Ich fürchte auch, dass in den letzten Jahren des "alten" Managements im Park nicht besonders viel in Richtung Leopardenzucht unternommen wurde - und selbst wenn heute die Bestrebungen weitaus größer sind, könnte es zu finanziellen Problemen für den Park kommen...sehr schade. (29.12.2006, 23:34) | ||
| Shensi-Takin: | @MM. Als ich das letzte Mal dieses Jahr in Salzburg war, konnte ich keine entdecken-muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich dem Streichelzoo damals wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe...Werde das nächste Mal genauer hinsehen; allerdings lässt der Link diesbezüglich wenig hoffen. Vierhornschafe bzw. Jakobsschafe gibts idT des öfteren-s.a.: http://www.alpinetgheep.at/?verbands_kennung=13&site=rassen&rassen_kategorie=1&rassen_inhalt=28 (29.12.2006, 22:12) | ||
| Dirk K: | Oh, vertauscht *schäm*. Vierhornschafe gibs also öfters? Hab in Sachen Haustierrassen öfters mal geschwänzt;-) (29.12.2006, 21:25) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Danke für den Link! Hat Salzburg denn Vierhornziegen? @Dirk K: Wuppertal hatte VierhornSCHAFE (= Jacobsschafe), nicht VierhornZIEGEN. Um die Schafe gibt es ein wenig Legendenbildung, denn mal werden sie als englische Rasse bezeichnet, mal heißt es, sie stammten ursprünglich aus Spanien oder Nordafrika. Als ich Anfang der 80er erstmals Gettorf besuchte, sahen die dortigen Vierhornziegen beinahe wie Walliser Ziegen aus - wobei ich natürlich nicht weiß, ob das ein originaler Typus war oder ob es Kreuzungsprodukte waren. Der Bock war jedenfalls ein sehr kapitales Tier mit großem Gehörn. (29.12.2006, 20:17) | ||
| Hannes: | So und jetzt lesen wir nochmal genauer und sehn das es hier um Vierhorn ZIEGEN geht. Sorry hab über Schafe geredet (29.12.2006, 20:15) | ||
| Hannes: | Ich dachte Vierhörner kommen aus England. Dank einem kleinen Wildpark bei uns in der Ecke finde sich Vierhornziegen auch auf einigen Bauernhöfen der Umgebung (29.12.2006, 20:09) | ||
| Shensi-Takin: | Zur Vierhornziege: http://www.landnet.at/article/articleview/18903/1/5214/ Ggf. in Salzburg nachfragen? (29.12.2006, 19:14) | ||
| Dirk K: | Wohin sind denn die Wuppertaler Vierhornziegen gegangen, welche glaube ich der neuen Pinguinanlage zum Opfer fielen? (29.12.2006, 18:40) | ||
| Michael Mettler: | @Zoochitect: Wien wollte seinerzeit in seinem Tirolerhof eine Erhaltungszucht für Vierhornziegen aufbauen; anscheinend gehörten diese also (auch?) zur Haustierfauna des Alpenraumes. Auch nach Wien hatte ich von meinen "Entdeckungen" geschrieben. Das dortige Projekt war jedoch gescheitert, weil man nur noch ganze zwei Geißen auftreiben konnte und diese schließlich wieder abgab. Zur gleichen Zeit wurden vermutlich überschüssige Vierhornziegen in Hamm an die Großkatzen verfüttert... (29.12.2006, 18:17) | ||
| cajun: | Was mir beim letzten Hamm Besuch Anfang November auffiel war, dass sich die dortigen Elenantilopen von denen z.B. in Dortmund oder Wtal unterscheiden. Auch die weiblichen Tiere hatten einen kräftigen "Stirnbüschel". Das kenne ich woanders nur von Bullen. @Zoochitect: Es gibt Zuchtkater der Ceylon- Leo- Unterart in Europa, z.B. in Bratislava. Die suchen nach zuchtfähigen Weibchen.Der dortige Kurator hatte allerdings noch nie von der Haltung in Hamm gehört.:-) (29.12.2006, 18:00) | ||
| Zoochitect: | Tatsächlich sind die Vierhornziegen noch existent und es "turnen" gerade zwei Jungtiere im Gehege herum. Dass es sich dabei allerdings um eine so seltene Rasse handelt, war mir selber nicht bewußt. (29.12.2006, 17:41) | ||
| Michael Mettler: | Ja, ich habe noch eine Frage: Der Tierpark hatte bei meinem Besuch 2001 noch eine Zuchtgruppe Vierhornziegen, die ich sonst nur aus dem Tierpark Gettorf kannte. Diese Haustierrasse scheint so selten zu sein, dass sie selbst in einem Buch über Schaf- und Ziegenrassen die einzige Rasse war, von der man kein Foto auftreiben konnte - ich habe seinerzeit die Autoren angeschrieben und Verwunderung geerntet, dass ich diese Tiere tatsächlich hierzulande in zwei Tierparks gesehen habe! Ist diese Zucht noch existent, und soll sie weitergeführt werden? Falls ja, wäre das ein Fall für die Zoo-Didaktik, denn die Besonderheit dürfte wohl keinem Besucher bewusst sein. Und man könnte glatt ein "Themengehege" zusammen mit den Vierhornschafen besetzen :-) (29.12.2006, 17:07) | ||
| Zoochitect: | Wie aus meinem heute eröffneten Thread zu ersehen, schreibe ich gerade an einer Diplomarbeit über den Tierpark in Hamm. Da ich in Hamm geboren bin, kenne ich den Park sehr gut und kann auch ein wenig darüber erzählen. @Hannes: In dem Kaninchengehege waren vor langer Zeit Aras untergebracht, die auf einem Baum sitzend die Besucher begrüßt haben, davon zeugt noch das kleine Häuchen am Gehege In der "Voliere" der Nasenbären saßen früher einmal die Ibisse. Der Kritikpunkt mit dem Naturboden ist verständlich (genauso sehe ich das beim Mandrill)...aber das Gehege ansich finde ich nicht so übel. Kattas gibt es tatsächlich noch EINEN in Hamm....einen Rentner, der aber meines Wissens nach bald abgegeben werden soll - mit der Vergesellschaftung hast Du recht: im Sommer gibt es hier Landschildkröten zu sehen - ob das ideal ist, ist zu diskutieren. In dem Emugehege waren früher die Hirschziegenantilopen untergebracht. Die erwähnten Vogelvolieren sind nicht unbedingt der Hingucker...hier mangelt es leider wie so oft am Geld. Das Geierperlhuhn wurde abgegeben und ein Uhu aus Privathaltung aufgenommen. Die Nachtreiher ziehen hier regelmäßig Junge auf. Die erwähnte Erweiterung der Gibbonanlage mit Turm ist noch nicht so alt und wurde in Eigenregie aus Ikea-Hochlagerregalen gebaut (der Einfallsreichtum der Pfleger ist sehr hoch :-)). Das Gehege der Husarenaffen hat leider nur diese geringe Höhe, weil der Sponsor des Geheges darauf bestand. Über den Käfig für die Rotgesichter müssen wir nicht diskutieren - sei beruhigt, dass Du das nicht alleine so siehst... Das neue Zebragehege soll - in naher Zukunft - mit dem Elenantilopengehege zu einer "Afrika-Savanne" umgestaltet werden. Ob man dann noch die Wasserböcke, Kronenkranische und Marabus einbinden kann, hängt natürlich von der Verträglichkeit der Tiere ab. Die Hirschziegenantilopen sind besonders scheue Genossen - sogar so problematisch, dass man bisher von einer geplanten Vergesellschaftung mit den Nilgaus Abstand genommen hat... Das erwähnte Affenhaus war tatsächlich mal ein Raubtierhaus....und es ist erschreckend, dass dies erst 1979 gebaut wurde - zu einem Zeitpunkt, als die Tierhaltung schon viel weiter war... momentan hat man das beste daraus gemacht und baut die Gehege um - ab Frühjahr soll es wieder komplett umgehbar sein. Das Löwengehege würde ich jetzt nicht so negativ sehen - eher die Leoparden- und Pumagehege. Alle drei gezeigten Leoparden sind Ceylon-Leoparden (Mutter und 2 Töchter) - wobei die Mutter bereits (wenn ich mich richtig erinnere) 21 Jahre alt ist...stolzes Alter. Leider gibt es im Moment angeblich keinen Zuchtkater für die seltene Unterart. Das Tigergehege ziegt am ehesten die neue "Marschrichtung" des Parks und man kann hoffen, dass die andern Katzen auch bald in den Genuss solcher Anlagen kommen. Das Reptilienhaus - wenn man davon sprechen kann - finde ich einen deutlichen Kritikpunkt. Der erwähnte See wird übrigens bald umgestaltet - renaturiert - womit der Park dann einen "Schandfleck" weniger hat. @Marco & Michael: Die Huftiergehege (zumindest Dybowski, Wasserbock und Nilgau) sind mittlerweile mit einem Wassergraben durchzogen, womit die Versumpfung etwas abgenommen hat... Falls sonst noch jemand Fragen hat....gerne! :-) (29.12.2006, 16:54) | ||
| Michael Mettler: | Das mit den Schlammflächen kann ich bestätigen. Bei meinem Besuch standen damals sowohl die Elenantilopen als auch die Wasserböcke bis zu den Knöcheln im Matsch - und zwar auf der gesamten Gehegefläche, nicht nur etwa auf häufig begangenen Stellen. (29.12.2006, 11:11) | ||
| Marco: | Und jetzt stellt euch in dem "Affenhaus" Braunbären vor... Mein letzter Besuch in Hamm liegt auch schon 3 Jahre zurück. Die deutlichsten Erinnerungen sind die ständig bettelnden Tiere bzw. die Futterreste, die überall herummatschten sowie riesige Schlammlöcher, die als Gehege bezeichnet wurden. Auch Huftiergehege, die komplett umrundet werden können, sind nicht das gelbe vom Zoo-Ei. Gut sind einige Vogelvolieren und Huftiergehege, sofern sie ordentlichen Boden hatten. Auch die Großkatzenkäfige habe ich schon schlechter gesehen. (29.12.2006, 10:27) | ||
| Michael Mettler: | @Hannes: Hamm ist bei mir einige Jährchen her (2001), ebenfalls in Verbindung mit der Terraristika :-) Der besagte Affenturm und mindestens zwei Käfige des Komplexes wurden damals meiner Erinnerung nach von zwei Paaren Gibbons bewohnt (nach meinen Notizen Weißhand- und Borneo-Gibbons), die sich mehr in den Laufgängen als in den eigentlichen Anlagen aufhielten. Das Emu-Gehege mit dem Wassergraben ist im alten Zooführer als Antilopengehege beschriftet, ohne die Art zu erwähnen. Und das heutige Affenhaus war 1981 eigentlich als Raubtierhaus gebaut worden; in den Käfigen lebten damals Braun- und Kragenbären, Ceylon-Leoparden und schwarze Panther! Übrigens wurde 2001 noch immer der Zooführer von 1983 an der Kasse verkauft, man bekam allerdings einen aktuellen Faltplan gewissermaßen als Korrektur dazu. Einige Arten aus dem Zooführer waren nämlich längst nicht mehr vorhanden (z.B. Streifenhyänen und Blaue Gnus), und zwischenzeitlich hatte man ja auch das Raubtier- zum Affenhaus gemacht.... (29.12.2006, 09:30) | ||
| Hannes: | Ich hatte letztens die Idee, dass man anstatt (oder zusätzlich) in den einzelnen Threads von Zoo-Besuchen berichtet man einfach einen kurzen oder auch längeren ganz eigenen Eindruck welchen man von einem Zoo bekommen hat hier in diesem Thread wiedergeben kann. Hier wäre dann auch Platz für Besuche kleinerer Wildparks, Vogelwarten oder ähnlichem. Da die Idee auf meinem Mist gewachsen ist werde ich einfach mal kurz von meinem Besuch im Tierpark Hamm am 09.12. berichten. Ich bin so gegen 3 am Zoo angekommen und es war trotz bestem Zoowetter nichts los. Der Eintritt ist mit 5 für einen Erwachsenen in Ordnung da der Zoo einige Großtiere, Großkatzen und Affen zu bieten hat. Am Kassenhäuschen sowie in Automaten im Park kann man Tierfutter kaufen denn man darf nahezu alle Tiere im Park damit füttern. An vielen Affenkäfigen waren sogar Futterrutschen angebracht wobei man sagen muss, dass ich persönlich es nicht so schön fand wenn die Affen die ganze Zeit nur betteln. Wenn man in den Park hinein geht kommt man zuerst an einigen Damhirschen und danach an Kaninchen in einem Hochsicherheitsgehege vorbei. Viele der Gehege sind extrem Massiv gebaut, was ich für so einen kleinen Tierpark recht merkwürdig fand. Daher freue ich mich auch schon auf meinen antiquarischen Zooführer aus Hamm um mir vorzustellen wie der Zoo in seinen Glanzzeiten ausgesehen hat. Daraufhin kommt man an ein paar Sittichvolieren vorbei die aussahen wie Sittichvolieren nun mal aussehen. Gegenüber ist eine geräumige sehr Massive Voliere für ca. 5 Coatis. Die Voliere hat nur sehr wenig wenn nicht sogar gar keinen Naturboden was für mich ein starkes Minus ist. Die Voliere wäre Massiv genug um Großkatzen darin zu halten wobei es mich nicht wundern würde wenn das mal der Fall war. Auch dieses Gehege hat Futterrutschen. Geht man den Rundweg weiter kommt man an 3 Flamingos in 2 oder 3 Arten vorbei sowie einem Ententeich mit einigen Arten Wassergeflügel vorbei und gelangt zum ersten Affenkäfig. In diesem leben 1,3 oder 1,4 Mandrills. Sie ist in der selben massiven bauweise errichtet wie der Nasenbärkäfig. Ansich ist der Käfig für 5 Mandrills groß genug und auf das Innengehege ist ausreichend aber ich bin nun mal kein Freund von blankem Stahl als einziges Einrichtungsmittel. Auch hier gibts Futterrutschen und keinen Bodengrund. Im nächsten kleinen Käfig welcher eigentlich ausreichend für Krallenaffen oder als Absperrkäfig wäre saß ein recht nervöser Weißkopfmaki. Dafür gibt es in dieser Voliere Pflanzen und Naturboden. Angeschlossen ist eine Voliere für Kattas welche ähnlich wie die Makivoliere wirkt jedoch um einiges Größer ist wenn auch vielleicht ein bisschen wenig strukturiert. Auf dem Boden stand zum Zeitpunkt meines Besuches eine Kiste oder eine Art Häuschen was mich vermuten ließ das die Tiere vergesellschaftet sind. Leider hab ich keinen einzigen Katta gesehen. Direkt gegenüber ist eine sehr hohe Voliere für 4 Berberaffen welche ähnlich strukturiert war wie die der Mandrills. Am Käfig war ein Schild zu lesen welches den Besucher darauf hinweist, dass das Zoopersonal weiß das einer der Magots hinkt, er medizinisch versorgt wurde und das Gehege extra für dieses Tier umgebaut wurde wobei ich von letzterem nichts sehen konnte. Diese Schilder über den Gesundheitszustand auffälliger Tiere fand man an vielen Affenkäfigen was ich sehr löblich fand. Geht man weiter um den Ententeich kommt man an einer riesigen Kängruanlage für 3 Bennetkängurus vorbei inklusive großem Einsehbaren Innenstall. Nebenan sind 3 Emus zu finden. Die Tiere kann man über einen absolut unnötigen Wassergraben benötigen welcher mich wiederum fragen lässt was dort wohl früher mal gehalten wurde. Die nächste Anlage beherbergt 2 Graue und einen Weißen Nandu welche zusammen mit Perlhühnern leben. Die Anlage ist teilweise eingezäunt, teilweise mit Trockengraben umgeben von welchem man jedoch dank der Sträucher nichts sieht (warum dann Graben?). Weitergehts vorbei an recht verwahrlosten (was auch am Winter gelegen haben mag denn mit belaubten Bäumen sähe es sicherlich alles besser aus) Gehegen für Störche und Marabus sowie ordentliche Volieren für Geierperlhühner, Nachtreiher und ca. 7 Schneeeulen. Anstatt Kranichen gabs die Geißel Australiens zu sehen, die Hühnergans. In einer Betonburg mit teilweise Sandboden gab es 6 sehr schöne Stachelschweine zu sehen welche auch ein sehr geräumiges, einsehbares Innenhaus bewohnten. Es geht weiter mit einigen Vierhorn und Kamerunschafen welche ich nicht sonderlich beachtete. Die Nutriaburg (es war wirklich eine Burg) dagegen fand ich interessanter, wobei man bei ca. 20 Nutrias in allen Farben man doch ein bisschen das Grausen bekommt. Neben der Burg befinden sich noch Volieren für australische Sittiche (na wer weiß welche) und sehr scheue Ibisse. Eins meiner Highlights war das nächste Gehege in dem Yaks leben. Ein typisches Rindergehege, recht geräumig, Sand und Schlamm sowie Bäume und ein Yakkalb welches mir die ganze Zeit am Zaun gefolgt ist bis ich es gekrault habe. Einfach toll. Neben den Yaks ist eine sehr große Voliere in der einst Kondore lebten, nun jedoch Kararkas sitzen. Wenn man weiter geht kommt man vorbei an einem hohen, massiven Gitterturm welcher von einem Wassergraben umgeben ist (ehem. Affeninsel?). Für die Bewohner ist der Turm durch einen über den Besucherweg führenden Gittergang zugänglich. Bevor man jedoch zum Affenhais kommt, gelang man zu einem Haus nur für Husarenaffen. Die Gruppe setzt sich zusammen aus 1,2,1 Tieren wobei der kleine am kräftigsten am betteln war. Der Außenkäfig hatte Sandboden war jedoch kaum Strukturiert. Weiter gehts zu einem sehr klotzigen skurilen Bau für Weißhandgibbons. Es führen mehrer Gänge über den Besucherweg, unter anderem zu eben genanntem Turm. Es folgen eine recht gute Voliere für Kapuziner, eine für Javaaffen und eine renovierte für Schweinsaffen wobei diese Tiere von allen Affen in der schlechtesten Verfassung waren aber vielleicht wurde genau deshalb das Gehege umstrukturiert. Es geht nun ein kleines Stück durch den Wald bis man an der fast fertigen neuen Zebraanlage vorbei kommt. Es wird kein riesen Bau aber trotzdem ein echtes Schmuckstück ähnlich der Anlage in Nordhorn. Es geht weiter an einem merkwürdigem Meerschweinchenstall vorbei zu den Störchen (laut Plan) und dann zur ersten Einsicht in die Elenantilopenanlage. Diese erinnert an das Pferdeantilopengehege in Hannover. Bei der Gruppe würde ich auf 2,4,2 tippen. Es geht weiter entlang an Gehegen für Guanacos, Lamas und Alpakas bis hin zu einer der schlimmsten Anlagen des Zoos. Einem langgezogenen, mit Beton und Felsen zu geklotzten Verließ für Rotgesichtsmakaken. Also dieser Käfig war unterste Schublade und die Tiere sahen auch entsprechend aus. An einem Gänseteich und einer Otterstatue vorbei kommt man zur großen Einsicht auf die Elenantilopenanlage und zu den Kamelen. Das Gehege der Kamele hat den obligatorischen Minigraben jedoch auch hohe Gitter durch welche man die Tiere streicheln kann. Endlich erfährt der Besucher mal die wahre Größe dieser Tiere. Als nächstes bekommt der Besucher recht scheue Dybowskihirsche zu sehen und ebenso scheue Wasserböcke auf umzäunten, geräumigen Anlagen. Scheu muss hier so verstanden werden das die Tiere ihren Futterplatz am Zaun bei erreichen eines Besuchers kurzzeitig, ganz entspannt verlassen. Auf der Großen benachbarten Anlage steht eine prächtige sehr zutrauliche Gruppe Nilgauantilopen in welcher sich Kälber und der Bock streicheln ließen. Nebenan sitzen die HZA´s welche wirklich scheu waren, jedoch trotzdem schön anzusehen. Querfeldein gelaufen steht das Affenhaus. Es handelt sich hierbei um einige überdachte Außenkäfige für einen einzelnen Gibbon (Borneo oder Grauer Gibbon?), ein paar Mantelpaviane, Schopfmakaken und Schweinsaffen welche besser aussahen als auf der renovierten oben genannten Anlage. Genau so wie dieses Haus stelle ich mir die Raritätenkabinette vor. Klein, gekachelt und nicht strukturiert. Ich bin dann weiter gegangen zu der viel zu kleinen Anlage für die beiden Berber-Löwen. Der Käfig ist auch oben vergittert und nur ca. 2,5 m hoch. Die Tier laufen die ganze Zeit das Gitter rauf und runter was jedoch den Vorteil hat das man auch hier mal die wahre Größe der Tiere erleben kann aber naja ich könnte auch ohne. Es geht weiter zu meinem Liebling dem Puma und einem Leoparden in jeweils einer geringfügig höheren Voliere welche wesentlich weniger Fläche hat als die der Löwen. Gegenüber lebt ein Pferd auf ca. 30 qm abgesperrt vom anderen Pferd und von den Ponys vor welchen mehr gewarnt wird als vor den Raubkatzen. An Großkatzen folgen noch ein alter, gebrechlicher Ceylon-Leopard und ein jüngeres Tier in einer mäßig großen Voliere und ein alter Amurtiger in der mit Abstand schönsten Raubkatzenanlage. Diese Anlage ist absolut in Ordnung. Ich hoffe das nach seinem Ableben ein bisschen an den Anlagen umgelegt wird. Neben den Tigern finden sich noch 3 Zebras in 3 zusammengelegten Gehegen und ich bin gespannt was mit dem Gehege nach Umzug der Tigerpferde geschieht. Zum Schluss bin ich noch ins Reptilienhaus gegangen. Davor befinden sich einmal Graupapagei und einmal Ara/Amazonenvolieren. Im Haus selbst gibt es Teppichpythons, Kornnattern, Königsnattern und in einer zu schmalen, wenig eingerichteten Vitrine Agutis und angeblich Liztäffchen. Dann bin ich auch schon wieder nach Hause gefahren. Im großen und ganzen muss ich sagen das sich anscheinend im letzten Jahr viel geändert hat in diesem Park und ich das als äusserst Positiv bewerte. Der Park hat trotz alledem noch sehr viele Schwachstellen und Altlasten. Wenn der Park weiterhin seinen Schwerpunkt auf Katzen und Affen legen will sollten es kleine Affen und Kleinkatzen sein in den Umgestalteten alten Bauten oder in neuen Gehegen. Bei Großkatzen sollte der Park mindestens eine oder zwei Arten abgeben wobei ich persönlich auf die Löwen (wegen der schlechten Unterbringung) und den normalen Leoparden hoffe. Schon dann wäre eine gute Haltung der anderen Arten machbar mit eventueller Zunahme einer Kleinkatzenart. Also kurz gesagt, ich würde nicht einfach so die 100 km fahren aber immer wieder mit der Terraristika verbinden. (29.12.2006, 00:39) |
| alle Beiträge |