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Zoologische Raritätenkabinetts



IP66:   Zum zweiten münsteraner Affenhaus: Den Aufnahmen in der Zoochronik von 2000 nach hat das Haus immer Außenkäfige besessen. Als Affenhaus war es relativ altertümlich konzipiert, ein achteckigerZentralbau mit Laterne, Gesellschaftskäfig (später Schimpansen) und drei Außenkäfigen pro Seite, die den Aufnahmen nach um 1956 noch vorhanden waren. Stilistisch war es allerdings vergleichsweise fortschrittlich, da es anstelle exotisierenden Dekors recht sparsame Jugendstilornamentik verwandte. Leider kenne ich kein Bild des Innenraums, in dem ich einen Einbau vermuten möchte, der 1933 zu Terrarien und Aquarien umgebaut wurde. Es mag aber auch sein, daß ein Teil der Innenkäfige in dieser Weise genutzt wurde. Interessant ist, daß nach dem Auszug der meisten Affen in das alte Affenhaus empfindliche Arten wie Schimpansen und Gibbons übrigblieben, nebst den Ameisenbären, die als "Martertier" auch zu dieser Zeit noch gerne mit Niederaffen zusammengehalten wurden. Den Vorgang kann man mit der Umnutzung des duisburger und berliner Hauses gut vergleichen, während das frankfurter Gebäude seine Geschichte ja nicht als Affenhaus begonnen hat.
(23.11.2007, 11:20)
IP66:   Das ist sicher richtig. "Kuriositätenkabinett" ist eine Bezeichnung für die Kunst- und Wunderkammern, die fürstliche Sammlungen des Spätmittelalters und der Frühneuzeit beherbergten und in denen Naturalien und Kunstwerke noch nebeneinander lagen. Die Abtrennung der Kunstwerke ließ die Naturalien in entsprechenden Kabinetten zurück, und da diese mit dem Aufkommen naturhistorischer Museen merkwürdig sortiert und angeordnet waren, entstand er Begriff des Kuriositätenkabinetts.
Heck Senior könnte aber auch noch eine andere Idee vor Augen gehabt haben, da er die Aufteilung der Museen seiner Zeit in Säle - für die größeren Exponate - und Kabinette - für die kleineren - gekannt haben wird. Da er nun ein kleines unscheinbares Haus mit nicht allzu spektakulärem Besatz zu bennen hatte, bot sich der Begriff "Raritätenkabinett" an.
(23.11.2007, 11:14)
Drac:   @IP66
Ist es nicht wahrscheinlich, dass der Begriff Raritätenkabinette als Analogie zu dem Kuriositätenkabinett gewählt wurde?
Dies scheint mir wahrscheinlicher, als eine Entlehnung aus Kunstkabinetten, der Sinn, scheint aber derselbe zu sein, ein eher unspektakuläres Gebäude "marketingtechnisch" zu verkaufen
(23.11.2007, 10:44)
Michael Amend:   Ich bin auf ein weiteres Raritätenkabinett gestossen, eigentlich war es wohl mehr ein Vielzweckbau, und mich wundert, das es noch Niemand hier erwähnt hat, nämlich das 1912 im Zoo Münster eröffnete Affenhaus. Dieses Haus wurde 1933 zu einem Terrarium umgebaut und wurde 1953" Vivarium " genannt, denn in ihm wurden nun Vögel,Säuger,Fische und Retilien gehalten , 1954 zogen drei Schimpansen ein und es müßen wohl auch Gr. Ameisenbären darin gehalten worden sein, die später in das neue Tropenhaus umzogen. Leider geben die Zooführer nur wenig Auskunft über den Besatz des Hauses. Die Ausgabe von 1957 erwähnt noch Gibbons sowie List,-und Löwenäffchen. Die gleiche Ausgabe betitelt das Haus auch als " Rundbau" , obwohl es ebenfalls kein rundes Haus war. Außengehege hatte es nicht, nur Außenkäfige, darunter ein großer Rundkäfig für die Schimpansen. Leider gibt auch die Chronik kaum Hinweise auf die Arten, die darin bis zur Schließung des Zoos untergebracht waren. Gibt es hier Münster-Kenner, die mehr über dieses Haus wissen ?
(22.11.2007, 18:28)
IP66:   Der Duden meint, daß der Plural "Kabinette" zu heißen hat.
Im Schweinsgalopp verhält sich die Sache ungefähr so: Das Kabinett an sich ist im 15. und 16. Jahrhundert ein kleinerer Wohnraum, eine Art Nachfolger der mittelalterlichen Kemenate. Kunstkabinette entstehen im 16. Jahrhundert, dort wird neben kleinformatiger Malerei und Plastik auch Kunstgewerbe, Münzen usf., vor allem aber auch Naturalien, also Muschelschalen, Hörner, Bälge, Eier und dgl. aufbewahrt. Die großformatigen Gemälde und Skulpturen findet man dagegen in Galerien, wie sie im manierismus entstehen. Hieraus folgen dann unsere heutigen Bezeichungen für Münz- oder Kupferstichkabinette. Noch im 19. Jahrhundert laufen die abgetrennten Naturaliensammlungen gerne auch unter dem Begriff "Naturalienkabinett". Entsprechenden Vorbildern des Manierismus folgend entsteht dann in einer Entwicklungsreihe Fridricianum Kassel, alte Pinakothek München und Neue Galerie Dresden die klassiche Kombination Gemäldegalerie mit begleiteten Kabinetten, jetzt allerdings fast ausschließlich für Skulptur und Gemälde. Diese Begriffe wird Ludwig Heck wohl vor Augen gehabt haben - vielleicht in Gestalt von Kupfer- und Münzkabinett, über die Wilhelm Bode in Berlin gebot - als er sein altes Affenhaus mit Kleinsäugern besetzte und Raritätenkabinett nannte. Dabei ging es sicher darum, dem alten Kasten, der mit den neuen Prachtbauten kaum konkurrieren konnte, einen möglichst publikumsfreundlichen Namen zu geben, der die Besucher auch in sein wohl nur bedingt wohlriechendes Innere lockte. Den Namen kannte und benutzte man, als in Frankfurt und Duisburg entsprechende Häuser zur Verfügung standen - beides Vorkriegsbauten! - und man diese, zunächst vielelicht eher zufällig, dann planmäßig, mit Raritäten bevölkerte, wobei in Frankfurt, wo ja noch ein Kleinsäugerhaus zur Verfügung stand, die untergebrachten Arten ein wenig größer ausfielen als in Duisburg. An anderen Orten taucht der Name interessanterweise nicht auf, Amsterdam hat wohl ein Kleinsäugerhaus aus den 60ern (wie Stuttgart), in Rom oder Paris könnte ich keine entsprechenden Bauten nennen, auch nicht in Antwerpen.
(15.03.2007, 15:24)
?:   Also für mich sind die klassischen Raritätenkabinetts ( e ) ? ( wie heißt es jetzt richtig ? )immer noch Duisburg , Frankfurt , Köln und auch Halle. Meiner Meinung nach ist dem Rundbau das letzte dieser Raritenkabinetts in Deutschland abgerissen worden , es gibt sie also nicht mehr.Ein Kriterium dafür ist ja, das ja auch ein paar " Raritäten " dabei sein müßen , und das sind nunmal weder Zwergotter , Schmetterlinge oder die in deutschen Zoos gängigen Krallenäffchenarten. Sind Raritätenkabinetts eigentlich nur in deutschen Zoos zu finden gewesen ? Ich könnte mir vorstellen , das Antwerpen ( gut, der ganze Zoo war ein Raritätenkabinett ),Amsterdam , Rotterdam , Rom , Paris usw. auch solche Häuser hatten, nicht mehr verwendet für die ursprünglichen Bewohner , neu verwendet für alle möglichen Arten.
(14.03.2007, 20:04)
Michael Mettler:   Die Gundis werden jetzt in der Krokodilhalle gehalten? So weit mir bisher bekannt war, soll diese Tierart als Bewohner von Wüstengebirgen extrem empfindlich gegen hohe Luftfeuchtigkeit sein (ähnlich wie Chinchillas)...!
(14.03.2007, 19:35)
IP66:   Ich möchte den Thread ja nicht alleine bestreiten, bin aber auf einen ergänzenden Gedanken verfallen, der interessant sein könnte: Fängt nicht auch die düsseldorfer Krokodilhalle nicht auch an, sich in ein Raritätenkabinett zu verwandeln: Die Krokodile sind noch da, aber Krallenäffchen, Zwergotter, Schmetterlinge und Gundis sind ja doch eine seltsame Mischung, und die drei Säugerarten eigentlich klassiche Bewohner von Kleinsäugerhäusern oder Raritätenkabinetten. Und da hat man dann dasselbe: Den Wunsch, diese Arten zu halten, eine etwas in die Jahre gekommenes Tierhaus, daß sich für kleine Arten ganz gut eignet, und schon hat, ohne viel architektonischen Aufwand, die Umgestaltung begonnen.
(14.03.2007, 18:56)
IP66:   Interessant, daß eine ganze Reihe der angeführten Raritätenkabinette alte Affenhäuser waren, die, wenn ich es recht sehe, durch Neubauten von Menschenaffenhäusern oder neuen Anlagen für niedere Affen ersetzt wurden. Insofern wären sie nicht Anlagen, die, wie das frankfurter Kleinsäugerhaus, extra für einen Zweck gebaut wurden, sondern Altbauten, die man nicht abreißen wollte, sondern umnutzen konnte.
Des weiteren habe ich Zeiten erlebt, in denen neben den Affen auch Kleinsäuger als "Martertiere" gehalten wurden oder die Einbauten, die es für Krallenaffen gab, auch für Kleinsäuger genutzt wurden. Auch hier könnte ein Ursprung des Raritätenkabinetts liegen, dergestalt, daß die Affen auszogen, die Martertiere aber blieben.
(23.02.2007, 10:55)
Oliver Jahn:   Dresden hatte mit seinem alten Affenhaus ebenfalls einen Bau, der auch neben Affen noch einige Raritäten beherbergte, wie z.B. Wombats Gürteltiere, Agutis, Wickelbären.
(11.02.2007, 19:43)
Markus:   Raritätenkabinetts auch in Breslau : 3 Hyänenarten,Fennek,Dingo,Löffelhund,Greifstachler, Weißrüsselbär,Nasenbär,verschiedene Mungo,-und Genettenarten,Binturong,Zibetkatze,Quastenstachler,verschiedene Hörnchenarten,Zweifingerfaultier, dazu die Reptilienkollektion , und Zoologischer Garten Hamburg:8 Känguruharten,3 Kusuarten,Beutelteufel,Tüpfelbeutelmardereine Vielzahl Nager, z.B Quatenstachler,Baumstachler,4 Stachelschweinarten, Igel,Braunborstengürteltier,Pinselohrschwein,Buschschwein,Klippspringer,2 Muntjakarten,Pudus,Opposum,Azzara-Oppossum,
(11.02.2007, 07:34)
Michael Mettler:   Nee, das ist es doch nicht. Habe mir die Pläne in Buch von Nogge/Häßlin angesehen, da ist dieses Rondell auf dem Plan von 1864 mit "Vogelvolieren" beschriftet. Aber auf dem Plan von 1910 ist das Straußenhaus verzeichnet und müsste nach heutiger Situation zwischen Kamelanlage und Eingangsgebäude gestanden haben. Trotz der Bezeichnung "Rundhaus" ist es dort eher oval im Grundriss. Der äußere Besucherweg führt zwischen den Ausläufen des Hauses und der Zoogrenze (jetzt der Bereich zwischen Eingang und Aquarium) entlang, so dicht stand das Haus an der Peripherie. Auf dem Plan von 1930 ist dann an gleicher Stelle als "Stelzvogel- und Straußenhaus" ein rechteckiges Gebäude eingezeichnet! Auf dem Platz der heutigen Kamelanlage befand sich demnach damals ein Hirschgehege, und 1910 gab es zwischen diesem und dem Straußenhaus noch Gehege für Kamele und Lamas, die schon 1930 nicht mehr vorhanden waren.
(10.02.2007, 15:45)
Carsten:   Jepp, das meine ich.

Vielleicht hat Marco ja noch die zum Plan gehörige Beschriftung und könnte mal gucken, was da steht?
(10.02.2007, 15:04)
Michael Mettler:   Du meinst wahrscheinlich die Nr. 2? Der alte Eingang scheint dort gewesen zu sein, wo sich heute das Onagergehege und die Fußgängerbrücke befinden. Wenn Nr. 2 das Rundhaus war, hätte es also im jetzigen Onagerbereich gestanden und nicht an Stelle des jetzigen Eingangsgebäudes.
(10.02.2007, 12:52)
Carsten:   Auf dem historischen Plan, den ich wegen des Elefantenhauses auf meine Website geladen habe, ist auf jeden Fall was rundes hinter dem Eingang zu erkennen...
(10.02.2007, 12:46)
Michael Mettler:   Laut "Zeitschrift des Kölner Zoo" Heft 1/1961 stand das Rundhaus zu diesem Zeitpunkt noch, sollte aber in Kürze abgerissen werden. Denn es musste laut Text dem Bau des neuen Haupteinganges weichen, stand also demnach nicht auf der Fläche der heutigen Kamelanlage. In der Zeitschrift wurden damals noch einzelne Schritte der jeweiligen Bauvorhaben illustriert, aber leider fehlen mir alle Hefte davor und ab 3/1961 nochmals vier Ausgaben, so dass ich nichts Näheres finden konnte. Den Riesenotter Schnurzel gab es jedenfalls auch nach Abriss des Hauses noch im Zoo, wie ein späterer Artikel belegt (in dem leider nichts über seine Unterbringung zu lesen ist).

Mit dem Kölner Rundhaus und den in ihm gehaltenen Tierarten hatte übrigens Mulan diesen Thread eröffnet, vielleicht weiß der ja noch Genaueres?
(10.02.2007, 10:14)
Langhals:   Der Zoo Köln hatte tatsächlich auch mal ein Raritätenkabinett. Und zwar stand es dort, wo heute die Kamel-Freianlage ist und wurde ca. 1961 / 62 abgerissen. Es handelte sich dabei um das ehemalige Straußenhaus , das später auch Känguruhs und Kleinsäuger aufnahm. Nach dem Krieg wurde das Haus in " Rundhaus " ! unbenannt. In ihm waren die verschiedensten Arten untergebracht, Kleine Pandas , Ameisenbären , Kasuare , Afrikanische Wildunde , Wasserrehe , Kleinkantschil ,Ozelot , Riesenotter und der Humboldt-Pinguin " Charly ". Leider geben die Zooführer nicht viele Informationen über das Haus , und das Buch über den Kölner Zoo gar keine. Kann mir Jemand, einer der Köln-Experten vielleicht, Näheres über das Haus sagen ? Wann es konkret abgerissen wurde und warum das originale Straußenhaus im Stil einer Moschee noch vor 1945 gegen einen vereinfachten Neubau ersetzt wurde , der später in das Rundhaus umgewandelt wurde ? Warum wurde das Haus abgerissen ?
(10.02.2007, 07:18)
?:   Der wurde schon vor einigen Jahren abgerissen. Da wurden, glaube ich, überwiegend Affen drin gehalten.Früher , glaube ich, auch Kleine Pandas.
(22.01.2007, 21:04)
Oliver Jahn:   Gibt es den darmstädter Bau nicht mehr?
(22.01.2007, 20:46)
IP66:   Das war für mich das leipziger Affenhaus - im übrigen einer der stimmungsvollsten Zoobauten, die in der DDR überwintert hatten - und, im Gegensatz zum Nachbarn, ja noch recht gut in Schuß. Man darf allerdings nicht ganz vergessen, daß in Zoos, die über kein Kleinsäuger-, jedoch geräumige Affenhäuser verfügten, entsprechende Haltungskombinationen (sc. Martertiere) fast die Regel waren. Einen Bautyp würde ich daraus nicht machen wollen - man brachte in entsprechenden Käfigen unter, was man erhalten hatte. Allerdings kenne ich noch viel zu wenige Zoos gut genug, um eine wirkliche Entwicklung konstatieren zu können. Architektonisch war der darmstädter Bau ein echtes Juwel - dergleichen entstand also durchaus auch da, wo nicht viel Geld vorhanden und das Staatshochbauamt im Werke war.
(22.01.2007, 20:41)
Oliver Jahn:   @IP66, in Leipzig meinte ich das heute noch stehende und auch für die Meerkatzenhaltung genutzte Affenhaus von 1901, gleich hinter dem Eingang rechts. Früher einmal bildete es so etwas wie eine Einheit mit dem alten und dem neuen Raubtierhaus und der Kaninchenmauer.
(17.01.2007, 22:24)
Michael Mettler:   In gewissem Sinn könnte man auch das Saarbrücker Madagaskarhaus dazu zählen. Darin gab es außer den Lemuren noch in den 80ern z.B. Riesenhörnchen, Kurzschnabeligel und Kaninchenkängurus. Und auch da waren die Käfige für alles Mögliche nutzbar.

Wenn man "Raritätenkabinett" mit "Vielzweckhaus" gleichsetzen würde, lohnt sich bestimmt noch der Blick in kleinere Tierparks, von denen manche nur ein einziges begehbares Warmhaus haben/hatten. Ich denke da gerade an Gebäude wie das Papageien-Reptilienhaus in Hamm (wo es auch Kleinsäuger gibt) oder an das Nachttierhaus in Aschersleben.
(17.01.2007, 17:53)
IP66:   Berlin kenne ich aus Klös' Buch. In Ihrem Beitrag vom 2 I sprechen Sie von einem "alten Affenhaus" in Leipzig. Danach habe ich gefragt. Ansonsten ist unsere Beispielkette von Raritätenkabinetten ja relativ kurz.
Mir ist allerdings noch ein Gebäude eingefallen, daß man der Gattung zurechnen könnte, daß ich aber nur von einigen Photographien her kenne: Das "zentrale Warmhaus" im darmstädter Vivarium. Es war eine Komposition aus Käfigwürfeln mit einem Innenraum - die Würfel waren allerdings kleiner als die frankfurter Anlagen und wurden hauptsächlich für Kleinsäuger und Affen genutzt.
(17.01.2007, 17:39)
Oliver Jahn:   IP 66, welches Haus meinen Sie denn? Falls es das Berliner sein sollte, so handelte es sich um das alte Vogelhaus, welches auf der Ecke stand, auf der heute die Störche und Kraniche sind, gegenüber dem Zebrahaus.
(16.01.2007, 22:05)
IP 66:   Da muß ich noch einmal nachfragen: Wo stand denn dieses alte Affenhaus? ist es das Gebäude in der Nähe des historischen Raubtierhauses oder irgend etwas anderes?
Eine gewisse Raritätenkabinettatmosphäre - nebst problematischen Haltungsbedingungen - bietet das Vogelhaus bei Hagenbeck.
(16.01.2007, 12:28)
Carsten:   Da die "Raritätenkabinette" meist umgenutzte ältere Tierhäuser waren, sind die meisten verschwunden, da die Haltungsbedingungen nicht mehr zeitgemäß waren.
Die Atmosphäre eines "Raritätenkabinetten" treffen vielleicht noch einige Nachttierhäuser oder Abteilungen was den Tierbesatz betrifft, nicht den Bau selber.
(14.01.2007, 12:22)
Hannovy:   So ein Raritätenkabinett würde ich auch gerne mal sehen. Gibt es noch Zoos mit solchen Häusern ? Gab es in Hannover auch mal ein Raritätenkabinett ?
(14.01.2007, 07:28)
Michael Mettler:   @Langhals: Siehe Oliver Jahns Beitrag vom 2.1.07.
(12.01.2007, 10:35)
Langhals:   Welches Haus war denn in Leipzig ein " Raritätenkabinett " ?
(12.01.2007, 00:10)
IP66:   Herrn Mettlers Bemerkung über die Variabilität der Käfigeinrichtungen scheint mir treffend - allerdings auch in Hinblick auf das alte Kleinsäugerhaus in Frankfurt oder das derzeitige in der Wilhelma.
Wo ist denn eigentlich die Bezeichnung Raritätenkabinett historisch belegt?Das älteste Beispiel, das ich kenne, ist Berlin, dann folgt Duisburg, und da gibt es nicht nur die formale, sondern auch eine personale Kontinuität, weil Herr Gewalt ja aus Berlin kam. Ansonsten kenne ich die Bezeichnung nicht. Haben die leipziger ihr Haus auch so genannt?
@Variable Käfige sind dem heutigen Ausstellungsdidaktiker natürlich ein Greuel. Es gibt sie aber in jedem Zoo, allerdings hinter den Kulissen, und sie sehen gar nicht so viel anders aus als ihre historische Ahnenreihe. Und praktisch sind sie auch, wenn es darum geht, abgebissene Tiere, Neuankünfte, unvorhergesehene Einlierungen und nicht zu vermittelnde Nachzuchten unterzubringen. Und wenn man dergleichen nicht sofort schlachten möchte, kommt man ohne solche Käfige nicht aus.
(11.01.2007, 19:47)
Langhals:   Nach dieser Definition waren weder die " Rairtätenkabinetts " in Duisburg,Halle und Berlin als solche zu bezeichnen, denn viele der darin gehaltenen Arten waren in der Haltung nicht problematisch und als sich diese Häuser in Raritätenkabinetts verwandelten, gab es weder EEP, IUNC oder CITES. Der Rundbau war ohnehin kein Raritätenkabinett,da in ihm weitaus mehr gewöhnliche Tierarten gehalten wurden als " Raritäten ". In einem Raritätenkabinett dürfen meiner Meinung nach nur Raritäten gehalten werden, und das traf auf keines der so genannten Raritätenkabinetts zu. Und der Rundbau wurde nie als Solches bezeichnet.
(11.01.2007, 12:53)
Ulli:   Meine Definition "Raritätenkabinett"
- Gefährdungsstatus z.B. gemäss EEP, IUNC oder CITES
- Problematische Haltungssysteme, dass kann auch so scheinbar gängige Tierarten wie Hase und Maulwurf betreffen.
- eher nachrangig, aber dennoch nicht ganz zu vernachlässigen: ausgefallene Tierarten, von denen es pro Ordnung nur eine oder wenige Arten gibt z.B. Erdferkel, die im Freiland nicht unbedingt selten sind.
Ich würde die zu haltenden Tierarten eines Zoos aber immer in einen Zusammenhang mit einem Konzept stellen (Kontinent, Biotop, Systematik) und nicht wahllos Tierarten in ein Gebäude zusammenfassen, deren einzige Gemeinsamkeit ist: je skurriler desto besser. Deshalb weine ich solchen Gebäuden wie in Frankfurt oder Duisburg auch keine Träne nach.
(11.01.2007, 11:44)
Michael Mettler:   Gar nicht schlecht, da hänge ich gleich noch ein Kriterium dran: Tiere, die der Durchschnittszoobesucher nicht in eine ihm geläufige Kategorie (Affe, Katze, Maus usw.) einordnen kann.

OK, er bezeichnet manche Antilopen auch als "Ziegen" oder "Rehe" - aber da ist er sich wenigstens gleich beim ersten Anblick "sicher" und muss nicht erst nach dem Gehegeschild suchen :-)
(10.01.2007, 22:00)
Zoosammler:   Ich habe das schon an anderer Stelle erwähnt: Für meine Begriffe ist "Raritätenkabinett" nicht über die Architektur oder die Haltungsform zu definieren.
Es kommt doch eher darauf an, ob eine größere Anzahl Tierarten gezeigt wird, die, der Mehrheitsmeinung folgend, ausgesprochen "merkwürdig", "skurril", "sonderbar" und/oder "selten" sind.
Mehr Definition braucht es doch im Grunde gar nicht.
(10.01.2007, 21:54)
Michael Mettler:   @Oliver: Duisburg hat den Begriff allerdings selbst verwendet. Auch "Rarität" ist ja schwammig definiert, Erdferkel sind z.B. in Afrika gar nicht selten - sie sind eben nur in Zoos rar, und das sind Elbe-Biber ebenfalls :-)
(10.01.2007, 21:44)
Oliver Jahn:   Vielleicht bekommen solche Häuser aber auch nur dann den Bergiff Raritätenkabinett, wenn irgendwann die Tiere, die dort gehalten wurden, ebenfalls zu Raritäten WERDEN! Oft sind sie es bei ihrer Haltung in diesen Häusern nicht immer gewesen.
Das war jetzt etwas verworren...also ich meine, jede Zeit hat doch ihre Raritäten. Ich lese im Zooführer Halle aus der Mitte der 50er, dass es im Zoo Quastenstachler gibt, beide Hyänenarten, Kulan und Dschiggetai, Goral, Saiga, Manul und Sundatiger. Und was schreibt der Zoo selber? "In einem kleinen Becken sehen Sie die größte Kostbarkeit des Zoos, die wertvollsten Tiere des Parks, ein Paar Elbe-Biber. Wer würde heute, in einer Zeit, in dem ich die Biber bei Magdeburg mit etwas Glück sogar wieder freilebend sehen kann, hier noch von Raritäten sprechen? Und so waren z.B. Baumkängurus etliche Zeit lang gar nicht soooo selten!! Auch Erdwölfe gab es häufiger, von Tapiren ganz zu schweigen. Alles Tiere des Frankfurter Rundbaus z.B.
(10.01.2007, 21:29)
Michael Mettler:   @IP66: Keine Schelte von meiner Seite! Tatsächlich bringt man den Begriff Raritätenkabinett ziemlich automatisch mit Säugetieren in Verbindung, obwohl es bekanntlich auch ornithologische, herpetologische usw. Raritäten gibt. In den von uns als klassisch betrachteten Raritätenkabinetts stellten jedenfalls Säuger das Grundgerüst, Angehörige anderer Klassen waren - wenn überhaupt - allenfalls Beisortiment. KLEINsäuger ist allerdings ein sehr schwammiger Begriff, denn die Riesenkängurus, Ducker und Schweinearten des Frankfurter Rundbaus würde ich nicht mehr als solche bezeichnen, und WIRKLICHE Kleinsäuger wie Mäuse, Igel usw. wurden in den betreffenden Bauten kaum gehalten. Das Dumme ist, dass wir alle wissen, welche Tiergruppen einigermaßen "typisch" für solche Häuser waren, es aber keinen passenden Sammelbegriff dafür gibt, der einen Schnabeligel genauso umfassen würde wie einen Wickelbären oder einen Kapuziner. Für das Duisburger Haus meine ich mal irgendwo den Begriff "zoologische Randgruppen" gelesen zu haben.

Und ein gewisses Durcheinander im Sinne von "Sammelsurium" gehört unbedingt zu einem Raritätenkabinett. Von der Exklusivität seiner Bewohner her müsste man sonst auch den Duisburger Koala-Baumkänguru-Komplex so nennen, aber der hat eben mit der australischen Fauna ein festes Thema.

Zumindest für meinen Geschmack zeichnet(e) sich ein Raritätenkabinett (wie schon andernorts erwähnt) auch durch eine sehr einheitliche Grundstruktur der Käfige aus, die in alle Richtungen modifiziert werden konnte. Man konnte schüttete Tiefstreu hinein schütten, um ein wühlendes Tier drin zu halten, oder Äste unter die Decke hängen für Klettertiere oder Flughunde.
(10.01.2007, 21:06)
IP66:   Man müßte vielleicht doch klarer definieren, worin ein solche "Raritätenkabinett" besteht, weshalb ich, auch wenn Herr Mettler mich einen Ignoranten schelten wird, lieber für den Namen Kleinsäugerhaus wäre, wie er meines Wissens in Frankfurt für den Vorgänger des Grzimek-Hauses verwandt wurde. Das älteste Raritätenkabinett, von dem ich weiß, war das erste berliner Affenhaus. Es war eines der typischen Gebäude der Jahrhundertmitte, ein großer Gesellschaftsläfig mit einem Innenraum, in dem an der Wand zum Außenkäfig kleine Einzelkäfige für die Affen halbrundförmig angeornet waren. Der an diesen vorbeiführende Besuchergang war nach zwei Seiten verlängert, und hier waren in Terrarien und kleinen Käfigen die übrigen Tiere untergebracht. Der Bau in Berlin wurde erst 1945 zerstört, allerdings waren die Affen schon im letzten Jahrhundert ausgezogen, und unter Heck fungierte das Ganze dann als "Raritätenkabinett", wobei man den Biedermeierbau mit Käfiganlagen regelrecht ummantelt hat. Die Geschichte des duisburger Raritätenkabinetts ist vergleichbar, es handelt sich hier um das Vorkriegsaffenhaus, daß nach der Eröffnung des Äquatoriums als Affenhaus nicht mehr gebraucht wurde. Hier gab es allerdings keine Umbauten, das Gebäude war ja, wie sich das für nationalsozialistische Bauten gehörte, überaus stabil. Den frankfurter Rundbau würde ich eher in eine Reihe von Bauten für kleinere Huftierarten und Känguruhs stellen. Der Typus des von Außenanlagen umgebenen Zentralbaus gab es allerdings schon im Jardin des Plantes, und in die Kategorie gehören ja auch die meisten Straußenhäuser und auch einige Anlagen für Antilopen. Berlin hat allerdings unter Heck einen langgestreckten Bau für kleinere Antilopenarten errichtet, der auch Kamele beherbergte. Vielleicht sollte man den Bautyp von den gehaltenen Arten trennen, die ja ein ziemliches Sammelsurium waren und wohl auch deshalb in den Rundbau kamen, weil man sie anderenorts nicht unterbringen konnte. Das gilt allerdings auch für die Kleinsäugerhäuser, und wenn man eine Definition drechseln möchte, so bestünde der Unterschied wohl darin, daß die Kleinsäugerhäuser vorwiegend über nach oben geschlossene Außenanlagen verfügten.
(10.01.2007, 20:09)
Mulan:   Das Kleinsäugerhaus wurde 1971 abgerissen. Die meisten Arten mußten aus Platzgründen abgegeben werden, einige ganz wenige Arten konnten an anderer Stelle im Zoo untergebracht werden, die Erdwölfe zogen in den Rundbau , die Waldhunde ins Raubtierhaus. Natürlich waren zu dieser Zeit längst nicht mehr soviele Arten darin untergebarcht wie vor 1945. Der Besucherraum war nur unwesentlich größer als der Rundbau.
(03.01.2007, 12:35)
Oliver Jahn:   Das Kleinsäugerhaus in Frankfurt ist von 1900 und es wurde erst abgerissen, zum Bau des Grzimek-Hauses.
@Mulan, der Koata ist ein Spinnenaffe, damals mit dem lat. Namen Ateles paniscus.
(02.01.2007, 23:36)
Zoosammler:   @Langhals: Seit wann existierte denn das Kleinsäugerhaus? Es gab ja bereits vor dem Krieg eines (vielleicht ist das ja das selbe), dessen Tierbestand sich 1911 schon recht beeindruckend liest: u.a. Amerikanischer Dachs, Honigdachs, Zorilla, Skunk, Tayra, Grison, Gemeine Zibethkatze, Malayische Zibethkatze, Tana-Genette, Panther-Genette, Südafrikanische Katzengenette, Sump-Ichneumon, Ägyptischer Ichneumon, Capische Graumanguste, Schwarzer Musang, Maskenroller, Pardelmarder, Wickelbär, sowie: "einige Exemplare des graugelben oder fuchsroten Rüsselbären (Nasua rufe Desm.), auch Coati genannt", Madagassischer Borstenigel, Flederfuchs, Urson, Quastenstachler, Ferkelratte, Viscacha, Wildkanninchen (habe ich noch nie in Gefangenschaft gesehen), Kanadisches Waldmurmeltier, Sinai-Wüstenrenner, div. Bilche, Ziesel sowie "Gemeines, Grau-, Fuchs- und Goldbauch-Eichhorn", Borstengürteliter, Langschwanzschuppentier(!), versch. Kusus, Opossums, Wombat, Ameisenigel (!), Klippschliefer.

Meiner Meinung nach für 1911 ein grandioses Raritätenkabinett!
(02.01.2007, 23:11)
Mulan:   Dieser Tierbesatz liest sich auch toll. Und es ist schon bemerkenswert, wie übereinstimmend mit manchen Arten die Zoologischen Raritätenkabinetts sind.Aber was ist ein Koata ?
(02.01.2007, 22:56)
Oliver Jahn:   Die Frage von Mulan hat mich auch noch mal nachschlagen lassen. In Dresden bin ichb wirklich nicht fündig geworden. Da fällt mir kein Haus ein, das ich als Raritätenkabinett im weiteren Sinne bezeichnen würde. In Leipzig hingegen käme das alte Affenhaus dem schon etwas näher, denn hier waren längst nicht nur Affen untergebracht, sondern auch etliche andere Arten. Das Haus entstand 1901. Hier mal ein Überblick über seinen Bestand im Jahr 1909!!!
Javaneraffe
Kronaffe
Schweinsaffe
Rhesusaffe
Morenmakak
gelbgrüne Meerkatze
weißgrüne Meerkatze
Rotkopfmangabe
Mantepavian
Mandrill
Grpner Pavian
Brauner Pavian
Babuin
Kapuzineraffe
Vari
schwarzköpfiger Maki
Mongoz
Moherenmaki
Waschbär
Rüsselbär
afrik.Zibetkatze
indische Zibetkatze
Palmenroller
Ichneumon
Zebramanguste
Fuchskusu
braunzottiges Gürteltier
tasmanischer Ameisenigel
gemeines Eichhörnchen
Prevosts Eichhorn
graues Eichhorn
Fuchseichhorn
Königseichhorn
Alligator
Orang Utan
Schimpanse
Koata
Uistiti
und zum Schluss noch der Riesensalamander. Ich möchte mal wissen, wo die ganzen Tiere da untergebracht waren!! Aber ein wenig nach Raritätenkabinett klingt das doch schon, oder???


(02.01.2007, 20:56)
Michael Mettler:   @Langhals: Von Primaten und Agutis, die heute das Haus bewohnen, mal abgesehen, weiß ich z.B. von Baumkängurus, Zebramangusten, Fenneks, Europäischen Dachsen (in einer Außenanlage), Himalaya-Tahren (zusammen mit den Schweinsaffen auf dem zum Haus zugehörigen "Felsen". Außerdem stand dort, bevor das Aquarium gebaut wurde, in der oberen Halle einige Zeit eine Aquarienausstellung mit Fischen bis hin zum Süßwasserrochen.

Und auch die früher oder heute gehaltenen Affenarten waren/sind durchaus "raritätenwürdig": z.B. Schwarzwangen- und Schmidt-Weißnase, Vervet- und Monameerkatze, Weißbartlangur, Schopfmangabe, Weißkopfmaki, Schweinsaffe....
(02.01.2007, 19:23)
Mulan:   Ich würde das Nürnberegr Tropenhaus auf keinen Fall als Raritätenkabinett bezeichnen. Bei seiner Eröffnung 1977 waren weder Flachlandtapire , Zwerflußpferde , Fluhunde noch Faultiere Seltenheiten in Zoos, im Gegenteil. Auch Schabrackentapire waren da längst keine Rarität mehr, wenn auch etwas seltener gezeigt als Flachlandtapire.
(02.01.2007, 18:57)
Langhals:   @Dennis K. Das weiß ich , deswegen habe ich ja auch geschrieben " war ".
@ Michael Mettler. Auch der Vorängerd es Grizmekhauses, das alte Kleinsäugerhaus in Frankfurt, dort wurde vom kleinen Insektenfresser über Tamanduas, Faultiere bis hin zur verschiedenen Kleinkatzen alles gehalten. Was wurde denn in Osanbrück alles gehalten ? Ich kenne ausschließlich nur Affen darin.
(02.01.2007, 18:53)
Dennis K.:   Zwergflusspferde gibt es nicht mehr in Nürnberg und die Hirscheber sind durch Pinselohrschweine ersetzt
(02.01.2007, 17:42)
Michael Mettler:   @Langhals: So gesehen wäre eigentlich auch jedes Nachttierhaus ein Raritätenkabinett. Und auch das Kölner Südamerikahaus würde diesen Namen verdienen, vor allem wenn man sich überlegt, was dort früher gehalten wurde - vom Kondor bis zum Berggorilla!

In zwanzig, dreißig Jahren werden wir wohl in der Rückschau auch das Osnabrücker Mehrzweckhaus so betiteln, wenn ich mir überlege, was dort schon alles gehalten wurde bzw. derzeit gehalten wird.
(02.01.2007, 16:55)
Langhals:   Genaugenommen war auch das Tropenhaus in Nürnberg ein Raritätenkabinett. Ein einiger, kleiner Raum mit Seltenheiten aus verschiedenen Ordnungen.( Manatis, zwei Tapir-Arten , Zwergflußpferde , Hirscheber , Faultiere , Flughunde...
(02.01.2007, 16:30)
Karsten Vick:   Im "Kleinen Bärenzwinger". Guckst du hier Kategorien:-> Tiergruppen -> sonstige Säuger -> Beutelwolf.
Der Beuteltierexperte Prof. Moeller sucht (immer noch?) Hinweise auf den Verbleib der Tiere.
(02.01.2007, 16:22)
Helga:   Wo lebten denn in Köln die Beutelwölfe?
(02.01.2007, 16:14)
Mulan:   Ich habe mal meine Unterlagen nach weiteren " Zoologischen Raritätenkabinetts " durchforstet. Tatsächlich wurde ich auch für Köln fündig. Das alte Straußenhaus wurde kurz vor dem Krieg schon mit den unterschiedlichsten Tierarten besetzt, natürlich auch Känguruhs ( die wußte irgendwie kein Zoo richtig unterzubringen )und nach dem Krieg wurde das Haus doch tatsächlich in " Rundhaus " unbennant...In ihm lebten solche Raritäten wie Wasserrehe, Kleinkantschil , Kleine Pandas ,Ozelot , Afrik. Wildhund , Helmkasuar ,ein Humboldt-Pinguin ! ,und als Krönung Riesenotter. Desweiteren war in ihm ein kleines Aquarium und die Reptilien untergebracht. Das Haus wurde zu Beginn der 60 iger Jahre abgerissen und stand dort , wo heute die Kmael-Anlage ist. Mich hätte es doch gewundert , wenn im drittältesten deutschen Zoo kein Raritätenkabinett gewesen wäre. Wie siehts denn mit Dresden und Leipzig aus ?
(02.01.2007, 15:51)

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