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Eure Welt-Zoo-Strategie



IP66:   Vielleicht klingt es ein wenig altliberal, aber Welt-Strategien scheinen mir generell verdächtig. Sicher ist es schön, wenn Zoos sich um den Erhalt bedrohter Arten kümmern - das funktionierte bei Wisent oder Urwildpferd aber auch ohne Weltverpflichtung. Schön ist es aber auch, wenn ein Park sich bemüht, eine nicht bedrohte Art, die bisher kaum oder gar nicht gehalten wurde, erfolgreich züchtet. Und begrüßen würde ich es auch, wenn nicht jeder das baut, was alle bauen. Ich denke, daß die Ergebnisse der Orientierung an Nachbarzoos eben auch vom Intelligenzquotienten der Zooleitung abhängen: Der eine baut nach, was der andere schon hat, der andere realisiert, was die Besucher aus der Nachbarstadt anlocken könnte, weil sie es daheim nicht anschaun dürfen.
(10.01.2007, 18:35)
th.oma.s:   @Langhans ist o.k. jeder hat mal einen wurf frei, zumal Sie mich gründlich mißverstanden haben: bei dem begriff traum - von Hannes als threateröffner eingeführt - fällt mir bei jedem zoobesuch beim anblick eines asiatischen elefanten, eines grevvy - zebras oder einer addax primär ein, wie lange noch ? In dem sinn habe ich auch noch einen zweiten:
traumhaft wäre es wenn die zoos tatsächlich jederzeit ausreichend
kapazitäten für erhaltungszuchen stark bedrohter tierarten bereitstellen könnten, bzw. ihr potential dahingehend ausschöpfen würden? besser so ? aber subjektiv empfunden eben nur der zweit schönste traum in bezug auf zoos.
(10.01.2007, 17:22)
Jennifer Weilguni:   Hier könnte auch viel erreicht werden, wenn die Zoos ihre Besucher viel mehr auf die Notwendigkeit der Erhaltung des Lebensraumes aufmerksam machen würden. Ehrlich gesagt vermisse ich das in fast allen Einrichtungen, klar erwartet der Besucher einerseits einen schönen Tag ohne auf die bösen Probleme der Welt aufmerksam gemacht zu werden, aber das Probleme wie Wilderei und eben auch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume immer nur auf kleinen Zettelchen am Rande erwähnt werden finde ich doch sehr schade. Immerhin sollen doch die Zootiere unter anderem auch als Botschafter ihrer freilebenden Verwandten dienen. Hier fände ich mehr Engagemant der Zoos für angebracht ( so frei nach dem Motto: befahren Sie nicht nur den Sambesi, erhalten Sie ihn auch :-))
(10.01.2007, 15:49)
Karsten Vick:   Ja ich dachte schon du hast was komisches geraucht, dein Humor war ja kaum noch auszuhalten;-) Trotzdem hast du auch was wahres gesagt. Denn auch ich sehe einen Widerspruch zwischen den Geldern die der Zoo einerseits für Arterhaltung und speziell Naturschutz im Freiland (womit er eigentlich seine Existenzberechtigung begründet), andererseits für den Bau von geilen Disneyland-Kulissen ausgibt. In meiner Zoo-Strategie würde die Forderung stehen, Anlagen unbedingt tierartgerecht, für den Besucher so hübsch wie nötig, dabei aber so billig wie möglich zu bauen. Statt dessen soll mehr Geld in für den Besucher nicht zugängliche Zuchtstationen investiert und für Naturerhaltungsprojekte gespendet werden.
Das man schöne Anlagen auch preiswert bauen kann, sehe ich in Rostock und im Vogelpark Marlow. Aber bevor ich damit polemisch werde, versuche ich erstmal ein paar Zahlen darüber aufzutreiben.
(10.01.2007, 12:33)
Langhals:   Mein gestriger Beitrag ist nicht so gemeint, wie er sich liest. Ich hatte gestern einen ziemlich stressigen Tag. Also, Thomas, Sorry, bitte nicht böse sein !
(10.01.2007, 11:18)
Langhals:   Ich kann Thomas nur beipflichten, Gefangenschaftsnachzuchten gefährdeter Tierarten sind aus Artenschutzgründen abslout abzulehnen ! Und stoppt endlich die sinnlosen Auswilderungsprojekte und die Zoos sollten sich keinesfalls an Arten,-und Naturschutzprojekten beteiligen, sondern das Geld lieber in monströse Architekturdenkmäler investieren. Nicht wahr, thomas ?
(09.01.2007, 23:00)
Johannes Pfleiderer:   Neben schon genannten Punkten wie dem verstärkten Engagement für selten gezeigte Tiergruppen und einer Zooführer-Herausgabepflicht (was auch für einen Jahresbericht gelten sollte), würde ich mir vor allem eine stärkere Abstimmung der Bestände von benachbarten Zoos wünschen.
Außerdem sollten sich große Zoos von häufigen Tierpark- und Wildparkarten wie Waschbär, Nutria, Damhirsch oder Mufflon trennen, um mehr Platz für anspruchsvollere oder gefährdetere Arten zu schaffen.
(09.01.2007, 21:28)
th.oma.s:   traumhaft wäre, wenn auf gefangenschaftsnachzuchten aus gründen der arterhaltung verzichtet werden könnte
(09.01.2007, 20:39)
Marco:   Ich wünsche mir mehr Hirn und Verständnis bei Besuchern und v.a. Medien, die die Stimmung und Meinung machen (siehe Lippenbären-"Skandal").
Wie Michael befürworte ich die Verfütterung überzähliger Huftiere, auch alle anderen sollen sich auf natürliche Weise vermehren und ihre Jungen aufziehen dürfen (was die Verwertung überzähliger Tiere einschließt), wenn dies wesentlichen Einfluss auf das Verhalten hat.
Die Abhängigkeit vom Kunden wird zunehmend bestimmend, dadurch kommt es zur Uniformisierung vieler Zoos. Auch das wäre in "meiner Welt-Zoo-Strategie" nicht nötig...

Und: Jeder Zoo wird jedes Jahr verpflichtet, einen aktuellen Zooführer mit Tierbestandsliste und Lageplan herauszugeben ;-)
(09.01.2007, 20:04)
Michael Mettler:   Mein Laien-Traum bezieht sich nicht auf eine bestimmte Tiergruppe: Ich würde mir eine weltweite (!) Aufklärungsoffensive der Zoos bezüglich der Zucht, Auslese und auch innerbetrieblichen Verwertung (z.B. Verfütterung überzähliger Huftiere) von Zootieren wünschen. Beinhaltend das Prinzip, dass nicht artgerechte Geburtenverhinderung in einem biologisch orientierten Zoo-Konzept fehl am Platz ist. Und dazu würde auch zählen, Tabus hinsichtlich einiger besonders populärer Tiergruppen aufzuweichen.
(09.01.2007, 19:31)
Hannes:   Hier wird ja oft über denn Sinn und Unsinn diverser Dinge welche Zoos tun diskutiert.
Ich habe mir nun mal ganz frech überlegt wie Ihr euch großräumig angelegte Zuchtprogramme für diverse Zootiere wünschen würdet.
Ganz wichtig ist:
DIESER THREAD BEINHALTET "LAIEN"-TRÄUME
Also nicht gleich ausflippen wenn wuch was nicht passt oder unreal vorkommt.

Ich fang mal einfach an mit Delfinen:

Ich persönlich würde mir einen europäischen Mehreinsatz für diese Form der Meeressäuger sehr wünschen.
Großbritanien als Insel hätte genug möglichkeiten an Meerwasser zu kommen um somit große Lagunen etc. zu bauen.
Desweiteren wünsche ich mir das in Deutschland Soltau als Finanzkräftiges Unternehmen eine große Anlage baut (Lagune)oder die Haltung einstellt. Nürnberg soll mit der Lagune voran kommen und Duisburg ein Au0enbecken bauen. Generell würde ich eine Pflicht für Außenbecken fordern.
Münster sollte die Haltung in der jetzigen Weise einstellen und sich, mit anderen europäischen Zoos zusammen, um den Import von Amazonas-Flussdelfinen (Wildfänge-siehe Flussdelfin Thread) bemühen. Auch würde ich es mir wünschen wenn sich andere europäische Zoos um die Neuanschaffung bemühen. Ich denke da an Harderwjik für neue Arten (Belugas, größere becken für Schweinswale, Jacobitas), Burgers Zoo (die selben) und Rotterdam (egal welche).
Auch wären diese Zoos für Flussdelfine prädestiniert.
Es könnten ja generell neue Delfinarien eröffnet werden, z:B. an der Nord oder Ostsee.
Das wäre dann auch schon meine Wunschliste.
Hat irgendwer von euch ähnliche pläne für Tiergruppen geschmiedet
(09.01.2007, 19:06)

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