
| cajun: | Ach, stimmt. In Hellabrunn! Allerdings Zuchtgruppe Kudus.... (01.07.2021, 16:02) | ||
| cajun: | Also das wäre doch mal ein Anblick auf einer Gemeinschaftsanlage. Hartmann Zebras mit Kudu- Bockgruppe. Gibt es da irgendwelche Erfahrungen? (01.07.2021, 16:00) | ||
| Hannes Lueke: | Beim stöbern nach Tipps für die nächste Floridareise habe ich diesen Thread wiedergefunden und kann ebenfalls wissen aus Homossassa beisteuern Die Manatis leben im Hauptstrom in Gewässern mit einer Tiefe ab ca. einem Meter. Alligatoren kann man schon mal sehen sind aber eine absolute seltenheit da diese sich hauptsächlich in den Sümpfen mit noch flacherem Wasser aufhalten. Was jedoch dort lebt sind Otter! Das wäre vielleicht mal eine Idee.... (29.07.2016, 15:04) | ||
| Jonas Homburg: | Wo wir schon mal bei Vergesellschaftung mit Manatis sind: Wäre es denkbar, eine Amazonas-Gemeinschaft aus Tonina, Sotalia, Manati und Riesenotter zu machen? Man müsste sicherlich genügend Flachwasser-Rückzugsbereiche für die Otter bauen und Toninas importieren, aber sonst? (18.07.2011, 15:26) | ||
| Jonas Homburg: | Wo wir schon mal bei Vergesellschaftung mit Manatis sind: Wäre es denkbar, eine Amazonas-Gemeinschaft aus Tonina, Sotalia, Manati und Riesenotter zu machen? Man müsste sicherlich genügend Flachwasser-Rückzugsbereiche für die Otter bauen und Toninas importieren, aber sonst? (18.07.2011, 15:26) | ||
| Sacha: | Ralf hat natürlich recht (aber war zu gnädig, es mir anzukreiden:)): Es heisst "Homossassa Springs" und nicht "Homossa Springs". (04.07.2011, 16:10) | ||
| Ralf Sommerlad: | In Homossassa Springs und andernorts, wie bedonders auffällig im Blue Springs State Park, leben Alligatoren und Manatis bestens und reibungslos zusammen. Sie können sich allerdings auch problemlos aus dem Wege gehen, was bei der Zoohaltung allenfalls eingeschränkt der Fall wäre. Von einer Alligatoren oder Spitzkrokodil-Attacke auf einen erwachsenen Manati habe ich noch nie glaubhaft gehört. (15.06.2011, 15:03) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Laut flüchtigem Googeln soll der Manati "keine natürlichen Feinde" haben, demnach kämen Krokodile wohl nur ausnahmsweise als Angreifer in Frage (was natürlich nicht zwingend heißen muss, dass sich diese Verhältnisse auf Zootierhaltung übertragen lassen). (15.06.2011, 11:47) | ||
| Sacha: | @MM: Gute Frage, die ich hoffentlich nächstes Jahr beantworten kann. Wenn alles "normal" verläuft, dann fliege ich mit Familie im Frühjahr 2012 nach Florida!!!!! Und eines der MOEGLICHEN Ausflugsziele ist Manatee Tour in der Nähe von Homossa Springs. Dann werde ich die Guides danach fragen. (15.06.2011, 09:45) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Da Krefeld seit Jahren keine Jahresberichte mehr herausgibt, müsste ich die Info eigentlich schon vor längerer Zeit dem Forum entnommen haben... Mal unabhängig von potenziellen weiteren Mitbewohnern: Gibt es eigentlich unter Freiland-Verhältnissen in Florida eine friedliche Nachbarschaft zwischen Manatis und Alligatoren? Letztere kämen ja bei einer entsprechenden Vergesellschaftung auf jeden Fall mit einem Tiefwasserbecken zurecht. (14.06.2011, 20:52) | ||
| Sacha: | Erst mal vielen Dank für Eure Antworten. Das mit den Glattstirnkaimanen war mir wohl bewusst, in meiner Fantasie sah ich die auch eher als Bewohner einer Kaskade, die in das grosse (Manati-)Becken mündet. @Ottmar Müller und @Michael Mettler: Woher stammen Eure Infos bezüglich des Jagderfolgs bzw. welche Vogelarten wurden erwischt (eher "Flieger" wie Tangaren, die zum Trinken ans Wasser kommen oder eher "Wasser- und Bodenbewohner" wie Enten, Rallen, Blatthühnchen, Trompetervögel oder Erdtauben?) (14.06.2011, 17:20) | ||
| Henry Merker: | @Michael: Stimmt; Palaeosuchus bewohnt vorzugsweise schnell fließende Bäche oder kleinere Flüsse und auch flache Gewässer. (10.06.2011, 19:46) | ||
| Ottmar Müller: | Da ist kein Netz. Aber die Kaimane fressen auch die Schildkröten (Oder Teile von ihnen...), da brauchen sie keine Vögel... (10.06.2011, 18:20) | ||
| Jan Beensen: | Ist über dem Kaimangewässer in der Wilmelma nicht ein Netz? (10.06.2011, 17:52) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Die Krefelder Keilkopf-Glattstirnkaimane sollen sich jedenfalls als gute Jäger erwiesen haben... Irgendwo im Hinterkopf habe ich, dass die beiden Arten Glattstirnkaimane nicht Großgewässer, sondern schnell fließende Bäche bewohnen sollen. Vielleicht wäre eine derart an Flachgewässer angepasste Tierart kräftemäßig damit überfordert, in einem notwendigerweise tiefen Manati-Becken schwimmen zu müssen...? Auch bei Wasserschildkröten gibt es m.W. Flachwasserbewohner, die in tiefen Becken der Gefahr des Ertrinkens nach Erschöpfung ausgeliefert sein sollen. (10.06.2011, 17:44) | ||
| Sacha: | Ich wundere mich, dass (zumindest nach meinem Erkenntnisstand) nirgends Nagelmanatis mit kleineren Kaimanen zusammengehalten werden? Erstens würden z.B. Brillen- und Augenbrauenkaimane kaum eine Gefahr für die Seekühe darstellen (vermutlich nicht mal für deren Nachwuchs). Zweitens müssten sich die Lebensräume besagter Kaimane auch in der Natur mit denen der Seekühe überschneiden. Und drittens könnte man so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, da man das Gehegevolumen effizienter nutzen könnte als mit zwei Einzelgehegen. Was meint Ihr? Zugleich die Frage: Wie geschickt sind denn Kaimane in der Vogeljagd? Sind z.B. in der Wilhelma schon einige Piepmäze wegen der Breitschnauzenkaiman draufgegangen? (10.06.2011, 16:01) | ||
| Michael Mettler: | @Ottmar Müller: Wenn Viscachas ähnlich veranlagt sind wie die nahe verwandten Chinchillas, könnten auch ihnen die quirligen Degus ziemlich auf die Nerven gehen... Rein logistisch: Agutis werden m.W. mit viel Obst gefüttert, Degus neigen bei Obstfütterung stark zu Diabeteserkrankungen mit Begleiterscheinungen wie Grauem Star, Unfruchtbarkeit usw. - da sich kaum verhindern ließe, dass die Degus auch ans Agutifutter gehen, spräche der Gesundheitsaspekt gegen die Vergesellschaftung dieser beiden Arten. (27.05.2011, 20:15) | ||
| Ottmar Müller: | Was meint ihr denn jetzt zu meiner Pampa-WG? (27.05.2011, 18:47) | ||
| Hans-Dieter Philippen: | War gestern im Tierpark DIERENRIJK in Mierlo bei Eindhoven. Dort hält man 5 - 6 Braunbären mit einer 4er Gruppe (hab nicht mehr Tiere gesehen) Europäischer Wölfe zusammen. Konnte den Tagüner keinerlei Interaktionen zwischen den Tieren beobachten. Weitere Vergesellschaftungen: 1,1 Kragenbären mit 4 Korsaks und 1,2,1 Auerochsen mit 2 Rentieren. (21.05.2011, 20:40) | ||
| Ottmar Müller: | Könnte man Viscachas, Degus und Azara-Agutis in eier Pampa-Gemeinschaft halten? (21.05.2011, 18:35) | ||
| Michael Mettler: | "Füchse mit Bären geht doch auch" kann man nicht als Regel gelten lassen, das scheint sehr von den individuellen Neigungen der Bären (oder vom Grad ihrer anderweitigen "Auslastung"?) abhängig zu sein. Schließlich gibt es Zoos, die solche Kombinationen nach mehr oder weniger langer Zeit aufgegeben haben, nachdem sich ihre Bären zu Fuchsjägern entwickelt hatten. Gerade bei Carnivoren-Vergesellschaftungen scheint mir auch das Alter bzw. der "Reifezustand", in dem die Individuen zueinander gebracht werden, ein wichtiger Faktor zu sein. Auch gemischte Raubtiernummern in Circus sind ja in gewissem Sinne Carnivoren-Vergesellschaftungen, und nach dem zu urteilen, was ich darüber gelesen habe, scheinen sie mit dem gemeinsamen Aufwachsen junger Tiere am einfachsten aufzubauen zu sein, während das "Eindressieren" neuer Tiere in eine bereits bestehende, erwachsene Gruppe sehr viel Arbeit und Aufsicht durch den Dresseur erfordert. Letzteres aber sind völlig andere Voraussetzungen als bei einer Zoohaltung, während eine gemeinsam herangewachsene Gruppe eher dazu geeignet wäre, ohne ständige Aufsicht auszukommen. Selbst in den kleineren und strukturärmeren Käfigen und Gehegen früherer Zeiten hat es schon langjährige Vergesellschaftungen von Raubtieren gegeben - auch von solchen mit sehr unterschiedlicher Körpergröße, wenn auch oft nur mit zwei Einzeltieren verschiedener Arten statt mit jeweiligen Zuchtpaaren/-gruppen. Dennoch denke ich, dass mehr möglich ist als man denkt. Entscheidend dabei scheint mir neben der Gehege- und Altersstruktur auch das "Händchen" der jeweiligen Pfleger zu sein. Auch halte ich es für durchaus statthaft, den Vergleich zum Circus zu ziehen: Unter Raubtiertrainern gilt "die Gemischte" als Hohe Schule des Metiers, weil sie weitaus mehr Können und Einfühlungsvermögen des Trainers abverlangt als eine nur aus einer Art bestehende Gruppe (was übrigens nicht nur für Raubtiere gilt). (13.05.2011, 09:08) | ||
| Jennifer Weilguni: | Es braucht eben ein wenig Fingerspitzengefühl herauszufinden, wann so eine Gesellschaftung noch Bereicherung und Animation für die "WG-Bewohner" ist und ab wann die Tiere nur noch unter Stress leiden. Manchml wandert man da auf schmalem Grat. (13.05.2011, 06:19) | ||
| BjörnN: | Waldhunde sind durchaus aggressive Kerlchen, wissen sich zu verteidigen. Man sollte den Stressfaktor für die Tiere nicht unterschätzen, daher würde ich auf ein solches Experiment verzichten. Eine entsprechend große und gut strukturierte Anlage könnte da durchaus Abhilfe schaffen. (12.05.2011, 22:03) | ||
| Liz Thieme: | Warum sollte es nicht funktionieren, Füchse mit Bären geht doch auch und es sind ebenfalls beides Carnivora. Zumal Brillenbären als eher "Nebenher-Fleischfresser" gelten und nicht auf Jagd direkt gehen. Wobei hier verschiedene Untersuchungen noch laufen. Ich kann es mir schon vorstellen, dass es klappen kann. Allerdings sind die Lebensräume schon auch unterschiedlich. Man müsste das Gehege gut strukturieren und den Waldhunden Möglichkeiten des eigenen Bereichs geben mit dem Risiko, dass sie das Gebiet der Brillenbären meiden. (12.05.2011, 21:23) | ||
| Ottmar Müller: | Aber die Kombi Nasenbär/Brillenbär funktioniert auch. Man könnte den Waldhunden ja Rückzugsmöglichkeiten bieten. (12.05.2011, 21:19) | ||
| BjörnN: | @Ottmar Müller Davon halte ich nicht viel, beide Arten sind Raubtiere, vorrangig bodenbewohnend. (12.05.2011, 20:57) | ||
| Ottmar Müller: | Was sagt ihr zur Kombi Waldhund/Brillenbär? (12.05.2011, 20:55) | ||
| Henry Merker: | Das kann ich dir auch nicht sagen... (08.05.2011, 23:07) | ||
| Holger Wientjes: | @Henry Merker: Ja ist ja nicht schlimm ! Aber warum Siezen wir uns jetzt ? (08.05.2011, 22:50) | ||
| Henry Merker: | @Michael Mettler: Vielen Dank für die nähere Information zur Barasingha-Hulman-VG. Ich hatte angenommen, dass die Vergesellschaftung nur über ein kurzen Zeitraum ausprobiert worden war. @Holger Wientjes: Da Sie nun wissen, dass ich angenommen hatte, dass es nur ein kurze Angelegenheit war, werden Sie meinen (vorschnellen) Standpunkt nachvollziehen können. Ich habe es unterlassen nachzufragen; dies hätte ich tun sollen. @Mel: Da gebe ich Ihnen Recht; eine Nachahmung wäre wünschenswert. (08.05.2011, 22:35) | ||
| Mel: | Auch ich finde es sehr schade wenn eine erfolgreiche VG keine "Nachahmer" findet. Jedoch kann ich es sehr gut verstehen, und heiße es sogar als richtig, wenn man eine solche VG beendet wenn man diese aus platztechnischen Gründen nicht mehr weiter führen kann. Schließlich bedeuten VG im Regelfalle immer einen höheren Platzbedarf als bei Einzelpräsentation, alleine die Schaffung von Rückzugsarealen die nur von einer Art erreicht bzw. genutzt werden können (und diese Areale müssen ja für jede Art der VG vorhanden sein). Wenn dies nicht mehr möglich ist, wäre es doch schon grob fahrlässig die VG weiter zuführen, da man die Tiere dann einem Dauerstreß aussetzen würde. (08.05.2011, 21:55) | ||
| Holger Wientjes: | @Henry Merker: Das verstehe ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht, warum die Vergesellschaftung an sich über einen längeren Zeitraum nicht erfolgreich gewesen sein sollte, nur weil man sie aufgrund technischer Umstände, sprich das Gehege wurde für grosse Huftiere zu klein, beendet hat ?!?! (08.05.2011, 21:48) | ||
| Mel: | Auf Grund der erwähnten Hygienefaktoren würde ich generell von Vergesellschaftungen "Futtersensibler" Tiere mit Primaten abraten. Die von Holger erwähnte giraffen-Zebra-Husaren VG ist eine interessante Idee und sollte möglich sein. Im Falle der Antilopen würde ich zu Elen neigen, sie sind etwas "robuster" als andere Arten, Husaren sind ja doch recht lebhafte Zeitgenossen. (08.05.2011, 21:34) | ||
| Michael Mettler: | @Henry Merker: Die Hulman-Barasingha-Kombi war durchaus erfolgreich, gerade zwischen den halbwüchsigen Affen und den Hirschen gab es auch Interaktionen. Allerdings wurde Fläche für einen Festsaal für Events gebraucht, die von der vormaligen Anlage abgeknapst wurde, und die verbliebene Fläche war dann zu klein, als dass man die Hirsche noch darauf hätte halten können. Ich finde nicht nur die Beendung dieser Kombi schade, sondern auch, dass sie offenbar nirgendwo Nachahmer gefunden hat. Husarenaffen mit Huftieren müsste es irgendwo in den USA geben/gegeben haben, ich meine mich an ein Foto zu erinnern...? @Mel: An den Hygienefaktor habe auch ich nicht gedacht... (08.05.2011, 20:22) | ||
| Henry Merker: | @Holger Wientjes: Zumindest für mich hört sich dies nicht wirklich nach einer erfolgreichen Vergesellschaftung an.... (08.05.2011, 19:01) | ||
| Holger Wientjes: | Stimmt, Rimba hatte ich ganz vergessen. Hulmans lebten "einst" mit Barasinghas in Hannover zusammen. Das Gehege wurde dann verkleinert und die Hirsche mussten weichen. (08.05.2011, 17:19) | ||
| Henry Merker: | In Kerkrade sind auf jeden Fall Capybaras mehr oder wenige mit Wollaffen vergesellschaftet...letztere sind auf einer Art Hochplateau untergebracht, das als "Insel" in der Capybaraanlage steht. Wo werden denn Barasinghas und Hulmans gemeinsam gehalten? Mit den Husarenaffen könnte es eventuell klappen; scheinbar funktioniert ja zudem die Vergesellschaftung von Schweinsaffen, Bantengs und Leierhirschen in Rimba. Möglicherweise könnte es dann auch mit Husaren klappen... (08.05.2011, 15:23) | ||
| Holger Wientjes: | @Mel: Das sind gute Argumente, die ich überhaupt nicht bedacht habe !!! Wie steht es um andere Vergesellschaftungen mit Primaten ? Barasinghas/Hulmans ist ja erprobt. Giraffen, Zebras, Antilopen/Husarenaffen fände ich noch reizvoll sowie Vergesellschaftungen von Neuweltprimaten mit z.B. Tapiren, Capybaras und co. (08.05.2011, 14:08) | ||
| Mel: | Ich bin ja nun schon meine Vorsicht, was Vergesellschaftungen betrifft bekannt. ;) Auch ich wäre bei dem Thema Vergersellschaftung von Okapis mit ... sehr vorsichtig. Bewehrt hat sich ja die Kombination mit Rotduckern, bei Primaten, wie die vorgeschlagenen Guerezas hätte ich zwar keine Bedenken bezüglich ihrer Vertäglichkeit bzw. ihres Tempraments, sondern eher bezüglich herab fallenden Primatenfutters (Futterreste)sowie deren Kot. Da Okapis sehr reinlich Tiere sind neigen sie dazu Verunreinigungen des Fells durch putzen (lecken) zu entfernen. Primatenkot und Urin ist nun nicht gerade "ohne", und ist schnell vom Okapi aufgenommen sollte sich mal ein Mitbewohner vom Baum herab über diesem entleeren. (08.05.2011, 12:21) | ||
| Jennifer Weilguni: | Grade bei so wertvollen Tieren wie Okapis sollte man doch sehr vorsichtig mit dem Thema Vergesellschaftung umgehen. (08.05.2011, 11:47) | ||
| Liz Thieme: | Ich wüsste einen Zoo in dem man das ganz schnell "testen" könnte. Im Bronx Zoo lebten 2007 im Nachbargehege der Okapis Guerezas in einer Vergessellschaftung mit Pinselohrschweinen, ob das noch so ist weiß ich nicht. Wenn man da den Luftraum öffnet zu den Okapis, hätten die Guerezas dort auch noch einen Wald zur Verfügung. Durch den hohen Baumbestand, sehe ich hier eine Möglichkeit, dass sich die Tiere gut verteilen. Man müsste nur noch den Okapibereich übernetzen. (08.05.2011, 11:24) | ||
| Ottmar Müller: | Es wäre eben schwierig den Okapis Rückzugsgelegenheiten zu ermöglichen, da die Affen kleiner und agiler sind. (08.05.2011, 10:36) | ||
| Michael Mettler: | @BjörnN: Die meisten Steppenhuftiere sind ebenfalls (potenziell) schreckhaft und zudem im Gegensatz zu den meisten Waldtieren auf eine Flucht in Höchstgeschwindigkeit über längere Distanz eingerichtet, was im Zoo mit dem Anprall an Gehegeeinfriedungen enden kann. Trotzdem aber werden viele Arten mit Erfolg in Gemeinschaften gehalten. Ich denke schon, dass sowas auch mit Okapis machbar wäre - die Kunst liegt m.E. dabei schlichtweg in der Gehegestrukturierung und dem Vorgehen bei der Zusammenführung. (08.05.2011, 10:27) | ||
| Holger Wientjes: | Wie sehe es mit Okapis und Guerezas aus ? Stelle mir die Stummelaffen etwas friedlicher als Drills vor, die zudem noch grösstenteils die selbe "Etage" wie die Waldgiraffen bewohnen würden. (08.05.2011, 08:57) | ||
| BjörnN: | Okapis als schreckhafte Waldbewohner mit Affen zu vergesellschaften erscheit mir ausgesprochen riskant.... (07.05.2011, 18:40) | ||
| Ottmar Müller: | Jetzt mache ich hier mal meine Vorschläge: Brillenbär/Waldhund (Brillenbären werden ja auch mit Nasenbären, Brüllaffen und Ottern vergesellschaftet) Drill/Okapi (könnte ich mir z.B. in Stuttgart gut vorstellen) (07.05.2011, 18:32) | ||
| Oliver Jahn: | In Bad Pyrmont sind die Berberaffen mit den Walliser Ziegen vergeselschaftet. Und diese Gesellschaft vermittelte einen sehr harmonischen Eindruck. (20.09.2009, 20:27) | ||
| Henry Merker: | @Michael Mettler: Das sehe ich im Wesentlichen genauso. Zumal die Berberaffen die Hirsche "aufwerten" würden, da diese ja nicht für jeden als Besonderheit ins Auge fallen. (20.09.2009, 19:52) | ||
| Michael Mettler: | Ich hätte nichts dagegen... In Kürze wird die jetzige Australienanlage frei, benachbart werden ohnehin nordafrikanische Tiere gehalten, und Afrikas einzige Hirschform wäre auch didaktisch interessant. Dafür würde ich sogar Berberaffen als Gehegepartner in Kauf nehmen :-) (20.09.2009, 17:11) | ||
| Henry Merker: | @Michael Mettler: Dann wäre es doch nicht schlecht, wenn Hannover versuchen würde, zusammen mit einen oder zwei anderen Zoos, Atlashirsche zu importieren, insofern es möglich wäre. (20.09.2009, 16:23) | ||
| Michael Mettler: | @Henry Merker: Der Zoo Hannover verfügt über sehr gute Kontakte nach Nordafrika - wenn auch nicht über ein zu bestückendes Berberaffengehege :-) Allerdings war der Zoo auch schon mal beim Import für Gundis für ein Zuchtprogramm behilflich, ohne die Art selbst zu halten. (20.09.2009, 13:34) | ||
| Henry Merker: | @Michael Mettler: Ließen sich denn Atlashirsche aus den USA oder dem Maghreb beziehen? Oder gibt es Privathalter in Europa? Die angesprochenen Gazellen jedenfalls dürften da leicht zu beschaffen sein, Almeria sei dank. (20.09.2009, 12:35) | ||
| Michael Mettler: | Ich frage mich, warum die zahlreichen, sehr großflächigen begehbaren Anlagen für Berberaffen in diversen Zoos nicht bzw. kaum für Unterbesatz genutzt werden. Apeldoorn z.B. hatte in der alten Anlage zusätzlich Mähnenschafe - weiß jemand, warum diese Kombination aufgegeben wurde? Waren die Mähnenschafe eine Gefahrenquelle für die Besucher? Heute gibt es innerhalb der neuen Anlage lediglich (aber immerhin) einen Bereich für Hausesel. Auch anderswo ließen sich von der Fläche her mit Sicherheit Huftiere zusätzlich unterbringen, wobei man mit einfachen, für die Affen leicht zu überwindenden Absperrungen innerhalb der Gehege dafür sorgen könnte, dass zur beiderseitigen Sicherheit eine Distanz zwischen Besuchern und Stirnwaffenträgern erhalten bleibt. Bei entsprechendem Wetter könnte man den Huftieren außerhalb der Öffnungszeiten Zugang zur gesamten Fläche gewähren. Auf diese Weise ließe sich z.B. eine ansehnliche Zahl potenzieller Erhaltungszuchtstandorte für Cuviergazellen oder Atlashirsche erzielen (und bei weniger puristischer Vergesellschaftung natürlich für eine Vielzahl von Arten). (20.09.2009, 09:58) | ||
| Ulli: | Die beiden Ameisenbären in Osnabrück waren gestorben und man wollte sich damals anschließend mehr um die Mähnenwolf-Zucht kümmern. Deren Erfolg war dann eher durchwachsen. Vier kleine Jung-Nasenbären, die durch die Gitter der benachbarten Anlage hindurch kriechen konnten, standen auf dem Speiseplan der Mähnenwölfe - diese Art scheidet also als Kandidat aus. Zur Zeit hat Osnabrück nur einen älteren Mähnenwolf - was nach dem Ableben des Tieres aus der Anlage werden soll, weiß ich nicht. Mähnenwölfe wirken in meinen Augen durch ihre relativ stereotypen Rundläufe/Bewegungsabläufe auch wenig publikumsattraktiv. (27.05.2009, 10:13) | ||
| Oliver Jahn: | In Braunschweig sah ich jetzt Rote Aras als neue "Untermieter" bei den Weißrüsselbären. Auch das ist eine Kombi, die ich nicht erwartet hätte, allerdings sahen die Aras überhaupt nicht gerupft aus, die Nasenbären auch nicht. (26.05.2009, 22:38) | ||
| zollifreund: | seltsam, dass die Vergesselschaftung von Mähnenwölfen anscheinend in Deutschland fast nie probiert wurde ( wenn die Angaben aus den Staaten stimmen ist das dort, wie erwähnt, ja nicht gerade selten). Natürlich benötigt man dafür groß genuge Gehege. die Anlage in der Wilhelma halt ich z.B. nicht dafür geeignet, aber Frankfurt, Hellabrunn durchaus. (26.05.2009, 20:12) | ||
| IP66: | Auch in Duisburg hat man die Vergesellschaftung von Schneeulen und Eisfüchsen in der noch vorhandenen Kuppelvoliere an der Aussichtsplattform wieder aurgeben müssen - ich habe den Eindruck, daß die sehr bodenorientiert lebende Eulenart sich für eine derartige Gemeinschaftshaltung besonders schlecht eignet. (26.05.2009, 17:33) | ||
| Michael Mettler: | @zollifreund: Mähnenwolf/Ameisenbär gab es früher in Osnabrück, aber ich weiß bis heute nicht, warum sie nicht fortgesetzt wurde. In München wurde m.W. zeitweise ein Vikunjahengst zu den Mähnenwölfen gestellt. (25.05.2009, 09:13) | ||
| zollifreund: | habe kürzlich in dem Buch " America´s best zoos" gelesen, dass in den Staaten angeblich öfters Mähnenwölfe mit anderen Arten vergesellschaftet werden ( genannt wurden Tapiere und Ameisenbären). Kann dies jemand bestätigen und weiß ob es funktioniert? Ich fände das auch für Europa nachamenswert (oder gibt es diese Vergesellschaftungen bereits bei uns?), denn häufig sieht man die Mähnenwölfe tagsüber nicht, es sind meistens größere Anlage, die so noch weiter genützt werden können. Mir ist da sofort Frankfurt eingefallen. (24.05.2009, 22:45) | ||
| Sven P. Peter: | In Rostock wurden die Arten auch wieder getrennt, aber in Dresden schien es mir recht gut zu klappen :) (23.05.2009, 16:02) | ||
| André Haubrich: | Wie funktioniert diese Haltung denn in Dresden? Als ich da war haben alle Tiere geschlafen, die Eulen auf einem Ast und die Füchse lagen der Ecke. Desshalb konnte ich das nicht wirklich beurteilen. (23.05.2009, 11:51) | ||
| Guddy: | In Erfurt wurde versucht, Eisfüchse mit Schnee-Eulen zu vergesellschaften. Leider funktionierte das auf Dauer nicht so richtig. Die Schnee-Eulen haben jetzt eine eigene Voliere neben den Bison-Plains, die Eisfuchshaltung wurde aufgegeben und die Anlage zu einer Ara-Voliere umgebaut. (23.05.2009, 10:24) | ||
| Sacha: | @Mirko Schmidkunz: Die Kombi in Dublin besteht (leider) nicht mehr. Die Iren haben die Eisbären (obwohl die Anlage erst vor wenigen Jahren gebaut wurde) abgegeben. Heute leben Sibirische Tiger darin. Die Polarfüchse haben eine eigene Anlage im Bereich "Fringe of the Arctic", die sich Nahe der Tigeranlage befindet (nur ein Gehege mit Zwergotter liegt dazwischen). (19.03.2009, 16:27) | ||
| Mirko Schmidkunz: | Ich habe heute einen Film über den Zoo in Dublin gesehen und dort sind Eisbären zusammen mit Polarfüchsen vergesellschaftet. Weiß jemand, ob dies immer noch funktioniert? (19.03.2009, 15:04) | ||
| IP66: | In Bochum versucht man es derzeit ja wieder, Pinguine mit Seehunden zu vergesellschaften - bislang sind beide Arten noch in ausreichender Anzahl auf der Anlage zu sehen ... (11.03.2009, 17:25) | ||
| Sacha: | @Shensi-Takin: Habe ich gemacht. Nur geben Einzelfälle (nach dem Motto: "Ich habe auch mal gesehen, dass...") keine repräsentative Aussage. Aber wie gesagt, dass Risiko scheint auch mir nicht unerheblich zu sein. (11.03.2009, 11:44) | ||
| Michael Mettler: | @Holger Wientjes: Stimmt, und meiner Erinnerung nach waren auch noch Möwen und Kormorane mit auf der Anlage. (11.03.2009, 11:33) | ||
| Holger Wientjes: | Aber hielt Dortmund nicht über längere Zeit Seehunde zusammen mit Humboldtpinguinen und Dampfschiffenten ? (11.03.2009, 10:39) | ||
| Shensi-Takin: | @Sacha: Wirf mal einen Blick auf das "Kleingedruckte" bzw. die Kommentare-sieht so aus, als gaebe es viele sehr hungrige Robben...;) Die Schwarzstoerche bei den Seehunden in Jihlava sahen aber ganz zufrieden & versehrt aus-falls Dich das troestet. ;) (10.03.2009, 15:31) | ||
| Sacha: | @Shensi-Takin: Vielen Dank für den Hinweis. Damit fällt meine geplante Gemeinschaftshaltung Seehund/Seevögel für Köln wohl ins Wasser (oder geht vor die (See-)hunde....:) Einen kleinen Hoffnungsschimmer habe ich allerdings: Vielleicht war der Seehund ja nur sehr hungrig, und würde im Zoo - gut gefüttert - die Flossen vom Federvieh lassen. Ein Risiko wäre es natürlich trotzdem. (10.03.2009, 14:02) | ||
| Shensi-Takin: | Irgendwann kam einmal die Frage hinsichtlich moeglicher Gemeinschaftshaltung von Wassergefluegel und Robben auf. Dazu nur folgender Link http://scienceblogs.com/tetrapodzoology/2009/03/a_duck-killing_harbour_seal.php (10.03.2009, 13:10) | ||
| André Haubrich: | Wie wäre es denn mit einer Gruppe Vasyas-Pustelschweine und einer Junggesellengruppe Prinz-Alfred-Hirsche? Zu viel Gefahr durch die Schweine? (05.03.2009, 16:01) | ||
| Shensi-Takin: | @Sven P. Peter: Nicht nur die Gehegegroesse bzw. -strukturierung, auch das individuelle Naturell ist hierbei entscheidend. Und insbesondere unter Rosenkoepfchen habe ich schon den einen oder anderen richtig fiesen Moepp erlebt. Der sporadische Zoobesucher bekommt gewisse Folgen chronischer Aggression auch nicht unbedingt mit-seien es abgezwickte Zehen oder sporadische Tierverluste. (05.03.2009, 15:09) | ||
| Sven P. Peter: | Ich konnte weder in Basel noch in München Aggressionen der Unzertrennlichen auf die Anderen Vögel beobachten. Hierbei spielt allerdings die Anlagengröße sicherlich eine nicht unbedeutende Rolle. Mein eigener Schwarm (2 Pfirsich- und 6 Rosenköpfe) begegnete im Freiflug eine Zeitlang immer wieder Wellensittichen, im Zimmer gab es nie Probleme, doch als sich einer der Sittiche in den Käfig verirrte ging es Rund. (05.03.2009, 13:53) | ||
| Shensi-Takin: | Was die Gemeinschaftshaltung von Webervoegeln und Unzertrennlichen angeht-im Grunde nichts Neues: s. z.B. Tierpark Helllabrunn in der Villa Dracula. Oder, wenn ich mich richtig erinnere, im Schoenbrunner Vogelhaus. Trotzdem traue ich diesen kleinen Papageichen nicht vorbehaltlos ueber den Weg... (05.03.2009, 11:28) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Zumindest dann, wenn der Neststandort regengeschützt wäre, müsste das doch gehen? Denn eine mit Wasser vollgesogenes "Neststadt" von Siedelwebern dürfte auch schon ohne Rosenköpfchen die Statik seines Unterbaues im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig auf die Probe stellen. (04.03.2009, 16:33) | ||
| IP66: | Das wäre auch für manchen Kleinzoo mit wenigen Volieren eine reizvolle Möglichkeit, die beliebten - aber manchenorts nicht ganz reinerbigen - "Zwergpapageien" mit den biologisch interessanten Webervögeln zusammen auszustellen. In Basel findet die Haltung aber wohl im Haus statt, und es wäre die Frage, ob sie sich auch in Außenvolieren realisieren ließe. (04.03.2009, 11:43) | ||
| Michael Mettler: | Hatten wir nicht irgendwo mal die Frage nach der Vergesellschaftung von Unzertrennlichen? Laut Baseler Zoomagazin werden dort im Etosha-Haus Rosenköpfchen mit Siedelwebern zusammen gehalten, wobei die Unzertrennlichen wie auch im Freiland als Untermieter im Gemeinschaftsnest der Siedelweber brüten sollen. Schautechnisch ist das wegen der auffallenden Färbung und Stimmgewalt der Rosenköpfchen eine attraktivere Lösung, als die doch recht unscheinbaren Siedelweber für sich zu präsentieren. (23.02.2009, 09:52) | ||
| IP66: | Der Kot fördert die Schimmelbildung auf großblättrigen Tropenpflanzen und die Vögel benagen allerlei Gewächse - das scheinen mir die entscheidensten Schwierigkeiten zu sein. Außerdem dürfte das papageienspezifische Untersuchungsbedürfnis auf Leitungen, Verkleidungen und anderen Installationen gefährlich werden. (16.02.2009, 17:56) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Wo liegen die Probleme bei der Vergesellschaftung von Loris? Sie sollen tendentiell ruppig sein, aber das ist ja individuell oft sehr unterschiedlich und bei genügend Artgenossen sind die Loris auch gut mit sich selbst beschäftigt. Sie brauchen dieses spezielle Breifutter, aber das würden sie sich doch wohl auch instinktiv am Büffet auswählen, ehe sie an groben Körnern ersticken. Und dann machen sie eine Menge Dreck, weshalb sie in Walsrode ja z.B. auch über Kies gehalten werden, den man mit dem Schlauch abspritzt. In großen Anlagen dürfte dieser Aspekt aber nicht so sehr ins Gewicht fallen. (16.02.2009, 14:13) | ||
| Shensi-Takin: | Nicht unbedingt, siehe etwa Zoo Usti nad Labem: Gruenschwanzloris zusammen mit Faechertaube und einigen anderen Vogelarten in der Voliere im Elefantenhaus. (16.02.2009, 13:43) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Scheint also wohl nur in sehr großen Anlagen zu gehen. (16.02.2009, 10:19) | ||
| Shensi-Takin: | @Andreas: "Sind solche Dinge nicht auch bei Vergesellschaftungen von Vögeln oder Reptilien zu beachten ?" Ja. Und nicht nur in Hinblick auf Protozoen, sondern verschiedenste Erreger (z.B. Bakterien: Salmonellen und Mykobakterien). Lori-Vergesellschaftungen sind ab und an zu beobachten; nebst erwaehntem Bsp. in Hannover auch z.B. in Muenchen (Urwaldhaus) mit diversen anderen Arten (u.a. Zebrafinken, Mausvoegel, Turakos usw.). (16.02.2009, 10:05) | ||
| IP66: | Im letzten Jahr Jahr gab es starke Veränderungen im Bestand des Freiflugraumes, und in den letzten Monaten habe ich dort keinen Lori gesehen. Zuvor gab es allerdings verschiedene Arten, die dort lebten, einige länger, andere nur in Einzelexemplaren und recht kurz. Interessanterweise konnte man die Tiere allesamt nur schlecht beobachten, da sie sich meist im Bewuchs oberhalb der Besuchergalerie vor den Gibbons aufhielten, der vom Besucherweg nicht einzusehen ist. Der Pflanzenbesuchs in Köln leidet unter einer Reihe von Probleme, ich denke aber, daß der Einsatz von Papageien in dicht bepflanzten Räumen aufgrund ihrer Neigung, alles zu benagen, diesbezüglich Probleme aufwirft. (16.02.2009, 09:45) | ||
| Michael Mettler: | @Anti-Erdmännchen: Köln hat tatsächlich eine Lori-Art im "Regenwald" in Freiflug, mir fällt nur gerade nicht ein, welche (auf jeden Fall gelbgrün gefärbt und Gattung Trichoglossus). In Hannover leben Allfarbloris im Freiflug im Urwaldhaus (Menschenaffenhaus) zusammen mit Webervögeln, Zebrafinken, Reisfinken usw. Über Vogelvergesellschaftungen hinausgehend hatte der Tierpark Berlin früher in der Großvitrine im Eingang des Alfred-Brehm-Hauses Graue Baumkängurus mit einer kleinen Lori-Art vergesellschaftet (entweder Schön- oder Goldstrichellori). (16.02.2009, 09:03) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Hat jemand mal etwas von Vergesellschaftungen von Loris (ich meine die Papageien) gehört? Oder sitzen die kategorisch in "Isolierhaft"? Walsrode hat mal mehrere Loriarten in einer Voliere, aber über die Familie geht es wohl nicht hinaus. Köln hat möglicherweise welche in der Halle mitfliegen. (16.02.2009, 08:06) | ||
| Andreas: | Habe mal wieder im Net gestöbert und bin auf folgenden Link gestoßen http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000003461/05_litue.pdf;jsessionid=27602C2888D0FB8E9EA4737D307EB9FE?hosts Ganz besonders interessant finde ich den veterenärmedizinischen Aspekt. Sind solche Dinge nicht auch bei Vergesellschaftungen von Vögeln oder Reptilien zu beachten ? Ich denke da hauptsächlich an Kokzidien. (15.02.2009, 12:35) | ||
| Shensi-Takin: | @ASH: Sonderlich ausfuehrlich war das nicht gerade; da koennte man noch mehr schreiben. Inwieweit inkorrekt? Schlangen per se, um Ihren Einwand aufzugreifen, sind ohnehin nur sehr eingeschraenkt fuer die Gemeinschaftshaltung geeignet (was die urspruengliche Frage von Anti-Erdmännchen auch nicht beinhaltete...); allerdings weniger aus epidemiologischen Gruenden, sondern eher aufgrund deren Fressgier. (13.02.2009, 14:03) | ||
| Ralf Sommerlad: | Die Tomistoma in Fuengirola schnappen sich gelegentlich mal einen Fisch oder eine der Enten ( ich weiss die die Art nicht), die man dort vergesellschaftet hat. (13.02.2009, 13:15) | ||
| Shensi-Takin: | Ich wuerde mir eher um den Leopard Sorgen machen... (13.02.2009, 12:26) | ||
| IP66: | Etwa in Frankfurt, aber auch in Berlin ... (13.02.2009, 11:52) | ||
| Holger Wientjes: | @IP66: Sie haben prinzipiell wohl recht. Nur stehen uns Säuger und insbesondere Primaten verwandtschaftlich näher als "olle" Fische. Irgendwie hätte das geschilderte Szenario etwas von (mittelalterlicher) Tierhetze an sich und man würde Gefahr laufen, dass sich einige Spinner noch daran ergötzen könnten, wenn es denn öffentlich stattfände. (12.02.2009, 18:48) | ||
| André Haubrich: | Wo werden denn Webervögel erbeutet? (12.02.2009, 16:48) | ||
| IP66: | Ein wenig scheint mir bei den Gemeinschaftshaltung mit zweierlei Maß gemessen zu werden: Man stelle sich ein Paviangehege vor, in dem ein an sich gut gefütterter Leopard ab und an ein Exemplar vor den Augen des Publikums erbeutet - bei Webervögeln, selbst bei in Gefangenschaft nicht nachzuzüchtenden Korallenfischen stört das niemand, doch im Falle von Affen dürfte das Publikum diese Form der Vergemeinschaftung weniger akzeptieren. (12.02.2009, 16:37) | ||
| Shensi-Takin: | @Gudrun Bardowicks: Bei der Krokodil-Fischhaltung spielt auch das Groessenverhaeltnis eine gewisse Rolle; fuer ein erwachsenes Krokodil liegen kleine Beifische gewissermassen "unter" dem Beutespektrum. Anders ausgedrueckt: so ein paar winzige Sushi-Haeppchen lohnen sich nicht...;) (12.02.2009, 15:51) | ||
| ASH: | @Shensi-Takin: Du hast ausführlich das geschrieben, wofür das Stichwort gedacht war, auch wenn Deine Ausführungen nicht ganz korrekt sind:-) Es ging nur darum, die Vergesellschaftung Schildkröte x Echse/Schlange nicht uneingeschränkt und vorbehaltlos zu propagieren. Die meisten Schreib- und Lesenden werden die limitierenden Möglichkeiten in dieser Hinsicht nicht kennen. (12.02.2009, 15:47) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Die Nilkrokodile in Hagenbecks Tierpark leben auch mit sehr vielen Malawibarschen unterschiedlicher Art zusammen. Das ist auch in Basel derFall. In keiner dieser Haltungen haben die Krokodile den Fischbestand stark reduziert und es sind auch immer reichlich Jungfische vorhanden. Das Risiko grösserer Fischverluste durch Krokodile und vermutlich auch Warane und Wasseragamen dürfte somit zumindest bei Fischarten mit starker Vermehrungsrate relativ gering sein, da die Reptilien ja auch regelmäßig gefüttert werden. In Hagenbecks Tropenaquarium fallen angeblich mehr Fische den dort freifliegenden Liesten und Bienenfressern als den Krokodilen zum Opfer. (12.02.2009, 14:48) | ||
| Matthias: | Es sind in Chester in der Tat Timor-Reisfnken. Allerdings ist die Anlage sehr geräumig und vor allem auch hoch (http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=865), so dass sich das Snacken der Warane in Grenzen halten sollte. (12.02.2009, 14:05) | ||
| Shensi-Takin: | @ASH: Es gibt zwar insbesondere unter Schildkroeten (aber auch Echsen) manchen nach aussen hin gesunden Dauerausscheider von Entamoebas invadens (um das etwas unspezifische Stichwort einzugrenzen)-aber das bedeutet nicht zwangslaeufig, dass man deswegen generell von einer Gemeinschaftshaltung absehen muss. Vielmehr sollte der Halter hinsichtlich Tierauswahl, Parasiten-Prophylaxe und Hygiene auch aus diesem Grund besonders sorgfaeltig und vorausschauend vorgehen. @Ralf Sommerlad: Meiner Erinnerung nach sind das in Chester sogar Timor-Reisfinken-ein exkusiver Snack! ;) @Sacha: Eine der Schildkroeten verfolgte bei meinen letzten Besuch kurzweilig einen der groesseren Fische, aber das war's auch schon. Sieht man sich die Fischfuelle an, faellt ein gelegentlicher Verzehr wohl nicht weiter ins Gewicht... (12.02.2009, 13:39) | ||
| Sacha: | @Shensi-Takin: Haben weder die Spitzkopfschildkröten (sind doch vornehmlich Fleisch- bzw. Fischfresser?) noch die Warane (können ja auch schwimmen) Anstalten gemacht, die Regenbogenfische zu fressen? (12.02.2009, 12:35) | ||
| Ralf Sommerlad: | Die Vergesellschaftung von agilen Waranen mit Wickelschwanzskinken halte ich für ungeeignet, aus Stressgründen für die eher behäbigen Skinke.Mit Land-und Wasserschildkröten gibts sicher eine Menge Möglichkeiten. Für die Komodos in Chester sind die Reisfinken sicher echtes Enrichment und der eine oder andere Vogel wird auch sicher vernascht werden... (12.02.2009, 12:24) | ||
| ASH: | "Gelungene Vergesellschaftungen" von Schildkröten mit Echsen/Schlangen sollten hinterfragt werden, Stichwort "Amöben". (12.02.2009, 11:39) | ||
| IP66: | @Michael Mettler: Ich kann mich an die fragliche Vergemeinschaftung nicht erinnern, was aber nicht viel heißen muß, da meine Besuche dort meist nur im Winterhalbjahr stattgefunden haben und ich wenig notiere und deshalb viel vergesse. (12.02.2009, 11:25) | ||
| Matthias: | Im Zoo Chester werden in der grossen Komodowarananlage in Islands in Danger Reisfinken mit den Waranen vergesellschaftet. (11.02.2009, 18:37) | ||
| Michael Mettler: | Ich meine mich zu erinnern, im Aquazoo Düsseldorf mal Smaragdwarane in Gemeinschaftshaltung mit Wickelschwanzskinken gesehen zu haben, womit man - dem didaktischen Konzept folgend - die konvergenten Anpassungen zweier baumbewohnender Echsenarten mittels "Verankerungsschwanzes" zeigen wollte. Allerdings weiß ich nicht, ob das Zusammenleben auf Dauer funktioniert oder sogar noch Bestand hat. (11.02.2009, 18:25) | ||
| IP66: | Die Vergemeinschaftung von Smaragdwaran und Rotbauchspitzkopfschildkröte gelingt im alten Riesenschlangenterrarium in Wuppertal schon seit mehreren Jahren. (11.02.2009, 17:03) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Eine Waran- und eine Leguan-Art gleicher Größe ginge wohl eher schief, oder? (11.02.2009, 16:50) | ||
| André Haubrich: | Je nach Anlage wären vllt auch kleinere Vögel möglich. (11.02.2009, 16:38) | ||
| Shensi-Takin: | Je nach Waranarten ist's wohl eher der Hunger und die scharfen Zaehne, die stressen... Vergesellschaftung einiger kleinerer Waranarten gibt es ab und an zu beobachten-z.B. Wiener Naturkundemuseum: Smaragdwarane, Rotbauch-Spitzkopfschildkroeten und jede Menge Regenbogenfische... (11.02.2009, 16:34) | ||
| Anti-Erdmännchen: | Kann man Warane eigentlich mit anderen Arten vergesellschaften? Ich stelle mir vor, daß andere Echsen von ihrer vergleichsweisen Flinkheit gestreßt wären, oder? (11.02.2009, 16:28) | ||
| André Haubrich: | @ Sacha: Dann mal viel Spaß beim planen, würde mich echt interessieren was herauskommt. (18.11.2008, 18:40) | ||
| Anti-Erdmännchen: | In Bochum leben die Pinguine mit den Seehunden zusammen, die Watvögel nicht. (18.11.2008, 18:21) | ||
| Sacha: | @André Haubrich: Ist sogar eine sehr gute Idee. Nur möchte ich die gegenwärtige Seelöwenanlage miteinbeziehen und zwar erstens aus optischen Gründen (Seehundanlage und Voliere sollen eine zoogeografische Einheit bilden) und zweitens aus Platzgründen (gegenwärtige Watvogelanlage am Vogelhaus brauche ich für indische Vögel oder indische Kleinraubtiere). Als Vergrösserung/Erweiterung schwebt mir die Fläche (Besucherweg bis Mauer) zwischen Nebeneingang und Schneekranich-Gehege (evtl. unter Einbezug des Letzteren) vor. (18.11.2008, 18:05) | ||
| André Haubrich: | Sorry, Seehunde natürlich. :-) (18.11.2008, 17:46) | ||
| André Haubrich: | Wie wäre es denn, hinter den Seelöwenlandteil die Voliere zu machen, die man dann auch begehen kann? Nur so als Idee. (18.11.2008, 17:45) | ||
| Sacha: | @Gudrun Bardowicks: Habe mir gerade die Homepage des Tierparks Bochum angesehen. Aber wenn ich das richtig verstanden (und gesehen habe), dann sind die Watvögel ja gar nicht ZUSAMMEN mit den Seehunden untergebracht, sondern nur Nachbarn. Irre ich mich? (18.11.2008, 17:36) | ||
| Sacha: | Irgendwie hatte ich Bochum im Verdacht. Da bin ich mal gespannt, wie sich die Lage dort entwickelt. Nach den Erfahrungen in Rhenen wären kleinere Entenarten wohl einem gewissen Risiko ausgesetzt. Nun stellt sich die Frage, ob dies ein artspezifisches oder individuelles Problem darstellt (also ähnlich wie bei der Antilopendiskussion). @MM: Kommt darauf an wie man "viel schneller" definiert. Als Schellenten bestimmt, aber auch VIEL schneller als Zwergsäger? Eine Lösungsvariante (wenn auch keine besonders herausragende) wäre, wenn ich meine gedachte Anlage unterteile (z.B durch Holzpalisaden oder Bodenerhebungen), zwei Wasserflächen schaffe und dann leider den Enten die Flügel stutze, damit sie nicht zu den Seehunden ins Becken gelangen. (18.11.2008, 16:24) | ||
| Gudrun Bardowicks: | In Bochum werden Seehunde zusammen mit Humboldt-Pinguinen und diversen Watvogelarten in der neuen Anlage gehalten. Früher gab es dort ebenfalls die Kombi Seehund-Pinguin. Dampfschiffenten werden in verschiedenen Zoos zusammen mit Pinguinen gehalten, z.B. in Berlin-Friedrichsfelde oder in Bremerhaven. Allerdings fingen in Bremerhaven die Pinguine an, die Küken der Dampfschiffenten zu fressen. Daher werden die Dampfschiffenten jetzt zur Jungenaufzucht alleine gehalten. In Rhenen in den Niederlander werden die Seehunde zusammen mit Brandgänsen und Reihern gehalten, möglicherweise auch noch mit Austernfischern. Früher hielt man dort auch einige kleinere Entenarten mit den Seehunden zusammen. Diese Haltung wurde aufgegeben, da die Seehunde und die Reiher gelegentlich auch kleinere Enten töteten. (18.11.2008, 15:46) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha, bezüglich Spielopfer: Die vergesellschafteten Pinguine (Humboldt-, Magellan- und/oder Brillenpinguine) sind aber wiederum recht groß (wie Eiderenten) und vor allem im Wasser viel schneller als Meeresenten. Wobei mir gerade einfällt: Kormorane könnten damals in der Dortmunder Anlage noch gesessen haben. Leider bin ich bei meinem kürzlichen Besuch in Rhenen an der Anlage vorbeigelaufen, aber dort gibt es aus der Zeit, als sich der Zoo kurzzeitig auf Eurasien spezialisiert hatte, eine europäische Küstenanlage mit Seehunden und Strandvögeln. Auf dem Plan sieht es allerdings danach aus, als hätten zumindest Limikolen ein gesondertes Abteil. (18.11.2008, 15:43) | ||
| Karsten Vick: | In Rostock gab es im alten Robbenbecken, d. i. die Basstölpelanlage bei den Eisbären, immer Möwen bei den Kegelrobben, die dort auch gebrütet haben. Die Gemeinschaftshaltung von Seehunden und Brandgänsen im neuen Gehege wurde wieder aufgegeben. Das Becken ist nicht besonders groß, war auch nur als Absperrbecken einer großen Robbenanlage geplant (80er Jahre), hat aber einen sehr großen Landteil. Wahrscheinlich haben die Seehunde die Gänse doch belästigt, wenn sie ins Wasser wollten. Ich werd mal in den Jahresberichten lesen. Bei den Pinguinen gab es zumindest Ringelrobben länger, ohne dass was passierte. Nach einer alten Postkarte waren sogar mal die Kegelrobben in dem Gehege. Scheint auch gut gegangen zu sein. Im preisgekrönten Seehundgehege in St. Peter-Ording leb(t)en Sterntaucher bei den Seehunden. Hab ich aber nicht gesehen und weiß auch nicht, ob es da Probleme gab. @th.oma.s: Die Pekaris und Nasenbären in Plzen und Zlin scheinen sich ganz gut zu verstehen. Ich hab sie sogar aus der selben Schüssel bzw. Trog fressen sehen. Wenns doch mal brenzlich wird, können die Bärchen sich in ihre Klettergerüste / Bäume flüchten. (18.11.2008, 15:29) | ||
| Sacha: | Die Ueberlegung habe ich mir auch gemacht. Andererseits müssten dann ja gerade die Pinguine öfter mal "Spielopfer" gewesen sein. Zu den nicht-tauchenden Enten habe ich mir gerade eine Situation à la der Weisse Hai (Titelbild, Angriff von unten) ausgemalt....:) - allerdings würde dies der üblichen Jagdtechnik der Seehunde nicht unbedingt entsprechen. Irgendwie schon merkwürdig, dass in unseren Zoos trotz Geozoo-Welle(n) das Nordsee-Panorama mit Seehund und Watvögeln kaum zu sehen ist bzw. war. (18.11.2008, 15:05) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Ob eine kleine und häufig tauchende Art wie Schellente oder Zwergsäger nicht eher mal - und sei es auch nur im Spiel - von Seehunden "beachtet" wird als die großen, selten oder nicht tauchenden Arten Eiderente und Brandgans...? An Land sind ja nahezu alle Vögel schneller als ein Seehund, da würde ich mir weniger Sorgen machen... (18.11.2008, 14:57) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: OK, dann ist das wohl eher keine Frage der Besuchshäufigkeit oder des Heimvorteils, sondern des Besuchszeitpunktes bzw. der Definition "alte Anlagen". Während Elenantilopen und Impalas in Hannover schon seit über 40 Jahren zusammen und mit weiteren Arten gehalten werden, gab es die Kombi Mendesantilope/Dorkasgazelle frühestens ab 1994 in der heutigen Anlage der Kleinen Kudus und Rotducker (damals noch "wüstenartig" gestaltet), die kurz zuvor durch Zusammenlegen zweier Originalanlagen (links Mendesantilopen, rechts Nyalas) entstanden war und 2000 nach Fertigstellung der heutigen Wüstenanlage den Besatz wechselte (Sitatungas). 1994 gab es aber diverse Arten und Artenkombinationen gar nicht mehr im Zoo, da reichen meine eigenen "Erfahrungen" und Beobachtungen (wenn auch "nur" aus Besuchersicht) schon noch um fast zwei Jahrzehnte und damit eine ganze Reihe gesellschaftsfähiger Zuchtbullen und -böcken weiter zurück... (18.11.2008, 14:31) | ||
| Sacha: | Also, wenn ich Euch recht verstehe, dann lautet das Verdikt: Im Prinzip möglich. Humboldtpinguine zusammen mit Seehunden gab es früher auch im Zoo Zürich. Aber ich habe keine Ahnung, ob die Seehunde die Pinguine mal angeknabbert haben...:) @MM: Bez. Meerenten: Ich hatte da nebst den Eiderenten auch an nicht zwingend "meergebundene" Arten wie Brandgänse und Schellenten sowie ggf. Zwergsäger gedacht. Wie ist das in der Natur: Sind von dort Angriffe von Seehunden auf Gänse- oder Watvögel bekannt? (18.11.2008, 14:23) | ||
| Michael Mettler: | Hatte nicht Stuttgart früher im historischen Teil ein rundes Becken mit Seehunden und Silbermöwen? Mir wollen partout keine Haltungen mit der Kombi Seehunde/Meeresenten einfallen, aber vielleicht liegt das auch daran, dass (vielleicht bis auf die Eiderente) eigentlich alle Meeresentenarten als heikel galten, teuer waren und deshalb lieber für sich bzw. auf reinen Schwimmvogelteichen oder allenfalls in Strandvogelvolieren gehalten wurden. (18.11.2008, 13:50) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: "Unuebersehr"-vielleicht. Durch mehrfache Besuche in kurzen Zeitabstaenden fest ins Gedaechnis eingebrannt-eher nicht; dazu lag Hannover nicht oft genug auf meine Reiserouten... In Hinblick auf den schon etwas weiter zuruecklegenden Zeitpunkt meines letzten Hannover-Zoobesuchs und der seitdem besuchten Zoo-Menge sei mir ein Nachfragen "verziehen";). In Hinblick Hannover haben Sie doch eher den "Heimvorteil", nicht wahr? ;) An Elen-und Impalabock und an die Dorkas-Mendes-Kombi kann ich mich z.B. noch erinnern, an die anderen genannten eher nicht. @Sacha: Bsp. Schwarzstoerche & Seehunde, zusammen in Jihlava. (18.11.2008, 13:47) | ||
| Jennifer Weilguni: | Da fällt mir spontan auch noch Karlsruhe ein, wo bis vor kurzem ja noch Seehunde gemeinsam mit Pinguinen gehalten wurden. War leider seit dem Sommer nicht mehr dort um sehen zu können, was sich in diesem Bereich seitdem getan hat. (18.11.2008, 13:26) | ||
| Michael Mettler: | Wie gut sie funktioniert hat, weiß ich nicht, aber die heutige Dortmunder Riesenotter-Freianlage war früher mit Seehunden, Möwen und Dampfschiffenten besetzt - möglicherweise mit noch mehr Vogelarten, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern (Pinguine?). Und da fehlte m.E. sogar noch der Landbereich, der jetzt in Richtung des Hauses liegt. (18.11.2008, 13:14) | ||
| Sacha: | Ich plane gerade den Zoo Köln um und habe dabei auch eine Wunsch-Gemeinschaftshaltung im Kopf: Seehunde zusammen mit Meeresenten und diversen Watvögeln (gegenwärtige Seelöwenanlage, überspannt mit Drahtnetz, Bereich leicht vergrössert und Bodenbelag entsprechend angepasst). Derartige Haltungen (Versuche) hat es zumindest schon gegeben (Oder gibt es sogar noch). Nur habe ich keine Ahnung ob diese funktioniert haben und falls nein, wo die Probleme lagen. Was meint Ihr zu dieser Idee? (18.11.2008, 12:45) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Dann wundert mich allerdings Ihre Frage nach der gleichzeitigen Präsenz der männlichen Antilopen auf besagten Anlagen. Die waren doch eigentlich zu jener Zeit unübersehbar...? (18.11.2008, 11:48) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Och, etwas von den alten Hannoverschen Anlagen habe ich schon mitgekriegt-zugegeben, natuerlich nicht in dem Umfang und umfassenden Zeitraum wie Sie. Kann sogar sein, dass wir uns da mal ueber den Weg gelaufen sind...;) Mein "Bild" duerfte sich dennoch nicht wesentlich aendern; dazu habe ich zu oft mit der Wildwiederkaeuer-Gemeinschaftshaltung verbundene Probleme, sei es direkt oder indirekt, mitbekommen. Dementsprechend verstehe ich auch Ihre Vorbehalte, @th.oma.s: Schweine bzw. Nabelschweine sind in vielerlei Hinsicht alles andere als problemlos in der Gemeinschaftshaltung. Allerdings erscheinen mir genannte Perkari-Bspe. aus eigener Beobachtung durchaus zu funktionieren-auch wenn es nur beim bereits erwaehnten "Anonymen Miethaus"-Verhaeltnis bleibt und man die Schweinchen keines Falls unterschaetzen sollte. (18.11.2008, 09:35) | ||
| th.oma.s: | @shensi-takin: ich hab mal pekaris in action gesehen, waren allerdings weißbärte. ich denke, das schweine als allesfresser gegenüber kleineren mitbewohneren potenziell problematisch sind, ähnlich wie bären. ausnahmen bestätigen die regel. (16.11.2008, 20:24) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Schade, dass Sie die alten hannoverschen Anlagen nicht mehr kennenlernen konnten, vermutlich hätten Sie dann ein etwas anderes Bild von den Möglichkeiten der Huftiervergesellschaftung (nicht nur bei "Afrikanern", schließlich gab es hier auch Davidshirsch/Wasserreh, Altai-Maral/Reh und Elch/Rentier). Denn ja, von seltenen Ausnahmen abgesehen waren sämtliche männlichen Antilopen ständig zusammen auf den Anlagen, noch dazu je nach Gehege zusammen mit Steppenzebrahengsten zweier Unterarten und Giraffenbullen. Genau das machte auch die Beobachtungen an den Anlagen so interessant, denn es waren häufig spielerische Rangeleien zu sehen, selbst z.B. zwischen Kaamabulle und Damarazebrahengst. Jedes Gemeinschaftsgehege hatte getrennte Vorgehege für die einzelnen Arten, die mit verschieden großen Durchschlupfen ausgestattet waren und es vor allem den kleineren Arten wie Springböcken, Gazellen oder Schirrantilopen oder auch Jungtieren ermöglichten, sich beliebig zurückziehen zu können. Wenn natürlich wie in einem Fall ausgerechnet die kleinste Art einen Stänkerer enthält (seinerzeit ein Dorkasgazellenbock, der sich sogar mit dem Giraffenbullen anlegte), nützt auch dieses Prinzip wenig... Selbst die als in dieser Hinsicht schwierig geltenden Defassa-Wasserböcke hatten seit Anfang der 80er nacheinander drei verschiedene kleinere Antilopenarten (und zuletzt Strauße) als Untermieter (Dorkas- und Sömmeringgazelle, Bergriedbock), und auch hier waren jeweils beide "Männer" auf der Anlage. Dass die Bullen und Böcke bei manchen Arten heute nur zeitweise mit den Kühen und Geißen zusammen sind, liegt m.E. eher an einer gezielten saisonalen Steuerung der Geburten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Gemeinschaftshaltung von Antilopenböcken und -bullen verschiedener Art besser funktioniert, WENN sie ständig zusammen sind, weil sich dann eine Rangfolge etablieren kann, die bei Trennung immer wieder aufgebrochen würde. Kommen die Tiere dann erst nach längeren Pausen wieder zusammen, ist es nachvollziehbar, wenn sie sich erstmal wieder zusammenraufen müssen - und das zudem in besonders erregter Stimmung, da sie ja eigentlich gleichzeitig den Zugang zu den Weibchen nutzen möchten. Ich habe die Jahresberichte der Dittrich-Ära, in denen recht detailliert über Verletzungen und Verluste im Säugerbereich Auskunft gegeben wird, nicht statistisch ausgewertet; ich möchte aber behaupten, dass derlei nie ganz zu vermeidende Unfälle bei Antilopen sogar eher innerhalb der selben Art vorkamen (Bulle forkelt Kuh oder Kalb, Kuh weist fremdes Kalb ab) als zwischen unterschiedlichen Arten. (16.11.2008, 20:06) | ||
| WolfDrei: | Angeregt durch den Thread habe ich die Haltungen in den Zoos von Johannesburg und Pretoria Revue passieren lassen. Fast durchweg Einzelhaltung!trotz zum Teil großflächiger Anlagen. Allein in Jo-burg: Riesenelen, Buntböcke, Rappenantilopen, Kaffernbüffel, Arab. Oryx, Säbelantilopen; zu zweit: Oryx und Springböcke; Defassas mit Nilgau(!), Rote Lechwe mit Kudus (ohne Bock), ggf. noch große Riedböcke (schlecht einsehbar in welchem Gehege), Nyalas mit Oribi(letztere fast nie zu sehen). Pretoria: große Gruppen alleine: arab Oryx, Bleßböcke, viele Nyalas, Rappenantilopen, Kaffernbüffel,Rotbüffel, Bongos (mit Goliathreiher), Angolaimpalas, Breitmäuler, Sichuantakins, Lechwe. Einzige "Gruppenhaltung" auf einer großflächigen Anlage: Caamas, Riesenelen (1 Tier), Springböcke, Gemsböcke, Nyalas. (16.11.2008, 13:19) | ||
| Shensi-Takin: | @th.oma.s: Ach geh'-die Pekari-Nasenbaer-Kombi in z.B. Pilsen, Zlin und frueher auch Salzburg scheint recht gut zu funktionieren. Dass Pekaris allerdings auch ganz andere Seiten haben, ist klar. @MM: Sehr beruhigend der Hinweis ob derlei friedlichem Zusammenlebens in Hannover; gleichwohl traue ich den Spitzgehoernten nicht in jedem Fall solche Friedfertigkeit zu...;) Waren in jedem Fall die Boecke fortwaehrend mit anwesend? Mendes habe ich schon des oefteren in verschiedenen Varianten kombiniert gesehen; meist waren sie dabei der eher ruhigere Pol der Gemeinschaft. Weiterer Vorschlag meinerseits: -Suedliche Zwergmanguste, Kirk-Dikdik und Rotschnabeltoko (16.11.2008, 12:01) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Ich war am 25.9.08 im Zoo Schmiding in Österreich. Die Gemeinschaftshaltung von Arabischen Oryx und Dorkasgazellen ist immer noch ausgeschildert, ich sah in dem entsprechenden Gehege trotz der Bechilderung allerdings nur noch eine Arabische Oryx, welche mit Hirschziegenantilopen vergesllschaftet war. Möglicherweise waren einige weitere Oryx im Stall und daher nicht zu sehen. Die Zuchtgruppe der Dorkasgazellen im Zoo Schmiding lebt zur Zeit mit Sitatungas, Marabus und Kronenkranichen zusammen in einer Anlage im vorderen Zoobereich, die an die Giraffenanlage grenzt. Rothschild- Giraffen werden dort mit Nyalas,Hornraben und Goliathreihern zusammen gehalten. Grantzebras sind mit Streifengnus und Blauhalsstraussen vergesellschaftet und Rappenantilopen mit Sekretären, Breitmaulnashörnern und Straussen. Die einzige Rappenantilope,die ich bei meinem Besuch dort sah, hielt sich allerdings in einem abgetrennten Bereich der riesigen Anlage für Breitmaulnashörner und Strausse auf. Möglicherweise waren die Breitmaulnashörner noch in der Eingewöhnungsphase auf der neuen Anlage und daher noch von den Rappenantilopen getrennt, da sie erst vor kurzem im Zoo eingetroffen waren. Hirschziegenantilopen leben in Schmiding nicht nur mit der Arabischen Oryx zusammen, eine weitere Gruppe wird auf einer Gemeinschaftsanlage zusammen mit Axishirschen gehalten. (16.11.2008, 11:30) | ||
| Michael Mettler: | Arabische Oryx/Dorkasgazelle sah ich vor fünf Jahren im Zoo Schmiding in Österreich. Ueckermünde hatte m.W. ebenfalls diese Kombi; warum beide Arten nicht mehr gehalten werden, weiß ich allerdings nicht. Mendesantilopen leben in Hannover seit vielen Jahren mit Dorkasgazellen zusammen, da sehe ich wenig Grund, warum es nicht auch mit Dünengazellen klappen sollte - Dorkasböcke können schon kleine Teufel sein, da sind Dünengazellenböcke wahrscheinlich nicht schlimmer :-) Nach den Erfahrungen mit allerlei Antilopenvergesellschaftungen, die in Hannover seit über 45 Jahren gemacht wurden, und den recht detaillierten Jahresberichten der Zeit unter Zoodirektor Dittrich zu urteilen, kam es hier nur äußerst selten zu den von Shensi-Takin befürchteten Verletzungen bzw. Todesfällen durch Gemeinschaftshaltung. Allerdings wurden unter Dittrich sämtliche Arten der Pferdebock-Verwandtschaft mit einer kurzzeitigen Ausnahme in eigenen Gehegen gehalten (der Versuch mit drei halbwüchsigen Rappenantilopen auf der Afrikasteppe misslang und wurde nicht mit anderen Artgenossen wiederholt), die Kombis Mendesantilope/Dorkasgazelle und Pferdeantilope/Dikdik wurden erst hinterher ins Leben gerufen (und funktionieren nun auch schon rund 15 Jahre lang). Prinzipiell sind Pferdeböcke aber schon gesellschaftsfähig, wie Beispiele in vielen anderen Zoos zeigen. (15.11.2008, 21:26) | ||
| th.oma.s: | pekaris würde ich nicht vergeell-schaften... der affe wird ertränkt... (15.11.2008, 17:10) | ||
| André Haubrich: | Danke schonmal. Was passiert denn in dem Video? Ertrinkt der Affe? Zu ihren ideen: Ich könnte mir bei alles vorstellen, dass sie funktionieren, hab aber von Reptilien- und Fischverträglichkeit recht wenig Ahnung (15.11.2008, 16:03) | ||
| Shensi-Takin: | -bei Riesenottern haette ich Angst, dass da mal ein unvorsichtiges Aeffchen auf der Strecke bleibt. S.a., bei anderer Artenkonstellation http://www.youtube.com/watch?v=fNogZkyvH_4 -die Antilopen-Kombis koennten bei passenden Gegebenheiten klappen, aber auch (mal wieder) an unfreundlichen Einzeltieren scheitern; und dann gibt's "bestenfalls"schoen von Hoernern durchbohrte Bauchdecken... -Geier & Loeffelhund: warum nicht? Waere allerdings in Hinblick auf Nachwuchs/Futter-Verteidigung bedenklich -ggf. auch bei der Kondor-Version -Jungtierverteidigung seitens der Huftiere waere auch bei der Polarfuchs-Kombi eine Gefahr-und dass die Fuechse durch's Buddeln Trittfallen verursachen -Drill, Monameerkatze: auch hier wieder interspezifische Aggression, insbesondere zwischen den Maennchen und, sehe ich mir Brooksfields "Tropical World" an, vielleicht gar Hybridisierung -Die Indische Wiederkaeuer-Kombi erinnert an eine Idee unter "Eure Planung". Allerdings wuerde ich da die Nilgau rauslassen; gerade die Boecke koennten bei der Elefanten/Nashorn-Begegnung schwierig sein -bei der "Sichuan"-Vergesellschaftung koennte es zu Reibereien insbesondere unter den Boecken kommen Ideen meinerseits: -Brillenbaer, Chaco-Pekkari, Weissruesselnasenbaer, wobei Pekkari und Brillenbaer getrennt sind, die Nasenbaeren aber zwischen den zwei Gehegen wechseln koennen -Sri-Lanka-Riesenhoernchen mit Sri-Lanka-Sternschildkroeten -Grosse Geierschildkroete und Kaimanfisch (glaube ich in einer amerikanischen Einrichtung gesehen zu haben...) -Zwergflusspferd, Hammerkopf, Riesenturako und Afrikanischer Dreiklauer (Aggression?) -Gangesgavial, Kachuga kachuga und Homrai-Doppelhornvogel (obwohl ich da Angst um die Reptilieneier haette...) -Gruene/Rotbauch-Spitzkopfschildkroete, Diamandregenbogenfisch (Ok, da wird das eine oder andere Exemplar verzehrt werden...) und Edelpapagei Letztere beiden Option in "Riesen-Paludarien" (15.11.2008, 12:22) | ||
| André Haubrich: | Neue Ideeen: Zwergseidenäffchen, Tamandua Riesenotter, Sumpfspringaffe Großer Bambuslemur, Sclater´s Maki Dromedar, Säbelantilope, Mhorrgazelle Kapgeier, Löffelhund Mendesantilope, Dünengazelle Arabische Oryx, Dorcasgazelle Lippenbär, Hutaffe Moschusochse, Rentier, Polarfuchs Markohr, Bobak Drill, Monameerkatze -Axishirsch, Sambarhirsch, Nilgau, Hirschziegenantilope mit zugang zu Elefanten und Panzernashorn -Sichuantakin, Sichuanblauschaf Andenkondor, Pudu - (15.11.2008, 11:29) | ||
| Michael Mettler: | Hannover hatte ebenfalls viele Jahre lang Davidshirsche und Wasserrehe zusammen (plus Saruskraniche), und zwar in der jetzigen Karibuanlage. Den Wasserrehen stand ein Ausweichgehege mit niedrigem Durchschlupf zur Verfügung (in das also nicht mal die Kraniche folgen konnten), und sie nutzten auch den für die Davidshirschkühe angebrachten "Hochzeitsgang" als Schutzzone. Wie regelmäßig die Vermehrung war, müsste ich in den Jahresberichten nachschlagen, aber es gab auf jeden Fall Jungtiere. Unter gleichen strukturellen Voraussetzungen funktionierte im Gehege gegenüber (heute Gepardengehege, damals allerdings nicht begrünt) auch die Gemeinschaftshaltung Altai-Maral/Europäisches Reh mit regelmäßiger Zucht beider Arten. Sowohl die Rehe als auch die Wasserrehe waren allerdings bei großem Publikumsverkehr selten im Schaubereich zu sehen, sondern zogen dann die nicht einsehbaren Ausweichgehege vor. An ruhigen Tagen und am späten Nachmittag bekam man sie aber durchaus zu Gesicht, gerade der Wasserrehbock ruhte dann manchmal unmittelbar hinter dem besucherseitigen Zaun. Übrigens hatte auch der TP Berlin auf der Milu-Anlage zeitweise Wasserrehe, mindestens die Koreanischen. Was die Interaktion zwischen vergesellschafteten Arten betrifft: Ich habe mir seit Jahren nicht mehr die Zeit genommen, mich mal stundenlang vor eine der Huftiergesellschaften in Hannover zu setzen, aber vorher habe ich das bei den alten Anlagen öfter getan und dabei erstaunlich viele direkte Kontakte z.B. zwischen den Arten der Afrika-Anlage beobachten können. Neben gemeinsamen Laufspielen der Jungtiere gab es da z.B. "Männer"-Spielkämpfe Elen/Impala, Impala/Thomsongazelle und (selten) Elen/Thomsongazelle, und die Böhmzebras ließen sich im Sommer von den Straußen Fliegen vom Fell picken. Lediglich die Kongonis sah ich nie involviert, dennoch fügten sie sich gut in die Truppe ein - und es waren mit ganz seltenen Ausnahmen immer die Zuchtmännchen aller Arten auf der Anlage. Sowas würde ich als wirklich gelungene und funktionierende Gemeinschaftshaltung bezeichnen, unabhängig von Art und Ort. Dass Unfälle auch unter diesen Voraussetzungen nicht zu vermeiden sind, zeigt der erwähnte Fall Elenbulle/Zebrafohlen. Einen m.E. sehr wichtigen Faktor für funktionierende Vergesellschaftungen möchte ich noch anfügen: Die Pfleger! Wer ein gutes Gespür für "seine" Tiere hat, wird vielleicht an manchen Tagen Verbindungsschieber lieber geschlossen lassen oder eine Art wieder von der Anlage holen, weil aus irgendeinem Grund "etwas in der Luft liegt". (03.11.2008, 13:50) | ||
| Shensi-Takin: | @Sacha: Danke, die ehemalige Berliner Haltung hatte ich vergessen. (03.11.2008, 12:36) | ||
| Sacha: | @Shensi-Takin: Hat(te) nicht der Zoo Berlin die Kombi Davidshirsch/Wasserreh? Wenn ich mich recht erinnere, dann sogar schon über mehrere Jahre, müsste also "irgendwie" funktioniert haben. (03.11.2008, 11:49) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Ich wuerde sagen, es haengt auch im Individualfall von der jeweiligen Haltungsform (und den Tierindividueen) ab. Und mitunter ist es auch von Bedeutung, ob die Anlage mit Augenmerk auf eine Gemeinschaftshaltung konstruiert wurde oder nicht. Beekse etwa ermoeglicht beiden Arten Rueckzugsgebiete, wohingegen es bei Anlagen, in denen nachtraeglich eine Gemeinschaftshaltung versucht wurde, an naemlichen mangeln kann. Gegensaetze koennen idT auch Probleme hinsichtlich der Nutzung der Anlage mit sich bringen-etwa wenn starke Wuehler die Huftieranlage so untergraben, dass sich Stolperfallen bilden koennen. Ihrer Infragestellung tatsaechlicher Interaktion und Ihrer unten genannte Unterteilung stimme ich durchaus zu; nicht selten haben manche "funktionierende" Gemeinschaftshaltungen etwas von der Anonymitaet von Mietshochhaeusern in Grossstaedten an sich: man wohnt jahrelang im selben Gebaeude Tuer an Tuer, hat aber selten wirklichen Kontakt miteinander. Vielleicht ist bei einem solchen "mixed species exhibit" eher der Unterhaltungs-/ edukative Charakter fuer die Besucher bzw. die "Platzersparnis" fuer den Zoo von Bedeutung. MA hat mit seinen Hinweis ob haeufig nicht untersuchtem, chronischem Stress bei Gemeinschaftshaltung (nicht nur bei Fischen) durchaus recht. In "Wild Mammals in Captivity" finden sich einige interessante Untersuchungen von US-Zoos, u.a. L.A., zu diesem Thema. Mich wuerde interessieren, ob die in z.B. Woburn, UK, existierende Kombi "Wasserreh & Davidshirsch" auch in beengteren Verhaeltnissen funktionieren koennte. Verstehe ohnehin kaum, warum sich heutzutage Chinesische Wasserrehe nicht haeufiger in dt. Zoos (wie jetzt Berlin) finden. Man koennte den Besucher z.B. mit dieser schoenen Plastik fuer das ungewoehnliche Tier einnehmen...:) http://www.skullsunlimited.com/graphics/bc-129-lg.jpg (03.11.2008, 11:37) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: ...während gleichzeitig die Elefanten-Pavian-Kombination in Beekse Bergen seit Jahren zu funktionieren scheint - trotz oder wegen des enormen Größenunterschiedes. Fakt ist m.E.: Am "Grünen Tisch" kann man sich viel ausdenken, aber ob es hinhaut, zeigt nur ein Praxisversuch. Am risikolosesten ist es wahrscheinlich, Tiere zusammenzusetzen, die sich im Gehege eigentlich nie begegnen, z.B. weil eines ein (fast) reiner Baumbewohner und das andere ein Bodenbewohner ist (Z.B. Faultier und Aguti). Frage ist, ob das dann eigentlich eine Gemeinschaftshaltung i.e.S. ist, in der man ja eigentlich Interaktionen zwischen den Arten initiieren will, um ihren Alltag abwechslungsreicher zu gestalten, oder nicht doch nur ein Zusammenwürfeln à la Zierententeich, von dem eher der Besucher als das Tier etwas hat. Denn beim genannten Beispiel könnte es genausogut ein querliegendes Trenngitter zwischen Faultier und Aguti geben, ohne dass die Tiere dabei benachteiligt wären (sofern den Faultieren trotzdem eine "artgerechte Toilette" zur Verfügung steht). Starke Gegensätze können genauso positive wie negative Wirkungen haben; eine Kombi aus Tag- und Nachttier kann z.B. darauf hinauslaufen, dass sich beide durch die Aktivitäten des Gegenparts zur eigenen Schlafenszeit genervt fühlen. Ich denke da z.B. an die hin und wieder zu sehende Kombi aus Chinchillas und Degus. Nur weil sich die beiden Arten nicht gleich zerfleischen, sollte man nicht darauf schließen, dass ihnen das Zusammenleben zusagt. Viele unserer Wunsch-Gemeinschaftshaltungen sind wahrscheinlich ein wenig von den (gezeichneten) Bildern geprägt, mit denen uns Tieratlanten usw. in unserer Jugend versorgt haben (wo z.B. das Erdmännchen gleich neben dem Springbock in der Landschaft sitzt) und die wir ganz gern mal in natura sehen möchten... (03.11.2008, 09:34) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Groessenunterschiede (bzw. Unterschiede in der Lebensweise) und damit Konkurrenzvermeidung koennen durchaus fuer eine Gemeinschaftshaltung von Vorteil sein-das habe ich auch nicht angezweifelt. Andererseits sollten die Unterschiede auch nicht zu extrem sein-wohl auch ein Grund, warum die Londonder Giraffen-Erdmaennchen-Kombi nicht funktionierte... @Sven: Mal ganz im Ernst-was soll diese Einmischung bzw. kuenstliche Aufregung? Oder fuehlt sich da einer mit angesprochen, nur weil er nicht den dezenten Hinweis auf Unterscheidung zwischen Arten und Haustierrassen verstehen kann...? Den Begriff "Oberlehrer" als Totschlagphrase nutzen zu wollen, hat sich nach der x-ten Anwendung auch abgenutzt-"stimmt"... @André Haubrich: ALs 15 Jaehriger sollte man doch mit der Nutzung von Internet-Suchmaschinen bestens vertraut sein?:) Einfach EAZWV eingeben, und presto: http://www.eazwv.org/php/ Gewiss, auch Besucher (und einfliegende Wildvoegel, und Wildtiere, und streundende Katzen, und das Personal, und der Wind, und...) koennen potentiell als Krankheitsvektoren herhalten. Die Frage ist nur, ob man das Risiko der Krankheitseinschleppung niedrig haelt oder im Fall wie BKF durch Zusammenhaltung erhoeht. (03.11.2008, 07:56) | ||
| Sven P. Peter: | Der Wasserbereich um die "Insel" ist, wenn ich mich nicht grade sehr täusche, ungefähr 20cm tief. Auf der Insel steht meiner Meinung auch ein großer Baum, der für beide Arten gesichert ist. Man entschuldige meine vagen Aussagen, aber nach einem PC-Crash komme ich (hoffentlich nur vorerst) nicht an meine Fotos... (02.11.2008, 21:37) | ||
| André Haubrich: | Auf zoolex.org ist die Anlage (auf Englisch) präsentiert und auf dem Plan auf der rechten Seite des Besuchertunnels ist eine Insel zu sehen, ich hatte die als Rückzugsinsel interpretiert. Wenn sie dawarn und es besser wissen verbessern Sie mich ruhig. (02.11.2008, 21:30) | ||
| Sven P. Peter: | Moooment. Wo haben da die Affen eine Insel? Nur die Ausbrecher können sich gänzlich vor den Bären zurückziehen. (02.11.2008, 21:15) | ||
| André Haubrich: | @Sven P. Peter: Lippenbären sind aber auch nur zu einem sehr geringen Tiel Säugetierfresser. Und selbst wenn, haben die Rhesus noch eine eigene Insel und können vor den recht langsamen Bären auch in die oberen Äste fliehen. Fuchsmanguste/Löwe hätte man garnicht versuchen sollen, das Ende hätte man verausahnen können. Aber immerhin die Löwen hatten warscheinlich ihren Spaß;-) (02.11.2008, 21:12) | ||
| Sven P. Peter: | Na das ist ja mal wieder typisch Shensi-Takin. "Das ist mein KonversationsTon! …ebensowenig wird der Ihnen zuliebe geaendert.!" Denn "..leider ist dies ein offenes Forum; jeder kann hier seinen Senf dazugeben." Und im selben Beitrag aber dann schreiben: "Vielleicht die kommende Beitrage mit etwas weniger Wut im Bauch schreiben" Was denn nun, was dem einen recht, ist dem anderen billig, du musst dich schon entscheiden! Aber wie schrieb Oliver mal…Oberlehrer!!! Stimmt!! So, aber nun zum Thema...In Leipzig klappt die Kombi Lippenbär und Rhesusaffe wärend wohl Löwe und Fuchsmanguste in Schwerin sowie in Basel gescheitert ist. (02.11.2008, 20:55) | ||
| Michael Amend: | Ich bin mir gar nicht sicher, ob die überhaupt Bergzebras züchten....Wenn ja, dann wohl nicht nur für die Südstaaten. Momentan liegt die Konzentration voll und ganz auf den Grevys. Haie, da habe ich gestern auf der Homepage eines Us-Einkaufszentrumsaquariums ein nettes Bild gesehen, das per Ü-Kamera gemacht wurde, ein großer ST-Hai,der gerade versucht, einen kleinen Hai zu verschlingen. Der Kleine konnte aber tatsächlich gerettet werden, wurde gesundgepflegt und jetzt wieder unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ins Gemeinschaftsbecken zurückgesetzt, zu seinem alten Freund...Hat sich eigentlich schon mal Jemand mit Stress bei Fischen beschäftigt ? Ich meine, die schwimmen doch tagtäglich mit ihren Fressfeinden in einem Becken rum, leider sieht man es ja nicht, wenn ein Fisch schwitzt...Denen läuft doch bestimmt ständig der Angstschweiß, oder ? Ich glaube, die Selbstmordrate bei diesen Fischen ist recht hoch, entwteder, sie schwimmen ständig mit dem Kopf gegen die Scheibe, oder sie bieten sich den Haien als Futter an("Friss mich, komm schon, mach Schluß, und friss mich, ich halte diesen DRUCK nicht mehr aus..."Wäre ein Thema für Tierrechtler, aber Fische interessieren die nicht. (02.11.2008, 17:16) | ||
| Michael Mettler: | @MA: Och, MÖCHTE schon, Haie werden schließlich auch erfolgreich mit potenziellen Beutefischen zusammen gehalten :-) (Scherz) Für die in San Diego geborenen Bergzebras fängt der Ernst des Lebens spätestens dann an, wenn sie den Zoo wechseln und auf einmal DOCH einen Stall betreten müssen... Oder züchtet man dort nur für Südstaaten-Bedarf? (02.11.2008, 17:04) | ||
| Michael Amend: | Gemeinschaftsanlage in San Diego.Die einzigen Bergezebras, ich ich persönlich gesehen habe, die noch NIE Probleme mit den Hufen hatten, wenn man die Anlage sieht,kein Wunder. Zebras, die,wenn sie dort geboren wurden, noch nie einen Stall gesehen haben,weder von außen, noch von Innen,Seufz. Da der Thread hier Wunsch-Gemeinschaftshaltungen heißt, geht es nicht um die Durhcführbarkeit davon, sondern ganz einfach um das,welche Arten sich manche wünschen würden, zusammen zu sehen, unabhängig davon, ob es machbar ist oder nicht, wobei wohl kaum jemand Zebras mit Löwen vergesellschaftet sehen möchte. (02.11.2008, 16:42) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Die Huftier-Gemeinschaftshaltungen in Hannover sollen seit über 45 Jahren GERADE dadurch funktionieren, dass die Arten unterschiedlich groß und kräftig sind, so dass sich von vorn herein eine gewisse biologische Rangordnung ergibt. Für einen Elenbullen wäre es schließlich ein Leichtes, mit einem Thomsongazellenbock ähnlichen "Weitwurf" zu veranstalten wie Sie dies bei der Kombi Afrikanischer Büffel/Pavian prophezeien, zumal es zwischen den Antilopenarten eher zu Spielkämpfen kommt, die auch mal in Ernst umschlagen könnten. In eine solche Kategorie würde ich z.B. auch den Vorfall vor Jahrzehnten in Frankfurt einreihen, als ein Giraffenbulle einem Elenbullen per Kopfstoß das Schulterblatt brach. Trotzdem spricht niemand Giraffen die Gesellschaftsfähigkeit ab bzw. sieht in Kombinationen mit ihnen ein unnötig hohes Risiko. Bei Kampf - aus welcher Situation heraus auch immer - hilft manchmal übrigens auch das beste Zufluchtgehege nichts, wenn der biologisch unterlegene Gegner sich überschätzt und einfach nicht weicht... Kennen wir doch auch von kleinen Hunden, die sich wie große aufspielen, bis sie mal an den falschen Gegner geraten. Und wieder mal muss ich dabei an den ehemaligen Baseler Zebrahengst denken. (02.11.2008, 14:33) | ||
| André Haubrich: | @ Shensi-Takin: Was ist denn die EAZWV-Konferenz? Brillenbär und Tapir? Dass hört sich schon kritisch an. Ob man Affen dazupacken kann, läge bei einer schon bestehenden Anlage bestimmt am ehesten daran, ob die Anlage dann noch ausbruchsicher gestaltet werden kann. Jeder Besucher brringt doch irgendwelche Krankheitserreger in Tierhäuser und manche Besucher haben vielleicht sogar mehr an sich als Zootiere. Zur Vergesellschaftung mit Elefanten wäre ich nicht abgeneigt, aber die Mitbewohner söllten dann spezielle Rückzugsraume. Für Asiatische könnte ich mir Muntjaks, Axishirsche und Hirschzigenantilopen vorstellen. Afrikanische sollen aggressiver sein, da sähe ich das kritischer (02.11.2008, 13:53) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Ihre Ueberlegung geht schon in die richtigve Richtung; je nach Erreger reicht auch schon eine unmittelbare "Nachbarschaft" bzw. belebte/unbelebte Vektoren ala Pfleger, Gebrauchsutensilien, Schaedlinge usw. Bei einem unmittelbaren Miteinander ist die Uebertragungswahrscheinlichkeit aber meist noch etwas hoeher. Bsp. Boesartiges Katharralfieber in Verbindung mit Zusammenhaltung von Rindern und Kuhantilopen/Oryx/Gnus bzw. Schafen (s. Augsburg!) http://www2.vetmed.uni-muenchen.de/med2/skripten/b5-2.html Bsp. Dictyocaulus arnfieldi bei Zusammenhaltung von Eseln mit anderen Equiden usw. Natuerlich kann auch eine "artreine" Haltung nicht vor Verletzungen schuetzen; nur stellt sich die Frage, welche Kombination ein groesseres Risiko an Verletzungsquantitaet bzw. "qualitaet" mit sich bringt, und welche nicht. Anders ausgedrueckt: halte ich zwei gleichgrosse Corydoras_Arten zusammen, ist meist kaum mit Problemen zu rechnen. Wird der Elefant bei der Gemeinschaftshaltung hingegen "boese", bliebt von dem kleineren Mitbewohner mitunter nicht mehr viel uebrig... (02.11.2008, 11:45) | ||
| Michael Mettler: | @Onca: Das Problem bei den Vorschlägen liegt ja ganz einfach darin, dass wir nur von bereits gemachten Erfahrungen mit ähnlichen Tierarten ausgehen können und lediglich aus dem Bauch heraus bewerten, welche Kombinationen aus verständlichen Gründen GAR NICHT funktionieren dürften (z.B. Löwe/Zebra). Alle Grenzfälle lassen sich doch im Grunde nur durch Experiment klären, weil niemand auch nur die geringste Ahnung hat, wie sich die Konstellation entwickelt. Z.B. gibt ein Buch über die Errichtung des Tierparks in Boras (Sigvard Berggren, "Mein Tierparadies") und die dortige große Afrika-Anlage, auf der Elefanten, Breitmaulnashörner, Giraffen, Böhmzebras, Weißschwanzgnus, Hirschziegenantilopen (in Ermangelung weiterer afrikanischer Antilopen) und Strauße zusammengeführt wurden. Bei dieser Konstellation war man mit Sicherheit auf andere Schwierigkeiten eingerichtet als darauf, dass der Gnubulle Streit mit einem Elefanten suchen würde... @Shensi-Takin: Dass Sie berufsbedingt tiermedizinische Bedenken in den Vordergrund stellen, ist verständlich. Andererseits frage ich mich, ob das Infektionsrisiko bei Nicht-Vergesellschaftung, aber Benachbarung (im Zoo "sitzen" die Tiere nun mal relativ dicht beisammen) wirklich so sehr viel niedriger ist. Selbst wenn es zu keinem direkten Kontakt zwischen den Tierarten kommen kann, desinfizieren doch die Pfleger nicht vor dem Gang ins nächste Gehege ihre Arbeitsmaterialien und ihre Kleidung, Mäuse rennen von Haus zu Haus usw. Abgesehen davon ist ein Infektionsrisiko auch innerhalb der selben Art nie auszuschließen, sobald ein ortsfremder Artgenosse integriert wird. Zur Sache allgemein: Ich denke, dass der Erfolg oder Misserfolg einer Vergesellschaftung auch davon abhängt, ob die kombinierten Arten als Adulte zusammengebracht werden oder als junge Tiere zusammen aufwachsen, wobei sie noch spielerisch die Eigenheiten ihrer artfremden Gehegegenossen erkunden können. Letztlich gibt es auch sehr unterschiedliche Grundlagen für eine gelungene Vergesellschaftung, z.B. eine Art Waffenstillstand (wie bei Steppenzebra/Elenantilope), ein weitgehendes Ignorieren anderer Arten (bei Terrarien- und Aquarienbewohnern eine wohl sehr häufige Variante) oder ein beinahe freundschaftliches Miteinander (z.B. bei manchen Affenkombinationen). Daraus folgen logischerweise auch unterschiedliche Probleme, die zur Bewertung als Fehlkombination führen können. So kann der Waffenstillstand situationsbedingt kippen (ein Elenbulle tötete einst in Hannover ein Zebrafohlen, weil es ihm keinen Platz unter dem Regendach machte und seine Drohhaltung noch nicht "verstand"), das Ignorieren z.B. durch Paarungsstimmung oder bevorstehende Geburt in Aggression umschlagen oder auch eine "Freundschaft" damit enden, dass z.B. ein größeres Tier im Spielkampf seine Kraft vergisst (auch wenn das aus der Ferne kaum zu beurteilen ist, hätte ich sowas für den Baseler Fall Flusspferdbulle/Zebrahengst in Verdacht). Aber vor Verletzungen und Verlusten ist man ja bei "artreiner" Haltung auch nicht sicher - siehe der aktuelle Fall des hannoverschen Gorillajungtieres. (02.11.2008, 10:41) | ||
| Shensi-Takin: | @Onca: Wer wird denn hier gleich schnippisch? ;) 1. Der Spitzname sagt so gut wie nichts ueber den Wissensstand des Namenstraegers aus. Es soll, man glaubt es kaum, ja auch Menschen geben, die Usernamen nur nach Lust und Laune bzw. Klang waehlen. Die bisherigen Bemerkungen Ihrerseits (ich kann mich nicht erinnern, wann ich Ihnen das Duzen mir ggue. angeboten habe...) liessen bisher auf kein allzu grosses "Fan"-Wissen schliessen. Aber selbst das waere nicht Grund & Ursache fuer meinen Beitrag. 2. Ich habe lediglich ein klein wenig ergaenzt. Hoechst "bedauerlich", wenn Ihnen das sauer aufstoesst. Doch leider ist dies ein offenes Forum; jeder kann hier seinen Senf dazugeben. 3. Das ist mein "normaler" (was ist schon "normal"?;)) Konversationston. Gleichfalls "bedauerlich", dass der Ihnen ebenfalls nicht zusagt, aber ebensowenig wird der Ihnen zuliebe geaendert. 4. In GB leben Brillenbaeren und Flachlandtapire allenfalls im South Lakes-Zoo zusammen. Allerdings gab es mWn da schon Tierverluste durch interspezifische Aggression. "auch hier kann man noch Affen hinzusetzen" kann man das wohl so ohne weiteres? Eher nicht... 5. Zusammenhaltung von Elefanten & Huftieren: nebst Krankheitsuebertragungsproblematik (u.a. Tuberkulose) ist hier der mehrfach erwaehnte individuelle Wesensunterschied von Bedeutung. 6. Bzgl. "Gegenvorschlaege"-s. aeltere Beitraege und Hinweis auf die EAZWV-Konferenz naechstes Jahr, deren thematischer Schwerpunkt u.a. Gemeinschaftshaltungen sein wird. Zu guter Letzt: Vielleicht die kommende Beitrage mit etwas weniger Wut im Bauch schreiben...;) (02.11.2008, 01:36) | ||
| Onca: | Was ich nett fände, wären mal Vorschläge wie man was machen kann und nicht nur - Das geht nicht! - das hilft hier nicht weiter. Es geht hier doch darum, sich auszutauschen und Ideen zu entwickeln. Das ist wie jmd bei einem Spiel sagt "ne will ich nicht" aber keinen Gegenvorschlag macht. @Shensi-Takin hat mir das jetzt geholfen.... Nein! Ich bin nicht dämlich und wie du zufällig vlt an meinem Namen erkennen kannst (wenn du Portugisisch redest oder wissenschaftliche Namen kennst), bin ich Raubtier-Fan und kenne mich sonst gut mit diesen aus. Ich habe meine Antworten vorher schon sehr genau bekommen (va sie auch später selber vervollständigt mit dem entsprechenden Link, wo sogar die Jagd der Robben erwähnt wird), es muss nicht jeder was schreiben nur weil er meint er müsse was schreiben, va wenn keine neuen Infos dabei rum kommen. Und was auch schön wäre... wenn man mal alle Leute hier auf gleicher Augenhöhe anspricht und die sprachliche Ebene auf das Niveau der normalen Konversation senkt und nicht so hochgetrabt daher redet. Wir sind alle der normalen deutschen Sprache mächtig. Wenn ich mich richtig erinnere leben in Großbritannien Brillenbären mit Flachlandtapiren zusammen, auch hier kann man noch Affen hinzusetzen. Grade solche Zusammenstellungen die man nicht erwartet sind reizvoll, weil viele ja nur sehen Bär = Raubtier = Fleischfresser, was ja nu mal nicht stimmt. Wie seht ihr die Vergesellschaftung von Elefanten mit anderen Pflanzenfressern (Antilopen, Hirsche, Rinder) wie in der Natur? Natürlich ist die Vorraussetzung eine großflächige Anlage mit entsprechenden Vorkehrungen, so dass sich die Huftiere mal zurückziehen können bzw die Elefanten. (01.11.2008, 23:49) | ||
| Shensi-Takin: | Tüpfelhyaenen koennen aktive Jaeger sein-muessen sie aber nicht in jedem Gebiet (je nach Nahrungsangebot). Eigentlich genau wie Loewen... Was Schabrackenhyaenen angeht: wie in Grunde (fast) alle Raubtiere nutzen auch diese jede sich bietende Moeglichkeiten zum Nahrungserwerb-s.a. auch: http://www.hyaenidae.org/uploads/images/brown%20hyena%20pix/brownhyenachasingseals.jpg In einem Gehege kommen nebst diesem moeglichen opportunistischen Beutegreifverhalten auch noch die beengten Verhaeltnisse hinzu-wobei erwaehnt werden sollte, dass Gruene Meerkatzen (insbesondere Maennchen) auch nicht besonders friedliche/hilflose Tiere sind. Davon auszugehen, dass die Affen immer oben auf den Aesten bleiben wuerden, ist etwas naiv... "Irgendeine Rieseneselart" Tztztz, Sven...;) (01.11.2008, 22:18) | ||
| Onca: | Wikipedia benutze ich nicht für solche Zwecke, da steht oftmals sehr viel Stuss. Ja, die Schabrackenhyäne in den Geisterstädten... ich habe recht viel über diese Hyänen gesehen, aber eigentlich immer nur das Gleiche. Und immer wurde angemerkt, dass man diese Art noch nicht so erforscht hätte, wie die Tüpfelhyäne. hier im ZDF auch ne Sendung: http://wunderbarewelt.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,2070240,00.html Aber so bin ich mal wieder neugierig und werde mal weiter nachlesen. (31.10.2008, 22:32) | ||
| Andreas: | @Onca: Schauen Sie am Besten bei Wikipedia rein. Erst kürzlich habe ich einen Bericht über Braune Hyänen(Strandwolf) gesehen. Lt. Autor(?vergessen)wurde erstmalig beobachtet/gefilmt, wie eine Antilope gerissen wurde. (31.10.2008, 21:43) | ||
| Michael Mettler: | @BjörnN: Ich weiß ja, dass man in Afrika mit anderen Maßstäben rechnet, aber als sonderlich "küstennah" würde ich z.B. Botswana nicht bezeichnen :-) (31.10.2008, 20:45) | ||
| Michael Mettler: | @Onca: Der Unterschied liegt vor allem darin, dass Schabrackenhyänen allein auf Jagd gehen und daher kein Großwild erlegen. Über Freilandbeobachtungen an ihnen (und an Löwen) gibt es ein ebenso informatives wie unterhaltsam geschriebenes Buch "Der Ruf der Kalahari" von Mark und Delia Owen. Allerdings habe ich nicht im Gedächtnis, welcher Anteil bei der Ernährung überwiegt. M.W. erbeuten Schabrackenhyänen an den Stränden Namibias doch auch junge Seebären und fressen dort nicht nur angeschwemmte Tierkadaver? (31.10.2008, 20:41) | ||
| BjörnN: | @Onca Braune Hyänen leben in den ariden küstennahen Gebieten des südlichen Afrikas. Dort gibt es kaum Nahrung, weshalb die Hyänen lange Wanderungen unternhmen, oft angeschwemmtes Aas fressen, aber durchaus auch jagen gehen. (31.10.2008, 20:39) | ||
| Michael Amend: | Der ZF 1963 erwähnt keine Poitou-Esel mehr für die Anlage, sondern Zwergesel. (31.10.2008, 20:34) | ||
| Michael Amend: | 1955 wurden die Steppenrinder gegen Watussis ausgetauscht, anosnsten istd er besatz gleichgeblieben. Ab 1958 werden noch Grau,-Jungfern,-und Kronenkranich als Bewohner aufgeführt, aber sind ja keine Heufresser. (31.10.2008, 20:30) | ||
| Onca: | Ich bin jetzt grad bisschen irritiert. Ich habe mich bisher nicht mit den Unterschieden der Fressgewöhnheiten der Hyänen auseinandergesetzt. Aber ist der Unterschied doch so groß? Bei den Tüpfelhyänen ist ja inzwischen bekannt, dass der Großteil ihrer Nahrung aus Frischfleisch und zwar eigener erjagten Beute besteht. Ist das bei den Schabracken Hyänen so anders? Oder weiß man noch nicht so viel darüber und sieht sie bisher immer an schon erlegtem Fleisch? (31.10.2008, 20:29) | ||
| Michael Amend: | In meinem ältesten Führer von Augsburg, ca. 1953/54, werden folgende Rassen als Besatz der"Großen Freianlage"aufgeführt : Lama, ungar.Steppenrind,Yak,Ungar.Zackelschafe,und Poitou-Esel. (31.10.2008, 20:26) | ||
| Michael Amend: | Die heutige Afrika-Anlage in Augsburg war vorher eine riesige Heufresserwiese mit allen möglichen diversen"Heufressern", z.b verschiedene Hausrinder,Ponies,Esel,diverse Schafe und Ziegen, Kleinkamele und Damhirsche... (31.10.2008, 20:21) | ||
| Michael Mettler: | @Andreas: Da fehlen nur noch die Strauße, die es früher hie und da ebenfalls auf solchen Anlagen gab (z.B. in Hannover)... Die Kombi Steppenzebras/Kamele gab es anscheinend zu diesen Zeiten mehrfach auf Heufresseranlagen, habe ich gerade erst im Buch über den alten Nürnberger Tiergarten gefunden. Eien moderne Version davon entsteht ja gerade in Ueckermünde (Dromedare, Zebras, Somalischafe plus diverse Vögel). (31.10.2008, 20:04) | ||
| Michael Amend: | @Sacha. So ein Mist,da war ich zweimal im Zoo San Diego, und habe ausgerechnet die Erdmännchen-Anlage verpasst...Shit happens. Scherz away, ich habe Erdmännchen hinter der Kopje-Anlage gesehen, aber keine Löffelhunde. Diese dafür in Saint Louis,zusammen mit Po-Schweinen.L.A hatte mal Bongos,Löffelhund eund Blaurückenducker zusammen in einer Anlage,w as ausgezeichnet funktionieret. Leider sind solche Anlagen und Vergesellschaftungen in den USA nie von langer Dauer, das wird ja fast ständig gewechselt... (31.10.2008, 18:24) | ||
| Andreas: | Bin beim Stöbern im Net über nebenstehendes Bild gestolpert. Hamburg/ Heufressergehege (31.10.2008, 17:57) | ||
| André Haubrich: | Gut, der Nasenbären züchten dann nicht, es gibt genug davon. Bei den Bisons wäre die Frage, ob sie eine angeborene Angst vor hundeförmigem Leben haben und ob sich die Kojoten an die Bisons heranwagen würden, was ich schon wegen deren Gestalt bezweifeln würde. Aber einem Angriff der Bisons, zu dem es meiner Meinung nach eher kommen könnte, könnten die Kojoten vermutlich besser entkomen das Schwarzbären. Schneeziegen sollen mit ihren Hönern sogar Grizzlys töten, daher sind iher Bedenken berechtigt. Sie sind vllt (in Zoos) zu selten um den Versuch der Vergesellschaftungen einzugehen. (31.10.2008, 17:39) | ||
| Michael Mettler: | @Andrè Haubrich: Braune Hyänen sind immerhin (reaktions)schnell genug, um sogar Springhasen zu erbeuten. Aber ich teile die Einstellung zum angeführten Vergleich mit Löwe/Fuchsmanguste. Nasenbär mit Weißschulterkapuziner geht nur dann, wenn die Nasenbären für die Jungenaufzucht einen abgetrennte Bereich haben (oder gar nicht erst züchten können/sollen). In Mittelamerika betätigen sich Weißschulterkapuziner nämlich als Nesträuber bei Weißrüsselbären. (Rostock hält problemlos männliche Gewöhnliche Nasenbären mit einer Zuchtgruppe Haubenkapuziner zusammen.) Ob die Gesellschaftsfähigkeit von Schneeziegen schon mal erprobt wurde, würde mich interessieren. Da Schneeziegenböcke ihre Hörner relativ hemmungslos als Stichwaffen einsetzen sollen und mangels artgleicher Gegner dann wohl die männlichen Hirsche und Schafe annehmen würden, könnte selbst ein spielerischer Kampf schon mit schwersten Verletzungen enden. Bei Bison/Kojote bin ich genauso skeptisch. Die Wolfsgestalt könnte beim Bison instinktiv als Beutegreifer verankert sein, und dann frage ich mich, ob das gegenseitige "Belauern" nicht über die Grenze geht. Auch da könnte man natürlich das Löwe-Fuchsmanguste-Beispiel ins Feld führen, nur sind Löwen viel inaktiver als Kojoten, so dass die ruhigen Phasen länger sind. Bei genügend Platz wäre dagegen Bison/Schwarzbär denkbar - gab es über viele Jahre in Hodenhagen, allerdings unter ständiger Beobachtung eines motorisierten Aufsehers, der im Konfliktfall eingreifen konnte. (31.10.2008, 17:26) | ||
| André Haubrich: | Ich folge den Bedenken und trenne Zebramangusten/Buschhörnchen und Erdmännchen/Löffelhund. Die Thomson-Gazellen nehme ich ebenfalls raus, da sie ja garnicht aus Südafrika kommen. Aus dem Spezial Krüger kommen zwar auch Erdmännchen und Gemsbock nicht, ich würde aber auf beide ungern verzichten. Zu Braune Hyäne und Grüne Meerkatze hätte ich garnicht so viele Bedenken wie z.B. bei Löwe/Fuchsmanguste. Wenn die Anlage mit vielen Klettermöglichkeiten usw. ausgestattet ist, sollten die Meerkatzen sich leicht vor den recht langsamen, größtenteils Aasfressenden Braunen Hyänen sichern können. Neue Vorschläge zum Tema Amerika: -Rotluchs, Schwarzbär -Zwergwapiti, Schneezuege, Dickhornschaf -Waldbison, Kojote Kalbbereich) -Eselshase, Felsenhörnchen, Kanincheneule -Brillenbär, Nasenbär, Weißschulterkaapuzineraffe -Riesenotter, Sumpfspringaffe -Tamandua, Zwergseidenäffchen (31.10.2008, 16:24) | ||
| WolfDrei: | @Sacha: Löffelhund/Surikate: muß wohl an der Ecke wegen der Surikaten vorbeigerannt sein - erinnere mich nur an das Paar Klippspringer und Borstenhörnchen. (31.10.2008, 13:10) | ||
| Sacha: | Die Kombi Löffelhund/Erdmännchen gab es doch schon im Zoo San Diego (Anlage hinter dem Kopje-Bereich) Ende der 90er. Oder waren die damals abgetrennt? (Shensi-Takin, Michael Amend, WolfDrei - wer weiss es noch?) @André Haubich: Bei den von Dir vorgeschlagenen Afrik. Kombis erlaube ich mir, mich meinen Vorschreibern anzuschliessen. Wie erwähnt, gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die eine Kombi möglich oder eben unmöglich machen. Das reicht von der individuellen Verträglichkeit, der vorhandene Gehegegrössse, der Bestandsdichte der einzelnen Arten, der Geschlechterzusammensetzung, den Abtrennungsmöglichkeiten, dem Risiko der Hybridisierung bis zu den äusseren klimatischen Verhältnissen (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Geht man von einem Optimalfall aus, dann habe ich bei folgenden Vorschlägen Bedenken: Kombi Braune Hyäne/Grüne Meerkatze: Gehegestruktur- und Abgrenzungsmöglichkeiten, (zu?) hohes Risiko interartlicher Auseinandersetzungen mit gravierenden Folgen Kombi Zebramanguste/Buschhörnchen: Gedenk der Tatsache, dass im Zoo Basel Erdmännchen junge Klippschliefer getötet haben, befürchte ich auch hier grosse Schwierigkeiten Kombi Kapgiraffen/Nyala/Thomsongazelle Wie von Shensi-Takin schon erwähnt: Unnötiger geografischer Mix, aber vermutlich praktikabel. Komi Weibliches Spitzmaulnashorn mit div. Südafrik. Grosstieren: Kaum durchführbar und selbst im riesigen Wild Animal Park in Escondido gescheitert (hauptsächlich an der Unverträglichkeit der Spitzmäuler). Ausserdem geografisch nicht erstrebenswert da der EUROPAEISCHE Zoobestand an Spitzmäulern bis auf Frankfurt der ostafrik. Unterart angehört (oder unbestimmt ist). @Sven P. Peter: Bei der Kombi Sekretär/Paradieskranich/Hornrabe sehe ich eigentlich wenig Probleme, zumal sie in den USA so (oder ähnlich) schon über Jahre praktiziert wird bzw. wurde (u.a. WAP San Diego, Zoo Philadelphia). (31.10.2008, 11:52) | ||
| Michael Mettler: | @Sven: Probleme mit der Verträglichkeit scheint es auch in den beiden genannten Beispielen nicht gegeben zu haben. Wie man an den Mischlingen sieht, hatten sich die beiden Arten dort doch sogar besonders lieb ;-) (31.10.2008, 08:58) | ||
| Sven P. Peter: | Großer Kudu und Elen klappt aber auch in Gelsenkirchen ohne Probleme, oder? (30.10.2008, 23:47) | ||
| Michael Mettler: | Großer Kudu und Elenantilope können sich kreuzen, mir sind spontan zwei Fälle bekannt: Münster (nicht aufgewachsen) und Autosafari Mallorca (aufgewachsen). Die Waldböcke sind alle relativ nahe untereinander verwandt, womit Hybriden nicht ausgeschlossen sind (siehe Großer Kudu x Sitatunga in Heidelberg oder Bongo x Sitatunga in Antwerpen); andererseits lebten in Hannover viele Jahre lang Schirrantilope, Großer und Kleiner Kudu zusammen in der selben Anlage, ohne sich zu verkreuzen oder sich zu bekämpfen (und das bei ständiger Anwesenheit aller drei Zuchtböcke/-bullen und äußerst dürftiger Gehegestruktur). (30.10.2008, 21:59) | ||
| André Haubrich: | Naja, das alle Vergesellschaftungen problemlos verlaufen, ist ja bekannt. Säbel- oder Mendesantilopen müssten dann (nach verfügbarkeit) gestrichen werden. Wo sehen sehen Sie die Bedenken bei Ginsterkatze und Streifeniltis und welche Arten könnten bei 12 Hybridisieren? (30.10.2008, 21:31) | ||
| Shensi-Takin: | @André Haubrich: Um es mal kurz zu halten: IK = Interspezifisches Konfliktpotential H = Hybridisierung Anzahl der "!": je mehr, desto schlimmer... Vorschlaege: 1) IK!! (Boecke, Stoerche, Flusspferd) 2) IK!! (fliegende Affen...) 3) IK!!!! 4) IK!! (Hoernchen a la Carte...) 5) IK!!! (s. a. Sachas Einwand) 6)-8) IK- s. MMs Hinweis-von Tierindividuen abhaengig 9) IK!!! 10) IK !-!! 11) IK!-!! (auch hier wieder abhaengig von Individuen und Haltung) 12) IK!!!, H!! Ein Tipp: bei Vergesellschaftungen sind Kombinationen mit eher weitlaeufig verwandten, unterschiedlich grossen (aber nicht zu grosser Unterschied) und unterschiedliche Nischen besetzenden Arten Ueberlegungen wert. Kombinationen mit Raubtieren, Affen, aber auch bestimmten Wildwiederkaeuern sind generell eher schwieriger. (30.10.2008, 21:07) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Bei Löffelhund/Erdmännchen frage ich mich, ob nicht sogar eher die Löffelhunde die Leidtragenden wären, weil ein Trupp Erdmännchen auch nervig sein kann. Vergesellschaftungen Erdmännchen/Stachelschwein klappten z.B. nicht überall - es müssen nicht immer die Großen sein, die für Stunk sorgen... (30.10.2008, 20:56) | ||
| Michael Mettler: | @André Haubich: Säbel- und Mendesantilopen zusammen zu halten birgt die Gefahr der Verbastardisierung - ist im Tierpark Berlin schon einmal passiert. Soweit ich weiß, gab es damals aber nur bei einer der beiden Arten einen Bullen; ob man Bullen beider Arten unter normalen Gehegeverhältnissen zusammen halten kann, wage ich zu bezweifeln, dafür sind die Arten zu nahe verwandt, zu ähnlich im Verhalten und zu streitlustig. (30.10.2008, 20:53) | ||
| Michael Amend: | @Sven P.Peter. Inwiefern ? Was hat sie gemacht ? (30.10.2008, 20:41) | ||
| Sven P. Peter: | Also wenn ich mich erinnere wie die kleinen in Krefeld gespielt haben, da würde ich keine Erdis dazupacken. Auch wenn sie viel Insekten fressen. (30.10.2008, 20:21) | ||
| Oliver Jahn: | Also ein ganz kleines Erdmännchen vielleicht. Ansonsten ernähren sich Löffelhunde zu fast 100% von Insekten. (30.10.2008, 20:05) | ||
| André Haubrich: | Fressen Löffelunde Erdmännchen? Das wäre mir neu, die Meerkatzen bekämen durch viele Klettermöglichkeiten die Chance zum Ausweichen. (30.10.2008, 19:39) | ||
| Sven P. Peter: | Wobei die "neue" Elefantendame Jenny wohl sehr deutlich zeigte was sie von der Gemeinschaftshaltung hielt, weswegen es fraglich ist ob es noch weiter eine geben wird. (30.10.2008, 18:55) | ||
| Michael Amend: | @Gudrun Bardowicks. Die Heidelberger Gemeinschaftshaltung Asiatischer Elefant/Axishirsch und Hirschziegenantilope entstand eher unfreiwillig, weil die Hirsche und HZA ständig zu den Elefanten hinüber gesprungen sind. Wegen des Umbaues der Elefantenanlage sind sowohl die Axishirsche,als auch die HZA abgegeben worden, letztere sollen wieder zurückkommen, in Genmeinschaftshaltung mit den Elefanten,sobald das neue Elefantenhaus fertig ist, darin ist auch ein Stall für die Antilopen vorgesehen. (30.10.2008, 18:51) | ||
| Sven P. Peter: | Riesenesel = Riesen-Esel = Irgendeine Rieseneselart Kritik zu: -Braune Hyäne, Grüne Meerkatze -Löffelhund, Erdmännchen -(Kap)Giraffen, Impala, Tieflandnayla, Thomsongazelle, Warzenschwein, Paradieskranisch, Säkretär, Hornrabe Ich wünsche erstmal den Löffelhunden und den Hyänen einen guten Appetit. ;-) Sekretär zusammen mit Hornrabe und Kranichen... Ich weiß nicht. (30.10.2008, 18:35) | ||
| André Haubrich: | @ Sven P. Peter: Was ist denn ein Riesenesel? Da wurde dann aber weniger auf die genaue Herkunft geachtet, aber die Anlage heißt ja auch Eurasienanlage. Ich hätte auch noch andere Vorschläge: -Flusspferd, Ellipsenwasserbock, Buschbock, Marabu, Sattelstorch (natürlich so, dass die Flusspferde nicht jeden Teil des Geheges erreichen -Bärenpavian, Kaffernbüffel -Braune Hyäne, Grüne Meerkatze, -Zebramanguste, Buschhörnchen -(Kap)Giraffen, Impala, Tieflandnayla, Thomsongazelle, Warzenschwein, Paradieskranisch, Säkretär, Hornrabe -Somali-Wildesel, Somalistraus, Damangazelle -Dromedar, Mhorgazelle -Mendesantilope, Säbelantilope, Dünengazelle -Löffelhund, Erdmännchen -Streifeniltis, Kap-Ginsterkatze -(männliches) Spitzmaulnashorn, Gepardenjunggesellengruppe -Steppenzebra, Streifengnu, Elenantilope, Großer Kudu, Rappenantilope, Südafrikanische Kuhantilope, (weibliches) Spitzmaulnashorn, Springbock, Südl. Kronenkranisch Kritik, Verbesserungen? (30.10.2008, 18:07) | ||
| Sacha: | @André Haubrich: In diesem Fall wäre aber eindeutig die Kombi Himalayatahr/Yak besser. Das Verbreitungsgebiet des Sibir. Steinbocks reicht nicht so weit ins eigentliche Himalayagebiet hinein. Siehe auch: http://www.science.smith.edu/departments/Biology/VHAYSSEN/msi/pdf/675_Capra_sibirica.pdf (30.10.2008, 18:01) | ||
| Michael Mettler: | Einen Versuch wäre es doch mal wert, Somali-Wildesel mit Mähnenschafen zu vergesellschaften. In Hannover haben die Esel ihre Gesellschaftsfähigkeit nachgewiesen, beide Arten brauchen einen harten Gehegeboden, und für reinblütige Mähnenschafe (derzeit m.W. nur in spanischen Zoos) wären ein paar weitere Halter sicher wichtig. (30.10.2008, 17:57) | ||
| Sven P. Peter: | In Kanada hatte es mir ja die Eurasienanlage angetan in der African-Lion-Safari: Yak, Himalaya-Tahr, Mufflon, Nilgau und Riesenesel. Das große Afrikagehege war auch nett: Breitmaulnashorn, Mähenschaf, Rothschildgiraffe, Steppenzebra, Weißbart-Gnu, Strauß und Elenantilope. Sowas ließe sich in Wunschgemeinschaftshaltungen sicher noch ausbauen. (30.10.2008, 16:51) | ||
| Michael Mettler: | @Sven: Wobei interessant wäre zu wissen, ob ein Teil der Zebramangustengruppe schon VOR der Vergesellschaftung stummelschwänzig war oder die Nandus dran Schuld haben... Die Kulane in Rostock stehen derzeit auch für sich, sind nicht mehr mit den Yaks zusammen. (30.10.2008, 16:09) | ||
| Sven P. Peter: | In Staßfurt werden Nandus mit Zebramangusten zusammengehalten, und das ziemlich erfolgreich. In London gefiehl mir damals sehr die Erdmännchen-Giraffen-Kombi. (30.10.2008, 16:03) | ||
| Onca: | In Nürnberg waren Kamele und Kulane vergesellschaftet. Im letzten Mai als ich da war, waren diese getrennt, weil der Kulanhengst gegen die Kamele angegangen ist, um seine trächtigen, werfenden Stuten und die Jungtiere zu verteidigen. Ich weiß nicht, ob sie nun immer getrennt sind. @Gudrun Wir haben nie was anderes gesagt, als dass Zebras Einhufer sind. Wir haben sie integriert, wie es sich gehört. (30.10.2008, 15:59) | ||
| Gudrun Bardowicks: | In Hannover werden schon seit Jahrzehnten Steppenzebras erfolgreich mit verschiedenen Antilopenarten zusammengehalten. Auch die Dorcasgazellen und Mendesantilopen leben seit einigen Jahren mit Somali-Wildeseln zusammen. Es gab 2008 sogar eine erfolgreiche Aufzucht eines Somali-Wildesels auf dieser Anlage. Die Kombi Zebra-Antilope-Strauß gehört mittlerweile zum Standard in der modernen Zootierhaltung. Auch bei Zebras handelt es sich um Einhufer, nicht nur bei Wildpferden, Halbeseln und Wildeseln. In Wien gibt es im Tiergarten Schönbrunn sogar die Kombi Panzernashorn,Nilgauantilope,Hirschziegenantilope und Axishirsch. Wie erfolgreich ist eigentlich die Kombi Asiatischer Elefant, Hirschziegenantilope und Axishirsch auf der Elefantenaussenanlage in Heidelberg? Oder wurde diese wieder aufgegeben? (30.10.2008, 14:21) | ||
| Michael Mettler: | @Onca: Die Onager-Vergesellschaftung (oder eben auch nicht mehr) ist wieder mal ein Beweis dafür, wie sehr das Gelingen solcher Kombis von den Individuen abhängt; in anderen Zoos sind Kamelhengste auf Mischanlagen die Unruhestifter, und Gazellenböcke haben da durchaus auch einiges Potenzial, auch im Piesacken von wesentlich größeren Tieren... In Rotterdam funktionierte m.W. die Kombi Trampeltiere/Przewalskipferde nicht (mehr). Also trennte man sich von den Pferden, und was lebt nun mit den Kamelen zusammen? Onager!! (29.10.2008, 22:55) | ||
| Onca: | @MM scheint so :) Ich würde sagen es liegt am Charakter des Onager-Hengstes. Ich kenne sonst auch keinen der so extrem ist. Der Hamburger Chapman-Zebra-Hengst hat manchmal seine fünf Minuten ggü den Straußen, Warzenschweinen und seinen Stuten. Die Marabus ignoriert er meistens. Aber sonst vertragen sie sich sehr gut. Die Warzenschweine halten gerne mal gegen, so dass er von ihnen sehr schnell ablässt. Sonst ist die Zebra-Herde aber sehr lieb und lässt sich auch streicheln. Sie verhindert nur die Zucht der Strauße, durch kaputt Trampeln der Eier. Aber ich würde nicht sagen, dass man Einhufer grundsätzlich aus einer Vergesellschaftung ausschließen sollte. Man muss nur die Gegebenheiten anpassen. (29.10.2008, 22:40) | ||
| Matthias: | Nein, eine bestimmte Insel iast nicht Thema von Burgers' Rimba. Burgers' Rimba soll die Tierwelt des malayischen Regenwaldes darstellen. (29.10.2008, 19:30) | ||
| André Haubrich: | Ich kenne zwar Rimba nicht, würde mir aber um die Schweinsaffen mehr Sorgen wegen Hirschen und Bantengs machen. Aber mal sehn, wie es sich bewährt. Aber auf eine bestimmte Insel legt sich Rimba nicht fest, oder? Ein einzelner Gibbon lebt auch in einem Irischen Zoo zusammen mit Bartaffen. Habe ich im Abenteuer Zoo gesehen. (29.10.2008, 18:21) | ||
| Michael Mettler: | @Onca: Wir haben weiter unten wohl gleichzeitig gepostet und ich war auf dem älteren Stand der Dinge :-) @Shensi-Takin: Die Arnheimer Rimba-Anlage ist sehr großräumig und die Siamangs können bis in die Baumwipfel einiger höherer Bäume hinauf, während die Schweinsaffen wohl lieber am Boden unterwegs sind. Die Voraussetzungen sind also in der Theorie nicht schlecht. Viel mehr gespannt bin ich auf die dortige Kombi Gelbwangengibbons/Brillenlanguren in einer - wenn auch sehr großen und gut strukturierten - Voliere. Bei meinem Besuch waren allerdings noch nur die Gibbons drin. Andererseits hat in Hannover selbst auf einer strukturarmen Inselanlage über Jahre hinweg die Gemeinschaftshaltung Weißwangengibbons/Schwarze Klammeraffen funktioniert, die ich ohne Anschauung auf dem Reißbrett für riskant gehalten hätte. (29.10.2008, 18:11) | ||
| André Haubrich: | Interessant. Die Onager sind mir in Köln als sehr ruhig aufgefallen, die Grevys daggen sind teilweise auch schonmal böse gegenüber den Straußen geworden. Da bleibt die Frage, ob Einhufer überhaupt für Vergesellschaften geeignet sind. @ shensi-Takin: Ich lasse das "fast" weg. @ Sacha: Das wäre aus Himalayasicht. (29.10.2008, 17:57) | ||
| Shensi-Takin: | @André Haubrich: "Da haben die ONager ja schon fast Grevy-Zebra-Neveau." Das "fast" kann man an dieser Stelle getrost wegglassen... Biber-"Inseln" sind in Hinblick auf die Schwimmkuenste von Elch und Marderhund keine wirkliche Hilfe. Bzgl. Verbreitungsgebiets-Frage: http://www.ultimateungulate.com/ungulates.html (29.10.2008, 17:38) | ||
| Shensi-Takin: | Ich befuerchte ein gewisses Konfliktpotential nicht nur bei der Marderhund-Kombination, sondern auch bei der Gemeinschaftshaltung von Gibbons und Makaken; mal sehen, wie sich das in Arnheim entwickelt. @Sacha: Versuche mogen zwar klug machen-aber nicht unbedingt vermeidbare Tierverluste...PS: Email erhalten. Bekommst bald Antwort (und Post) (29.10.2008, 17:28) | ||
| Onca: | @MM die Kropfgazellen leben ausschließlich bei den Trampeltieren und können nicht zu den Onagern. Alles weitere habe ich unten schon geschrieben :) (29.10.2008, 17:02) | ||
| Andreas: | @André`Haubrich: Der Marderhund ist ein ausgezeichneter Schwimmer mit einem gesunden Selbstbewußtsein. Füchse, und sogar Dachse aus ihren angestammten Bauen zu vertreiben, ist für ihn keine Schwierigkeit. Zoff und blutige Nasen sind vorprogrammiert. (29.10.2008, 16:32) | ||
| Sacha: | @André Haubrich: Aber die Biber werden wohl auch mal an Land kommen und dann könnte es einem Marderhund einfallen, über ein Jungtier herzufallen. Wie gross dieses Risiko ist, kann ich nicht beurteilen zumal eine solche Gemeinschaftshaltung m. W. noch nicht versucht wurde. Aber wie heisst es so schön: Versuch macht klug. Ja, Onager können, was ich gelesen habe, ziemliche Teufel sein. Aber um das wirklich abschätzen zu können, muss wohl ein Fachmann ran. Darum mein Hinweis mit Michael Amend. Geografisch ist die Kombo Hausyak und Sibirischer Steinbock sicher passend, da sich ein Teil ihres Verbreitungsgebietes überschneidet. Die Yak-Wildform, die früher in Südsibirien lebte, ist allerdings ausgestorben resp. ausgerottet worden. Kommt jetzt einfach darauf an, ob man die Betonung auf Sibirien legt oder auf Himalaya, darum mein Vorschlag mit den Tahren (Ich zum Beispiel denke bei Yaks nie an Sibirien). (29.10.2008, 16:12) | ||
| André Haubrich: | @Sacha: Den Bibern würde ich eigene Inseln lassen. Da haben die ONager ja schon fast Grevy-Zebra-Neveau. Stammen Hausyak und Sibirischer Steinbock aus unterschiedlichen Regionen des Himalaya? (29.10.2008, 15:40) | ||
| Michael Mettler: | Onager/Kropfgazelle gibt es sogar schon, bei Hagenbeck. Eigentlich sogar noch mit Trampeltieren als dritter Art, aber zuletzt habe ich die beiden großen Arten getrennt gesehen, während die Gazellen zwischen beiden Gehegeteilen wechseln konnten. Für die Java-Anlage gibt es einen einigermaßen vergleichbaren Fall Banteng/Gibbon/Makak in Arnheim; da leben seit kurzem Bantengs mit Siamangs und Schweinsaffen zusammen, ergänzt sogar noch durch drei Hirscharten (Burma-Leierhirsch, Schweinshirsch und China-Muntjak). Ist aber noch so neu, dass man vielleicht noch ein wenig Zeit verstreichen lassen sollte, bevor man das Gelingen oder Misslingen bewertet. (29.10.2008, 15:36) | ||
| Onca: | In Hamburg waren die Onager, Trampeltiere und Pers. Kropfgazellen früher soweit ich mich richtig erinner vergesellschaftet bzw man hat es probiert. Der Onagerhengst ist leider sehr territorial und verteidigt seine Stuten ggü der Trampeltiere. Wie er sich ggü der Gazellen verhalten hat weiß ich nicht. Auf jeden Fall sind die Tiere von einander getrennt auf Nachbaranlagen und auch da dreht der Hengst manchmal durch. Daher leben die Pers. Kropfgazellen nur noch mit Trampeltieren zusammen. Ich würde mir für einen europäischen Zoo Fleckenhalsotter zusammen mit Sumpfmeerkatzen wünschen. Und Schabrackentapir mit Gibbons, was in der Bronx sehr gut funktioniert. (29.10.2008, 15:35) | ||
| Sacha: | Hallo Andrè, herzlich willkommen. Deine Vergesellschaftungen müssten eigentlich (fast) alle funktionieren. Bei der Elch-Kombo würde ich die Marderhunde weglassen, wenn die Biber Junge bekommen sollen. Kragenbär-Kombo müsste analog Braunbär/Wolf-Kombo funktionieren (bei entsprechender Gehegegrösse und Möglichkeit zur zeitweisen Abtrennung). Allerdings sind hier im Forum nicht alle begeistert von dieser Haltungsform. Yak und Sibir. Steinbock. Warum nicht? Geografisch fände ich Yak und Himalayatahr besser, aber das ist Geschmackssache. Elefantenbulle/Goldschakal. Etwas schwierig, da die Anlage entweder von starkem Mauerwerk umgeben sein müsste oder von einem Wassergraben im Raubkatzenfreigehegestil (= gegen die Besucherseite erhöht). Onager und Pers. Kropfgazelle: Geografisch sehr passend. Bestimmte Struktur und Grösse des Geheges nötig, damit die Gefahr des zu-Tode-forkelns oder -beissens von Gazellenkitzen durch Onager reduziert werden kann. (Michael Amend kann da sicher besser argumentieren). Banteng-Kombo: Ebenfalls möglich, aber wegen der Makaken bräuchte es wohl ebenfalls einen Wassergraben, der auf der Besucherseite eine nicht erklimbare Mauer aufweist (Javaneraffen können gut schwimmen und tauchen). (29.10.2008, 15:15) | ||
| André Haubrich: | Hallo. Ich bin neu in diesem Forum und möchte mich zunächst einmal vorstellen. Mein Name ist André Haubrich, ich bin 15 Jahre alt und komme aus dem kalten Westerwald. Daher habe ich auch keinen wirklichen Heimatzoo, denn der Nächste in meine Nähe wäre Köln, allerdings mit 3 Stunden Anfahrtszeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch ich habe Wunschvergesellschaftungen: -Javaanlage mit Java-Banteng, Silbergibbon und Javaneraffe -Onager und Persische Kropfgazelle -Elefantenbulle mit Goldschakal -(Haus)yak mit Sibirischem Steinbock -Mongolischer Wolf mit Kragenbär -Elch, Biber und Marderhund Ich würde mich über Kritik und Verbesserungsvorschläge freuen! (29.10.2008, 14:35) | ||
| Shensi-Takin: | Eine bekannte, recht exotisch anmutende Kombination aus dem Zoo von Singapur: http://www.youtube.com/watch?v=Za1zS6KVG1U (06.05.2008, 20:31) | ||
| Anna Lena Stephan: | Im Center Parc Het Heijderbos, einer Ferienanlage, leben im Dschungeldom freilaufende Schönhörnchen, Tukans, Streifenhörnchen, diverse andere Vögel, Flamingos... (02.09.2007, 15:42) | ||
| Michael Mettler: | Im Nashorn-Thread erwähnte ich bereits einen Artikel im International Zoo Yearbook Vol. 29, der sich mit der Gemeinschaftshaltung afrikanischer Tiere in einer 80 Hektar großen Anlage im Zoo Havanna/Kuba befasst. Neben den schon erwähnten Fakten fand ich bemerkenswert, dass: Kronenkraniche und Marabus aus dem Gelände entfernt werden mussten, weil sie ständig von den Mähnenschafen attackiert wurden; der Flusspferdbulle nicht nur gern die sechs Elefanten von "seinem" Teich fern zu halten versuchte, sondern nach nächtlichem Weidegang immer mal auch seinen eigenen drei Kühen den Zugang zum Wasser verwehrte; Mischlinge zwischen Grevy- und Steppenzebra geboren wurden, obwohl beide Arten in beiden Geschlechtern gehalten wurden (Gnu-Artmischlinge Streifen- x Weißschwanzgnu gab es auch, aber von letzterem war kein Bulle vorhanden). Trotz allem neigten die diversen Tierarten dazu, eigene Territorien auf dem Gelände zu bilden. Dabei kam es zum einem bemerkenswerten Zwischenfall: Im Territorium der Säbelantilopen brach ein Buschfeuer aus, der Bulle rannte auf der Flucht ins Areal der Wasserbockgruppe und wurde vom dortigen Bullen auf der Stelle getötet! (30.08.2007, 22:58) | ||
| Andreas Hartung: | In Frankfurt gab es vor wenigen Jahren zeitweise die Kombi Tariktikhornvogel/Prevost-Schönhörnchen/Kleinkantschil. Die Vergesellschaftung von Aras und Krallenaffen in Rostock ist übrigens, wenn ich einen Artikel aus dem ZOO MAGAZIN richtig in Erinnerung habe, gescheitert. Auf Wunsch kann ich noch mal schauen, ob ich die entsprechende Textstelle wiederfinde, um Genaueres zitieren zu können. Spannend fände ich auch einen Versuch in einer Großvoliere mit Neuweltgeiern und anderen größeren Vögeln und evtl. Säugern, z.B. Lebensraum Amazonas-Urwald: Königsgeier, Großaras, Riesentukan, Graurücken-Trompetervogel, Capybara, .... (23.07.2007, 01:16) | ||
| Michael Mettler: | Ich habe zwar schon einige Haltungen von Schönhörnchen verschiedener Arten gesehen (in Zoos wie privat), erinnere mich aber spontan an keine einzige, in der sie mit Vögeln vergesellschaftet waren. Vögel/Hörnchen kenne ich meiner Erinnerung nach überhaupt nur mit Burunduks (aus einer Privathaltung) und Eichhörnchen (aus dem Magdeburger Zoo, ist aber schon einige Jährchen her und vielleicht nicht mehr aktuell, und aus dem Zoo Wingst). Alle aber nur mit Kleinvögeln bis höchstens Türkentaubengröße. (22.07.2007, 23:40) | ||
| Shensi-Takin: | Würde mich mal interessieren, ob die Haltung einer tropischen Hörnchenart (z.B. Prevost-Schönhörnchen) mit größeren Vögeln(z.B. Goldfasan) möglich wäre-oder ob da Gelege & Jungvögel von plötzlich aufflammender Nager-Proteinlust betroffen wären... (22.07.2007, 23:26) | ||
| IP66: | Gibt es nicht auch in Eberswalde die Vergesellschaftung von Großpapageien mit Krallenaffen? (16.07.2007, 11:40) | ||
| Shensi-Takin: | Budapest: Aras (div.) + Totenkopfäffchen Topeka: Liszt-Äffchen & Arakanga (nur kurze Zeit) (15.07.2007, 22:51) | ||
| Michael Mettler: | Die Kombination Krallenaffenfamilie/Ara-Paar wurde m.W. in Rostock versucht, wenn auch nicht in einer Tropenhalle. Weiß aber ohne Nachblättern in Jahresberichten nicht, ob das funktioniert hat. Aber die Anlage in einer Tropenhalle wäre wahrscheinlich ziemlich kahl, wenn oben Brüllaffen und Papageien, unten Capybaras die Pflanzen "roden" :-) (15.07.2007, 22:30) | ||
| Tim: | Könnte man, theoretisch gesehen, nicht auch in einer Tropenhalle harmlosere Neuweltaffenarten (Brüllaffen, Sakis, Krallenaffen) mit diversen Amazonen- und Ara Arten zusammenhalten? und dazu vielleicht noch Capybaras? Die Affen und die Wasserschweine sollte natürlich nur bedingt direkten Kontakt zu den Bescuehr haben. (eventuelk Krallenaffen als "Freigänger") (15.07.2007, 22:21) | ||
| IP66: | Hat man nicht in alten Zeiten auch Wickelbären als "Martertiere! bei mittelgroßen Affenarten genutzt? Da müßte man Zooführer der Zwischenkriegszeit befragen. (19.06.2007, 11:19) | ||
| Michael Mettler: | Ich könnte mir vorstellen, dass eine Vergesellschaftung mit Pakas einen Versuch wert wäre - die sind deutlich wehrhafter als Agutis, falls ein Bär mal frech werden sollte... (18.06.2007, 22:25) | ||
| sleipnir: | Ich kenne jetzt nur die uralten Wickelbären des Frankfurter Zoos, allerdings kann ich mir eine Vergesellschaftung mit Kapuzinern bzw. anderen mittelgroßen Affenarten nur schwer vorstellen, ich denke, hier würden die Wickelbären "den Kürzeren ziehen". Besser vorstellen könnte ich mir eine Vergesellschaftung mit den von dir vorgeschlagenen Agutis, oder evtl. sogar mit einer Krallenaffenart, die dürften doch schnell genug sein *g* (18.06.2007, 20:07) | ||
| Aguti: | Gibt es Vergesellschaftungsmöglichkeiten von Wickelbären z.B. mit mittelgroßen Affen (Kapuziner), Großnagern (Goldaguti) oder anderen Arten? Wie sind eure Einschätzungen? (18.06.2007, 20:01) | ||
| abjatar: | Die Polarfüchse bei ZOOM sind wohl entweder nicht fix genug oder interessieren sich wenig für die Wildkaninchen, die halten sich nämlich ganz gut ;-) Die Elenjungtiere waren am Anfang nur im Wechsel mit den Zebras draußen, seit heute jedoch zusammen (21.05.2007, 21:29) | ||
| th.oma.s: | @Sven P.Peter: ich habe (am freitag)gar keine polarfüchse gesehen... (21.05.2007, 20:22) | ||
| Sven P. Peter: | Und die Kaninchen werden nicht von den Polarfüchsen gefressen? (21.05.2007, 20:02) | ||
| th.oma.s: | @sleipnir: Kodiak und wk gibt es in der zoom. die kaninchen sollen eingewandert sein (auskunft guide). @michael mettler: ich bin der ansicht das männliche ein- und paarhufer, welche brunftterritorien oder haremsverbände verteidigen müssen eher auch zu artübergreifenden agressionen neigen ...wobei man aber große individuelle unterschiede von indivduum zu individuum erwarten darf...dies ist auch der grund warum ich bedenken bei vergesellschaftungen von antilopenarten, deren gefangen-schaftsbestand in europa im zwei-stelligen bereich liegt und die dazu noch im vorkommensgebiet hochbedroht sind... (21.05.2007, 19:27) | ||
| Carsten: | In Gelsenkirchen waren gestern überhaupt keine Zebras auf der Anlage, dafür waren die Elenzwillinge draußen... Hatte mich gewundert, wie ich das vorab gelesen habe, denn die bislang übliche Praxis war eigentlich, daß die Antilopenkälber erst ab einem gewissen Alter mit auf die Steppe durften... (21.05.2007, 12:24) | ||
| Niedersachse: | Der Greevy-Hengst in Leipzig befindet sich tatsächlich nicht mehr in der Gruppe. Zur Zeit lebt er im alten Zebra-Stall hinter dem Elefantenbullenstall, der auch als Quarantäne-Stall benutzt wird. Zudem wird Grommit Leipzig demnächst verlassen und soll demnach wohl auch schon in die Quarantänne-Abteilung des Stalls umgezogen sein. Er hat ja letztes Jahr bereits für Nachwuchs gesorgt und dies Jahr soll die Stuten auch schon wieder trächtig sein. Er soll sein Glück nun woanders versuchen und Leipzig bekommt einen neuen. (21.05.2007, 10:33) | ||
| sleipnir: | Wo gibt es denn Kodiakbär und Wildkaninchen? Sind es freilebende Wildkaninchen, die sich zufällig auf der Kodiakbären-Anlage angesiedelt haben, oder handelt es sich um eine "richtige" Gemeinschaftshaltung? (21.05.2007, 09:47) | ||
| Michael Mettler: | @th.oma.s: Aber auch ohne Vergesellschaftung mit anderen Arten werden Grevyzebra- und andere Einhuferhengste in den Zoos zeitweise von ihren Stutenherden getrennt gehalten. (21.05.2007, 08:39) | ||
| th.oma,s: | nachtrag zum grevvy-disput: momentan ist der hengst in leipzig wohl eher nicht auf der anlage? habe übrigens am freitag kodiakbär und wildlkaninchen gesehen! (20.05.2007, 23:33) | ||
| Shensi-Takin: | 2 Vorschläge: -Kleine Kudus, Dikdiks(Kirk-oder Günther-), Sporn-oder Pantherschildkröten; im Abtrennungsgraben des Geheges zur Besucherseite hin(wobei mittels Steinen vor der Kante ggf. der Schildkröten-"Absturz" verhindert werden sollte) Gewöhnliche Stachelschweine. -Orang-Utans(Borneo-oder Sumatra-), Gibbons(z.B. Grauer, Ungka oder Silbergibbon), Zwergotter und Schopfmakaken (20.05.2007, 12:24) | ||
| Michael Mettler: | @Bongo: "Schmähungen entehren nur den, der sie äußert." (Konfuzius) Kampffische (pardon: Betta splendens) geraten eben in Wut, wenn man ihnen einen Spiegel vorhält. Siehe Fremdwörter-Duden: "Forum (lat.) (...) u.a. geeigneter Personenkreis, der eine sachverständige Erörterung von Problemen oder Fragen garantiert." Ich betone das Wort ERÖRTERUNG. Man sollte schon den Unterschied zwischen Diskussion und Diktatur kennen. (19.05.2007, 23:36) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Was man bei derlei Gemeinschaftshaltungen beachten sollte-und das habe ich hier in diesem Forum mW sogar irgendwann mal bereits erwähnt-dass wir als Menschen nicht ohne weiteres feststellen können, inwieweit einzelne Arten unter chronischen Streß aufgrund dominierender anderer Arten im gemeinsamen Gehege leiden. Ich erinnere da nur an die Haltungen von z.B. Languren & Ratufa sp.-Hörnchen, Suni-Antilopen & Meerkatzen oder Baribals & Wölfen in amerikanischen und kanadischen Zoos, in denen die "unterdrückte" Art bei genaueren Untersuchungen mehr oder weniger deutliche Anzeichen von Streß aufwiesen und dementsprechend getrennt wurden. Auch die mitunter vorgefundenen Magen-/Darm-Ulzera in Zootiersektionen aus Gemeinschaftshaltungen könnten (nebst anderer Faktoren) darauf hindeuten, dass manche Art unter einer als funktionierend geltenden Gemeinschaftshaltung in Wahrheit still & heimlich leidet. (19.05.2007, 23:09) | ||
| Bongo: | In einem Forum mit Erbsenzählern und Ignoranten ist mein Wissenschatz anscheinend am falschen Platz! (19.05.2007, 23:03) | ||
| Michael Mettler: | Zu sleipnirs Vorschlag 4 ein Beispiel aus der Praxis (wenn auch nicht aus meiner eigenen): In Hannover früher Kleine Kudus zusammen mit Grantgazellen und einem einzelnen weiblichen Topi (sowie zudem Rothschild-Giraffen, Großen Kudus und Senegal-Schirrantilopen) auf der alten Giraffenanlage. Topis sind m.W. in der potenziellen Gefährlichkeit auf der selben Stufe anzusiedeln wie Hartebeeste, vielleicht sogar wegen ihrer schlichteren Hornform in punkto Forkelverletzungen noch gefährlicher. Auch Grant- und Sömmeringgazelle dürften vergleichbar sein. Zu erwähnen wäre noch, dass bei allen Arten (das Topi als Einzelstück natürlich ausgenommen) in der Regel ALLE Böcke und Bullen gleichzeitig auf der Anlage waren und alle Gruppen regelmäßig züchteten (ich weiß, dass der letztere Punkt nicht als alleiniges Kriterium für Wohlbefinden taugt). Kleine Kudus und Schirrantilopen hielten sich vorwiegend an den rückwärtigen Zäunen auf (und zwar trotz naher Verwandtschaft mit- und durcheinander), die anderen Arten nutzten jederzeit die gesamte Gehegefläche. Kleiner Kudu/Giraffengazelle müsste es irgendwo in den USA geben/gegeben haben. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Giraffengazelle/Sömmeringgazelle nicht funktionieren würde, da die Tiere in Körpergröße UND Kampfverhalten zu ähnlich sind. Der Trick vieler Vergesellschaftungen in Hannover besteht ja traditionell darin, dass die Arten sich in Körpergröße (und damit Kraft) und/oder Kampfverhalten unterscheiden, damit es nicht zu lang anhaltenden Auseinandersetzungen kommt. (19.05.2007, 22:53) | ||
| Shensi-Takin: | Gerade bei Gemeinschaftshaltungen ist der Haltungserfolg oder -mißerfolg in nicht geringen Maßen ein Resultat verschiedenster Faktoren, darunter auch der individuelle Charakter der Einzelindividuen der miteinander gehaltenen Arten. Es ist zwar idT korrekt, dass Zebras und andere Wildequiden in "Mixed Species Exhibits" nicht ganz unproblematisch sind-aber auch hier gilt, ebenso wie für Antilopen, Grüne Leguane, Hutiacongas oder Schwertwale: unter als streitlustig bekannten Arten kann es ebenso Friednaturen geben wie "Stänkerer" unter ansonsten freundlichen Gehegebewohnern. Insofern kann eine Kombi in einem Zoo gut funktionieren und in einem anderen scheitern(z.B. Zwergflußpferde & Mandrills in Halle<->Melbourne). Eine generelle Verneinung der Haltung ist nur bei übermäßiger Häufung von Verletzungen/Tierverlusten in allen Haltungsversuchen legitim-oder wenn man aufgrund zoologischen Basis-Wissens weiß, dass die Zusammenhaltung nicht funktionieren dürfte-etwa Kaiserpinguine & Köhlerschildkröten oder Mauswiesel & Meerschweinchen... Zu sleipnirs Vorschlägen 3 & 4 würde ich indes auch bestätigen, dass Konflikte (nicht nur unter Böcken & Hengsten) vorprogrammiert wären; zu ähnlich sind sich einige Arten hinsichtlich Größe, Verhalten und Gehegenutzung. (19.05.2007, 22:30) | ||
| Michael Mettler: | @Ollo: Mir ist zwar klar, dass man von nahen und nächsten Verwandten nicht unbedingt auf die genannten Arten schließen kann, aber immerhin gab es in Nürnberg schon mal die Vergesellschaftung Kaffernbüffel/Großer Kudu. Die Nil-Anlage von sleipnir fände ich gar nicht so unrealistisch. Z.B. erhielt sich in Köln im Gehege der Weißnacken-Moorantilopen eine kurz gefressene Grasnarbe, und in Salzburg gibt es ein sehr attraktives "Sumpfpanorama" mit Vögeln und Sitatungas. Schilfzonen als Kulisse ließen sich durch E-Zaun vor den Antilopen schützen, gäben aber natürlich nur im Sommer die gewünschte Kulisse her; also könnte Bambus als optischer Schilfersatz wirken. Auch Flusspferde sind auf Gras möglich, siehe Kronberg oder Berlin (dort sogar mit Antilopen, nämlich Nyalas, zusammen, mit denen sie durchaus Interaktion zeigen - ich habe herrliche Spielszenen beobachtet). Und da man in/an jeder neuen Flusspferdanlage eh eine Wasseraufbereitung einbaut, würde sich auch das Problem mit der "Jauche" erübrigen. Da fällt mir gerade auf, wo eine solche Anlage relativ einfach zu realisieren wäre: Man müsste "nur" das Außengehege der Flusspferde in Berlin, das gegenüber liegende Schilfgebiet (die "Klärgrube" der Hippos) und den dazwischen verlaufenden Besuchersteg mit einer Riesenvoliere überspannen (Kaliber wie die Großvolieren am Kanal), die Nyalas mit den im Zoo ebenfalls vorhandenen Moorantilopen tauschen und ein paar Stelzvögel ansiedeln... (19.05.2007, 22:13) | ||
| Ollo: | @ Sleipnir Die Nil-Anlage würde aber ganz übel aussehen. Mit der Landfläche könnten nur die Moorantilopen etwas anfangen, die Vögel würden unnötigerweise ohne Grün dargestellt (weil die Antilopen vermutlich alles wegfressen), und zu allem Überfluß müssen sich alle Tiere und die Besucher mit der Jauche herumplagen, die die Flußpferde verursachen, obwohl gerade sie wohl eher weniger Interaktion mit den anderen Arten zeigen würden. Ob die Kombination Okapi/Bongo/Rotbüffel wohl mit Handaufzuchten funktionieren könnte, die als Jungtiere zusammengeführt werden. (19.05.2007, 21:40) | ||
| Michael Mettler: | @Bongo: Ich neige mein Haupt in Ehrfurcht vor dem Inhaber der alleinigen Wahrheit... Hat der San Diego WAP wirklich seine Grevys aus der Gemeinschaftsanlage entfernt? Und sollte nicht ein Zoo, der das Internationale Zuchtbuch für eine Tierart führt, über diese besonders gut Bescheid wissen und Vorreiter bei deren Haltung sein? Ich frage nur, weil Marwell als ISB-Führer für das Grevyzebra diese Art mit Straußen und Säbelantilopen vergesellschaftet hält. Aber wahrscheinlich hat die dortige Zooleitung trotz ein klein wenig Erfahrung mit Huftieren schlichtweg vergessen, dich vorher um Rat zu fragen. Was die "nicht funktionierende" Haltung von zwei Duckerarten zusammen betrifft, die nicht funktioniert: Laut einem Beitrag von Langhals vom 14.1. im Thread "Duckers" hielt der Zoo Monrovia fünf (!) Duckerarten über längere Zeit zusammen, noch dazu mit anderen Antilopen vergesellschaftet. Da du laut eigener Aussage in einem anderen Thread Jentinkduckerfotos aus Monrovia und überdies weltweite Zookontakte besitzt, müsste dir das allerdings bekannt sein. "Sorgfältiger lesen" wäre übrigens auch dir zu wünschen, denn wenn du schon der Genauigkeit wegen die wissenschaftlichen statt der deutschen Trivialnamen verwendest, solltest du sie auch richtig abschreiben. In vielen davon tauchen nämlich sehr konsequent Fehler auf, siehe z.B. "Equus grevy" - das am Ende fehlende "i" würde dir in einem wissenschaftlichen Manuskript ebenso gnadenlos angekreidet wie der "Cephalophus jentiki" oder die "Alecelaphus caama". (19.05.2007, 21:36) | ||
| sleipnir: | Wir kommen zwar hier immer weiter vom eigentlichen Thema ab, aber darauf muß ich jetzt doch nochmal antworten! Bongo, dein Wissen und dein Erfahrungsschatz in allen Ehren, aber die Kombi Zebra/Antilope ist so verbreitet, dass ich, ohne mich näher festlegen zu wollen, davon ausgehe, dass sie weltweit mehrere Hundert Mal existiert. Wenn du jetzt allen Ernstes behaupten willst, dass du über all diese Gemeinschaftshaltungen informiert bist und nicht einfach deine eigenen Erfahrungen generalisierst, dann würde mich doch wirklich mal interessieren, wie man seinen Lebensunterhalt damit verdient Zebra/Antilopen- Gemeinschaftshaltungen zu beobachten, denn für anderes dürftest du wohl keine Zeit mehr haben *g* (19.05.2007, 17:56) | ||
| Bongo: | Richtigstellung:Bitte die Beiträge sorgfältiger lesen!Mit unpratischem Denken meinte ich nicht die Tiergärtner, sondern die Wunsch-Versellschaftungen von dir. Da werden Tierarten ganz nach Lust und Laune zusammengewürfelt, eben ohne praktischem Denken. Das du kein Tiergärtner ist,ist mir schon bewußt. Ich habe nicht die Gewissheit, das jeder Zoo Probleme in der Kombination Zebra/Antilopen hat,ich weiß das!Meine Quellen werden ich hier nicht kundtun. (19.05.2007, 17:39) | ||
| sleipnir: | Ach noch etwas Bongo, wo nimmst du eigentlich die Gewissheit her, dass jeder Zoo Probleme hat, der Zebras und Antilopen zusammenhält? (19.05.2007, 17:17) | ||
| sleipnir: | @ Bongo: Die jetzt gemachten Aussagen deinerseits hören sich aber ganz anders an als, ich zitiere wörtlich: "völliger Quatsch" und "völlig unpraktisches Denken"! Nun haben wir ja mit Leipzig und Osnabrück schon zwei Zoos (allein aus Deutschland) deren wissenschaftliche Leitung sich durch "vollkommen unpraktisches Denken" hervortun. Und um dem gleich mal vorzubeugen, dass Gemeinschaftshaltungen mit Ein- und Paarhufern vollkommen unproblematisch sind, hat hier ja nun auch niemand behauptet! (19.05.2007, 17:13) | ||
| Bongo: | @Niedersachse. Da weiß ich aber ganz andere Dinge. Nicht alle Probleme von Gemeinschaftanlagen kommen an die Öffentlichkeit.Und was die Haltung von Zebras mit Antilopen angeht, da hat jeder Zoo bereits ausreichend schlechte Erfahrungen gemacht.Der eine Zoo mehr, der andere weniger.Probleme,ganz gleich welcher Art, mit Zebras und Antilopen, hat jeder Zoo, der sie zusammenhält. Dabei speilt es keine Rolle, um welche Zebra-Art es sich handelt. Wobei sich besondere Probleme mit Equus grevy in Gemeinschaftsanlagen ergeben, die es auch, auch wenn Sie es nicht wissen, in Osnabrück gibt. Aus diesem Grund haben z.B. sämtliche Zoos in den USA E.grevy aus den Gemeinschaftsanlagen entfernt und auch in Europa verzichten die meisten Zoos darauf,diese aggressive Zebra-Art in Gemeinschaftsanlagen zu halten. (19.05.2007, 16:55) | ||
| Michael Mettler: | Hannover hielt Ende der 60er Grevyzebras, Hartebeeste (ich meine, Kongonis) und eine Gazellenart (Sömmering- oder Rotstirngazelle, bin mir nicht sicher) zusammen. Probleme gab es m.W. nur mit dem Grevyhengst. Prof. Dittrich äußerte sich dazu mal, dass die Territorialität der Hengste von Grevy- und Bergzebra nach den in Hannover gemachten Erfahrungen diese beiden Arten als ungeeignet für eine Gemeinschaftshaltung mit anderen Huftieren erscheinen ließe. In der Zwischenzeit ist diese Aussage allerdings durch diverse Beispiele mit beiden Arten revidiert worden. Und, lieber Bongo, trotz "unpraktischen Denkens" der dortigen Tiergärtner haben die Grevyzebras des Osnabrücker Zoos offensichtlich die mit ihnen vergesellschafteten Impalas bisher nicht umgebracht. Die wissenschaftlichen Namen der von mir genannten Tierarten dürften dir ja geläufig sein... (19.05.2007, 13:35) | ||
| Niedersachse: | Zu 4. Bisher gab es in Leipzig noch keinen Ärger. Nur ärger unter den Thompsongazellen-Böcken und der Zebra-Hengst hatte zunäüchst Angst vor den Giraffen. Hat sich aber gelegt. Die einzelnen Arten haben die Anlage größenteils sich eingeteilt. ganz hinten sind meist die Thompsongazellen. Ganz vorne die Giraffen. Die Antilopen und Zebras meist in der Mitte in Nähe der Lodge. Die einzigen die Ärger gemachten haben, waren die beiden Strauße während der Brutzeit. Die Giraffen kontrollieren relativ gut die gesamte Savanne. (19.05.2007, 12:00) | ||
| Bongo: | @sleipnir.In mehr als 10 Zooreisen in die USA konnte ich bisher nicht eine Vergesellschaftung Okapia jonhstoni und Tragelaphus euryceros ( damit alle Sytematiker hier glücklich sind )feststellen. Denn kein Zoo in den USA geht dieses Wagnis ein.San Diego Zoo hält O.johnstoni allein, im Wild Animal Park werden sie mit Cephalophus sylvicultor zusammengehalten.Dies ist auch die größte Tierart, mit der O.johnstoni jemals zusammengehalten wurde, sieht man von Frankfurt ab, dort wurden sie zeitweilig mit Giraffa cameleopardalis tippelskirchi vergesellschaftet. Zu 4. Richtig, doch wer sagt, das es dort auch gut geht ? (19.05.2007, 11:45) | ||
| sleipnir: | @ Bongo: wenn du mal runterscrollst, dann wirst du lesen, dass es hier auch darum geht zu träumen, nicht umsonst heißt der Thread "Wunschgemeinschaftshaltungen"!!! zu 2.) In irgendeinem US-Zoo werden Okapis definitiv zumindest mit Bongos zusammen gehalten - ist es nicht vielleicht sogar San Diego? zu 4.) In Leipzig teilen sich doch auch Grevy-Zebras mit Säbelantilopen und Thompson-Gazellen eine Anlage. (19.05.2007, 11:34) | ||
| Bongo: | Die Versellschaftung Nr. 3 ist praktisch undenkbar.Zwei Cepalophusarten zusammen funktioniert aufgrund der Aggressivität der Böcke untereiunander nicht,das gleiche trifft auf die drei anderen genannten Arten zu. Völlig unrealistisch. ZUmal kein Zoo der Welt Okapia jonstoni mit anderen Großhuftierarten vergesellschaften würde. Schon gar nicht mit aggressiven Wildrindern.Auch die Versellschaftung Nr. 4 ist völliger Quatsch, die gennante Einhuferform würde die kleineren Antilopenarten nicht lange am Leben lassen.Auch hier völlig unpraktisches Denken. (19.05.2007, 11:02) | ||
| sleipnir: | Ein paar hätte ich noch: 1.) Dscheladas mit Äthiopischen Steinböcken - endlich Schluss mit der geographisch absolut unpassenden Vergesellschaftung Dschelada/Mähnenspringer!!! 2.) Fleckenhalsotter mit Zwergflusspferd, Dianameerkatze und Gelbrückenducker. 3.) Okapi, Bongo,Rotbüffel, Zebra- und Jentinducker 4.) Grevy-Zebra, Kleiner Kudu, Hartebeest (A.b. swaynei!), Sömmering- und Giraffengazelle. (19.05.2007, 00:37) | ||
| sleipnir: | @Karsten: Ich wußte doch, dass ich mir das mit den Enten, Pelikanen und Pinguinen nicht selbst ausgedacht hatte *g*, ich war mir aber absolut nicht mehr sicher, wo ich das schonmal gelesen hatte! Und gerade weil Damild und Mufflon eine so alltägliche Gemeinschaftshaltung ist, die ja scheinbar problemlos funktioniert, fände ich es ziemlich interessant eben diese Haltung mit den genannten geographisch passenden und seltenen Arten/Unterarten zu versuchen! (18.05.2007, 23:58) | ||
| Karsten Vick: | @sleipnir: Deine erste Kombination gibt es fast 1:1 im Vogelpark Marlow, die letzte kriegen wir demnächst in Rheine. Auf alle anderen werden wir wohl noch etwas warten müssen, obwohl in der vorletzten keine unbeschaffbaren Tiere vorkommen. Die drittletzte Kombi gibt es (etwas weniger orientalisch) in JEDEM Wildpark und Zoo, auch in vielen Privatgehegen. Neulich auf einer Feuerwehrrundfahrt haben wir uns angesichts eines solchen Geheges gefragt, ob die auch Sex miteinander haben, und sind zu dem Schluss gekommen, ja, haben sie und rauskommen entweder Damlons oder Muffhirsche, je nachdem wer der Vater war. Blöd, nicht wahr da kann man wirklich bloß im Suff drauf kommen! (18.05.2007, 23:45) | ||
| sleipnir: | So, dann will ich diesen Thread mal wieder aufleben lassen,hab ihn nämlich erst gerade entdeckt! Wie wäre es denn z.B. hiermit: Humboldt-Pinguin, Meerespelikan, Inkaseeschwalbe, Falkland-Dampfschiffente und Cayennekibitz in einer Großvoliere. Mähnenrobbe und Magellan-Fuchs auf einer vernezten Anlage. Hausyak (interessanter wäre natürlich der Wildyak *g*), Blauschaf und Kiang. Wildkamel, Przewalski-Pferd und Gobi-Argali. Mesopotamischer Damhirsch und Armenischer Mufflon. Flusspferde, Weißnacken-Moorantilopen, Rosapelikane, sowie afrikanische Entenarten, Reiher, Störche und Ibisse in einer Großvoliere, nachempfunden den Papyrussümpfen am unteren Nil. Lippen-/Kragenbär und Goldschakal. (18.05.2007, 22:38) | ||
| Langhals: | @Michael Mettler. Soweit ich weiß, wurden die auch getrennt gehalten. Genau weiß ich es nicht, das war schließlich schon in den 50 iger Jahren. (17.01.2007, 07:28) | ||
| Oliver Jahn: | ALso noch mal, in Magdeburg klappte es über viele Jahre mit Kuh und Bulle, und das mit Zuchterfolgen. Heute leben die Kühe noch in Gruppe, mit bis zu drei Tieren. (16.01.2007, 21:39) | ||
| Michael Mettler: | Wie wurde denn das Frankfurter Paar gehalten, mit dem damals die ersten Nachzuchten gelangen? Dauerhaft zusammen oder in Wechselschicht im Außengehege? (16.01.2007, 20:09) | ||
| Langhals: | Sind Spitzmaulnashörner nicht strikte Einzelgänger, die nicht dauerhaft zusammen gehalten werden können und nur zur Paarung zusammengelassen werden ? Ich kenne augenblicklich keinen deutschen Zoo, der Spitzmaulnashörner dauerhaft zusammenhält. Frankfurt hat es, als es noch Elefanten gab, getan, und es ist nach Aussage des Nashornpflegers nur dem Umstand zu verdanken, das beide Tiere unglaublich gut harmonierten ! Nur gezüchtet hat das alte Paar nicht. Das derzeitige Paar verträgt sich nicht, wenn die Kuh nicht hitzig ist. Außerhalb dieser Zeit ist sie sehr ungehalten und verprügelt den Bullen. (16.01.2007, 20:06) | ||
| Ulli: | Zeiweilige Abtrennung von Jungtieren oder die Eingewöhnung auf die große Anlage erst ab einem bestimmten Zeitpunkt, wenn das Tier stabil genug ist, gehört zum normalen Zoomanagement. Problematischer ist es eher, wenn, wie in Hannover die Zebras oder in Hamburg der Giraffenbulle gegenüber den Springböcken gezielte Verhaltensweisen an den Tag legen, die das Wohlbefinden der verfolgten Tiere unmittelbar berühren. Aber auch solches Verhalten sind im Rahmen einer natürlichen Streuung im Verhaltensrepertoire nicht ungewöhnlich, müssen aber im Interesse der schwächeren Tiere unterbunden werden - bis hin zur Abgabe der Art, wie in Hamburg geschehen. Damit ist die Option zur erfolgreichen Gemeinschaftshaltung von Giraffen und Springböcken ja nicht widerlegt - in Hannover gibt es diese Gemeinschaftshaltung nach wie vor. (16.01.2007, 16:18) | ||
| Michael Mettler: | @Carsten: Ist mir auch bekannt, allerdings nur im Zusammenhang mit Steppenzebras (machen das Grevys und Bergzebras auch?). Und das müssen nicht mal tätliche Angriffe auf abliegende Jungtiere sein. Prof. Dittrich schilderte einen Fall, in dem Böhmzebras auf der alten hannoverschen Afrikasteppe anscheinend aus Neugier zwei Elenkälbern unablässig hinterher trotteten und nicht duldeten, dass diese sich zur Erholung hinlegten - die Kälber wurden dann zwar nicht brutal, aber doch nachdrücklich zum Wiederaufstehen gebracht. Um keine völlige Erschöpfung zu provozieren, wurden die Arten vorübergehend getrennt. Aber ich habe auch von Fällen gehört, in denen liegende Antilopenjunge oder auch am Teichrand ruhende Wasservögel von Zebras regelrecht angegriffen wurden. (16.01.2007, 16:08) | ||
| Ulli: | ...Nach der Einteilung von Gabriele Hammer kann man die damalige Nashornhaltung in Hannover bestenfalls unter die Kategorie "Kompromiß" einsortieren ... (16.01.2007, 16:04) | ||
| Ulli: | Hallo Michael -Ketzerische Frage zurück: warum werden in Hannover die Spitzmaulnashörner (Regelbesetzung 1,2) jeweils in einer eigenen Anlage getrennt voneinander (!) gehalten, wo doch in diesem Forum von einer Gemeinschaftshaltung nicht nur der Tiere miteinander, sondern auch mit anderen Arten spekuliert wird. Es geht auch nicht um die Option oder Möglichkeit, einer zeitweiligen (!) Separierung. In Hannover ist die getrennte Haltung die Regel - die Zusammenführung, u.a. zu Zuchtzwecken eher die Ausnahme. Nach der Einteilung von Gabriele Hammer kann man bei der damaligen Nashornhaltung in Hannover bestenfalls bestenfalls unter die Kategorie "Kompromiß" einsortieren - wobei in Hannover die getrennte Bullenhaltung von Haus aus vorgesehen war und auch von einer "zeitweiligen" Separierung eigentlich nicht die Rede sein kann. Ich würde vielleicht von einer "halben" Gemeinschaftshaltung sprechen, weil zumindest für den weiblichen Bereich die Zusammenführung stattgefunden hat. Die Mitarbeiter im Zoo Hannover waren aber nie so richtig glücklich mit dieser Situation - und diese Haltungsform wurde nach der Beendigung durch den Tod der Tiere nie wieder aufgegriffen - umso erstaunlicher, da doch verschiedene wissenschaftliche Mitarbeiter nacheinander die Federführung über das Nashorn-Management besaßen. Es gibt jahrzehntelange praktische Erfahrungen in der Haltung von Spitzmaulnashörnern und ihrem Individualverhalten, speziell auch ihres Aggressionspotentials. Es sind ja nicht dumme Leute, die aus guten Gründen von solchen Versuchen Abstand halten. Vielleicht mögen die Zusammenführungen mit Breitmaulnashörnern am Anfang auch für verwegen gegolten haben; aber ich denke an Hand von Freilandbeobachtungen über das Verhalten der Tiere untereinander als auch in der Interaktionen zu anderen Tierarten und vor allem auch des Verhaltens dieser anderen Arten den Nashornarten selbst gegenüber, u.a. Fluchtdistanzen, hat man den Versuch mit Bedacht gewählt - am Anfang sicher nur als Versuchsballon mit der Möglichkeit, dieses Experiment ohne großen logistischen Aufwand (u.a. bei Verwendung benachbarter Anlage mit Absperrvorrichtungen ) zu beenden oder aber diese Haltungsform mit vermeintlich leicht zu ersetzenden Tieren (überzählige und ältere Tiere, Haustiere) als Versuchskandidaten begonnen hat. Breitmaulnashörner sind im Vergleich zu den Spitzmaulnashörnern nun einmal sehr dankbare Vertreter für eine Gemeinschaftshaltung - nicht nur vieler Nashörner miteinander sondern auch mit einer Vielzahl von anderen Huftierarten - von der Giraffe bis zur Zwergziege, wobei im letzteren Fall der Stress eher auf Seiten der Breitmaulnashörner liegen dürfte Es gibt nun einmal signifikante Unterschiede auch in der Gehegeabgrenzung von afrikanischen Nashörner. In Münster werden die Breitmaulnashörner eigentlich nur hinter einer symbolischen flachen Grenze gehalten - dies kann man sich bei Spitzmaulnashörnern absolut nicht erlauben. Die Erfahrungen mit Wolf und Bär sind auch nicht überall uneingeschränkt positiv -zweifelsohne ist es eine Anreicherung ihres Alltages, hinsichtlich der Zucht und Aufzucht von Jungtieren gab es aber schon Probleme. Insofern rücken manche Halter von dieser Form wieder ab, oder lassen nur eine wahlweise Zusammenführung über spezielle Durchlässe zu. Um nicht falsch verstanden zu werden, ich stehe einer Wolf/Bär-Kombination sehr positiv gegenüber. Die Anlagen sind aber in der Regel auch mehrere tausend Quadratmeter groß. Meistens findet man diese Form deshalb auch eher in Wildparks. Diese Voraussetzungen können in Deutschland nämlich nur wenige Großstadtzoos überhaupt anbieten. Bei den Steppenzebras werden die Hengste, wenn weibliche Tiere vorhanden sind, nur sporadisch abgetrennt - bei Männergruppen stellt sich dieses Problem hinsichtlich "unnatürlicher Zustand" überhaupt nicht. Übrigens findet bei den Grevy-Zebras in Osnabrück durchaus ein häufigerer Wechsel der Individuen bei Nachfrage aus anderen Zoos statt. (16.01.2007, 16:01) | ||
| Carsten: | Gibt es eigentlich Probleme bei der Vergesellschaftung von Zebras mit anderen Antilopenarten, deren Jungtiere abliegen. Ich meine, bei irgendeiner Führung mal gehört zu haben, daß die Zebras die anderen Jungtiere angehen, wenn diese nicht aufstehen und weglaufen. Wurde mir damals glaub ich als Begründung genannt, warum Jungtiere anderer Arten erst ab einem gewissen Alter auf die Gemeinschaftsanlage durften. (16.01.2007, 15:22) | ||
| Michael Mettler: | Auch dazu wieder (und im Hinblick auf meinen Vorschlag mit den Spitzmaulnashörnern): Eine Gemeinschaftshaltung, die noch nie versucht wurde, kann auch schlecht bewertet werden. Wer hätte denn vor 20, 30 Jahren gedacht, dass Wolf/Bär eine gängige Kombi werden würde? Und andersrum: Warum werden noch immer Elenantilopen mit anderen Huftieren vergesellschaftet, obwohl deren Bullen schon für etliche "artfremde" Todesfälle gesorgt haben? Letztendlich machen bei allem Wissen über das Verhalten einer Tierart nur praktische Versuche schlauer. Und ich betrachte es auch als echte Gemeinschaftshaltung, wenn sich manche Individuen dabei nie begegnen (wie im Falle der beiden Nashornbullen in Hannover, an dem sich das Thema entzündet hat), aber der Großteil der Tiere friedlich zusammen auf der Anlage lebt. Ob ich nun erst gar keinen Bullen oder Hengst halte (München hatte z.B. lange Zeit nur Bergzebrastuten) oder ihn absperre und nur zeitweise zu bestimmten Gehegebewohnern lasse, macht für die Gemeinschaftshaltung als solche keinen sonderlichen Unterschied, sondern hauptsächlich für das betroffene Individuum. Wobei das je nach Sozialstruktur der Tierart natürlich oder unnatürlich ist: Einen Steppenzebrahengst von seiner Stutengruppe zu trennen ist ein unnatürlicher Zustand, so als würde man einen Mantelpavianmann nur zeitweise zu seinem Harem lassen. Bei einem Impalabock sieht das anders aus: Der besetzt im Freiland ein Revier und muss darauf warten, dass ein nomadisierendes Geißenrudel hindurch zieht, das er dann so lange wie möglich bei sich zu halten versucht. Also ist er von Natur aus "besser" auf das Alleinleben eingerichtet als der Steppenzebrahengst, der "draußen" Tag und Nacht mit seiner Familie zusammen bleibt. (16.01.2007, 15:01) | ||
| Ulli: | Bei den 5433, 500 und 100 ging es um unterschiedliche Zusammenstellungskombinationen. (16.01.2007, 13:58) | ||
| Ulli: | Ich zitiere einige Definitionen aus der Dissertation von Gabriele Hammer (2001). Besser kann man es nicht zusammenfassen. Diese Dissertation stellt eine Zusammenfassung von 1259 Gemeinschaftshaltungen mit Säugetieren (637 Arten- und Unterarten in 265 Gattungen, 83 Familien und 21 Ordnungen) und deren Auswertung in Hinsicht auf die ethologische Kompatibilität der verschiedenen Tierarten dar. Demnach zeichnen sich Gemeinschaftsanlagen durch folgendes aus: Effektive Raumnutzung spart Kosten und ermöglicht die Unterbringung und Nachzucht zusätzlicher, gefährdeter Arten. Die Addition einer zusätzlichen Tierart sorgt für mehr Abwechslung, steigert die Aktivität und erhöht dadurch die physische und psychische Gesundheit der Tiere sie bildet eine hervorragende Form von Behavioural Enrichment. .Multispeziesgehege haben eine enorme Attraktivität für die Besucher und einen nicht zu unterschätzenden didaktischen Wert: das Interesse der Besucher kann auf eine unscheinbare, aber schutzbedürftige Art gelenkt werden, wenn sie mit einer attraktiven Tierart vergesellschaftet wird. Aber trotzdem auch in der Wildbahn verschiedene Säugetierarten gemeinsam vorkommen, treten bei Artengemeinschaften in Zoos und Tiergärten häufig Probleme auf, da bei der Planung im Vergleich zu einer Standardhaltung, sehr viele zusätzliche Faktoren, wie zum Beispiel interspezifische Eignung, unterschiedliche Ethogramme, Autökologie, und nicht zuletzt das individuelle Verhalten, zu berücksichtigen sind, die den Erfolg maßgeblich beeinflussen. Vorallem interspezifische Kämpfe aufgrund unterschiedlicher Körpergrößen und "Bewaffnung" sehr gefährlich sind und zu ernsthaften Verletzungen führen können. Um das Risiko von interspezifischen Kämpfen zu verringern, sind eine gute Kenntnis des natürlichen Verhaltens der Tiere, erfahrenes und engagiertes Personal und viele Managementmaßnahmen, wie zum Beispiel die Vermeidung von Konkurrenzsituationen und eine optimale Gehegegestaltung, unbedingt nötig. Ihre Kriterien zur Bewertung einer Gemeinschaftsanlage: Erfolgreich: Die Gemeinschaft funktioniert(e) ohne gröbere Probleme. Kompromisse: Um den Erfolg des Geheges sicherzustellen, mußten einige Kompromisse eingegangen werden. Zum Beispiel das -zeitweise- Absperren von adulten Männchen, etc... Erfolglos: Die Gemeinschaft musste aufgrund von interspezifischen Aggressionen wieder aufgegeben werden. Es waren nach der Liste 5433 Haltungen erfolgreich, rund 500 mit Kompromissen und etwas über 100 erfolglos. Außerdem erwähnt sie, daß Haltungen identischer Zusammenstellungen nicht zu gleichen Erfahrungen führen müssen. Mein Nachsatz: Es spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, ob es sich pro Art um eine Männergruppe oder um eine gemischte Gruppe innerhalb der Gemeinschaftsanlage handelt. (16.01.2007, 13:56) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Mit den Männergruppen hast du mich falsch verstanden, die zweifele ich doch gar nicht an. Meine Frage bezog sich darauf, wie du eine "echte" Gemeinschaftshaltung definierst. Übrigens erinnere ich mich gut daran, dass Prof. Dittrich früher fest der Überzeugung war, Grevy- und auch Bergzebras seien in üblichen Zoogehegen - und damit war z.B. die relativ große, alte Afrikasteppe in Hannover eingeschlossen - NICHT zur Gemeinschaftshaltung geeignet. Wie man sieht, waren wohl nur ein paar mehr Versuche nötig. (16.01.2007, 12:12) | ||
| IP66: | Das duisburger Paar scheint in der Tat sehr friedlich zu sein: Derzeit mit es mit einer Nilgans und einer Schwarzente vergesellschaftet - wobei man ja Nilgänsen eine gewisse Verteidigungsfähigkeit zutraut (16.01.2007, 12:08) | ||
| Ulli: | 2. Teil: Zwergflußpferde. Auch diese Art darf man hinsichtlich des Aggressionspotential nicht unterschätzen. Ausnahme(!) ist hier sicher die Gruppe im Zoo Duisburg, umgekehrt haben die Zwergflusspferde, in Ströhen, als eine Tür offen stand, eine gesamte Nyala-Gruppe (!) umgebracht. Bei einer Haltung in einer "Gemeinschafts-Halle" müssen die Zwergflusspferde also aus Sicherheitsgründen konsequent vom Besucherbereich und auch von anderen Wirbeltieren ferngehalten werden. Die Flusspferd-Zebra-Gemeinschaftshaltung in Basel funktioniert in erster Linie auch nur deshalb so gut, weil die Flusspferde eine eigene, nur von ihnen zu nutzende Grünfläche besitzen. (16.01.2007, 09:40) | ||
| Ulli: | Hallo Michael noch einmal zu deinem Einwand mit den Grevy-Zebras und Springböcken. Solange es sich um reine Männchen-Gruppen handelt, ist es völlig unproblematisch- die Hengstgruppe könnte auch 20 Kopf stark sein. Für reine Männergruppen gibt es noch mehr Beispiele im Huftier- und auch im Affenbereich Przewalski-Hengst-Gruppe über Jahre in Köln, Netz-Giraffen-Hengst-Grppe in Amersfoort, Gorilla-Männer-Gruppe in Hodenhagen. Dies entspricht auch der Situation im Freiland, wo es reine Männer-Gruppen gibt, die untereinander ihre Rangordnung festlegen. Der stärkste Mann (nicht zwingender weise immer aber meistens) wird die erstbeste Gelegenheit nutzen, sich eine Weibchen-Gruppe als Leittier zu sichern und diese Aufgabe über einen gewissen Zeitraum wahrnehmen. Problematisch wird es erst, wenn sich mehrere geschlechtsreife Männer in einer gemischten Gruppe sich befinden. Auch hier gibt es durchaus Haltungen (z.B. die Elefanten im Elefantenpark Köln oder in den Sechziger Jahren im Opelzoo Kronberg oder auch die Schimpansengruppe in Arnhem, zumindest in den Siebziger und Achtziger Jahre), die dies wagen nur ist dieses meist an zwei Voraussetzungen geknüpft: 1. ein hinreichend großes Areal zum Ausweichen und 2. eine relativ klare und von den Tieren akzeptierte stabile Rangordnung. Wenn sich die Kräfteverhältnisse auf gleichem Niveau befinden, kann es zu heiklen Situationen kommen. Eine reibungslose Ablösung der Leitfunktion aus der Gruppe heraus ohne massiven Stress, ist in oft Glückssache (bei Schimpansen aber oft mit Strategie verbunden). In Osnabrück war der Übergang vom alten Mann Jockel zu seinem Sohn Tatoo so eine günstige Situation der Konflikt von Tatoo und Quattro (beide vergleichbar alt) war unter den gegebenen Haltungsvoraussetzungen in Osnabrück nicht zu lösen und führte zwangsläufig zur Abgabe eines Tieres. In der Regel werden die nachwachsenden, geschlechtsreif gewordenen Tiere abgeben, ich denke hier nur an den Schimpansenmann Charlie in den achtziger Jahren im Zoo Hannover. Auch der Elefantenbulle Nicolai im Zoo Hannover wurde unter anderem auch aus diesem Aspekt abgegeben. (16.01.2007, 09:28) | ||
| Karsten Vick: | Na was. Wir können doch die mittelalterlichen Tierhetzen im Erlebniszoo wieder einführen. Man muss doch den Besuchern was bieten. Wenn sich Vratislav Mazak in seiner Tiger-Monografie ausgiebig mit der Frage befasst, ob Löwe oder Tiger bzw. Bär oder Tiger stärker ist, dann kann die Frage so blöd nicht sein. (15.01.2007, 22:57) | ||
| Oliver Jahn: | Richtig!!! Hier gehts um Wunsch-Gemeinschaftshaltungen. (15.01.2007, 22:52) | ||
| Ollo: | @ Hannes In einem anderen Faden hast Du geschrieben, daß Du die Eisbär/Tiger-Frage interessant findest, die ja wirklich sehr viel mit Verhaltensbiologie zu tun hat. In dem anderen Forum tendieren 13 Teilnehmer zum Eisbären und ebenfalls 13 Teilnehmer zum Sib. Tiger. Es gab einige interessante Begründungen, aber wenn ich die hier wiedergebe, gibt es bestimmt Motze :( (15.01.2007, 22:46) | ||
| Michael Mettler: | @Hannes: Warte einfach noch ein paar Jahre. Die Zoowelt ist doch gerade dabei, einige alte Sachen aus ihrer Geschichte aus der Mottenkiste zu holen, vielleicht erleben wir ja DIESE Renaissance auch noch.... :-) (15.01.2007, 22:06) | ||
| Hannes: | Ich will Raubtierschluchten, Löwen, Tiger, Leoparden, Pumas zusammen. Am besten noch Bären dabei. (15.01.2007, 21:56) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Dann müssen aber alle Einflugmöglichkeiten gut gegen heimische Vögel abgesichert sein... Kein Witz: Im hannoverschen Tropenhaus (Niederaffenhaus) gab es vor Jahren in einem Winter eine Schmetterlingsschau des Alaris-Schmetterlingsparks mit frei fliegenden Tropenfaltern. Angeblich sollen die durch eine eingedrungene Meise gezehntet worden sein.... Wobei mir unwillkürlich einfällt, dass ich schon auffallend häufig Amseln (und "natürlich" Haussperlinge) in Freiflughallen für Tropenvögel entdeckt habe. M.W. bestand auch in Leipzig der Plan, Spitzmaulnashörner in einer an die Kiwara-Savanne angrenzenden Anlage zu vergesellschaften: Mit den Mantelpavianen, denen daneben aber auch ein eigenes Gehege zur Verfügung stehen sollte. (15.01.2007, 21:39) | ||
| Shensi-Takin: | Eine Vergesellschaftung, die ich in der Form bislang noch nicht sehen konnte: die Freiflughaltung tropischer Schmetterlinge in einem Großsäuger-Warmhaus(z.B. Zwergflußpferd). Das wäre doch auch was für Hamm...;) (15.01.2007, 21:07) | ||
| Oliver Jahn: | Wir werden es sehen, denn Magdeburg plant es ja. Hoffen wir, dass es dazu kommt. Ich bin mir nicht ganz sicher, meine aber, die Spitzmaulnashörner sollen dort mit Bartaffen vergesellschaftet werden. Oder waren es die Husarenaffen? (15.01.2007, 20:48) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Ich wage zu bezweifeln, dass die Breitmaulnashörner in der Lage gewesen wären, aus dem Graben in das Gehege der benachbarten Spitzmäuler hinaufzusteigen - runter geht halt einfacher. HÄTTEN sie das gekonnt, hätten sie genauso wieder in ihr eigenes Gehege zurück klettern können und wären nicht auf das Ausstiegstor angewiesen gewesen. Deshalb wäre ich in diesem Fall mit der Territorialdeutung vorsichtig. Bei genauer Betrachtung erweisen sich einige Tierarten, die als einzelgängerisch gelten, unter günstigen Lebensbedingungen als durchaus kompatibel - siehe Bären, viele Katzen, Rotfüchse, Zwergflusspferde, Tapire. Frage ist: Ist es schon mal getestet worden, Spitzmaulnashörner zu vergesellschaften - und wenn nicht, woher will man dann wissen, dass es nicht funktionieren würde? (15.01.2007, 17:39) | ||
| Ulli: | Hallo Michael, Die Breitmaulnashörner sind zwar sinnigerweise von ihrer eigenen (!) Anlage in den Graben hinab gestiegen, aber offensichtlich nicht (!) wieder auf der Seite der Spitzmaulnashörner heraus gestiegen, d.h. sie haben das Spitzmaulnashorngehege als fremdes Terretorium angesehen. Die Tiere haben also nur wechselseitig (!) ihre Terretoriumsgrenzen neu abgesteckt. Dies heißt in letzter Konsequenz, dass es sich demnach um benachbarte (!) Anlage hinter einer nur für die Besucher einheitlichem Gerhegeabsperrung gehandelt hat. Denselben Effekt kann man bei unmittelbar aneinandergrenzenden Vogel-Volieren sehen. Auch dort stecken die Vogelarten ebenfalls ihre Terretorien unsichtbar neu ab, oft beanspruchen die stärkeren Vögel (für den Menschen unsichtbar) Teile der Voliere der vermeintlich schwächeren Art auch dies ist eine Form der gemeinsamen Interaktion (!) mehrerer Vogelarten. Die Nashorn-Bullen wurden nur getrennt gehalten - beide Bullen werden die weiblichen Tiere jeweils für sich beansprucht haben, was auch offensichtlich von den weiblichen Tieren toleriert wurde. Ähnliche Erfahrungen gab es ja auch bei den Gemeinschaftshaltungen mehrerer Bärenarten - meistens war es der Eisbär, die anderen männlichen Bären wurden oft sogar sterilisiert. Dieser Effekt tritt auch teilweise bei Antilopen in Gemeinschaftsgehegen auf. Ffalls es zu dauerhaften Konflikten zwischen den jeweiligen Böcken kommt, wird dann meist einer der Böcke durch einen anderen Bock ersetzt, um die Gemeinschaftshaltung an sich nicht ganz zu gefährden. Antilopen, aber auch Zebras und Giraffen bilden also eine Sozialordnung über die Arten hinweg Strauße sind hierzu meist zu dumm, was denn auch am ehesten zu Unfällen führt. Wenn nun einzelne Spitzmaulnashörer, speziell Weibchen und in diesem Fall Suse, eine Verträglichkeit an den Tag legen, kann man dies für die gesamte Art , wie schon gesagt, nicht verallgemeinern. Du stehst mit ungewöhnlichen Ideen zu vermeintlich einzelgängerisch lebenden Arten ja nicht allein, hier wurde auch schon eine Gemeinschaftshaltung mit Kasuaren diskutiert. Es gibt übrigens eine Doktorarbeit über Gemeinschaftshaltungen in europäischen Zoos. Dort wird auch gezielt darauf eingegangen, wie die Haltungen funktionieren ob es sich um echte Interaktionen handelt oder nur um eine friedliche Koexistenz. Es wird in dieser Arbeit auch deutlich, dass identische Zusammenstellungen in verschiedenen Zoos zu sehr unterschiedlichen, bis hin zu konträren, Erfahrungen führen können. (15.01.2007, 15:36) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Wie definierst du eine Gemeinschaftshaltung im strengen Sinn? Wenn du dafür nur fortpflanzungsfähige "Einheiten" pro Art akzeptierst, würden z.B. die Grevyzebras in Osnabrück, die Thomsongazellen in Hannover oder die Springböcke in Gelsenkirchen auch nicht zählen - sind alles eingeschlechtliche Gruppen. Und die Kombi Grevyzebras/Somali-Wildesel in Köln wäre dann überhaupt keine Gemeinschaftshaltung gewesen, da es sämtlich Hengste und Wallache waren. Wenn das Kriterium lauten soll, dass alle vorhandenen Tiere zusammen auf der Anlage sein müssen (also keines abgesperrt), müsste man z.B. bei der Afrikasteppe in Hannover zusätzlich Abstriche machen, denn der adulte Impalabock ist nur selten auf der Anlage, und m.E. ist auch der Zebrahengst nicht immer dabei. Dass die Nashornhaltung in Hannover - ob nun vergesellschaftet oder nicht - nach heutiger Sichtweise alles andere als optimal war, unterschreibe ich voll und ganz. Sie stellte allerdings keine Ausnahme in den deutschen Zoos da, denn Nashornpaare auf kleinen Anlagen ohne Zweitgehege waren noch weit verbreitet - selbst in Berlin, wo das zweite Nashornhaus zu dieser Zeit noch nicht stand und die Anlagen des älteren Hauses kleiner waren als heute. (15.01.2007, 10:15) | ||
| Sacha Beuth: | @Michael Mettler: Du hast richtig vermutet: Die Nummer Tiger reitet auf Breitmaulnashorn wurde tatsächlich im Circus Knie gezeigt. Und Vergesellschaftung mit Spitzmaulnashörnern gibt/gab es zumindest schon eine: Im Wild Animal Park in Escondido/USA wurden/werden die Tiere mit Böhm-Steppenzebras gehalten. (War zumindest Ende der 90er so). (15.01.2007, 10:15) | ||
| Ulli: | Hallo Michael, es war im strengen Sinne keine Gemeinschaftshaltung, weil zumindest die Bullen nicht (!) zusammen auf der Anlage waren. Wenn das Spitzmaulnashor-Wweibchen Suse im speziellen Fall sich verträglich verhielt, so kann man dies auf die Art allgemein nicht zwingend übertragen. Insgesamt war damals die gesamte Nashornhaltung in Hannover unbefriedigend. (15.01.2007, 08:05) | ||
| Michael Mettler: | Sorry, ich muss eine Erinnerungslücke korrigieren, nachdem ich für den Nashorn-Thread gerade die hannoverschen Spitzmäuler nachgeschlagen habe: Bis 1985 gab es noch beide Nashornpaare in Hannover. Spitzmaulbulle Fridolin war bereits 1983 aus Zürich zurückgekehrt (dort ab 1981 eingestellt) und starb 1985. 1986 starb auch seine Kuh Suse, damit blieb nur das Breitmaulpaar übrig, und nicht erst der Tod von deren Kuh läutete das Ende der Gemeinschaftshaltung ein. Die Zusammenlegung der beiden Außenanlagen erfolgte laut Jahresbericht bereits 1978. Somit bestand also über den Zeitraum von 1978 bis 1986 eine Gemeinschaftshaltung von Breitmaul- und Spitzmaulnashörnern in Hannover, davon 1978-81 und 1983-85 mit je einem Bullen in Wechselschicht. Aggressionen soll es nach der Zusammengewöhnungsphase nicht mehr gegeben haben. (15.01.2007, 00:54) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Der Umbau könnte auch schon Ende der 70er gewesen sein. Mir ist gerade eingefallen, dass ich das "Belegfoto" noch mit einer Kamera gemacht habe, die ich ab ca. 1981/82 nicht mehr benutzte. (14.01.2007, 18:41) | ||
| Michael Mettler: | Die heutige Tapiranlage bedeckt eine Fläche, die beim Bau des Hauses in zwei grabenbegrenzte Freianlagen aufgeteilt war; der trennenden Graben verlief vom Haus in Richtung ehemaliger Präriehundanlage. Die größere linke Außenanlage war ursprünglich für Spitzmaulnashörner konzipiert (die im Gegensatz zu den anderen Arten regelmäßig im Handel waren) und korrespondierte via Boxen mit der größeren Innenfreianlage (heute von den Tapiren bewohnt). Die kleinere rechte Außenanlage war ebenso wie die kleinere Innenanlage für Tapire gedacht. Nur wenige Jahre später kamen Breitmaulnashörner in Umlauf, und bald diente die größere Anlage zur Unterbringung dieser, und die Spitzmäuler mussten sich mit der kleineren begnügen - wo sie 3x züchteten... (Bei den Breitmäulern wurde ein von einer trächtig importierten Kuh geborenes Kalb aufgezogen.) In den 80ern gewöhnten sich die Breitmaulnashörner an, in den u-förmigen Trockengraben hinab zu steigen. Zwar kam dabei kein Tier zu Schaden, doch standen sich die beiden bei manchen Gelegenheiten im Graben Kopf an Kopf gegenüber. Das machte das Herausholen schwierig, da eines der Tiere zwangsläufig rückwärts den einzigen Ausstieg hinauf musste... In der Folge wurde der trennende Graben entfernt und die beiden Anlagen zu einer zusammengefasst. In dieser lebten die Kühe Suse (Spitzmaul) und Paula (Breitmaul) ständig zusammen, die Bullen Fridolin (Spitzmaul) und Gustav (Breitmaul) leisteten ihnen abwechselnd zeitweise Gesellschaft. Fridolin stand allerdings längere Zeit als Leihgabe in Zürich, so dass in dieser Zeit die Wechselschicht entfiel. Hatte Gustav "Innendienst" - dann lebte er (wir sind schließlich beim Thema Vergesellschaftungen) auf der Innenfreianlage mit einem überzähligen Capybara zusammen.... Die Gemeinschaftshaltung der beiden Nashornarten wurde letztlich dadurch beendet, dass die Breitmaulkuh starb und ihr Bulle nach Hodenhagen abgegeben wurde. Die ungewöhnliche Kombination (von der ich ein Foto habe) verlief anscheinend recht problemlos. (14.01.2007, 15:25) | ||
| Saya: | Ich glaube es gab keine 2. Außenanlage, die wurde im Wechsel benutzt. (14.01.2007, 14:13) | ||
| Zoosammler: | Wenn ich mich recht erinnere, waren doch die Nashörner früher im Haus der Elefanten untergebracht - auf der "Nashornseite" (Osten?) des Hauses gab/gibt es doch aber nur eine Außenanlage, die heute von Flachlandtapiren bewohnt wird. Wo war denn das zweite Nashorngehege? (14.01.2007, 12:31) | ||
| ulli: | Michael, So weit ich mich erinnere, gab es zwei getrennte Nashorngehege in Hannover, so dass die beiden Arten nicht zusammen standen. in der jetzigen Anlage werden die Spitzmaulnashörner auch nur sporadisch zusammengelassen. Breitmaulnashörner und Giraffen sind unproblematisch, bei Kaffernbüffel kann es mit jeder anderen Art Probleme geben, außerdem halte ich die Betreuung durch die Tierpfleger auf einer Gemeinschaftsanlage mit Kaffernbüffel für zumindest schwierig, da gefährlich (14.01.2007, 12:29) | ||
| Carsten: | @Hannovy: Tiger und Löwen passen irgendwie nicht zusammen. Und sie können sich paaren untereinander, wohin dann mit den Bastarden? Zirkus? (14.01.2007, 12:28) | ||
| Hannovy.: | Tiger und Löwen in einem Gehege fände ich toll oder Nashörner mit Kaffernbüffeln und Giraffen. (14.01.2007, 07:23) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Eben drum - Breitmaulnashörner mit anderen Huftieren ist eine bereits bewährte Kombi, Panzernashörner werden gerade in Wien auf Gesellschaftsfähigkeit getestet; also wären die Spitzmäuler allmählich ebenfalls "fällig". Und so unverträglich untereinander können sie auch nicht sein, sonst wäre die früher weit verbreitete Paarhaltung im selben Gehege nicht möglich gewesen, und die gemeinsame Haltung dreier Kühe in Magdeburg ebenfalls nicht. Sonst gäbe es ja noch die Möglichkeit, Breitmaul- und Spitzmaulnashorn miteinander zu vergesellschaften - wie früher in Hannover. (13.01.2007, 22:14) | ||
| Ulli: | Misslungen war die Gemeinschaftshaltung von Tharen und Schweinsaffen auf dem Betonfelsen von Osnabrück - zumindest unter den gegebenenBedingungen, Barasinghas und Hulmans wurde bedauerlicherweise beendet (p.S. ich hatteursprünglich hierzu große Skepsis). Viele eurer Ideen haben große Areale zur Voraussetzung, was unter deutschen oder auch mitteleuropäischen Gegebenheiten leider eher selten der Fall ist und durch die großen Gehegedimensionen und dem sich hieraus eventuell ergebenden weiten Abstand zu den Tieren vielleicht auch die Besucher demotiviert. (13.01.2007, 22:12) | ||
| Ulli: | Spitzmaulnashörner sind schon untereinander kaum verträglich, zum Trost - es gibt bald Breitmaulnashörner mit Springböcken in Osnabrück (13.01.2007, 22:03) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Ich würde gern mal Spitzmaulnashörner als Vergesellschaftungspartner sehen - z.B. mit Thomsongazellen. (13.01.2007, 21:57) | ||
| Michael Mettler: | @Sven: Nette Idee für Hagenbecks Nashornanlage, wenn sie denn mal gebaut werden sollte... :-) Immerhin gab es im Circus (Knie?) schon mal eine Nummer "Tiger reitet auf Breitmaulnashorn" - vielleicht ist es schwieriger, sich eine geeignete Gehegebegrenzung für die Kombi Nashorn/Leopard auszudenken als die Tierarten aneinander zu gewöhnen.... (13.01.2007, 21:36) | ||
| Sven P. Peter: | Also meine Wunschvergesellschaftung wäre Afrikanischer Leopard mit Breitmaulnashörnern. Sollte bei einer großen Anlage mit Kopjefelsen drin möglich sein. (13.01.2007, 21:17) | ||
| krümmel: | @Ollo: Ich dachte, solche Fragen würde ich nicht mehr hören, seitdem mein jüngster im 3. Schuljahr ist - und damit diese Phase hinter sich gelassen hat. (13.01.2007, 13:00) | ||
| Ollo: | Die Frage nach der Auseinandersetzung zwischen Eisbär und Sibirischem Tiger scheint nicht zu beantworten zu sein. Ich habe die Frage in einem anderen Forum gestellt, und kaum einer wagte da eine Prognose. (13.01.2007, 12:18) | ||
| Hannovy: | Habe vor kurzem unseren " Wilhelm " in Basel besucht. Die Flußpferde haben Zugang zur Zebra-Anlage, habe die Kuh und das Kalb zusammen mit den Straußen darauf gesehen, die Zebras waren aber schon im Stall. (13.01.2007, 07:11) | ||
| Mel: | Naja wenn die Flächendimensionen hier keine Rolle spielen müsste man nur genügend Ausweichmöglichkeiten schaffen. Elefant mit Flußpferd sollte eigentlich dann funktionieren (12.01.2007, 23:48) | ||
| Saya: | Basel hat Zebras, Strausse und Flußpferde wobei die seitdem der Flußpferdbulle den zebrabullen (versehentlich?) getötet hat keinen Zugang zum Landteil der Zebras haben. Aber keine Elefanten dabei. Die Kombi fände ich super spannend- ob das auch mit badefreudigen Elefanten klappen könnte? Die könnten den Flußpferden ja schon ganz schön eng auf den Leib rücken. (12.01.2007, 23:46) | ||
| Mel: | Kombi A.Elefant und Flußpferd klingt gut, würde bei entsprechender Anlagen größe noch zebras und eventuell strauße hin zu ziehen wie in der Schweiz (bin mir gerad nicht sicher basel glaube ich. (12.01.2007, 23:42) | ||
| Michael Mettler: | Für didaktische Zwecke könnte man auch mal Kombis aus "eingeborenen" und eingeschleppten Tierarten machen. Vorschläge wie Rotes Riesenkänguru/Dromedar oder australische Vögel/Wildkaninchen hatte ich ja schon mal andernorts gemacht, aber wie wäre es z.B. mit einer Neuguinea-Anlage mit Kasuaren und Timorhirschen, einer Argentinien-Anlage mit Guanakos, Nandus, Hirschziegenantilopen und Feldhasen, einer Galapagos-Anlage mit Elefantenschildkröten und Ziegen oder einer Nordamerika-Anlage mit Präriebisons und Nilgaus (es soll in den USA mehr frei lebende Nilgaus geben als in ihrer Heimat!)? (12.01.2007, 23:14) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Da Haltung in eingeschlechtlichen Gruppen in der Zoowelt ohnehin gerade "in" ist, könnte man bei beiden Arten die Bullen weglassen - und damit das Konfliktpotenzial deutlich verringern. (12.01.2007, 22:57) | ||
| Michael Mettler: | Für eine weiträumige Anlage wäre die Kombi Afrikanischer Elefant/Flusspferd interessant. Gemeinschaftshaltungen dieser Art hat es schon gegeben, doch waren es m.W. bislang nur Einzeltiere (irgendein US-Zoo, über viele Jahre) oder Jungtiere (Gelsenkirchen). Und über einen freundschaftlichen, spielerischen Kontakt eines Flusspferdbullen und zweier Elefantenkühe in Rotterdam über einen Trenngraben hinweg gab es in den 60ern mal einen Artikel in der "Zeitschrift des Kölner Zoo". (12.01.2007, 22:51) | ||
| Andreas Hartung: | @Michael Mettler: Auch eine schöne Idee für die Arapaimas! Ich glaube, das hier wird wirklich langsam zum Thread der gleichen Gedanken - denn die Idee mit Schabrackentapiren und Sundagavialen (allerdings auch noch Orangs dabei) hatte ich auch schon mal vor einigen Monaten unter "Beste Gemeinschaftshaltung" (als es um Dortmund ging) geäußert ;-) Sehr reizvoll fände ich ja auch Zwergflußpferd/Stumpfkrokodil, davon bin ich aber wieder abgekommen, nachdem ich las, dass diese Krokodilart sehr ungestüm und beißwütig sein kann und schon mehrere Todesfälle bei Vergesellschaftung mit anderen Arten (anscheinend Krokodilen) verursacht hat. Dann vielleicht eher mit (jungen) Panzerkrokodilen. (12.01.2007, 21:37) | ||
| Michael Mettler: | @Andreas Hartung: Dann würde ich den Arapaima-Bereich lieber ganz abtrennen (also nur als optische Einheit präsentieren) und die Riesenfische "nebenan" mit Capybaras und Tapiren vergesellschaften. Natürlich trotzdem mit UW-Einblick :-) Und da wir schon bei "Ufergehegen" sind: Wie wäre es denn mit Schabrackentapir/Sundagavial...? Oder gibts das schon (eventuell im Bronx Zoo)? (12.01.2007, 20:55) | ||
| Andreas Hartung: | @th.oma.s: Gepard plus Breitmaulnashorn habe ich 1999 im schwedischen Tierpark Boras gesehen, dort war man seinerzeit sehr stolz auf diese einmalige Kombination. In den USA soll es das auch schon geben. (12.01.2007, 20:46) | ||
| Andreas Hartung: | @Ollo: Auch Binturongs sind ausgemachte Nesträuber, da wäre mir eine Absperrung schon sicherer. @Michael Mettler: Bezüglich der Arapaimas hatte ich dieselbe Befürchtung, daher würde ich den genannten Flachwasserbereich einplanen und mit großen Holzstücken und Unterständen etwas verbarrikadieren, sodass er zumindest für einen längeren Aufenthalt der Delfine unattraktiv würde. Vor den Ottern wären sie dann in der Tat immer noch nicht sicher, das müßte man einfach ausprobieren. (12.01.2007, 20:28) | ||
| th.oma.s: | gepard (männergruppe und separierbar)+ breitmaulnashorn, schabrackentapir+siamang elefantenbulle + pavian oder makak beisa+husarenaffe+grevvy bartgeier + dschelada (12.01.2007, 20:27) | ||
| Carsten: | Flußpferde mit Sitagunga oder Wasserbock, und Pavianen. Das ganze aufgezogen als eine Flußufernachbildung. Dazu ein Warmhaus, wo die Paviane über das Flußpferdinnenbecken klettern können. Zusätzlich ein abtrennbares Gehege für die Sitatungas oder Wasserböcke für die Jungenaufzucht, damit die Paviane sich nicht vergreifen können. Während der Nachteinstallung könnte die Anlage von Hyänen genutzt werden, die tagsüber ein separates Gehege zur Verfügung haben. Eine weitere interessante Kombi wäre Zwergflußpferd mit Okapi und Bonobos. (12.01.2007, 20:25) | ||
| Hannes: | @Ollo, wenn der Eisbär den Tiger kriegt hat der keine Chance sage cih (12.01.2007, 20:13) | ||
| Shensi-Takin: | Was mich bei der Kombination Arapaima & Manati interessieren würde: hat irgendjemand nämliche bereits in irgendeinen Zoo verwirklicht gesehen? Geht man davon aus, dass der große Raubfisch vielleicht bei einer Seekuhgeburt Schwierigkeiten machen könnte, wäre davon womöglich abzusehen... (12.01.2007, 20:08) | ||
| Michael Mettler: | @Ollo: Wo ein Doppelhorn-Schnabel durch passt (der des eingemauerten Weibchens), passt auch ein Gibbon-Arm durch.... @Andreas Hartung: Für Kasuare gäbe es auch noch Säugetier-Unterbesatz, z.B. Filander oder Baumkängurus! Im Amazonas-Pool hätte ich die Befürchtung, dass die Otter und Delfine die langsamen Arapaimas totspielen. Die "Burgfrieden"-Anlage ist eine nette Idee (und wäre wiederum einen Versuch mit Handaufzuchten wert), da fehlen ja nur noch die Brandgänse! Und nun noch ein leider völlig unrealistischer Traum: Eine Riesenhalle a la Arnheim (ist ja auch eine Form von Vergesellschaftung) mit ausschließlich Galapagos-Tieren von der Elefantenschildkröte über den Drusenkopf bis zu den Darwinfinken, dazu natürlich ein Meerwasserbecken mit Meerechsen, Stummelscharben, Galapagos-Seebären und -Pinguinen, und über allem schweben die Blaufußtölpel (seufz).... (12.01.2007, 19:50) | ||
| Ollo: | Nochmal was anderes, ist zwar Off-Topic, aber ich bitte trotzdem um einen Kommentar. Neulich fragte mich mal ein Bekannter, wer wohl in einer Auseinandersetzung siegen würde, Eisbär oder Sibirischer Tiger. Ich konnte ihm die Frage nicht beantworten. Ich denke aber, daß der Tiger aufgrund der größeren Wendigkeit jedenfalls nicht den Kürzeren ziehen würde. Oder? (12.01.2007, 19:47) | ||
| Ollo: | @ Andreas Hartung Hornvögel sperren sich ja eigentlich selbst ab, reicht das nicht? (12.01.2007, 19:15) | ||
| Hannes: | Mein Highlight ist das Futter der Addax! Seht mal nach was die fressen (12.01.2007, 18:59) | ||
| Shensi-Takin: | MW ja; allerdings variiert die tatsächlich vorhandene Tier(arten)zahl, z.B. aufgrund von Tier-Austauschen mit anderen Einrichtungen. So sind die Zwergflußpferde offenbar inzwischen abgegeben worden. (12.01.2007, 17:56) | ||
| Andreas Hartung: | Das denke ich auch, dass die Vegetation unter Loris nicht so sehr zu leiden hätte wie unter den großen "Nußknackerpapageien". Und wenn doch (und Kasuare dennoch gesellschaftsfähig sein sollten), ließen sich in einer entsprechend dimensionierten Anlage die Kasuare mittels einer Naturstein- oder Kunstfelsmauer in einem kleineren vorderen Bereich "sichtbar machen". Darin könnte man auch Durchschlupflöcher für kleinere Bodenvögel integrieren. Wie ist das denn in der Duisburger Lorivoliere? Ich meine mich zu erinnern, dass die Bäume trotz starkem Besatz noch gut in Schuß waren, konnte sie aber nicht von innen betrachten, weil der Durchgang wegen Eingewöhnung geschlossen war. @Stefan Schubert: Ja, die Sulawesi-Idee hatte ich auch schon mal, wobei man wahrscheinlich Anoas und Hirscheber nicht mal trennen müßte, denn in L.A. sollen beide zusammengehalten werden. @Michael Mettler: Na, bei Wolf/Schaf fehlt ja eigentlich nur noch der Salatkopf :-) @Hannes: Es geht AUCH um Träume. Ein solcher meinerseits - ebenso gewagt wie utopisch - wäre ja Amazonas-Flußdelfin/Amazonas-Sotalia/Amazonas-Manati/Riesenotter/Arapaima in einem Riesenpool mit mehreren Millionen Litern Wasser, mehreren Absperrmöglichkeiten und Flachwasser-Ruhezonen. Viel realistischer wäre da schon Gibbon-Art/Binturong/Zwergotter/Doppelhorn- und/oder Jahrvogel in einer großen teilbaren Voliere, in der die Hornvögel während der Brut vor den Nesträubern abgesperrt würden. Oder wie wäre es mit einem "Burgfrieden" im Zoo aus Rotfuchs/Dachs/Iltis/Wildkaninchen, wie er ja in hiesigen Breiten zuweilen vorkommt? (12.01.2007, 17:51) | ||
| Zoosammler: | @Shensi-Takin: Hält dieses Center tatsähclich all die aufgeführten Arten, auch den Bergtapir? (12.01.2007, 17:40) | ||
| Michael Mettler: | @Ollo: Mit Löwe/Flusspferd hätte ich ebenfalls erhebliche Bedenken. Und zwar, weil das Hippo wahrscheinlich früher oder später als Spielobjekt herhalten müsste und vielleicht sogar erst DANN Probleme aufträten. Wie wäre es denn mit was Näherliegendem: Flusspferde mit Pelikanen? Wäre zwar keine Gemeinschaftshaltung i.e.S., aber ich stelle mir gerade vor, wie im Rahmen einer Greifvogelshow ein Schreiseeadler Futterfische aus einem Flusspferdbecken greift.... (12.01.2007, 16:59) | ||
| Shensi-Takin: | Zwergflußpfer & Bongo gibt es bereits-siehe z.B.: -http://www.mtnviewfarms.com/ Ein "Insel"-Zoo bzw. Inselzoohaus halte ich für eine sehr gute Idee-nicht zuletzt seit St. Louis oder Chester's Versionen; eine Abbildung der Inseln müsste nicht unbedingt versucht werden... Einige Vorschläge: -Bongos & Zwergflußpferd & Bärenstummelaffen & Zebraducker in einem Rotationsgehege ähnlich wie z.B. in St. Louis -Shensi-Takin & Schopfhirsche & Goldstumpfnasenaffen & Schwanengans -Seekuh(Wasserteil) & Hutias(Landteil) (12.01.2007, 16:29) | ||
| Sebastian Dahl: | @Ollo: Ich glaube nicht, dass diese Kombination mit Löwe/Flußpferd ginge. Fallen Löwen in freier Wildbahn nicht fast alles an. Ich meine, dass im Okavangodelta sogar schon Löwen über Elefanten hergefallen sind. (12.01.2007, 16:13) | ||
| Ollo: | @ Karsten Vick: Bei gemeinsam handaufgezogenen Exemplaren dürfte aber das Hassen unterbleiben, oder? Andere Frage: In grauer Vorzeit hatte ich mal gelesen, daß in den USA irgendwo Löwen gemeinsam mit Mandrills gehalten worden seien? Weiß da jemand etwas drüber? Es wäre keine sinnvolle Kombination, aber trotzdem würde mich auch mal interessieren, ob Löwe/Flußpferd ginge. (12.01.2007, 15:47) | ||
| Karsten Vick: | Schönes Thema. @Hannes: Kanincheneule mit Präriehund gibt es im Vogelpark Marlow. @Michael: Dr. B. berichtet über den Biblischen Zoo im MILU von 2005. Demnach gab es die besagten Kombinationen, mit jungen Raubtieren und mit Bibelsprüchen beschildert im alten Biblischen Zoo in den 70er Jahren. Inzwischen ist der Zoo umgezogen. Iltis mit Haushuhn würde ich aus dem Gefühl heraus nicht für soo problematisch halten, denn ich denke ein Iltis ist eher Eierdieb als Hühnermörder, erst recht wenn er satt ist. @Ollo: Rabenvögel und größere Eulen würde ich nicht zusammenhalten, da Raben- und andere Singvögel auf tagsüber offen sitzende Eulen hassen und sie im Käfig doch wohl ganz schön stressen würden. Umgekehrt hätten die Rabenvögel nachts Stress. Im Natur- und Umweltpark Güstrow gibt es Steinkäuze mit Dohlen, das funktioniert, da die Käuze tagsüber in ihren Röhren sitzen. Andererseits ist gerade der Steinkauz teils tagaktiv, der würde vielleicht auch gern mal draußen sitzen. Loris sind doch wohl nicht so große Pflanzenzerstörer wie andere Papageien, zumindest sehen die Lorivolieren, die ich kenne noch ganz gut grün aus. Und auch ihr Kot ist eher dünnflüssig als weißkalkig. In der Beziehung haben mir Grasfresser mehr leid getan, die in Geiervolieren gesetzt wurden (Dschelada in Dresden, Goral in Plzen, Steinbock in Nordhorn und Görlitz), aber scheinbar funktioniert auch das. Neben den von Michael schon genannten Huftier-Affe-Kombinationen könnte ich mir auch solche (teilbegehbaren) Großvolieren mit Huftierbesatz vorstellen. Zwergflusspferde oder gar Flusspferde vor der Kulisse einer lärmenden Reiher- und Ibiskolonie, das wär doch was. Auch habe ich mich schon gefragt, ob sich z. B. Hornvögel mit den Meerkatzen und Mangaben im Berliner Tierpark, allerdings mit eigenem Warmhaus, vertragen würden. (12.01.2007, 15:09) | ||
| Martin Wagner: | Ich glaube nicht, dass die Kanincheneule mit den Präriehunden viel Spass hätte. Ich denke Kanincheneule und Antilopen-Ziesel würde besser "passen" (12.01.2007, 14:55) | ||
| Hannes: | Kanincheneule und Präriehund, Indischer Elefant und Orang Utan (es geht hier um Träume richtig?) Zwergflusspferd/Bongo (12.01.2007, 14:46) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Gibt es eigentlich den "Biblischen Zoo" in Jerusalem noch? Der war doch auch durch solche Experimente bekannt geworden, z.B. Wölfe mit Schafen oder Löwen mit Ziegen zusammen zu halten. (12.01.2007, 13:51) | ||
| Michael Mettler: | @Klaus Schüling: In dieser Hinsicht könnte man wahrscheinlich mit handaufgezogenen Tieren einiges machen. Der frühere hannoversche Raubtierpfleger Kurt Wiedenbohm zog einen Steinmarder mit der Flasche auf; per Foto in einem alten ZOOFREUND ist dokumentiert, dass dieses Tier - von klein auf daran gewöhnt - friedlich zwischen Wiedenbohms Karnickeln in deren Stall saß. Und in der Circusnummer von Wolfgang Krenzola schob ein handaufgezogener Rotfuchs seinen "besten Freund", einen Gänserich, zu der Musik von "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" im Kinderwagen durch die Manege.... Vielleicht hätte man in Zürich den Versuch Indische Löwen/Alexandersittiche gaaanz anders angehen sollen :-) (12.01.2007, 13:49) | ||
| Klaus Schüling: | Es ging ja doch wohl nur eine Weile gut: Aber die Gemeinschaftshaltung von Iltis und Haushühnern in Hankensbüttel bleibt in mancher Hinsicht wohl unerreicht ... Oder fehlt mir nur die Phantasie? (12.01.2007, 13:30) | ||
| Martin Wagner: | Kragenbären/Japanmakaken Löffelhund/Huftiere(Zebras+Gnus ODER Büffel) (12.01.2007, 13:23) | ||
| Ollo: | @ M.M. Das ist ja unglaublich. Genau solch eine Spinnerei hatte ich auch mal im Kopf, jedoch mehr für die Südsee (Zahntaube, Kagu, Kardinalloris, Fruchttauben, Stare, Eisvögel). Und dann hörten auch meine Überlegungen auf, weil man von unten aus die Inseln gar nicht als solche erkennen könnte. (12.01.2007, 12:27) | ||
| Michael Mettler: | @Stefan Schubert: Lustiger Zufall. Ich hatte mal die Spinnerei im Kopf, einen "Inselzoo" zu entwerfen - eine Wasserfläche, in der die asiatisch-australische Inselwelt (wenigstens die wichtigsten Inseln) maßstabsgetreu verkleinert wiedergegeben ist und auf jeder Insel eine dafür typische Tierart gehalten wird.... Als "vernetzter Oberbesatz" würden sich dafür allerdings Javaneraffen anbieten, die ja tatsächlich in der Inselwelt weit verbreitet sind. Als mir klar wurde, dass man den eigentlichen Clou der Gesamtanlage - eben die detailgetreue Form der Inseln - nur aus der Luft sehen könnte, habe ich die Idee nicht mehr weiter verfolgt.... (12.01.2007, 11:08) | ||
| Stefan Schubert: | Meine Wunschgemeinschaft wäre eine mit dem Namen Sulawesi: In unterteilten Bodengehegen oder auf kleineren Inseln leben getrennte Individuen, bzw. Familiengrüppchen von Anoa und Babirusa. Die dritte Dimension darüber bevölkern Schopfmakaken auf einander verbundenen Kletterbäumen. Eine weitere Bodenanlage könnte den Primaten eine Rückzugsmöglichkeit bieten. Von den Makaken her befürchte ich weniger Probleme für diese Gemeinschaft, da ich sie als recht ruhige Tiere erlebt habe! Vor meinen Augen hat einmal ein Kasuar einen Berliner Spatz gegriffen. Dies geschah mit einer beachtlichen Raschheit. Der Piepser kam aber unverletzt wieder frei! (12.01.2007, 11:01) | ||
| Michael Mettler: | Ich würde mehr Versuche mit Kombinationen Affen/Huftiere machen. Neuweltaffen mit Tapiren oder Spieß- und Weißwedelhirschen, Meerkatzen mit Antilopen, Paviane mit Einhufern (z.B. Mantelpavian/Somali-Wildwesel, Anubispavian/Steppenzebra), Makaken, Languren oder Gibbons mit asiatischen Hirschen oder Antilopen, vielleicht sogar Celebesmakaken mit Anoas oder Hirschebern, Orangs mit Hirschen, Gorillas mit Bongos. Eine alte Wunsch-Kombi von mir wären noch Dikdiks mit Zwergmangusten und Tokos, basierend auf den Freilandbeobachtungen über die friedliche Nachbarschaft bzw. Symbiose. (12.01.2007, 10:50) | ||
| Ulli: | Kasuare sind meiner Kenntnis nach extrem aggressiv. Ich kann mich an Filaufnahmen in Walsrode erinnern, wo mehrere mit Stöcken, Schaufeln und Wasserschläuchen bewaffnete Mitarbeiter den Paarungsversuch von Kasuaren "begleiteten". Der ehemalige Zoodirektor von Osnabrück Paul Andreae betonte, dass er vor dem Helmkasuar als einzigem Tier wirklich Angst hatte - Paul Andreae pflegte zu jedem Tier, speziell auch zu Großkatzen, einen unmittelbaren und direkten Kontakt - nur halt nicht zu diesem Helmkasuar. (12.01.2007, 10:42) | ||
| Ollo: | Zerstören denn eigentlich Kasuare gar nicht die Vegetation? Wenn ich so drüber nachdenke, sind die Kasuargehege tatsächlich immer ziemlich grün. Gerade in Walsrode kann man diese Tatsache im Vergleich zum Emu-Gehege feststellen. Allerdings würde zumindest ein Lori-Schwarm der Vegetation zusetzen, und dann würde der Kasuar unter weißgefleckten Holzstangen hindurchwandern. Da müßte die Voliere schon solche Ausmaße wie die in Singapur haben, aber dann wird man den Kasuar nicht mehr sehen. Also so ganz kann ich mir das noch nicht vorstellen. Einige Vorschläge von mir: - Elefanten und Nashörner (gibt es in Schweden, oder?) - Eulen und tagaktive Vögel (z.B. Waldohreule und Eichelhäher), wobei hier vielleicht die Unruhe während der jeweiligen Ruhezeiten zu groß wäre - verschiedene Affenarten in Fortpflanzungsverbänden (z.B. Drill/Halsbandmangabe/Diademmeerkatze/Guereza). (12.01.2007, 01:07) | ||
| Andreas Hartung: | Parallel zu den "besten Gemeinschaftshaltungen", in denen ja real existierende vorgestellt und besprochen werden, würde ich gerne einmal, unabhängig vom "Eure Planung"-Thread, erfahren, welche Arten ihr aus welchem Grund gerne zusammen sehen würdet, z.B. weil es geografisch (und vom Lebensraum her) einfach wunderbar passt oder weil interspezifische Beziehungen zu erwarten wären, die für die beteiligten Arten besonders wertvoll sind. Honigdachs/Honiganzeiger und (Nil)krokodil/Krokodilwächter wurden ja beispielsweise im Forum schon öfter genannt. Hier kann man sich dann auch darüber austauschen, was wohl funktionieren würde und was nicht. Es muß nicht in jedem Fall realistisch sein, mich würde einfach interessieren, welche Arten wohl gut zueinander passen würden, unabhängig von ihrer Beschaffbarkeit oder sogar Haltbarkeit (man darf ja mal träumen). Es dürfen natürlich auch gern ganze Einzelanlagen (statt ganzer Zoos) mit einer entsprechenden Gemeinschaft detailliert entworfen werden. Sicher wird sich dann bei der einen oder anderen Kombination auch herausstellen, dass es sie schon irgendwo gibt.... Ich lege mal vor: Wenn Kasuare so verträglich gegenüber anderen Vögeln sind, ließen sie sich doch eigentlich gut in über eine Brücke begehbaren und mittels selbiger in zwei Hälften (für ein Paar) geteilten Großvolieren oder -hallen unter dem Thema "Neuguinea" präsentieren, die auch einen kopfstarken Lorischwarm mit Fütterungsmöglichkeit beherbergen. So würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, Kasuarhaltung und die so modernen Lorivolieren. Gerade Neuguinea böte sich doch eigentlich dafür an, denn aus seiner reichhaltigen Vogelfauna sind ja eine ganze Reihe Vertreter in europäischen Zoos vorhanden und somit beschaffbar. Mir schweben da z.B. verschiedene Loris, Katzenvögel, Papua- und Orangeatzel, Blauohr-Honigfresser, Flötenvögel (nicht während der Brutzeit ;-)), Kron-, Fasan- und Fruchttauben, (Blauflügel-)Kookaburras, Eulenschwalme, Enten, Soldatenkiebitze, Elsterreiher, Rotrücken-Nachtreiher und Kräuselscharben vor, worunter sich ja eine Palette äußerst farbenprächtiger Arten befindet. Natürlich nicht alle Arten zusammen, sondern den Besatz schon etwas nach Lebensraum abgestimmt und die Voliere entsprechend eingerichtet, also entweder "im dichten Urwald" oder "Waldrand mit Gewässer" o.ä. Im Wasserteil wäre dann eine Insel als Rückzugsmöglichkeit vorzusehen. (11.01.2007, 23:49) |
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