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Unsinnige Artbezeichnungen



Andreas Murmann:   Schön ist auch: ZWERGseebär (gerade im Vergleich zu anderen Seebärenarten)...
(30.05.2011, 19:01)
Henry Merker:   Da fallen mir spontan alle Tierarten ein, bei denen die Halbinsel Yucatan Namensbestandteil ist. Als die Spanier dort landedeten und auf Indigenas stießen, fragten sie diese, wie denn das Land heißen würde. Diese antworteten "Yec ce tan." - oder so ähnlich -, was sich mit: "Ich versteh' dich nicht." übersätzen lässt, was sich für die Spanier nach "Yucatan" angehört hat. Demnach ist der Yucatan-Klammeraffe der "Ich-versteh'-dich-nicht-Klammeraffe".
(30.05.2011, 18:52)
Michael Mettler:   Ich kann mich auch nicht an Zahnarme mit Zähnen an den Armen erinnern und plädiere energisch die Richtigstellung in "Ohrmuschelrobben" und "Langnasenbären" ;-)

Unsinnig wird es, wo ein engerer geografischer Begriff zur Artbezeichnung für eine weit verbreitete Tierart genutzt wurde - vor allem nach der "Degradierung" als arteigen beschriebener Tiere zu Unterarten. Eine Libysche Rennmaus aus Vorderasien oder ein Javaneraffe aus Bali oder Thailand ist dann schon ziemlich schwer auf Deutsch zu benennen, wenn es nicht widersprüchlich werden soll.

@Liz: Haustierrassen sind ein unerschöpfliches Reservoir für skurrile Namen. Ich denke da gerade an die Schwarzbunte (Was denn nun?) und den Verkehrtflügelkröpfer (eine Taubenrasse)....

@Jan Jakobi: "Trampeltier" soll übrigens eine Verballhornung von "Dromedar" sein. Es gibt ja ein paar Tierarten, die ihre Bezeichnungen irgendwelchen Hör- oder Verständigungsfehlern verdanken, wie Aye-Aye (soll ein Schreckensausruf der Madegassen gewesen sein, als sie im Beisein eines europäischen Forschers ein Fingertier entdeckten), Indri (die Madegassen riefen "indris", um den Forscher auf die Tiere aufmerksam zu machen - "schau dort"...) oder Känguru (Antwort der Aborigines auf James Cooks Frage, wie sie dieses Tier nennen: "cangaroo" = "wir verstehen dich nicht").
(30.05.2011, 16:39)
Liz Thieme:   Ich kringel mich hier schon langsam, aber ich glaube das ist ungesund, daher bitte ich euch um Ernsthaftigkeit *lol*

Eine weitere schöne Liste:
Was hoppelt in unserem Wohnzimmer?
Alaska - ein ganzer Bundesstaat
Burgunder - Wein
Dalmatiner-Rex - hört sich an wie eine Unterart des T. Rex
Havanna - Zigarren oder Stadt
Sachsengold - also hat man einen Schatz
Schweizer Fuchs - als ob Schweizer Füchse was besonderes sind!?!
Weißgrannen - weiße Barthaare - stellt euch das mal vor lauter weiße Baarthaare laufen im Zimmer rum
Meißner Widder, Zwergwidder - Schafe?!

Stierkopfhaie - ich habe noch nie einen Hai mit Stierkopf gesehen (gilt auch für die Kuhkopfrochen)
Bambushaie - sind also aus Bambus
Pyjamahai - immer im Schlafanzug unterwegs
Schluckspecht - da hat wohl während der Benamung zu tief ins Glas geschaut

etc pp
ach es gibt soooo viel... %)
Warum heißt der Apfel Apfel?

Bezüglich des Schuppentiers... Warum heißen manche Robben Ohrenrobben, haben die anderen Robben keine? Nur mal so als Denkanstoß, wenn Mel inzwischen nicht seine Zaunpfahlfabrik gefunden hat, damit sich Splitter ins Fleisch rammen. Hilft genauso wie der Knoten im Taschentuch, vermutlich sogar besser.
(30.05.2011, 13:49)
Ronny:   Dann sind wir vor allen wieder in der Vor-Linnéistischen-Ära...
(30.05.2011, 08:10)
Frithjof Spangenberg:   Also nennen wir solche Tiere von nun an besser "Afrikanischer Riesenwasserplatsch" oder "Großer Rotierender Kotschwanz"? Und andere dann "Mittelbrauner Augenstreifen-Flatterbold" damit ja keiner die systematische Zuordnung in Frage stellt ;)
Nur fallen dann die ganzen historisch gewachsenen Geschichtchen weg, die manchen Namen so liebenswert machen ...
(30.05.2011, 07:42)
Mel:   *hüstel* ja stimmt viele Tiere haben Ohren, und wenn man sich einen Flughund mal aus der Nähe ansieht hat sein Kopf doch schon sehr viel Ähnlichkeit mit dem eines Caniden *hüstel* und ist die Unterteilung der Afrikanischen Elefanten nicht auch auf deren Habitat bezogen ...Steppenelefant...Aber was ist mit der Büffelkopfente oder Plüschkopfente...auch fast jerdes Lebewesen hat einen Kopf... *hüstel*
Ich geh mal eben die Zaunpfahlfabrik suchen.
(29.05.2011, 21:02)
Jan Jakobi:   @WolfDrei: Im Thread "Besucher" hat Carsten Horn geschrieben das Besucher ein an Land liegendes Flussoferd für eine Seekuh hielten.

@alle anderen:
Es gibt neben dem Afrikanischen Waldelefanten noch einen Elefanten der im Wald lebt: nämlich der Asiatische Elefant.

Fledermaus wäre eine weitere Tierart.
Ene Maus mit Flügeln gibt es nicht.

Flughund ist auch unsinnig.
Fliegende Hunde sah ich noch nie.

Ohrenschuppentier... die Leipziger Ohrenschuppentiere habe ich schon mal gesehen im Zoo.

Aber Ohren hat jedes Tier, was ist da also besonderes dran?
(29.05.2011, 20:02)
WolfDrei:   Das Flußpferd heißt auf afrikaans (also niederländischen Ursprungs)Seekuh
(29.05.2011, 18:28)
Michael Mettler:   @Sacha: Das war ein Missverständnis. Ich zweifele keineswegs an, dass "kiboko" im Swahili für das Flusspferd benutzt wird (und weiß sogar, dass der Plural "viboko" lautet), aber sollte dieses Wort womöglich sowas wie "Sumpfkuh" o.Ä. bedeuten, wären wir von der zoologischen Korrektheit her auch nicht weiter :-)
(29.05.2011, 18:21)
Oliver Jahn:   @Michael, die Bezeichnung Nilpferd ist eigentlich nie so ganz weg gewesen. Zunehmend findet man sie sogar wieder häufiger. Zuletzt sah ich sie im neuen WWF-Sammelalbum meiner Tochter, welches es derzeit bei Rewe gibt.
Die unsinnigste Artbezeichnung aber haben wohl wir selber. Denn der Mensch, als Homo sapiens, beudetet soviel wie einsichtsfähig und weise. Ein Blick in die Geschichte allein der letzten hundert Jahre zeigt, wie unsinnig diese Bezeichnung ist.
(29.05.2011, 17:34)
Sacha:   @MM: Bei den alten Hebräern bin ich mir nicht sicher, aber beim Swahili-Wort dagegen sehr (ich habe einen Führer über die Säuger Ostafrikas, in denen auch der lokale Name erwähnt wird - aber vielleicht muss ich mir dies auch über "meinen Kontakt in Kenia" bestätigen lassen:))
(29.05.2011, 16:40)
Michael Mettler:   Dazu müsste man erstmal klären, ob DIESE Bezeichnungen nicht auch eine zoologisch unkorrekte Bedeutung haben :-)

Ich denke da nämlich gerade an die Sache mit dem Spitzhörnchen, für das hierzulande der aus dem Malaiischen abgeleitete Name Tupaia eingeführt wurde, um zu verdeutlichen, dass es sich eben nicht um ein Hörnchen handelt. Nur bedeutet "tupai" auch nichts Anderes als "Hörnchen" und wird von den Malaien auch für echte Hörnchen verwendet...
(27.05.2011, 20:22)
Henry Merker:   Man könnte auch das aus einer der in Westafrika gebräuchliche Wort verwenden: Mali.
(27.05.2011, 19:09)
Sacha:   Wie wäre es denn mit der (hebräischen) Bezeichnung Behemoth oder mit dem Swahili-Wort Kiboko?:)
(27.05.2011, 17:46)
Michael Mettler:   Griechisch "hippos" = Pferd, "potamos" = Fluss; der deutsche Name ist also nichts weiter als die wörtliche Übersetzung. Ich finde allerdings kein rechtes Gegenargument für die Weiterverwendung von "Nilpferd". Schließlich hat auch noch niemand aus Korrektheitsgründen Nilgans, Nilwaran oder Nilhecht umgetauft, die sämtlich ebenfalls nicht auf den Nil beschränkt sind, und das "-pferd" wurde ja durch das Umtaufen auch nicht zoologisch richtiger. Abgesehen davon leben Flusspferde auch nicht nur in Flüssen...
(27.05.2011, 17:26)
Henry Merker:   Ich würde einfach beim "Flusspferd" bleiben; da weiß jeder, welche Tierart gemeint ist ;)
(27.05.2011, 17:11)
Jan Jakobi:   Oh, gibt es denn keinen passenden Namen für diese Tierart?



(27.05.2011, 17:05)
Henry Merker:   PS:
Da laut neueren genetischen Untersuchungen das Flusspferd näher mit Walartigen als mit allen anderen Paarhufern verwandt ist bzw. sein soll, wäre die Bezeichung "Wasserschwein" ebenfalls nicht treffend...
(27.05.2011, 16:35)
Henry Merker:   Hippo bedeutet allerdings ebenfalls Pferd.
(27.05.2011, 16:31)
Jan Jakobi:   Neben dem Weißen Nashorn (Breitmaulnashorn) gibt es auch noch das Schwarze Nashorn (Spitzmaulnashorn). Weder sind das Weiße Nashorn weiß noch das Schwarze schwarz.

Der Name entstand durch einen Übersetzungs- und Hörfehler:

Im englischen heißt weiß "wihte" und breit/weit heißt "wide".

Wildschwein ist auch Unsinnig, andere Schweine sind auch wild.

Trampeltier passt auch nicht. Habe noch keins trampeln sehen.

Weitere Tiere die nicht so passen sind Walroß und Flusspferd.

Beim Flusspferd passt mir Hippo besser, g, Carsten.

Total unsinnig ist es aber das es auch Nilpferd heißt, demzufolge gab es früher Elbepferde in Magdeburg, Pleißen-(Pharten-)Pferde in Leipzig. In Hannover wären es Leinepferde bzw. Sambesipferde.

Genau genommen muss diese Tierart Wasserschwein heißen, leider gibt es diese Tierart schon. Beim letzten Besuch habe ich Jungtiere bei Hagenbeck gesehen.

(27.05.2011, 16:12)
Michael Mettler:   Ja, schon, aber nicht im Trias :-)
(25.03.2007, 20:12)
?:   Hat sich aus dem Triceratops nicht später die Oryxantilope entwickelt ?
(25.03.2007, 19:25)
Michael Mettler:   In eBay wurde kürzlich ein fossiler Antilopenschädel aus China angeboten, stammte angeblich aus dem Trias. Wer hätte gedacht, dass es schon Antilopen gab, als sich die Dinosaurier gerade erst entwickelten? :-)
(25.03.2007, 18:52)
Stefan Schubert:   ...und der Höhlenmensch erst! Apropos ausgestorben: In einem Fossilienladen fand ich eine Vielzahl Haifischzähne aus der Sahara. Der Name lautete Sandhai, wohl eine evolutionäre Sackgasse? Die Füsse dürften sich bei Knorbeltiere nicht mehr nachweisen können? ;-)
(25.03.2007, 14:17)
Ollo:   Nein, war er nicht. Aber in den Höhlen haben sich die Überreste halt am besten erhalten, und so entstand ein verfälschtes Bild.
(25.03.2007, 14:09)
Michael Mettler:   Und der Höhlenbär war vermutlich auch nicht spezialisierter im Höhlenbewohnen als der Braunbär....
(25.03.2007, 14:07)
Ollo:   Einen völlig absurden Namen trägt ja wohl die Höhlenziege. Das war ein Wildtier, das auf den Balearen lebte, bis diese irgendwann vor Christi vom Menschen erobert wurden. Der Name wurde laut Wikipedia in Anlehnung an andere zu dieser Zeit ausgestorbene Tierarten (Höhlenbär u.a.) vergeben. Aber wer kann sich schon einen Wildwiederkäuer vorstellen, der in Höhlen haust?
(25.03.2007, 12:25)
Michael Mettler:   Da wir anderweitig gerade das Thema Fetzenfisch haben: Irgendwo war zu lesen, dass der "Kleine Fetzenfisch" die größere von zwei Arten ist...
(21.01.2007, 20:38)
Hannes:   Wobei Vielfraß nur eine verfälschung des Skandinavischen Wortes ist.
Dort heißt er bergkater
(21.01.2007, 20:15)
Jennifer Weilguni:   Was haltet ihr eigentlich von Vielfraß und Nimmersatt ? Auch nicht grade schmeichelhaft.. Und ob mir der Plätzchenstecher dann in der Weihnachtsbäckerei zur Hand geht..??
(21.01.2007, 19:32)
Carsten:   Elefantenspitzmäuse gibt es auch noch, das Mauseloch möchte ich mal sehen.

Und wie melkt man eigentlich eine Seekuh?
(16.01.2007, 01:24)
Michael Mettler:   Gartenfreunden als Schädling bekannt: der Dickmaulrüssler. Habe sonst noch nie gehört, dass man auch die Mundöffnung eines Insekts "Maul" nennt.

Und der Rüsselspringer bewegt sich trotz seines Namens auf seinen Füßen vorwärts - genau wie der Mähnenspringer....
(15.01.2007, 22:57)
Oliver Jahn:   Ich hätte da noch das Walross. Wer glaubt denn, dass da ein Wal drauf reitet?
(15.01.2007, 22:49)
Karsten Vick:   Ob es einem Ducker wohl gefällt, zu den Busch-Schlüpfern gezählt zu werden? Die Steigerung dazu ist eine ganze Unterfamilie der Töpfervögel, die mangels besserer Vorschläge als Schlüpfer bezeichnet wird. Da gibt es Rohrschlüpfer und Schmuckschlüpfer, Streifenschlüpfer und Sechsfedernschlüpfer und vieles andere mehr.
(15.01.2007, 22:43)
Michael Mettler:   @Oliver: Dazu müsste man mal nachschauen, ob denn der Heilbutt zu den rechtsgewendeten Plattfischen gehört...

Mir stellen sich immer die Nackenhaare hoch, wenn ich auf einem Zoosammlertreffen einen Satz höre wie "Ich hab hier noch einen Führer von 1939 aus Berlin, ganz toll erhalten"...
Aber das ist jetzt völlig off-topic.
(15.01.2007, 22:19)
Oliver Jahn:   Und wenn es einen ominösen braunen Käfer mit einem so krassen Namen gibt, wie @Shensi-Takin ihn per Link vorgestellt hat, dann stelle ich mir die Frage, ob der HEILbutt seinen Namen auch erst zwischen 33 und 45 erhalten hat.
(15.01.2007, 22:03)
Michael Mettler:   @Oliver: Ja, gibt es, die hat aber nur der Bulle... Beim männlichen Wildschwein heißt dieses Organ "Keilriemen" :-)

Eine der Stechfliegen sollte man auf Zootouren immer mitnehmen: Die Regenbremse! Ist jedenfalls praktischer als der Schirmvogel, da leichter zu ernähren. Sonst wird man schnell zum Regenpfeifer.

@Shensi-Takin: Ob sich die Kirche wohl schon mal wegen der Mönchs- und Kapuzineraffen beschwert hat?
(15.01.2007, 21:54)
Oliver Jahn:   Richtig bescheuert finde ich auch noch "blinde Fliegen", die heißen bei uns nämlich PferdeBREMSE. Gibts auch eine RinderKUPPLUNG? :-)
(15.01.2007, 21:23)
Shensi-Takin:   Da man so schön beim Flachsen ist-je nachdem: entweder Nonnen-/ respektive Mönchs- oder Paradieskranich...

(15.01.2007, 21:19)
Michael Mettler:   Wie heißt eigentlich ein Jungfernkranich nach seiner ersten Paarung?
(15.01.2007, 21:13)
Jennifer Weilguni:   @Shenzi-Takin
Welchen der beiden unsinnigen Namen meinst Du denn da..? Den des Hitlerkäfers oder den des Schleimpilz fressenden Schwammkugelkäfers agathidium bushi ?? Oder sollen wir die beiden gemeinsam auf das Podium stellen :-)))))
Im Wilhelma Magazin habe ich übrigens auch von einem Insekt gelesen, das sich "Spargelhähnchen" nennt. Wohl bekomms !!!
(15.01.2007, 19:51)
Carsten:   Weiße Nashörner haben wir auch nur aufgrund einer fehlerhaften Übersetzung, oder gibt es irgendwo Albinonashörner?
(15.01.2007, 19:35)
Shensi-Takin:   Was unpassende bzw. wenig zweckdienliche Namen angeht, so dürfte folgendes Tier einen der obersten Ränge belegen;):
http://www.ftd.de/forschung/105569.html
(15.01.2007, 19:32)
Jennifer Weilguni:   Überhaupt sind die Namen der Würger recht amüsant. Ein absolutes Highlight unter Linksextremisten dürfte da vor allem der Kahlkopfwürger sein :-)
Wie viele Nashornvögel haben denn eigentlich ein Nasenhorn.. oder.. überhaupt eine Nase..?????
(15.01.2007, 19:25)
Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Recht hast du!

Zu den lustigen Artbezeichnungen fällt mir noch der Elsterwürger ein. In Walsrode habe ich schon mehrfach erlebt, dass Besucher angesichts des Schildes vermuteten, er würde Elstern würgern...

Kann mir eigentlich jemand erklären, wo beim Doppelhornvogel das zweite Horn sein soll? Oder hat der Erstbenenner geschielt? :-)

Paradox sind auch Namen wie Riesenhörnchen oder Riesenelsterchen, da heben sich die Verkleinerungs- und die Vergrößerungsform gegenseitig auf; müsste also eigentlich nur "Horn" und "Elster" heißen....
(15.01.2007, 18:47)
Stefan Schubert:   Meineserachtens gibt es eine vierte Rollerform in Deutschland: Eine beim Flug sich überschlagende Taubenrasse wird ebenso genannt!
(15.01.2007, 18:32)
Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Ich glaube, im Original lautet der Plural "Gemsbokken".

Zu Jennifers Roller fällt mir noch was ein: Ist eigentlich auch Blödsinn, dass man diesen Namen im Deutschen mehrfach vergeben hat. Roller sind bei uns a) Schleichkatzen, b) Rackenvögel und c) Gesangskanarien. Und ich wette, in der Insektenwelt gibt es auch noch irgendwo welche.
(15.01.2007, 18:29)
Stefan Schubert:   Vielfach wird ja die Burrenbezeichnung südafrikanischer Tiere übernommen, beispielsweise der Gemsbok. Wie lautet den da die Mehrzahl, Gemsboks oder werden daraus sogar Ziegenartige?
(15.01.2007, 18:06)
Michael Mettler:   Und dann gibt es in der selben Gattung neben dem Schönsittich auch noch den Feinsittich. Fehlt nur noch der Bravsittich....
(15.01.2007, 17:56)
Jennifer Weilguni:   Was ich übrigens für absolut unsinnige Bezeichnungen halte, sind Namen wie "Schönhörnchen" oder "Schönsittich". Das kommt so rüber, als seien alle anderen Hörnchen und Sittiche hässlich wie die Nacht.
Fleckenroller finde ich übrigens sehr witzig, manche haben sowas für unterwegs in der Tasche, das nennt sich dann Rei in der Tube oder so :-)
(15.01.2007, 17:35)
IP66:   "Seerobbe" scheint mir erst in den letzten 10 Jahren entstanden und bei Kindern überaus beliebt zu sein. Ich habe irgend eine TV-Serie im Verdacht - aber vielleicht liege ich ja falsch.
Manches war bei Brehm noch besser: Buchara-Hirsch ist doch wirklich die Neckermann-Version vom baktrischen Wapiti, bei dem man an Alexanderzug und Tamerlan, an Seidenstraße und Räuberromantik denkt.
(15.01.2007, 17:34)
Jennifer Weilguni:   Schon klar, aber das Wort "Schmeiße" bezeichnete eben früher genau das. Habe das in einem kleinen Benimmratgeber mal gelesen, in dem unter anderem stand, warum man das Wort schmeißen im Sinne von werfen nicht benutzen sollte und da wurde es eben genauso erklärt.
(15.01.2007, 17:28)
Karsten Vick:   Das was aus dem Hund kommt, schreibt man bei uns aber ohne "m".
(15.01.2007, 17:21)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Mag ja sein, dass "Schmeiße" auch als Synonym für die Fliege hergehalten hat. Aber ich kenne da noch eine andere Bedeutung dieses Wortes und das bezeichnet etwas, was zum Beispiel aus dem südlichen Ende eines nach Norden ziehenden Hundes kommt :-) Bei uns im "Schwabenland" nennt man das Tierchen übrigens treffenderweise "Scheisshausmugge"
(15.01.2007, 17:18)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Das scheint so ähnlich zu sein wie bei Westlicher und Östlicher Graugans - die sehen offensichtlich ebenfalls in den Bestimmungsbüchern deutlicher unterschiedlich aus als in natura...

Schön fand ich auch schon immer die (allerdings umgangssprachlichen) Begriffe "Seemöwe" und "Seerobbe". Selbst die Arten, die nicht an/in DER See vorkommen, leben doch an/in Seen :-)
(15.01.2007, 10:51)
Karsten Vick:   Nicht besonders hilfreich war der Name, den die südliche gelbfüßige Silbermöwenform Larus cachinnans bekam, als sie zur Art hochgestuft wurde: Weißkopfmöwe. DAS Merkmal unterscheidet sie weder von den restlichen Silbermöwen noch von den allermeisten anderen Möwen in ihrer Größe. Inzwischen ist die Aufspaltung weiter fortgeschritten, in Europa unterscheidet man jetzt Mittelmeermöwe (L. michahellis) und Steppenmöwe (L. cachinnans). Die Namen sind wenigstens nicht schlechter als Sturm- oder Fischmöwe. Beide Formen kann man übrigens auch in Deutschland sehen, man sollte also auf die Beinfarbe der Silbermöwen achten. Wobei ich finde, dass die Beine nur selten richtig rosa bzw. gelb aussehen, meist sind sie einfach nur irgendwie blass.
(15.01.2007, 10:32)
Ingo Rossi:   Dann würde ich aber auch mal der Gottesanbeterin jegliche Religiösität absprechen...;)
(15.01.2007, 10:23)
Michael Mettler:   Ist zwar nur die Fehlinterpretation einer Bezeichnung, aber ich habe mich beim ersten Lesen des Namens sehr über die "Gemeine Strauchschrecke" amüsiert. Was für ein fieses Vieh, das Gehölze erschreckt... :-)
(15.01.2007, 10:18)
Ingo Rossi:   Deutsche Namesgebung für Tiere ist wirklich interessant. Zum Stichwort Zebra fällt mir sofort die Zebra-Springspinne ein. Welches Zebra hat acht Beine?;). Der Name Vogelspinne soll ja auch auf eine frühe falsche Abbildung zurück zuführen sein.Vögel gehören ja nicht zum bevorzugten Beutespektrum dieser Spinnen. Auch bei Insekten ist der deutsche Name anscheinend oftmals ein regionales Zufallsprodukt bzw. mundartlich abgewandelt. Für manche Fliegenarten gibt es mehrere ähnliche Namen, da hilft dann wirklich nur noch die lateinische Bezeichnung.
(15.01.2007, 09:27)
Michael Mettler:   @Oliver: Oh je, an die ganzen "zoologischen Fehlzuordnungen" a la Flusspferd, Ameisenbär usw. habe ich bei Einrichten des Threads gar nicht gedacht (und sie folglich auch gar nicht gemeint)..... Wobei die ja in erster Linie auf (für damalige Zeiten verständliches) mangelndes zoologisches Wissen zurückgingen, während mir niemand erzählen kann, dass der Erfinder der "Zebra-Grasmaus" noch nie ein Zebra gesehen hatte...

Das "Maultier" ist das Opfer einer Verballhornung, die alten Römer nannten die Kreuzung "mulus", woraus sich auch das "Muli" ableitet. Beim "Maulwurf" hat die Verballhornung m.W. eine andere Wurzel, "Mull" ist wohl ein altes deutsches Wort für "Erde" (Torfmull!).

Grzimek erwähnte in einem seiner Bücher, dass auch "Schmeißfliege" Unsinn sei, weil "Schmeiße" bereits ein altdeutsches Wort für "Fliege" ist.
(14.01.2007, 23:41)
Michael Mettler:   Au Backe... Da war wohl der Namensgeber selber ein "Aschgrauer Wirrling". SOLCHE Bezeichnungen hätte sich nicht mal Loriot ausdenken können.
(14.01.2007, 23:10)
Oliver Jahn:   Mir fallen da sofort ein:
Maultier (weches Tier hat kein Maul?)
Gürteltier (wo ist da der Gürtel?)
na und das FlussPFERD....
(14.01.2007, 23:06)
Ollo:   Übrigens, selbst für Naturinteressierte ist es schwierig, an Informationen über Pilze heranzukommen. Es scheint, als durfte sich bei der deutschen Benennung von Pilzen eine einzige Person richtig austoben. Man findet dort die unglaublichsten und fein aufeinander abgestimmten Namen.
Voila:
Abgestutzte Herkuleskeule
Abweichender Schüppling
Angebrannter Rauchporling
Aschgrauer Wirrling
Ästiger Stachelbart
Auffälliger Lederrindenpilz
Bärtiger Gürtelfuß
Bewimperter Filzkrempling
Bitterer Krempenritterling
Dornige Wachskruste
Dunkler Düngerling
Dünnhäutiger Warzenschwamm
Durchscheinendgeriefter Nabeling
Eichhase
Faltig-weiche Gewebehaut
Faserstieliger Brandstellenschnitzling
Fastberingter Ritterling
Flammenschweif
Gallertfleischiges Krüppelfüßchen
Gedrängtblättriger Schwindling
Gegürtelter Schönkopf
Geschmückter Schleimkopf
Geselliger Schwefelkopf
Gezonter Ohrlappenpilz
Graurotes Hängezähnchen
Großsporiger Mistkahlkopf
Größter Saftling
Gurkenschnitzling
Käsepilzchen
Keulenförmiges Fadenkeulchen
Klapperschwamm
Kokosflockenmilchling
Krause Glucke
Krötenöhrling
Kuhmaul
Lästiger Ritterling
Ledergelbes Pustelkeulchen
Lilabrauner Zwergmuschelseitling
Löwengelber Dachpilz
Milchweißes Samthäubchen
Papageigrüner Saftling
Pfriemlicher Hörnling
Ranziger Zwitterling
Rasiges Hängebecherchen
Rhabarberfüßiger Rauhkopf
Rindensprenger
Rissige Schwanztrüffel
Rüblingsgalle
Schleimigberingter Schneckling
Schlüpfriger Helmling
Schmieriger Häubling
Schmutziger Rötelritterling
Schopftintling
Semmelstoppelpilz
Staubfüßiger Trichterling
Stinkende Lederkoralle
Stinkmorchel
Striegeliger Korkstacheling
Strubbelkopfröhrling
Tabakbraune Borstenscheibe
Teerfleckendrüsling
Traubenkirschen-Narrentasche
Trollhand
Trügerischer Mehlschirmling
Unverschämter Dickfuß
Üppiger Träuschling
Vergrabener Klumpfuß
Violettmilchender Zottenreizker
Vollgestopfter Nestling
Waldfreundrübling
Weicher Schnallenporling
Weidenrunzelschorf
Widerlicher Stacheling
Zimtscheibe
Zitterzahn
Zunderschwamm
Zusammenfließender Schütterzahn



(14.01.2007, 23:02)
Michael Mettler:   Eigentlich ist auch "Springbock" eine nichtssagende Bezeichnung. ALLE Antilopen können schließlich springen, und einige noch dazu sehr viel besser (höher, weiter) als er.

Ein paradoxer Name wäre noch "Flussseeschwalbe".
(14.01.2007, 22:54)
Ollo:   Namen, über die ich mich aufrege, sind z.B. "Alpenstrandläufer" für einen Küstenbewohner, und "Schmalschnabelstar" für einen Vogel mit auffallend dickem Zinken im Gesicht.
(14.01.2007, 22:40)
Michael Mettler:   Angeregt durch den Rotflankenducker im Thread "Duckers" (Mehrere Duckerarten haben rote Flanken!) dachte ich, das gäbe doch mal ein unterhaltsames Thema ab: Welche Tierarten bekamen Bezeichnungen, die bei genauem Hinsehen Quatsch sind oder von wesentlicheren Merkmalen ablenken?

Ich denke da gerade an die "Zebra-Grasmaus" Lemniscomys barbarus, auch (und besser) Vielstreifen-Grasmaus genannt. Ein Zebra ist nun mal nicht braun-gelb-weiß längsgestreift, da hätte man sie besser "Frischlings-Grasmaus" getauft....

Schön finde ich auch "Rosenohrente". Da benennt man einen Vogel nach einem Merkmal, das am lebenden Tier nur bei sehr genauer Betrachtung erkennbar ist; da lob ich mir doch den Zweitnamen Spatelschnabelente.

Mein Anwärter auf den ersten Preis ist allerdings der Doktorfisch Naso lituratus, dem jemand den paradoxen Namen "Ungehörnter Hornfisch" verpasst hat! Zum Glück gibt es auch da Alternativen (Kuhkopffisch bzw. Gelbklingen-Nasendoktorfisch).

Hartnäckig hält sich ja auch noch der "Zwergseebär" für den Südafrikanischen Seebären, obwohl dieser die größte Seebärenart ist - die Erstbeschreibung erfolgte anhand eines Jungtieres (auch der wissenschaftliche Artname pusillus bedeutet "zwergig").
(14.01.2007, 22:27)

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