
| Michael Mettler: | Na, der Wulst entlang des Bauches ist aber eher Bauchspeck als ein "Löwen-Sixpack".... :-) (06.03.2007, 18:38) | ||
| Sven P. Peter: | Luena ist zwar fett, aber sehr muskulös. Mit ihren kurzen Beinen (inzuchtbedingt?) schaut sie arg übergewichtig aus. Ma zwei dynamische Bilder: http://img59.imageshack.us/img59/9351/kllwe9ot0.jpg http://img340.imageshack.us/img340/6268/kllwe12ab4.jpg (06.03.2007, 17:15) | ||
| Niedersachse: | Im Vergleich zu Matadi ist sie richtig fett. Sie gilt zwar als (körperlich) kräftige Löwe. Der ganze Eindruck wird noch wegen ihrer Dackelbeinigkeit verstärkt. (06.03.2007, 17:07) | ||
| Michael Mettler: | Jaa, SO hatte ich ihn in Erinnerung - aber ich habe ihn leider auch nicht im Lauf mit wehender Haarpracht gesehen... :-) Hätte ja sein können, dass man ihn gegen einen neuen Kater getauscht hätte. Wie sieht denn die Löwin Luena jetzt aus? Die hatte nämlich eine Schlankheitskur dringend nötig.... (06.03.2007, 16:52) | ||
| Sven P. Peter: | Das ist er ganz sicher, so viele Angolalöwen gibt es da nicht ;) Hier noch eins das ich von ihm machte: http://img372.imageshack.us/img372/4269/kllwe5ch8.jpg (06.03.2007, 15:19) | ||
| Michael Mettler: | Der sieht wirklich gut aus. Aber IST das wirklich Matadi? Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Löwenkater, den ich noch im Herbst in der Anlage gesehen habe, eine vollere und viel ausgeprägter silberne Mähne hatte. Muss wohl mal die Fotos raussuchen. (06.03.2007, 15:12) | ||
| Sven P. Peter: | Vor kurzem habe ich den wohl schlankesten und fittesten Löwen in einem Zoo gesehen (auch wenn er grauen Star haben dürfte), Matadi in Leipzig: http://img167.imageshack.us/img167/4391/kllwe8vs6.jpg (06.03.2007, 15:02) | ||
| Martin: | @ Hannes, das mit den Flusspferden kann ich nur bestätigen, die beiden Kühe die aus Emmen nach Gelsenkirchen gekommen sind, waren extrem übergewichtig, obwohl die vergleichsweise "schlanken" Gelsenkirchener ja vorher nicht wirklich viel Auslauf hatten... (06.03.2007, 14:51) | ||
| Shensi-Takin: | Keiner der vorherigen Beiträge zu diesem Thema weist verallgemeinernd den Pflegern die Schuld für übermäßige Fettleibigkeit ihrer Schützlinge zu-da scheint etwas falsch verstanden worden sein. Vielmehr habe ich mit der Referenz gen Asien auf extreme Bspe. hingewiesen-wobei indes vereinzelt ähnliches auch für Einzelfälle im Westen gilt. Wie gesagt-die Zootierernährung ist ein Forschungsbereich, der noch viele Überraschungen in sich birgt und in dem zunehemend geforscht wird. In größeren amerikanischen Zoos wird inzwischen nebst dem Tierarzt/ den Tierärzten noch ein auf Exoten spezialisierter Tierernährungsberater beschäftigt, der zu einer innerhalb des (Zoo)veterinärmedizinischen Dachverbandes speziell angesiedelten Organisation gehört, sprich meist ein Tiermediziner ist. Dieser erstellt mögliche Diätpläne für die einzelnen Tiere(z.B. Sonderfütterung bei kranken Tieren) und ist auch für die Überwachung der Qualität & Fütterungsmenge mit zuständig. (16.01.2007, 22:54) | ||
| Langhals: | Ich finde es unfair , den Pflegern die Schuld zuzuweisen, wenn ihre Schützlinge verfettet sind. Sicher trifft das auf Einzelfälle auch zu, aber nicht auf die Mehrheit aller gelernten Tierpfleger, die genau Bescheid wissen, was und in welcher Menge die Tiere fressen dürfen, sonst wären doch alle Zootiere überfettet. Außerdem haben viele Zoos mittlerweile strikte Futteranweiseungen, an die sich die Tierpfleger halten müßen. Das heißt, viele Tierpfleger dürfen gar nicht frei entscheiden,was und wieviel sie füttern. Gegen Leckerlis ist auch nichts einzuwenden, solange sich das in einem vernünftigem Rahmen bewegt. Tatsächlich sind aber wirklich viele Bären zu dick ( das kommt davon, wenn man sie mit Mandoline spielenden Studentinnen füttert ), z.B die Kragenbären in Halle sind ja extrem fett. (16.01.2007, 19:35) | ||
| Hannes: | Einige Flusspferde sehen auch dackelig aus. Als Maikel in Frankfurt zurück war hatte man sich doch auch beschwert wie abgemagert er angeblich war. (16.01.2007, 19:27) | ||
| Dirk K: | Flusspferde sind auch oft verfettet. Wie letztens in der Zoo-Soap berichtet wäre das Frankfurter Weibchen recht bald gestorben, wenn man das nicht durch eine Schwangerschaft geändert hätte. Der Grund dafür soll die für Flusspferde benutzte Pille sein. Auch eins der neuen Gelsenkirchener Tiere aus Emmen ist extrem übergewichtig. (16.01.2007, 17:50) | ||
| Hannes: | Münster ist auch ien Obst-Zoo. Dort werden die Affen nahezu ausschließlich oder wenigstens mit einem hohen Anteil Obst gefüttert wobei z.B. in Rheine die Affen hauptsächlich Gemüse bekommen. (16.01.2007, 16:22) | ||
| IP66: | Mir fallen spontan die Orangs in Münster und Krefeld ein. Interessant ist, daß die duisburger Tiere, trotz deutlich kleinerer Anlagen, nicht so übergewichtig sind. In Magdeburg gab es vor einiger Zeit auch extrem übergewichtige Elefanten (16.01.2007, 11:54) | ||
| Jennifer Weilguni: | Ob man da noch von verwöhnen sprechen darf.. ? Aber so gesehen ernähren wir Menschen und mit entsprechender Kost ja auch alles andere als "artgerecht" nur eben, dass wir es selber in der Hand haben, während die Zootiere ja auf die Vernunft ihrer Pfleger angewiesen sind. Pizza und Cola für Orangs..? *kopfschüttel* Da kann auch von Vernunft kaum noch die Rede sein. (16.01.2007, 11:26) | ||
| Shensi-Takin: | Nicht wenige Zootiere haben idT mit "etwas" Übergewicht zu kämpfen-was nicht nur am Bewegungsmangel, sondern auch an der Futterzusammenstellung(und am Wunsch vieler Pfleger, ihren Schützlingen nur das Beste-und davon reichlich- anzubieten)liegt. Gerade bei Früchten ist der Zuckergehalt der für den menschlichen Verzehr(wir sind ja auch alle eher "Süßmäuler")gezüchteten Obstsorten im Handel weitaus höher als der in wildwachsenden Früchten(die in der Wildnes zudem meist einer Saisonalität angepasst sind)-mit Konsequenzen für die Futterzusammenstellung. In diesem Zusammenhang wird auch das Regurgitieren von Gorillas samt Essens des Erbrochenes als eine Folge zu geringer Rohfaserkonzentration und zu hohem KH-Anteils in der Ernährung vermutet. Im Bereich der Zootierernährung wird daher zzt. verstärkt geforscht-z.B. in Zürich, aber auch in den USA-wobei einige bisher gängige Fütterungspraxen umgeschrieben werden. So stellte sich bei Versuchen heraus, dass selbst geringste Fruchtanteile, Gemüse oder gar Brot in der Ernährung in Viscachas sehr häufig Diabetes & Katarakte zur Folge hatte. Ähnliches lässt sich auch über andere Nager, z.B. Fette Sandratten, berichten. Bei manchen Tierarten kommt ein Phänomen vor, das als "Buddha-Syndrom" beschrieben wird: einige Tiere nehmen trotz gleicher Futtermenge weitaus mehr zu als andere Artgenossen. Als Bsp. hierfür liesse sich etwa der Mongoz-Maki nennen. Durch die zunehmende Erkenntnis, dass Adipositas auch für Zootiere ernstzunehmende Gesundheitsprobleme hat, wird an größere Änderungen im Speiseplan gedacht. In ausländischen Einrichtungen-z.B. Thailand oder China-sind die Zoos hingegen noch nicht so weit; manch ein Orang-Utan ähnelt dort noch immer eher einer Fellkugel-kein Wunder, werden die Tiere dort nach Aussage der Pfleger u.a. mit Pizza & Cola verwöhnt... (16.01.2007, 10:09) | ||
| Michael Mettler: | Oh ja, die Erdmännchen! Als ich Anfang der 80er erstmals in Köln war, habe ich dort schlanke Erdmännchen gesehen und gedacht, das sei vielleicht eine andere Unterart! Und später sah ich dann eine TV-Doku über Erdmännchen in der Kalahari, da waren die Tiere NOCH schlanker und wirkten sehr langbeinig (fast wie Zwergpinscher proportioniert), während die Zoo-Erdmännchen eher rattenartig erscheinen.... Beim Erdmännchen könnte ich mir vorstellen, dass sie in Zoos zu bequem ans Futter kommen UND dieses zu gehaltvoll ist. Wenn ich mir überlege, wie sie in der Halbwüste arbeiten müssen, um ein paar lausige Kerbtiere oder eine Echse zu finden; Vogelküken, Eier und Kleinnager dürften da wohl eher ein seltenes Festessen sein. Wenn es nur an der Sozialstruktur läge, müsste es dann nicht innerhalb der Gruppe ein paar extrem fette und ein paar extrem schlanke Erdmännchen geben? Hatte ich schon mal irgendwo anders erwähnt: In der Berliner ARD-Soap wurde gezeigt, wie ein erwachsener Brillenbärmann aus dem Tierpark im Zoo ankam. Gerade als ich dachte "der sieht ja wenigstens mal richtig schlank und athletisch aus", äußerte sein neuer Pfleger sinngemäß "Oh je, den müssen wir erst mal auffüttern, damit er wie ein richtiger Bär aussieht"! (16.01.2007, 09:10) | ||
| Ingo Rossi: | Woran liegt es denn, dass gerade in Gruppen wie bei den Erdmännchen soviele dicke Tiere zustande kommen? Ist es da die falsche zu nahrhafte Fütterung oder kann es auch an der sozialen Struktur und der dadurch ungerechten Verteilung untereinander liegen? Irgendwo in meinem Kopf spukt eine Tabelle von Primaten rum, wo jeweils das durchschnittliche Freiland und das Zoogewicht angeben war. Letzteres lag immer um mind. 20 - 30% dadrüber. Wenn mir jetzt auch noch einfallen würde, wo ich es gelesen habe... (16.01.2007, 08:46) | ||
| Albert Roolfs: | Laut 'wikipedia' und vielen anderen Nachschlagewerken liegt das Gewicht eines erwachsenen männlichen Mandrill bei 28kg (bis 35kg). Im Zoo wiegen aber viele Mandrillmänner weit über 50 kg. (16.01.2007, 08:11) | ||
| Jennifer Weilguni: | Oh, spontan fallen mir da auch noch die Tiere im Streichelzoo ein. Die frechsten bekommen natürlich am meisten Futter und sind demnach auch die dicksten ! Ich habe da schon Tiere gesehen, denen ich eindeutig eine bevorstehende Geburt zugetraut hätte, wenn die Geschlechtsorgane sie nicht eindeutig als waschechte Männer entlarvt hätten. (16.01.2007, 07:33) | ||
| Jennifer Weilguni: | Ohja, die Landauer Zebramangusten sind in der Tat mehr als nur gut im Futter und ein Beweis dafür, das Streifen eben DOCH nichht schlank machen :-) Den moppeligsten Tiger, den ich gekannt habe, war der kürzlich verstorbene Kater "Nico" aus Stöckheim, allerdings war der ja auch schon ein älterer Herr. (16.01.2007, 07:32) | ||
| Langhals: | Da fallen mir spontan Erdmännchen ein, in den meisten Zoos sind die Tiere wesentlich dicker als in der Natur, teilweise sind die so fett, das sie mehr an Bowlingkegel erinnern als an Kleinraubtiere und nicht mehr in ein Erdloch passen. Von daher sollte man sie besser in " Fettmännchen " umtaufen. Die fettesten Zebramangusten, die ich je gesehen habe, leben in Landau. Ich dachte zuerst, das seine Waschbären. Da liegt wohl ein gewaltiger Fütterungsfehler vor, weil die Erdmännchen dort auch nicht dünn sind. (16.01.2007, 07:17) | ||
| Mel: | Jedoch kommt es häufiger auch bei älteren tieren zu Überfettungen, dies liegt denke ich mal an einer zu energieriechen (für den demonstrierten Bewegungsdrang) Fütterung. (16.01.2007, 00:08) | ||
| Mel: | Ich denke mal in Punkto Löwen vs Tiger bezüglich der fettleibigkeit, liegt der Vorteil definitiv beim Tiger. sie haben ein stärkeren Bewegungsdrang und zeigen mehr agilität als Löwen. Rückführen würde ich das mal auf die Rudelbildung bei Löwen und der tatsache das bei Löwen die Weibchen hauptsächlich für die Futterbeschaffung zu ständig sind. Tiger sind Einzelgänger und daher bezüglich der Futterbeschaffung wesentlich agiler als Löwenkater. (16.01.2007, 00:06) | ||
| Sven P. Peter: | Fast alle Tiger in Zoos sind viel zu fett. Einer der wenigen normalernährten ist "Rasputin" in Münster. Der Schaut neben seinem Vater "Misha" in Leipzig richtig abgemagert aus. Bei Löwen sind meist Tiere die über 10 sind dick. (16.01.2007, 00:04) | ||
| Michael Mettler: | Wie von Ingo Rossi im Bären-Thread angeregt, hier als Thema für sich: Bei welchen Tierarten/-gruppen ist Übergewicht ein wirkliches Problem bei der Haltung im Zoo? Bären und Asiatische Elefanten hatte ich in o.g. Thread schon angeführt, Ingo hatte Lemuren und andere Primaten genannt. Spontan fallen mir auch manche Reptilien ein, z.B. neigen Tejus, die im Freileben waranähnlich agil sein sollen, im Terrarium zu einer bequemen Lebensweise - sämtliche erwachsenen Roten, Schwarzweißen und Goldtejus, die ich bisher gesehen habe, hatten dicke "Hamsterbacken" und erinnerten an Presswurst. Auch manche Riesenschlangen (Abgottschlange!) neigen bei zu reichlicher Fütterung zur Verfettung. Täusche ich mich, oder neigen Löwen eher zu Übergewicht als Tiger? Ich habe jedenfalls schon mehrfach moppelfette Löwen gesehen, wüsste aber spontan keinen Tiger - oder machen Streifen SO schlank ? :-) (15.01.2007, 23:42) |
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