Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Farbenprächtigstes Säugetier



Jennifer Weilguni:   @Shensi-Takin
Wusste ich zwar soweit schon, aber trotzdem danke für die Mühe. Dachte einfach es reicht hier, die Tatsache zu erwähnen, dass es sowas gibt, weil ich mir nicht sicher war, inwiefern die anderen Forumsteilnehmer sich für die Chromosome von Hauskatzen interessieren.
(28.01.2007, 18:35)
Shensi-Takin:   Münchner Hutia-Congas = aus Rheine
(28.01.2007, 16:12)
Shensi-Takin:   @MM: Stimmt; s.a.:
http://www.petwebsite.com/hamsters/tortoiseshell_syrian_hamster.htm

(28.01.2007, 12:09)
Michael Mettler:   Bin zwar aus dieser Materie etwas raus, meine mich aber zu erinnern, dass es ein entsprechendes Phänomen (Weibchen schildpattfarbig, Männchen rot-weiß) auch beim Goldhamster gibt.
(28.01.2007, 11:43)
Shensi-Takin:   @Jennifer Weilguni: das von Ihnen erwähnte Phänomen der Schildpatt/"Glücks"-Katzen hat mit der x-chromosomal gekoppelten Farbenvererbung bei der Katze zu tun.
In den nachfolgenden Links wird dies recht schön & einfach erklärt.
Es gibt indes auch Schildpatt-Kater; diese besitzen aber einen aberranten Karyotyp mit XXY-Gonosomensatz; dies kommt auch beim Menschen sowie anderen Tieren mitunter vor und wird als "Klinefelter"-Syndrom bezeichnet. Betroffene Individuen zeichen sich u.a. durch sog. eunuchoiden Groß/Fettwuchs aus und sind meist unfruchtbar.
http://www.stuben-tiger.de/Chromos.htm
http://www.katzennatur.de/thread.php?threadid=81
(28.01.2007, 11:08)
Jennifer Weilguni:   Passt vieleicht nocht so ganz hierher, aber erwähnenswert fände ich noch, dass bei Hauskatzen interessanterweise dreifarbige, sogenannte "Glückskatzen" fast ausschliesslich weiblich sind, während die Farbe rot überwiegend bei Katern zu finden ist.
(28.01.2007, 07:56)
Ollo:   Zu ergänzen wäre die Pageh-Stumpfnase.
(27.01.2007, 11:53)
Michael Mettler:   Angeregt durch Karsten Vicks Liste der Säugerarten mit farblichem Geschlechtsdimorphismus habe ich nun eine Auflistung von Arten gemacht, bei denen deutlich abweichende Farbmorphen/Phasen so häufig vorkommen, dass sie zum normalen Erscheinungsbild der Art gehören und z.T. sogar in Feldführern abgebildet werden - wobei sich die Häufigkeit des Auftretens bei manchen auf bestimmte Populationen beschränkt. Also:

Tüpfelbeutelmarder, Fuchskusu, Hundskusu, Lemuren-Ringelschwanzbeutler, Riesengleitbeutler, Nacktnasenwombat
Südlicher Tamandua
Haubenlangur, Weißhandgibbon
Europäisches Eichhörnchen, Grauhörnchen, Mittelamerikanisches Eichhörnchen, Sciurus granatensis (dafür habe ich keinen deutschen Namen gefunden), Finlayson-Schönhörnchen, Ost-Schermaus, Hausratte, Wanderratte, Hausmaus, Nil-Stachelmaus, Australische Schwimmratte, Hutiaconga
Amazonas-Flussdelfin
Wolf, Polarfuchs, Rotfuchs, Baribal, Großfleck-Ginsterkatze, Fuchsmanguste, Jaguarundi, Afrikanische Goldkatze, Borneo-Goldkatze, Serval, Jaguar, Leopard, Löwe
Europäisches Reh, Damagazelle

Den Europäischen Damhirsch habe ich nicht eingerechnet, weil ich mir nicht sicher bin, ob die drei bekannten Farbvarianten auch in der Wildbahn regelmäßig zu finden sind oder nicht doch nur unter Gatterbedingungen. Aus dem selben Grund fehlen auch Rothirsch, Springbock und Blässbock. Beim Zwergaguti soll es noch nicht eindeutig geklärt sein, ob "rote" und "grüne" Tiere zur selben Art gehören oder nicht doch zu verschiedenen. Ein Grenzfall ist der Halbesel: Beim Khur gibt es verschiedene Hauptfarben, die aber möglicherweise nur graduell abgestuft sind (wie bei vielen gelb, braun oder rötlich gefärbten Tierarten - siehe Braunbär), sowie verschiedene Farben der Zeichnungselemente (schwärzlich und fuchsfarbig).

Nimmt man Arten hinzu, bei denen es unterschiedliche Fellmuster innerhalb der selben Population geben kann, würde sich die Liste noch mindestens verlängern um Nordluchs (stark gefleckt/fast ungefleckt), Steppenzebra (südliche Formen: enge und breite Streifung, weiße und gestreifte Beine, weiße und gelbe "Grundfarbe") und Sitatunga (westliche Unterart: stark gemustert (fast ungemustert). Der Serval hätte hier seinen zweiten Auftritt, denn neben der dem regelmäßigen Vorkommen von Schwärzlingen in bestimmten Teilen seines Verbreitungsgebietes zählen dann auch grob und fein gefleckte Tiere dazu.
(27.01.2007, 10:36)
Ollo:   Gibt es unter Säugern eigentlich geschlechtsgebundene Augenfarben?
Bei manchen Vögeln kommt das ja vor, z.B. Moorente, Kakadus, Rotlori (?).
(26.01.2007, 16:26)
Shensi-Takin:   Zu den Hutia-Congas: die Färbung variiert dabei u.a. auch aufgrund des Alters; heranwachsende Tiere sind bräunlich und werden in zunehmenden Alter grauer. Allerdings gibt es auch Exemplare, die länger die braune Färbung zeigen-z.B. der Bock in Hellabrunn.
(26.01.2007, 15:01)
Sven P. Peter:   Ich halte mich an den Eisbären, der verändert im laufe eines Jahres in deutschen Zoos öfter die Farbe als jedes andere Tier. Gelb, Grün, Braun, Weiß und wenn er mal Haarausfall hat schwarz.
(26.01.2007, 14:40)
Sacha Beuth:   Warum in die Ferne schweifen, denn das gute ist so nah? - Der Tiger selbst ist für mich eines der farbenprächtigsten Säugetiere (Und damit meine ich in erster Linie die Normalfärbung und nicht die diversen weissen und "goldenen" Zuchtformen).
Ich bin auf diese Art sogar so versessen, dass ich Mühe habe, einen Zoo als diesen anzuerkennen, wenn er keine Tiger zeigt. (Was natürlich - das ist auch mir bewusst - Quatsch ist).
(26.01.2007, 14:33)
Jennifer Weilguni:   Tigeriltis fällt mir noch ein. Eines der am schönsten gefärbten Säuger überhaupt. Warum ist mir der nicht vorher in den Sinn gekommen..??
(26.01.2007, 13:26)
Michael Mettler:   Es handelt(e) sich um Capromys pilorides, bekannt als Hutiaconga, Kuba-Baumratte, Kuba- oder Greifschwanz-Ferkelratte. Es gab damals in Berlin auch verschieden gefärbte, dort geborene Jungtiere. Die Zucht in Rheine geht definitiv auf Berlin zurück, die Stuttgarter m.W. wiederum auf Rheine, und für die Münchener Tiere weiß ich es nicht.

In "Walker's Mammals of the World" sind zwei Färbungsvarianten abgebildet (leider nur s/w, aber sehr unterschiedlich in der Ausprägung der hellen Körperbereiche), und die dunkle Tönung des darunter abgebildeten, nah verwandten Mysateles melanurus gibt ganz gut das Aussehen des damaligen dunkelsten Berliner Tieres wieder. Im Text zu Capromys heißt es: "The coloration of upper parts ranges through varied shades of buff, yellow, red, gray, brown, and black."
(26.01.2007, 12:10)
Marco:   Gehörten denn die Hutias vor 20 Jahren der gleichen Art an? Es handelt sich ja um eine (ehemals...) durchaus artenreiche Familie. Und wenn es die gleiche Art war, können es immer noch unterschiedliche Ursprungspopulationen sein.
(26.01.2007, 11:52)
Michael Mettler:   @Marco: Volltreffer!

Mir ist eine Tierart eingefallen, bei der ich schon innerhalb von nur zwanzig Jahren Zoohaltung in Deutschland eine farbliche Vereinheitlichung beobachten konnte: die Hutiaconga. Als ich 1987 die ersten Tiere im Berliner Zoo sah, war das eine aus mehreren Farbschlägen gemischte Truppe: Die Färbung variierte von Silberagouti mit fast weißem Gesicht über Goldagouti mit und ohne weiße Gesichtsfärbung bis zu einer Art "Olivagouti" mit einem schwärzlichen Überflug (und ohne weißes Gesicht). Von allen Varianten habe ich Bildmaterial. Heute sieht man die Art in verschiedenen Zoos, aber mir fallen eigentlich immer nur hellgesichtige, silberagoutifarbige Tiere ins Auge. Ob nun mit oder ohne züchterische Selektion: Die heutige Zoopopulation gaukelt eine Einheitlichkeit vor, die offensichtlich der natürlichen Variationsbreite der Art nicht entspricht. Und das ist bei diversen anderen Arten ebenfalls denkbar.
(26.01.2007, 10:57)
Marco:   Ich lese das Thema gerade erstmalig und wundere mich, dass der Buntmarder noch nicht als Kandidat zum farbenprächtigsten Säuger genannt wurde. Sind doch wirklich hübsche Kerle, auch wenn ihnen das Blau eines Mandrills fehlt ;-)
(26.01.2007, 10:37)
Michael Mettler:   Für die Geschlechtsdimorphismus-Liste hätte ich noch was: Bei den Bergkängurus wären es gleich zwei Arten, die damit aufwarten können. Bei Macropus robustus ist es ausschließlich die aus den genannten Zoos bekannte Nominatform, daneben gibt es aber noch das Schwarze Bergkänguru M. bernardus, bei dem die Weibchen ebenfalls grau sind.

Und ist nicht der Himalaya-Tahr ein ähnlicher Fall wie der Mantelpavian? Auch hier ist die Mähne des Männchens doch viel heller als das kurze Halsfell des weiblichen Tieres.
(25.01.2007, 16:36)
IP66:   Man sollte ohnedies davon ausgehen, daß es bei der Etablierung von Zoopopulationen zu einer Art genetischer Verengung kommt: Zunächst einmal werden ja nur bestimmte Wildtiere gefangen - eben jene, die auch aus genetischen Gründen dumm - oder klug - genug sind, sich fangen zu lassen. Dann werden die ausgesondert, die aus eben solchen Gründen Transport und Eingewöhnung nicht überstehen, schließlich setzen sich die Exemplare durch, die sich unter Zoobedingungen besonders gut vermehren. Da verschwinden dann besonders aggressive Tiere, besonders pansich veranlagte, solche, die das nächtliche Aufstallen nicht vertragen usf. Manches Wiederausbürgerungsprojekt zeigt zwar, daß dieser doch sehr enge Flaschenhals offensichtlich keine Domestikation im engeren Sinne bedeutet, aber generell ist es wohl eine Illusion, zu glauben, eine Zoopopulation durch Management in eine Wildtierpopulation zu verwandeln. Es ist ja auch, wie die Ausbürgerungen zeigen, nicht notwendig.
(25.01.2007, 12:06)
Michael Mettler:   Beitrag zu früh abgeschickt... Jetzt ist mir nämlich noch aufgefallen, dass ausgerechnet bei den Nagern und bei den Landraubtieren viele Beispiele für das Auftreten von Farbmorphen zu finden sind, von denen es im Gegenzug bei Primaten und Paarhufern relativ wenige gibt.
(25.01.2007, 00:18)
Michael Mettler:   Mir fällt gerade auf, dass sich alle bisherigen Beispiele mit Ausnahme von zwei (noch dazu sehr nahe verwandten!)Riesenkänguru-Arten und zwei Hundsrobben auf Primaten und Paarhufer beschränken. Aus so formenreichen Gruppen wie den Nagern und den Landraubtieren will mir spontan kein Beispiel einfallen - und von Fledertieren habe ich viel zu wenig Artenkenntnis.
(25.01.2007, 00:12)
Michael Mettler:   Beim Burma-Banteng sollen m.W. die Bullen NICHT dunkler sein als die Kühe und sogar ganz im Gegenteil noch heller werden als diese. Wurde, glaube ich, auch von Bengt Berg so geschildert. Ein von ihm erlegter Burma-Bulle steht im Museum Koenig in Bonn und ist tatsächlich beinahe gelb - nur ist die Frage, wieviel davon auf das Konto "Ausbleichen im Museum" geht. Andersrum sind bei den südlicheren Rappenantilopen die Kühe oft fast genauso dunkel wie die Bullen.

Wenn wir den Weißkopfmaki rechnen, müssen wir Mongoz- und Kronenmaki auch gelten lassen, denn auch da lassen sich die Geschlechter an der Farbe unterscheiden. Und das Bergkänguru fehlt noch, denn eine seiner Formen (früher z.B. in Hannover, Leipzig und Jaderberg gehalten) ist im männlichen Geschlecht schwarz, im weiblichen hellgrau. Den Schwarzen Litschi hatte ich ja unten schon genannt, die Schirr- und die Pferdeantilope sowie der Bongo kommen für die Kategorie "dunkle Abzeichen" in Betracht.

Kudubullen beider Arten sind oft deutlich grauer als die Kühe, vielleicht eine "abgeschwächte Version" der Nyala/Sitatunga-Färbung. Bei der Sambesi-Sitatunga scheint das ebenfalls so zu sein - "mein" einziger adulter Bock in Planckendael unterschied sich deutlich von den brauneren Kühen.

Und dann hätte ich noch den Rotbüffel zu bieten, zumindest nach meinem Eindruck von den Zootieren: Da sind die Bullen in der Regel deutlich dunkler (schwärzlich überhaucht) als die Kühe.
(25.01.2007, 00:02)
Karsten Vick:   Jetzt wieder ruhiges Fahrwasser. Ich hab meine Liste wiedergefunden! Folgende Säugetiere haben einen deutlichen farblichen Geschlechtsdimorphismus der gesamten Körperfärbung:
Rotes Riesenkänguru, Mohrenmaki, Schwarzer Brüllaffe, Schopfgibbon(s), Kappengibbon, Hulock, Sattelrobbe, Kegelrobbe (genau wie von Michael beschrieben, während beim Seehund beide Geschlechter gleich aussehen), Nilgau, HZA, Tieflandnyala, Sitatunga, Weißnackenmoorantilope aka Mrs. Grays Wasserbock (blöder Name), Rappenantilope, Banteng, Auerochs, Kouprey (Männchen schwarz bis dunkelbraun, Weibchen grau, so stehts geschrieben), dazu Shensi-Takins Vorschläge Gorilla und Mantelpavian (die einzigen wo die Männchen heller sind) und dann weiter mit dunklen oder hellen Abzeichen (Weißkopfmaki!). Wer bietet mehr?
(24.01.2007, 23:23)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Keine Sorge, mein Herz ist OK. Allenfalls habe ich ab und zu einen Muskelkater im Nacken - vom fassungslosen Kopfschütteln :-)
(24.01.2007, 23:21)
Shensi-Takin:   @MM: Wie gesagt, dergleichen obliegt dem jeweilige Beschluß der Zuständigen. Darunter kann es legere Leutchen geben, die Fünfe gerade sein lassen(was auch nicht immer der Weisheit letzter Schluß ist), und notorische Erbsenzähler(die sich nicht unbedingt viele Freunde damit machen).
Wenn es nach mir ginge, wären gesunde, fortpflanzungsfähige Tiere mit minderen Abweichungen vom "Wildtypus" eher zuchttauglich als Exemplare, denen erst die gesamte gynäkologische Abteilung des IZWs mit viel Ach und Krach zum Fortpflanzungs"erfolg" helfen muss; nur um mal klarzustellen, dass ich ebenfalls wenig davon halte, gesunde Tiere wegen verzeihbarer "Fehler" von der Zucht auszusparen.
Hoffe, Ihr Gemüt so etwas abgekühlt zu haben, Herr Mettler-mein Bestreben vor Verfassen meiner Beiträge zu diesem Thema war lediglich, auf bestimmte hier vorgestellte Sachverhalte zu antworten-nicht, bei Ihnen einen Herzinfarkt zu generieren! Wenn dem so wäre, würde ich alsbald jedlichen weiteren Eintrag unterlassen. ;) Einigen wir uns doch schlichtweg darauf, dass nicht immer jede Zuchtentscheidung eines Zoos Sinn machen muss...
(24.01.2007, 21:56)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Wenn SOLCHE nichtigen Abweichungen heute schon ausreichen, um Tiere aus der Zucht zu nehmen, dann gute Nacht, ihr Erhaltungszuchtprogramme. Das ist ja schon genauso schlimm wie in der Rassezucht, fehlt eigentlich nur noch die Leistungsschau und die Ernennung der EEP-Champions usw. Was passiert als Nächstes - wird der ideale Windungsradius für Kudu- und Addax-Hörner festgelegt? Und was macht man mit von der Norm abweichenden Tieren, die in Nationalparks auf ganz natürliche Weise auftreten? Dazu würden dann z.B. auch Elefanten mit außergewöhnlich großen Stoßzähnen zählen. Abschießen, um den Rassestandard zu retten?

Mit dem vom Artenschutz propagierten Erhalt genetischer Vielfalt hat kleinkariertes Aussortieren jedenfalls nichts zu tun. Ist ja schön, wenn Zuchtprogramme und Zoopopulationsmodelle auf 200 Jahre hinaus geplant werden und der Ausgangstypus erhalten werden soll - aber wer sagt denn, dass die wild lebenden Artgenossen sich im gleichen Zeitraum ebenfalls an die Regeln halten? Ich erinnere hier nochmals an die Aussage eines Afrika-Kenners (Dr. Horst Hagen), dass ein Zeitraum von 30 Jahren im Nairobi-Nationalpark dazu ausreichte, dass sich Hornlosigkeit bzw. Fast-Hornlosigkeit bei weiblichen Thomsongazellen durchsetzte. War es vorher die Regel, dass die Geißen ein kleines, aber deutlich entwickeltes Gehörn trugen, war es nur drei Jahrzehnte später die große Ausnahme. Das kann mit Färbungen usw. genauso schnell gehen.
(24.01.2007, 21:30)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Ich glaube ein wirklich schönes Foto habe ich auch nicht, aber ich kann ja beim nächsten Besuch mal mein Glück versuchen. Mit fotografieren durch Gitterstäbe tu ich mich leider immer etwas schwer, vieleicht bekomme ich mit meiner neuen Kamera was halbwegs brauchbares zustande. Müsste sich dabei um das Weibchen handeln, mit dem in der tat auch gezüchtet wird.
(24.01.2007, 19:21)
Shensi-Takin:   @MM: Soweit ich mich erinnern kann, gingen die Farbe & die Farbmarkierung der Tiere zu sehr ins Braune bzw. wichen von der ursprünglichen Form zu sehr ab. Die arabischen Dozenten waren in diesem Punkt recht vage-wie auch in der Frage, was denn mit den "ausgemusterten" Tieren geschah.
(24.01.2007, 18:37)
Michael Mettler:   @Jennifer: Den habe ich mir auch schon ganz fasziniert angesehen, der hat sogar in vielen Rosettenmustern gleich mehrere "Innenflecken". Leider habe ich kein gutes Foto von ihm hingekriegt, hast du eins? Meines Wissens wird er doch zur Zucht eingesetzt?
(24.01.2007, 09:54)
WolfDrei:   Bezüglich Haubenlangur: die tief orange Morphe ist auf Jawa die weitaus seltenere, schwarz ist prioritär (auf englisch ebony leaf monkey). Sind das nun gemischte Gruppen? offensichtlich nicht bezöglich des geographischen Vorkommens auf Jawa (http://members.tripod.com/uakari/trachypithecus_auratus.html) Die in Europa sich befindlichen stammen ja bevorzugt aus Howletts-und die sind in einer orange-dominierten Gruppe gefangen worden. Aber Vererbungsmuster in einer Gemischtgruppe?
(24.01.2007, 09:54)
Jennifer Weilguni:   Passt zwar nur bedingt hier her, aber in der Wilhelma gibt es einen Leoparden, der wie ein Jaguar gefleckt ist. Ist ja dann sozusagen auch eine Fehlfärbung.
(24.01.2007, 09:35)
Michael Mettler:   P.S. Wie vererben sich eigentlich die Farben beim Haubenlanguren? Ist schwarz dominant über rot (was ich vermute)? Und weiß jemand zufällig, wie es sich in dieser Hinsicht mit den fein getüpfelten Servalen gegenüber den "normal gemusterten" verhält? So wie bei Normalgepard/Königsgepard, wo die gröbere Zeichnung rezessiv ist (und man sich prima den Kopf darüber zerbrechen kann, welches von beiden wohl das ursprünglichere Fellmuster ist)?
(24.01.2007, 00:20)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Die fehlfarbenen Arabischen Oryx sind neu für mich. Wie sahen die denn aus?

@Karsten Vick: Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege, aber zeigt der Seehund nicht auch einen farblichen Geschlechtsdimorphismus? Ich habe da was mit dunkler Fleckung auf hellem Untergrund und umgekehrt im Hinterkopf, weiß aber nicht, welches Geschlecht was trägt (mit Robben befasse ich mich nur wenig).

Zu den Arten mit mehr oder weniger deutlichem Unterschied gehören noch die Schirrantilope und die Pferdeantilope, drastischer ist es beim Schwarzen Litschiwasserbock. Außerdem fehlt noch die Rappenantilope in der Liste (besonders auffällig bei Ostafrikanern). Beim Kouprey dachte ich bisher, die Kuh habe die gleiche Färbung wie der Bulle? Bei Tschadgiraffen (peralta) sollen die Bullen nahezu schwarz gefleckt sein, die Kühe dagegen rot. Wenn man will, kann man auch die Färbung schwarzmähniger Löwenkater dazu rechnen.

Die meisten Arten/Unterarten in der Aufzählung haben übrigens gemeinsam, dass das Männchen (zumindest teilweise) schwarz/schwärzlich ist und das Weibchen gelb bis rot. Diese Konstellation kommt bei anderen Tierarten bei den Farbmorphen vor, ohne geschlechtsgebunden zu sein. Ich denke da z.B. an Haubenlanguren und Baribals, an die schon zitierten Eichhörnchen und Schermäuse, aber auch an die Afrikanische Goldkatze: Manche Exemplare sind schwarz gefleckt, bei anderen sind die Flecken rot und stechen kaum von der "Grundfarbe" ab.
(24.01.2007, 00:06)
Shensi-Takin:   Z.B. auch die Rappenantilope, der Mantelpavian(v.a. bei dominanten Männchen)-oder der allseits beliebte Gorilla(Silberrücken beim älteren Männchen).
(23.01.2007, 23:51)
Ollo:   Naja, Flachlandnyala noch.
(23.01.2007, 23:34)
Ollo:   Das ist ja verrückt, da fallen mir auch keine weiteren Arten ein.
Mrs.-Grays-Wasserbock und Weißnacken-Moorantilope ist ein und das selbe.
(23.01.2007, 23:31)
Mel:   Okay dann fällt mir da noch Mrs.Gray-Wasserbock ein. Ein sehr deutlicher Zeichnungsunterschied.
(23.01.2007, 23:27)
Shensi-Takin:   @MM: Sie haben sich selbst die Antwort auf die Frage geliefert: Zoos sind in Hinblick auf Erhaltung des Wildtypus insofern "konservativ" eingestellt, als da nicht abzusehen ist, inwieweit auch nur minimale Abweichungen von dem im ursprünglichen Lebensraum vorkommenden Haupt-Phänotyps Auswirkung auf die Lebensfähigkeit bzw. im (mitunter arg utopischen) Fall der Wiedereinsiedlung für Konsequenzen haben könnten-wobei bei derlei Auswilderungsprojekten mit fehlfarbenen Tieren mitunter eher tolerant(u.a. Piebald-Luchse) oder radikal(Arab. Oryx-Projekt 2004) umgegangen wird.
Man will nunmal nicht am Ende dastehen und sagen: "Mensch, hätten wir nur vorher gewusst, dass die blauen Augen nach Generation Fx sich als Letalfaktor entpuppen würden...". Dass die Auswahl, was dabei unter zuchtuntauglich fällt, mitunter recht subjektiv ausfallen kann, ist eine andere Sache-wobei bedacht werden muss, dass hier ein Wild-und kein Haustier beurteilt wird, sozusagen keine Leistungssteigerung oder gezielte (übertriebene) Präsentation bestimmter menschengewollter phänotypischer Merkmale angestrebt wird. Im Fall der Wildtiere ist entsprechend dieser "conservare"-Haltung eine möglichst "linientreue" Verfolgung des "Wildtypus"(so divergierend & subjektiv beeinflußt das mitunter sein mag) samt der in der Natur vorkommenden, nicht lebenserschwerenden Abweichungen(etwa Hypermelanismus bei der Kreuzotter) das Ziel. Wir Menschen können-trotz Zusammenarbeit über Generationen hinweg-dank unserer vergleichweise kurzen Lebensspanne bei den meisten größeren Arten aufgrund der längeren Generationsfolge nur immer die "Momentanaufnahme" der jeweiligen Tierartentwicklung sehen-ohne die Möglichkeit zu haben, auf "Forward" zu drücken und festzustellen, was im Ende daraus wird & wie dessen Schicksal sich entsprechend lenken lässt.
Daher ist der Versuch der Zoos, den Status quo durch "Konservierung" eines möglichst "Wildtyp"-ähnlichen Phänotyps unter Ausschluß abweichender Exemplare(deren inherente Risiken für die Zuchtgruppe man (noch) nicht einzuschätzen weiß)zu bewahren, durchaus verständlich. Ob dann auch heterozygot rezessive Vererber erwischt werden(die ja meist "Wildtypus" wären), ist eine andere Sache. In diesem Sinne wäre eine Entschlüsselung der Genome der jeweiligen Zootierart durchaus von Nutzen-nur: wer hat Geld, Zeit & Interesse für derlei?
Dass der Status quo sich dennoch nicht gänzlich aufrecht erhalten lässt, zeigt sich nicht nur an phänotypisch besonders augenfälligen Merkmalen wie gescheckten Davidshirschen oder blauäugigen Mandrills; vielmehr geht die Sache noch weitaus tiefer(ohne die bereits erwähnten Carapaxe der Schildkröten wiederholen zu wollen).
In einem persönlichen Gespräch mit Prof. Peters vom Institut für Palaeoanatomie & Domestikationsforschung in München erzählte mir dieser, dass er seit längerer Zeit die ihm von verschiedenenZoos zugesendeten Zootier-Präparate inklusive Skelett(meist Großsäuger) untersuche-und dabei eine z.T. recht deutliche Abnahmen hinsichtlich Körper- oder Gehörngröße im Vergleich zu wildlebenden Artgenossen feststellen konnte-ein Phänomen, das sich auch in der frühen Domestikation unserer Haustiere zeigte.
(23.01.2007, 23:26)
Karsten Vick:   Ja auf die Art wird es sicher noch viel mehr geben, auch in der Art, dass Männchen ganz und gar etwas dunkler sind, als Weibchen. So z. B. bei der Kegelrobbe. Aber lass uns ruhig auch solche Fälle aufzählen.
(23.01.2007, 23:13)
Mel:   Bei Bongos gibt es eine deutliche Schwarzfärbung in der Gesichtsmaske bei Böcken.
(23.01.2007, 23:04)
Karsten Vick:   Bei welchen Säugetieren gibt es überhaupt einen RICHTIGEN farblichen Geschlechtsdimorphismus? Ich hatte mich das vor Jahren mal gefragt und kam auf kaum 20 Arten. Ich leg mal vor, was mir spontan so einfällt, denn ich finde diese meine Liste nicht mehr: Mohrenmaki, Schwarzer Brüllaffe, Schopfgibbon(s), Sitatunga, Weißnackenmoorantilope, Banteng, Auerochse, Kouprey, Hirschziegenantilope, Nilgau, Sattelrobbe, Rotes Riesenkänguruh (wobei hier ja die rote Farbe nicht echt ist, aber es kommt aufs selbe raus)...
(23.01.2007, 23:02)
Michael Mettler:   @Jennifer: Na ja, du könntest immer noch in eine Horde von Sclaters Makis integriert werden. Wenn schon ein Löwe, ein Flusspferd, ein Zebra und eine Giraffe auf "Madagascar" zurechtkommen, dürfte das ein Primat ebenfalls schaffen - und Riesenlemuren gabs ja auf der Insel schon mal... :-)
(23.01.2007, 21:06)
Michael Mettler:   @Ingo Rossi: Außerhalb der Arktis fand der weiße Bär - damals noch nicht viel mehr als ein extrem heller Braunbär - die selbe Nahrung, von der heute noch Grizzlys und Kodiaks leben - also stellte sich das Problem nicht. Die "Fehlfarbe" konnte er sich als oberes Glied der Nahrungskette also genauso locker leisten wie heute die weißen Baribals.

Art und Unterart sind ja ebenfalls in der Natur keine Schubladenbegriffe. Um beim gleichen Beispiel zu bleiben: Irgendwann gab es logischerweise ein Tier, das nicht mehr ganz Braunbär, aber auch noch nicht richtig Eisbär war - und dazwischen alle möglichen fließenden (oder sprunghaften) Übergänge in Halslänge, Ohrgröße, Fußbehaarung usw., so dass die Grenzziehung willkürlich ist.

Hat zwar nichts mit Färbung zu tun, aber mir ist eben noch ein schönes Beispiel eingefallen, wie sich innerhalb relativ kurzer Zeit Selektionsdruck verändern kann: Unter heutigen Bedingungen wäre es vorteilhaft, für eventuelle Wiederansiedlungen stoßzahnlose Elefanten beider Arten zu bevorzugen. Erstens entfiele dadurch ein großer Teil des Wildereidrucks, und zweitens könnten namentlich die Afrikaner in dicht mit Elefanten besiedelten Nationalparks nicht mehr so große Schäden durch Entrinden großer Bäume anrichten. Es gibt ja genügend Beispiele aus der Wildbahn, dass stoßzahnlose Elefanten bestens zurechtkommen. Also, liebe Zoos, denkt mal darüber nach - Köln und Hannover haben dafür ja schon die passenden Zuchtbullen :-)
(23.01.2007, 21:00)
Jennifer Weilguni:   Auf jeden Fall weiss ich jetzt, dass ich aufgrund meiner blauen Augen im zoologischen Sinne wohl nicht für eine Auswilderung in Frage komme :-))) SCHAAADE dabei hatte ich mich schon so auf meine "Freiheit" gefreut.
@Ronald Masell
Ja, mich hat es ebenso geschüttelt. Stand ganz groß auf der Titelseite, dass die Jäger das weisse "Bambi" schiessen wollen. Auch wenn ich das Schundblatt eigentlich nie lese, diese Ausgabe habe ich mir dann doch gekauft und konnte stundenlang nicht aufhören den Kopf zu schütteln :-))
(23.01.2007, 20:53)
Ingo Rossi:   Achja, natürlich ist jede Mutation ein Sprung, aber es können auch ganz kleine Sprünge sein, die kaum wahrnehmbar sind...;-)
(23.01.2007, 20:46)
Ingo Rossi:   Die Eisbärenfrage ist sehr interessant. Der farblichen Veränderung müssen ja auch noch, parallel oder nacheinander, andere körperliche Veränderungen gefolgt sein.
Da erscheint mit doch, das langsame umstellen auf ein neues Gebiet wahrscheinlicher, eine langsame Anpassung an einen neuen Lebensraum und eine möglich Trennung von der Braunbärenpopulation. Dieses ermöglichte dann auch die besitznahme eines neuen Lebensraumes mit einer nahrungumstellung bzw. Erweiterung. Umgekehrt stellt sich ja auch die Frage, wieso ist der weisse Bär nicht ausserhalb der Arktis verhungert?
Letztlich stellt sich dann ja auch nochmal die Art und Unterartfrage neu.
Dieses Gebiet der Evolution ist wirklich äusserst spannend.
Ich habe langezeit Entwicklungen der Systematik in der Entomologie verfolgt.
Dort wurden ganze Ordnungen aufgespalten, weil man heute doch von parallelen Entwicklungen ausgeht. Das zeigt natürlich, wie wenig wir wirklich über das alles wissen und das alles in erster Linie menschliche Denkmodelle sind.
(23.01.2007, 20:44)
Michael Mettler:   @Ingo Rossi: In der Umgangssprache geraten die Begrifflichkeiten etwas durcheinander. Eine Mutation IST eine sprunghafte Veränderung des Erbgutes - und gleichzeitig ein Zufall. Das Ergebnis kann spektakulär sein (z.B. ein schwarzer Leopard), aber auch kaum auffallen (vielleicht ein etwas längeres Haarkleid, geringfügig breitere Hufe usw.). Ob sich z.B. die Einhufigkeit des Pferdes durch Mutationssprünge entwickelt hat oder durch schleichende Veränderung, wird sich wahrscheinlich nicht klären lassen - möglich wäre m.W. beides.

Der Große Panda wird z.B. nicht von heute auf morgen sein Schwarz-weiß-Muster entwickelt haben, zumindest gibt es keine Parallelentwicklung bei anderen Tierarten, anhand derer man das erforschen könnte. Die Färbung des Eisbären könnte aber sehr wohl das Ergebnis einer einzigen Farbmutation (Pigmentverlust im Haar) unter seinen Vorfahren (Braunbären) sein, die sich etablieren konnte - ich erinnere an die weißen Baribals. Und dabei erhebt sich immer wieder die Frage: War der Eisbär womöglich schon in seinem vorherigen Lebensraum weiß und konnte nur deswegen in die Arktis vordringen, weil sich ihm durch seine "Fehlfarbe" neue Möglichkeiten erschlossen? Wäre er noch als brauner Bär in den hohen Norden vorgedrungen - wovon hätte er gelebt, wenn doch die weiße Farbe für die Robbenjagd als Tarnung nötig ist? Bevor er sich hätte anpassen können - denn er hätte ja auf den Zufall der Farbmutation "warten müssen" - wäre er schon verhungert (oder wieder in den Süden zurückgekehrt).

Den häufig zu lesenden Satz "Tier X hat als Anpassung an seinen Lebensraum die Färbung Y entwickelt" muss man wahrscheinlich in vielen Fällen auf den Kopf stellen: Nur weil eine Tierart X durch die berühmte "Laune der Natur" im alten Lebensraum eine neue Färbung entwickelte (und diese nicht umgehend durch Selektionsdruck oder mangelnde Vitalität wieder verlor), konnte sie überhaupt erst einen neuen Lebensraum für sich erschließen - der Rest war dann nur noch "Modifikation vor Ort".

Viele Selektionsvorteile sind noch völlig unbekannt oder kaum erforscht - wie will dann jemand beurteilen können, welche Färbung einer Tierart heute und in Zukunft die einzig wahre ist? Oder, um ein weiteres meiner Lieblingsbeispiele zu nehmen: Welcher Selektionsnachteil wird bei der im EEP "unerwünschten" Fuchsfarbe bei Przewalskipferden befürchtet, wo doch mit dem Indischen Halbesel ein anderer Wüsteneinhufer vormacht, dass man mit Färbungsvariabilität problemlos in einem solchen Lebensraum zurechtkommt?

"Eigene Zoopopulationen" entstehen ohnehin - und zwar überall dort, wo es keinen regelmäßigen (!) genetischen Austausch mit der Wildpopulation gibt, die sich übrigens ebenfalls in der Zwischenzeit weiter entwickelt. (Wenn man heute sagt, dass der Hund vom Wolf abstammt, dann müsste man eigentlich sagen, er stammt vom Vorfahren des HEUTIGEN Wolfes ab. Denn auch der Wolf hat sich in den Jahrzehntausenden seit Beginn der Domestikation des Hundes mit Sicherheit weiter entwickelt.)

Ob man Mutationen in Zoos FÖRDERN sollte(z.B. durch deren Reinzucht), ist eine Frage für sich. Wenn ihre Träger keine AUSSCHLIESSLICH durch die Mutation begründeten gesundheitlichen Nachteile haben (ich denke da an die extrem lichtempfindlichen Augen von Albinos, bei einem Wüstentier z.B. ein riesiges Handicap), sollte man sie aber m.E. als ebenso natürliche Variationsbreite betrachten wie z.B. die Schwärzlinge beim Jaguar und nicht von der Vermehrung ausschließen - denn dadurch engt man die genetische Vielfalt immer weiter ein. Ein rein nach Rassestandard gezüchteter "Wildtypus" ist letztlich etwas völlig Unnatürliches und befriedigt nur das menschliche Schubladendenken.
(23.01.2007, 20:07)
Ingo Rossi:   Die in der Natur vorkommenden Mutationen sind meines Erachtens aber immer von langsamer Wandlung. Eine Fellveränderung von heute auf morgen, wie das erwähnte weise Reh, sind sicherlich Zufälle, die keine grosse Rolle spielen werden.
Natürlich verändern sich alle Lebewesen ständig, aber ist nicht eine Hauptmerkmal der Evolution der lange Atem?
Es kann bestimmt zu kurzfristiger Anpassungen von Tieren mit hoher Reproduktion kommen. Aber deutlich höher entwickelte Säugetiere brauche dazu bestimmt weitaus mehr Generationen als in der bisherigen Zoo-Zuchtgeschichte vorgekommen sind.
Ich habe mich oft gefragt, wann bei den Zootieren so deutliche Veränderungen auch im Sozialverhalten eintreten, dass das Tier seinen eigentlichen Charakter verliert.
Bisher scheint man das aber auch bei Arten wie den Erdmännchen vermeiden zu können.
In einem Zeitungsartikel las ich von einem russischen Experiment, welches nach etwas über 60 Generationen in Menschenobhut von Füchsen deutliche Domestizierungsmerkmale beschrieb. Bestimmt eine Gefahr auch für andere Arten.
Die Frage, die sich mir jedoch stellt ist, dass es keinen Sinn macht, Mutationen in Zoos zu fördern. Eine Giraffe mit Winterfell, so interessant der Anblick wäre, entspricht jedoch nicht mehr der eigentlichen Art.
Der „Jetztzustand“ der Tiere hat sich ja in ihrer Umwelt sehr nützlich erwiesen. Eine Mutation macht doch nur dann Sinn, wenn sie auch in der eigentlichen Umwelt der Art vorteile mit sich bringt.
Das missachtend bringt doch eine eigene Zoopopulation hervor, die die gleichen Probleme mit sich bringen müsste wie die Missachtung der Unterarten.

(23.01.2007, 19:14)
Michael Mettler:   P.S. Selbst der farbliche Sexualdimorphismus vieler Tierarten (Banteng, Schopfgibbon, Grays Wasserbock usw.) ist mit Sicherheit das Ergebnis einer Mutation vor -zig Generationen, war also anfangs auch nur eine "Fehlfarbe". Man stelle sich nur mal das Entsetzen der Zuchtkoordinatoren vor, wenn es erstmals einem Mähnenwolf, Barasingha oder Orang-Utan "einfallen würde", sich mit Erreichen der Geschlechtsreife in Schwarz umzufärben - dieses Tier würde doch umgehend aus der Zucht genommen und es würde fieberhaft nach möglichen Inzuchtvorfahren gefahndet!
(23.01.2007, 18:18)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Der so genannte Wildtypus ist doch aber nichts anderes als eine Momentaufnahme der Evolution. Wären Farbveränderungen nichts Natürliches, hätten sämtliche heute lebenden Wildsäuger von der Fledermaus bis zum Wal, von der Ratte bis zur Giraffe noch die Farbe ihres gemeinsamen Vorfahren aus der Dinosaurierzeit. So gut wie jede Fellfarbe, Körpergestalt usw. ist doch eine Folge von Mutationen, und systematisch betrachtet ist es lächerlich, bei einer Tierart einerseits Unterarten u.a. anhand ihrer Färbung festzulegen, andererseits aber dieser Tierart "nicht zu erlauben", weitere Farbänderungen "auszuprobieren".

Ob die angeblichen Fehlfarben bei Wiederansiedlungsversuchen wirklich einen Nachteil hätten, lässt sich erst im Feldversuch testen. Andererseits kann es bis dahin durch die Zoozucht zu anderen Veränderungen gekommen sein - was nützt ein Tier, das zwar 1a dem züchterischen Rassestandard "Wildtypus" entspricht, aber leider eine für das Freileben zu geringe Fluchtreaktion aufweist? (Tiere mit heftiger, im Freiland womöglich nützlicher Fluchtreaktion selektieren sich schließlich in den Zoos durch Unfälle weitgehend selbst aus...) Außerdem hat sich bis dahin möglicherweise auch der Lebensraum und damit der Selektionsdruck verändert, weswegen neue Eigenschaften gefragt sein können - die in den Zoo-Zuchtprogrammen nicht gern gesehen werden.

Um Beispiele aus unserer Heimat zu nehmen: In der norddeutschen Tiefebene ist schwarzes Rehwild nicht selten und hat offensichtlich mit der Fehlfarbe keinerlei Probleme. Gäbe es ein Zoo-Zuchtprogramm für Rehe, hätte man die Schwärzlinge dagegen sofort aus der Zucht genommen. Und bei der Stockente ist es ja schon fast eine Sensation, ein Tier des "Wildtypus" anzutreffen - auch diese kommt mit ihren Fehlfarben anscheinend gut zurecht. Schwarze und rote Eichhörnchen, schwarze und braune Schermäuse, Kohl-, Birk- und Kreuzfüchse als natürliche Varianten des Rotfuchses; leben sie in der Wildbahn, werden sie als "Morphe", "Phase" usw. in die Systematik aufgenommen, tritt etwas Vergleichbares im Zoo auf, wird es quasi als Missgeburt und genetische Gefahr für den Bestand abgestempelt. Wo ist da die Logik...?
(23.01.2007, 17:48)
Ronald Masell:   @Jennifer
Bild??????? Mich schüttelt es. *lol*
(23.01.2007, 16:43)
Shensi-Takin:   Ich kenne dies auch aus anderen Fällen, z.B. Blauäugigkeit beim Roten Sichler. Warum Zoos derartige Veränderungen nicht weiter verbreiten wollen ist verständlich: es soll so eine Abweichung vom Wildtypus verhindert werden. Gerade bei Merkmalen, deren Erbgänge bei den jeweiligen Arten wie auch mögliche gesundheitliche Folgen(bei Blauäugigkeit eigentlich weniger der Fall, doch will man kein Risiko eingehen) nicht völlig bekannt sind, & bei einem mehr oder minder begrenzten Zoobestand, versucht man dementsprechend, das Auftreten & die Verbreitung derlei abweichender Merkmale soweit es geht zu verhindern. Man hat einfach Angst, eines Tages einer Zoo-Population entgegenzustehen, die mit der ursprünglichen Art nur noch den Namen gemein hat-und für zukünftige Zucht-oder gar Auswilderungsprogramme nicht geeignet ist-siehe "Zoolöwe" oder weiße Tiger.

(23.01.2007, 16:25)
Jennifer Weilguni:   Es gibt ja auch schon Menschen, die sogar Farbmutationen in der natur ausmerzen wollen. man denke an das weisse Reh, das man ja unbedingt schiessen wollte, damit es nicht für weitere weisse Nachkommen sorgen kann und somit den ganzen Rehbestand in Deutschland gefährdet (ja, ist Schwachsinn, aber so stand es in der Bild) Festzustellen, ob es sich in einem Zoo bei einer Mutation um Inzuchtschäden oder eine natürliche Fehlfärbung handelt dürfte in der Tat nicht leicht sein, aber solange die Tiere gesund sind und nicht gezielt auf Sonderfärbungen gezüchtet werden ( weisse Tiger) sehe ich jetzt nicht so das Problem darin, Mandrills mit blauen Augen züchten zu lassen.
(23.01.2007, 15:16)
Walter Koch:   Mutationen im Zoo haben wohl nichts mit
möglichen evolutionären "Fortschritt"
zu tun. Hier fehlt einfach die Über-
prüfung durch die eigentlichen Über-
lebensbedingungen.
(23.01.2007, 15:09)
Michael Mettler:   Falls es nicht einen handfesten Beweis dafür gibt, dass ein blauäugiger Mandrill gesundheitliche Probleme hat, finden ich diese Vorgehensweise fragwürdig. Farbveränderungen gehören zur Evolution, womöglich würden die blauen Augen sogar einen Selektionsvorteil bringen - bei den schon erwähnten Klammeraffen und Türkisaugen-Makis nimmt man den Vorgang als naturgegeben hin, aber im Zoo darf so etwas nicht stattfinden? Alles, womit Tiere bei ihren potenziellen Geschlechtspartnern für Eindruck sorgen, hat sich schließlich ebenfalls aus "Abnormitäten" entwickelt - ich erinnere nur an die Nase bei Nasenaffen. Zum Erhalt genetischer Vielfalt in den Zoos sollte jedenfalls nicht gehören, einen möglichen (natürlich nicht garantierten!) evolutionären Fortschritt auszubremsen.
(23.01.2007, 08:49)
Albert Roolfs:   In Hagenbecks Tierpark wurden alle Mandrill mit blauen Augen aus der Zucht genommen und verstärkt wurde darauf geachtet fremdes Blut (z.Bsp. aus Amsterdam) in der Herde zu bekommen.
(23.01.2007, 06:54)
Michael Mettler:   @Jennifer: Nicht nur die Mähnen. Manche Löwenkater aus Botswana, die ich auf Fotos gesehen habe (ich wollte gerade schreiben "Freilandfotos", aber das "frei" ist ja offensichtlich diskussionswürdig), waren auch am Körper kontrastreich gefärbt.
(22.01.2007, 21:42)
Jennifer Weilguni:   Einige Löwenkater haben auch recht "bunte" Mähnen. Schwarz, dunkelbraun, beige, creme, hellbraun, rötlich, ockerfarben.
(22.01.2007, 21:34)
Shensi-Takin:   Wenn es um farbenprächtige Säuger geht, dürfen die asiatischen Schlankaffen, wie etwa Kleideraffen, Presbytis geei oder Goldkopflanguren etc. nicht unerwähnt bleiben-ebensowenig Asiatische Riesenhörnchen(v.a. das Indische), Axishirsch, Goldenes Löwenäffchen, Cebus queirozi, Shensi-Takin uvm.; darunter auch das eine oder andere Exemplar des Boto oder die Hong-Kong-Gruppe von Sousa chinensis...;)

@MM: Stimmt, das waren recht schöne Tiere. Im Buch "Lemuren im Zoo" gibt es eine mehrseitige Darstellung der unterschiedlichen Farbvariationen beim Vari-sehr hübsch anzusehen;)
(22.01.2007, 17:52)
Michael Mettler:   In Bezug auf Farbenpracht fand ich übrigens die früher im Berliner Zoo vorhandenen Mischlingsvaris mit ihrer schwarz-rot-weißen Färbung sehr attraktiv ; einer davon war in den Zooführern abgebildet. Frankfurt hatte damals auch Mischlinge, aber denen fehlte das leuchtende Rot, die waren eher schwarz-beige-weiß.
(22.01.2007, 17:22)
Michael Mettler:   Ich wollte gerade "na klar, bei Katzen" antworten - bin mir aber jetzt gar nicht mehr so sicher, ob das auf Hauskatzen beschränkt ist. Ich meine aber, dass zumindest Europäische Wildkatzen grüne Augen haben.
(22.01.2007, 16:58)
Ollo:   Der Indri hat ja richtig grüne Augen. Gibt es grüne Augen auch noch bei anderen Säugerordnungen?
(22.01.2007, 16:01)
Jennifer Weilguni:   Roloway Meerkatzen (schreiben die sich so??) finde ich auch recht bunt. Deren Rücken ist olivgrün und dunkelrot gefärbt
(22.01.2007, 13:21)
Michael Mettler:   Statt "Waldlemming" muss es in meinem Beitrag "Berglemming" heißen, sorry...

Was mir zum Feldhamster noch einfiel: In einem der Tierbücher meiner Jugendzeit hieß es über ihn, er sei wegen seiner "Verkehrtfärbung" (Unterseite dunkler als Oberseite) eine ganz große Ausnahme unter den Säugetieren. Aber wenn man genauer hinschaut, ist dieses Prinzip in manchen Säugergruppen gar nicht so ungewöhnlich. Ich denke da vor allem an die Marder (Dachs, Honigdachs, Iltis, Grisons, einige Skunks) und die Kleinbären (Nasenbär, Kleiner Panda - übrigens auch ein sehr buntes Säugetier), aber selbst den Gorilla würde ich dazu zählen.

Hinsichtlich Verteilung und Intensität der Farben würde ich auch Arten wie Bongo oder Schirrantilope (wenigstens deren westafrikanische Unterart) als bunt bezeichnen.
(22.01.2007, 12:46)
Carsten:   Bei den Hörnchen gibt es auch noch recht bunte Vertreter, z. B. Prevost-Schönhörnchen.
Wenn man auch Haustiere dazunimmt, dann auch manche Meerschweinchenzüchtungen.
(22.01.2007, 11:25)
Michael Mettler:   @Hannes: Kommt darauf an, wie man "bunt" definiert: Die Anzahl der Farben oder deren Verteilung? Der Feldhamster trägt schließlich auch nur die Farben Schwarz, Weiß und Gelb wie viele andere Säugetiere - wie z.B. der Rotfuchs (Rot ist nichts weiter als besonders intensives gelbes Pigment) und selbst das Wildkaninchen, nur dass bei ihm Schwarz und Gelb im selben Haar vorkommen (schwarze Basis und Spitze, dazwischen gelber Abschnitt) und für das so genannte Agouti- bzw. "Pfeffer-und-Salz"-Muster sorgen. Selbst den Wolf könnte man wegen seiner Zeichnung als "bunt" bezeichnen.

Ähnlich "bunt" wie der Feldhamster (ohne eine Rangfolge aufstellen zu wollen) wären bei den Europäern z.B. Gemse und Damhirsch (jeweils im Sommerfell), Waldlemming und Luchs.
(22.01.2007, 11:00)
Hannes:   >Ich galube bei uns in Europa gibt es kaum einen so bunten Säuger wie den Feldhamster oder irre ich mich da?
(22.01.2007, 09:58)
Michael Mettler:   P.S. Grün im Sinne von Olivgrün gibt es auch noch bei Agutis. Die bei uns gehaltene Zwergaguti-Art wird deshalb auch Grünes Acouchy genannt.
(22.01.2007, 09:15)
Michael Mettler:   "Blaues" Haar entsteht bei Säugetieren in der Regel durch "Verdünnung" (dilution) schwarzer Färbung. Es wird ebenfalls durch schwarzes Pigment hervorgerufen, doch unterscheidet sich die Anordnung der Pigment"körner" im Haarschaft von der bei schwarzem Haar, so dass wesentlich mehr auftreffendes Licht reflektiert wird als beim Licht schluckenden Schwarz. Streng genommen SIND also beide Tiere schwarz, nur ERSCHEINEN sie unserem Auge schwarz bzw. blau. Beispiele für dieses Blau gibt es unter den Haustieren reichlich, z.B. blaue Kaninchen, Mäuse oder Katzen. Bei Wildtieren hätte ich dafür z.B. den "Gletscherbären", die blaue Variante des Baribal, in Verdacht, konnte aber bisher nichts über den Erbgang dort finden.

Grün könnte bei Säugern z.T. ernährungsbedingt sein, also durch Einlagerung von mit der Nahrung aufgenommenen Stoffen entstehen. Zwerggalagos sowie manche Hörnchen und Mäuseverwandte der afrikanischen Regenwälder sollen im Freiland grünlich gefärbt sein, diesen Farbton aber in Gefangenschaft verlieren. Einen ähnlichen Effekt kennt man ja von manchen Vogelarten (z.B. Papagei-Breitrachen, Todis), deren Smaragdgrün bei Zootieren zu Blau verblasst. "Richtiges" Grün ist zumindest bei einigen Vogelarten (Papageien!) ohnehin eine Mischfarbe aus Blau und Gelb. Deswegen treten diese beiden Farben bei Papageienvögeln als Mutationen auch sehr häufig auf: fehlt einer der Faktoren, tritt der andere zu Tage. Siehe Wellensittich, Halsbandsittich, Rosenköpfchen usw. Im Falle der Todis usw. hieße das, dass der externe "Gelbmacher" wegfällt und das Blau wohl eher die Orginalfarbe des Vogels darstellt. Diesen Effekt wiederum gibt es sogar bei Reptilien, z.B. bei Halsbandleguanen oder Smaragdwaranen.

Blaue Augen bei Wildtieren sah ich neben den schon erwähnten Klammeraffen z.B. bei einer Gaurkuh in München.

Manche Vögel sind übrigens nur deshalb bunter als Säuger, weil ihr Federkleid eine Struktur aufweist, die das Licht in seine Spektralfarben zerlegt. Kolibris oder Pfauen sind z.B. eigentlich größtenteils schwarz - ihr "buntes" Gefieder verdanken sie dem "Ölpfützeneffekt".
(22.01.2007, 09:02)
Ollo:   Wobei sich die Farbenprächtigkeit beim Mandrill ja nur auf die fellfreien Bereiche bezieht. Das ist ja dann gar nicht soo ungewöhnlich; grüne, blaue und lilafarbene Flecken haben wir Menschen vorübergehend ja immerhin auch mal.
Als Haare kommen blau und richtiges grün wohl nirgends vor.
Ob algenbehangene Faultiere im Dschungel wohl so richtig grün werden können?
(21.01.2007, 23:10)
Oliver Jahn:   Ja, aber den Mandrill hast du bereits selber genannt und der Thread heißt doch, die farbenprächtigsten Tiere.
????
(21.01.2007, 23:00)
Ollo:   Die beiden letztgenannten Arten sind zwar kontrastreich, haben aber doch nur die "normalen" Farben schwarz, weiß, grau, rot, gelb, braun.
(21.01.2007, 22:52)
Oliver Jahn:   In der Literatur liest man sehr oft, dass auch das Pinselohrschwein und der afrikanische Wildhund mit zu den farbenreichsten Säugetieren gehören.
(21.01.2007, 22:00)
Shensi-Takin:   Nebst leuzistischen Tieren/ Cortez-Albinos/Piebals-Exemplaren hat unter den Primaten auch Ateles hybridus mitunter blaue Augen.
Auch unter den Haussäugern(z.B. Schwein) finden sich immer wieder Exemplare mit blauen Augen-ganz ohne gezielte Zuchtbestrebungen bzgl. dieses MErkmals; mitunter wird dies sogar negativ bewertet(Fehlfarbe).

Wenn ich mir so die Karnevals-Umzüge, Fanmeilen & Straßenumzüge anschaue, dann dürfte der Mensch dem männlichen Mandrill wohl klar den Rang ablaufen...;)
Blaue Gesichter bzw. Körperteilfärbungen finden sich nebst der Meerkatzenverwandschaft auch bei anderen Primaten, z.B. bei Goldenen Stumpfnasenaffen.

Blaue Augen kommen bei vielen Säugern als Folge o.g. (Partial-)Leuzismus oder (De)Pigmentierungsstörungen der Iris bei Einzelexemplaren vor.
(21.01.2007, 21:55)
Ollo:   Habe gerade einen Film über Nasenaffen gesehen. Ich wußte noch gar nicht, daß die Jungen zunächst ein blaues Gesicht haben. Diese Farbe sieht man bei Säugetieren ja äußerst selten. Mir fallen da noch die Blaumaul-Meerkatze und der Mandrill ein.
Auch grün sieht man ja nie (vielleicht am ehesten bei einigen Meerkatzen).
Welche Säuger - außer einigen Zuchtformen - haben eigentlich blaue Augen? Unter den Primaten sind es nur der Sclaters Maki und der Mensch. Und wie sieht es aus mit grünen Augen?
Welches Säugetier ist wohl das bunteste? Vermutlich der Mandrill, oder?
(21.01.2007, 21:38)

alle Beiträge