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Kunst im Zoo?



Shensi-Takin:   S.a.:
http://www.tomtischler.com/
Komme z.B. an der Komodowaran-Statue hier im Zoo tgl. vorbei-huebsch anzusehen.
(04.08.2007, 17:04)
Michael Mettler:   Ich denke, dass selbst Kulturbanausen Skulpturen beachten, wenn sie ihrer Neigung als Artensammler entgegen kommen (da schließe ich mal frech von mir selbst auf andere). Da zählt dann z.B. die Moschusochsengruppe oder der Riesenhirsch im Tierpark Berlin doch etwas mehr als die dortige Skulptur "Kind mit Esel"... :-) Die Bronzestatue eines Schnabel- oder Schuppentieres wäre wahrscheinlich ein äußerst beliebtes Fotoobjekt unter Zoofans, ein sich aufbäumendes Pferd würde von selbigen wohl eher weniger zur Kenntnis genommen.
(16.04.2007, 17:53)
IP66:   Ich bin ja doch etwas zurückhaltend mit einem brutalstmöglich erweiterten Kunstbegriff und würde dafür plädieren, daß zumindest in der aktuellen Produktion nur daß als Kunst rezipiert wird, was sein Schöpfer so versteht. Interessant ist, daß bei allen Beiträgen, die ja so unterschiedlich wie interessant sind, der Aspekt, daß die Bewohner eines Zoos Künstler inspirieren oder beeinflussen können und damals auch sollten, nicht aufgetaucht ist. Das dürfte auch ein Zeichen dafür sein, daß sich die Zoorezeption von einem Museum lebender Tiere nebst Zubehör in Richtung Spaßpark verschiebt - eben auch und gerade bei den nicht tierbezogenen Investitionen. Im 20. Jahrhundert darf man die Photographie nicht vergessen - das habe ich auch erst richtig beim Besuch der berliner Zoo-Ausstellung im Ephraim-Palais begriffen. Außerdem hat mich überrascht, daß die meisten Forumsteilnehmer die Skulpturen wirklich wahrnehmen - was gegen meine Erfahrungen und Beobachtungen spricht, aber ein gutes Argument gegen jede Form von Kulturpessimismus vorstellt.
(16.04.2007, 17:39)
abjatar:   das "alaska ice adventure" bei zoom hat sogar über 2 mio. euro gekostet... und ich würde dem absolut zustimmen, dass man stattdessen lieber z.b. in tiger für asien investiert hätte, bei einem großteil der besucher ist gerade das ice adventure jedoch eines der absoluten highlights bei zoom. und spaß macht es ja schließlich auch ;-)
(13.04.2007, 16:32)
Stefan Schubert:   In Leipzig gibt es sogar zwei Dodos, zum einen einen steinernen im Entdeckerhaus und einen bronzenen nahe dem Zierententeich! Die Idee eines "Friedhof der ausgestorbenen Tiere" wurde bereits im tschechischen Zooparc Chomutov realisiert! Dort gedenken etwa ein Dutzend Plastiken unterschiedlicher Machart, von abstrakt bis zum Gussrelief, an einst diese Welt bevölkernde Tiere, von der Schnecke bis zum Beutelwolf! Eine weitere Gedenkstätte im Zeichen des Dodos findet sich in Form einer Tafel nahe dem Milu-Gehege im selben Zoo!
Ich finde Tierplastiken eine sinnvolle Bereicherung im Zoo, sofern sie als solche erkannt werden, da ist es mir egal, ob es Dinos, Bärenkinder oder Buckelzikaden sind!

Ein Tipp für die Putzkolonne: Mein unten begonnener Beitrag kann gelöscht werden! Meine mobile Station spielte mal wieder Streiche! ;-)
(13.04.2007, 16:21)
Michael Mettler:   Wenn das hinter Sam steckende Darstellungsprinzip nicht in einem Zoo/Freizeitpark einer breiten Masse, sondern in einem Kunstmuseum einem kleinen Interessentenkreis präsentiert würde, würden es manche Leute vielleicht als beeindruckende Installation/Performance feiern.... Ist schließlich auch eine Form von Kunst, die provoziert und polarisiert. (Oder warum spricht man sonst von "Schauspielkunst"?) Als Kunstbanause versteige ich mich mal zu der Behauptung: Was Kunst ist, wird nicht durch das Objekt an sich definiert, sondern durch den Kunstkritiker....
(13.04.2007, 09:23)
Carsten:   @Karsten Vick: Wenn Du Sam mal kennengelernt hast, und dann noch eine Fahrt in dem ca. 1 Million Euro Simulator hinter Dir hast, denkst Du anders, g...

Nein, kann ich Dir nur zustimmen, daß dieses Geld sicher in Kunst oder noch besser in eine etwas größere Anfangsvielfalt an Tieren in Asien investiert worden wäre...
(12.04.2007, 22:10)
Michael Mettler:   Mir fällt da gerade noch eine steinerne Dronte ein - steht die nicht in Leipzig? Das wäre ohnehin mal ein interessantes Thema für Skulpturen: Ausgerottete Tierarten (bzw. allgemein als ausgerottet geltende, um die Krypto-Fans nicht zu beleidigen). Warum nicht mal Denkmäler für Quagga, Beutelwolf & Co.?
(12.04.2007, 22:08)
Karsten Vick:   @Carsten: Ja klar, als Hippofan muss dir ja Knautschke gefallen! Mein Favorit im Berliner Zoo ist eher Bobby der Gorilla und der Königsfasan in der Fasanerie, im Tierpark Riesenhirsch und Säbeltiger, der Steinbock, die Moschusochsen und der von Michael schon genannte Dschelada.
Ich denke, dass Kunstwerke schon in Tiergärten ihren Platz haben sollten. In der Regel nehmen sie keinem Tier Gehegefläche weg und Geld würde ich persönlich eher für Kunstwerke ausgeben als für (ja ich weiß, ich sollte ihn erstmal selbst in Augenschein nehmen, bevor ich schon wieder über ihn herziehe) Sam den Minengeist.
(12.04.2007, 21:56)
Michael Mettler:   Bei der Architektur ist ja auch einige Kunst im Spiel - siehe unser "beliebtes" Beispiel München. Für mich persönlich sehe ich da schon Parallelen zur figürlichen Kunst - je naturähnlicher oder "uriger", desto besser gefällt's mir :-)
(12.04.2007, 21:52)
Shensi-Takin:   @Carsten: Wie gesagt-allzu teuer sollte so eine Statue nicht sein-darauf dürften die meisten Zoos indes schon bedacht sein. Aber wenn man mit einem Künstler auf guten Fuß steht, gibt's vielleicht Mengenrabatt...;) Dass so eine Statue dem bzw. einen von vielen Hauptzweck(en)(nämlich der Besucherunterhaltung) dienen kann, ist durchaus nicht unüblich -wie etwa das bereits erwähnte Bsp. der Münchner Steinbock-Statuen zeigt. Diese sind für die Kinder schon beim Warten in der Schlange die erste Zoo-Attraktion-und das seit Generationen.
Was alte Zooarchitektur angeht: die hat durchaus ihren Charme, v.a. im Fall wirklich schöner Anlagen-zudem, wenn man sie dann noch sinnvoll in die moderne Haltung integrieren kann(s. Wien). Und wenn sich in der Statue ein zoohistorische Aspekt(wie etwa berühmte Zootiere oder -menschen) widerspiegelt, dann umso besser.
(12.04.2007, 21:07)
Carsten:   @Shensi-Takin: Na ja, ich weiß nicht, es gibt kaum einen Zoo, zumindest in Deutschland, der ohne Zuschüsse auskommt und dann Geld für etwas ausgeben, was nicht dem Hauptzweck des Unternehmens entspricht...

Sicherlich ist es auch finanziell nicht sinnvoll, Gebäude über Ihre Nutzungsdauer hinaus zu erhalten.

Ich kann mit Kunst nicht allzuviel anfangen (Banause halt), bin aber interessiert an Architektur (berufsbedingt vom Vater), so hat vermutlich jeder seine Vorlieben, was er gerne hätte. Am ehesten kann ich noch was mit realistischen Skulpturen anfangen, so wie z. B. Knautsche vor dem Berliner Flußpferdhaus...
(12.04.2007, 20:53)
Shensi-Takin:   @MM: Bzgl. der Wasserbock-Statue - die befindet sich idT in München, und zwar in der Nähe der Kamelreitanlage. Was den Künstler angeht-einfach mal immer in die Todesanzeigen kucken(wg. Verkauf der Hinterlassenschaften) bzw. dem Lauf der Dinge ggf. etwas auf die Sprünge helfen...Dann bleibt's nicht nur beim platonischen Bilderbegutachten...;). Im Ernst: vielleicht lässt der gute Mann ja mit sich reden. Oder man droht ihm mit Termiten(z.B. frisch aus dem Salzburger Haus der Natur oder dem Tierpark Dählihölz...).;)
@Carsten: Dass der Zoo in manchen Fällen auch eine Statue in Auftrag geben kann & dementsprechend dafür auch (allerdings nicht zuviel) bezahlt, ist an und für sich doch nichts schlechtes; auch ein Künstler kommt heutzutage nicht ohne Geld aus, der Zoo trägt so zur "allgemeinen Kulturförderung" bei und hat dann eine für alle Altersstufen interessante Attraktion, die-anders als manch ein sündteures Tierhaus-auch längere Zeit Bestand hat, wenig Folgekosten erzeugt und vielleicht irgendwann-zu unserer aller Freude;)-noch zu einem Stück Zoohistorie wird. Und ehrlich gesagt: was ich da mitunter an geschenkten "Kunstwerken" sah-die würde ich persönlich nicht mal geschenkt annehmen...;)
(12.04.2007, 20:14)
Michael Mettler:   Im Haus der Heidelberger Afrikasteppe sah ich vor ein paar Jahren eine Ausstellung holzgeschnitzter Tierfiguren eines Künstlers, fast ausschließlich - da lachte mein Herz - afrikanische Huftiere, darunter Spezialitäten wie Riesenrappenantilope usw. Die waren so herrlich, dass ich sie am liebsten alle mitgenommen hätte - leider verkauft der Künstler nicht mal (wie ich auf Nachfrage an der Kasse erfuhr), sondern schnitzt und bemalt nur für die eigene Sammlung. Also blieb mir nichts anderes übrig, als (fast) alle Figuren zu fotografieren. Die Bilder sehe ich mir in Abständen immer mal wieder an....
(12.04.2007, 14:47)
Carsten:   Solange Kunst nichts kostet, also geschenkt wird oder als temporärere Ausstellung vorhanden ist, kann ich damit leben, aber sobald Gehegeraum dafür verbraucht wird oder 1 Cent ausgegeben wird, habe ich da kein Verständnis für.

Im Krefelder Zoo habe ich bei meinem letzten Besuch eine Ausstellung gesehen mit Ölbildern, Aquarellen und Zeichnungen, konnte ich nicht wirklich was mit anfangen.

Wenn Kunst, dann sollte sie realistisch und erkennbar sein, spannender finde ich allerdings soweit möglich die Bewahrung der Vergangenheit im Zoo, z. B. die Erhaltung alter Tierhäuser, soweit möglich und tiergerecht...
(12.04.2007, 14:32)
Sacha Beuth:   Bin ebenfalls Kunstbanause, finde aber einige Plastiken in gewissen Zoos durchaus eine Bereicherung. Das selbe gilt für temporäre Foto- und Gemälde-Ausstellungen. Bin ebenso wie Shensi-Takin der Meinung, dass bei einer Tierplastik (oder einem Tierbild) das Tier klar als solches erkennbar sein muss.
Generell gilt für mich: Auf keinen Fall darf Platz für ein (grösseres) Gehege zugunsten eines Kunstgegenstandes geopfert werden.
(12.04.2007, 14:16)
Michael Mettler:   Ich bin zwar bekennender Kunstbanause, kann mich aber dem Reiz vieler Tierskulpturen nicht entziehen und habe so manche davon auch extra fotografiert. Auch für mich steht dabei die realistische Darstellung an erster Stelle. Allerdings habe ich Mühe zu erklären, warum mir manche stilisierten Darstellungen genauso gut gefallen wie realistische und andere überhaupt nicht. Z.B. finde ich die auf wenige Striche reduzierte Darstellung des Erdmännchens auf dem hannoverschen Zooschild - ebenfalls eine Art von Kunst - einfach genial, während mir andere Schilder der Serie einfach nicht gefallen wollen (z.B. der Löwe).

Besonders schön finde ich Skulpturen, die eher selten "verwendete" Tierarten darstellen (neben den unzähligen Großkatzen, Bären usw.). So erinnere ich mich an einem sehr schönen Wasserbock (München? Nähe Elefantenanlage?), ein bronzenes Mähnenschaf als Brunnenfigur in Dortmund, den Dschelada in Berlin (früher Zoo, jetzt Tierpark) oder auch den Orang im Berliner Zoo. Und war da nicht ein Argaliwidder o.Ä. in Magdeburg?
(12.04.2007, 13:59)
Jennifer Weilguni:   Solange derartige Kunst einen direkten Bezug zum Zoo, b.z.w. zu Tieren hat, empfinde ich sie nicht als Störfaktor im Zoo. Vor allem, wenn damit dann sogar noch an ehemalige Zoobewohner erinnert wird (Knautschke und Bobby etwa), kann ich der Sache durchaus viel Gutes abgewinnen. Stören würde mich hingegen abstrakte,moderne Kunst, allerdings fällt mir da jetzt spontan kein Zoo ein, in dem so etwas aufgestellt wäre. Sehr schön finde ich auch immer wieder Ausstellungen mit Tiergemälden oder Zoofotografie.
(12.04.2007, 13:43)
Shensi-Takin:   Tierskulpturen(v.a. solche, bei denen das dargestellte Tier auch als solches erkannt werden kann...) und v.a. die, auf denen die Kinder herumklettern können, erachte ich durchaus als sinnvoll im Zoo. Man sehe sich z.B. die Steinböcke vor Hellabrunns Isareingang an- durch Generationen von Kinderhänden feinst poliert. Des weiteren wäre es im Falle der meist räumlich begrenzten Krokodilhaltung in mitteleuropäischen Zoos vielleicht überdenkenswert, auf großwüchsige Arten zu verzichten und stattdessen- nebst der Haltung (bedrohter) kleinerer Arten - einfache, lebensgroße Skulpturen bzw. Kopfplastiken großer Exemplare rezenter großwüchsiger Arten(z.B. Leisten-/Nilkrokodil, Gangesgavial)-meinetwegen auch von fossilen Riesenformen wie Deinosuchus oder Purussaurus-auszustellen. Die bewegen sich ähnlich wenig wie reale Krokodile außerhalb der Fütterungs-und Paarungszeit ;) und haben zudem den Vorteil, dass die Kinder gefahrlos darauf herumkraxeln und sich dabei von den stolzen Eltern fotografieren lassen können.
(12.04.2007, 13:14)
Konstantin Ruske:   Fpr mich sind diese Skulpturen ein ausgesprochen schönes addtiv zu den lebenden Tiere, die auch zur Atmosphäre des Zoos als Kultureinrichtung beträchtlich beiträgt. Mein besuch in Antwerpen letztes jahr war neben dem Tierbestand, den historischen Anlagen und dem Orchester auch wegen der vielen, auch neueren Kunstwerke so faszinierend. Ich verfolge auch den jährlichen Skulpturenwettbewerb im Zo Talinn immer sehr- genau, da ist oft einiges Gutes unter den Gewinnerarbeiten. Ich gebe aber zu, das bei aller künstlerischer interpretation das Tier für mich noch erkennbar sein sollte- Skulpturen wie in münster sind doch relativ abstrakt. Die vielen " Zoofreund"- Artikel ( und auch im Bongo) zu diesem Thema, die ja auch oft die Künstler selbst vorstellten, habe ich immer als Fundgrube empfunden für manches schöne Werk, das ich selbst gern besäße.
(12.04.2007, 12:07)
IP66:   In vielen Zoos (Tierpark und Zoo Berlin, Jardin des Plantes, Antwerpen, Münster) wurde oder wird einiges an Energie und Geld auf die Ausschmückung der Zooanlagen mit Kunstwerken, vor allem mit Skulpturen, verwandt. Manches davon wird von den Kindern zum Klettern benutzt, anderes hat immerhin so etwas wie ein Museumsschild, noch anderes steht unbeachtet herum. Welche Rolle spielt dergleichen für die Forumsteilnehmer?
(12.04.2007, 11:20)

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